Aus 6er Provinzialhauptstadt
Gießen, ben 29. 3uli 1932.
Reise — um die Straßenecke
gibt heute Menschenkinder, die bekommen allmählich einen gelinden Wutanfall, wenn jetzt ifrre Mitmenschen von Reiseplänen reden, beiläufig aber großartig ihre Vorbereitungen schildern. -Ich gedenke, in vierzehn Tagen an die Riviera zu fahren." „3d) reise demnächst an die Ostsee." Lind dann sprechen sie davon, wie sie nun baS Schloß ihres Koffers repariert hätten, wie sie eine Stunde auf dem Konsulat gewartet hätten, um chr Visum in Empfang zu nehmen... Lind diejenigen, welche es sich dieses Jahr noch nicht einmal leisten können, von Reiseplänen zu sprechen, geschweige denn sich überhaupt an ernsthafte Vorbereitungen in dieser Richtung zu machen, stehen abseits, traurig und neidisch und fühlen sich diesen Globetrottern gegenüber ganz klein, ganz häßlich...
Dabei — man kann nie wissen... Vielleicht hat der, der sich heute mit seiner Sommerreise brüstet, gar nicht den besseren Teil erwählt? Vornehme, gelangweilte Herrschaften an den Loupe- fenstern zweiter Klasse — wer beneidet sie nicht um ihre Reise? Aber ihre gelassene Gebärde, mit der sie die Vergünstigungen ihres schönen Lebens hinnehmen, spricht doch von ihrer Gleichgültigkeit, von der Selbstverständlichkeit, die so etwas für sie bedeutet. Sie sind Reisen gewohnt, sie find biS in die Knochen abgebrühte Insassen schneller Züge, nobler Hotelhallen, dekorativer Landschaften. Sind sie noch in der Lage, sich an irgend etwa- zu freuen, sich auf ihren Fahrten durch irgend etwas verblüffen zu lassen? Mit einem Wort: können sie überhaupt noch etwas von all den Köstlichkeiten um sich herum sehen, an die sie so sehr gewöhnt sind?
Mir scheint, ein Wochenendausflug mit ein wenig Raivität und Ausnahmebereitschaft, ein kleiner See, ohne Blasiertheit gesehen, zwei einfache Bäume, die betrachtet werden, ohne daß man sie sofort mit einem Vergleich mit Italiens Pinien oder afrikanischen Mangobäumen totschlägt — da- kann, in aller Bescheidenheit, mehr bedeuten, unendlich mehr nützen und hinterlassen, alS vier Wochen eines r-beliebigen Grand-Hotels.
Aber das sind erstens Binsenwahrheiten. Lind zweitens: wir wollen nicht in die Manier verfallen, als ob „®elb nicht glücklich" machte. Wir führen schon von Herzen gern — Look und Dä- deker wissen, wohin. Man läßt uns bloß nicht. Lind deswegen tun wir natürlich so, alS ob...
Halt! Ich habe eine Idee! Wenn wir alle dieses Jahr gezwungen werden, über den Sommer in unserem Städtchen, unserer Stadt sitzen zu bleiben — dann wollen wir uns wenigstens einmal in der Woche vornehmen, diese Stadt mit Augen anzusehcn. als sei sie eine fremde, nie gesehene Stadt. Wir wollen, einmal in der Woche, in ihr „verreist" spielen. Das ist ganz einfach, mit ein wenig Phantasie. Kindlichkeit und — siehe oben. Wie wäre es etwa, wenn wir uns einmal in ein Lokal setzten in dem wir noch nie in unserem Leben gesessen haben, in dem wir mit Sicherheit leine Bekannten vermuten können? Lauter fremde Gesichter, fremde Umgebung — fremde, fremd« Stadt! Lind selbst, wenn Dann plötzlich unser Rachbar unerwartet hereinkommt, dann stehen wir voller Galanterie aus und rufen ouS: .Grüß Gott. Herr Meier! WaS machen Sie denn in Reustadt? Wielange weilen Sie hier?" Er wird uns wohl für ein wenig verrückt halten, unser Herr Meier. Aber WaS tut das? Wo wir doch dann in spätestens zehn Minuten wieder abreifen...? H.
Geheimrat Prof. D. Or. Krüger Ehrendoktor der Hechte.
Don der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt:
Der ord. Professor Geh. Kirchenrat Gustav Krüger, Dr. der Theologie und der Philosophie, der durch seine vielen und tiefen Arbeiten auf dem getarnten Gebiet der Kirchengeschichte die Geschichte des Rechts und besonders des Kirchenrechts stark gefördert hat, der lange Jahre aufs eifrigste in der Verwaltung der Alma mater Ludoviciana gearbeitet hat, der als Stipendiaten-Ephorus vieles für Leben und Organisation der Landcsuniversität geleistet hat, der durch tiefe Menschlichkeit, lautere Gesinnung und Charakterfestigkeit ausgezeichnet ist, wurde am heutigen Tage der Vollendung seines 70. Lebensjahres ehrenhalber zum Dr. der Rechte ernannt.
Bei der Feier am heutigen Vormittag überreichte der Dekan der juristischen Fakultät, Geh. Justizrat Prof. Dr. Mi 11 e r m a i e r, das Ehrendoktordiplom. Er hob dabei die starke Verbundenheit des Juristen mit dem Theologen hervor, einmal in der dogmatischen Betrachtung und sodann in der geschicht, lichen, die für den Juristen so außerordentlich wichtig ist. Die vielen tiefgreisenden geschichtlichen Forschungen des Jubilars, vor allem sein Werk über das Mrpsttum, haben den Juristen vieles geboten, besonders den Kirchenrechtlcrn. Daneben hat der Jubilar in seiner reichen Arbeit in der Verwaltung der Hochschule sich als ein Mann von starkem Rechtsgefühl bewährt: er bat damit das Recht der Ludo- niciania erheblich gefördert. Als Stipendiatenephorus hat er seit bald drei Jahrzehnten soziale Gerechtigkeit geübt. Als Mensch endlich hat er durch seine Geradheit und Ehrlichkeit, seinen Gerechtigkeitssinn und seine Menschlichkeit in allen Dingen, seine Treue
und feine wahrhaft künstlerische Beherrschung des Lebens von einer hohen Warte aus sich als echter, großer Jurist bewährt. Daher hat die Juristenfakultät ihn ehrenhalber zum doclor juris uuiusque promoviert.
Weitere Glückwunschansprachen an den Jubilar hielten Se. Magnisizenz der Rektor Prof. Dr. B a n - selow, der Dekan der theologischen gakullat Pros. Dr. Rudolph, Pros. Dr. Mayer von der philosophischen Fakultät. Pros D Bo r n k a m m überreichte ihm eine Festschrift, schließlich sprachen noch einige Vertreter der Studentenschaft.
Bornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch: Coss Leib, 20.30 Uhr, Ekkehard-Spiele. — Verein „Ufer- fritif“, 20.15 Uhr, Bootsplatz der GRG. 1877. Gro- ßes Militärkonzert. — Oberhesi. Kunstverein, Turm- Haus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Kongreß tanzt".
— Frauengruppe d«S VDA. inDi«- ß e n. Morgen, Donnerstag. 30. Juni, 20 Llhr, im .Hindenburg" Vortrag von Frl. Birnbaum über die VDA.-Tagung in Elbing. (Siehe heutige Anzeige.)
— Hausfrauenberatung Gießen. Morgen, Donnerstag. 20 LIhr. in 6er Lehrküche Vortrag: .Der moderne Haushalt." (Siehe heutige Anzeige.)
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*• Straßenbauarbeiten. Gegenwärtig werden an zwei verschiedenen Stellen unserer Stadt Straßenbauarbeiten durchgeführt. An der Ecke Walltor-Dammstroße wird der Boden, aus dem die abgerissenen Bauten standen, zur Herstellung eines festen LlnterbaueS für die projektierte Straße umgearbeitet. Die Dammstrahe. die nun endgültig durchgeführt wird, soll die Möglichkeit geben, den Verkehr, der sich bisher in seinem ganzen Umfange durch die enge Straße am Einhorn bewegte, zum Teil über die neue Straße umzuleiten. Line weitere Straßenbauarbeit wird (wir berichteten bereit- kurz darüber) in der Sonnenstrabe durchgeführt. Die Pflasterung ist schon völlig beseitigt, das Material für die Asphaltierung liegt zum Teil schon bereit.
” Wehrpolitifcher Dortrags-Zyk- l u s an der Universität. Im Rahmen des von der Universität veranstalteten Dortrags- ZykluS spricht heute, 20.15 Uhr, vor den Studenten der Universität Major Dr. von Wegerer über daS Thema „Kriegsschuldfrage seit 1918".
Gufiav-Adolf-Gedachinisfeier in Mainz.
Mainz,--28. Juni. (EPH.) Die Persönlichkeit des großen Schwedenkönigs, der vor 300 Jahren an der Küste Pommerns landete, von Stralsund mit Jubel begrüßt, und schon im November darauf bei Lützen fiel, spielt in der Geschichte des deutschen Protestantismus, namentlich auch des Hessenlandes, eine so große Rolle, daß auch die evangelische Bevölkerung Hessens an dem Jahrestag des Todes Gustav Adolfs nicht achtlos oorübergehen möchte. Deshalb ver- anftalten die hessischen Hauptvereine des Evangelischen Bundes und der G u st a v - Adolf-Stiftung gemeinsam vom 2. bis 4.Juli in Mainz eine Gedächtnisfeier. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen über diesen Enkel jenes Gustav-Wasa, der in Schweden die Reformation eingeführt hat, werden bei der Mainzer Tagung zwei namhafte Vertreter der evangelischen Kirchengeschichte vermitteln, Prof. Dr. Paul aus Greifs- wald, der über „Gustov-AdolfundDeutsch- l a n d" spricht, ferner der Hess. Prälat und Prof, an der Universität Gießen, D. Dr. Dr. Diehl aus Darmstadt, der das Thema: „G u st o v - A d o l f und die Kirchen" behandelt. Bilden diese Vorträge bei der Samstagtagung im Festsaal der .Liedertafel" den Auftakt der ganzen Feier, so will der Sonntag von deutschem und evangelischem Leben in der Fremde und in der Heimat zeugen. Namhafte Redner aus der Diaspora und dem Inland werden zu Worte kommen. Außer den Festgottesdiensten am Vormittag ist für den Nachmittag eine große Volksversammlung in der Mainzer Stadt- halle vorgesehen, wo in dreistündiger Dauer durch Ansprachen und musikalische Vorträge ein lehendiges Bild von der religiösen und charitativen Ktaft des Protestantismus auf feinen verschiedenen Arbeitsgebieten entworfen werden soll. Im Mainzer Stadt- theater wird am frühen Abend in der dramatischen Gestaltung durch Otto D e d r i e n t das Gustav- A d c> l f - F e st s p i e l durch die Darmstädter Laien- spielfchar des Evangelischen Bundes, Darmstadt, mit 150 Darstellern bargeboten. — Der Montag ist den Beratungen und geschäftlichen Sitzungen der Aus- schüsse und der Vorstände der beiden genannten Hauptvereine gewidmet. Interessant zu werden verspricht eine öffentliche Versammlung, in der Bundes- Direktor Fahrenhorst, Berlin, über „Untere Stellung zum Volkstum" spricht, und die Versammlung für Frauen, in der Johanneskirche, einberufen von dem Gustav-Adolf-Frauenoerein. Dabei kommen Bischof Dr. P ö l ch a u aus Riga und Rektor Lempp aus Stanislaus (Galizien) zu Wort. Mit weiteren Vorträgen im evangelischen Vereinshaus über die deutsche Schule im Baltikum, in Polen, in Südtirol und über Kultur- und Schul- zustände im Reich und in Hessen wird die Tagung am Abend beschlossen.
4 Äonen Mart Gold ans dem Meere aehobe».
Nach jahrelangem vergeblichen Versuchen ist es dem italienischen Spezialschiff „Artialio" gelungen, aus dem gesunkenen Schiff „E g y p t" Gold im Werte von etwa 4 Millionen Mark zu heben.
Oberbeffen.
Landkreis Gießen.
I! Daubringen, 28. Juni. Di« hiesige Ortsgruppe beS Reichsbunde- ber Kriegsbeschädigten. Kriegsteilnehmer unb Kriegerhinterbliebenen veranstaltete am Sonntag einen Lichtbildcr- Abend. Herr S ch i r rn b« ck - Gießen hielt einen Vortrag über seinen Besuch deutscher Krieger- friedhöfe in Flandern. Eine Anzahl selbst aufgenommener Lichtbilder unterstützte den Vortrag, der bei allen Zuhörern einen tiefen Eindruck hinterließ.
Bg. Großen-Buseck, 28. Juni. Am 9., 10. unb 11. Juli Hübet hier nach sechsjähriger Pause wieber einmal ein Fe st statt. Es handelt sich um ben HerbstverbanbStag ber Freiwilligen Feuerwehren, verbunden mit dem 2 5. Stif tungSfestderhie- sigen Freiwilligen Feuerwehr. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Aus Zweckmäßigkeitsgründen wird, wie bei früheren Festen, am Montag, 11. Juli, das Iugendsest der hiesigen Volksschule veranstaltet. — Rach seinem Umbau geht das hiesige Pfarrhaus seiner Vollendung entgegen. Voraussichtlich werden noch in dieser Woche die vereinigten Kirchenvorstände unserer Gemeinde und des FilialdorfeS Oppenrod die Wahl des künftigen Seelsorgers der beiden Gemeinden vornehmen.
z£ Reiskirchen, 28. Juni. Am vergangenen Sonntag wurde der neuerbaute Schieß st and des KriegervereinS und der „H,a s s i a"» Jugend seiner Bestimmung übergeben. Linier Vorantritt des Spielmannszuges der Iugend- gruppe Steinbach zogen die auswärtigen unb hiesigen Schützen nach dem Stand. Äicr war in den letzten Tagen noch eine größere stabile Halle sertiggestellt worden, so daß die Unterbringung ber Schuhen keine Schwierigkeiten machte. Der Vereinsschiehleiter unb Iugenbführer Glaub begrüßte bie Gäste, besonders bic Vertreter des Bezirks, Bczirksschießleiter A. Klein, Gießen, unb Bezirkskassenwart Daupert, Lollar, und. dankte im Ramen des Verein- dem Verband, Bezirk und Spendern für die Llnterstützunaen. Besonders erwähnte er das Verdienst der Iu- gendgruppe Reiskirchen, die sich in selbstloser Hingabe restlos an ber Herstellung bes Stanbes beteiligt hat. Herr A. Klein, Gießen, richtete in seiner Ansprache begeisterte Worte an bie „Hassia'-Iugend Kamerad Glaub bankte unb nahm den von Herrn Klein gestifteten Wanderpreis in Empfang. Bei dem anschließenden Preis- schrehen, das leider nicht fertig durchgeführt werden konnte, wurde u. a. dreimal das Resultat von 56 (Hingen bei fünf Schuß erreicht.
x Rüddingshausen, 28. Juni. Auch in unserer Gemeinde ist nun ber freiwillige Arbeitsbien st eingeführt worben. Es haben sich hierzu 53 Arbeitswillige jeden Alters zur Verfügung gestellt. Cs ist beabsichtigt, zunächst einen Feldweg, der in seiner Verlängerung nach Homberg führt, zu einer chauffierten Straße in 2,5 Kilometer Länge auszubauen Die hierzu nötigen Stein« werden bereits auf dem sog. Läus- hübel, einer Erhöhung in unserer Gemarkung rechts ber Straß« nach Dedenbach, gebrochen und vorbereitet. Die Anfuhr ber Steine werben hiesig« Fuhrleui« übernehmen. — In der letzten Gemeinderatssitzung wurde mit 5 gegen 2 Stimmen bei einer Stimmenthaltung beschlossen, Adolf Hitler das Ehrenbürgerrecht unserer Gemeinde zu verleihen.
DHolzheim,28.Juni. Am kommenden Sonn
tag, 14 Uhr, hält der Sängergau Honsberg« We11ertaI, Mitglied des Hessischen und Deut» schen Sängerbundes, im oaalbau des ®g Sarnes L einen fi i e 6 e r t a g ab, verbunden mit Ehrung seines Gauchormeisters S a m e s. Für 40jährige Tätigkeit als Dirigent wird er unter Ueberrcidjung der Ehrennadel zum EhrenHormeisler des Hessischen Sängerbundes ernannt. Es folgi ein Ehrensingen, wobei jeder Gauverein zwei jelbstgewählte Thore vortragt. Dann folgen im Freien drei Massenchöre, gefunden von 13 Vereinen (unaefähr 500 Sänger) aus Oberhöraern, Eberstadt, Gambach, Dorf-Gill, Nieder- und Hochweisel, Griedel, Ostheim, Münster, Klcederg, Rockenberg, Grüningen unb Holzheim. Der Provinzialoorsitzende des Hess. Sängerbundes nimmt an der Tagung teil.
ch KlosterArnsburg, 28 Juni. Am 10. Just findet hier ein Treffen der evangelischen Jugendgruppen des nordwe st lichen Oberhessens statt. Der hessische Lanbessugend- Pfarrer von der A u und eine Spielschar der Hohensolmser Volkshochschüler werden bei der Feier Mitwirken.
Kreis Büdingen.
• Bübingen, 28. Juni. Am SamStag fanb eine Lanbwirte-Dersammlung statt, bie sich mit ber Frag« ber Grünbuna einerDiehver- wertungSgenossenschoft befaßte. Maßgebliche Lanbwirte bes Büdinger Bezirke- waren anwesenb, auch baS LanbwirtschaftSomt Bübin- acn war vertreten. Rach ben Darlegungen deS Vertreters ber LanbwirtschastSkommer Darm» stabt Dr Deister unb bes Landwirtschaftsleh- rers Frech vom Derbanb ber hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften stimmten bie an» wesenben Lanbwirte der Gründung einer Dieh- verwertungSgenossenschaft zu. Man wählte einen vorläufigen Vorstand, der oei der in nächster Zeit obzuhaltenden konstituierenden Versammlung auf bie gesetzlich vorgeschriebene Anzahl Mitglieder ergänzt werden soll. Zum Geschäftsführer wurde Diplom-Landwirt H a n a u s k e (Büdingen) bestimmt. Die eigentliche Grünbungsversammlung soll am Sonntag, 10. Juli, stattfinde n. Die Einrichtung weiterer Selbst hilseeinrichtungen der Landwirtschaft ist vorgesehen.
KrciS Alsfeld.
* AlSfelb, 28. Juni. In dem Rochbarort« ArnShain wurde durch einstimmigen Beschluß des Gemeinderats ber Führer ber RSDAP. Abolf Hitler zum Ehrenbürger ernannt.
Preußen.
Hreis Wetzlar.
> Wißmar, 28. Juni. Heute gegen 15 Llhr würbe die hiesige Gemarkung von einem Mn» Wetter heimgesucht, wie seit langen Jahren nicht. Die gewaltigen Wassermassen hoben in ben Feldern viel Schaden angerichtet, ber Roggen, ber schon viel Lagerfrucht hatte. liegt vielfach wie gewalzt zu Boden. In bem tiefer gelegenen Teil des Dorfes überschwemmten bie Schlammfluten bie Straße unb Gärten, ein Teil der Keller stand unter Wasser. Schaden an Menschen unb Vieh ist glücklicherweise nicht zu verzeichnen, auch nicht durch da- gleichzeitig tobende Gewitter. — Die Bach ft raße wirb auf Beschluß ber Gemeinbe-Dertretung durch dieWoh l- fahrtserwerbSlosen fertig au »gebaut, zum weiteren bringend notwendigen StraßenouSbau im Reubaugelände fehlt leider das Geld für bie Rvhrbeschossung.
Mdef-ocuaenM nimmt man für Zigaretten über 5 Pfg. edle, echt maceclonische Tabake. Wir nehmen sie auch für ClUB 31. denn gute macedo- nisehe Tabake sind eben nicht zu ersetzen.


