Donnerstag, 29. September 1932
182. Jahrgang
llr. 229 Erstes Statt
Herriots Hede vor dem Völkerbund
Das studentische Werljahr
Herriots Friedenstaube
Das Echo der Papen-Antwort
Ab- aus
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Aufschub der deutschen Zahlungen an Amerika.
Washington, 28. Sept (DTR.) Der deutsche Geschäftsträger, Botschaftsrat Leitner, setzte das Staatsdepartement heule davon in Kenntnis, daß die Beichsregierung beabsichtige, die Ende September fiUigen Ratenzahlungen für die amerikanischen Besahungskosten und die lvixericlaimsouszuschieben. Das amerikanische Schatzamt nahm hiervon Kenntnis und über»
des Landeswahlleiters über die Wahl vom 19. Juni 1932. Der Auflösungsantraa wird im Gesetzgebungs» ausfchuß am kommenden Freitag beraten.
Präsident heute erläutern werde, was e r unter Völkerbundspolitik verstehe. Herriot werde nachweisen, daß Frankreichs Friedenswille aufrichtig fei.
Er werde einmal zeigen, was man vom Völkerbund I Konflikte geboten feien.
erwarten könne, seine Schwieriakeiten nicht ver» heimlichen, aber auch nicht vor Feststellungen zurück- schrecken, die durch die Entwicklung der aktuellen
herbeizuführen. Sie hofft zuversichtlich, daß dieser Versuch gelingt, damit der grenzenlosen materiellen und seelischen N ot der Massenarbeitslosigkeit gesteuert wird und die Notlage der Umernehmerschaft, insbesondere auch des gerade in der Zigarrenindustrie bedeutenden Mittel- und Kleingewerbes gelin- dert wird. Die Zigarrenindustrie wird nach Kräften an der Erreichung dieses Zieles m itarbeiten.”
Oer Hessische Landtag einberufen.
D a r in st a d t, 28. Sept. (WSN.) Der Landtagspräsident hat die Abgeordneten zur Plenarsitzung auf Dienstag, den 4. Oktober, 11 Uhr, einberufen. Auf der bisher bereits nahezu 100 Punkte umfassenden Tagesordnung steht der sozialdemokratische Antrag auf Neuwahlen mit den Reichstogswahlen an dritter Stelle hinter der neuen Geschäftsordnung und der Vorlage
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Paris, 29. Sept. (WTV. Funkspruch.) Die reise des Reichsaußenministers von Neurath Genf hat offenbar in den Kreisen der französischen Delegation in Genf Ueberraschung bewirkt, zumal ja, wie man behauptet, Herriot der deutschen Delegation die Mitteilung ge- macht habe, daß er heute das Wort ergreifen werde, ohne die deutsch-französische Kontroverse in der Abrüstungsfrage zu streifen. Während der Berliner Vertreter der Agentur Havas behauptet, daß der Ministerrat, an dem der Reichsaußenminister teilnehmen müsse, eigens zu diesem Zweck erfunden worden sei, erklärt der Genfer Korrespondent des „Petit Parisien", der Reichsaußenminister habe Her- riot benachrichtigt, daß er in Berlin um die Erlaubnis, seine Abreise um 24 Stunden zu verzögern, n a ch g e s u ch t, aber die Antwort erhalten habe, daß dies nicht möglich sei, da er unbedingt an dem Ministerrat teilnehmen müsse. Zwischen beiden Delegationen habe sich also alles in höflichster Form abgespielt. Aber dennoch sei die Geste der Reichsregierung bezeichnend. Weigerung und Abreise zeigten aufs neue, daß Deutschland vorläufig seine Stellungnahme gegenüber der Abrüstungskonferenz in keiner Weise ändern wolle. Die Antwort, die Herriot auf die Erklärungen des Reichsaußenministers geben wird, dürste nach der Meinung des Genfer Bericht- erftatters des „Journals" indirekt erfolgen, und zwar in der Form, daß der französiche Minister-
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Ein riesiges Eisenbahn-Ferngeschütz, das soeben bei den französischen Herbstmanövern in der Champagne mitwirkte.
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Scharfe pariser Ausfälle.
Paris, 29.Sept. (TU.) Die Pariser Abendblätter befassen sich eingehend mit Papens Antwort an Herriot, die sie als einen recht kümmerlichen Rechtfertigungsversuch bezeichnen. Der „3n- transigeant" sagt, Deutschland sei selbst dafür verantwortlich, daß man alle deutsche Waffen als Angriffswaffen bezeichne. Es habe d i e Kriege v on 1870 unb 1914 vom Zaune gebrochen und Zriedensverträge vernichtet. Es habe eine adlige Militärkaste mit der Führung der Politik betraut, die noch zynischer fei als die, die den Angriff von 19 14 vorbereitet habe. — Der „Temps" stellt fest, daß Papen nicht die Weltöffentlichkeit werde irreführen können. Wenn der Regierungschef eines Landes, das dauernd seine Verpflichtungen nicht erfüllt, sage, man müsse der Reichsregierung für das Treimilliardenopfer an die internationale Zusammenarbeit dankbar sein, so müsse man befürchten, daß jede Verständigung mit Deutschland im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit von Tag zu Tag schwieriger zu verwirklichen sein werde.
Oer Eindruck in Genf.
Genf, 28. Sept.* (TU.) Die Erklärungen des Reichskanzlers zu der' Sonntagsrede Herriots haben hier großes Aufsehen erregt und werden lebhaft erörtert. Der französischen Abordnung ist der Wortlaut der Erklärung unverzüglich telephonisch übermittelt worden. Auf französischer Seite haben die Erklärungen des Reichskanzlers große Bestürzung ausgelöst. Man hat keineswegs erwartet, daß die deutsche Regierung u n - mittelbar auf die Anschuldigungen Herriots antworten würde. In französischen äreisen wird offen zugegeben, daß man eine derart sachlich ein-
Das Deutsche Studentenwerk teilt mit: Seit Jahren rufen wir die staatlichen Stellen und ne Oesfentlichkeit auf, die Engigkeit des Lebens- ■diimes der jungen Generation als eine der ernstesten fragen der deutschen Zukunft zu betrachten und
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unter dieser Rubrik die Redaktion dein i Verantwortung.) >dys!
sind vor einigen ntlang dem Salb- int« den Sailschrn :ben. Don vielen aufs tDärmfte bebtet unter schattigen schönen CBlid nach bedauern und Staab« bereits seit )ie «ste Dank. Dom in, durch rohe Häi§- vorden ist, dah sie konnte, obwohl l:t ar. Eine üngeh».'- m man sehen nuh,
Hai, nun an$ dir was übrigens schon. Dem Publikum, daS und Erholung im old)c Cßodomn* ergangen natürlid) esse bet SthaÜMH a b\e WWtbe denen daran ge* au) alle Personen zemeinheii dienenden in, um die Frevler hren.
Es ist zu hoffen, daß der Plan in dieser Form künes auf dem Gemeinschaftsleben begründeten Volksdienstes Wirklichkeit wird und daß durch ihn sie künftigen Studierenden eng und lebendig mit b tn Fragen und Nöten der Wirtschaft in Stadt und Lind und vor allem der handarbeitenden Volksschichten verbunden werden. Der Plan kann jedoch irir gelingen, wenn alle Stände und Schichten Deutschlands sich geschlossen für den Werkjahrsplan ersetzen, und wenn vor allem auch die Juxend mit voller Einsatzbereitschaft diesen Weg betritt und ausbaut.
gab der presse eine entsprechende Erklärung zur Veröffentlichung. Auf bur vertraglich oorgefehenen dreimonatigen venachrichtigungssrisl wurde von ameri- konischer Seile nicht bestanden. .
Die Zigarrenindustrie für das Wirischastsprogramm.
Der Reichsoerband Deutscher Zigarrenhersteller ED dem auch die Gießener Zigarrenherstellung angeschlossen ist, Hot in der Sitzung seines Wirtschaftspolitischen Ausschusses in Eisenach zu dem Wiri- schastsprogramm der Reichsregierung in folgender Resolution einstimmig Stellung genommen:
Die im Reichsoerband Deutscher Zigarrenhersteller ED. zusarnmengeschlossene Zigarrenindustrie begrüßt den von der Reichsregierung durch ihre Notverordnungen unternommenen Versuch, eine Belebung der deutschen Wirtschaft
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Tagung deö Vereins für Sozialpolitik.
Der Verein für Sozialpolitik, der in diesem Jahre auf ein 60jähriges Bestehen zurückblicken farm, hält in Dresden seine alle zwei 3 obre stattfindende Generalversammlung ab. Die Tagung wurde unter zahlreicher Beteiligung der Mitglieder aus dem ganzen Deich und in Gegenwart einer Reihe von Ehrengästen in den Räumen der Technischen Hochschule durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, Geheimrat Prof. Dr. So m b a r t. eröffnet.
Heber „Deutschland und die Weltkrise" sprach Prof. S a i h o w (Zürich). Die gegenwärtige katastrophale Loge sei nicht durch die Industrialisierung allein herbeigeführt worden. Vielmehr müsse der Anteil der Rationalijierung an
Herriot spricht.
Genf, 29. Sept. (WTB. Funkspruch) In der Lölkerbundsversammlung hielt Herriot die angekündigte Rede, die von einem zahlreichen Publikum angehört wurde. Herriot betonte, daß er lediglich das Wort ergriffen habe, um zum Abschluß der Generaldebatte die alte Anhänglichkeit Frankreichs zum Völkerbunde erneut zu betonen. Zur Abrüstungsfrage erklärte er, er habe nicht die Absicht, Worte zu gebrauchen, die die Stimmung der Versammlung trüben könnten. Wir sind nicht hier, so erklärte er, um festzustellen, was uns trennt, sondern was uns vereint. Es ist im allgemeinen sicher richtig, seine Meinung ehrlich zu sagen, anstatt sie zu verheimlichen. Man macht aber die Schwierigkeiten noch schlim- mer, wenn man zu viel von ihnen p r i ch t. Die Schwierigkeiten sind so groß, daß wir mit größter Gewissenhaftigkeit darüber nachdenken müssen, denn, wenn wir Fehler machen, so gefährden wir aufs schwerste das Schicksal der Menschen, die auf uns bauen. Welcher Art auch die Komplikationen sein mögen, Frankreich hat den esten Willen, im Interesse der Abrüstungskonferenz und der allgemeinen Beruhigung mutig an diese Schwierigkeiten heranzu - gehen. Er könne nicht zugeben, fuhr Herriot fort, daß die bisherigen Arbeiten der Abrüstungskonferenz ohne reale Bedeutung gewesen wären. Es eien die ersten Ergebnisse der Konferenz. Wenn man frage, welches die Doktrin Frankreichs sei, so antworte er: der Völkerbunds- patt.
Die Konferenz von Lausanne habe trotz aller Schwierigkeiten und gegensätzlichen Meinungen m i t einem Uebereintommen geendet. Man habe wahrscheinlich noch nicht genügend zeillichen Abstand von ihr gewonnen, um ihre volle Bedeutung zu begreifen. Man könne doch nicht behaupten, erklärte Herriot, daß Frankreich, das sich so herzlich dem Abkommen von Lausanne angeschlossen habe, ein Land sei, das sich den Notwendigkeiten der Ver- tändigung verschließe. Herriot würdigte dann das Ergebnis der Konferenz von Stresa, das ein ermutigendes Beispiel sei. Frankreich werde auch künftig mit seiner Mitarbeit nicht geizen. Der Völkerbund habe zwei Feinde: die Reaktion und die Demagogie. Auf beide könne man keine Rücksicht nehmen. Der Völkerbund habe zwei Aufgaben, nämlich die Verminderung, wenn nicht die Beseitigung der alten Geheimdiplomatie, die so viele Kriege hervoraerusen habe, und die Beendigung des klassischen Systems der Gruppierungen der großen Mächte nach Gesichtspunkten des Gleichgewichtes. Der Völkerbund habe noch nicht den Krieg beseitigen können, aber die Gewaltanwendung fei vermindert worden. Die Rede wurde von der Völkerbundsoersammlung mit Beifall aufgenommen.
Was sagt man in Paris zur Abreise Neuraths?
Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.
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Gietzemr Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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heutige und scharfe Antwort keineswegs erwartet habe. Die Erklärung wird als vollständige Ablehnung der französischen Auffassung aufgefaßt. Herriot hat am Mittwochfrüh, wie verlautet, größte Erregung über die Angriffe der deutschen Presse gezeigt. Insbesondere ühle er sich persönlich getroffen durch gewisse An- pielungen, daß seine Rede unter dem (Ein- l u ß eines reichhaltigen Festmahls gestanden habe.
Dagegen wird dem Vertreter der Telegraphen- Union von englischer Seite erklärt, daß die Reichskanzler-Erklärung in leitenden englischen Kreisen einen durchaus günstigen Ein- druck hervorgerufen habe. Die Form der Er- tlärung sei durchaus höflich und der Inhalt sehr b e ft i m m t gewesen. Die Erklärung wird als wohl begründet und stichhaltig und als eine ungewöhnlich klare und zusammenfassende Entgegnung und Darlegung der deutschen Auffassung beurteilt. Auf englischer Seite wird durchaus begrüßt, daß der Reichskanzler nicht in dem gleichen Ton geantwortet hat, den Herriot anschlug.
Konflikt Hernots mit der Paneuropa-Llnion.
Berlin. 29. Sept. (TU.) Der französische Ministerpräsident Herriot hat nM> einer Meldung Berliner Blätter aus Wien o e n Ehren- Vorsitz der bevorstehenden Baseler Pan - curopa-Konferenz niedergelegt. Der Schritt sei durch den offenen Brief veranlaßt worden, in dem Graf Coudenhove- Kalergi Herriot zum Vorwurf machte, daß er in einer Rede auf die Gleichberechtigungsforde- rung Deutschlands „Rein, niemals!" geantwortet hat. Gegenüber einem Vertreter der „Reuen Freien Presse" habe Herriot erklärt, er habe die ihm von Graf Coudenhove vor- geworfene Reuherung nie getan.
|,$en diese ungeheuer wachsende Gefahr endlich den Jtut rettender Taten zu finden. In diesem Kampfe fr ein Sieg erfochten. Der Reichskanzler« hat die jufidjerung gegeben, daß die Reichsregierung prak- jidje Schritte ergreifen wird zur Eingliederung der -..mchwachsenden Jahrgänge der jungen Generation aller Schichten. Als erste Maßnahme wird die E i n • Rührung eines studentischen Werk- ahres zwischen Reifeprüfung und Hochschule angekündigt.
Das Deutsche Studentenwerk begrüßt diesen Schritt cufs lebhafteste. Er entspricht einer alten Forderung leg Deutschen Studentenwerks, die von ihm gerade n den letzten Monaten immer wieder der Deffent- lidjfeit und den verantwortlichen Stellen dringend raljegelegt wurde. Auch der vom Reichsministerium teä Innern zur Prüfung der Frage der Ueberfüllung 6er akademischen Berufe eingesetzte Ausschuß unter Mtung des Vorsitzenden des Hochschuloerdandes, Pi-ofessor Dr. Tillmann, hat diesen Plan der fieid)5regierung dringend empfohlen. Der Haupt- cschäftssührer des Deutschen Studentenwerks, Dr. ieinhold Schairer, hat ferner in seinem vor urzem erschienenen Buche „Die akademische Berufs- nol, Tatsachen und Auswege" diesen Plan ausführlich dargestellt und begründet. Auch der deutsche Stu- bertentag in Königsberg hat im Juli d. I. dem Ge- । Werten grundsätzlich zugestimmt.
Zahlreiche Anfragen zeigen, daß über die vom Levtschen Studentenwerk dabei verfolgten Gedanken und Ziele noch Unklarheit besteht. Deshalb sei der Pion kurz uthriffen: Das Studentische Werkjahr soll (in in Gemeinschaftsgruppen durchgeführtes Werk les Sozialen Volksdienstes fein. Soweit mit irgend möglich sollen deshalb die Werkjahrs- |iubenten Seite an Seite mit den Altersgenossen anderer Stände, vor allem der hiiidarbeitenden Schichten, stehen. Die Führung und Verantwortung sollen die Hochschulen als Körperschaften der akademischen Selbstverwaltung tragen, bie durch Errichtung einer Werkjahrsstelle die Durch- 'chrung der entstehenden Ausgaben übernehmen. Hinter Leitung des Rektors und eines ständigen I-tklloertreters sollen Professoren und Studenten liDaile Freunde des akademischen Ledens sich für diese - Ausgabe vereinen. Ziel des Werkjahres ist es, dem |3ti Renten auf dem Wege praktischen Handelns unb selbstverantwortlicher Betätigung die Gelegenheit zu körperlicher und sittlicher Ertüchtigung zu geben.
Das Werkjahr könnte etwa in vierAdschnit- le n durchgeführt werden. Während der ersten vier Wochen sollen die Werkjahrsstudenten von der Hoch- chule in Jugendherbergen, Volkshochschulheimen und glichen Gemeinschaftsstätten zusammengefaßt werben. In den Vormittagsstunden soll durch Pro- slfsoren Iungakademiker und Studenten eine kurze Einführung in das Hochschulleben und die Hochschulgemeinschaft gegeben werden. Von Männern des praktischen Lebens der verschiedenen, auch der nicht- g'odemischen Berufe sollen die Erfordernisse und 'Aufgaben aller in Frage kommenden Berufe klar- pHegt werden. Die Nachmittage sollen durch Ge- ii ndesport und Leibesübungen der körperlichen Er- lishtigung dienen. Im Anschluß daran sollen samt- hoc 'Werkjahrsstudenten für etwa drei Monate an Arbeitslagern des Freiwilligen Arbeitsdienstes teil- liffhmen Don Beginn der Erntezeit an sollen die ^rkjohrsstudenten bei Bauern und Siedlern unter- qchradjt werden, die nachweislich nicht in der Lage ii ö, eine bezahlte Hilfskraft einzustellen. Hier sollen i< als freiwillige Erntehelfer diesen um ihre Ext- 1<nz kämpfenden Glieder der Volksgemeinschaft helfen und zugleich damit der wichttgen Aufgabe der »cherung der Ernte dienen. Die bedrohten Gebiete bes Ostens müßten hierbei bevorzugt werden.
In der z w e i t e n H ä l f t e des Werkjahres sollen I bte Werkstudenten nach Möglichkeit in die verfchie- i benen Unternehmungen der Industrie verteilt mer- i bin, um hier unter fachkundiger Leitung Seite an Seite mit jugendlichen Arbeitern in den Betrieben j oler in Lehrlingswerkstätten zu angelernten Arbeitern ausgebildet zu werden. Diese 2lusbildung soll ihnen in Not- und Krisenzeiten als die Grundlage eines Primitivberufes dienen und auf alle Fälle bis praktischen Lebenserfahrungen jedes Akademikers mich der manuellen und der sozialen Seite er- , iceitern.
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