Bekanntmachung.
Am Donnerstag, dem 7. 3u(i 1932, findet eine Bachschau an der Lahn statt.
Zusammenkunft 14 Uhr an der Gemarkungsgrenze Gießen—Launsbach.
Gießen, den 28. Juni 1932. 4915C
Bürgermeisterei Gießen.
J.D.. Dr. j) a m m.
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grossen werden ultr Garantie durch I/CUIIQ Stärke B beeel- VlIIUO tlgt vt 1.60, 2.75. Ftekel, Bltener StÄrke A
Lumda, den 28. Juni 1932. 4924V
Schultheiß, Bürgermeister. ]
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Lumda für das Rj. 1932 liegt vom 30. d. M. eine Woche lang auf hiesiger Bürgermeisterei offen, woselbst in dieser Zeit Einwendungen erhoben werden können. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlosien, wozu auch die Ausmärker beizutragen haben.
Hoover, der PrSfidentschafis-Kandidat der Republikaner.
Eine vieldeutige Plattform für den Wahlkampf.
Don unterem ».-Berichterstatter.
De uh ort, 3unl 1932. Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Der republikanische Parteikonvent in Thlkago hat also Hoover, den jehioen Präsidenten der USA., wieder -um Äanbi. baten für die Präsidentschaft ge- wählt — wie da- von vornherein -u erwarten war Denn es ist ja eine alte Tradition in den USA., daß iedem Presidenten, der einmal gc. wählt war, ein zweitesmal eine Lhance geboten wird. Die republikanische Partei konnte also gar nicht ander-, al- auch Herbert Hoover ein -weite-, mal auszustellen, weil ja andernfalls da- ein Armutszeugnis gewesen wäre, das die Partei sich selbst ausaestellt hätte, das sie um jede Aussichten gebracht haben würde. Daß Hoover nicht wieder aufgestellt worden wäre, das hätte jedenfalls nur passieren können, wenn er selbst verzichtet hätte — wozu er aber eben nach seiner Ansicht feinen Anlaß hatte.
Der Kampf auf dem republikanischen Partei- kvnvent ging denn auch gar nicht um die Person Hoover-, sondern vielmehr um die „Platt- f o r m", mit der man ihn in den Wahlkampf schicken wollte. Da- war dieSmal nicht so einfach. Hoover hat außerordentlich an Beliebtheit ver> loten, seitdem er seine Regierung angetreten hat — weil er erklärlicherweise für das Elend der Krise von vielen Leuten verantwortlich gemacht wird, die nicht einsehen wollen, daß die amerikanische Regierung in ihrer Macht beschränkt ist. War Hoover vor vier Jahren für die übergroße Mehrheit der Amerikaner „ein Versprechen, daß bie Pros peri th ewig dauern würde", so ist er eben heute für diele nur noch ein Politiker, wie viele andere auch. Sein Dame hat jene ma> gische Anziehungskraft verloren, die er 1928 noch hatte. Gewiß wirb ihm bamit Unrecht getan, da Hoover zweifellos unter den amerikanischen Präsidenten einer der bedeutendsten ist, aber man muh nun einmal damit rechnen dah s e i n e W i e- derwahl durchaus nicht so sicher ist.
Die große Masse der Anhänger der republika- Nischen Partei verlangte daher eine Plattform, Mc möglichst populär war ober doch geeignet war, dem republikanischen Programm jene Zugkraft tolebcfjugeben, die eS fldjer zum Teil verloren hat. Was lag da also näher, als wieder einmal die Frage der Prohibition zur Sr- örtcrung zu stellen, die die Gemüter in den USA. immer mehr erhitzt? Wächst sich doch das Ausschank- und Derkaufsverbot für Alkohol immer mehr zu einem Skandal aus, der Recht und Moral zu untergraben droht. Gin Gesetz, das von allen umgangen wird und nur dazu dient, t>en®angfter- banben ungesetzliche Gewinne zuzuschustern ist schäblicher al» bet freie Ausschank von Alkohol eS je fein kann. Der Mann, bet es fertig bringt, diese Frage mit ihrem Für und Wider so zu bereinigen, daß all die vielen Mißstände auf* hören, die sich auS der Prohibitionsakte ergeben haben, würbe jebenfallS Aussichten haben, der populärste Mann in den USA. zu werden.
Aber wie groß die Schwierigkeiten gerade für die Republikaner sind, hier einen klaren Kurs zu steuern, daS hat der Parteikongreß In Chikago gezeigt. Gewiß war eine starke Minderheit, fast zwei Fünftel des Kongresses, der vor vier Jahren noch „knochen trocken" war, jetzt für eine glatte Beseitigung der P rohi- b i t i o n — aber zwei Fünftel waren auch dagegen, so daß schließlich die Entscheidung bei dem einen Fünftel der Hoover ergebenenQkrtoaltung&- beamten lag, bie der Verwaltung lediglich eine freie Hand in der Frage zu geben wünschten. Die Entschließung in der Prohibitionsfrage, der wichtigsten innerpolitischen Frage für die Präsidentenwahl, ist daher sehr kompromißlerisch ausgefallen: GS wird lediglich vorgefchlagen, daß die Staaten, die es wünschen, durch Volksabstimmung beschließen können sollen, ob sie weiter trocken bleiben ober nah werden wollen — eine sehr gemäßigte Entschließung, die aber Hoover. der für feine Person „trocken" ist, schon schwer genug war und trotzdem so sehr das Wutgeheul der Trockenen erregt hat, daß sich sogar Intime Freunde Hoovers, wie Dorah, daraufhin von ihm zu trennen drohen ...
llnb dieses Kompromißlerische, daS die Plattform in der so wichtigen Prohibitionsfrage auszeichnet, ist auch charakteristisch für alle
SrQ9<rk ganz besonders die außenpoli- ttschen. Die Zölle sollen bleiben — aber gleichseitig wird eine W e l t w i r t s ch a f t s k o n f e- re n j angeregt, die diese Frage neu regeln soll. Der Goldstandard für den Dollar soll erhalten werden — aber gleichzeitig seht man lieb ,Pro Weltkonserenz zur Klärung der ®i Iberf rage ein. 5>ie wichtigste Aufgabe lieht me amerikanischc Regierung in der Herbeiführung her Weltabrüstung — aber bie amerikanische 5 l o t le soll nach Möglichkeit erhalten blei- oen. mun bie Plattform HooverS für ben neuen Wahlkampf ist so vieldeutig. bah er mit ihr machen kann, was er will, wenn er es nur ver- ftebt, e» seinen amerikanischen Landsleuten richtig ^'iubringen. Insofern ist sie also zweifellos ein si.rvßer Erfolg seiner Regie — aber die Frage W fr*!), was das Land dazu sagen wird.
Die Masse der alten Parteiführer ist daher auch stark enttäuscht au- Lhtkago wieder fortgefahren: sie befürchten, bah man mit einem folgen Programm nicht siegen kann, daß Hoover eS freSmal nicht schaffen wird. SS sei denn, dah es ihm doch noch gelingt, einen großen außenpolitischen Erfolg batron^utragen, oder dah r fcincr Gegner, der Demokraten, die
gleiche Verwirrung der Ansichten herrscht, wie bei den Republikanern.
Was bie Demokraten beschlichen werden, steht noch dahin. Sicher ist jedenfalls dah sie in der Prohtbitwnsfrage genau so geteilter Ansicht |in£> wie die Republikaner, und dah sie auf wirtschaftspolitischem Gebiet einer Reihe von Ansich- ten huldigen, die nicht so ohne weitere- bei der Mass« der landwirtschaftlichen Bevölkerung der USA. auf Verständnis flohen dürften. Da sie jedoch unbelastet von jeder praktischen Verantwortung sind, ist es natürlich für
Aus Oer provinzialhauptsiavt.
Gießen, ben 30.3uni 1932.
40IahfeWerlleitep bei der Finna Gail
Der Direktor der Gailschen Tonwerke, Ingenieur R. Wagenschein, kann am morgigen 1. 3uli in bester Frische und regster Schaffenslust auf eine 42iahrige Tätigkeit an der DPitze dieses Werkes zurückblicken. Direktor Wa- genschein war seit der ülebernahme seiner Stellung im Hause Gail als technischer Leiter der Tonwerke tätig. Seit der Umwandlung der Firma in eine Aktiengesellschaft gehörte er dem Vorstand deS Werkes an, den er seit Mai vorigen Jahre», nach dem Tode des kaufmännischen Direktor- Wenzel, allein bildet. Mit reichem Fachwissen, unermüdlicher Schaffensfreude und starkem Derantwortlichkeitsbewußtsein für das ihm anvertraute Unternehmen hat er an der Aufwärtsentwicklung de» Betriebes stets hervorragend und fruchtbringend mitgearbeitet. Durch feine berufliche Tüchtigkeit und durch feine ausgezeichneten menschlichen Qualitäten erwarb er sich sowohl bei der Leitung deS Gesamtunternehmens, wie bei allen Mitarbeitern und Arbeitern deS Hause» Gail volles Vertrauen, warme Sympathie und größte Wertschätzung al- Werkleiter, Mitarbeiter und Mensch.
Miliiärlonzert für den Rudersport.
Auf Veranlassung des Verein- „Hferfritif' gab gestern abend da- Musikkorps unseres Bataillon- unter der Stabführung von Obermusikmeister K r a u h e auf dem Dootsplah vor dem Hause der Gießener Rudergesellschaft von 1877 ein Militärkonzert, das alS Werbung für die Gießener Ruder-Gesellschaft, den Verein Rudersport und den Ruderklub Hassia gedacht war. Der rudersportliche Gedanke kam bei dieser neuartigen Kombination zwischen Militärmusik und Ruderei durch eine , Auffahrt der Boote der Rudervereine zu Beginn des Abends zum Ausdruck, ferner gegen 21.30 ülhr durch eine Auffahrt der Paddelboote der Paddlergilde mit Lampions und anschließendem Reig enfahren. Die Zuschauer verfolgten mit Interesse diesen Teil der Veranstal- tung, der zweifellos alS gutes Werbemittel für den Rudersport angesehen werden kann.
Das Konzert der Militärkapelle,
sie leicht, die Dinge so zu formulieren, baß ein außerordentlich klare» Programm herau-kommt da- wohltuend von dem Mischmalch der Republikaner abstechen würde. Sie verfügen obendrein über eine Reihe „Junger“ Leute, die vielleicht dem Volke mehr zufagen al» bie hinreichend bekannten Persönlichkeiten der Hooververwaltung. Gelingt es ihnen noch obenbrein, den allen Gegen- iatz zwischen den nördlichen Demokraten und denen de» Süden» zu überbrücken, der sie bisher in ihrer Aktivität stcrs gehemmt hat, so stehen ihre Shan- cen gut Jedenfalls mindestens ebenso gut wie die der Republlkaner.
Hoover» einzige Lhance liegt daher a u f außenpolitischem Gebiet. Denn hier ist er. solange er an der Spitze der Verwaltung steht, unbeschränkter Herr, und hier kann ihm niemand dazwischenrcXn. wenn er wirklich etwa» will. Und hier albt es schließlich ein Gebiet, auf dem er tatsächlich etwas erreichen kann — auf dem Gebiet ber Abrüstung, wo saft alleS davon abhängt, was bie USA. ber Welt vorzuschlagen willen. <Das erklärt bie Motive, aus denen betau# Hoover seinen berühmten Vorschlag in Genf gemacht hat. D. Red.> Aber gerade hier liegen auch die Gefahren für eine derartige Politik. Da Hoover ein einseitige» Opfer von den europäischen Mächten verlangen muß — er kann feine Gegenleistung eine» Entgegenkommens in ber Schuldenfrage erst nach ben Wahlen machen — ist e» sehr zweifelhaft, ob er sehr viel erreicht, besonder» da ja in Europa alle- andere alS etwa Einmütigkeit über die Abrüstung besteht. Gs wäre aber nun grundfalsch diese Dinge etwa vom parteipolitischen Standpunkt au» sehen zu wollen. Denn vom europäischen Geficht-punkt au» muß man Hoover einen vollen Erfolg wünschen, weil zweifellos bei den Demokraten entweder nicht die Einsicht besteht, die erforderlich erscheint, um eine erfolgreiche Politik treiben zu können, oder doch zumindest die Deigung besteht, außenpolitische Mißerfolge HooverS zu benutzen, um inner- politisch barau- Kapital zu schlagen. Alnb auf wa- man da gefaßt fein muh, da» zeigt D. die letzte Rede deS Demokraten Roosevelt, der sich gegen jede Konzession an die europäischen Mächte aussprach und volle Eintreibung aller Kriegsschulden forderte I
in gewohnter Exaktheit und Schneidigkeit durch* geführt, wurde mit den flotten Klängen des Re- girnentsgrußeS (Marsch von Steinbeck) eröffnet. Darauf folgte DerdiS Ouvertüre zur Oper „De* bukadnezar". Hierauf konnte man sich an der Wiedergabe von Hill s Lied .Da» Herz am Rhein" erfreuen, ben Abschluß des ersten Teiles bildeten Szenen aus Webers Oper „Der Freischütz". Der -weite Teil brachte zunächst Offenbach» Ouvertüre zur Operette „Die schöne Helena", anschließend König Heinrichs Aufruf und Gebet aus „Lvhen- grin“ von Wagner. Eine reizvolle Abwechselung war dann der Straußsche Walzer „Wein, Weib, Gesang" schmissig und mit Charme toicbcrgcgcben, schließlich Gounod» Fantasie auS der Oper „Margarete". Der dritte Teil brachte aus Werken Reck- lings eine Auslese au» den „Waldteufeleien", sodann Pragers Charakterstück „Bleisoldat auf Wache" und schließlich Recklings Potpourri „Erinnerung an daS Militärleben". Diese Programmnummern fanden bei ben Besuchern eine so warme und begeisterte Aufnahme, daß die Kapelle sich häufig zu Zugaben verstehen muhte, die sie natürlich im Hinblick auf ben starken Beifall gerne bot. DaS Konzert stellte in allen Tellen erneut die reife Künstlerschast unserer Militärkapelle unter bet Leitung bes Obermusikmeisters K r a u ß e unter Beweis und verschaffte dadurch den Besuchern einige Stunden besten künstlerischen Genusses.
Dem Ruderlehrer der GRG. Herrn Schulde wurde während einer Konzertpause von dem Vorsitzenden deS Vereins „llfcrtritir, Herrn Henkel eine Plakette überreicht, durch die seine Verdienste um die Förderung des Rudersport» und zugleich die Erfolge der GRG. in sichtbarer Weise wohlverdiente Anerkennung fanden.
3eiiung,TheaterundVerkehrswerbung
Auf der in diesen Tagen in DoSlar abgehaltenen Fremdenverkehrstagung sprach der Direktor deS städtischen Verkehrsamtes Osnabrück, Dr. Hugle, über „D i c Praxis der Der- kehrSwerbung". Hierbei äußerte er sich auch über die Verkehr-Propaganda, der zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Er hob dabei hervor, daß vor allen Dingen die Zeitung alS Gestalter und Spiegel der öffentlichen Meinung in den Dienst der Derkehrswerbung gestellt werden müsse. Die Zeitung, so führte er au», ist in unserer schnellebigen Zeit da» wichtigste Mit
tel össenlllcher Belehrung und Unterhaltung. 6le ist in höchstem Maße Ausdruck de» Lebenskämpfe» und Leben-Willen- eine» Verkehrs- und Wirt- schastsraums. und nicht nur im redaktionellen, Ion- bem auch im Anzeigenteil für die Verkehrswer- bung markt analytische Grundlage und einprägsamer Werbeträger.
In diesem Zusammetchang fei noch auf einen Dort rag „Fremdenverkehr und Wirtschaft^ auf ber gleichen Tagung bingewiden. in bem der Erste Syndikus der Industrie- und Han- bcUlammcr, Osnabrück. Dr. Mann», darauf hinwieS. wie Nzirfschaslswichtig in Verbindung mit bem Fremdenverkehr die S t a d 11 h e a t e r seien. Die Städte, so führte er au», die au» S pars am- keitsrücksichten ihre Theater schließen, sind mit Kaufhäusern au vergleichen, die ihre Schaulenster zumauern wollten, um die Versicherung für die Scheiben zu sparen Wer Verkehrswerbnng treiben wolle, müsse auch lagen, wofür er werve und müsse den Fremden Wesentliches bieten können.
Gictzcncr tfcodKnmnrttprcifc.
Dießen, 30. Juni. E» kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter 90 100, Süßrahmbutter 130. Landdutter 110- 120. Matte 25 bi» 30 Pf. das Pfund, Sier 8. Käse 5 10 Pf. ba» Stück. Wirsing 10. Weißkraut 12. Spinat 15. Römischkohl 10—12. Bohnen 40, Spargel 30 bi» 50. Erbten 20. Tomaten 40—50. Zwiebeln 15. Rhabarber 8-10. Kartoffeln, alte. 5. neue 10 -15. Aepfel, au»ländischc. 50-60, Dörrobst 30 35. Kirschen 30 - 35, Stachelbeeren, unreife, 20. Erdbeeren 35-50, Honig 40 45. Junge Hähne 80 bi» 90. Suppenhühner 70 SO Pf. das Pfund. Tauben 50—70, Blumenkohl 30—60, Salat 8- 10, Salatgurken 25- 35. Ober-Kohlrabi 10-12, Rettich 10—12 Pf. daS Stück, Radieschen 8 -10, Gelb« 2tüben 10—12 Pf. da» Bund. Kartoffeln 4,80 Mk. per Zentner.
Bornotizcn.
— Taaeskalender für Donnerstag! Vderhelsischk Gesellschaft für Natur, und Heilkunde, 20.15 Uhr. Forstinstitut, Braugasse, Sitzung: Dor» trage von Dr. fferd. Kleinund Prof Max Ding- l e r. — Frauengruppc des PDA.. 20 Uhr. „Hinden- durst", Lichtdllderoortrag über die Pfingsiiagung in Glding. — fjausfrauenberatung, 20 Uhr. Lchrkuche Einhorn. Dortrag über Der moderne Hausl-alt". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße. 16, 18 und 20 30 Uhr, Sonderftlmvorfuhrungen „21 u» unserer schonen deutschen Heimat-,
** Richt» damit zu tun. Der Bücherrevisor Paul Koch (Hof Strupbach, Post Rodheim a. d. D.) macht darauf aufmerksam, daß er mit der SchössengerichtSverhandlung. über die am 17. Juni berichtet wurde, nicht in Verbindung zu bringen ist. Rähere» ist au» der Anzeige vom Dienstag ersichtlich.
Wettervoraussage.
Der hohe Druck über Zentraleuropa hat eine gewiße Beruhigung heroorgerufen und verursacht viel- fach aufheiterndes Wetter. Gleichzeitig macht sich schon über Westdeutschland durch Zuruckdrehen des Windes nach Süden zu die Annäherung ber neuen Atlantikstörung bemerkbar, lieber ben britischen Zn- fein treten verbreitete Niederschläge auf. Die Wetterverschlechterung wird auch bei uns cintrelen, so daß Niederschläge und spater auch Gewitterstörungen zu erwarten sind.
Aussichten für Freitag: Wärmer. Bewölkungszunahme " und sväter Ucbergang zu Niederschlägen. südwestliche Winde.
Aussichten für Tarnst a g: Wolkig. Gewitterstörungen oder gewitterartige Schauer und nach- folgend etwas Abkühlung.
Lufttemperaturen. Am 29. Juni: mittags 21,9 Grad, abends 18,4 Grad: am 30. Juni: morgens 17,4 Grad Eelfius. Maximum 22,2 Grad, Minimum 15,6 Grad. Niederschläge 0,5 mm. — Erdtempera- turen in 10 cm liefe. Am 29. Juni: abends 21,0 Grad: am 30. Juni: morgens 17,8 Grad Eelfius.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12JO Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
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Am Donnerstag, dem 4. August 1932, oormittasts 9 Uhr. werden im Amtsae- richtsgebäude zu Gießen. Zimmer 107, die nachstehenden im Grundbuche von Gießen 1. der Jakob Happel Witwe, Luise geb.
Herbert in Gießen;
2. dem Hans Wilhelm Emil Happel, daselbst, zugeschriebenen Grundstücke, versteigert: 4901D
A. Grundbuch für Gießen, Band III, Blatt 140.
N M®l 100'i
erzielen Herren u. Tarnen durch den ®er
lauf eineSwirklich neuen praktischenWirt-
schaftöartikels.Interessenten, die den Alleinvertrieb bezirksweise übernehmen, wollen sich am i>reitag, zwischen 10 bi»
12Uhr in Gießen,im BahnhosShotel Lenz
bei Ceiftner melden.
03976
Ord.-Nr. 2, Flur 1, Nr. 980 = 183 qm Hosreite zu Gr. Mühlgasse 30;
Ord.-Nr. 3, Flur 1, Nr. 986 = 583 qm Hosreite zu Gr. Mühlgasse 30, zusammen geschätzt 27 540 RM.
B. Grundbuch für Gießen. Band XXXXIX, Blatt 2417.
Ord.-Nr. 2, Flur 28, Nr. 286 = 1250 qm Hosreite, Rodheimer Straße 42, geschätzt 47 500 RM.:
Ord.-Nr. 4, Flur 28, Nr. 287 = 1481 qm Grasgarten daselbst, geschätzt 2962 RM :
Ord.-Nr. 5, Flur 28, Nr. 288 = 9460 qm
Wiese daselbst, geschätzt 19 590 RM.:
C. Grundouch für Gießen, Band XVI, Blatt 757.
Ord.-Nr. 1, Flur 1, Nr. 981 = 105 qm
Einfahrt in der Neustadt, geschätzt 215 RM.
Zu C: der der Jakob Happel Witwe zustehende Anteil zu •/* und der dem Hans Wilhelm Emil Happel zustehende Anteil zu 1 m>.
Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt.
Gießen, den 27. Juni 1932.
F. A des Hess. Amtsgerichts Gießen.
Leo, Ortsgerichtsvorsteher. ।
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