Ausgabe 
2.9.1926
 
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Dörleakrrrle.

H9.5* ff 44.5*

f

269,9* | 289,5*

109'25 I

151

191,5

ir:c dem Ruhrbergbau jetzt eine

Banknoten.

Briet

Berliner Börse.

Grund

dahin, daß die Teuerung i» der nc Wohl anhallen wird und die Spekula!

bi cv i^m /mbc- re-

151.7

167

161.6*

163*

100

155.7* 174*

159*

151

42 147

95

55

161,6* IM,4*

142*

209,7*

85 b5

48

134 1 135.5

120.5 I 120,75

120

87,5

288,5*

168,75

117

95,75

62 153* 168* 155*

118,5

72 120.7 147* 166*

144.25 161* 160*

94.5

54

184,75

80

90

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

89,25 '288,7*

110.5

120

165.1*

166*

141.9*

208.6*

85

85,5

'(ugiift 503 Konkurse eröffnet, gegen 698 im Juli und 2016 im Februar. Auch die neu verhängten Heschäftsaufsichten sind stark zurückgegangen; sic be­tragen nur noch 237 gegen 361 im Juli und 1580

mg.

Wl.) 3n fa 'tember findet hi« 6t; Halt, die mit Pef'gen Industrie, ft und ein grvhes '"^Programm sie Werbung für für Weinheim, in, Lew. Seifen inten Zuhrverk r Motorradfahrer lenbutg an der

Pferde hän- ins Lchieudern und . Dogen ans die

wohl anhalten wird und die Spekulation sich mit die, em Zustande abgesunden hat. Tatsächlich be- ifftHftint.i/f» Ma iShAf.,!..: . ....... _z_

186,9 190,75 ~ ' 91

160* , 160* '

4,203

11,90

111,68

20,425

12,73

168.60

15,21

92,03

59,47

2,10

112,38

81,28

63.80

12,435

5,875

77,5 90

53,25

118 186,»

164.5*

164,5

109,5 I

141* j 210,1*

87.75 >5.25

31.5

49

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147.75

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71.5

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69,75

geben

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V?v' in her

nhc gute Konjunktur beschert und der . 'lge dem englischen Bergarbeiter ähnlich wie dem Ruhrbergarbeiter jetzt einen

112 52.25 120,5 165.5

106* 165*

110

209*

87

0_\' eltinorft ausnehmen kann. 3m Falle der Lohn- hcraussetzuna wäre der Ruhrbergbau in dieselbe (Situation hrneingeraten, die die Grundlage für die Schwierigkeiten im englischen Bergbau und hcirit auch letzten Endes für den Streik abge- hat. Der englische Streik ist die Folge inbruchS. der dem englischen Bergbau

L i Ed)t. Aus ter

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ÄJÄ cr ui OE gurte.

Bochumer <3n6 ......

BudcruS Caro Deutsch-Luremburg......

Gelsenkirchener Bergwerke . . Harpener Bergbau......

Raluverke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln VauraUutlc . . . . Oberbedarf Phönix Bergbau -t>ibem!Ml>l...........

Me deck Montan ...... TelluS Bcrabau.......

Bereinigte Stahlwerke A,-G- Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd .... Cheramischc Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . ^bilivv Holzmaau . . . . . . Slnglo Cont -Guauo Gl)cmiid)c Mayer Alapin . . ^G.^arbcnindU^ic, A..G. Holzverkohlung Rükaerswerke Scheidcanstalt HüC- (kiekkrtzitätS-Gesellschaft »eramaim Mainkraitlverke ....... Schuckeri Siemens i ©aBfe .....

Adlcrwerkc Kleyee

Daimler Motoren Heyligenstaedt......

Meguin Motorenwerk- Mannheim Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Mctallgcsclllchaft Frankfurt. Pct. Union 91..®........

Zellstoff Waldbof..... .

Zuckerfabrik Frankemhal . . Zuckerfabrik WagdäuÄ . - .

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Okr^arretM amtliche At,g. ^°nd, 1. s^t

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Wirtschaft.

Ruhrbergbau und Weltwirtschaft.

Der englische Streik neigt seinem Ende zu. Er wird auf jeden Fall mit einer Verlängerung der Arbeitszeit und mit einer Aenderung des LohnsystemS, vielleicht sogar mit Lohnherab­sehungen, endigen. Allein der Effekt der Ar- beitszeitverlangerung um eine halbe Stunde ist schon außerordentlich hoch zu veranschlagen, da sie in ihrem finanziellen Endeffekt einen vollen Ausgleich bietet für die staatlichen Subventionen. Damit wäre die Situation vor dem Streik, die bekanntlich für den Ruhrbergbau sehr ungünstig war, in vollem Umfange wieder hergestellt, wobei besonders zu beachten ist. daß England in dem­selben Augenblick zu einer Durchbrechung des Washingtoner Abkommens sich anschickt, in dem Deutschland durch da- Arbeitsschuhgefeh eine indirekte Ratifizierung herbeizuführen sich be­müht.

Der Kampf im englischen Bergbau ist neben dem sozialpolitischen Moment der Arbeitszeit und des Arbeitslohnes vor allem auch um das organisatorische Prinzip der künftigen Gestaltung des englischen Bergbaues geführt worden. Dieser Kampf wird zwangsläufig so enden, bah genau wie in Deutschland auch England die Förderung künftig auf die leistungsfähigeren Gruben mit den billigsten Selbstkosten konzentrieren wird, und fei es auch um den Preis der Stillegung von 20 Prozent der jetzt noch in Betrieb befindlichen Gruben linsgefamt beinahe 2000) und der Ent­lassung von 150 000 Bergarbeitern. Diese ilm- organifation wird vermutlich schneller erfolgen, als jetzt vielfach angenommen wird. Die "Santen haben nach den letzt entstandenen groben Ver­lusten das größte Interesse an einer baldigen Vereinigung des Bergbaues, sie werden also ihre nicht gering zu veranschlagenden Druckmittel sicherlich ebenso bald wie energisch einsetzen. Ein weiteres Moment der Beschleunigung liegt darin, daß in England die Preise für manche Produkte zweifellos über das Weltmarktniveau hinaus- gehen. Es ist da- Prinzip offenkundig, zunächst möglichst schnell eine Ermäßigung der Kohlen­preise durchzufehen. um auf dieser Basis allmäh­lich zu einer Senkung de« gesamten Selbstkosten­niveaus zu kommen.

3n den hier kurz aufgezeichneten Momenten liegt der Sieg des Unternehmertums im engli­schen Bergbau und die Gefahr für den Ruhr­bergbau. ES wird in Zukunft so kommen, daß in England die Spanne zwischen Verkaufspreis und Lotznanteil (einfchl. Gehattsanteil, soziale Auf­wendungen usw.) rund 5 Schilling beträgt, wäh­rend sie sich im Ruhrbergbau nur auf rund 4 Mark beläuft. Diese Spanne wird für den Ruhrbergbau noch verkürzt dadurch, daß in Deutschland die Steuern hoher sind als in Eeg- land, daß der Grubenausbau in England weniger Mittel erfordert als an der Ruhr usw.; die neue Lohnerhöhung würde im Falle ihrer Ver- b'ndlichkeitserklärung eine weitere Verkürzung um rund 10 Prozent mit sich bringen. Die ; Spanne, mit der der Kampf auf dem Welt- j kohlenmarkt geführt und durchgehalten werden muß. ist also für Deutschland viel geringer als in England. Damit ist dem englischen Unter­nehmertum die Schaffung der Basis gelungen, cns der der englische Kohlenbergbau auch ohne i\:c staatlichen Subventionen den Kamps um den

zumal nur eine Dertreuerung. aber keine Ver­knappung zu bemerken ist. 3m Devisen- verkehr wirkten sich die Maßnahmen bec italienischen Regierung gegen die Inflation stär­ker aus. Der Li re-Kurs konnte sich gegen London bis auf 130 bis 132 befestigen. Auch der französische Franken war weiter befestigt

neuen Stammaktien sollen insbesondere auch für bic Durchführung der Fusion mit der Köln- ^ottweil A. G. und zur Sicherung eines spä­teren älmtausches gegen Aktien der Dynamit- AG. vorm. Alfred Robel & Co. und der Rheinisch-Westfälischen Sprengstoff-A. G. Ver- Wendung finden. Ferner wurde die Herabsetzung schäftigt sich die Spekulation jetzt nur noch öes hundertfachen Stimmrechts der alten 4,4 I wenig mit Erörterungen über die Geldmarktlage. Hin. RM. Vorzugsaktien auf zehnfaches Stimm- 1

teajt beschlossen. Diese Vorzugsaktien verlieren chre Deräußerungsbefchränkung, werden auf den Inhaber umgestellt und in ihrem Liquidations- eil beschränkt. Die sonst noch von der Ver­waltung beantragten Satzungsänderungen sanden ebenfalls einstimmige Billigung.

stn.

. Ein dreijährt. auf tem Dalkvn bei uses herum. Als et h zu Veit über das s Gleichgewicht uitb ig ftanb unten ein in bttr ter Heine :L Mn kann sch Uhitttt dvEen.

XU

tat.

I, l.Sept Bei einet neu lanjteluftiaung i unter hiesigen $ur- msloschen uni) zuletzt ; (piellen. Die M ichcs Nachspiel haben. cktal.1. Sept. W aqe hat die Trum­en des KlnbachtaleL in soMgrn fahren, was darauf wrud- »m des W sehr gefördert tmirte.

Sept. Die Stadt- Jung wählte m seitherigen Vorsteher 2°bet !Nvorstehet wendig geworden 'ü g uns sst euer *« Si'LS rang ge der °L in W uebe,nl . Her Ss

148.2*

100

82'

156.5* 174,5

159.7*

142

150.5

54.12 73,4*

124.5-

15.3*

165,5*

145

163*

162.4*

6)elv

4.183

11,84

111,12

20,325

12,67

167,76

15,16

91,57

69,17

2,06

111,82

80,88

63,54

12,375

5,835

Berlin, 2. Sept. Die feste ftimmung der Börse kam nach dem freund- ließen Verlaufe der Frankfurter Abendbörfe bei * Starker Rücktzang d e r Konkurse Beginn des heutigen Effektenverkehrs wiederum llnd T e s ch ä f t s a u f s i ch t e n im August. Die zum Ausdruck. Die Spekulation schritt auf den sinkende Tendenz, die die Ziffer der Konkurseröff- Scrminmärften zu neuen Käufen und nahm das nungen feit dem März des Jahres ununterbrochen nach den kürzlichen Steigerungen infolge von verfolgt, hat sich auch im August in erfreulicher Realisationen herauskommende Material glatt auf. Weife fortgesetzt. Es wurden, nach einer Zusammen- Die Kursbesestigungen setzten üch allerdings nicht stcllung der FinanzzeitschriftDie Bank", im auf der ganzen Linie fort, sondern beschränkten -lugiist 503 Konkurse eröffnet, gegen 698 im Juli sich während der ersten Stunde auf Montan-

Berlin, 1 2eptbr

«merikantlihr Vloin . Belgische Noten . . . . Dänische Noten . . . . Engliiche Noten. . . . Franjosischc Noten . .

und Schis fahrtswerte, einzelne Elektro- und Bankaktien, sowie auf einzelne Spezial- . . . . Papiere der Rebenmärkte. Rach Erledigung der

im Februar. Mangels Masse abgewiesen wurden ersten Kaufaufträge wurde das Geschäft allgemein im August 147 Konkursmiiräge (im Juli 151). ruhig. Das Kursniveau bröckelte vereinzelt

3- G. Farbenindustrie, Frank- leicht ab, doch vermochte diese Beruhigung an furt a. M. 3n der gestrigen a. o. H.-V. der der freundlichen Auffas'ung der Börse nichts 3. G. Farbenindustrie waren 458 149300 RM. zu ändern Am Montanmarkt wurden Stamm- und 4,4 Mill. RM. Vorzugsaktien ver- insbesondere die Erhöhung des Stadeilen- ireten. Alle Anträge der Verwaltung wurden Preises und die Verbindlichkeitserilärung des cinstimmig angenommen. Das Kapital wurde Ruhrschiedsspruches. durch die ein Berg- u.in 258,4 Mill. RM. Stammaktien, 160 Mill, arbeiterftreif vermieden wird, stark beachtet. VM. 6prvz. Vorzugsaktien mit einfachem Stimm- Außerdem boten der Rückgang der Äon- und 35.6 Mill. RM. 3* >proz. Vorzugs- kursziffer und die Geschäftsbelebung auf der nuien mit zehnfachem^ Stimmrecht ^erhöht. Die | Leipziger Melfe einige Anregung Am Geld- ''"'*** 1 ' "r ' ' martt war eine leichte Entspannung

zu bemerken, die in den Geldsähen nicht zum Ausdruck kam. Die allgemeine Auffassung geht dahin, daß die Teuerung in der nächsten Zeit

mit den tatsächlichen Konjunkturverhältnissen nicht in Einklang zu bringenden Lohnstandard gebracht hat. Als der vorübergehenden Besserung der Konjunktur eine Verschlechterung folgte ähnlich wie sie auch dem Auhrbergbau jetzt bevorsteht konnte man sich nicht entschließen, das Lohn­niveau abzubauen; es wurde vielmehr das System der staatlichen Subventionen eingeführt, das den englischen Bergbau nach vorübergehender schein­barer Besserung in die größten Schwierigkeiten gebracht hat. Eine ähnliche Taktik in Deutsch- i Hollmidyche möten......

-land wurde zwangsläufig eine weitere Fort- atniientfdie Noten 17,^ führung des Konzentrations- und Rationalisie- Noten

rungsprozesses zur Folge haben. Dazu zwingt

schon me JtottoenDigreit, durch möglichst hohen Sckiwedifch: Noten Export, der aber nur auf der Grundlage billigster Schwer Noten Selbstkosten möglich ist, dem deutschen Bergbau iWoHo^Scbe'* * eine möglichst günstige Quote als Grundlage für | UnznE-Noten . die Verhandlungen zu ficherm die über kurz ober lang mit dem Endziel einer deutsch-engli­schen Kohlenverständigung ausgenommen werden müssen.

11

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irnurffnrt a.M.

Berlin

Schlu-;. fiurs

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Schtuh- Anfang Sirrt flnr'.

Datum:

L9.

2.9.

1. 9. 2. S,

57« TruUcht 9idd)4anleibe . ♦7c Tkutsä-c NcichSanlelbe . 3V,°/r Tcunch- 9lcid)#anldbt A- Dcu Ische Ndchsauleibe - Teutichr Lvaroramicnonleihe <% Prcuk-ische .Konto« . . . <% Hetzen.......

3Vs6/« Hessen.........

3% Hcucn..........

0,43 0,41 U.26

U.435 0.40

95/5

13.3 44.5

213.5 139* 218* 170*

97 162*

134.9 140

9.3

85

0.485

13,5

44.5

219,5*

141*

120,5*

174*

165,5*

135

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9.25

u.4825 0.48

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l,51 0,505

0.27 -

0.4325 0,4.125 0,455

99.8 -

13,12 -

44,12 -

215* 214.5*

139* 140,5* 217* .119,5* 167* 173.2*

161.5* 165*

140,2* 142.5*

9.05 9.15

Tcuttchc Denb. Dollar-?lnl. Mo. Doll.-Schav-Lurdlna.*) ♦7° Zolltürten........

57, ÄoldMexikaner . .

Berliner HandelSgdelllchaft Conaner^ and drivot-rSant Tarntft. und Nanonaldank .

Deutsche Bank.........

Deutsche Dereinsbcmk .... DiScomo Lommandtt .... Metallbank...........

Mitteldeutsche Kreditbank. . Ocsierrcichische Creditansiali Wesibmik..........

1 Septbr.

2. Septbr.

Amtliche

Notierung

Amtliche Notierung

(Selb

Briet

(Mb

Brtei

Ämsl.-Viou.

168.11

168,53

168,11

168,5.1

vuen.Aireö

1,693

1.697

1,694

1,698

Bdi-9tnt>v.

11,85

11,89

11,78

11,82

Chliinania. Kopenhagen

91,88

92,12

91,88

92,12

111,41

111,69

111,43

111,71

Stockholoi - HelsrngforZ.

112,16

112,44

112,21

112,49

10,552

10,592

10,554

10,594

Italien. .

14,75

14,79

15,52

Vondon. .

20,356

20,406

20,367

20,417

^'euyork . . Paris...

4,191

4,204

4.194

4,204

12,51

12,55

12,73

12,77

Schivei, . .

80,98

81,18

80,98

81.18

Spanien . .

63,82

63,98

03,94

64,10

Japan . . .

2,018

2,022

2,017

2,021

»iio de Jan Wien in D.-

0,642

0,644

0,611

0,643

Oest. abgeft.

59,24

59,38

59,22

69,36

Prag ....

12,42

12.46

12,418

12,458

Belgrad . .

7.40

7.42

7,405

7,425

Budapest. .

5,875

5,895

o,88

6,90

Bulgarien.

Lissabon .

3,0.35

3,045

3.04

3,05

21.395

-1,445

21,395

21,445

Damlg. . . Konitüntln-

81.39

2,215

81,50

2,225

81,30

81.50

2,254

?ltben. . .

4,79

4,81

4,79

4,81

Canada. .

4,199

4,209

4,199

4,209

Utnauan . .

4.185

4.193

4.185

4,195

Schach-Ecke.

Beardettet von W. Ordach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mittei­lungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. 77.

Don Dr. A. W. Galihky. 9 »

Schwarz.

ab c d e f £ h

ä b c d e i g ti

Weiß.

Weiß zieht und seht in drei Zügen malt. Weiß: 4 Steine Kgl; Tf4; Ld2; Sf4.

Schwarz: 2 Steine Kh4; Bg4.

Ein ausgeaeichnelcs Problem des bekannten Verfasicrs, welches über einen prachtvollen Ein­leitungszug verfügt.

Partie Nr. 58.

Gespielt in der 9. Runde des Schachturniers zu Kaiserslautern

Anregelmäßige Eröffnung.

Weiß: Lempelius.

Schwarz: Orbach.

1.

d2-d4

1.

Sg8-f6

2.

Sgl-fJ

.- 2.

c7-

3.

c2c4

3*

b7-b6

4.

Lei -g5

4.

Lf8 - e7

5.

Sbl c3

5.

Lc8-b7

6.

e2-e3

6.

Sf6-e4

7.

Lg5xe7

7.

Dd8xe7

8.

Lfl -d3

8.

f7 f 5

9.

0-0

9.

0-0

10.

Tal -cl

3n der zweiten Partie W. Hennebcrger gegen W. Qrbach, des Länderwettkampses Deutschland Schweiz am 5. August 1926 zu Freiburg, welche mit dieser Partie bis hierher übereinstimmt, geschah hier besser:

10. De2!, d6 ll.Tadl, Sbd7 12. Sfd2, Sdf6 13. 13, Sed2: 14. Td2:, d5! 15. e4, fe4: 16. fe4:, de4: 17. Sce4:, Sfe4: 18. LdetTfl-ß: 19. Kfl: Tf8 + 20. Kgl, Le4: 21. De4., Df6 22. h3, Dfl-f- 23. Kh2, Df4 + , 24. Df4:, Tf4: 25. Kg3, g5 etc.

Schwarz hatte jedoch das bessere Endspiel und gewann im 66. Zuge.

10 10. d7-d6

11. Ld3-e2

Kein guter Zug, da er Schwarz den Druck auf e4 ständig überläßt, besser jedenfalls Sd2. II 11. Sb8-d7

12. d4-d5 12. Se4Xc3

13. TclxcS 13. e6-e5

14. b2 b4 ?

Ein schwacher Zug, da der folgende Zug des Schwarzen den Damenflügel sicherstellt, wodurch er nun mit größter Sorglosigkeit einen gefähr­lichen Königsangriff einleiten kann. 14 14. a7-a5! .

15. b4-b5 15. Sd7-c5

16. a2- a4 16. Ta8e8

17. Sf3-d2 17. Tf8-f6

Der Rachziehende beginnt einen scharfen Angriff. 18. 12-f3 18. Tf6-h6

19. Tfl-f2 19. Lb7-c8

20. Tc3-a3

Wahrscheinlich, um die Dame zu mobilisieren. 20 20. De7-h4

Ilm Weiß zu einer Schwächung des Königs­flügels zu veranlassen.

21. g2-g3 21. Dh4-e7

22. Le2 - f 1 22. Kg8-h8

23. Sd2 - b3

Ein unverbindliches Taufchangcbot, auf da- Schwarz selbstverständlich nicht eingeht, da der Sb3 vollständig deplaziert steht 23 23. Sc5-d7

24. Ddl-c2 24. Sd7-f6

25. Lfl-d3 25. De7-d7

26. Kglfl

28.

26.

27.

Sb3-d2 Kglxg? Weiß gibt auf.

34.

35.

Kfl -el

Stellt Weiß c3-e4

DXg2

32

33. Dc2 - e2

29. h2xg3

30. Ld3-fl

31. Tf2-g2

26. g7-g5

27. fb - (4!

vor schwierige Probleme.

28. 14xg3

29. Thö-hl-f-

30. Dd7-h3

32. Te8 - fS

33. Lc8-g4

34. L?4Xc2

35. Tnlxfl

Dem Weißen wird cs angesichts der gefähr­lichen Figurentonzentration des Rachziehendcn bange zu Mute, und er beschließt eine Königs­wanderung nach dem Damenslügel vorzunehmen, aber nachdem er auf seinem Ar'prungsstandseld angelangt ist, ereilt ihn fein Schicksal.

Es folgt nun ein glänzender Schluß. , 31 ....

Ein ausgezeichnetes Springeropfer, welches das Spiel sofort entscheidet.

32. f3xc4 Auf Dxe4 gewinnt natürlich 32

Lösung deS Problems Rr. 75.

Don 2. Slater.

1. Df5- bl!, Kd4-d5 2. Dbl -b6! nebst Matt durch 3. Db6-c5.

1 , Kd4 - c3 2. Ld6- b4+ nebst Matt durch

3. Dbl-e4

1 , Kd4 - e3 2. Dbl -c2! nebst folgendem Matt durch 3. Sg3-f5 oder 3. Dc2 - c3.

1 , c4-c3 2. Dbl-e4 matt

1 f3-f2 2. Sg3-f5+ nebst Malt durch 3.

Dbl-b7.

Richtige . jungen zum Problem Rr. 75 sandten ein die Herren: Oberfekundaner V. LooS, Lehrer E. Simon, Gießen: H. Ranz, Steinbach.

Aus ver Lchachwctt.

Die zehnte Tagung des Bayerischen Schach­bundes sand diese Woche in Pirmafens statt: im Rahmen dieser Veranstaltung wurden ver­schiedene Turniere auSgctragen.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Redattionstisch,

Zustände.

Fremder:Aber sind denn die Herrschaften wirklich nicht zu sprechen?"

Stühe:Wirklich nicht! Der gnädige Herr probiert gerade ein Korsett zu seinem neuen Aus Taille"-Rock und die gnädige Frau läßt sich rasieren!"

Virchow-Anekdote.

Der große Virchow verlangte im Exameir ganz genaue Farbenbestimmungen. Also nicht Braun, sondern Graubraun, mit einem Stich ins Grünliche usw. Einen Examinanten, dec nicht nach Wunsch antwortete, fragte er wütend: Welche Farbe hat denn mein Rock?" Der Prüf­ling faßt den Rock, zieht Virchow ans Fenster und sagt ruhig:Wie der neu war/ dürfte er blau gewesen sein." Er hat das Examen mit Gut bestanden.

auf 160 bis 161 gegen das Pfund. Sonst waren die Schwankungen nur gering.

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 2. Sept. Tendenz: fest. Angeregt durch eine Reihe günstiger Momente, teils politischer, teils wirtschaftlicher Ratur er­öffnete die Börse in recht festerStimmung. Don den Verhandlungen, in Genf erwartet man mit Bestimmtheit die Ausnahme Deutschlands in den Völkerbund. Auch die günstiger lautenden Berichte aus dem Wirtschaftsleben tragen zu der allgemeinen Festigkeit wesentlich bei. Unter dem Einfluß dieser Faktoren entwickelte sich eine rege Geschäftstätigkeit der Speku­lation, die gefördert wurde durch beträchtliche Käufe außenstehender Kreise. Die Befestigungen erreichten im allgemeinen die Höhe von 2 bis 3 Prozent und gingen vereinzelt noch darüber hinaus. Der Abschluß der 3 0 ° M i l l i o n e n - Dollar-Anleihe von Siemens in den Vereinigten Staaten brachte dem Elektro- markt nicht den erwarteten Erfolg. Die Werte dieses Gebietes konnten nennenswerte Befesti­gungen nicht mehr erzielen. Siemens waren auf Realisationen hin um 1,5 Prozent ge­drückt. dagegen war AEG und Berg­mann etwa 1 Prozent höher. Am Montan- markt nahm die Umsatztätigkeit ein größeres Ausmaß an, wobei besonders Deutsch-Lux, Rhcin- stahl und Phönix hervortraten. Buderus erreich­ten mit plus 2 Proz. wieder den Stand von 100. Farben-Aktien hatten kleines Geschäft; I. G. neigten zum Rachgeben. Der Danken- markt lag fest; unter Führung von Darmstädter (plus 1 Proz.) und Deutsche «plus 1.25 Proz.) war dieses Gebiet recht günstig veranlagt. Schiffahrtsaktien konnten ihre Steige­rungen um 1 bis 2 Proz. fortsehen. Recht fest lagen O e l a k t i e n. Besonderes Interesse wandte sich den Aktien des Metallbank-Kon­zerns zu, und zwar mit Rücksicht auf die in Berlin erfolgte Zulassung der Metallbank. Man erwartet, daß auch die anderen Werte dieses Konzerns recht bald in Berlin zugelassen werden. Metallbank plus 1. Scheideanstalt plus 1.5, Me­tallgesellschaft plus 3 Proz. Maschinrnaktien lagen fest. Frankfurter Maschinen waren gegenüber dem gestrigen MittagskurS insgesamt um 7 Prozent befestigt. Zuckeraktien waren überwiegend fester, desgleichen Zellstoff- und B a u - aktien. Deutsche Anleihen erholt. Bon ausländischen Renten waren Türken et­

was stärker gefragt und befestigt. Der Frei- verkehr blieb fast umsatzlos. Benz 82,5 Pro­zent, Brown Boveri 123, Growag 60, Entre­prise 8, Ufa 43 Prozent. Ufra 92,5 Prozent. Der weitere Verlauf brachte eine hausfe- artige Befestigung von Rheinische Braunkohlen - und Rheinstahlaktien, die um 7 bzw. 3 Prozent ansogen. Am Geld­markt trat eine Erleichterung ein. Monatsgeld 5,5 bis 7.5 Prozent je Adresse. Tagesgeld dürste sich aus 5 Prozent ermäßigen Im Devifen- v e r l e h r setzten die lateinischen Valuten ihre V e s e st i g u n g fort. Paris gegen London 160, Brussel 170. Mailand stark befestigt auf 131 gegen das Pfund.

frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 2. Sept. Es wurden no­tiert: Weizen, yktteraner, neuer Ernte, 27,75 bis 28 Mark; Roggen, inländischer, neuer Ernte, 21 bis 21,25; Sommergerste für Brauzwecke 23 bis 26; Hafer, inländischer, 18,50 bis 19; Mais (gelb) 18,25; Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 41,25 bis 41,50; Roggenmehl 31 bis 32; Weizenkleie 9; Roggenkleie 10,50 Mark. Tendenz: stetig.

frankfurter Lchlachtviebmarkt.

Frankfurt a. M., 2. Sept. Auftrieb: 897 Kälber, 275 Schafe, 279 Schweine. Es wurden no­tiert: Kälber: feinste Mastkälber 78 bis 84 Mk.; mittlere Most- und beste Saugkälber 67 bis 77; geringere Most und gute Saugkälber 60 bis 65. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 48 bis 50; geringere Masthämmel und Schafe 42 bis 47; mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 30 bis 40. Marktverkauf: Kälber und Schafe bet lebhaftem Handel ausverkauft. Beste Maftkälber über Notiz gehandelt. Mangels genügendem An­gebot in Schweinen fand hierfür eine Notierung überhaupt nicht statt.

Rundfunk-Programm.

Freitag, 3. September:

3-30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45: Hausfrauen-Nachmittag. Programm u. a.: Die geprüfte Hausangestellte der Zukunft", Vor­trag von Stephanie Forchheimer. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lefestunde. 6.30 bis 7 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrit­tene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7.30: Uebse» tragung aus dem Staatstheater Kassel:Die Zauberflöte", deutsche Oper in zwei Akten von W. A. Mozart. -