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Tausenden von Hausfrauen verkündet das Radio
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getoinnung und He Ot>lumgetohmung fcCBft 5c- handelt. Der Film dürfte lebhaftem Interesse begegnen. Die Dorstellung beginnt um II.15 Uhr. DLHereS ist auS der heutigen Anzeige ersichtlich.
Avril so viel all die Kün- machen" gilt — und nach Wonnemonat
sie in dieser Zeitung und im Radio wird Ihr Vorteil sein!
Einer der praktischen Ratschläge von „Sanne und Ella“:
„Geben Sie Ihren Kindern statt teuren Brotaufstrichs und teuren Belags einfach Sanella aufs Brot, dazu frische Äpfel! Das ist gesünder, schmeckt prachtvoll und spart Geld!“
„Sanne und Ella“ haben recht — Sanella ist wirklich köstlich als Brotaufstrich — so nähr«
Menschheit erfreuen, weil — am 1. unangenehme Zahlungen sind und digungStermine usw. Aber „bange nicht, wir fürchten unS vor nichts dem launischen Avril kommt ein
etroanbicnpiMr«. Urige Rentnrt e Kusine Hca, oi ausgesunden, ^s lamm unter t waren völlig lab keinen 3n« ilten Leuten ein Mordkonnnissisn dmnahrn' Frau nd buk Kuchen, hüssel. Plönlich ine unbodidjiigc brannt habn 'en fein. Tchlait er entdeckte, irfäeinlüf) vor bekommen.
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der 13jährige eit um die Ihn- ia 50 Jahre allen ser aus Jesberg, at infolge der er« Maß.
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wurden während m Solfplah ein h einen Blitz Qf n Jungen untetz
Speisen, die Sie mit Sanella bereiten! Also brauchen Sie wie „Sanne und Ella“ stets Sanella — und lassen Sie sich ihre weiteren Ratschläge nicht entgehen! Verfolgen Sie
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Mai mit Nachtigallengesang und blühendem Flieder. Schließlich: wir sind ja im letzten Jahrzehnt an Stürme und LInwetter aller Art im persönlichen Leben gewöhnt, haben gelernt, Muskeln, Sehnen und Nerven zu höchster Leistung anzuspannen, und werden darum die Nase vor Wind und Schnee noch lange nicht verstecken. Trutzig schicken wir dem Despoten den Gruß entgegen :
«Blast nur ihr StürmS, blast mit Macht, Uns soll darob nicht bangen---.
M.O.
Wählerliste einsehen?
Don Samstag, 2. April bis einschl. Sonntag, 3. April, liegt im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 13. die Wählerliste für die Wahl des NeichSpräsidenten zur Einsichtnahme offen. Personen, die bis zum 10. April das Wahlalter von 20 Jahren erreichen, Stimmberechtigte, die in letzter Zeit ihre Woh- ung gewechselt haben bzw. erst zugczogen sind, «der durch Derheiratung einen anderen Namen ,übrcn usw., mögen nicht versäumen, sich von der nichtigen Eintragung in die Wählerliste durch Einsichtnahme zu überzeugen. Das Wahlrecht können nur diejenigen Personen auSüben, deren Namen richtig in der Wählerliste verzeichnet sind. Man beachte die heutige Bekanntmachung der Stadtverwaltung.
Oie Ausstellung von Stimmscheinen.
Einen S t i m m s ch e i n erhält auf Antrag ein Stimmberechtigter, der in eine Stimmliste oder Stimmkartei eingetragen ist, wenn er sich am Abstimmungstage während der Abstimmungszeit aus zwingenden Gründen austerhalb seines Wohnortes aufhält, wenn er nach Ablauf der
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r^ettervoraussage.
Der Kern des Störungssystems wandert nordöstlich nach Skandinavien hin, behält aber weiterhin Einsluh auf unsere Wetterlage. Ein Ausläufer über der Normandie schiebt zunächst noch eine Warmluftwelle vor, die auch unseren Bezirk überqueren dürfte. Lieber Irland haben die Winde schon nach Norden umgedreht, so dast von Island her Kaltlust südwärts gelangt. Mit dem E-inbrechen kühler Ozeanluft gestaltet sich das Wetter wechselhaft und unbeständig. Neben stärkerer Wolkenbildung, wobei vorübergehend auch Aufheiterung einsetzt, treten zeitweise Regen» schauer auf und die Temperaturen gehen etwa- zurück.
Aussichten für Freitag: Anbeständig, wechselnd bewölkt mit vorübergehender Aufheiterung, etwas kühler Regenschauer.
Aussichten für Samstag: Weiterhin wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, mastig warm, noch vereinzelte Regenschauer.
Lufttemperaturen am 30. März: mittags 12,1 Grad Celsius, abends 11,2 Grad: am 31. März: morgens 8,4 Grad. Maximum 12,5 Grad, Minimum 7 Gra. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 30. März: abends 7,2 Grad: am 31. März: morgens 6,4 Grad Celsius. — Niederschläge 0,3 mm. — Sonnenscheindauer 1 Stunde.
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EfnsdruchSfrM f3. April TO32) feine Wohnung in einen anderen Stimmbezirk verlegt, oder wenn er infolge eines körperlichen Leidens oder Gebrechens in seiner Bewegungsfreiheit behindert ist und durch den Stimmschein die Möglichkeit erhält, einen für ihn oünstiger gelegenen Ab- stimmungSraum aufzusuchen.
Der Grund zur Ausstellung eines Stimmscheins must vom Stimmberechtigten glaubhaft gemacht werden. Die Ausstellung eines Stimmscheins muh persönlich, oder schriftlich beim Wahlamt beantragt werden. Wird ein Stimmschein für Dritte begehrt, so ist über die Berechtigung, diesen Antrag stellen zu können und den Stimmschein in Empfang zu nehmen, eine Dollmacht vorzulegen.
2n G i e h e n werden Stimmscheine beim städtischen Wahlamt, Stadthaus, Dergstrahe 20, Zimmer Nr. 13. von Montag, 4. April, bis einschl. SamStag, g. April, 17 Uhr, ausgestellt: nach diesem Zeitpunkt können Anträge auf Ausstellung von Stimmscheinen nicht mehr berücksichtigt werden.
Hationalifterung
der Zinanzamtsverwaltung.
infolge Auflösung des Finanzamts Hom» berg zum 1. April, dessen Gemeinden zwischen den Finanzämtern Alsteld und Grünberg aufgeteilt werden, gehören die Gemeinden Großen- Buseck und Beuern künftig zum Finanzamt Gtesten. Diese Regelung entspricht einem schon lange bestehenden Wunsche dieser Gemeinden, deren ganze Beziehungen nach (Siesten gehen. Die ebenfalls schon bekanntgegebene Auflösung deS Finanzamts D u h b a ch erfolgt voraussichtlich zum 1. Juni. Die jetzt zum Butzbacher FinanzamtS- be-irk gehörenden Gemeinden werden in der Hauptsache dem Finanzamt Friedberg zugeteilt. Zum Finanzamt Giehen kommen die Gemeinden Eberstadt, Gambach, Holzheim, Kirch-GönS, Pohl-Göns, Ober-Hörgern und die Feldgemarkung Bergheim.
Vornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: „Morgen geht's uns gut!", 19.30 bis nach 22 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofftrahe: „Rango" und „Meine Kusine aus Warschau". — Äftoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Die Todesklippe" und „Die Piraten vom Gelben Fluh".
— AuS dem Stadtthealerbureau wird uns geschrieben: „Morgen geht'S unS gut!“ Heut«, 19.30 Uhr, ist die Erstaufführung der Schlageroperett« „Morgen geht's uns gut!“, ein Spiel von Hans Müller mit der Musik von Ralph Denatzki, dem Komponisten von „Meine Schwester und ich“. In Berlin ist die Ausfüh- rungSzisfer von hundert ba:eit8 überschritten. Die Gicstcner Aufführung, in den Hauptrollen getragen von Heinrich Hub und Eva Herms, bringt einige besondere äl ober raschun gen. Erstmalig bringen Gießener Firmen bei dieser Premiere eine Frühjahrsmodenschau. Spielleitung der interessanten Aufführung, in der auch das Publikum mitspielen wird, führt Heinrich Hub. Musikalische Leitung Walter Moehl mit seinem Iazzorehester. Tänze Ewald Däulke. Die Girls gehören der Tanzgruppe Ewald Bäulke an. Die Dorstellung gilt als 24. Dorstellung im Mittwoch- Abonnement zu Operettenpreisen. Ende nach 22 ll&r. — Um auch den kleinsten Giehenern eine nachträgliche Osterfreude zu machen, ist es der Intendanz gelungen, Erika Graf, das Theaterkind der Reinhardt-Bühnen, Berlin, mit ihrem Ensemble zu einem einmaligen Gastspiel am Montag, 4. April, 15.45 bis 17.45 Uhr, zu verpflichten. Zur Aufführung gelangt das Märchen „Hänsel und Gretel".
— ..Drachengold und Opiu m." Der Kulturfilm, der am kommenden Sonntag im Lichtspielhaus Bahnhofstrahe gezeigt wird, führt die Besucher wieder nach dem Fernen Osten, nach China, in das Gebiet der umstrittenen Mandschurei. Er bringt Bilder, die auf absehbare Zeit die letzten authentischen Aufnahmen darstellen dürften, da die chinesische Regierung das Filmen in ihrem Machtbereich untersagt hat. Der Film wurde von Dr. Walther St ohne r gedreht, der vor nicht allzu langer Zeit hier im Rahmen eines Dortragsabends in der Reuen Aula über die Nordmandschurei sprach und feinen Zuhörern viel Wissenswertes und Interessantes vermittelte. Der Film führt nach den Goldfeldern der nördlichen Mandschurei, nach dem Amurstrom, sowie zu jenem aussterbenden Säger- Volk der Solonen, deren Kultur uns noch stein- zeitlich erscheinen must angesichts der Primitivität, wie sie die Bilder dokumentieren wird. Mit besonderem Interesse wird man die Bilder verfolgen, die den Zaubertanz der Solonen und den Echamanenkult wiedergeben. Schliehlich wird auch das Kapitel deS Mohnanbaues zur Opium-
zeichnef. zumal 5tT. Hannewalv. Frankfurt alS Conferenciöre viel Leben inS Haus bracht», Frl. Fritzi Georgi sang ein Lied und wartet» auherdem mit einem Schlangentanz auf. Für daH Kaufhaus Schmücker war die Modenschau ei» unbestrittener Erfolg, da man die Feststellung machen konnte, dast man auch in Diesten auf diesem Gebiete hohen Anforderungen der Käuferschaft entsprechen und den Wettbewerb mit grohstädti- schon Geschäften zufriedenstellend für die Kundschaft bestreiten kann. Die Modenschau wird heutch nachmittag und heule abend wiederholt: man kamt ben Besuch der Deranstaltung nur empfehlen.
•• E i n Kleinkraftrad gestohlen. Der Palizeibericht meldet: 21 m Dienstag, 29. Marz, zwd schon 20 und 23 Uhr wurde aus dem Hose des Licht» spielhauses in der Bahnhofstrahe ein Kleinkraftrad mit der polizeilichen Erkennungsnummer VR 7546 entwendet. Personen, die sachdienliche Angaben machen können, wollen dies der KriminalabteilunK Zimmer 66, mitteilen.
•• Einbruch in Nieder-Bessinaen. Dar heutige Gießener Polizeibericht meldet: In der Nacht von: 29. zum 30. März wurde in das Kolonialwaren» geschäst des Heinrich Steuernagel in Nieder» Bessingen eingebrochen. Die Täter zertrümmerten eine Fensterscheibe und fliegen durch die entstanden« Deffnung in den Verkaufsraum ein, von welchem st» dann Zugang zum Keller hatten. Es wurden außer 35 Mark Bargeld Kolonialwaren, insbefonbert 30 Pfund Bohnenkaffee foroie Kognak, Marke „Gold» stück", und Weißwein in Literflaschen entwendet.
Oie Wetterlaae.
•• FahrplanänderungaufderReichs. bahn. Der Personenzug Mücke — Gießen, bisher Mücke ab 6.46 Uhr. Gießen an 7.33 Uhr. verkehrt vom 1. April ab von Mücke 30 Minuten früher, und zwar Mucke ab 6.16 Uhr. Grünberg ab 6.29 Uhr, Gießen an 7.08 Ubr — Der Personenzug Gießen — Londorf, bisher täglich Gießen ab 20.39 Uhr, Londorf an 21.20 Uhr, verkehrt ab 1. April nur werktags im bisherigen Plan. Sonntags fährt er in Gießen erst 22.51 Uhr ab und kommt 23.32 Uhr in Londorf an.
•• Die Neubauleitung Gießen der Reichsfinanzoerwaltung wird mit Wirkung vom 1. April ab aufgelöst. Die Dienstgeschäfte dieser Behörde werden künftig durch das Reichsbauamt Darmstadt für die Reichsfinanzverwaltung geführt.
•• Der DierpreiS in Oberhefsen. Die Freie Innung der Gastwirte von Giehen und Amgegend teilt uns mit, dast die am vorti ?ien Dienstag auch von uns abgedruckte Er- lärung des Hessischen Gastwirteverbandes zu der Frage des DierpreiseS sich n i ch t auf die Provinz Oberhefsen und somit auch nicht auf Giehen bezieht In der Zuschrift der Gastwirteinnung von Diesten und Umgegend wird weiter betont: „Oberhefsen gehört nicht zu dem sogenannten Notstandsgebiet. Für uns ist die ReichSregclung der Bierpreissenkung mahgebend, die restlos seit dem 26. März von den Brauereien sowohl, wie auch von den Gaststätten durchgcfübrt wurde." Hiernach ist also sestzustellen, dast bereits vor der jüngsten Anordnung des Preiskommissars in Frankfurt die Bierpreisfrage für Oberhessen und Giehen völlig geregelt war.
•* Die Getränke st eu er in Gießen. Die Stadtverwaltung veröffentlicht im heutigen Anzei- genteil eine Anordnung, nach der die ©etränfefteuer in Gießen auch für das Steuerjahr 1932 mit einem Steuersatz von 10 o. H. des Kleinhandelspreises weiter erhoben wird.
•• Die Gießener Frühjahrsmesse beginnt am nächsten Sonntag und dauert bis ein» schliehlich Sonntag, 10. April. Die Schausteller laden in unserem heutigen Anzeigenteil zu regem Besuche der Messe ein. Dergnügungsgelegenheiten in reicher Auswahl warten auf die Besucher, um ihnen zur Erheiterung nach den Mühen und Sorgen des Alltags dienstbar zu sein. Interessenten seien auf die heutige Anzeige besonders hinge- wiesen.
" Städtische Nutzhvlzversteige- rung. Bei der gestrigen Nuhholzversteigerung aus den Waldungen der Stadt Drehen wurden folgende Preise geboten: Fichtenlangholz Nr. 2a 14 Mk., Otr. 2h 16 Mk„ Nr. 3a 17 Mk., Nr. 3b 16 Mk., Nr. 4a 20,80 Mk. per Festmeter: Kiesern- langholz Nr. 2a 11,60 Mk., Nr. 2b 14 Mk.. Nr. 3a 17 Mk.. Nr. 3b 19,50 Mk. per Festmeter: Kiefernabschnitte Nr. 2a bis 4a 13 bis 17 Mk., Nr. 4a 29 Mk. per Festmeter: Eichenstammholz Nr. 4. 5 und 6 22,50 Mk., Nr. 4 und 5 46,20 Mk. per Festmeter: Fichtenderbstangen 1. Klasse 1,35 Mk., 3. Klasse 0,60 Mk. per Stück: Fichtenreihstangen 4. Klasse 0,20 Mk., 5. Klasse 0,15 Mk. per Stück.
** Eine Modenschau desKaushauses Schmücker gab gestern im Cafö Amend Gelegenheit. all das kennen zu lernen, was die launische Diktatur der Mode für das Iahr 1932 her» ausgebracht hat. Verschiedentlich wurde dabei auf frühere Formen zurückgegriffen, die, geschmackvoll abgewandelt, in den Farben apart behandelt wurden. Den Auftakt der interessanten Dorführungen bildeten die Mvrgenröckc in feinen Farben und einfacher Machart mit gefälligem Schwung in der Linienführung. Dann folgten Kleider, von denen besonders die neubelebte Form des Trägerrockes allgemein gefiel.. Weiter wurden flotte Zusammenstellungen von Pullover und Rock gezeigt, die sich zu einer kleidsamen Kombination vereinigen. Mit viel Interesse nahm man auch die verschiedenen Formen der Eomplets auf, die in ihrer soliden Eleganz sicherlich manchen Wunsch in Frauenher- $en wach werden liehen. Zahlreiche Kleider fün- deten eindrucksvoll den Frühling an; man sah viel hellgrün, hellblau, rosa, Erdbeerfarbe und weih. Richt viel anders in der Farbe waren die Mäntel gehalten, deren Formen viel Schmissigkeit aufwiesen. Sehr reichhaltig gestaltete sich die Dorfüh» rung der Nachmittags- und Abendkleider: hier sand man u. a. den Miederrock vertreten, sowie das Kleid mit der hübschen Dolerojacke: außer» ordentlich gefiel auch ein Abendkleid, bestehend aus grauem Rock mit erdbeerfarbenem, gerafftem Mieder ä la Königin Luise. Die zahlreichen Besucherinnen der Modenschau unterhielten sich bei den abwechslungsreichen Dorführungen ousge-
erjchollen.
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Meldung au5> ! verschollen. gleilermFlug- ) ist dort nicht dteWsal'^' er de»Flug- lt Spur der In
Aus der Provinzialhauptstabi.
Giehen, den 31.März 1932.
Der Wetterwendische.
Man sagt „ES gibt in jeder Herde ein räudiges Schaf", und man meint damit im menschlichen Leben ein verwildertes Familienmitglied Doch z»m Trost fti eS denen, bei denen dteseS Wort zutrifft, oefagt: auch unserem alten Zeitgott 3a- noS wurde unter seinen Awölf Spröhlingen ein recht rüpelhafter eingeschmuggelt. Seine iln- iMogenhelten sind um To sträflicher, alS die arme Mutter Erde und ihre Geschöpfe so ganz wehrlos dem Tunichtgut auSgeliesert sind. Ietzt ist nun wieder die Zeit, in der er auf vier Wochen daS Regiment übernimmt, und er wird zeigen, dah er noch nichts verlernt hat. —
Gar lieblich lächelt unS die Morgenröte entgegen, die der April bewogen hat, der Menschheit und den anderen Kreaturen einen „guten Morgen" zu wünschen: und die Ahnungslosen fallen darauf herein. Was da kreucht undfleucht, wischt sich die Augen auS, bestaunt den rosigen Morgenhlmmel, tut einen Iauchzer und lagt so recht befriedigt: „Heute gibt's schönes CSetter". Darauf hat der Schlingel, der April, nur gewartet. Mit einem Wink ruft er die raschen Winde, so recht rabiate, pausbäckige Dassen- lungcn. und die fangen im sanftesten Piano qn, ein Liedlein um die Ecken der Strahen zu pfeifen, das bann zum stürmischen Finale sich erweitert und in seinem Brausen und Wirbeln die Hüte der Strahenpassanten durch den Rinnstein jagt. „SS kommt noch besser, es kommt noch besser", jubelt der April, borgt sich von dem schon in Reservelagern verstauten Schnee einen Sack voll auS und läht lustig die Flocken her- umftieben. „Und jetzt einen Haften Amschlag auf den Schrecken, das bekommt den armen Menschen ehr gut“, sagt sich der Schwerenöter weiter, und 'ann fängt ein munterer Platzregen an ... Wenn ich Mensch und Getier so nach und nach in aller- ei schützende ilnterftänbe verkrochen haben, dann läht der April die Sonne mal heruntergucken auf die Erde. „Sieh mal. Frau Sonne, was ich da wieder für einen Spaß hatte: aber jetzt bleibe du mal ein bißchen da. sonst wird mich kein Mensch mehr leiden." And er kennt die Menschen besser, als sie sich selbst kennen. Kommt dann wirklich mal ein Sonnentag, so verzeiht man dem ungezogenen Schlingel gerne seine Rüpeleien Und freut sich der Tage, die „schön" sind, mit eroberet Dankbarkeit, als dieS bei den Monaten der Fall ist. die einen besseren Ruf haben. —
Doch wenn er auch nicht wetterwendisch wäre, könnte er sich nicht der Dunst der gesamten
Von 1
Millionen Hausfrauen bevorzugt!


