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Lich. 29 Mai 3n diesen Tagen wurde hier die amtlich angeordnete Anbauflächen- crhebung durchgeiührl Der Stadt Lich lind die selbständigen Gemarkungen Mühlsachsen. Hof- Albach, Kolnhaufen und Meilbach angcichloNcn. Die Gesamtfläche der einzelnen Gemarkungen be­trägt in Lich 2198.3 Hektor ißid)i, Mühllachlcn 82 Hektar (QBÜ-). Hof-Albach 345.2 Hektar (H. A ) Kolnhaufen 414.5 Hektar <Äo.) und Mcilbach 162.2 Hektar 'Mei ). Diele Flächen werden schätzungsweise in folgender Weile bewirtschaftet 'Die in Klammern gesetzten Buchstaben bezeichnen die Gemarkungen ) Getreide und Hüllcnfrüchtc Lich 260. 9,5. tz A 47. Ko. 60.3 Hektar - Hackfrüchte Lich 260.. 2. H A. 2.5, Ko 26.4 Hektar Gartengewächse Sich 12. H 2 1. Ko 0,5 Hektar Futterpflanzen Lich 87,2, . 1. H A- 7, Ko 9 Hektar - Ackerweilc Lich 16 Hektar Wiesen Lich 300. Mu. 6.5, H A- 4. Ko. 86.5 Hektar Viehweiden Lich 11.5, . 3.4. H. 2. 18.4 Hektar. - Obstanlagen Lich 62. H 2. 1.5 Hektar. Gartenland Lich 58. . 0.3. H 2 0,5. Ko 2.3 Hektar. Forsten Lich 1049.. 57.1. H. 2- 222,9, Ko. 213.3. Mei 157.4 Hektar. Haus- und Hosräumc. Lich 17. Mu 0.2. H 3 0,5 Ko. 1.6 Hektar Oed- und Inland Lich 3.6. H 2 0.4. Ko

2 Hektar Wege ulw Lich 62.. 2. H 2 19,5, Ko. 12.6. Mei. 4.8 Hektar

Kreis Aisfcld.

< Merlau, 29. Mai. Bei der heutigen Bei­geordnetenwahl erhielt Landwirt Georg Becker 170 Stimmen, ^Schweinehandler Hermann ' Münch 124 Stimmen Bon 410 Wahlberechtigten genügten 302 ihrer Wahlpflicht, mithin also 73 Prozent. Acht Stimmen waren ungültig.

Kirche und Schule.

49. Theologische Konferenz in Gießen.

Am Donnerstag fand im vollbesetzten großen Saale des neuen Studentenheims die 4 9. Theo­logische Konferenz statt. Der seitherige Vor­sitzende, Geh. Kirchcnrot Pros. D. Dr Krüger, eröffnete die Konferenz mit einem Ausblick auf die Jubiläumstaaung des nächsten Jahres und gab einen interessanten Ucberblick über die bisher be­handelten Themen: an 47 Konferenzen hatte er selbst teilgenommen.

Die Leitung übernahm nun Pros. D. Dr. Cor­dier nach Schriftlesung und Gebet: er gab der Hoffnung Ausdruck, daß Geh. Rat D Dr. Kruger noch lange der Konferenz erhalten bleibe.

In feinem VortragDer d) r 1 ft I i d) c Staat" betonte Prof. D. Erich F o c r st e r, der Christ im Rechtssinn sei etwas total anderes, als der Christ im Glaubenssinn: die Zugehörigkeit zu einer sicht­bar organisierten Kirche beweise nichts für das Ehriftsein. Luther entdeckte im Einklang mit Pau­lus die eine Kirche als die sichtbare und unsicht'- bare. Das geltende evangelische Kirchenrccht kenne nur die Zugehörigkeit zu irgendeiner Kirche als Voraussetzung für den Himmel, Familie und Staat feien die Stätte, in denen der Heilige Geist wirke, nicht Priesterweihe und Ordination. Dichter fokale Reformatoren und Bühne könnten seine Werkzeuge sein, selbst seine Gegner. Heute bestehe wieder die Gefahr, die Geschichte zu neutra­lisieren: man scheine bei der Ineinssetzung von Ra- tur und (Heist aus der Geschichte des l'i. Jahrhun­derts nichts zu lernen. Einen christlichen Staat im Sinne des Katholizismus aus kirchlicher Sakrck- mentierung kenne der Protestant nicht Das Wort christlich" passe so rocnlg, wie zu einem Staat, auch zu einer Kirche im Rcchtssinn,christlich" sei nur der Christ: Jesus der £)crr, es bedeutet nicht einSein", sondern ein ,-Sollen" Wir dürften auch unfer durch Gottes Wort geweihtes Volk als chrift- lich onsehcn. darin bestehe das Recht der Mission, aller Kulturarbeit und Liebe zu Volk und Doter- land. Der christliche Untertan müsse alles, auch das Menfchcnwerk, von Gott herleiten, oudj die Will­kür bei der Bildung bet Staaten mache ihn nicht irre. Die Um Gottes willen auch zur Obrigkeit nötige Liebe fei Feindesliebe da, wo diese Obrig­keit gegenüber dem Reich Gottes feindlich fei. Hier habe nach das Gebet zu Gott um Bekehrui^g des Bösen, oder Brechung seines bösen Rats und Wil­len» seine Aufgabe. Luther wollte nicht jede Der- fasfungsänderung gehindert wissen: die Obrigkeit brauche die Stützung durch die Sympathie der Chri­sten. Der Staat müsse Ehe und Obrigkeit schützen: sein Zerbrechen gefährde auch die Kirche Gab es zu Luthers Zeit noch MachUrager und Machtlose, so sei heute jederMitobrigkeit". Daß die heute von der Theologie in Angriff genommene Ausgabe, Luthers Lehre vom Staat in die heutige Zeit zu übersetzen, nicht schon in den Tagen Bismarcks geschah, sei schade. Der Kanzler suchte für Deutsch- land nur die Stelle des gleichberechtigten Bruders: die Lutherlegende vom derben Bauernsohn und die Btsmarcklcgendc non den rasselnden Kürossierstie- fein seien auf einem Acker gewachsen. Staatsmacht

und Staalsgesinnuna leien tn Deullchland getun­ten. Lu» stärkerer Betonung der Pflichten gegen den Staat sei eine Beiferung zu erwarten.

An mit lebhaftem Deilall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an, an der sich beteiligten tne Professoren D Dr Schumann, D. Bornkamm. Dießen: Lic. Dell, Herborn, und D. Dornhöuser, Marburg: die Pfarrer Weck, Oder-Eschbach, und Rühl. Reid>el»heim. Professor D. F o e r st c r antwortete im Schlußwort.

Arn Nachmittag sprach Prof. D. Wilhelm R u

bolph, Gießen über ..Bedenken gegen die Well- hausemche Quellenkritik, illustriert ar. der Genesi»". Er wirst der QueUenidKibunfl vor, daß sie melfad) erst Schwierigkeiten schasse, und spricht insbesondere dem Clobiftni*ba» Dasein ab Luch dieser Vortrag fand beifällige Aufnahme Der Nestor der Alttefta- mentlichen Wissenschaft, Pros D Budde. Mar­burg. äußerte seine Bedenken, die in der Feststellung gipfelten, daß an den von Wellhaufen geschaffenen Grundlagen yicht mehr zu rütteln lei.

Wirtschaft.

D i e 3nber)tffer der Großhan­delspreise Die vom Statistischen 2cid>eamt für den 25 Mai berechnete Großbandelsindcr- Aiffet; ift mit 96.4 gegenüber der Vorwoche um 0.9 n" H gesunken. Die Indexziffer der einzelnen Hauptgruppen lauten Agrarstoffe 91,7 (minus 2.4 v. H i. Kolonialwaren 86 4 (minu» 0.2 v H >. inbuflri l e Rohstolf: u dH lbw.r:n 8.'.7 (unner- ändert« und industrielle Fertigwaren 118.4 «minus 0,1 v. H ). Produktionsmittel 118,3 lminuS 0.1 v H.), Konlumguter 118,4 (minus 0,1).

Berlin einheitlich fester.

Berlin, 30. Mai. <WTB. Funkfpruch.) Die erste Börse der neuen Woche eröffnete in sehr abwartender, aber verhältnismäßig wi­derstandsfähiger Haltung. Sie be­schränkte sich auf ein Minimum, zumal die poli­tische Unsicherheit und die bevorstehende Gntschei- tnmg deS Kabinetts Brüning zur Zurückhaltung mahnte. Die wirtschaftlichen Momente traten in den Hintergrund, die Gerüchte über Schwierig­keiten in England stellten sich als übertrieben her­aus. zumal die englische Regierung bemüht fein dürste, alle Beunruhigungsmomente auS der Welt zu schassen. Größere Bedeutung wurde noch dem Ausfall der gestrigen LandtagSwahl in Oldenburg beigemeffen. 3m großen und gan­zen zeigten die ersten Kurse heute bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, und nur wenige Werte sielen durch schwache Haltung auf. So ver­loren Westeregeln 2,5, Schultheiß 2 Proz.. Ehade und Holzmann erschienen zunächst überhaupt nur mit Minus-Minus-Zeichen Bei ersteren verwies man auf schwache Schweizer Kurse, bei letzteren verstimmte der Dividendenausfall

3m Derlaufe wurden Chadeaktien 7,25 Mark niedriger festgesetzt, während Holzmann etwa 6 bis 7 Proz. schwächer tariert wurden. Festverzins­liche Werte lagen im Angebot Pfandbriefe waren in der Tendenz noch unentwickelt. Reichsfchuld- buchsorderungen und Altbelitzanleihe verloren an­fangs etwa 0,5 Proz., holten aber im Verlause diesen Verlust wieder ein. ^leberhaupt wurde es nach den ersten Kursen einheitlich fester, wobei die Belebung vom Elektromarkt unter Füh­rung von Siemen» ou-ging. 3nwieweit der be­kanntgewordene Rücktritt des Kabinetts Brüning mittoirfte, läßt sich natürlich mit Si­cherheit nicht sagen Rein börsentechnisch ist sie so zu erklären, daß einsetzende Deckungen auf Stüt­zenmangel stießen.

2m Geldmarkt war die Situation vor dem Ultimo weiter versteift. Tagesgeld zog auf 5,75 Prozent in der unteren Grenze an und war hier noch vereinzelt mit 5,68 Proz. zu haben. MonatS- geld blieb unverändert 6 biS 8 Proz. nominell. Stärkste Zurückhaltung in Frankfurt.

Frankfurt a. 21.. 30. Mai. iWTB. Draht- meldung.) Der erste Börsenverkehr der neuen Woche stand vollkommen im Zeichen der inner- politischen Hochspannung. Die Speku­lation bekundete starke Zurückhaltung, zu­mal auch sonst überwiegend ungünstige Rachrich- ten aus der Wirtschaft Vorlagen. Bei zunächst geringer Urnsatztätigkeit neigte die Tendenz etwas zur Schwäche, doch war die Kursgestaltung sehr unregelmäßig. Gerüchte von einem Rücktritt Brünings wurden stark beachtet, doch wurde die Tendenz daraufhin fester. Die Spe­kulation schritt au größeren Deckungen, wobei sich Materialmangel fühlbar machte, so daß teilweise recht ansehnliche Kursstei­gerungen eintraten. Vom Publikum lagen keine Aufträge weder nach der einen, noch nach der anderen Seite vor. Durch sehr schwache Hal­tung sielen erneut Chadeaktien auf, die etwa 10 Mark einbuhten 3G lagen 1 v. H.. Gold­schmidt 1,25 v. H. niedriger. Deutsche Erdöl zogen dagegen 1 v. H. an. 2m Clektromarkt verloren Schuckert 1 v. H. anderseits konnten sich ©effürcl 1 v H. und Lechwerke um 1,5 v. H und später Siemens um 3 v. H. befestigen. 2m Montanmarkt lagen Harpener mit minus 3 v. H. sehr schwach, während im übrigen die Kurse behauptet blieben. Schwächer lagen auch .Kunstseideaktien, die etwa 1 v. H. nachgaben, anderseits konnten Reichsbank.

Salzdetfurth und Schilfahrtswerte etwas an- ziehen Von lokalen Werien erschienen Holzmann auf den Dividendenau-fall mit Minus-Minus- Zeichen. Der Kurs wurde 5.5 v. H niedriger tariert

Als im Verlause die Gesamtdemislion des Kabinetts Brüning bekannt wurde, herrschte naturgemäß stärkste Zurückhal­tung und die Stimmung wurde unsicher. Das Kiirsniveau konnte sich aber behaupten, da von keiner Seite Material an die Märkte kam. für vereinzelte Werte ergaben sich sogar noch kleine Befestigungen. Reichsbank konnten um 2,5 v. H anziehen .

2m Rentenmarkt lagen 21tbefih 0.5 v H fester, ebenso konnten sich Reichslchuldbuchforde- rungen nach anfänglicher Schwächeneigung um 0.5 bis 1 v H erhöhen Gold- und Liquidations- Pfandbriefe lagen uneinheitlich, jedoch meist etwa» niedriger Don Aaslandrenten büßten Anatolier 0.5 v. H ein.

Am Geldmarkt war Tagesgeld zum heu­tigen Zahltag etwas gesucht. Io daß der Sah aus 4,75 v H erhöht' wurde.

frankfurter Lchlachtvirhmarkt.

Frankfurt a. M. 30. Mai. Oluf trieb 1163 Rinder darunter 273 Ochfen. 121 Bullen. 408 Kühe 338 Färsen, ferner 580 Kälber 23 Schafe. 4401 Schweine Ss wurden notiert Rinder Ochsen vollfleischige. auSgemäftete. höchsten LchlachtwertS (jüngere) 32 bis 35 Mk. (ältere) 27 bis 31. sonstige vollfleischige (jüngere) 23 bis 26; Bullen jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 28 bis 31. sonstige voll- fleischige ober ausgemästete 22 bi» 27; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 26 bis 28. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 22 bi« 25. fleischige 17 bis 21; Färsen (3ung- rinder. Kalbinnen) vollfleischige. auSgemästete. höchsten LchlachtwertS 32 bi» 35. vvllfleischige 27 bis 31. fleischige 23 biS 26. Kälber beste Mast- und Saugkälber 39 bis 42. mittlere Mast­rind Saugkälber 34 bis 38. geringe Kälber 28 bis 33. Schweine vollfleischige Schweine von etwa 240 bi« 300 Pfund Lebendgewicht 36 bis 38. von etwa 200 bis 240 Pfund 35 bis 38. von etwa 160 bis 200 Pfund 34 bis 37, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 32 bis 36 Mark Marktverkauf Rinder langsam, ausverkauft. Schweine ruhig, ausverkaust. Käl­ber und Schafe langsam, geräumt.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a M, 30. Mai. Die Frankfurter Getreidebörse stand zum Wochcnbeginn im Zeichen starksterZuruckhaltung Maßgebend hierfür waren die gespannte innerpolitische Situation, der geringe Mehlkonsum und die weiter günstige Witte- rung für die Ernte Das Angebot war zwar nicht groß, jedoch begegneten auch Kleinigkeiten nur sehr geringer Aufnahmeneigung. Das Preis­niveau lag kaum verändert, lediglich Futterariikel gingen etwas zurück, ebenso neigten die Mehlpreise etwas zur Schwache.

Es wurden notiert: Weizen 280 'Mark, Roggen 225, Sommergerste für Brauzwecke 200 bis 204, Hafer (inländischer) 172,50 bis 177,50, Weizenmehl (süd­deutsches, Spezial 0, mit Austauschweizen) 39 bis 40,25, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austausch- weizen) 39 bis 40. Roggcnmehl (70 o. H ) 27,75 bis 29, Weizenkleie 9,75 bis 9,60, Roggenkleie 10, Erbsen (je nach Qualität für Speisczwccke) 26 bis 35, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 24 bis 52, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 4,75 bis 5, Wei­ten. und Roggenstroh (drahtgepreßt) 5, Weizen- und Roggenstroh (gebündelt) 5, Treber (getrocknet) 11, Industriekartosscln hiesiger Gegend per 50 Kilo­gramm 2,90 Mark. Tendenz: ruhig

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M.. 28. Mai. Die Inlandzu- fuhren an Eiern - haben in der abgelaufenen Woche eine starke Zunahme erfahren, während der Konsum weiterhin nur Käufe für den Tages­bedarf vornimmt. Man hält es unter diesen Um­ständen nicht für ausgeschloffen, daß die Preise in den nächsten Tagen eine Ermäßigung erfahren werden. Bei geringen Umsätzen blieben sie zu­

nächst noch unverändert. Es notierten in Pfennig per Srück ab loco Frankfurt a M Bulgaren 5.75 bis 6 Jugoslawen 5.75 bis 6. Rumänen 5.5 bis 6. Holländer 5.25 bi« 7.5. Dänen 5.25 bi# 7.75. Hl andern 6.25 bi# 6.5. deutsche Landeier 6.5 bi« 6.75. deutsche Frischeier 5,5 bi« 7,5.

Buntes Allerlei.

Wurst wider Wurst.

Eine luftige Geschichte non Vernarb Shaws Be­such in Rußland wird in amerikanischen Blättern erzählt Der englische Dichter begegnete bei einem Spaziergang an den Ufern der Wolga einem nied­lichen kleinen Mädchen, da« im Sand spielte Gr fing an. mit der Kleinen zu plaudern, die sogleich große Zuneigung zu dem weißbäNigen alten Herrn faßte So spazierten sie eine Zeitlang Hand in Hand am Ufer aus und ab. und Shaw freute sich an dem Geplauder seiner Begleiterin Schließ­lich aber mußte er sich von der neuen Bekannten trennen und nahm mit den Worten Abschied .Leb wohl mein Kind, und wenn deine Mutter dich fragt, wo du gewesen bist, dann sage ihr. du leist an der Wolga mit George Bernard Shaw spa­zieren gegangen.** Dem kleinen Mädchen bedeu­tete dieser weltberühmte Rame nicht das Ge­ringste. aber sie verspürte eine Freundlichkeit in den Worten ihres neuen Freunde« und wollte nicht hinter ihm zurückstehen. Sie richtete lich mit kindlicher Würde auf und erwiderte lächelnd .Und wenn du nach Hause kommst und man fragt dich, wo du gewesen bist, dann kannst du ihnen lagen, daß du an der Wolga spazieren gegangen bist mit Katerina Iwanowna Fedorvwitsch!'

Oie Herren Eltern.

Der Deutsche Sprachverein schreibt: Sie scheinen jetzt wirklich tot zu sein, endgültig lot, tue Herren Ellern, und wir können hoffentlich annehmen, daß sie nicht eines Tages wieder auserftehen werden. Denn das war doch wohl der Gipfel der^erschroben- beit, daß man aus lauter Höflichkeit die Mutter de» Angeredeten gewisiermaßen vermännlichte. Ich er­innere mich noch sehr gut. daß ich in meiner Jugend e» war vor einem halben Jahrhundert und dar­über die Leute gelegentlich fid) ganz ernsthaft streiten hörte, wie man im Gespräch ober im Brief die Eltern des andern bezeichnen solle, aber das Ende war immer dasselbe: es heißt: ,Hhre Herren Eltern". Daß man einfach sagen kannIhre Eltern" oder auchIhre ließen" oberverehrten Eltern", daraus kam niemand Wir wollen denHerren Eltern" keine Trane nachweinen.

XunDfunfprogramm.

Donnerstag. 2. 3uni.

7.05 Uhr: Bad Kreuznach: Frühkonzert. 9 bis 9.45:Besuch auf der Jugendherberge Hohenstein m der Sächs. Schweiz, der größten twutidjen Jugend- bürg". 12: Konzert. 13 Schallplattenkonzert. 15.30 Stunde der Jugend. 16.30: Mannheim: Hörbericht vom Ausstellungsplatz der 38. Wanderausstellung der Deutschen LaNdwirtslhastsgeseUschast. 17. Rach mitlagskonzert. 18.25 Bücherstunde:Abenteurer­bücher". 18.50:Staatsverfassung Frankreich»", Vortrag von Universitätsprosessor Gottfried Salo­mon, Frankfurt a. M 19.30: Unterhaltungskonzert. 20.30: Startspruna ms Leben Ein Gespräch unter Abiturientinnen 21 Kgnzert für Klavier. Orchester und Männerchor. op. 39, von Fr. Busoni. 22: Skizzenbuch des Tages.

Freitag, 3. Juni. «

7.05 Uhr: Bad Kreuznach Frühkonzert des Kur- orchefters 12: Konzert. Unbekannte Märsche und Walzer. 13: Mittaaskonzert. 17: Konzert. 18.25: Am Denkmal Garibaldis. (Zum 50. Todestag des italienischen Freiheitshelden ) Dortrag von Dr. Fritz Droop 18.50: Mandolinenkonzert. 19.30:Jugend vor Gericht", Dortrag von Dr. Dr. Frey, Berlin 20 Schwäbische Volksmusik. 20.30 Gift muß ich haben! 21.15: Symphonie-Konzert des Dhilharmo- niiihen Orchesters Stuttgart. 22.45 bi» 24: Nacht­musik.

Samstag, 4. Juni.

7 Uhr: Frühkonzcrt auf Schallplatten. *.30; Baden-Baden: Konzert des Kurorchesters. 10.20 bis 10 50: Schulfunk:Zar und Zimmermann", I.Akt. 12: Unterhaltungskonzert. 13: Konzert auf schall­platten. 15.30: stunde der Jugend Baftelftunde. 17 Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters 18.25: Aktuelle Stunde. Bühne und Tanz. 18 50 Berufsschicksal und Ausgaben der akademischen Jugend", Vortrag des akademischen Berussamts an der Universität Tübingen von Dr. M. Breitinger 19.30 Königsberg: Unterhaltung mit Johannes Schlaf. Zum 70. Geburtstag des Dichters am 21. Juni 20; Kurtheater Bad Homburg: Bunter Abend. 22.45 bis 24: Nachtmusik.

Kurszettel der Berliner und Frankfurier Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

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21,56

77,25

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S'jr.6r"i<t- Note-........

2,495

2.515

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79,44

79.78

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82.14

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Ung-nicke Stören........

34,53

34 J7