Turn- und Sportverein Wieseck Jugend gegen Freie Turnerfchast Raunheim Jugend. 1:1.
Als diese beiden Mannschaften das Spielfeld betraten, erwartete niemand das am Schlüsse gezeitigte Resultat. Der körperliche Unterschied war etwas sehr reichlich. Die kleinen Wicsecker zeigten eines ihres schönsten Spiele und liehen sich von den kräftigen Raunheimeru nicht im geringsten in die Enge treiben. Ruhig und technisch ansprechend tourben die Angriffe vorgetragen. Die erste halbe Stunde verlief torlos, was an sich schon ein Achtungserfolg war. Aber einmal waren die ständigen Angriffe Wiesecks doch von Erfolg, mit dem ersten Tor rissen sie die Führung an sich. Raunheim gelang es erst in der letzten Minute aufzuholen, und dabei handelte es sich noch um ein Abseitstor, was allerdings vom Schiedsrichter infolge schlechter Sicht übersehen werden konnte.
Auf beiden Plätzen, in Giehen sowohl wie in Wieseck, wurden die Spiele punkt 4 Ähr auf zwei Minuten unterbrochen, um in Stille der im Weltkrieg Gefallenen zu gedenken. Die trotz des ungünstigen Wetters zahlreichen Zuschauer nahmen an dieser stillen Gedenkfeier gebührenden Anteil.
Handball.
Wetzlar verliert sein drittes Spiel gegen Düsseldorf-Eller 2:3 (2:2).
tz. Es ist zunächst erfreulich, feststellen zu können, daß unser Bezirksmeister in seiner alten Meisterschaftsform, in der er Herr wurde über den Lahrckreis unb Kassel, seinen Gegner vom Sonntag, die S. Vg. Eller 04, glatt überfahren hätte. Damit soll gesagt sein, daß das erforderliche Können zur Bestreitung der westdeutschen Derbandsrunde in der Mannschaft steckt. Das mag die Hoffnung geben auf bessere Leistungen der Elf. als die z. Zt. gezeigten. Denn eben sind die W. F. C.er überspielt und befinden sich in einer schlechten Verfassung, daß sie sich schon von Kleinigkeiten aus dem Konzept bringen lassen und dann nicht mehr fähig sind, ihr wahres Können zu zeigen. So oder ähnlich war es am gestrigen Sonntag.
Rach prachtvollem Start, bester Kombination (trotz Ersatzes im Sturm) unb fleißigem Schuß führten sie bald durch Brill und Paulus mit 2:0. Es kam nun nicht so, daß etwa Eller aufkam, sondern es kam eben auch mal zürn Schuß. Der schwache Ball wurde zum Treffer und ein Strafwurf gab den Ausgleich. Das war zuviel für die Wetzlarer. Sie wurden aufgeregt und unsicher. Gleich nach dem Wechsel ging Eller in Führung, die ihnen unverdient bis zum Schluß blieb. Die Eller 04er nahmen sich Paulus mit besonderer Liebe an und störten das System mit Erfolg. Hinzu kommt noch, daß Eller eine äußerst körperlich spielende Elf stellte, die die jungen Wetzlarer Spieler mit ihrem scharfen rücksichtslosen Angehen sehr einschüchterte. Das verschlug denen natürlich die Stimmung, besonders nrch, nachdem der Schiedsrichter aus Dortmund nicht genügend eingriff. Von weiterem Einfluh auf den Ausgang des Spieles war die Ämstellung in der Wetzlarer Elf nach Seitenwechsel, die sich absolut nicht bewährte. Eller pflegte ein gutes Durchschnittsspiel, mehr nicht. Zu loben wäre ihr Eifer. Das schlechte Wetter verhinderte einen größeren Besuch des Spieles, das in Hagen auf dem Platz der S. Vg. 1911 stattfand, der trotz des Regens gut spielfähig war.
Westfalia Bochum zeigte seine Klasse den Meisteranwärter Hagen 05 durch ein 3 Z-Resultat. Äeberhaupt wird in der Frage nach dem W. S. V. Handballmeister noch ein ^gewichtiges Wort mitreden. Das Spiel fand ^n Barmen statt.
Aus dem Arbeiter- Turn- und Sportbund.
Jr. T. Kinzenbach — $t. T. Gießen 3:0.
£ Die in die Mannschaft Kinzenbachs gesetzten Hoffnungen scheinen voll in Erfüllung gehen zu wollen. Konnte Giehen beim letzten Spiel noch 4:2 Sieger bleiben, so muhte es beim Rückspiel Kinzenbach als einwandfreien Sieger anerkennen. Das Spiel fand auf dem Platz der Gemeinde Heuchelheim statt, der sich infolge des Regens in fast nicht spielfähigem Zustand befand. Dieser Ämstand machte sich bei Durchführung des Spiels unangenehm bemerkbar. Kinzenbach zeigte eine bedeutend bessere Fangtechnik als beim ersten Spiel, die Stürmerreihe ein flüssiges Kombinationsspiel. Giehen wie immer flink, aber reichlich unsicher im Fangen. Durch Umstellungen in der Mannschaft dürfte eine Formverbesserung zu erzielen fein, wobei der Tormann, die Hauptschwäche der Mannschaft, nicht übersehen werden darf.
Hockey.
Die Eishockeymeisterschaften des Deutschen Eis- lausverbandes begannen gestern nachmittag mit dem Spiel der Königsberger Städtemannschaft gegen den Münchener Eislaufverein. Die Königsberger gewannen 2:0 (2:0). Der Sportklub Charlottenburg siegte über den Leipziger Sportklub 5:0 (2:0).
T. u. S). C. 99 gegen Brandenburg 0:2. Gesellschaftsspiele: Berliner Sportklub gegen B. H. C. 5:4.
Damenverbandsspiele: B. S. C. gegen S. C. C. fiel aus. B. H. C. — Brandenburg 2:2; Zehlendorfer Wespen gegen Allgemeinen Sportklub Leipzig 5:1.
Pferderennen.
Trabrennen.
Das Hauptrennen des ersten Mariendorfer Renntags, den Preis von Garmisch, gewann Baron Kla- tawah (9. Liller), Zweiter: Native Forbes, Dritter: Crassus. Toto 24:10, Platz 12, 13, 15 für 10.
Oberhefsen.
Landkreis Gießen
Bg. Großen-Duseck, 27. Febr. Die gestrige Holzversteigerung brachte, wenn die gebotenen Summen sich auch immer noch auf ziemlicher Höhe bewegten, eine kleine Senkung der Preise. Für 5 rm Reisig wurden im Durchschnitt 25, für 2 rm Duchenknüppel 28 und für 2 rm Duchenschettholz 34 Mk. erzielt.
:—: Beuern, 27. Febr. Gestern fand die zweite Brennholzversteigerung statt. Wie bei der ersten, so nahmen auch diesmal nur Einheimische an der Versteigerung teil. Die Preise sind gegen die vorige Versteigerung gewaltig gestiegen. Cs kosteten je 2 Raummeter durchschnittlich. Duchenschettholz 28 bis 32 Mk.; Duchenknüppel 24 bis 26 Mk., Fichtenknüppel 8 bis 10 Mk.. Kiefernknüppel 12 bis 14 Mk., Ruhkiefernknüppel für Schreiner und Wagner 12 bis 18 Mk. und Fichtenstockholz 2 bis 4 Mk. Besonders teuer waren die Reifer. So kostete das Meter Forstungsreisig, Buchen und Eichen gemischt, 2 Mk. bis 3,80 Mk. Recht billig dagegen waren die Bohnenstangen. Diese wurden hier in Schlaghaufen von 120 bis 160 Stück aufgesetzt und erzielten Pro Haufen den Preis von 2 bis 3 Mk. Die obigen Preise, ausgenommen die für Bohnenstangen und Fichtenknüppel, sind bei dem Holzreichtum unserer Gemeinde als unbegreiflich hoch zu bezeichnen, zumal die Gemeinde in diesem Zahr verhältnismäßig viel Brennholz hat schlagen lassen. Auch stehen diese Drennholzpreise in keinem rechten Verhältnis zu den Preisen, die für Kohlen und Briketts gegenwärtig gezahlt werden.
> H o lzheim, 27. Febr. Gestern abend sprach hier im starkbesetzten großen Rathaussaale, auf Einladung der hiesigen Bruderschaft des Iungdeutschen Ordens, der frühere Durenkommandant Koos Zoo st e über seine Eindrücke in Deutschland. Dank der fesselnder Ausführungen des Redners und gemeinsamer Gesänge bot der Abend einen wertvollen Gewinn^ I Lich, 27. Febr. Bei der gestrigen im hiesigen Stadtwald in den Distrikten Ettingshäuserkopf, Kleinhäuserberg, Kronau, Lindenseif und Plattenwald stattgefundenen Rutz- und Brenn hol z- versteigerung wurden folgende Preise erzielt: Duchenscheiter 18 bis 20 Mk., Fichtenscheiter 6 bis 8 Mk., Buchenstöcke 8 bis 10 Mk. Fichtenstöcke 1 bis 2 Mk., Erlennutzrollen 8 Mk. und Fichtennutzreisig 3 bis 4 Mk. je Raummeter, Buchenwellen 30 bis 40 Mk. und Eichenwellen 20 bis 30 Mk. je 100 Stück, Fichtenderbstangen 15 bis 20 Mk. pro Festmeter und je 100 Stück Bohnenstangen 7 bis 8 Mk. Die höchsten Preise wurden da erreicht, wo die Abfuhrmöglichkeit sich am günstigsten gestaltet.
l. H u n g e n, 27. Febr. Bei der Brenn- holzversteigerung im hiesigen Gemeinde- Wald wurden folgende Preise erzielt: Scheitholz: Buchen 23 bis 28 Mk., Hainbuchen 13 dis 16 Mk., Eichen 13 Mk., Dirken 12 Mk. je Rm., Knüppel: Duchen 14 bis 18 Mk., Hambuchen 12 bis 17 Mk., Eichen 5 bis 9 Mk., Dirken 8 bis 12 Mk., Aspen 5 bis 10 Mk., Kiefern 6 bis 8 Mk., Fichten 5 bis 7 Mk. je Raummeter. Stocke: Duchen 6 bis 9 Mk., Eichen 4 bis 6 Mk., Kiefern 4 bis 7 Mk., Fichten 2 bis 4 Mk. je Raummeter. Astreisig: Hainbuche 1 bis 2 Mk., Eichen 0,50 bis 1 Mk. Stammreisig: Hainbuchen 1 bis 3,50 Mk.. Eichen und Dirken 1 bis 1,60 Mk. je Raummeter.
Kreis Friedberg.
sf. Friedberg. 26. Febr. Am Donnerstag und Freitag fanden an der Augustinerschule die mündlicben Reifeprüfungen statt; als Vertreter der Regierung war Ministerialrat Gluckert anwesend. An der Oberrealschule waren es 12 Abiturienten, von denen 11 bestanden, sechs waren auf Grund der schriftlichen Prüfung von der mündlichen befreit; am Gymnasium 14, davon waren 8 befreit. Die übrigen bestanden sämtlich.
WSR. Friedberg, 28. Febr. In der letzten Stadtverordnetensihung wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der schärf- ster Protest gegen einen eventuellen Abbau des nahezu 400 Fahre bestehenden Gymnasiums in Friedberg erhoben wurde. Mit Dedauern und Defremden wurde von der Tatsache Kenntnis genommen, daß im Finanzausschuß des Landtags überhaupt ein solcher Gedanke auftauchen konnte. Die zentrale Lage von Friedberg, die Höhe der Schülerzahl und die von Stadt und Bürgerschaft gebrachten ungeheuren Opfer erforderten gebieterisch die Erhaltung des Friedberger humanistischen Gymnasiums. — Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg hat die zweite Bürgermei st erwähl in Münster (Kr. Friedberg) aus formalen Gründen für ungültig erklärt. Die Änkosten fallen der Gemeinde zur Last.
pb. Butzbach, 27. Febr. Gestern nachmittag fand auf Einladung der Stadtverwaltung im Hessischen Hof eine Versammlung der an der Autoverbindung Br a n dvb ern do r f— Butzbach — Ziegen berg interessierten Gemeindevertreter statt. Dazu waren erschienen als Vertreter der Ober-Postdirektion Darmstadt Oberpostrat Deutler, der O. P. D. Frankfurt a. M. Pvstrat Heb er le, des Kreisamts Friedberg Kreisdirektor Dr. Gebhardt, des Landratsamts Ufingen Kreisobersekretär Brechtel, der Butzbach—Licher Eisenbahn Betriebsleiter Band- low, sowie Vertreter des Handels und Gewerbes von Butzbach. Bürgermeister Dr. Saufen» Butzbach erläuterte an Hand einer jedem Vertreter übergebenen Skizze die von der Stadtverwaltung gemachten zwei Vorschläge. Er betonte, daß der Vorschlag II, der eine Linienführung von Drandobemdors über Weiperfelden, Bodenrod, Jagdhaus Hubertus, Münster, Fauerbach v. d. H., Hochweisel, Butzbach vvrsiehl, nicht
in Betracht gezogen werden könne, weil der Ausbau einer Straße von Weiperfelden nach Doden- rvd allein schon 40 000 Mk. kosten würde. Cs könne sonach nur der Vorschlag I, dec die Linie von Drandoberndorf über Griedelbach—Cleeberg — Oberkleen—Riederkleen — Pohlgöns — Butzbach mit einer Stichfahrt von Butzbach über Hochweisel — Münster — Fauerbach — Langenhain nach Ziegenberg vorsehe, in Betracht gezogen werden. Hierbei sei jedoch der Einspruch der Butzbach —Licher Dahn zu gewärtigen, deren Vertreter eine Abwanderung von Fahrgästen befürchte. Rach den Erhebungen sei dies jedoch nicht zu befürchten, die Gemeindeoer' tretet seien im Gegenteil der Ansicht, daß' die Autopost Zubringerdienste leisten würde. Kreisdirektor Gebhardt führte aus. daß seitens des Kreises die Linie begrüßt würde, trage sie doch zur Hebung des Verkehrs wesentlich bei. Der Vorschlag II könne seinerseits auch nicht befürwortet werden, da Rebenstraßen aus Mangel an Mitteln nicht gebaut werden könnten. Cs sei weiter zu bedenken, daß die Kreisstrahen auf Grund eines kommenden Wegegesehes demnächst in die Verwaltung der Provinz übergehen würden, und man heute noch nicht übersehen könne, wie sich die Weiterentwicklung gestalten würde. Oberpostrat Deutler -Darmstadt erklärte sich bereit, zur Verkehrsverbesserung beizutragen, er habe aber Bedenken gegen den Plan 1 wegen des Einspruchs der Butzbach—Licher Dahn. Er erläuterte dann eingehend die Dedingrmgen, Detriebskosten, Ga- ranttefonds-Aufbringung usw. Postrat Hebe r I e - Frankfurt sprach sich in ähnlichem Sinne aus und teilte Wetter mit, daß sich die Detriebs- kosten auf Grund der Kraftfahrzeug- steuer noch erhöhen würden. Kreisobersekretär Bechtel- Äsingen erklärte, daß der Kreis •Ufingen nicht in der Lage sei, zu den Kosten des Unternehmens beizutragen, auch den in Frage kommenden zwei Gemeinden des Kreises könnten aus kommunalpolitischen Rücksichten keine hohen Deiträge genehmigt werden, das Unternehmen müsse sich selbst tragen. Stadtv. Jou h-Butzbach bat um Angabe der ungefähren rohen Kosten, worauf ihm seitens des Oberpostdirektivns-Ver- treters erwidert wurde, daß pro Tag rund 1 0 0 Mk. aufgebraucht werden müßten. Die einzelnen Gemeindevertreter gaben dann vorbehaltlich der Zustimmung ihres Gemeinderats ihr Einverständnis mit der geplanten Verbindung kund. Es wurde ein Verkehrsausschuh gebildet, dem die Vertreter der einzelnen Gemeinden angehören; den Vorsitz führt Dürger- meifter Dr. Sanken. Zum Schluß erklärte noch der Vertreter der Butzbach — Licher Bahn, daß er seiner Firma Lenz & Co. in Berlin Ein- spruchserhebung empfehlen müsse, da er die geplante Linie, insbesondere für die Strecke Riederkleen—Pohlgöns—Butzbach, als Kon- kurrenzlinie betrachten müsse.
** Gambach, 27. Febr. Gestern sand auf dem Rathause eine Sitzung des ® emein bei- rates mit den seitherigen Pächtern der Gemeindejagd zwecks Festsetzung der noch zu zahlenden Pachtsumme für das abgelaufene Sahr statt. Die Sagdpächter boten der Gemeinde 60 Prozent des ursprünglichen Pachtpreises. Der Gemeinderat nahm dieses Angebot jedoch nicht an. Snfolgedessen wird die Streitfrage durch ein Schiedsgericht geregelt werden müssen. — Sn der kommenden Woche wird Missionsinspektor Hoffmann aus Barmen Evangelisa- tivnsvorträge in unserer Gemeinde halten!.
y. Wölfersheim, 26. Febr. Gestern und heute fand im hiesigen Gemeindewald die diesjährige Nutz- und Brennholzversteigerung statt. Erstere war ausgeschrieben worden; es tarn im Durchschnitt ein Festmeter Tannenholz auf 20 Mk., ein Festmeter Eichenholz auf 30 Mk. Von Brennholz gelangten etwa 400 Rm. Buchenscheit- und Knüppelholz und Reisig zur Abgabe. Obwohl die Gemeindekasse von einer Ausschreibung Vorteil gehabt hätte, verzichtete man hieraus, um den Orts- bürgern durch auswärtige Bewerber die Preise nicht noch höher treiben zu lassen. Es kamen 2 Rm. Buchenscheiter auf 40 bis 45 Mk., 2 Rm. Buchen- knüppel 30 bis 35 Mk. und 6 Rm. Reiser 12 bis 15 Mk. zu stehen. Für 2 Rm. Kiefernscheiter wurden 20 bis 25 Mk. erzielt. Im Durchschnitt lagen die Preise des Brennholzes um 20 Prozent höher, die des Nutzholzes um 25 Proz. tiefer als im Vorjahr.
Kreis Büdingen.
!! Büdingen, 27. Febr. Gestern fand die feierliche Diensteinführung des neuen Bürgermeisters Georg Hi ld - n e r durch Kreisdirektor Dr. G a ß n e r in öffentlicher Gemeinderatssitzung statt. Kreisdirektor Dr. Gähner dankte zunächst in warmen Worten dem scheidenden Bürgermeister Fendt, dem er versicherte, daß einst, wenn spätere Geschlechter von Büdingens besten Männern sprächen, auch der Ra,ne Fendt nicht vergessen werde. Rach den an Bürgermeister Hild- n e r gerichteten Worten erfolgte dessen Vereidigung. Bürgermeister Hildner zeichnete dann in großen Strichen fein künftiges Arbeitsprogramm, aus dem besonders drei Punkte hervor- zvheben sind: Hebung Büdingens als Luftkurort, Herbeiziehung von Sndustrie und Bekämpfung des Wohnungsmangels durch Erbauung neuer Wohnhäuser. Am Abend wurde dem neuen Bürgermeister ein Fackelzug gebracht, bei dem wieder Rede und Gegenrede wechselten. — Das neue Kreisamtsgebäude geht feiner Vollendung entgegen, sodaß der Umzug bis spätestens 1. April ftattfinben wird. Die Dienstwohnungen sind durch den Kreisdirektor, den Regierungsassessor und einen Beamten des Hochbauamtes bereits bezogen, lieber die Verwendung des alten Kreisamtsgebäudes ist noch nichts bestimmtes zu sagen. Wie verlautet, sollen die Diensträume der Vermessungsämter darin untergebracht werden. — Während der letzten Wochen schwoll die Zahl der
Unterstützungsempfänger immer noch an. Zur Zett werden über 600 Erwerbslose unterstützt. Der Betrieb der Sndustriewerke in Stockheim ist vollständig geschlossen, während in dem Eisenwerk Hirzenhain noch voll gearbeitet wird. Rur diesem Amstande ist es zu danken, daß die Zahl der Erwerbslosen nicht noch größer ist. Himmelsbach in Ridda hat bekanntlich Kurzarbeit eingeführt.
Kreis Schotten.
□ Laubach, 27. Febr. Von den 6 Entwürfen des E h r e n d e n k m a l s für die gefallenen Söhne unserer Stadt dürfte derjenige des Bildhauers Arnold in Beuern bei der Bevölkerung am meisten Anklang finden. Der Grundgedanke ist sinnig und ansprechend. Das Denkmal ist in die verlängerte Achse der vom Bahnhof auf den Schloßgarten Westseite führenden „Kriegerstrahe" eingebaut gedacht, unter sorgfältiger Ausnutzung der örtlichen Verhältnisse, der Parkmauer, der gewaltigen Bäume, die den Ehrenraum umschließen und überdachen. Durch ein dreiteiliges schmiedeeisernes Tor gelangt man in den runden Ehrenraum. Zu beiden Seiten des Eingangs stehen auf massiven Pfeilepn bronzene Flammenbecken. Sechs hohe, die Wand gtTeöern&e Pfeiler tragen die Rainen der Gefallenen. Sn die Abdeckplatten der umschließenden Mauerwand sind in großen, mit blutroter Farbe ausgelegten Buchstaben die Worte des Rütlischwurs einge- meihelt: „Wir wollen fein ein einig Volk von Brüdern, Sn keiner Rot uns trennen und Gefahr!" Sm Mittelpunkt dieses Ehrenraums erhebt sich auf breitem niedrigen Sockel die drei Meter hohe, freistehende Gestalt des Kriegers, ein Sinnbild der Wehrmacht, eine Verkörperung derer, die gefallen sind. Der Sockel ist mit Wappen und Sahreszahlen geschmückt. Außerdem trägt sein oberer Abschluß die Widmung. Figur und Sockel sind in hartem Kirchheimer Muschelkalk, alles andere in heimischer Dasaltlavc» (ßungftein) ausgeführt gedacht. Da also hauptsächlich heimischer Baustoff zur Verwendung käme, ließe sich dieser Entwurf mit verhältnismäßig geringen Mitteln zur Ausführung bringen. Etwa 9000 Mk. wären erforderlich. — Der Sängerbund „Hor- loff-Wettertal", über dessen Gründung wir berichtet haben, wird im Mai dieses Sabrefl hier das erste Dundessingen abhalten. Cs wird außer zahlreichen Einzelchören auch ein Mas sench or zum Vortrag kommen. Verschiedene Vereine haben ihren baldigen Eintritt in den Bund in sichere Aussicht gestellt.
I Ober-Lais, 27. Febr. Die männliche Abteilung der hiesigen Fortbildungsschule unternahm unter Führung von Lehrer Sauer einen Gang nach $) o f Zwiefalten, um den Viehbestand des Gutsbesitzers Fischer, der sich um die Züchtung des roten Vogelsberger Rindviehs bemüht, zu besichtigen. — Die alte Kirche in Unter-Lais, die von den Johannitern errichtet wurde und wahrscheinlich die Mutterkirche der früheren Pfarrei „Wallernhausen und Lais" (mit den Dörfern Wallernhausen, Fauerbach, Ober- und Un- ter-Lais und Glashütten) war, ist sehr reparatur- bedürftig. Im 30jähr. Krieg sehr stark mitgenommen, wurde sie in den Jahren 1720—1730 wieder her- gestellt, wohl auch z. T. neu aufgebaut. Nun ist besonders dieser neuere, östliche, aus Fachwerk errick- tete Teil in sehr fchlecytem baulichen Zustand, so daß sogar, dem Vernehmen nach, mit der baupolizeilichen Schließung gerechnet werden muß. Leider fehlen zu einer gründlichen Wiederherstellung des alten Kirchleins z. Z. die nötigen Mittel. Hoffenllich lasten sie sich bald befchaften, damit dies Baudenkmal würdig wieoerhergestellt werden kann.
Starkenburg.
* Darmstadt, 26. Febr. Heute nachmittag hielt die Gastwirte-Jnnung Hessen (Sitz Darmstadt) eine öffentliche Versammlung ab, in der der stellvertretende Präsident des deutschen Gast- wirteverbandes Litfin über das „Gemeindebestim- munasrecht, Schankstättengesetz, Konzesfionswesen usw. sprach. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der es heißt: „Die am 26. Februar im großen Saaal des „Perkeo" zu Darmstadt versammelten Gastwirte sowie die sonstigen Interessenten des Gärungsgewerbes, des Wein- und Spirituofenhandels sowie der Angestelltenverbände erheben Einspruch gegen die Absicht, im neuen Schankstättengesetz ober im Gesetz zum Schutz der Jugend gegen Mißbrauch des Alkoholgenusses das sog. Gemeindebeftimmungsrecht mit einzuführen. Das Gemeindebestimmungsrecht führt zur Vernichtung des Gastwirtegewerbes, zur Vernichtung der wichtigen Gärungsinduftrie, des Weinbaues und Weinhandels, zur Vernichtung der Existenz vieler Hunderttausender Angestellter und Arbeitnehmer dieser Betriebe, ohne daß dadurch der Zweck, den Mißbrauch des Alkohols zu verhindern, erfüllt wird. Die Ablehnung des Gemeindebeftimmmungsrechts bedeutet keineswegs die Ablehnung der Bekämpfung des Alkoholmißbrauches. Es ist jedoch hierfür ein untaugliches Mittel. Wir fordern zur Bekämpfung des Alkoholmißbrauches: 1. Die Verbesserung des Schankkonzessionswesens und der Beibehaltung der Fragen des öffentlichen Bedürfnisses, unter entscheidender Mitwirkung des Gastwirtegewerbes. 2. Erhöhten Schutz der Jugend, gemäß bes vorliegenden Strafgesetzentwurfes/'
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