turnen in 6er neuen S)ütle statt, abends ein Fest- kommers der Studentenschaft, die am Abend vorher Geheimrat Berndt einen Fackelzug gebracht hatte. — Bürgermeister Burbaum, der Stadtbaurat von Darmstadt, wendet sich in einer Erklärung gegen auswärts erschienene Zeitungsartikel, in denen Darmstadt als die „Stadt der Grdsenkungen" bezeichnet wird. In längeren Darlegungen wird als „sehr laienhafte Anschauung" die Behauptung abgetan, daß die durch Darmstadt hinziehende Berwerfungsspalte, die das kristalline Gebirge des Odenwaldes von den im Diluvium aufgeschütteten Ablagerungen trennt, die Ursache der Erdsenkungen ist. Es handelt sich übrigens nur um zwei Erdsenkungen, die auf alte, unzweckmäßig hergestellte Kanäle zurückzuführen sind. Das Herabfallen der Decke im Hauptbahnhof hat ebenfalls nichts mit einer Crdsentung zu tun, sondern beruht auf einem Konstruktionsfehler. — Der Student Meon, der hier vor einigen Monaten die aus Idar , ammende Anna Gillmann ermordet hatte, ist, Blättermeldungen zufolge, auf feinen Geisteszustand untersucht worden. Die Untersuchung soll keinerlei Zweifel an i er Zurechnungsfähigkeit Meons er- 5,eben haben.
Weinheim. 1. Febr. (WEN.) Der Befund der Sezierung der in ^Birkenau er- bum'ierten Leiche hat ergeben, daß die Lodesursache nicht in Abtreibung bestand. Laut Mitteilung her Staatsanwaltschaft Darmstadt ist das Bersahren mangels Nachweises. einer strafbaren Handlung eingestellt worden.
150jahriges Jubiläum der „Wormser Zeitung".
WEN. Worms, 1. Febr. Die im Berlage der Duchdruckerei Kranzbühler (Gebrüder Cnyrim) erscheinende „Wormser Zeitung" kann am 7. Februar den Tag ihres 15 0jährigen Bestehens begehen. Das 13mal wöchentlich erscheinende Blatt ift eines der führenden hessischen Blätter und in allen Schichten der Bevölkerung in Stadt und Kreis Worms sowie der angrenzenden Gebiete stark verbreitet. Die Buchdruckerei Kranzbühler kann sogar auf ein 225jähriges Bestehen zurückblicken.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
I Wetzlar. 1. Febr. Negierungsassessor Raguse vorn hiesigen Landratsamt ist an die Negierung in Stralsund verseht worden. An seine Stelle tritt Negierungsassessor Monsen von der Regierung in Flensburg. Der Weggang des Herrn Raguse, der vor etwa Drei- Vierteljahr von der Regierung in Frankfurt a. d. Oder hierher gekommen war, wird allgemein bedauert. — In der letzten Versammlung des Kreisbauernvereins legte der Vorsitzende Pfarrer Bausch sein Amt als solcher nieder. An seine Stelle wurde Administrator Siebold- Hofgut Altenberg gewählt.
rtr. Dorlar, 1. Febr. Wie wir schon früher mitteilten, wurde hier vor einiger Zeit eine Geldsammlung veranstaltet, deren schönes Ergebnis von 3300 Mk. zur Renovierung, speziell zur inneren Ausschmückung und Neuanschaffung einer Orgel für unsere Kirche dienen soll. Nachdem auf Beschluß desKirchen- vvrstandes die Bestellung der Orgel erfolgte, mußte sie auf Geheiß des Landratsamtes wieder zurückgenommen werden, da dieses die Erledigung anderer Angelegenheiten — wie Wasserleitung u. a. — als nötiger erachtet. Man beabsichtigt bei der evtl. Aufstellung einer neuen Orgel einen kleinen Tlmb a u, und zwar die Verlegung von der Ost- nach der Südseite, xijft hierdurch gleichzeitig noch einige Sitzplätze zu gewinnen.
Dillkreis.
bl. Dried orf, 1. Febr. Die Autobuslinie von hier nach Weilburg wurde in Betrieb genommen. Damit hat man eine wertvolle Verbindung zwischen dem Westerwald und dem Lahntal geschaffen.
bl. Niederscheld, 1. Febr. Einbrecher sind in unserem Orte und der Umgebung am Werke. Auf den letzten Diebstahl vor einigen Wochen folgte vor einigen Tagen ein neuer. Glücklicherweise gelang es den Sieben nicht, etwas zu erhaschen Die Hausbewohner verscheuchten die Bande. Im nahen Burg wurde ebenfalls versucht. einzubrechen. Aber auch hier gelang es den Einbrechern nicht, etwas zu erbeuten.
Maingau.
WSN. Franks urt a.M., 1. Febr. Wegen Einbruchs sind fe ft genommen worden: Der Arbeiter Karl W eimar, am 31. August 1901 hier geboren, und der Mechaniker Gustave Hally, am 22. Oktober 1399 hier geboren. Sie haben in einem Wäsche- und Modewarengeschäft in der Glauburgstraße und in einer Drogerie in her Allerheiligenstrahe eingebrochen und Waren von großem Wert gestohlen. Die Waren find bei Privatleuten abgesetzt worden.
Wirtschaft.
' Neue Aufträge für die Opelwerke. Von den Opelwerken wird eine Besserung der Lage am Automarkt gemeldet. Die Nachfrage nach 10-?. 8.- und 4-?. 8.-Per'onenwagen steigt von Tag zu Tag, so daß mit einen baldigen Besserung der Geschäftslage zu rechnen ist, was sich bereits auch auf dem Arbeitsmarkt im Groß-Gerauer Bezirk ausgewirkt hat, wo die Erwerbslosenzisfer in der vergangenen Woche um 425 auf 6902 zurückgegangen ist.
Sie Schöfferhof-Dinding-Bür- gerbräu A.-G. in Frankfurt a. M. hat den Abschluß für das Jahr 1925 genehmigt und die Dividende auf 20 Prozent für die Stammaktien und auf 10 Prozent für die Vorzugsaktien festgesetzt. Die Verwaltung teilte mit, daß die Aussichten für das neue Geschäftsjahr durchaus befriedigend sind.
* Voigt u. Häffner A. G. in Frankfurt a. M. Es verlautet, daß für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einer Dividende von mindestens 8 Proz. (i. V. 8 Proz.) zu rechnen ist. Der Geschäftsgang sei gut.
" A. Riobecksche Montanwerke Halle a. S. Die zum Konzern bet Riebeck- jch 'n Montanwerke gehörige Gewerkschaft „Concordia" in Nachterstedt hat auf ihrer stillgelegten Grube „Clara" die Brikettherstellung und den Schwelereibetrieb wieder aufgenommen. Neben der Grube „Clara" wird ein neuer Förderbetrieb eingerichtet.
* Bilanz der Deutschen Girozentrale 1 925. Sic Derbandsversammlung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes genehmigte am Samstag die Bilanz, sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für 1925 der Deutschen Girozentrale. Aus den Abschluhziffetn seien folgende Posten mitgeteilt: Kassenbcstand 557 071, Guthaben bei Notenbanken 1.17 Mill- Wechsel und Schecks 72,1 Mill, (darunter 30,3 Mill. Rentenbankwechsel und 3,9 Mill. Mittelstandskreditwechsel), eigene Wertpapiere 6,4 Mill., Außenstände in laufender Rechnung 50 Mill- Darlehen mit festen Laufzeiten 102,8 Mill. Die Rücklagen betragen 1,98 Mill., die Kreditoren 282,4 Mill., langfristige Astleihen 3,5 Mill. Rm. Als Reingewinn werden ausgewiesen: 903 733 Reichsmark- die zur Verzinsung des Betriebskapitals (20 Mill.) und zur Dotierung der Reserven verwandt werden. Im Iahre 1925 wurde das Privatkreditgeschäft stark eingeschränkt, die Gesamtsumme des im Privatkreditgeschäft angelegten Kapitals beträgt weniger als ein Sechstel her gesamten Bilanzsumme, die sich auf 309 Mill, stellt. Hieraus ergibt sich, daß die im Privatkreditgeschäft arbeitenden Beträge im Verhältnis zu den im Kommunalkreditgeschäft und auf Nostrokonten angelegten großen Summen keine entscheidende Rolle spielen.
Börsenkurse
(Ohne Gewähr.)
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlug-1
t-Uhr-
Schlitz-'
Anfang
Kurs ।
Kurs
Kur» |
flurc
Datum:
1.2. |
2. 1.
1.3. |
2. 2,
56/o Deutsche Reichsanlethe .
0.2905 1
0.300
0,2625
0,300 U.305
4% Deutsche Reichs anleihe . 3VS% Deutsche Reichsanleibe
——
—-
0 285
0,27
—
0,285
0.300
3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Sparprämienanleihe
0.34
—
1,3525
0,395
0.126
—
0.145
—
4% Preußische KonsolL • • •
0.27
0,215
0,28
0.275
0,25 i
0,26 I
0,295
Äfe:
_
_
Deutsche Wertb. Dollar-Anl.
90 25
—
91 75
—
dto. Doll.-Schatz-Anweiing.*)
98,8
—
99,05 1
—
4% Zolltürken.........
9,45
9
-
—
5% Goldmerikaner ...
42
42,25
—
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank
141 5* 103*
103,5*
142.6*
104,5*
142,2*
103.5*
Darmst. und Nationalbank .
121.2*
520,7*
120 5*
120.7*
121,2*
60
120,5*
121 1*
120,4*
Deutsche Bereinsbank ....
DiSconto Commandit • .
115.1*
115*
116*
115,4*
87
86,25
95 5*
__
_
Mitteldeutsche Kreditbank. .
96 ‘
96*
96
Ocsterreichische Kreditanstalt.
7.2
7.5
4
—
Westbank.............
1,031
0 031
—
—
Bochumer Guß......* .
96*
48 47,25
92,25*
48
46.25
93* 47,75 46,25*
Caro ............
Deutsch-Lurrmburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. .
9.8* 9i*
—
98* 97.25*
95*
94 5*
Harpencr Bergbau......
Kaliwerke AscherSleben....
115*
n-,5*
114*
111,5*
117,2*
120,6*
117*
119,2*
125,25
36.9
124,5
39
122,75
59,2-5
Laurahütte ........ • .
_
Oberbedars....... * . .
51*
52*
52*
53*
Phönix Bergbau ......
Rbeinstahl...........
80,75*
76,25*
80* 77,73*
80,62*
77,25*
79.25* 77*
Rtebeck Montan........
91
91
89
Tellus Bergbau.......
56
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd .....
124* 142*
120,5*
140,7*
122,5* 110*
123*
140,2*
Cheramische Werke Albin . ,
—
I
__
Zementwerk Heidelberg . . .
73
73
—
—
Philipp Holzmcmn ......
57,5
58
55
Anglo-Cont.-Guano.....
—
—
Chemische Mayer Alapin . . I. G. Farbenindustrie, A.-G- Goldschmidt..........
—
-
131*
130*
130*
130 5*
68
72
66,75
-
Holzverkohlung........
Rütgcrswerke.........
57.5
58,7
—
—
75.5
73,5
75
74
Scheideanstalt.........
90,75
89.75
—
Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft
99 5*
98*
99,5 •
98.25*
Bergmann .........
88*
87*
81*
Mainkrastwerke........
84
82*
Schlickert ..........
Siemens <k Halske ......
87.25*
86*
87*
85*
105*
-
104.6*
162,5*
Adkerwcrke Kicher ......
38.5
41,5
37,9
42 5
Daimler Motoren. ......
34,5
42,5
36,75
—
Heyligeusiaedk.........
23.5
—
—
36,5
Motorenwerke Mannheim .
—
—
23
Frankfurter Armaturen * .
Konservenfabrik Braun . . .
—
—
Metallgescllfchaft Frankfurt.
Pct. Union A.-G.......
101.5
64
101.5
66
59
—
Schuhfabrik Her; .....
20,25
21.5
20.5
Sichel..............
6
6
4.25
——
Zellstoff Waldhof......
99,75
100
9>,5
97
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel . . .
52.9
46,7a
53
49
46
Berliner Börse.
(Eigener Drahtberichr des „Gießener Anzeigers".)
Berlin, 2. Febr. Die gestrige starke Befestigung der Terminkurse veranlaßte die Spekulation teilweise zu Gewinnmitnahmen, so baß anfangs verschiedentlich leichte Kursrückgänge zu verzeichnen waren. Dies gilt namentlich für westdeutsche Montanwerte, die um 1 bis 2 Prozent abbröckelten. Die Börse schritt in diesen Werten zu Abgaben, als gleichzeitig auch schlechtere Berichte vom Eisenmarkt vorlagen. Dagegen wurden obersch l e s l s ch e Montanwerte für ausländische Rechnung weiter zu erheblichen Beträgen aus dem Markte genommen. Heimische Staatsren- t e n blieben weiter lebhaft gefragt im Zusammenhang mit neuen, nicht ganz unberechtigten Aufwertungshoffnungen. Kriegsanleihe eröffneten mit 0,300. Schutzgebietsanleihen und die sonstigen amtlich notierten Kolonialpapiere lagen gleichfalls fest. Im übrigen hat die gestrige Lebhaftigkeit wesentlich nachgelassen, so daß die Börse nicht einheitlich eröffnete. Die Rückgänge waren im allgemeinen nicht erheblich. Eine Reihe von Spezialwerten, für die günstige Nachrichten über Divi- denden-Ausschüttungen vorlagen, blieben von der rückläufigen Bewegung ausgenommen. Im weiteren Verlaufe traten nach neuen Auslandkäufen auch Deckungskäufe der Spekulation hervor, so daß die Stimmung durchweg freundlicher wurde, zumal der Geldmarkt sich eher weiter verflüssigt hat. Tagesgelb war zu 8 bis 8,50 Prozent angeboten. 3m Devifenverkehr lag das englische Pfund mit 4,86£ gegen Kabel sehr fest, so daß die Reichsmark in London mit 20,43 und auch die übrigen europäischen Valuten gegen das Pfund schwächer notierten. Paris und Warschau lagen unverändert.
1 mehl 32,25 35,25,
14,40-15.10, Soya-Schrot 19,20- 19.40.
Banknoten.
Geld
Viktoriaerbfen 26 -35, kleine Speis eerbsen 22-25« Suttererbfcn 20- 22, Peluschken 20—21, Acker- bohnen 19—21, Wicken 20 -24, Lupinen, blau 12 13, do. gelb 14—15, Seradella 19—20, Rapskuchen 15,10 15,25, Leinkuchen 21,80—22, Trvcken-
Bücherlisch.
Badischer Kalender 1 926. Rach
. Rogaenmehi 22,25 - 24,25. Weizenkleie 11,25 11,50, Roggenflcie 9,60—10,
schnitzel 8,10- 8,25, Torfmelasse 7,80—8, Kartoffel« flocken " ~ "
Frankfurt a. M, 2. Febr. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 27, Roggen, inländ. 17,75 bis 18. Sommergerste für Drauzwecke 21,50 bis 23,50. Hafer, inländ. 18,50 dis 21,50, Mais, gelb 19.50 bis 19,75, Weizenmehl, inländ., Spez. 0 40,75 bis 41,25, Roggenmehl 26 bis 26,25, Weizenkleie 10,75 bis 11. Roggenkleie 11 bis 11,25. Tendenz unverändert.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 1. Febr. Sie inländischen Eigner haben heute in Liebereinstimmung mit festen amerikanischen und englischen Sepeschen ihre Forderungen für Weizen gleichfalls erhöht, bei dem an und für sich glatten Material und der starken Frage für Ware nach Wafserstationen wurden die festeren Preise auch bewilligt. E^portsrage hält gleichfalls an. In Roggen ist die Tendenz wohl fest, doch sind die Preise für exklusive Ware nicht voll zu behaupten. Im Lieferungs- Handel eröffnete Weizen per März mit 267 Mark und Mai mit 275,50, 1,50 Mark über Sonnabendschluh. Märzroggen 0,50 Mk. (175,50) und Mai 1,50 Mark (197,50) hoher. Gerste schwach, Hafer ruhig, nur beste Sorten ber mäßigem Angebot etwas fester. OHebl fhU, bedgl. Futterartikel. Es notierten per 1000 Kg.. W^e^en (mark.) 241-247, do. (Pomm.) 242-248 do. Marz 267 bis 268, do. (Mai) 273.50 bis 275. Roggen (märf.) 149-156, Roggen (Pommern) 145-152, Roggen (März) 175.50. Roggen (QHat) 187,50, Gerste (märf.) 170-198, 5uttergerfte 142-1^) Hafer (mär!.) 156-167, Mals loko Derßn 187 bis 189, Raps 340-350: per 100 Kg.: Weizen-
4,19
19,00
103.39
20,375
15,81
137.9)
16 8>
85.40
68,93
tU.99 80,80 59.00
12.38?
5,832
Getreidebörse.
Brief
4,21 19.10
101,31 20,475
15 89 168,74
16,93 85.56 59,23
112,55
81,20 59 3)
12,4.7
5,872
Frankfurter Börse. ]
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M„ 2. Febr. Tendenz: Uneinheitlich. Die im gestrigen Abendverkehr her- vvrgetretene Neigung der Spekulation zu Gewinnsicherungen wirkte sich bei Eröffnung des heutigen Verkehrs kräftiger aus Einzelne Aktienmärkte hatten mehr oder weniger große Kursabschwächungen aufzuweisen. Die Spekulation verhielt sich stark zurückhaltend, infolgedessen war die Llmsahtätigkeit stark vermindert. Sie rückläufige Bewegung wirkte sich besonders am Elektro- und Montan- markte aus. wo Kursverluste von 1 bis 2 Prozent eintraten. Chemiewerte die anfangs gehalten waren, wurden im Verlaufe gleichfalls gedrückt und büßten 1 bis 2 Prozent ein. Eine Ausnahme bildete Goldschmidt die nach der im gestrigen Abendverkehr bereits eingetretenen Steigerung heute um weitere 4 Proz. anziehen konnten, und zwar auf die Erklärung der Gesellschaft, daß sie voraussichtlich in diesem Iahre die Dividendenzahlungen wieder auszunehmen in der Lage sein werde. Schiffahrtswerte verkehrten weiter in günstiger Haltung. Rordd. Lloyd waren um 1 Proz. gebessert. Hapag dagegen 0,5 niedriger. Zuckeraktien setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Lebhafte Umsätze erzielten M o - torenwerte auf Meldungen von Zu- sammenschluhbestrebungen in der deutschen Automvbilindustrie. Kleher Plus 2.5 Proz., Saunier plus 8 Proz., Neckarsulmer plus 1 Proz., Auch Maschinenaktien waren günstig veranlagt und strebten weiter nach oben. Der Kassamarkt der Industriepapiere verkehrte ruhig in fester Grundstimmung. Für deutsche Anleihen war die Llmsatztätig- keit recht rege. Kriegsanleihe stiegen auf 0,300 Am Auslandsrentenmarkt war die Stimmung unverändert. Ser Freiverkehr lag ruhig. Api 0,4, Beckerstahl 48 Proz., Deckerkohle 53 Proz., Benz 33 Proz.. Brown-Boveri 63 Proz., Entreprise 9. Krügershall 88 Proz., Ufa 64.5 Proz. Der weitere Verlauf blieb unsicher und schwankend. An den oben erwähnten Hauptmärkten setzten sich die Rückgänge fort, während im übrigen die Kursgestaltung uneinheitlich blieb. Am Geldmarkt hat sich das Angebot wieder verstärkt. Tägliches Geld war schon zu 7 Proz. angeboten. Monatsgeld V/2 bis 91/» Proz. je nach Adresse. Bankdiskonten 6Vs Proz. Industrie-Akzepte 71/2 Proz. Im Devi - sen verkehr liegt London mit 4,86', 2 gegen Kabel sehr fest. Paris notierte gegen London ziemlich unverändert 129,75. Die übrigen Valuten sind unverändert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telearaphische Auszahlung.
dem vor einigen Monaten herausgegebenen „Wegweiser und Hotelsübrer durch das Badnec- land" erweitert der Badische VerkehrS- verband in Karlsruhe jetzt die Zahl feiner Werbestücke uni eine neue ivertoollc Bereicherung aut dem Gebiete der Verkehrspropaganda für das badische Land Es ift dies her Badische Kalender für das Iahr 1926. her anläßlich seines zehnten Erscheinens als Jubiläums-Ausgabe eine besonders künstlerische Aufmachung erfahren hat. Sowohl die Sommerlustkurorte, wie die Wintersportgebiete und die größeren Städte Badens sind in dem Kalender zahlreich vertreten und geben dem Fremden ein übersichtliches Bild von den Naturschönheiten des Badnerlandes. Ser Kalender ist durch die Buchhandlungen, sowie die Reise- unb Verkehrsbureaus oder direkt durch den Badischen Verkehrsverband in Karlsruhe zu beziehen.
811
„Ser Alpensreund", i(L Halbmonatsschrift für Reise und Turistit. Alpensreund-Derlag A.-G.. München. Einzelheit 80 Pf., im Quartal 4 Mark. In bunter Fülle vereinigt das zweite Januarheft Aufsätze über alpine Bergfahrten und Skitouren über den Wintersport im Mittelgebirge und über Erlebnisse im fremden Dergland.
— Unter der Ueberschriit „Die deutsche Studentenschaft nach dem Weltkrieg" veröffentlicht Professor Dr. Ssymank (Göttingen) im Januarheft 1926 von Belhagen & Klasings Monatsheften eine sehr beachtenswerte Studie, bc achtenswert nicht nur für akademische Kreise, son dern auch für die weiteste Volksgemeinschaft. Unter Anführung von Daten und offensichtlich gestützt auf authentisches Material gibt Verfasser mit sichtlich hervortretender Objektivität eine Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des studentischen Vereins- und Verbindungswesens, sowie der dabei im Lauf der Zeiten bemerkbaren Strömungen und Gegenströmungen, aus denen bann schließlich in den letztvergangenen drei Jahren sich die große Korporation der Deutschen Studentenschaft entwickelt: die Manifestation des großen Gedenkens: Einordnung aller in das große Ganze, mit einem fest umschriebenen Ziel auf ethischer Linie. — Auch im übrigen enthält das Januarheft, gleich seinen Vorgängern, in gewohnter Reichhaltigkeit Beiträge aus den Gebieten von Wissenschaft und Kunst, so wie zahlreiche Kunstbeilagen und Abbildungen. Auf die reizend geschriebene Novellenreihe: „Unter südlichen Sonnen und Menschen" von Heinrich Fede rer darf besonders hingewiesen werden; in graziöser Formung und ausgewählt edelster Symbolisierung ist dabei tiefe Lebensweisheit eingefkibet.
— Bibliothek der Unterhaltung unddesWifsens. (Union Deutsche Verlags- gesellschast, Stuttgart.) — Vor uns liegen die Bände 1 bis 9 des Jahrganges 1925 dieser schon von früher her bestens bekannten Bibliothek. Sen Jahrgang 1925, den 49. der Bibliothek, hat der Verlag erfreulicherweise im äußeren Gewand mit der Wiedereinführung der geschmackvollen und dauerhaften roten Ganzleinen-Einbände ausgezeichnet. Aber auch inhaltlich find die Werke ganz wesentlich bereichert worden. Wer die Bändchen der früheren Jahrgänge vergleicht mit dem, was sie an Unterhaltungs- und Belehrunys- stoff mannigfachster Art jetzt bieten, der wird mit seiner vollen Anerkennung nicht zurückhalten. Neben aualitativ hochstehenden Romanen finden wir hübsche Novellen und ernste und heitere Erzählungen, sämtlich von Schriftstellern, deren Namen guten Klang haben: außerdem bieten die Bände aus allen Gebieten des Wissens, der schöngeistigen Unterhaltung, des Zeitgeschehens, der vielfachen Forschungen und Erfindungen des Menschengeistes lehrreiche Beiträge in allgemeinverständlicher Schreibweise, fast durchweg sind den Aufsätzen gute und anschauliche Bilddrucke beigefügt; ferner wird den Anforderungen der geselligen Unterhaltung, dem Sport und der Gesundheitspflege in gediegener Weise durch vielseitige Abhandlungen Rechnung getragen; endlich wird der Hausfrau durch wertvolle Winke für ihr Hauswirtschaftsgebiet noch besonders Wertvolles geboten. Auf Einzelheiten dieser Bücherei hier einzugehen, ist im Hinblick auf den knappen Raum nicht möglich. Als Gesamturteil kann aber festgestellt werden, daß die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens" auch mit diesem Jahrgang 1925 wieder Hervorragendes für die deutsche Volksbildung und die Veredelung des literarischen Geschmacks geleistet hat. Das in feinem ganzen Inhalt, wie auch dem Gewand nach gleich ausgezeichnete Werk sollte in feiner Famitte fehlen, denn es bringt allen Ständen und allen Geschmacksrichtungen eine sorgfältig ausgewählte, gute geistige Kost. Der Preis von nur 1.30 Mk. je Band — allmonatlich erscheint eine Ausgabe — ist im Vergleich zur Güte des Werkes so niedrig bemessen, daß man auch nach dieser Richtung hin nur seine Anerkennung aussprechen kann, und dabei wünschen muh, baft diesen Bänden der breiteste Weg in unser Volk beschieden fein möge.
— Lehrbuch der deutschen E i n.- heitskurzschrift. Von Oberstudiendirektor Dr. A Mentz. 35 Seiten. Preis geh. 90 Pf. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig 655
— Ser Kun st Pfeifer von St. Katharinen. Roman aus dem 16. Jahrhundert von B. Jherott-Buchholy. 4. Auslage, Preis Ganzleinen 4.80 Mk., Halbleder 5,40 Mk. Verlag I. Wiesike, Brandenburg (Havel). 35
— Adolf May, In hoc signo vinces. In diesem Zeichen wirst bu siegen. Geschichtlicher Roman aus Brandenburgs Wendenzeit. Preis geb. Halbleinen 4,80 Mk., Halbleder 5,40 Mf. Verlag I. Wiesike, Brandenburg (Havel). 36
Berlin, 1. Febr
Amerikanische Noie« .. . .. Belgische Noten . . Dänische Noten ....... Englische Noten ...... Französische Noten ..... Holländische Noten ..... Italienische Noten......
Norwegische Noten Deutsch-Oesterr., ä JOO Kronen Rumänische Noten ...... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten ...... Tschechoslowakische Noten > . Ungarische Noten ......
Frankfurter
1 Febr.
2. Febr.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Amft.-Roll-
168.56
169,98
168.21
1Ü8.6Ü
Buen.-ÄireS
1,736
1,740
1,733
1,7.37
Brss.-Antw.
1!) 07
19,11
19,075
19.115
Cbristiania.
85,39
85,61
85,39
85.61
Kopenhagen
103,87
104,13
103,57
103,83
Stockholm .
112,29
112,57
112.31
112,59
Helstngfors
10.547
10,584
10,547
10,587
Italien. . .
16,82
16,86
16,815
16,855
London. .
'0,407
20,459
20,41'9
20,461
Neuhork . .
4,195
4,205
4,195
4,2)5
Paris. . .
Schweiz . .
15,46
15,10
15,74
15,71
80 91
81,11
80,81
81,01
Spanien. .
59,23
59,37
59,23
1,88-1
69,37
Japan . . .
1,886
1,890
1,888
Rio de Jan.
0.626
1.621
0.620
0,622
Wien in D.- Oest. abgest.
59,07
59,21
59,07
12,412
69,21
Prag ....
Belgrad ..
12.412
12,452
12,452
7,41
7,43
7,38
7,40
Budapest. . Bulgarien .
5,873
2,885
5,893
2,895
5,87
2,945
5.96
2,955
Lissabon
.1 225
21,275
21.22.5
21,275
Danzig. . . Konstantin.
80 92
81.12
80.92
81,12
2,211
2,221
2,215
2,225
Athen. . •
5.89
5.91
5.89
5.91
Canada. . .
4.188
4,198
4.188
4.198
Uruguah
4.312
4.3'5
4.315
4,325
1 — I
^=Rdhma ■ buüergleicki
I MARQARINE 1


