Ur. 177 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)________________Sonntag, 51. Juli 1952
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Ein Kontinent in Aufruhr.
Revolution und Kriegsgefahr in ganz Südamerika.
Von unserem g-Berichterslotter.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) London, Juli 1932.
. Seit der Entsendung der Kommission unter Lord d'Abernon und seit der Eröffnung der britischen Weltwirtschaftsausstellung durch den Prinzen von Wales in Buenos Aires hat sich England ganz besondere Mühe gegeben, seinen handelspolitischen Einfluß in Südamerika, der zum großen Teile durch die Vereinigten Staaten von Nordamerika verdrängt worden war, wieder herzu st eilen und zu erweitern, aber dos Reoolutionsfieber, das Südamerika ergriffen hat und dessen Kurve in den letzten Monaten wieder stark gestiegen ist, erschwert die Festigung der Beziehungen. Europa, das seine eigenen schweren Sorgen hat, findet kaum die Möglichkeit, den Ereignissen auf der Südhälfte des amerikanischen Kontinents die gebührende Beachtung zu schenken, obwohl Südamerika, als Ganzes genommen, a l s Absatz- und Besiedlungsgebiet für das übervölkerte Europa ein Land der Verheißung und der unbegrenzten Möglichkeiten ist, das noch einige hundert Millionen von Menschen aufnehmen und ernähren könnte.
In den letzten zwei Monaten haben sich die Ver- hältnisse in Südamerika katastrophal zugespitzt. In C H i l e und in Peru versuchten die Revolutionäre, auf den Staatsgebäuden die rote Fahne zu hissen. Jedoch glückte es in Santiago dem Führer der roten Revolution, Oberst Marmaduk Grove nicht, seine sozialistisch-kommunistischen Pläne zu verwirklichen: er wurde durch den Bewunderer Mussolinis, Dön Carlos Davila, aus der Regierung verdrängt, aber die Loge in Chile ist noch nicht geklärt. Noch weniger ist sie es im Nachbarlande Peru! Dort kam es in Trujillo zu schweren Kämpfen zwischen den Kommunisten, denen sich auch die „Apri- stas" (eine nordamerikafeindliche, antikapitalistische Organisation unter Haya de La Torre) angeschlossen hotten, und den Regierungstruppen. Kriegsschiffe und das Flugzeuggeschwader mußten eingreifen, ehe nach großen Verlusten auf beiden Seiten die Ordnung einigermaßen hergestellt werden konnte.
Fast gleichzeitig brach in Brasilien die Revolution aus, die von sehr ernsten Folgen begleitet sein kann, da die Möglichkeit eines Zerfalls hes Riesenlandes, das der Ausdehnung nach fast einem Weltteil gleicht, in zwei Hälften nicht ausgeschlossen ist.
Sn Brasilien haben seit jeher politische und wirtschaftliche Gegensätze zwischen den Süb - staaten unter Führung der sogenannten Sao- Paulistaner-Klique und zwischen den Bord- staaten bestanden. Gewohnheitsgemäß wechselte als Bundespräsident ein Vertreter Sao Paulos (des Kaffeebezirkes) mit einem Exponenten der Äordstaaten ab. Der Vorgänger des jetzigen Präsidenten, Dr. Getulio Vargas, war Präsident Washington Luiz, ein Sao Paulistaner. Vach Ablauf seiner Präsidentschaft gelang es dem An. hang von Washington Luiz durch Gewaltakte und Wahlfälschungen den Sao Paulistaner, Dr. Sulio
P r e st e s, gegen den Gegenkandidaten, Dr. Vargas, auf den Präsidentensessel zu erheben. Während nun Dr. Prestes in den Vereinigten Staaten und in England einen Staatsbesuch machte, brach unter Führung von Vargas in Rio de Janeiro gegen ihn eine blutige Revolution aus, die nach heftigen Kämpfen, bei denen auch der deutsche Passagierdampfer „Baden" unter das Feuer der Forts genommen wurde, mit dem Siege von Dr. Vargas endete, der die Präsidentengewalt Übernahm.
Dr. Vargas hat während seiner zweijährigen Amtsperiode mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Bald Ker, bald dort wurden gegen ihn Verschwörungen angezettelt, die nur mit Mühe unterdrückt werden konnten. Aber selbst wenn man die Vorliebe der Südamerikaner für Verschwörungen und Pronunciamentos in Rechnung stellt, so muhte die Lage doch in den letzten Monaten als sehr bedrohlich angesehen werden. So hatte der sehr einflußreiche politisch-militärische Klub „Der dritte Oktober" den Beschluß gefaßt, „das älnrecht der Vergangenheit wieder gut zu machen", d. h. in offene Opposition zur Regierung zu treten. Darauf wurden einige bekannte Persönlichkeiten verhaftet und in das in ein Gefängnis umgewandelte Kriegsschiff „Dom Pedro l." eingefchlosfen. Aber alle vorbeugenden Maßnahmen tarnen zu spät und in Sao Paulo brach die Revolution aus. Präsident Vargas hat entschlossen den Kampf aufgenommen, er hat eine besondere Kriegssteuer ausgeschrieben und die ihm treu gebliebenen Truppen um sich gesammelt. Die meisten Häfen, unter ihnen der große Kaffeehafen von Santos, wurden für den Verkehr g e - schlossen und ein konzentrischer Angriff auf Sao Paulo vorbereitet. Der britische Konsul in Sao Paulo meldet, daß jeder Verkehr mit der Außenwelt unterbrochen sei, daß aber weder dem Leben, noch dem Eigentum der Ausländer in der Stadt Gefahr drohe. Der Erzbischof von Porto Alegre versucht zwischen den Parteien zu vermitteln, - jedoch bisher ohne Erfolg, und so erscheint denn ein Bürgerkrieg unvermeidlich.
Aber nicht nur in Brasilien, auch in Ecuador und Columbien gärt es. In der Garnison von Loja (Ecuador) meuterten die Truppen, in Vene z u e l a fanden eine Reihe politischer Attentate statt, kurz: überall Unraft und Unzufriedenheit! Zwischen Argentinien und Uruguay wurden die diplomatischen Beziehungen abgebrochen und Truppen an die Grenzen entsandt. Uruguay hatte den flüchtigen Revolutionären aus Argentinien, namentlich den Anhängern 3rigol) e n s, ein Asyl gewährt, die nun von Montevideo aus in Buenos Aires Unruhen anzustiften versuchten. Uruguay verfolgte dabei eine bereits ein Jahrhundert alte Tradition, denn schon zur Zeit des blutigen Diktators Rosas in Argentinien sammelten sich die Freischaren, denen sich auch Garibaldi anschloß, in Montevideo. Die Folge war damals ein Krieg zwischen den beiden Nachbarstaaten, jedoch ist heute mit keiner kriegerischen Ent
S.jt-ifport
^19. (drittletzte) Etappe der „Tour".
Auf der drittletzten Etappe der französischen Radrundfahrt unternahmen die Belgier einen Vorstoß. Die Etappe führte über 271 Kilometer von Charleville nach Malo. Die Strecke führte dauernd an der belgischen Grenze entlang. Am Start fanden sich am Morgen in Charleville noch 59 Fahrer ein. Auf der Strecke unternahmen die beiden Belgier Rebry und Demuysere einen Ausreißversuch, der auch gelang. Demuysere fiel dann ab, während Rebry aUein weiter zog und mit 15 Minuten Vorsprung vor der Hauptgruppe in 8:40,15 Std. die Etappe gewann. Mit 8:49,07 wurde sein Landsmann Demuysere Zweiter. Dann kam die Hauptgruppe in Stärke von 23 Mann ein. Den Spurt gewann der Italiener di Pacco, der in 8:55,22 den dritten Platz be» legte. Stöpel belegte den sechsten Platz. Fünfzehn Fahrer kamen auf den elften Platz. Sm Einzelklassement führt noch Leducq mit 141:10,22 Std. vor Stöpel 141:27,25. Sn der Länderwertung
führt Italien vor Belgien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz.
Aurmi startet nicht....
Was man nicht mehr erwartet hatte, ist nun doch eingetroffen: Paavo Nurmi darf nicht starten. In seiner Sitzung am Donnerstag hat der Internationale Leichtathletik-Verband diesen Beschluß trotz des lebhaften Protestes der Finnen gefaßt. Eine Entscheidung darüber, ob nun die Finnen geschlossen zurücktreten, ist zur Stunde noch nicht gefallen.
Internationale Alpensahrt.
Die Internationale Alpenfahrt nahm am Donnerstag ihren Anfang. Die erste Schleife führte von München nach Meran über 568 Kilometer. Die Strecke war ausgezeichnet markiert: sie befand sich auch in sehr gutem Zustand. Da außerdem die Brennstoffversorgung sehr gut funktionierte, gab es nur wenige Ausfälle. Die deutschen Teilnehmer gingen alle strafpunktfrei durch die erste Etappe.
Günther Grönhoffs Beisetzung
Die Trauerfeier auf dem Frankfurter Hauptfriedhof, wo der so tragisch ums Leben gekommene, oftmalige Rekordflieger in einem Ehrengrab beigesetzt wurde, lieber dem Katafalk em Flugzeug der akademischen Segelfliegergruppe.
Wicklung des Streites zu rechnen, beide Länder führen eine versöhnliche Sprache, und der Konflikt dürfte nicht von langer Dauer fein.
Weit ernster erscheint die Kriegsgefahr zwischen Bolivien und Paraguay. Es ist von neuem zu Streitigkeiten im Chaco - gebiet gekommen. Telegramme melden, daß der Präsident von Bolivien vom Balkon des Regie- rungspalastes eine Ansprache an das Volk hielt und es aufforberte, für das Vaterland zu kämpfen In La Paz und in anderen Städten Boliviens kam es zu gewaltigen Straßendemonstrationen, bei denen die Kriegserklärung an Paraguay gefordert wurde. — Bereits vor drei Jahren konnte nur dank dcr schnellen Vermittlung des Präsidenten von Argentinien, Irigoyen, ein bewaffneter Zusammenstoß vermieden werden. Asuncion und La Paz hatten die Truppen mobilisiert und paraguaysche Freischärler hatten sich auf dem Pilkomayo eingeschifft, um die Bolivianer mit Gewalt aus dem Choco zu verdrängen. Die nationale Leidenschaft ist bis zu m äufjerften entfacht, denn im Grunde -hat das einsame Fort „Vanguardia", das im fast unbewohnten und undurchdringlichen Urwald des Chaco steht und um das der Kampf geht, keinen Wert; weder für Paraguay noch für Bolivien. Aber man muß sich vergegenwärtigen, daß Bolivien seit dem Kriege, den es vor nun fast 50 Jahren an der Seite von Peru mit Chile führte, vom Zugang zum Stillen Ozean zurückgedrängt ist und daß es gerne einen Hafen am Paraguay-
ft r o m besitzen möchte, um eine direkte Verbindung zur Außenwelt zu gewinnen. Bolivien hat ein na» türliches Expansionsbedürfnis, Paraguay wieder ist keineswegs gewillt, den bolivianischen Aspirationen entgegenzukommen.
Die Rechtsfrage wegen des strittigen Besitzes im Chaco läßt sich schwer entscheiden. Beide Staaten führen für ihre Besitzansprüche gewichtige Gründe an, aber man darf nicht vergessen, daß es sich um Gebietsstreifen handelt, die der Kultur nicht erschlossen sind, zu denen weder Weg noch Steg führt, und die kaum jemals vermessen wurden. Bolivien hat rund 3,5 Mill. Einwohner, Paraguay etwa 1 Million bei einer Ausdehnung, die ungefähr der des Deutschen Reiches gleichkommt. 3n beiden Ländern bilden halbzivilisierte Indianer die Mehrheit der Bevölkerung. In Paraguay gibt es zahlreiche deutsche Kolonisten, die paraguaysche Staatsbürger geworden sind und zum Kriegsdienst eingezogen werden können. Das bolivianische Militär ist von Deutschen ausge- bildet und auch in Bolivien gibt es viele Deutsche. Es wäre der Gipfel der Tollheit, wenn sich wegen des Chacostreites deutsche Brüder in der Ausübung ihrer Pflicht als Staatsbürger bekämpfen mühten. Bei der chauvinistischen Stimmung in Asuncion und La Paz muß mit dieser Möglichkeit gerechnet werden, wenn es nicht gelingt, in letzter Stunde das Unheil abzuwenden.
Das Grünberger Waldschwimmbad.
Am vorigen Sonntag wurde das von unserer Nachbarstadt Grünberg erbaute Wald- Schwimmbad eingeweiht. Das Bad liegt vor den Toren von Grünberg abseits der Landstraße Grünberg—Mücke. Der Talgrund, in dem man das Bad errichtet hat, wird zum Teil von Hochwald um- säumt, der einen prächtigen Hintergrund gibt, während in südwestlicher Richtung der Ausblick auf das Wettertal ba^ Auge ber Besucher erfreut. Unser nebenftefjenbes Bild zeigt, nach einer Photographie von Herrn Andr. Kothe (Grün- berg), das Schwimmbad im festlichen Schmucke der Einweihungsfeier, seitwärts und im Hintergrund den Hochwald
Wirtschaft.
Wochenbericht tom Frankfurter Gchlachtviehmarkt. Am Großviehmarkt betrug der Auftrieb 1345 Stück gegen 1633 Stück in der Vorwoche. Das Geschäft war zwar ruhig, doch wurde ber Markt ausverkauft. Für alle Gattungen traten Besserungen ein, unb zwar für Ochsen, Bullen unb Kühe von je 1 Mark unb für Färsen von 1 bis 3 Mark. Ochsen al) 31 bis 35, a2) 27 bis 30, bl) 24 bis 26; Bullen a) 26 bis 30, b) 22 bis 25; Kühe a) 25 bis 28, b) 20 bis 24, c) 14 bis 19; Färsen a) 31 bis 35, b) 27 bis 30, c) 24 bis 26.
Am Kälber markt konnte sich trotz oerminder- ter Zufuhren bas erhöhte Preisniveau ber Vorwoche nicht voll behaupten; beste Mast- unb Saugkälber gingen um eine Mark zurück, mittlere unb geringe Kälber blieben bagegen unoeränbert. Nach mittelmäßigem Hanbel würbe ber Markt geräumt. Der Auftrieb war mit 1599 Stück um 268 Tiere geringer als in ber Vorwoche. Kälber b) 37 bis 39, c) 31 bis 36, d) 25 bis 30.
Der Auftrieb von insgesamt 179 Schafen (gegen 188 Stück in ber letzten Woche) mürbe nach ebenfalls mittelmäßigem Geschäftsgang ausverkauft. Die leicht erhöhten Notierungen ber Vorwoche blieben unoeränbert. Schafe al) Weibemast 26 bis 30, b) mittlere Maftlämmer 20 bis 25, c) fleischiges Schafvieh 13 bis 19.
Am Schweinemarkt konnte sich auf Grunb ber merklich verringerten Beschickung eine stärkere Aufwärtsbewegung ber Preise burchsetzen, unb zwar lagen fast alle Gewichtsklassen um 4 Mark höher, mit Ausnahme ber Klasse E (120 bis 160 Pfb.), die nur 2 Mark gewann. Bei mittelmäßigem Geschäfts- oerlauf fanb ber Zutrieb von 4875 Stück (gegen 6302 Stück) glatt Unterkunft. Schweine b) 46 bis 48, c) 44 bis 48, d) 42 bis 47, e) 38 bis 45, k) unb g) nicht notiert.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Am Roggenmarkt hielt man die Lage für nicht so ungünstig, da in einzelnen Gegenben die Ernte bereits eingefahren sei. Der Preis ging zunächst um 2,5 Mark per Tonne zurück, blieb dann aber sehr stabil. Neuer Roggen auf kurze Lieferung war ebenfalls befestigt, doch nicht so sehr, weil neue Ware in einigen Tagen schon in größeren Mengen erwartet wird. Die Herbstsichten lagen meist schwächer.
Am Futtergetreidemarkt war bas Angebot in alterntiger Ware recht knapp; da sich aber Fein größerer Bedarf einstellte, blieb die Notiz für Hafer unverändert. In neuer Wintergerste war bas Geschäft immer noch ziemlich eng. Der Preis schwächte sich um fünf Mark per Tonne ab.
Kraftfuttermittel lagen ziemlich matt. Nur Biertreber unb Trockenschnitzel waren gut gefragt unb befestigt; in ersteren hat sich die Konkurrenz bes Auslandes infolge schwieriger Devisenbeschaffung erheblich vermindert. Das knappe 'Angebot führte zu einer Erhöhung bes Preises um v,50 Tiarf. Kleie lag sehr still, wobei Roggenklcie leicht abbröckelte.
Der Kartoffelmarkt zeigte in ber abgelaufenen Woche ein stetigeres Aussehen, weil die starken Anlieferungen ber letzten Wochen erh-bl:ch nachgelassen haben. Der Absatz hat jeboch keine stärkere Belebung erfahren. Die Notiz für Ersttinge hiesiger Gegend blieb mit 3,40—3,50 Mark unverändert, während Böhms allerfrüheste gelbe mit 2,35—2,45 Mark um weitere 0,30 Mark per 50 Kilogramm nachgaben.
Berlin zuversichtlich.
Herrin, 31.Juli. (WTB. Funkspruch.) Am Vor- abend politischer Ereignisse, die für Jahre hinaus das Schicksal bes beutschen Volkes bestimmen!) beeinflussen bürsten, wirkte es überraschenb, baß die heutige Börse in ausgesprochen freundlicher und sogar in etwas lebhafterer Haltung verkehrte. Die Verkündung bes Burgfriedens scheint bei der Kundschaft bes In- unb Auslanbes neue, wenn auch nicht sehr erhebliche unb nur auf Spezialwerte zu oersprechenbe Kaufaufträge ausgelöst zu haben, benen sich bie Spekulation in dem Bedürfnis, vor den Wahlen glatt zu sein, mit Deckungen anschloß. Die Zwangsoerkäufe für Selig» mann-Köln, die speziell den Montanmarkt in den letzten Tagen belastet hatten, wurden heute nicht mehr beobachtet, dagegen sprach man wieder davon, daß bas Auslanb Gelber aus Still- haltekonten anlegt. Diskutiert, aber kurs- mäßig ohne Einfluß blieb bie gestrige Straßer-Rede im Rundfunk, bie sich verschiebenttich gegen bie Börse unb bas Privatkapital roanbte. Während im allgemeinen bie Kurse nur um 1 Prozent gebessert lagen, zogen AG. für Verkehrswesen, Allgemeine Lokal unb Kraft, Bemberg unb Philipp Holzmann bis zu 2^ Prozent an. Salzdetfurth waren sogar 3 Prozent höher. Im Gegensatz zu ber Allgemeintenbenz eröffneten Harpener unb Siemens '/; bis % Prozent schwächer, holten aber im Verlaufe ihre Anfangsverluste wieder auf. Ueberhaupt wurde eine Schwächeperiode nach den ersten Kursen sehr schnell wieder überwunden, und in ber Bevorzugung von Spezialwerten blieb bie Tenbenz auch im Verlaufe sehrzuoersichtlich. Deutsche Renten lagen uneinheitlich. Anleihen unb Reichsschuldbuchforderun- gen waren eher bis zu Vx Prozent gebessert. Der Markt ber Auslanbrenten hatte kaum Umsätze zu verzeichnen.
Frankfurt seit.
Frankfurt, 30. Juli. (WTB. DrahtmeLbung.) Die freundliche Haltung ber letzten Tage blieb auch an ber Wochenschlußbörse bestehen, wenngleich im Hinblick auf bie morgige Wahl eine gewisse Zurückhaltung unverkennbar war. Die Spekulation schritt zu kleinen Deckungen und einigen Meinungskäufen, wobei in ber Hauptsache bie Hoffnung, baß bie jetzige Regierung auch nach der Wahl weiter bestehen bleiben werde, maßgebend war. Dazu kam die feste Haltung Wallstreets, auch das Aufyören der Zwangsverkäufe für Seligmann befriedigte. Gegen bie Abendbörse ergaben sich durchschnittlich Befestigungen von ca. 1 v. H. Lebhafter waren am Montanmarkt Rheinstahl, die 1,65 o. H. anzogen. Stahlverein gewannen 0,75 o. H. IG., Rütgerswerke und die Mehrzahl der Elektroaktien lagen bis zu 1 v. H. höher. Für Schifffahrtswerte, bie erneut 0,65 v. H. freundlicher lagen, erhielt sich ebenfalls das letzttägige Interesse. Reichsbahnanteile gewannen ca. 1,25 o. H. Im Gegensatz zur Allgemeintendenz standen Zellstoff Aschaffen- burg, die 1,25 o. H. einbüßten. Deutsche Anleihen lagen ebenfalls weiter fester bis zu 0,25 v. H. höher, ebenso zogen Reichsschuldbuchforderungen leicht an.
Täglich machen findige Hausfrauen neue Entdeckungen —
was man nicht alles mit Henkels iMi reinigen kann: Schmucksachen, wie Ketten, Ringe, Armbänder, Steine oder Perlen, glitzern nach einer Behandlung mit iMi in bestechender Klarheit. Die Sachen bürstet man mit einer alten Zahnbürste in einer warmen Lösung ab, spült mit klarem Wasser nach und poliert darauf mit einem weichen Flanellappen. 4976V


