Ausgabe 
31.8.1932 Frühausgabe
 
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S.J.Jpori

Handball-Ergebnisse im Gau Hessen.

M e i st e r k l a s s e: Tv. Heuchelheim Tv. Münchholzhausen 3:6; T. u. Spv. Butzbach gegen Tv. Pohl-Göns 6: 4; Tv. Kirchhain Tv. Goß­felden 2: 2.

^-Klasse: Tv. Garbenteich Tv. Lützel­linden 2:11; Tv. Ortenberg Tv. Gedern 1:3; Tv. Hirzenhain Tv. Bidda 4:10; T. u. Spv. Butzbach'Tv. Kirch-Göns 5:6; Tv. Großen- Duseck Tv. Bieder-Ohmen 13:2.

6-Klasse: Tv. Bauborn Tv. Nieder­girmes II 3:6; Tv. Hochelheim Tv. Lützel­linden II 10:1; Tv. Klein-Linden Tv. Münch­holzhausen II 13:1; Tv. Krofdorf Tv. Groß- Bechtenbach 3:3; Tv. Dornholzhausen Tv. Ebersgöns 1:2; Tv. Gambach Tv. Griedel5: 2; Tv. Niederasphe Tv. Goßfelden II 3:4.

L-Kl ässe: Tv. Heuchelheim II Tv. Krof­dorf II 2:6; Tv. Hochelheim II Tv. Grüningen 2:3.

Jugend-Klasse: Tv. Wetzlar Tv. Münchholzhausen 7:2; Mtv. Gießen Tv. Großen-Linden 13:1.

*

Mtv. Gießen 1. Jugd. Tv. Großen-Linden 1. Jugd. 13:1 (7:1).

Auch die erste Iugendmannschaft trug ihr erstes Berbandsspiel in der neuen Bunde aus. Auf eigenem Platze stand sie der ersten Jugend des Tv. -Großen-Linden gegenüber und konnte eben­falls einen hohen Sieg erringen. Trotzdem die Gäste körperlich stark unterlegen waren, zeigten sie dennoch einen großen Eifer und hielten das Spiel stets offen. Der Schiedsrichter war gerecht.

Mtv. Gießen I Tv. Dehrn-Limburg I 10:3 (5:1).

Das erste Berbandsspiel in dieserKreisklasse", das am vergangenen Sonntag die Gießener mit der l. Mannschaft des Tv. Dehrn-Limburg, dem Gaumeister des Lahn-Dillgaues, zusammenführte, endete mit einem eindrucksvollen Siege der Gieße­ner Männerturner. Die Mtv.-Mannschaft, der man durch die gezeigten Leistungen ein Gesamtlob aussprechen muß, gewann infolge taktisch und technisch besseren Spieles. Der Torhüter in Ber- bindung mit der Verteidigung arbeitete sehr zu­verlässig. Die Läuferreihe mit ihrem ausgezeich­

neten Mittelläufer war ihrer Aufgabe jederzeit gewachsen, und der Sturm unter Führung von Krämer zeigte gute Kombinationen und Schuß­freudigkeit. Der Gegner versuchte die technischen Mängel durch einen Rieseneifer wettzumachen und konnte so das Spiel offen halten. Schieds­richter Geismar vom Tv. 1846 Gießen hatte ein leichtes Amt.

Spiele der unteren Mannschaften.

Spielvereinigung 1900.

Die Ligareserve absolvierte ein Rückspiel in Grünberg gegen die dortige 1. Elf. Bier bis fünf Ersatzleute konnten der Schlagkraft der Gie­ßener keinen Abbruch tun. Mit 6:1 (Halbzeit 2:1) blieben die Blauweißen überlegener Sieger. Auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe trug die 4. Mannschaft ein Rückspiel gegen Biebers 1. Elf aus. Die Gäste mußten die äeberlegenheit der 1900er anerkennen, die mit 7:4 (Halbzeit 5:2) einen eindrucksvollen Sieg errangen, zugleich der erste in der neuen Spielsaison. Auch die 5. Mann­schaft konnte die Begegnung gegen Dutenhofens 2. Elf (ebenfalls ein noch ausstehendes Rückspiel) nach guten Leistungen mit 3: 1 Treffern siegreich gestalten.

VfB. Gießen.

Die Ligareserve gewann gegen FC. Flensungen mit 4:0 Toren.

Die Gäste gaben einen achtbaren Gegner ab, der sich jedoch gegen die routinierteren VfBer nicht durchsetzen konnte. Ter Sieg hätte für Bf'D- höher ausfallen können. Die 3. Mannschaft verlor gegenSportfreunde" Wehlar-Borstadt 0: 1. Es war ein Spiel der verpaßten Gelegenheiten für den BfB. Die neu aufgestellte Elf der Gäste schoß zu Beginn ihr Tor. Bon da ab war VfB. zu­meist tonangebend, aber die bestgemeinten Schüsse gingen darüber und daneben. BfB. hätte das Spiel unbedingt gewinnen müssen. Die AH.° Mannschaft des BfB. trug am Samstag und Sonntag zwei Spiele gegen die gleichen Mann­schaften von Sinn und Burg aus. Beide Male stellten die Gäste den glücklicheren Sieger. Das Spiel gegen Sinn endete 3: 1 für die Gäste, wäh­rend Burg einen knappen 2:1-Sieg landen konnte.

Das Spiel der 1. Jugend fiel aus. Die Schüler spielten gegen die Schüler von Wieseck 1:1.

Sinn und Zweck des Europa-Äundflugs.

Italiens Mißgeschick. Erfahrung und Nutzanwendung.

Noch ist der Europaflug, die wichtigste flugtech­nische Prüfung des Jahres, nicht abgeschlossen, so daß eine endgültige Stellungnahme nicht möglich ist, und doch fordern die bisherigen Ereignisse des Fluges dazu heraus, gewisse Lehren auf Grund schon heute feststehender Tatsachen zu ziehen.

An einem deutschen Siege ist nicht mehr zu zwei­feln, und dieser Erfolg ist um so erfreulicher, weil er den endgültigen Gewinn der Europaflug- Trophäe für Deutschland bedeutet. Aber die Vor­freude wird ein wenig getrübt durch das Aus­scheiden der italienischen Fliegerstaffel, die bei den Vorprüfungen so außerordentlich günstig abgeschlos­sen hatte. Es wäre auch falsch, die großartige Leistung des deutschen Fliegers Oberleutnant Seidemann, der die zweite Etappe des Europarundfluges von Rom nach Paris über 2460,4 Kilometer in einem Tage zurücklegte, anders zu bewerten, denn als eine erstaunliche Rekord­leistung.

Rekorde aber haben mit dem Europarundflug wenig zu schaffen, dessen eigentliche Aufgabe es sein soll, hochwertige Reisemaschinen heraus­zubilden.

Soll die Ausschreibung eines Wettbewerbs wie des Europafluges wirklich Sinn haben, so darf nicht der Sieg einer schnellen Rennmaschine, sondern der einer guten Durchschnitts-Reisemaschine als ent­scheidend gefeiert werden.

Aus diesem Grunde auch muß der Entschluß des italienischen Luftfahrtministers B a l b o , die italieni­schen Maschinen aus dem weiteren Verlauf des Fluges herauszunehmen, nachdem einige schwere Unfälle die nur sehr bedingte Tauglichkeit der von den Fliegern verwendeten Breda-Maschinen für Langstreckenflüge erwiesen hatten, aufs Wärmste begrüßt werden. Der italienische' Massenflug nach Südamerika, der noch in allgemeiner Erinnerung sein dürfte, hat Balbo in manchen Krei­sen den Ruf verschafft, daß er um des italienischen Prestiges willen besonderen Wert auf Rekordleistun­gen lege, um die Fähigkeit seiner Piloten zu demon- , strieren. Hätte es noch eines Beweises bedurft, daß |

dem nicht so ist, so ist er durch das von Balbo erzwungene Ausscheiden der italienischen Maschinen erwiesen worden. Dabei muß dieses eingestandene Versagen der italienischen Maschinen in ihrer Hei­mat um so schmerzlicher berühren, als kaum eine andere Fliegerstaffel jemals so gut ausgerüstet war. Ein dreimotoriges Flugzeug, das alle Ersatzteile und bewahrte Mechaniker an Bord hatte, begleitete das italienische Team, und die erfolgreichen Vorprüfun­gen hatten das fliegerische Können und die Bravour der italienischen Piloten eindeutig gezeigt.

Das Versagen muß also fraglos den italienischen Maschinen zugeschrieben werden, die offensichtlich so konstruiert waren, daß ihre Geschwindigkeit auf Kosten der Sicherheit übermäßig gesteigert war.

Es ist nun einmal so, daß sehr schnelle Flug­zeuge, die einen verhältnismäßig leichten Motor haben, bei hohen Geschwindigkeiten unruhig werden und zuspringen" beginnen.

Auf diese Weise entstehen Schwingungen, denen un­ter Umständen die Stabilität der Tragflächen nicht gewachsen ist. Nicht weniger als drei der italieni­schen Maschinen sind auf diese Weise zu Bruch ge­gangen, und es ist vielleicht noch ein großes Glück, daß auf Grund von ganz ähnlichen Unfäl­len zweier deutscher Messerschmitt-Maschinen un­mittelbar vor dem Europaflug ein Startverbot für diesen Flugzeugtyp erging.

Es wäre nun allerdings falsch, den deutschen und italienischen Flugzeugbauern einen Vorwurf aus den bisherigen Unfällen zu machen oder sie gar der Fahrlässigkeit zu zeihen. Die Konstrukteure haben ihr Bestes geben wollen, und wenn dieses Beste nicht gut war, so lag es eben daran, daß noch nicht genügend grundlegende Erfahrungen gesammelt waren. Heute aber liegen diese Erfahrungen vor, und mit vier Menschenleben sind sie mehr als teuer bezahlt worden.

Auf Grund dieser Erfahrungen ist es nötig, festzuslellen, daß von den am Europaflug teil­nehmenden Maschinen keine einzige wirklich vollständig jenem Typ einer idealen Reise­

maschine entspricht, die heranzuzüchlen der Sinn des Wettbewerbes ist.

Die meisten Flugzeuge, die heute noch im Rennen liegen, sind hochgezüchtete, außerordentlich empfind­liche Maschinen, die nur in die Hand von außer­gewöhnlich erprobten Fliegern gehören, nicht aber in die normaler Sportflieger. Es wird nötig sein, die Bedingungen für den nächsten Wettbewerb dieser Art wesentlich abzuän­

dern, wenn nicht wieder so bedauerliche Zwischen» fälle wie in diesem Jahr den Ablauf des Europa­fluges grausam unterbrechen sollen. Opfer um des Fortschritts willen sind in der Geschichte der Fliegerei mehr als genug gebracht worden. Daß sie rzicht nutz­los sein mögen, ist der Wunsch aller interessierten Kreise, und aus diesem Grunde darf man wohl hoffen, daß der nächste Europaflug weniger lehrt und mehr bestätigt als der nunmehr vor dem Ab­schluß stehende. K. Seidel.

Gaufraueniurnen trotz Wind und Regen.

Eine Großveranstaltung der TO. in Bad-Nauheim.

Das 12. Gaufrauenturnen, das der Gau Hessen DT. am Sonntag in Dad°Bauheim veranstaltete, nahm am Samstag einen verheißungsvollen An­fang mit einem Begrüßungsabend, bei dem jedoch das Wort ganz zurücktrat und die Tat bewies, wie vielseitig und formenreich das deutsche Frauenturnen ist. Bachdem der Vorsitzende der Dad-Bauheimer Turnerschaft, Kunstgraphiker Franzotto K u t s ch e r, die Gäste aus dem Hessen­gau begrüßt und den 2. Gauvertreter Schneider (Butzbach) für die gute Zurüstung der Veranstal­tung gedankt hatte, zeugten die Sondervorfüh­rungen von nahezu 20 Gauvereinen von recht hochwertigen Leistungen.

Auf dem geräumigen Schulhofe der Stadtschule ging es am Sonntag nach der von Pfarrer Schäfer gehaltenen Mordenandacht an die Wettkampfarbeit. 3n 22 Riegen stellten sich nahezu 400 Turnerinnen aus 34 Gauvereinen den Kampfrichtern und fügten sich willig den besonderen Befehlsmaßnahmen, die der umsichtige Leiter, ® auf rauentu rntoart Paul (Gießen) an- ordnen mußte, als der stundenlang anhaltende starke Gewitterregen den erwarteten flotten Ab­lauf nicht unwesentlich störte. Es blieb aber alles in vorbildlicher turnerischer Zucht auf feinem Platz, und der Wettkampf wurde allen Gewalten zum Trotz durchgeführt. Die gemischten Mehr­kämpfe mutzten sich dabei allerdings die Strei­chung der volkstümlichen Hebungen gefallen lassen, so datz aus den vorgeschriebenen Zehn­kämpfen reine Geräte-Siebenkämpfe wurden. Die Turnerinnen hingegen, die nur oen volkstüm­

lichen Vierkampf belegt hatten, waren noch gerade zu Ende gekommen, als die Kampfleitung sich ent- schloß, das Volks turnen einzustellen. Dadurch kam beispielsweise die Favoritin Else Dickelhaupt vom Mtv. Gießen um den ihr sicheren Sieg im Vierkampf, hat aber mit dem 4. Rang im Sieben­kampf bewiesen, datz sie auch am Gerät tüchtig ist.

Bach einem Werbeumzug gestaltete sich das große Schauturnen im Rahmen der schönen Trinkkuranlage zu einem eindrucks­vollen Ergebnis. Volkstänze, Keulenübungen, Sondervorführungen einzelner Vereine und die allgemeinen Freiübungen füllten den Bachmittag aus und warben dem Frauenturnen gewih neue Freunde. Zur abschlietzenden Siegerehrung dankte Ehren-Gauoberturnwart Will der Turnerstadt Dad-Bauheim und zollte den Turnerinnen ver­diente Anerkennung für ihr Aushalten, dem Gau- f rauen tu rntoart aber Dank für feine umsichtige Leitung, ©aufrauenturntoart Paul mahnte in inhaltreichen Ausführungen zum opferbereiten Dienst in der Volksgemeinschaft. Zum Schlutz er­klang, gemeinsam gesungen, das Deutschlandlied.

Die Ergebnisse folgen.

*

Erfolg einer Gießener DT.-Schwimme­rin. Bei dem am vorigen Sonntag abgehaltenen StromschwimmenQuer durch Frankfurt", das über eine Strecke von 2600 Meter führte, gelang es der Turnerin Elisabeth S i e ck vom Turn­verein 1846 Gießen in der Klasse 3 unter 35 Be­werberinnen den 11. Sieg zu erringen.

Wirtschaft.

Oer Erfolg des deutschen Automobil- Exports 4929-1932.

3m ersten Halbjahre 1932 wurden, verglichen mit derselben Zeit der Vorjahre, an Personen- und Lastwagen aus Deutschland (jeweils im ersten Halbjahr) exportiert: 1929 3353, 1930 3404, 1931 = 4989, 1932 = 5950.

Der Export ist also von 3353 im ersten Halb­jahre 1929 ausgeführten Automobilen auf 5950 im gleichen Zeitraum 1932, das heißt um 78 Pro­zent, gestiegen. Von 1930 auf 1931 (erste Halb­jahre) beträgt die Steigerung 63 Prozent und für die vollen 3ahre sogar 98 Prozent. Die Aus­fuhr ist also trotz der Weltkrise fast verdop­pelt worden. Dem gegenüber hat die Ausfuhr der Automobil-Industrie der gesamten übrigen Welt nicht nur keine Steigerung erfahren, son­dern Rückschläge erlitten, die zwischen 14 und 44 Prozent schwanken.

Verglichen hiermit und mit der zunehmenden Schrumpfung des deutschen Inland - Absatzes, der in den ersten Halbjahren 1929 auf 1932 von 70218 auf 23 458 Wagen gesun­ken ist, stellt diese stetige Auswärtsbewegung des Ausland-Absatzes einen ungewöhnlichen Erfolg dar. Sie ist ein Zeichen dafür, daß die deutsche Automobil-Industrie sich auf dem richtigen Wege , befindet in ihren Bemühungen, den Export-Markt, der so gut wie verloren war, wieder zu gewinnen.

Der Erfolg beruht zunächst auf der grundlegenden Erkenntnis, daß auch im Auslande der mittel- ftarke wirtschaftliche Gebrauchswagen mit günstigstem VerhältnisQualität zu Preis" verlangt wird. Einen solchen Wagen zu schaffen, ist den führenden deutschen Automobilfirmen gelungen, wodurch zugleich ein neuer europäischer Standard ausgestellt worden ist.

Man hat anderseits erkennen müssen, daß auch der beste Gebrauchswagen auf die Dauer im Aus­lande unverkäuflich ist, wenn nicht in den Absatz­gebieten eine ausgedehnte Händlerorganisation zur Verfügung steht, die allenthalben für Kunden- dienst und prompte Ersatzteilbeschaf­fung sorgt. In diesem Zusammenhänge ist es inter­essant, daß 68 v. H. aller im ersten Halbjahr 1932 ausgeführten Automobile, nämlich 4036 von 5950, Opelwagen waren, so daß der ungewöhnliche Erfolg des deutschen Automobilexports ausschließlich auf

den Anteil der Opelwagen zurückzuführen ist. Ohne diesen wäre auch der deutsche Automobilexport von dem allgemeinen Rückschlag nicht verschont geblieben. Das Rüsselsheimer Werk darf für sich in Anspruch nehmen, durch den Absatz seiner von deutschen Ar­beitern aus deutschem Material hergestellten Erzeug­nisse im Ausland der deutschen Volkswirtschaft in immer steigendem Maße Gewinne zugeführt zu haben, die ihr andernfalls nicht zugeflossen wären. In Südafrika, in China, in Japan, in Südamerika, in den außerdeutschen Ländern Europas, überall ist dank der Verkaufs- und Kundendienstorganisation der Adam Opel AG. der deutsche Kraftwagen wieder auf dem Markte.

* Sie Z e l l st o f f - A G. Aschaffenburg genehmigte ohne Debatte den Verlustabschluß und die übrigen Regularien. Im laufenden Jahre hat die deutsche Zellstoffindustrie nach den Ausführungen des Vorstandes weiter stark durch die Konkurrenz der skandinavischen Länder gelitten, die trotz ihres Valutaverfalles keine erhöhten Jnlandpreise zu ver­zeichnen hätten. Es liege auch im Interesse der deut­schen Forstwirtschaft, wenn die deutsche Regierung der Zellstoffindustrie Hilfestellung leisten würde.

Frankfurter Abendbörse behauptet.

Frankfurt a. M., 30. Aug. In der Abend­börse blieben die Kurse gegen den Berliner Schlutz meist behauptet. Das Geschäft war etwas ruhiger, da das Publikum fehlte. Reichsbank­anteile konnten sich nach dem Rückschlag im Mit­tagsverkehr um 1,5 Proz. erholen und lagen im Verlaufe um weitere 0,75 Proz. höher, ebenso zogen Stahlverein und einige andere Montan­aktien um Bruchteile eines Prozentes an. An den übrigen Marktgebieten überwogen indessen Reali­sationen der Kulisse, was besonders im Verlaufe zu bemerken war. AEG. waren stärker angeboten und gaben über 1 Proz. nach und auch sonst- brodelten die Kurse eher etwas ab. Der bisher ruhige Verlauf in den Parlamenten machte feinen nennenswerten Eindruck.

Der Rentenmarkt stagnierte nahezu voll­kommen bei behaupteten Kursen. Beubesitz 5,40, Altbesih 51,50, Schutzgebiete 4,10, Reichsbank 131, Mannesmann 49,90 bis 50,25. Phönix 20,75 bis 21, Stahlverein 18,25, AEG. 40,75 bis 40, IG- Farben 93,40 bis 93,50 bis 93,40, Siemens 141,50 Hapag 15,90.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfun a.M.

Berlin

Schluß- kurS

Schlupf. Abend­börse

Schluß- lurS

Schlußk. Mittag- börse

Schluß« kurS

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurS

Schlußk. Millag-

Z)afum

29.8.

30.8.

29.8.

30.8.

Dalum

.9.8.

30.8.

29-8.

30.8.

6% Deupche Wcldjsantcitie d.192.

6% ehcm. 7%Dt. Aeichöanl. v.1929

61

68

60,5

67

61

66

60,9

67,13

Vamburg-Amema Paie. .

Hamburg.Südam. Dampsschisj

u

0

16,4

15,9

16,25

31

16

571% Boung-Anlcihe von 1930 .

62

62

62

62,75

Hansa Dampsschiss . .

(

_

_

23,5

16,4

Deutjche Anl.Ablös.-Schuld mit

51,5

51.25

51,4

Norddeutscher Lloyd ....

(

17

16,75

16,75

Auslos.-Rechlen......

51,5

A.G. für Verkehrswesen Akt.

0

43

43,5

42.65

43.13

DeSgl. okine Ausios.-Rcchte . .

5,4

5,4

5,75

5,3

Berliner HandelSgescllschast .

4

90

89

89

90

6% ctjem 8%5>efi. Hoitssftaat 1929

57

Commerz- und Prioat-Bank .

O

53,5

53,5

53,5

(rüdjafjlb. 102%)......

Oberhesjen Provinz-Anleihe mit

56

48,5

57

Tarmslädtcr und Nationalbank Deutsche Bank und

O

18,5

AuSIos.-Rechten......

48

DiSconIo-Gefellschaft. . .

0

75

75

75

61,75

131

Deutjche Komm. Sammelabl.

Dresdner Boni......

0

18,5

134

61,75

129,75

Anleihe Serie 1.......

6% ehem. 8% Franks. Hhp.-Banl

48

48,5

48,4

48,13

Reichsbank........

1:

131

Golvpse. 15 unkündbar bis 1935

68,25

67,5

A.E.G...........

39,75

40

39.75

41,13

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

67,75

Bergmann.......

Goldpie 16 unkündbar bis 1936 67i% ehem. 4%% Franks.HhP.-

Bank titau. Pfandbriefe . . .

Elektr. LieferungSgesellschaft.

Licht und Kraft......

6

6

88,5

73,25

84,5

74

88.5

72,4

85

77,25

77,25

77

Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische

O

50,75

49

50

48,25

5'/z% ehem. 47i% Rheinische ' Hhv-Bank-Liau.-Goldpie. . .

78

Unternehmungen ....

4

74,9

73,25

75

73,4

6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand-

Rheinische Elektrizität . . .

5B

72,75

73,25

72,25

69 6

briesanstaN Pfandbriefe R. 19

67

67

Schuckert & Go.......

0

77

74,5

77,5

75

% ehem. 7% Pr. LandeSpsand-

Siemens & HalSke.....

9

143

141,5

143,5

Ui,5

briefanstai! Pfandbriefe R. 10

67,5

LahmeyerL Eo.......

10

96

96

95,5

95,75

4% Oesterretchilchc Goldrente .

4,20% Oesterreichische Silberrenle

10,25

10,25

10,13

10,4

Buderus.........

4

35

36

35,25

35

Deutsche Erdöl......

6

77,5

77,5

77,5

76,13

4% Ungarische Goldrente ....

6,4

6,45

6,45

6,5

Gelsenkirchener......

8

38,25

37

37,75

36,9

4% Ungarische StaatSrcntc v. 1910

6,25

6,35

6,4

6,45

Harpencr.........

0

71,75

71,5

71,5

70

4>/:% desgl. von 1913.....

5,5

Hoesch Eisen........

Ilse Bergbau.......

6

35

32,13

5% abgesl. Goldmerikaner von 99

7

7

6,8

10

*

137

134,5

137

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bogdadbahn-Anleihe

3,25

3,275

3,4

Ilse Bergbau Genüsse . . .

_

94,75

Itlodnenuerlc.......

6

33,25

32,5

32,75

32,13

Serie 1...........

3,4

3,5

ManneSmann-Röhren . . .

6

52

50,25

51,5

50,75

4% desgl. Serie II.......

3,4

3,5

ManSselder Bergbau ....

0

18,5

19

18x5

18.75

6% Rumün. verelnh. Rente v. 1903

5,85

6,1

5,3

5,75

Oberschles. Kokswcrke . . .

8

41,9

40.13

4tz^°Rumän.vereinh.Reniev.l91S

10,7

10,8

10,4

10,5

Phönix Bergbau......4'/,

20,9

21

21,13

20,9

4% Rumänische vereinh. Rente

4,9

5,4

4,5

5,25

Rheinische Braunkohlen. . .

10

188

187

188

187

iW.% Anatolier......

17,4

17,4

17,2

Rheinstahl........

6

60

58,25

59,5

58,25

Frankfurt o. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Schluß- kurS

Schlupf. Abend­börse

Schluß- kurS

Schlupf. Millag- börse

29-August

30.August

Amtliche Geld

Notierung Brick

Amtliche Geld

Notierung

Brief

Datum

29-8-

30.8.

29.8.

30.8.

Riebect Montan......

Bereinigte Stahlwerke . . .

Olavi Minen.......

7/- . O 0

19,13

17

18,25

16,9

19,25

16,65

17,75

17

HelsingsorS . Wien. . . . Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . Oslo.... Kopenhagen.

6,264

51,95

12,465

6,276

52,05

12,485

6,264

51,95

12,465

6,276

52,05

12,485

Kaliwerke Aschersleben . . .

6

107

105,5

106,5

103,5

3,057

169,73

73,03

77,27

Kaliwerke Westeregeln . . .

Kaliwerke Salzdetfurth . . .

6

9

110

180

110,5

179

179,4

109,5

177,5

O,U0d 170,07 73,17 77,43

3,057

169,73

73,13

77,68

3,063

170,07

73,27

77.8?

I. G. Farben-Jndustrie . . .

7

94

93,4

93,5

93,4

Stockholm .

London. . .

74,73 14,58

0,893 4,209 58,41

21,59

74,87

74,92

75,08

Schcideanslalt.......

10

139,5

138,5

Buenos Aires

14,605

14,645

Goldschmidt........

. O

31-25

31,5

32,5

32,5

0,897

0,898

0,902

Rütgerswekle.......

. 0

40

39,75

40

40

Brüssel. .

4/217

4,209

4,217

Metallgesellschaft......

. O

35,5

34,5

35,25

34,25

Italien. . .

58,53

21,63

58,34

21,58

58,46

21,62

Philipp Holzmann.....

. 0

57

53

56,25

54

Schweiz . .

Spanien . .

16,50

81,65

16,54 81,81

33,88 82,13 0,941 0,326

6,707 13,31

16,495

81,52

33,82

16,535

81,61

Zementwerk Heidelberg. . .

. 4

53

56

Danzig. . .

81,97

33/ 88

Cementwcrl Karlstadt. . . .

. O

Japan . . .

0,938

0,324

6,693

13,29

82,18

Wagst & Freytag.....

Schultheis Patzenhoser . . . Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.........

. 0

0

5,75

5,9

58 75

58,65

Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon . .

0,969

0,322

6,693

13,34

0,971 0.324 6,707 13,36

0

0

52,5

54

52

54,5

51,75

54,5

51,5

55,5

Banknoten.

Zellstoss Waldhos.....

Zcllstojs Aschaffenburg . . .

Dessauer (9ad.......

Daimler Motoren.....

Deutsche Linoleum .... Orenstein & Koppel .... Leonhard Tietz......

CvcnSka ......... Chade..........

0

38,25

28,25

19,13

44,75

46,5

171

40

37,5

27,5

93

18,9

45,75 34,75

47,4

171

41,5

________Berlin, 30.August

Geld

»rief

. 7 . O . 0 . 0 . 6 . 0 12

18,5

44,5

46,5

173,5

91,5

18 43,25 34,75 46,75

173,25

Amerikanische Noten . . .

Belgische Noten.....

Dänische Noten.....

Englische Noten.....

Französische Noten ....

Holländische Noten.....

Italienische Note».....

Norwegische Noten....

4,20

58,18

74,50

14,565

16,455

169,36

21,54

72,95

4,22 58,42 74,80

14,625 16,515 170,04

21,62 73,»

Deutsch-Ocsterreich, i ioo EchiUtna

Frankfurter Maschinen . . . Gritzner.........

Mamkrastwerke Höchst a. M.. Süddeutscher Zucker ....

19

57,5

58,5

19

19,65

Rumänische Noten.....

Schwedische Noten.....

Schweizer Noten......

Spanische Noten......

Ungarische Noten.....

. . .

2,49

74,75

81,34

33,68

2,51 75,05 81,66 33,82