es auch vor, daß der Fuhrmann den „Hemmenden" ein Schnippchen dadurch schlägt, daß er, wenn das Zeil oder die Stange fallen gelassen ist, die Pferde schnell ins Laufen bringt, so daß die Gratulanten, wie man sie wohl auch nennen kann, das Nachsehen haben.
00 Münchholzhausen, 31. August. Am Sonntag wurde nach langer Zeit zum ersten Male wieder ein Missionsfest hier abgehalten. Es wurde von dein Ortspfarrer Lic. Müller, Dutenhofen, eingeleitet. Im Festgottesdienst sprach Missionar L o m b e ck, Honnef. In der Nachversnmm- lung schilderte Missionar Bär, Großrechtenbach, seine Missionserlcbnisse in China. Anschließend gab Missionar Low deck. der lange Jahre auf Sumatra in der Missionsarbeit gestanden hat, noch einige anschauliche Bilder über Nacht und Finsternis des Heidentums. Mit Gesang- und Musikvorträgen verschönten der Posaunenchor und der Gemischte Chor von Dutenhofen die Feier. Ein Chor von Breitscheid (Westerwald), der einen Ausflug nach Dutenhofen unternommen hatte, bot ebenfalls einige schöne Gesangsvorträge. Das Fest war, begünstigt durch das gute Wetter, zahlreich besucht und nahm einen recht schönen Verlauf. — Es soll nach langer Unterbrechung von jetzt ab wieder jedes Jahr gefeiert werden. Das erste Missionsfest fand vor 40 Jahren unter Leitung des Pfarrers S ch o n e b a u m, Lützellinden, statt.
Dillkrcis.
bl. Dillenburg, 31. Aug. Ql ach dem Stande vom 28. August befinden sich im Kreise 1388 männliche und 31 weibliche Vollerwerbslose. An Zuschlagsempfängern sind 2224 Personen vorhanden. Bei Notstands- arbeiten werden rund 400 Personen beschäftigt. Die Gesamtzahl ist gegenüber der Vorwoche um 80 Personen gestiegen.
d. Drei 1 scheid, 31. Aug. Hier wurde in der Tongrube der W e st c r w ä l d e r Tonin d u st r i e ein seltener fossiler Knochens und gemacht. Ungefähr 21/4 Meter unter der Oberfläche kamen auf einem Raum von 40 bis 50 Zentimeter Breite, 25 bis 30 Zentimeter Höhe und bisher 2 Meter Länge in horizontaler Lage, in Lett und Ton eingebettet, mehrere starke Knochen, daruirter ein halber Oberschenkelknochen und starke Rippenstücke zutage. Bei angeordneter Aufmerksamkeit sand sich auch der Kopf, nur an den Zähnen kenntlich, da der Schädel vollständig vergangen war. Die Zähne sind etwa 30 Milli- meter breit und 40 Millimeter lang. Die Stärke der Knochen und Zähne schließt menschliche Herkunft aus. Ein Teil der Knochen, der im blauen Lett lag, ist tief blauschwarz und brüchig, ein anderer Teil aus dem weißen Ton ist weiß und fast steinhart. Die tiefe Einbettung im Ton dürfte auf die vorvulkanische Periode hindeuten.
Kreis Westerburg.
00 Westerburg, 31. August. An einer Ecke der hiesigen Hauptstraße kamen mittags ein Auto und ein Radfahrer in Kollision. Dank der Umsicht und Geistesgegenwart des Kraftwogenführers ist nur Materialschaden entstanden. An dem Auto ging ein Scheinwerfer in Trümmer, während an dem Rad das Hinterrad und Rahmen gänzlich verbogen waren. — Die B u r s ch e n w o ch e in Westerburg muß infolge der Vorbereitungen für die Burgweihe durch den B. D. I. (Bund Deutscher Jugend) um einen Tag gekürzt werden. Sie wird also mit dem 1. September ihr Ende nehmen. Am Freitag sprach Stadtvikar Grünnagel (Alemannia, Bonn) über das Thema „Christentum und Politik", während der Samstag burschenschaftlichen Sonder- fragen gewidmet war. An beiden Tagen fanden Sportwettkämpfe, am Samstag die Aus- jcheidnugskämpfe statt, die im allgemeinen zugunsten ' von Allemannia, Bonn, entschieden wurden. Mit besonderer Spannung verfolgte die Westerburger 1 Jugend die sportlichen Fechtübungen, in denen sich •g die Mitglieder der Bubenrellthia, Erlangen, und der Arminia aus dem Burgkeller (Jena) auszeichneten. \ Der Samstag war für Westerburg insofern ein Ereignis, als zum erstenmal den Bürgern eine studentische Kneipe vorgeführt wurde. An der Kneiptafel war auch der Landrat des Kreises Westerburg Dr. Schieren erschienen: Generalsekretär Dr. Schütz (Arminia auf dem Burgkeller) führte in eindringlich ernster Rede den Burschen noch einmal die vaterländische Not vor Augen, die zu 'meistern in erster Linie die Burschenschaft berufen sei.
00 Seck, 31. August. Hier brannte das Wohnhaus des Landwirts Wilhelm Jung nieder. Dem schnellen und tatkräftigen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu danken, daß die anliegenden Häuser und Gehöfte nicht ebenfalls ein Raub der Flammen wurden. Der Brandschaden ist durch Versicherung voll gedeckt, lieber die Entstehung des Brandes herrscht völlige Unklarheit.
Maingau.
WSR. Frankfurt a. M.» 31. Aug. Der Magistrat hat einem Programm für Rot- standsarbeiten zugestimmt, das insbesondere Kanal-, Hafen- und Drückenbau, sowie Wasserbauarbeiten vorsieht, und das zur Ausführung kommt, sobald Regierungsseitig die beantragte Förderung durch Zuschüsse und Darlehen gefördert ist. Es handelt sich um Arbeiten im Umfange von rund 900 000 Mark, mit denen etwa 250 Erwerbslose beschäftigt werden können - Der 26 Jahre alte Ernst Hartl, Koselstr. 50 wohnhaft, unternahm am Sonntag mit einem Freunde einen Ausflug in den Taunus. Rach dem Genuß von Wurst und Obst und Aepfelwein verspürte Hartl große Schmerzen im Leib. Er ging in Königstein zu einem Arzte, der ihm auch ein Mittel verordnete. Auf der Fahrt nach Frankfurt wurden die Schmerzen immer heftiger, so daß sich Hartl sofort ins Krankenhaus begab, wo er gestern gestorben ist. Auch sein Freund ist erkrankt, doch bestehl bei ihm keine Gefahr. Heber die Ursache der Erkrankung muh erst die ärztliche Sektton Aufschluß geben — Der 26 Jahre alte Sohn des Sanitätsrates Dr. Ferdinand Kahn, Dr. med.
Wakker Kahn, war seit einiger Zeit als Vertreter eines Arztes in Langenbrücken tätig. Anfangs voriger Woche hatte er eine Operation vorzunehmen. Er hatte eine kleine Wunde an der Hand und infizierte sich dabei. Rach viertägigem Krankenlager verstarb er. In Fachkreisen wird das Hinscheiden des jungen hoffnungsvollen Arztes allgemein bedauert. — In der Saalgasse versuchte gestern abend gegen 7 Hfjr ein Mann feine Frau aus dem F e n st e r z u werfen. Rachdem sich eine größere Menschenmenge angesammelt hatte, ließ er von seinem Vorhaben ab. — Am Sonntagabend zwischen 7 und 8 DIhr mietete eine Bank-- gehilfin bei einer hiesigen Bootsverleilan- stalt am Main ein Ruderboot. Als sie gegen 9 Hhr nicht zurückgekehrt war, wurde der Main nach ihr abgesucht. Das Boot wurde am Montagmorgen am Eingang des Osthafens an einem Schiff angefunden, aufgefunden. Von dem Mädchen fehlt bis jetzt jede Spur. — Gestern nachmittag entstand in der Fahrgasse eine größere Schlägerei, die sich nach der Schnur- gaffe hin fortsehte. Zwei Frauen wurden mit Schlagringen n iedergeschlagen und erheblich verletzt.
WSR. Gelnhausen, 31. Aug. Bei einem Gewitter schlug der Blitz in Lieblos in den Arbeitsraum des Mehgermeisters Kalbfleisch, als alle Gesellen darin beschäftigt waren. Von den Anwesenden, die alle einen starken elektrischen Schlag erhielten, wurde ein 21- jähriger Mehgergeselle derart getroffen, daß er Krampfanfälle bekam und in das Hanauer Landkrankenhaus geschafft werden muhte.
Wirtschaft.
- Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im QI u g u ft. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „Sonstiger Bedarf") ist nach den Feststellungen des Statisttschen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats August mit 142,5 gegen 142,4 im Vormonat nahezu unverändert geblieben. Innerhalb der Ernährungsausgaben wurden Steigerungen bei einigen Rahrungsmit« leln durch das weitere Rachgeben der Gemüse- Preise fast ausgeglichen. Die Ausgaben für die Wohnung haben im Reichsdurchschnitt wieder leicht angezogen. Der Rückgang der Bekleidungsausgaben hat sich fortgesetzt.
*J. G. FarbenindustrieA. G., Fra nk- surt a. M. Wie der DHD. erfährt, verdichten sich die Gerüchte über einen Anschluß der Oberschlesischen Kokswerke, und damit wohl auch der Rütgerswerke Ql. G. an die I. G. Farbenindustrie QI. G. in der letzten Zeit wieder. Von Verwal- iungsseite der I. G. Farbenindustrie ist noch keine Bestätigung zu erlangen, auch scheint man in der heutigen H.-V. der I. G. Farbenindustrie keine Mitteilungen machen zu wollen, da die Verwaltung irgendwelche Transaktionen vor ihrem Qlbschluß nicht bekanntgeben wird.
Qdörf entarte.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß. Kur,
1-Uhr- Kur,
Schlich-1 Anfang
Knr« 1 Huri
Datum:
31.8. |
1.9.
31. 8.
1. 9,
5% Deutsche Neichsanlethe • <% Deutsche RetchSaoleiye . 3Deutsche Reichsanlethe 3% Deutsche Rcichsanleihe . Deutsche Sparprcumcnanleid«
0,4787
> 4375
0,475
v, 48
0.42
_
0,43
0.435
0.48
_
0.495
0,55
0,26
__
0,27
4°/, Preußische KonsolS . . .
0,43
—
0,435 0,42
—
3*/.% vcstcn..........
—
3% Hessen...........
—
0,42
—
Deutsche Wertb. Dollar-Aul.
95,75
öfo- Doll.-Schatz-Aulreisug.*)
—
—
4’/o ^ofltntten.........
13,2
13,5
13,4
5% Äoldmcrikaner ... ,
44,4
44.5
44.1
_
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank
137*
138*
211*
137'
214*
138*
Darmst. und Nalionalbank ■
213.5*
218'
213*
218*
Deutsche Bank........
166,2*
168,2*
165.1*
167.1-
Deutsche Vereinsbank ....
96.5
Disconto Commandil
161*
161.5'
160,5*
161,5*
Mctallbcmk...........
131.9
134,9
Mttcldeutschc Kreditbank.
140*
141.7'
140,2*
0
Ocfterreichische Kreditanstalt
9,05
9,2
9,05
Weltbank...........
Bochumer Guß . ......
146-
95 5
144,5*
94.75
145*
96.25
Buderuö. . . .........
97j
Caro .......... .
R2 5
81.25
151.1* 166*
83
154.7* 170'
Deutsch-Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerk. .
154'
168,7'
154,5*
168,6'
Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben....
154,5*
138.5
154.7*
154.1*
1'38
155*
141.5*
149,5
54,62
Kaliwerk Westeregeln.....
145,5
_
145
Lourahütte...........
Oberbedars...........
Phönix Bergbau . ......
54.6
71
—
55
71 5
121’
122,2*
121'
123*
Rheim iah l ........
Rrebeck Montan........
141,5*
163,5*
69
143,7*
141*
162.5'
142.5*
166*
Vereinigte Stahlwerke
—
142
14-1
Hamburg-Amerika Paket. . .
Norddeutscher Llovd . . . ,
157* 156'
157.7’
158,7*
157,7'
157,4*
158.5*
158,2*
Theramische Werke AlbM . .
62
Zementwerk Heidelberg . .
131.75
133
Philipp Holzmanu......
120,5
121,25
120.75
Anglo-Tont.-Guano.....
_
88,5
Chemische Mäher Alapin . .
——
I. G. Farbenindustrie, A.-G.
Goldschmidt..........
Holzverkohlung......
.'86*
108
53
114.5
155.5
159.5*
.89*
108.75
51,5
117,5
156,5
>64*
285,5*
107,25
290,5*
Rütgerswerke........
Scherdeanstalt.........
114,75
116,75
Mg. ElektrtzttätS^Iesellschafr
159*
164,9'
Bergmann . . ..... .
Mamkraftwerke........
159.75
109
164,5
159,5*
164,5*
Schlickert.......
Siemens & HalsL ......
136,5*
201.5*
144*
211,5*
137,9*
201,7’
>42'
210.5'
Adlerwerle Kleyer......
85
87
85
86,12
85,5
Daimler Motoren..... .
84,5
85
47 9
Hehligenftaedt.........
Megutn.............
30.75
49,5
—
Motorenwerke Mannheim
—
42'25
_
Frankfurter Armaturen . . ,
—
—
Konservenfabrik Braun ■ .
41
_
143
93,5
52
147,5
92
57,9
—
«-chuhsabrik Herz......
—
Sichel..............
2.8
___,
3,25
_
Senfloli Waldhof. . ....
183
186,25
181.5
78
90,25
185,5
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel • . .
78
90
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., l.Sept. Tendenz: Fest. — Die Börse war heute recht günstig veranlagt, wozu vor allem der glatte Verlauf des Ultimos beigetragen hat. Einen günstigen Eindruck hinterließ auch die Haltung der Banken, die bei der Hergabe von Prolongationsgeld großes Entgegenkommen zeigten. Die Spekulation betätigte sich rege am Geschäft, doch konnte es keinen größeren Umfang als am Vortage an» nehmen. Rur in einzelnen Spezialwerten, auf die sich das Hauptinteresse konzentrierte, trat die Hmsahtätigkeit über das Mittel hinaus. Die Steigerungen an den Aktienmärkten setzten sich fort und erreichten am Elektromarkt ein stärkeres Ausmaß. Für diese Werte verstärkte sich die Rachfrage, und man verwies dabei auf die Gerüchte über eine Fusion in der Elektroindustrie, die immer wieder auftauchen und sich immer mehr verdichten. Unter Führung von Siemens waren folgende Steigerungen zu verzeichnen: Siemens plus 5 Prozent, Lahmeyer 4 Prozent. AEG und Felten plus je 3 Prozent, Licht und Kraft plus 2 Proz., Bergmann plus 0,5 Proz. Die Werte des Montanmarktes waren leicht befestigt, die Hmsatztätigkeit hielt sich auf diesem Gebiete in engsten Grenzen. Rur Riebeck-Monian waren stärker gefragt und 3 Proz. höher. Bei den übrigen Werten hielten sich die Steigerungen in dem Rahmen vom 2 bis 3 Proz. Buderus plus 2 Proz. Von Chemiewerten konnten I. G.-Farben um 2 Proz. anziehen, die Umsätze waren aber gering. Die Übrigen Chemiewerte waren 1 bis 2 Proz. gebessert, mit Ausnahme von Holzverkohlung, die 1,5 Proz. nachgaben. Von Bankaktien standen Darmstädter an der Spitze mit einer Steigerung von 1,5 Proz., die übrigen Werte dieser Gruppe erzielten Besserungen von 0,5 bis 1 Ppoz. Schiffahrtsaktien lagen unregelmäßig. Wahrend Lloyd 1.75 Proz. gewannen. büßten Hapag 0,5 Proz. ein. DieRebrn- märfte schlossen sich der festen Strömung an, besonders Motorenaktien, von denen Kletzer um 2 Proz. gesteigert waren. Zellstoff- und B a u a k t i e n unverändert fest. O e la k t i e n gut befestigt, dagegen waren Zuckeraktien vernachlässigt und neigten eher zum Rachgeben. Deutsche Renten lagen unverändert still. Schutzgebiet wurden etwas reger umgeseht (6,25). Ausländische Renten befestigt. Der Freiverkehr hatte vorherrschend lustlose Haltung. Benz 81. Drown Doveri 122, Entreprise 8, Growag 60, ilfra 92, Frankfurter Handelsbaick 85 Prozent. Der toeitcre Verlaus war nicht mehr einheitlich fest. Siemens mußten von ihrem anfänglichen Gewinn 2 Prozent hergeben. auch Riebeck Montan tendierten schwächer. Die Grundstimmung blieb aber fest. Am Geldmarkt hält die Rachsrage an; besonders langfristige Mittel waren gesucht. Monatsgeld 7 bis 7,5 Prozent. Privatdiskonten 4,75 bis 4,87 Proz., Jndustrieakzepte 5,5 Prozent. Im Devisen- verrehr konnte sich die Aufwärtsbewegung der westlichen Frankenvaluten fortsetzen. Paris war gegen London bis auf 163 befestigt. Brüssel auf 173 gegen das Pfund erholt. Qluch Mailand lag wesentlich fester mit 145,75 gegen London.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt cu M.
Telegraphische Auszahlung.
31 August.
1. Septbr.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
ticlb
Bricr
Geld Brief
Amst.-Ron
168,04
168.46
168,11
168.53
Buen.-Aires
1,693
1.697
1.693
1.697
Brss.-Antw.
11,68
11,72
11,85
11,89
Christiania.
91,88
92,12
91,88
92,12
Kopenhagen
111,42
111,70
111,41
111,69
Stockholm .
112,16
112.44
112,16
112,41
ficlüngfot»
10,546
10,586
10,552
10,592
Italien. . .
13,64
13,68
14,75
14,79
London. .
Z0.357
20,407
'0,356
20,406
Ncuvork . .
4.195
4.205
4,194
4,204
Paris. . .
12.27
12,31
12,51
12,55
Schwei, . .
b0,96
81.16
80,98
81,18
Spanien . .
63,47
63,63
63,82
63.98
Japan . . .
2,013
2,017
2,018
2,022
Rio de Jan.
U.G42
0.644
0,642
0,644
Wien in D--
Oess. abgcsi
59,27
59,41
59,24
59,38
Prag ....
12,42
12,46
12,42
12,46
Belgrad . .
7.40
7,42
7.40
7.42
Budapest. .
5,873
5,893
5,875
5,895
Bulgarien .
o,035
3,045
3,035
3,045
Lissabon
21.395
t1,445
21,395
21,445
Danzig. . .
81,40
81.60
81.30
81,50
Konstantin
2,245
2,255
2,215
2,225
Athen. .
4,74
4,76
4.79
4.81
Canadc. .
4,199
4,209
1.199
4,209
Uruguav
4.185
4.195
4.185
4.195
Banknoten.
Berlin, 31 August.
(Seid
Bries
Amerikanische Note».....
4.176
4,196
Belgische Noten .......
11,59
11,65
Dänische Noten .......
111.12
111,68
Englische Noten...... .
20,315
20,415
Französische Noten ......
12,39
12,45
Holländische Noten.....
167,68
168,52
Italienische Noten ......
13,96
14,04
Norwegische Noten......
91,57
92,03
Deutsch-Oesterr-, ä 100 Kronen
59,18
59.48
Rumänische Noten.....
2,01
2,05
Schwedische Noten.....
111,80
112,36
Schweizer Noten.......
80,82
81,22
Spanische Noten.......
63,04
63.36
Tschechoslowakische Noten . .
12,372
12,432
llngattscbc Noteo.......
5.83
5,87
Berliner Börse.
Berlin, l.Sept. Rachdem der Ultimo eine erhebliche E n 11 a ft u n g in den spekulativen Engagements der Börse gebracht hat, greift jetzt eine wesentliche Beruhigung um sich. Die Spekulation ging heute zu erheblichen Rückkäufen über, denen sich Ausland- Kaufaufträge und Jnlandkundenor- ö e r s anschlossen. Die Tendenz war heute bei Eröffnung ausgesprochen f c st. Der Hauptantrieb ging vom Elektro markte aus, wo die Kurse mehrprvzentige Steigerungen erzielten. Daneben wurden auch I. G. F a r 5 e n a £ t i e n in größeren Posten aus dem Markte genommen. Die ersten Kurse wiesen auf den obenerwähnten Gebieten Erhöhungen bis zu 6 Prozent auf. Eine
lebhafte Rachfrage bestand auch für Dynamit^ Robel, die um 5 Prozent anzogen. Die Gesamt» tendenz war bei lebhaftem Geschäft allgemein fest. Am Geldmarkt trat seitens einiger Rach- zügler noch etwas Bedarf zum Ultimo hervor, so daß der Satz für Tagesgeld sich auf 6 bis 7 Prozent stellte. Im Devisen verkehr setzte sich eine sensationelle Befestigung des Lirekurses durch. Mailand ging von dem heutigen Freiverkehrskurs von 146 im Verlaufe bis auf 139 gegen das Pfund in die Höhe. Qluch Paris war gegen London stark befestigt mit 162. Brüssel erholt mit 173,50 gegen das Pfund.
ArattLsurtcr hZrtreidcbörsc.
Frankfurt a. M.. l.Sept. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen, neue Ernte, 27,75 bis 23, Roggen, inlänb., neue Ernte, 21 bis 21,25, Sommergerste für Brauzwecke 23 bis 26, Hafer, inlänb., 18,50 bis 19, Mais (gelb) 18,25, Weizenmehl, inlänb., Spezial 0 41,25 bis 41,50, Roggenmehl 31 bis 32, Weizenkleie 9, Roggenkleis 10,50. Tendenz, ruhiger.
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 28. August. Eine empfindliche Geldstrafe erhielt ein junger Kaufmann D. aus einem benachbarten Dorje. Er hatte einem anderen jungen Mann aus demselben Dorfe namens W., der mit einem Mädchen F. ein Verhältnis hatte, erzählt, W. brauche sich bei der F. nicht ins Geschirr zu legen, die habe in Gießen ein Verhältnis und verkehre dort mit einem Chauffeur S. W. ging darauf sofort zu der Familie der F., erzählte, was ihm D. mitgeteilt hatte. Er setzte in der Folge das Verhältnis mit der F. nicht fort. An der Erzählung des D. ist kein Wort wahr. Er hat allein aus dem Umstand, daß er die F. und den S. in Gießen einmal hat zusammenstehen sehen, den Schluß gezogen, die beiden verkehrten miteinander. In Wirklichkeit hat S. nach seiner eidlichen Aussage niemals etwas mit der F. zu tun gehabt. D. wurde daraufhin wegen seines leichtfertigen Geschwätzes zu einer Geldstrafe von fünfzig Mark verurteilt.
GerichLsfaal.
wohlverdiente Strafe für einen Uebetfäter.
WSR. Kassel, 31. Aug. Eine Bestie in Menschengestalt ist der 29jährige Arbeiter Georg Schröder von Hessisch-Lichtenau. Rach 18 Monaten Strafhaft wegen Sittlichkeitsverbrc- chens aus dem Zuchthaus entlassen, trieb er sich im April in den Wäldern bei Lichtenau herum. Als er am 3. Mai einer älteren Bauersfrau begegnete, redete er diese mit entsprechender Handbewegung: „Ich habe einen Revolver", an. Als sie nach ihrem Manne rief, zog es Schröder vor, im Walde zu verschwinden. Am nächsten Tage begegnete er auf einsamem Waldwege einer Lehrersfrau. Er ging an ihr vorbei, drehte sich aber sofort um und sagte, sie solle still sein, oder er schieße sie über den Haufen. Als sie schreiend davonlief, holte er sie ein, versetzte ihr einen Faustschlag geen die Schläfe und setzte feine Mißhandlungen bei jedem Ton, den sie von sich gab, in abscheulichster Weise fort. Schließlich vergewaltigte er die Halbohnmächtige. Der Sachverständige bezeichnete den mit finsterem, viehischem Gesicht unbeweglich dasihenden Angeklagten als in keiner Beziehung annormal; Triebfeder feiner Handlungsweise sei Roheit, Gemeinheit und Brutalität der Gesinnung. In Anbetracht dessen, daß ein öffentliches Interesse vorliege, den Täter so lange als möglich von der Menschheit abzu- sondern, erkannte das Gericht auf insgesamt 12 Jahre Zuchthaus.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der»Radio-Amschau".)
Dounerstag, 2. September.
4.30 bis 5.45: Konzert des Hausorchesters: Engelbert Humperdinck. 5.45 bis 6.05: Die Lese- ftunbe. 6.45 bis 7.15: Vortrag Dr. Hermann Böhme, Göttingen, über: „Der Hautsee mit der schwimmenden Insel bei Dönges, Kreis Eisenach, ein deutsches Raturwunder". 8.15: Uebertragung von Worms: Konzert des Wormser Konzertorchesters.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewahr übernommen.
Anzeige nausträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.
Geschäftliches.
„Schwan im Blau band". Diese kombinierte Bezeichnung wurde seinerzeit für die bekannte Feinkostmargarine mit Rücksicht auf den Warenzeichenschuh gewählt. Rachdem aber vor einigen Monaten der Firma van den Dergh's Margarine-Gesellschaft m. b. H. das Warenzeichen „Dlauband" geschützt worden ist, wird ihre Feinkostmargarine seither unter der alleinigen Bezeichnung „Blauband" in den Handel gebracht. Die Aenderung der Markenbezeichnung ist also aus vollständig freiem Ermessen und ohne irgendwelchen äußeren Zwang vorgenommen worden.
BeiKorpulenzoderDeranIagung raten wir allen Lesern, die korpulent oder zum Starkwerden veranlagt sind, 30 Gramiu Toluba- Kerne zu kaufen, die bet völliger Unschädlichkeit seltzersetzend und ansatzverbtndernd wirken. Tie erbten Toluba-Kerne erhalten Sie mit Gutachten, genauen Angaben über Gebrauch und Zusammensetzung, in den Apotheken. 82sl


