Ragout kili, das statt aus Geflügel ober Kalb- fleijd) lediglich aus einem 01 e m i [ ch von Q » h - enter und Steinpilzen bestand, den Gästen verabreichte, wurde vom erweiterten Schöffen- ß e r i d) t wegen Vergebens gegen das Nahrungs- mittelgafetz zu 1000 Mark (9 e (b ft r n f e verurteilt.
Wirtschaft.
Die deutsche Kohlenproduktion im Jahre 1925.
Nachdem nunmehr aus allen Fördergebieten die Produktionszifsern für den Monat Dezember vvr- liegcn, werden seitens des Statistischen Reichsamtes die Gesamtziffern der K 0 h l e n p r o d u k t i o n des d e u t s ch en Reiches im Jahre 1 925 bekanntgegeben. Danach wurden bei sämtlichen Kohlenarten die Erzeugungsziffern des Vorjahres erheblich übertroffen, gegen 1913 aber nur eine Steigerung der Braunkohienerzeugung und daher auch der PresEohlenfabrikation aus Braunkohlen erzielt. Im einzelnen belief sich im vergangenen Jahr die Produktion an Steinkohlen im Deutschen Reiche ohne das Saargebiet auf 132 729 097 Tonnen (i. 23. 118 828 624 Tonnen; 1913 auf dem jefoigen Gebiets- umfong 140 753 156 Tonnen), an Braunkohlen auf 139789 714 Tonnen (1924: 124 345 489 Tonnen; 1913 87 228 070 Tonnen), an Koks auf 26 810 094 Tonnen (1924: 23719541 Tonnen; 1913: 31 667 515 Tonnen, an Preßkohlen aus Steinkohlen 5 003 430 Tonnen (1924: 3 812 916 Tonnen; 1913: 6 490 300 Tonnen), an Preßkohlen aus Braunkohlen — auch Naßpreßsteine — auf 33 632 752 Tonnen (1924: 29 665 075 Tonnen; 1913: 21 976 744 Tonnen). Bei den Ziffern des Jahres 1913 ist hierbei immer die Erzeugung des heutigen Gebietsumfanges (ohne Saargebiet) eingesetzt. Die Praduktionsziffem des Deutschen Reiches in feinem Varkriegsumfang stellten sich 1913, wie zum Vergleich angeführt sei, folgendermaßen dar: Steinkohlen 190 109 440 Tonnen, Braunkohlen 87 233 084 Tonnen, Koks 34 630 403 Tonnen, Preßkohlen aus Steinkohlen 6 992 510 Io., Preßkohlen aus Braunkohlen (auch Naßpreßsteine) 21 976 744 Tonnen.
*
* Die Erwerbslosigkeit in Hessen, Hessen-Nassau und Waldeck. Das Landesamt für Arbeitsvermittlung in Frankfurt a. M. schreibt uns: In der ersten Januarhälfte ist die Zahl der durch die Erwerbslosenfürsarye unterstützten Personen (Hauptunterstützungsempfänger) nicht so stark gestiegen, als in der vorhergehenden Zählperiode (15. 2. 1925 bis 1. 1. 1926). In Hessen, Hessen-Nassau und Waldeck waren am 15. Januar vorhanden: 121 433 Hauptunterstützungsempfänger (am 1. Januar 104 163). Die Steigerung beträgt 16,6 Prozent gegen rund 42 Prozent in der zweiten De- zemberhälfte. Die Zahl der Zuschlaasempsänger (mit- unterstützte Familienangehörige) stieg in derselben Zeit von 131 232 auf 153 041. Auf den Freistaat Hessen entfallen davon 52 984 Hauptunterstützungsempfänger und 62 367 Zuschlagsempfänger, auf den Bezirk Wetzlar 2332 dzw. 4007. Mit Notstaddsarbeiten, die aus Mitteln der Erwerbslosenfürsorge gefördert oder für die Zuschüsse in Form von Darlehen gewährt wurden, waren am 15. Januar insgesamt 3590 Erwerbslose beschäftigt, die in den obigen Zahlen nicht mitenthalten sind.
* Konkurse im Januar. Daß der Höhepunkt der Krise noch nicht überschritten ist, geht aus den Ziffern der Konkurseröffnungen hervor, die sich noch immer in steigender Richtung bewegen. Es sind nach einer Zusammenstellung |ber Finanzzeitschrist „Die Dank" im Januar 2104 Konkurse eröffnet worden, also wesentlich mehr I-als im Vormonat, obwohl die Dezemberziffer (1683) bereits einen Rekord darstellte. Auch die »Geschästsaussichten sind weiter gestiegen, und zwar von 1397 auf 1573.
• Der Verkauf der Stinnesflotte. Zu dem Ankauf der Stinnesflotte durch die Deutsch - australische Dampfschiffahrtsgesellschast wird noch gemeldet, daß der Kaufpreis 27 Millionen Reichsmark beträgt. Unter Berücksichtigung der Belastung des Schiffsparks durch Hypotheken usw. ergibt sich ein Barzugang an die Liquidationskasse von rund 6 Millionen Reichsmark. Auf Grund dieses Barzugangs und des Erlöses des Verkaufs der Koholyt A.-G. ist nunmehr beschlossen worden, die Gründung der Stinnes-Kohlenhandelsgesellschaft vorläufig zurückzustellen, da zur Zeit kein Anlaß mehr vorliegt, eine Gründung mit fremder Beteiligung
Sein oder Nichtsein.
(Ein Kriminalroman von der Wasserkante.
Von Moritz Schäfer.
9. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
„Nun, und Andrea?"
„Ich weiß nicht. Jrn Anfang mochte sie ihn auch nicht leiden —"
,Und jetzt?"
Ohne die Frage zu beantworten, warf sich Margot impulsiv dem alten Herrn an die Brust. „Ach, Onkel Otto," schluchzte sie auf, „ich fürchte, dieser Menlch bringt Unglück über uns!"
Mit unendlicher Behutsamkeit streichelte Hinriks über den blonden Scheitel seines Lieblings. „Sei ruhig, Kind," sagte er leise, „ich werde wachen!"
Margot senkte den Kopf auf seine Hand und küßte sie. „Mein lieber, guter Onkel Otto", sagte sie, und Tränen verschleierten ihre Stimme.
„Unsinn!" polterte der Alte und zog seine Pranke zurück. Dann fragte er: „Kommst du heut nachmittag ein bißchen heraus zu mir?"
„Ach, wie gern!" entgegnete die Blinde, rasch getröstet. „Bei dir ist's zu schön, Onkelchen!"
„In meinem schmucklosen Kasten, lütt Dem?"
„Schmucklos ist dein Häuschen gewiß nicht, Onkel Otto. Der Seedorn wird ja auch bald Knospen tragen, und bunte Winden ranken sich auf. Die kann ich freilich nicht mehr sehen, ober wenn ich bei dir auf der Veranda sitze und die Sonne scheint und die Wellen rauschen, dann kommt es über mich wie ein Traum von Glück."
„Wenn die Wetten rauschen, ja, das ist schön. Das ist ein Heimatgruß, den möchf ich nie entbehren."
„Sag', Onkel, warst du auch schon in Aegypten?" Die Frage fiel rasch, und lebhafte Spannung matte sich in Margots Zügen.
„In Aegypten?" Der Kapitän schmunzelte. „Das will ich meinen, Kind! „Bis zum zweiten Katarakt hab' ich mich 'raufgelotst. Ob wohl Heinz Wallot auch soweit hinauf kann?"
Es war wie ein Aufjubeln in Margots Stimme, als sie den Namen wiederholte: „Heinz Wallot!"
Immer breiter wurde das freundlich lächelnde Gesicht des Alten, als ihm das junge Mädchen jetzt
zu betreiben. Nach einer Mitteilung des „Berliner Tageblattes" wird durch die Angliederung Der Stinnes-Reederei die Deutsch-australische uno Kosmos-Linie über einen Schiffsparl von über 320 000 Tonnen verfügen und damit an die dritte Stelle der Reihenfolge der deutschen Großschiff- sahrtsllnternehmen rücken.
* Dollar-Anleihe der Ber l iner Elektrizitätswerke. Die Berliner städtischen Elektrizitätswerke A. G. haben mit dem Bankhaus Hallgarten und Co. in New Bork die Verhandlungen über eine Anleihe von rund drei Millionen Dollar zum Abschluß gebracht. Die Schuldverschreibungen sind im Gesamtnennbetrag von einer Million Dollar nach Ablauf von zwei Jahren und im Gesamtnehnbetrag von zwei Millionen Dollar nach drei Jahren fällig.
Börsenkurse.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluu- Uur»
l-Uhe- Mute
Schluß- finr*
Anfang U
'Datum:
BO. 1.
1. i.
30. 1.
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0.25
1 0.261
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1 0.205
0 285
0,265
0 2675
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11.31
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0,3425
0,3525
Deutsche Lparpramicnanlcihe
—
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•i’/o Preussische KonsolS . . .
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Dcusiche Werth. Dollar-Anl. dto. Doll -Schatz-Loweisng.*)
90.2.»
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Berliner Handelsgesellschaft. Commerz, und Privat-Bonk
141,5*
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Darmst. und Naiionaldank .
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-
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Mitteldeutsche Kreditbank. . Oestcrreichische Kreditanstalt
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Bochumer Hab ■ .......
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—
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98*
Deutsch Luxemburg .....
Gelsenkirchener Bergwerke. .
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Harpcner Bergbau......
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Kaliwerk Westeregeln.....
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125.5
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39,75
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40
Obcrbedarf....... . . . .
Phönix Bergbau .......
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49.5*
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73,75*
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74,25*
Wcbcrt Montan........
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84
88
85,5
90
Hamburg-Amerika Paket. . .
Norddeutscher Llovd . ...
122* 135'
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134,5*
121.5*
136*
Theramtsche Werke Albt« . .
Zementwerk Heidelberg . . .
—
_
71
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Philipp Holzmann......
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—
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67,75
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Matnkraftwerke .....
87,5*
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Siemens & HalSse ......
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105*
86,25*
101,7*
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Adlcrwerkc wiener ......
84
37
02 75 34.5
37.5
85,13
Daimler Motoren. ......
34,5
23
35,5
Hevligenftaedi.........
Mcguin. ......... .
30
80,25
Motorenwerke Mannheim .
'-I
—
Frankfurter Armaturen . . .
Konservenfabrik Brann . .
________ 1
—
—
101
56,65
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Schuhfabrik Her«..... .
20 25 i
—
20,5
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Sichel..............
_
.HcÖftoff Daldhof.......
96
42,6
97
96,25
42
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Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäukel . . .
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbenchi des ..Gießener Anzeigers".)
Berlin, 1. Febr. Die Börse begann in der neuen Woche in sehr festen Tendenz. Die Kurie lagen an den Terminmärkten etwa 1 bis 2 Prozent über den letzten Schlußnotierungen. Auch die variablen Werte hatten gleichartige Steigerungen zu verzeichnen, lieber das Maß dieser Gewinne gingen die einiger Soezialwerte hinaus. So bestand für Schutzgebietsanleihen und Kolonialwerte starkes Interesse. Schutzgebiet zogen bis auf 7,25 an. Von Kolonialwerten zogen Südsee, die vorbörslich noch mit 33 gehandelt wurden, inerhalb weniger Minuten auf 39 an. Stärker beachtet wurden außerdem Kriegsanleihe (0,265), ferner der Markt der Oel-Papiere, die Mehrzahl der Elektrowerte infolge der bekannten Erwartungen einer Kombination inner-
mit fliegendem Atem erzählte, daß man Heinz Wallot aus Aegypten zurückerwarte. „Ja," nickte der Kapitän und strich Margot über die heißen Wangen, „Heinz Wallot ist ein Mann von echtem Schrot und Korn; nicht so ein Windhund wie dieser Mühlfeld. Den Heinz — ja, den gönn' ich dir, Mädchen!"
„Onkel Otto!" Ein leiesr Aufschrei, und abermals barg die Blinde ihr blutübergossenes Köpfchen an Hinriks Brust.
„Wat denn, Kinnina?" Der alte Herr war ganz verlegen und fing an stark zu poltern, wie immer, wenn er seine Gefühle zu verbergen wünschte. „Du bringst mich ja in 'ne feine Situatschon! Wat soll denn Vatting sagen, wenn hei so ganz taufällig us'm Fenster kiekt und sieht uns hier lebende Bilder stellen? Aeverst," und er hob seiner kleinen Freundin das Köpfchen hoch — „wat nu deinen Heinz Wallot betrifft, so ist bat wirklich 'n ganzen Kirl! Allen Respekt vor dem — und dir, lütt Dem, meine Gratulatschon!"
Margot stammelte in lieblicher Verwirrung: „Onkel Otto, das darfst du niemandem sagen, hörst du, niemand!"
„Gott fall ml bewahren!"
Da kam es wie ein Hauch von des Kindes Lippen: „Denn jetzt bin ich ja blind, da ist doch alles zu Ende!"
„Nein, nein, Süßing", energisch schüttelte der Kapitän den Kopf. „Da kenn' ich Heinzen besser!"
„Sei still, Onkel Otto," flehte die Blinde, „ich werde mein Geheimnis für mich behalten, und außer dir darf es keiner, keiner wissen!"
„Bis er's dir selber entlockt!"
„Nein, nein — du sollst so was nicht sagen!"
„Wenn's aber doch die Wahrheit ist?"
„Nein, ich will nicht — da laufe ich dir davon!" Sicheren Schrittes eilte das Mädchen durch den Garten dem Haufe zu.
„Aber, Kinning, du wirft fallen!" rief ihm Hinriks sorgend zu.
„Hier? —" Margot blieb einen Augenblick stehen. „Hier, wo ich jeden Schritt und Tritt kenne? Hasch' mich doch, Onkel Otto, wenn dr kannst! Du fängst mich ja doch nicht!"
Sie hatte ihre heitere Unbefangenheit wieder- gesunden und eilte wie ein Reh davon. Eben war sie im Haus verschwunden, da erschien Lorenzen aus dem Seitenflügel. Auch er wollte sich noch den
halb der deutschen Elektro-Jndustrie unter Bevor zotzung einer befreundeten amerikanischen Elektri- Utätsgruppe, und schließlich Montan Aktien. Unter Führung dieser eben genannten Werte tonnten auch die 'Jlebengebiete später noch weiter an« ziehen. Die noch ansteigende Zahl der K o n k u r s e in Deutschland und neuerdings vorliegende vorsichtigere Beurteilungen der deutschen Wirtschaftslage konnten die optimistische Stimmung kaum beeinträchtigen. Am Geldmarkt war Tagesgeld noch etwas gefragt zu 7,50 bis 9 Prozent, Monatsgeld nominell 8 bis 9 Prozent, es fanden hierin aber kaum Umsätze statt. Im Devisen- verkehr hörte man die bisherigen Kurse.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
_____________(Ohne OetDöbr.)
SO Jan.
1 Hebr.
Amtliche
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Hoti rnng Brief
Amtliche Notierung
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Brief
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168,23
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169,98
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1,734
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Stockholm .
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10,587
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London. .
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4,195
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Japan . . .
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Prag . . . .
12.415
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Belgrad . .
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7,42
7,41
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Budapest. .
5,873
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5,873
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Bulgarien
2,885
2,895
2.885
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Lissabon
21,225
-1,275
21 225
21 '275
Danzig. .
80.90
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8142
Konstantin.
2,202
2,212
2,211
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Athen
5.84
5.86
5.89
5.91
Canada. .
4.188
1,198
4.188
4,198
Uruguay .
4,305
4,315
4.312
4,315
Banknoten.
_____ (Ohne Gewähr.)
Berlin, 30 Jan
Geld
Brief
Amerikanische Noten.....
LIO",
4,215
Belgische Noten........
Dänische Noten .......
19 005 103,93
19 105
101,50
Englische Noten
Französische Noten ......
Holländische Noten ......
20.362
20,462
15,88
15 96
16 7,83
168.67
Italienische Noten ......
Norwegische Noten......
Z'Utsch'Ocstcrr., ä 100 .ffrouen Numanische Noten......
Schwedische Noten ...... Schweizer Noten.......
16 93 85.09 68,93
17,01 85 51
69,23
111,97
112,53
80,88
81/28
Spanische Noten..... .
Tschechoslowakische Noten . .
59,05
12,303
59 35
12.453
Ungarische Noten. . ...
5,8'12
6,872
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 1. Febr. Tendenz. F e st. — Die Börse zeigte auch zu Monats- beginn eine stark aufwärts strebende Effektenbewegung, die ihren Ausgangspunkt vom Montan», Elektro- und Schiffahrtsmarkt nahm, wobei für die Werte dieser Gebiete heute größere Kaufneigung bestand, an der auch das Publikum größeren Anteil nahm. An der Spitze der Haussebewegung standen Elektroaktien. Hier stimulierten Gerüchte, daß die vor dem Kriege bestandenen Beziehungen zwischen der AEG und der amerikanischen General-Elec- tric-ComPanh wieder ausgenommen werden sollen, wodurch für die deutschen elektrischen llnter- nehmungen sich große Vorteile einstellen würden. AEG konnten infolgedessen eine Steigerung von 4 Prozent erzielen. Auch für Montanaktien stellten sich Steigerungen von 2 bis 4 Prozent ein. Chemiewerte, die heute erstmals an der Frankfurter Börse in einem Kurs notiert werden, waren stark begehrt und hatten bei stürmischem Geschäft Avancen bis 2 Prozent aufzuweisen. Bank-Aktien verkehrten in fester Haltung. Unverändert lagen auch Auto- und Maschinenwerte, von denen Kleher von 34 auf 37 anzogen. Zuckeraktien schlossen sich der Aufwärtsbewegung an, Stuttgarter Zucker wiesen eine Steigerung von 4,5 Prozent auf. Der Kassamarkt der Jndustriepapiere war überwiegend fest. Im Verlaufe bewirkten lebhafte Käufe auch für S ch i f f a h r t s a k t i e n bedeutende Kurssteigerungen, wobei Nordloyd um 7 Prozent und HaPag um 2 Prozent höher gingen. Deutsche Anleihen notierten gleich- fallä fester. Kriegsanleihe 0.261, Schutzgebiet 7.175. Der Freiverkehr tendierte fest. Api 0,4, Beckerftahl 47 Proz., Deckerkohle 52 Proz.,
Benz 33 Proz.. Drown-Boveri 62 Entreprise 9, Growag 50 Proz.. Krügershall 89 Proz. Der weitere Verlauf blieb zuversichtlich. Zwar kam es vereinzelt zu Schwanlungen, doch behielt immer wieder die s e st e r e T e n d e n z die Oberhand. Das Geschäft blieb unverändert lebhaft. Der Geldmarkt ist noch etwas angespannt, doch machen sich bereits Anzeichen eines größeren Angebotes bemerkbar. Monatsgeld ist unverändert 7 bis 91/, Proz. je Adresse. Bankdiskonten 6 bis 6% Proz., Industrie-Akzepte Z’/2 Proz. .Im Devisen verkehr liegt das englisöFr Pfund fest. Paris notierte gegen London 129,20. Die übrigen Valuten sind unverändert.
Frankfurter ©ctreibcbbiic.
Frankfurt a. M., 1. Febr. Cs wurden notiert: Weizen, Wetterauer 27. Roggen, inländ. 17,75 bis 18, Sommergerste für Brauzwecke 21,50 bis 23,50, Hafer, inländ. 18,50 bis 21,50, Mais, gelb 19,50 bis 19,75, Weizenmehl, inländ., Spez. 0 40,75 bis 41,25, Roggenmehl 26 bis 26,50, Weizenkleie 10,75 bis 11. Roggenkleie 11 bis 11,25, Erbsen 28 bis 34, Linsen 40 bis TOr^jeu. südd.» gut, trocken 9,50, Weizen- und Roggenstroh 5 bis 6, Treber, getrocknet 17,50 bis 18. Tendenz stetig,
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 1. Februar. Auftrieb: 1201 Stück Rinder, darunter 327 Ochsen, 44 Dullen. 830 Färsen und Kühe, 379 Kälber, 92 Schafe, 4147 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Rinder- Ochsen, vollfleischigs ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 46 bis 53, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 36 bis 45, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 30 bis 35; Bullen, vollst, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 40 bis 48, vollfl. jüngere 35 bis 39; Färsen und Kühe, vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 46 bis 53, vollfl. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 38 bis 44, wenig gut entwickelte Färsen 35 bis 45, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 28 bis 37, mäßig genährte Kühe und Färsen 20 bis 27. gering genährte Kühe urtö Färsen 15 bis 20. Kälber: Feinste Mastkälbee 65 bis 70, mittlere Mast- und beste Saugkälbev 58 bis 64. geringere Mast- und gute Saugkälber 48 bis 57, geringe Saugkälber 35 bis 47, Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 42 bis 48, geringere Masthämmel und Schafe 33 bis 41. mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 25 bis 30. Schweine: Vollfl. von 80 bis 100 Kg. 73 bis 75, unter 80 Kg. 65 bis 72, von 100 bis 120 Kg. 74 bis 76, von 120 bis 150 Kg. 73 bis 75, unreine Sauen und geschnittene Eber 55 bis 65. Marktverlauf: Sperrmarkt bei alle« Viehgattungen, bei Schweinen äleberstand.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Rmschau".)
Dienstag, 2. Februar:
2.30—4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Neue Operetten. 6—6.30 Uhr: Die Lefestunde: Aus dem Roman „Pitt und Fox" von Friedrich Huch. 6.30—7 Uhr: Uebertragung von Kassel: Volkswirt Bruno Jacob, B. D. V., spricht über „Reifeeindrücke aus Südslawien". 7—7.30 Uhr: Funkhochschule Frankfurt a. M.: „Was will der Arzt in der Schule?", Vortrag von Stadtmedizinalrat Dr. Hagen. 7.30—8 Uhr: Frankfurt a. M.: „Die Grundlagen der chinesischen Kultur IV", Vortrag von Professor Wilhelm. 8 Uhr: Uebertragung von Berlin: „Der Gauklerkönig", Operette in 3 Teilen von Jean Gilbert.
Sauen-
verleiht rosiges, Jugendfrischei Antlitz u. ein rein. zartcrTcint Alles dies erzeugt die echte
8» SL 6L ASfödötipfErd-Safo
KÄ uW - 4 Ä die beste Lilienmilchseife Vi Bergmann & Co., Radebeul.
Oberin zu haben
Kreni-Drog. August Noll, Nenstadt-Droij. Eans Nell P. J. lilöbs, Seifenfabrik, Germania-Drog. C. Seibel Adler-Drogerie W. Waldschmidi, Drogerie Georg Wallenlela, Drogerie Otto WiatorhoIL 27c
für Hanger, Sporisleute, Raucher
Wohnräumen begeben, da entdeckte er den Kapitän.
„Na nu, Hinriks," rief er, „was treiben S i e denn hier?"
„Ich hab' meinem Liebling Gesellschaft geleistet."
„Margot? Hat sie Ihnen gesagt?"
„Was? Daß Wallot zurückkommt? Das soll wohl so sein! Das Kind ist ja außer sich vor Freude."
„Hm. Na ja." Leicht verärgert spottete es der Alte nach. „Scheint Ihnen nicht recht zu sein, Lorenzen, was?"
Der Bankier schaute bedenklich drein. „Es ist zweifellos," sagte er dann erregt, „daß Margot eine Neiaung zu dem jungen Manne spürt — doch ich fürchte —"
„Fürchten! Da gibt’s gar nichts zu fürchten!" polterte der Kapitän. „Das Mädchen mit feinen erloschenen Augen sieht uns allen ins Herz. Bei Wallot wird sie kein Fehl entdecken."
„Alles schön und gut. Aber es ist doch schließlich eine unglückliche Neigung. Ich meine, man sollte des Kindes Gedanken ablenken!"
„I, warum nicht gar! Lasten Sie ihr doch ruhig ihr Ideal! Margot braucht einen Menschen, an dem sie sich aufrichtet. Die Atmosphäre hier im Hause drückt sie nieder."
„Hinriks!"
„Na ja doch! Nur nicht gereizt sein! Glauben Sie denn.Lorenzen, das Kind fühtt's nicht, wie Sie mit Andrea stehen?"
„Ich liebe sie aufrichtig und wahr!"
„Weiß ich! Und sie teilt Ihre Empfindungen!"
„Na also!"
„Und dennoch ist etwas zwischen euch getreten, Lorenzen, was euch trennt. Weshalb haben Sie kein Vertrauen zu Ihrer Frau?"
„Aber, Kapitän!"
„Ausreden lasten — Potz Donner und Sturm!"
/Tiber nicht hier auf dem Präsentierbrett. Kommen Sie mit ins Haus."
Brummend folgte der Seemann dem Bankier nach dessen Herrenzimmer. Lorenzen drückte ihn in einen Klubsessel und bot ihm eine Zigarre an.
„Danke," knurrte Hinriks, „ick treck min Pip vor."
„Damit kann ich freilich nicht dienen. Aber es ist Frühstuckszeit. Wenn ich Ihnen einen Imbiß anbieten darf —"
„'nen Schluck Rotspon schlag' ich nicht ab. So, danke, nur halbooll! Prost, Lorenzen! Wir wollen
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UNS wieder vertragen! Aber was ich gesagt habe, sollten Sie man beherzigen! Sie wissen's ja auch selbst ganz gut. Eure Ehe, die sich so schön anließ, hat ’nen lütten Rammschaden trügen. Das ist doch nicht wegzuleugnen! Irgend etwas ist euch gegen die Planken gefahren. Nun ist's an Ihnen, die ramponierte Stelle auszuflicken, bevor's ein Leck gibt.
„Aber ich versichere —"
„Beim Klabautermann, Lorenzen, versichern Sie gar nichts! Ich bin gewiß der Letzte, der sich in eure Privatangelegenheiten 'reinmischt. Mich geht's nichts an, wer und was euch die Suppe versalzen hat. Aber einen guten Rat werden Sie mir nicht übel nehmen, was?"
„Sie haben ein Recht dazu, Onkel Otto."
„Na also. Dann seien Sie vernünftig, Lorenzen. Sprechen Sie sich mal gründlich aus mit Ihrer Frau. Und sagen Sie ihr auch, wie es mit Ihren Geschäften steht."
„Mit — meinen Geschäften? — Wieso?"
„Kein Versteckspielen, mein Lieber! Daß Sie schwere Sorgen haben, steht ja auf Ihrem Gesichte geschrieben. Und das übrige trägt bereits der Klatsch durch alle Gassen."
Lorenzen erschrak. „Was?" rief er mit bebender Stimme, „soweit ist es bereits gekommen? Aber, nein, nein, nein — ich hab' gar keine Sorgen mehr! Freilich, Kapitän, Sie sollen es wissen. Ich st a n d dicht vor dem Ruin."
„Sie st a n d e n? Also wär' Ihnen jetzt geholfen?"
„Ja, durch Mühlfeld."
Hinriks pfiff, durch die Zähne, dann sah er Lorenzen starr ins Gesicht unö sagte: „Diese Hilfe hätten Sie nicht annehmen sollen."
„Nicht annehmen sollen? Warum nicht?"
„Ich kenne Mühlfeld. Er ist kein Gentleman." „Sehen Sie, Hinriks, jetzt werden Sie ungerecht, wie es so viele gegen Mühlfeld sind. Ich behaupte, Sie kennen ihn n i ch t. Der Mann hat nur in durchaus uneigennütziger Weise unter die Arme gegriffen. Und zwar nicht zum erstenmal."
„Hm. Wenn nur die Leistung die Honorarforderung wert ist."
„Er verlangt gar feine Gegenleistung!" „O, Sie großes Kind!"
(Fortsetzung folgt.)


