Ausgabe 
2.9.1926
 
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Erdgeschoß des Altbaues

-in nach dem Beginn der Sommerferien ausge» mutes Portal mit breit ausladendem Balkon auf, das sich recht hübsch ausnimmt. 3n zweck- inähiger Weise ist ein Windfang vor den Treppen vorgesehen, diese selbst, die in den vierzig Jahren der Benutzung arg abgelaufen, waren, sind mittels aufgestampften Stahlbetons nach einem neuzeitlichen Verfahren völlig ein­wandfrei gestaltet. Der Korridor und die Klassenzimmer sind, da der alte Fußboden sehr abgetreten war. zum Teil war er nur noch einige Millimeter stark, jetzt mit Stab- parkettbvden versehen' dagegen ist die alte Ver­täfelung in den Zimmern verblieben, im übrigen aber ein Reuanstrich der Xlnterrichtsräume vor- genommen worden, der in den Zimmern des Erdgeschosses licht gehalten ist, in den Zimmern öcr beiden übrigen Geschosse dagegen etwas lebhaftere, gesättigtere Farbentone, aufweist, die in allen Teilen gut aufeinander abgestimmt sind. Im Erdgeschoß sind gleichfalls noch Abort- und Wascheinrichtungen untergebracht. Die bisherigen Ofenheizungskamine sind zu Entlüftungs­kanälen umgebaut worden.

Die beiden Obergeschosse des Altbaues zeigen in der Neugestaltung der Xlnterrichts- s immer und der Korridore dasselbe vorteilhafte Bild wie die Räume des Erdgeschosses. Im ersten Obergeschoß bemerkt man noch als neu ein Zimmer für den Schulleiter mit Wartezimmer für das Publikum, ferner ist ein schönes, großes Konferenzzimmer und endlich ein Z i m m e r f ii r d i e Lehrerinnen vorgesehen. Sämtliche Korridore erhalten an beiden Enden Laufbrunnen, ebenso werden besondere Einrichtungen für die Entnahme von Reinigungswasser für Scheuerzwecke getroffen. In jedem Klassenzimmer ist als Reuheit für den XInterrichtsbetrieb ein Meterquadrat an die Wand uird der sog. Rordpfeil an die Zim­merdecke gemalt.

Der Anbau

enthält im Erdgeschoß einen recht geräumigen und Hellen Physiksaal mit Sammlungsraum und Vorbereitungszimmer, im er st en Ober- st o ck einen Singsaal, der auch als Hand- arbeitss aal dienen wird, im zw eiten Q b e r st o ck endlich einen sehr schönen Zeichen­saal, einen Modellierraum und eine Dunkelkammer. Der Zeichensaal. von dessen hoher Lage aus man einen herrlichen Blick auf die reizvolle Umgebung des Dünsberges und des Lahntales hat. ist mit einer kleinen Bühne, ferner nebenan, aber feuersicher ab­schließend mit einem Kino-Vorführungs- raum ausgestattet! hier sollen Elternabende, Aufführungen u .dgl. stattfinden. Den Anbau krönt ein Türmchen, an dessen oberen Enden der Wände die Entlüftungsschächte aus den Klassenzimmern münden: von der recht fest um­friedigten Plattform dieses Türmchens aus kann heimatgeschichtlicher Anschauungsunterricht erteilt werden: es dürfte sich hierzu aber emp­fehlen. auch an dieser Stelle die praktische Ein­richtung des Rordpfeils, etwa auf einer kleinen Tafel in einer Geländerecke. anzubringen. Von dieser hochgelegenen Stelle aus hat man einen sehr genußreichen Rundblick aus die Stadt und ihre weitere Umgebung. An dem Türmchen bemerkt man schließlich noch die Blihschutz- anlage und die Vorrichtung für eine Radio- Antenne.

Der Gewinn dieses Um- und Anbaues

ist folgender: Bisher hatte die Bezirksschule 17 Klassenräume, in Zukunft besitzt sie deren 20. ' Außerdem gewinnt sie durch den Bau einen Physiksaal, zwei Werkunterrichtssäle, einen Sing- saal, der auch als Handarbeitssaal dient, einen Zeichensaal mit Modellierraum. Konferenzzimmer, * Schulleiter- und Wartezimmer, Lehrerinnenzim- mer. die Nutzbarmachung des ganzen Kellerge­schosses für Schulzwecke, zeitgemäße Abort- und Wascheinrichtungen im Haufe unter Verschwinden der alten Anlagen dieser Art vom Schulhofe, moderne Feuerlöscheinrichtungen und Laufbrun- nen im Schulhause, Einführung der Elektrizität in allen Räumen anstelle des Gases, völlige Reudeckung des schadhaften Daches, gefällige 'Reuherrichtung des äußeren Bildes des Hauses.

Die-Schule wird gegenwärtig von etwa 900 Kindern besucht, mit einem weiteren Ansteigen der Schülerzahl ist nach Mitteilung von maß­gebender Stelle schon zu Ostern n. I. zu rechnen.

Obwohl die Bauarbeiten noch nicht völlig ab­geschlossen sind, darf man auf Grund der ein­gehenden Besichtigung heute schon sagen, daß die geistigen Kräfte dieses Bauwerkes iOberlei- tung: Stadtbauamt, örtliche Leitung: Architekt Klein), die Handwerker und die Dauarbeiter- schaft aller ^Branchen hier ein Werk schaffen, mit dem die Bürgerschaft zufrieden sein kann. Damit wäre ein Teil unserer Schulhausfrage als be­friedigend gelöst anzusehen. Hoffentlich läßt nun aber der zweite und letzte Teil dieser Frage, der dringend notwendige Neubau eines wei­teren Volksschulhauses, nicht mehr allzu lange auf seine Lösung warten.

Eine Entschließung der deutschen Lteinarbeiter. Eine Delegiertenoersammlung des Berufsver- bandes deutscher Steinarbeiter in Frankfurt a. M. faßte eine Entschließung, in der es u. a. heißt: Die Schwierigkeiten und Schäden für die deutsche Stein­arbeiterschaft, auf welche der Berufsoerband deut­scher Steinarbeiter bei Abschluß oes deutsch­schwedischen Handelsvertrages mit aller Deutlichkeit hinwies, machen sich schon im ersten Monat seit Inkraftsetzung des Handelsvertrages bemerkbar. Auf Kosten der Steinarbeiterschaft hat ein Konkurrenzkampf eingesetzt, der dem noch in Ar­

beit befindlichetn Teil der «teinarbelterschaft jede ExistenzmöglichHüt nehmen wird. Nur eine, im Be­ruf ihre Befri^'igung findende Arbeiterschaft kann dazu mit beitrv gen. die vorhandenen Schwierig­keiten zu behebet». Die Stcinarbeiterschaft erwartet, daß die Reichsbahngesellschaft für eine möglichst gerechte Verteilloig der Aufträge Sorge trägt, um die Steinarbeiterschaft einzelner Gebiete nicht voll­ständig erwerbsU's zu machen. Don der Reichs­regierung sowie den Länderregierunge» und Ge° meindekorperschaften wird erwartet, daß durch die Bereitstellung dc«' Mittel zur Durchführung des Arbeitsbeschaffungsprograintnes die Aufträge in reichlichem Maße ?mb durch gerechte Verteilung, nur an deutsche Firmöla, bald erfolgen, da dadurch auch ein großer Teil van Arbeitslosen bei Straßenbauten Beschäftigung finitet Die deutsche Steinarbeiter­schaft ist sich ihrer großen Aufgaben im Interesse der Volksgesamthcöt bewußt. Sie will kein Unter­stützungsempfänger sein, sondern durch produktive Arbeit die Existenz ihrex Familien sichern. Sie er­wartet aber auch, daß olle maßgebenden Stellen endlich einsehen, dass dem deutschen Volke mehr ge­dient ist, wenn auah mittels fremder Mittel volks­wirtschaftliche Wert»! geschaffen werden.

Vom BÄchnenvolksvund«

Eine Reichs Tagung des Buhnen- volksbundcs f'Lndet in Mainz vom 11. bis 14. September staid. Am Samstag, 11., abends 7 Uhr, wird im Garten der Stabt I) alle mit Volksliedervorträgen. Reigenspielen vom Kinder­chor des Mozartemns in Salzburg und Ansprachen ein festlicher Empfang, ftattfinben. Abschließend wird eine Mainzer Spielsehar des B. V. B. das Tellspiel der Schweizer ISauarn" von F. I. Weinrich bei Fackelschein aufführev. Das bistet den Auftakt für ein klang- und farbenfrohes V o l k s f e ft aller Spiel-, Tanz- und Singfcharen des B. V. B. am Sonntag, 12. Sept., nachmittags ab 3 Uhr, in allen Räumen, Gärten und Terrasse» der Stadthalle. Ein Aussprachekrcis von Jugendspielen und Spielpflegern mit Varträgen von dem rheinischen Dichter Otto Brües überDer vaterländische Gedanke im Laienspiels" und von dem Jugendspiel­pfleger des B. V. B., Bruno S a f o w s k i, über Praktische Laienspielberatung" wird die breiteste Basis zu weiterer künstlerischer Arbeit deutscher Ju­gend am Laienspiel schaffen

Oderhessen.

LandkVcis Gießen.

f. Klein-Linden. 1. Sept. Der durch den Krieg und die folgende Inflationszeit zurück- gestellte Dau einer Wasserleitung wird auch bei uns wieder in Erwägung gezogen. Der früher schon gehegte Plan der Wasserversorgung durch die Stadt Gießen dürfte wohl Wirk­lichkeit werden, zumal die Frage der Einge­meindung unseres Ortes nicht mehr allzu­lange ungelöst bleiben wird. Hand in Hand mit dem Bau der Wasserleitung wird die Schaffung der Gaszufuhr geplant. Die Durchführung und Beschleunigung der Angelegenheit ist jeden­falls eine Forderung der Zeit, nicht zuletzt aber auch ein Vorteil in finanzieller Hinsicht für die Gemeinde, wenn die Anlage als Notstandsarbei> _ durchgeführt wird, zumal sonst sehr wenig Arbeitsgelegenheit in unserer Gemeinde geboten ist.

t Grünberg, 1_ Sept. In der jüngsten Gemeinderatssitz ung wurde ein Schreiben des Ministeriums des Innern verlesen, worin den Gemeinden empfohLen wird, ihre Anleihen in bezug aus die Aufwertung in gesetzlicher Hin­sicht zu regeln. Hierüber soll in der nächsten Sit­zung Beschluß gefaßt werden, bis dahin wird der Staotrechner die nötigen -Unterlagen beschafft und die Finanzkommission die Materie vorerst durch­gearbeitet haben. Weiterhin wurde die Dullen­kommission beauftragt, sich mit dem Ankauf von 2 Dullen zu befassen, evtl, die Auktionen am 6. September in Nidda bzw. 16. September in Gießen zu besuchen. Aus dem Gemeinderat wurde angeregt, die Anfertigung und den Vertrieb der Lohe zu dem diesjährigen Gallus markt in die Wege zu leiten, waS als erforderlich ange­sehen wurde. Die Stadtverwaltung beabsichtigt, ein großes Quantum Steine zur Instandsetzung von Chausseen und Feldwegen anzuschaffen. In geheimer Sitzung wurde die Besetzung der freigewordenen Lehrer st eile besprochen und hierfür ein Kandidat bestimmt, der dem Kreisschulamt namhaft gemacht werden soll. In einer Sitzung, an welcher der Bürgermeister, Stadträte, der Vorstand der Feuerwehr und andere geladene Persönlichkeiten teilnahmen, hielt der Hauptmann unserer Freiwilligen Feuerwehr, Herr Seifart, einen inter­essanten Vortrag über den Reichsfeuer- Wehrtag in Düsseldorf. An die Darlegungen schloß sich eine interessante Aussprache an.

5 Lich, 1. Sept. Die Schütze »gesell- schäft 1921 hat am Rodenschütt in schöner Lage neue Schieß st ände und ein schönes Sch ät­ze n h a u s errichtet. Nächsten Sonntag findet die Einwechung in Verbindung mit einem großen Schießen statt. Auswärtige Schützenvereine werden als Gäste zu der Feier erwartet. Unsere Land­wirte sind im großen und ganzen mit dem Ertrag der Ernte zufrieden. Verhältnismäßig gering ist nur der Körnerertrag des W e i z e n s. der durch den Gelbrost auch hier vielfach in seiner Entwick­lung gerade im besten Stadium gehemmt morden ist. Ueberreich ist er Strohertrag gewesen. Manche Landwirte brachten infolgedessen die Ernte nicht ganz in ihren Scheune» unter und mußten einen Teil der Frucht jetzt schon an die Dreschmaschine fahren, die zunächst noch auf freiem Felde tätig ist, bevor sie mit den Drescharbeiten in den Scheu­nen beginnt. Ohne die sonst übliche kleine Erho­lungspause ist man an die Grummeternte gegangen. Das selten schöne Spätsommerwetter

laßt die Arbeiten gut voranschretten und liefert zu der reichen Quantität auch qualitativ gutes Futter.

* Lich, 1. Sept. Rektor i. R. Christian Roth ist nach längerem Leiden im Alter von 65 Jahren verstorben. Eine hochgeschätzte und allseits beliebte Persönlichkeit ist damit heimgegangen. Als erster Schulleiter unserer Stadtschule hat er sich er ft als Hauptlehrer, bann als Rektor um die Entwicklung und den Ausbau unseres Schulwesens ganz besondere Verdienste erworben und sich im Verkehr mit Lehrern, Eltern und Schülern nie als Vorgesetzter, son­dern als väterlicher Freund und Berater ge­zeigt. Christian Roth wurde als Lehrerssohn in A l t e n - D u s e ck geboren. Nachdem er 1881 das Lehrerseminar in Friedberg verlassen, kam er als Schulvilar erstmalig an die hiesige Schule. Um definitiv angestellt zu werden, ging er dann nach Altenstadt. kehrte von dort aber bald wieder in unsere Stadt zurück, um bis zu feiner vor wenigen Jahren erfolgten Pensionierung dauernd an unserer ^Schule segensreich zu wirken, zuletzt als deren umsichtiger Leiter. Neben feiner be­ruflichen Tätigkeit fand der Verstorbene bis in seine letzten Lebensjahre hinein noch Zeit, im Dienste der Allgemeinheit tätig zu sein. Er war nicht nur in seiner Lehrerorganisation allzeit ein eifriges Mitglied, sondern setzte sich auch im öffentlichen Geben für alles Gute mit Tatkraft ein. XI. a. erwarb er sich um die Bienen­zucht besondere Verdienste, auch durch ehrenamt­liche Tätigkeit in den Organisationen der Bienen­züchter, die ihn als einen sachkundigen Fachmann hochschätzten. Jahrzehntelang leitete Christian Roth den GesangvereinMännerguartett", der unter seinem Dirigentenstabe eine vorbildliche Pflegestätte des deutschen Liedes geworden war und daher feinen Dirigenten schon zu Lebzeiten nicht schöner ehren konnte als mit der Tatsache, daß er sich vor einigen Jahren den Namen Roth'scher Männerchor" zugelegt hat. Auch an der Lehrerbildung in Hessen war der Ver­storbene beteiligt, indem er an der früheren Präparantenanstalt irebenamtlichen Xlnterricht er­teilt hat. Das Andenken des verewigten ver­dienstvollen Schulmannes wird hier unvergessen bleiben.

*!* Weickartshain, 1. Sept. Dieser Tage verschied hier im Alter von 76 Jahren der frühere Grubenaufseher Johannes Schmidt 4. In ihm verliert unsere Gemeinde eine Persönlich­keit, auf die sie stolz fein konnte. Johannes Schmidt hat lange Jahre den Kriegerverein ge­leitet und hat der Kirchengemeinde als Mitglied des Kirchenvorstandes und zeitweilig auch als Abgeordneter der Synode des Dekanats Grün­berg wertvolle Dienste geleistet. Er besaß eine seltene Rednergabe, und was er bei kirchlichen und weltlichen Festen, zum Beispiel auf dem Gustav-Adolf-Fest im Jahre 1913 oder auf der Dekanatsshnode im Jahre 1915 sprach, wird allen, die es gehört haben, unvergeßlich sein. Er war ein 'Mann reicher, abgeklärter Lebens­erfahrung und tief christlicher Gesinnung.

Kreis Friedberg.

= Ober-Nosbach, 1. Sept. Mit dem Bau der sehr notwendigen Landstraße von hier über Rieder-Rosbach nach Ober- Wöllstadt ist diese Woche begonnen worden. Es handelt sich um eine Rotstandsarbeit, bei der eine größere Zahl Arbeitsloser Beschäftigung findet. Während man in den meisten Ge­meinden der Rachbarschaft davon absieht, einen Elternbeirat im Sinne der neuen Dienst­anweisung für die Volksschulen zu wählen, wurde hier die Einführung der Neueinrichtung in einer gemeinsamen Sitzung von Gemeinderat und Schulvorstand nach längerer Aussprache be­schlossen. Die Wahl wird in einer Elter »Ver­sammlung vorgenommen.

Kreis Büdingen.

Nidda, 1. Sept. Das Straßen­rennen am nächsten Sonntag um den großen Preis der Opelwerke berührt nach Lich und Hungen auch unser Städtchen. Die Motorradfahrer werden gegen 9 Xlhr, vom Harb- wald kommend, die Rau n passieren. Der hiesige Radfahrerverein hat den Sicherungsdienst über­nommen. Das benachbarte Bad-Salz­hausen erfreut sich in diesem Jahre eines gu­ten Besuches. Die öfters wiederkehrenden konzertlichen Darbietungen, an deren Zustande­kommen der wieder gegründete Kur- und Ver­kehrsverein lebhaft interessiert ist. bieten den Kurgästen angenehme Abwechslung und wer­den gut besucht.

Kreis Schotten.

Schotten,!. Sept. Die Zahl der Som­merfrischler, die sonst in den Sommer­monaten den Vogel^erg aufzusuchen pflegten, hat in diesem Jahre stark abgenom­men. Größere Xlnternehmen, die einzig und allein auf den Besuch von Kurgästen angewiesen sind, stehen völlig leer, ohne daß Aussicht auf kommende Besucher vorhanden wäre. Auch die Gastwirtschaften, die sich in der Nachkriegs­zeit auf die Ausnahme von Sommergästen ein­gestellt hatten, kamen nicht auf ihre Rechnung. Ob gedrückte wirtschaftliche Verhältnisse oder der Wunsch, belebtere, näher an den großen Der- kehrszentren gelegene Gegenden als Sommer­frische zu wählen, den Ausfall bedingen, ist schwer zu sagen.

Kreis Alsfeld.

-er. Homberg a. d. Ohm, 1. Sept. Am Sonntag beging unser Gesangverein FrauenIob in eindrucksvoller Weise die Feier seines 70jährigen Bestehens..Zu­nächst fand auf dem Friedhof eine Gedächtnis­feier statt, bei der man der Toten des Vereins in Dankbarkeit und Treue gedachte: der Geistliche hielt hier die Gedenkrede, der Präsident legte einen Kranz nieder. Nachmittags bewegte sich ein

Zestzug durch die reich geschmückte Stadt zur Stadthalle, wo eine ausgezeichnet verlaufene Feier stattfand. Aach der Begrüßung der Gäste wurden die Mitglieder, die 40 und mehr Jahre dem Verein angehören, durch die Xleberreichung prächtiger Xlrfunbcn ausgezeichnet. Die fein durch­dachte Festrede hielt der Ortspfarrer, das Ehren­mitglied des Vereins: er feierte die hohe Macht des Gesangs und schloß mit einem Hoch auf das Vaterland. Gemeinsam wurde anschließend das Deutschlandlied gesungen. Hierauf erfreuten die Gastvereine die Zuhörer durch den vortrefflichen Vortrag zahlreicher Chöre. Den Abschluß des Tages bildete frohes Volksfesttreiben. Der Iu- belverein kann mit Befriedigung auf den schönen Verlauf seines Festes zurückblicken.

Kreis Lauterbach.

< Schlitz, 1. Sept. In der Besetzung der hiesigen Pfarrstellen sind zwei Aenderungen eingetreten. Nachdem Oberpfarrer Knodt, der zwölf Jahre hier wirkte, nach Bad-Nauheim ver­seht worden war, wurde dem seitherigen Stadt­pfarrer Boeckner die Oberpfarrstelle auf Präsentation Seiner Erlaucht des Grafen von Schlitz übertragen. Die zweite Pfarrstelle, deren Inhaber zugleich Pfarrer des Kkdutzersgründe« ist, der Dörfer Dernshausen, Rieder-Stoll und Xletzhausen, die zwischen Schlitz und Bad-Salz­schlirf liegen, versieht nun Pfarrverwaltev Schm i d t. Sein Vater, zuletzt Oberpfarrer und Dekan in Schlitz, hat seine pfarramtliche Tätig­keit im Schlitzerland verbracht.

Aus dem Schlitzerland, 1. Sept. Hier sind die Erntearbeiten in vollem Gange. Xleberall hört man die Dreschmaschinen brummen, die die erstgeschnittenen Kornfrüchte, Roggen und Gerste, dreschen. Das Ergebnis der Körner schien wohl erst etwas größer zu werden, doch wird es eine Ernte, die gut über dem Durch­schnitt liegt. Run sieht man alle Wiesen be­völkert mit den Leuten, die das Gras mähen und das Grummet, das prachtvoll in dem warmem Sonnenschein gedörrt wird, nach Hause bringen. Die Aecker stehen zum guten Teil leer, meist wird nur noch der Hafer draußen fein, dem aber auch die Sonne gut bekommt.

Starkenburg.

Weinheim, 1. Sept. (WSR.) In den Tagen vom 4. bis 12. September findet hier eineW einheimer Woche" statt, die mit einer Ausstellung der hiesigen Industrie- und Geschäftswelt verbunden ist und ein großes Sport» und Vergnügungsprogramm bietet; es handelt sich um eine Werbung für die Bergstraße, insbesondere für Weinheim.

WSR. Klein-Auheim, 1. Sept. Bei dem Versuch, einem entgegenkommenden Fuhrwerk auszuweichen, blieb der Motorradfahrer Dauer aus Klein - Krotzenburg an der Pferdedecke eines der Pferde han­gen. Sein Rad kam dadurch ins Schleudern und der Mann wurde in weitem Bogen auf dis Straße geworfen. 1

Rheinhessen.

WDR. Mainz, 1. Sept. Ein dreijähri­ger Junge tummelte sich auf dem Balkon des ersten Stockes eines Hauses herum. Als er auf einen Stuhl stieg und sich zu weit über das Geländer beugte, verlor er das Gleichgewicht und stürzte herunter. Zufällig stand unten ein leerer Kinderwagen, in den der kleine Xlnternehmungslustige hineinfiel. Man kann sich den Schreck und die Freude der Mutter vorstellen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

X Groß-Rechtenbach, l.Sept. Bei einer am Sonntag hier abgehaltenen Tanzbelustigung kam es zu einer Schlägerei unter hiesige» Bur­schen, wobei Biergläser, Weinflaschen und zuletzt auch dos Messer eine Rolle spielten. DieZärt. lichkeiten" dürften ein gerichtliches Nachspiel haben.

L Ausoem Kleebachtal, 1. Sept. Das günstige Wetter der letzten Tage hat die G r u m- meternte in den Gemeinden des Kleebachtales frühes beginnen lassen, als in sonstigen Jahren. Der Ertrag ist überall gut, was daraus zurück­zuführen ist, daß das Wachstum des Grases durch die öfteren Regenfälle sehr gefördert wurde.

Dillkreis.

bl. Dillenburg, l.Sept. Die Stadt­verordnetenversammlung wählte in ihrer jüngsten Sitzung den seitherigen stellver­tretenden Stadtverordneten-Vorsteher Röver zum Stadtverordnetenvorsteher. Die durch Reichsgeseh notwendig gewordenem Aenderungen der Vergnügungssteuer- o r d n u n g der Stadt Dillenburg bezüglich der Besteuerung der Rundfunkanlagen und der Filme wurden gebilligt. Ein Antrag der Vereine der Stadt auf Ermäßigung der Ver­gnügungssteuer wurde dem Magistrat überwie­sen. Die von der Regierung geforderte Ein­richtung einer Konrektor stelle bei der städt. Mittelschule wurde im Hinblick auf die entstehenden Kosten nicht angenommen. Der Beschluß beruht natürlich auf schwachen Füßen, da die Regierung jetzt eben entsprechende Zwangs­maßnahmen anwenden wird.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 1. Sept. Auf der Straße MörfeldenFrankfurt wurde ein Kauf­mann aus Groß-Gerau mit seinem Motor­rad schwer verletzt im Straßengraben auf- gesunden. Der Verunglückte konnte keine Aus­kunft geben, was ihm zugestohen war. Rach der Lage des Motorrads ist zu schließen, daß er von einem Auto um gerannt wurde, dessen Insassen ihn in bewußtlosem Zustande in den Graben getragen haben und dann flüchtig gegangen sind.

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zerpflückte Butter mit dem Rest des Mehles unter die Masse und fügt nötigenfalls soviel Mehl hinzu, daß sich der Teig ausrollen läßt. Mit dem fertigen Teig belegt man den Boden einer Springform. Den Quark hat man währenddessen auf einem Sieb gut ablaufen lassen, reibt ihn durch ein feines Sieb und verrührt ihn sorgfältig mit etwas saurem Rahm zu einer glatten Masse. Dann gibt man nach und nach Zucker, Eidotter, Vanille-Saucenpulver, Gustin und Korinthen hinzu und verrührt nochmals gut. Zuletzt hebt man vorsichtig den Eiweißschnee unter die steife Quarkmasse, streicht diese auf den Teig und backt den Kuchen bei guter Mittelhitze ca. 50 Minuten.

Zubereitung: Zuerst bereitet man den Mürbeteig. Ei u.Zucker werden mit einem Teil des mit dem Backin gemischten Mehles verrührt Dann arbeitet man die kaltgestellte und in Stückchen

Zutaten i

Teig» 65 g Butter, 60 g Zucker, 150 g Weizenmehl, 1 Ei,/a Päckchen von Dr. Oetker's Backpulver ,,Backin". Belag r !>/» Pfund Quark, 200 g Zucker, 1 Päckchen Dr. Oetker's Smcenpulver Vanille-Geschmack, 2 Eier, das Weiße zu Schnee geschL, 60 g Dr. OetkersGustin", 150 g Korinthen, etwas sauren Rahm.

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