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28.11.1932 Erstes Blatt
 
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Kirchen-Einweihung der Petrus-Gemeinde

Wirtschaft

Das Innere der Kapelle. Blick nach dem Altar.

Büroangestellte

Herz-

Ein Gemeindeabend

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Abt 79. Osthofen-Rheinh.

7866 V

Pfarrer Lic. Waas

Mit der Einweihung dieser evangelischen Gottes­dienststätte ist dem evangelisch-kirchlichen Leben in unserer Stadt eine neue gute Stütze gegeben wor­den, der man von Herzen eine segensreiche Ent- faltung im Dienste Jesu Christi und der gläubigen Menschheit wünschen mufe. Wenn auch an dem neuen Kirchlein noch manches zu vervollkommnen ist, wo­für sich hoffentlich bald gebefreudige Hände und hilfebringende Möglichkeiten zeigen mögen, so darf die evangelische Gesamtgemeinde doch mit der Petrus-Gemeinde einig sein in der dankbaren Freude über das bis jetzt geschaffene Werk.

spiel der Mädchenvereinigung leitete den Abend ein.

'" cAx > begrüßte die Anwesenden im

sollten als Frühstücksgetränk stets Ovo- maltine nehmen. Ovomaltine schafft eine Kraftreserve für den ganzen Tag und Sie überstehen den anstrengenden, nervenzermürbenden Dienst viel besser. Abends sind Sie dann noch frisch und leistungsfähig. Ovomaltine stahlt Mus­keln und Nerven, schmeckt ausgezeich­net und ist leichtverdaulich. Sie mögen s^e schon bald gar nicht mehr entbehren. Lieber an etwas anderem sparen, aber Ovomaltine nehmen!

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amtes, sowie aus Wunsch des Vertreters der Stadt, Stadtratsmitglieds S ch w i e d e r, auch die lichen Glückwünsche der Stadt Gießen aus

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Den Abschluß des Festtages blldete ein meindeabend im neugeweihten Saal, zu dem

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»f. WfcA LT'-« 016 iurns Paradies !l*^F Die inne« eigener, entjilol» ^klchleit zuschließen *n9 von allen $[üjei Wn. ,Lie Ängst oor IZ^rt bas Ein- lIW bekämpft, fordert

seine Mitarbeiter deni Wunsch« Ausdruck gab, daß die neue Kirche stets ein Zeichen des muti­gen und treuen evangelischen Bekenntnisses, ein Sammelpunkt der evangelischen Christenheit und eine fruchtbare Pflanzstätte des evangelischen Glaubenslebens sein mochte. Der Superintendent weihte dann dos Gotteshaus und seine Einrich­tungen. Am Schlüsse seiner eindrucksvollen Worte veharrte die Gemeinde in stillem Gebet, während die Glocke des Kirchleins zum ersten Male beim Gottesdienst ertönte. Sodann hielt der Seelsorger der Petrus-Gemeinde, Pfarrer Lic. Waas, die Fest­predigt, der das Advents-Evangelium Luk. 1, 68 bis 75 zu gründe lag. Er gab der Freude und dem Dank dafür Ausdruck, daß es nun nach mancher­lei Schwierigkeiten gelungen ist, einen schönen und w en Raum für die Gottesdienste der Petrus-

g oe zu schaffen. Er wies darauf hin, daß auch

die ^eit der Enge, da die Gemeinde sich zusammen- drängen mutzte in den Raum der Kleinkinderschule, nicht ohne Segen für das Gemeindeleben gewesen sei Hat sie doch dazu mitgeholfen, die Gemeinde um so enger zusammenzuschließen. Heute dürfen wir nun dankbar sein, daß ein wichtiges Ziel erreicht ist. Darum gebührt allen denen herzlicher Dank, die dazu mitgeholfen haben, der Gesamtgemeinde, den Architekten und Handwerkern, den Frauenvereinen Gießens, der Hessischen Landeskirche, oor allem auch den Gliedern der Petrusgemeinde, die in treuem jahrelangem Sammeln die M'ttel für die innere Ausstattung des Kirchenraumes aufgebracht haben. Doch der Dank an Menschen soll nicht das letzte Wort fein. Die neue Kirche hat einen anderen Zweck Sie soll eine Stätte der Andacht und des Friedens fein, ein Ort, an dem wir stille werden vor Gott und es tief empfinden, was über dem Altarraum steht: heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth." Sie soll eine Stätte der Verkündigung sein, wo immer wieder auf den hingewiesen wird, der ge­kommen ist, uns zu retten und zu erlösen. Gerade in der Gegenwart brauchen wir solche Stätten. Denn in der Gegenwart hat die Kirche besondere Auf­gaben. Sie muß den Menschen nachgehen, muß sie suchen. Dazu aber ist nötig die Schaffung möglichst vieler Mittelpunkte evangelischen Gemeindelebens Die Kirche soll eine Stätte der Gemeinschaft sein. Was hier zusammenkommt, ist nicht eine zusammen­gewürfelte Menge von Menschen, die einander nichts angehen, sondern eine Gemeinde die sich eins weiß im Glauben und ihren Glauben betätigt durch Die Liebe. Vor 500 Jahren hat auf dem Seltersberg eine Kirche gestanden, die St. Peter geweiht war. Sie wurde abgebrochen und damit eine Stätte zer­stört, die sicherlich vielen ein Quell des Segens ge­wesen ist Jetzt ist hier wieder eine Kapelle erstan­den, die ebenfalls den Namen des Apostelfürsten Petrus trägt. Möchte in ihr sich ein Gemeinde sam mein, deren Glaube stark und fest ist wie ein Fels und die dem Heiland ihre Herzen öffnet, damit er Einzug halten kann. Den Schluß der gottesdienst­lichen Handlung leitete der Dekan des Dekanats Gießen. Pfarrer G u ß m a n n (Kirchberg). Hierauf vollzog Pfarrer Lic Waas im Rahmen der fest­lichen Feier die Taufe eines neugeborenen Gliedes seiner Gemeinde. Abschließend vereinigte sich die Festgemeinde mit den Geistlichen in dem gemein- sarnen Gesänge des ChoralsNun danket alle Gott"

Im Anschluß an den denkwürdigen Festgottes­dienst hielt der Superintendent D Wagner noch eine kurze Besprechung mit den Mitgliedern des Kirchenvorstandes und Der Gemeindevertretung, so­wie mit den geladenen Ehrengästen ab Bei dieser Gelegenheit brachte der Superintendent die herz­lichen Wünsche der Landeskirche zum Ausdruck. Der Erbauer Der Kapelle, Baurat Meyer, berichtete über Den Verlauf Der Bauarbeiten, §um Schluß sprach Regierungsrat Dr Krüger Die herzlichen Glückwünsche Der ProvinzialDirektion unD Des Kreis-

Berlin zuversichtlich und fester.

B e r I i n , 28. Nov. (WTB. Funkspruch.) Die Ten- Denz war zu Beginn der neuen Woche sowohl für Aktien als auch für Renten ausgesprochen freund­licher, da die Börse einer Kanzlerschaft Schleichers durchaus sympathisch gegenüber- steht, und diese Lösung für Die einzige Möglichkeit zur Herbeiführung einer innerpolitischen Beruhigung hält. Allerdings ist in Der Frage der Regierungs­bildung bisher noch keine Entscheidung gefallen.

Auch das Publikum war heute mit kleinen An­schaffungen im Markte, Denen sich Die Spekulation anschloß. Das Kursnioeau vermochte sich ganz all­gemein bis zu 1 v. H. zu heben, wobei Montane und die sog. Tarifwerte führten. Aus der Wirtschaft lagen besondere Momente nicht vor. Die Ausfüh­rungen Dr. Seglers in Düsseldorf gegen den Pessimismus fanden einige Beachtung, und von der stetigen Veranlagung der Neuyorker Samstagbörse wurde mit Befriedigung Kenntnis genommen. Ver­einzelt waren Gewinne bis zu 1,75 v. H. festzu­stellen: Schlesische 8-Gas zogen bei einem Umsatz von nur 3 Milli um 3 o.H. an. Im Verlaufe wurde das Geschäft zeitweilig etwas lebhafter, so daß sich erneut Besserungen von etwa 0,5 v. H., teilweise etwas darüber hinaus durchzusetzen vermochten. Nur Bemberg büßten ihren Anfangsgewinn von 0,75 o.H. wieder ein. Gontigummi waren zeitweilig bis auf 111 befestigt, gingen- dann aber auf 110 zurück. Aschersleben wurden im Verlaufe 2 v. H. höher notiert. Schubert & Salzer gelangten sogar 4 v. H fester zur Notiz Montane lagen weiter in Führung und zogen gegen 13 Uhr bis zu 1 v. H. über den Anfang an.

Deutsche Anleihen waren allgemein fester, Altbesitz gewannen 0,75 v. H., Schutzgebiete gingen über die 6-v. H.-Grenze hinaus. Reichsschuldbuch­forderungen und Reichsbahnoorzugsaktien gewannen 0,5 bis 0,75 v. H. Pfandbriefe, Obligationen ufw. lagen ebenfalls fester Ausländer waren überwiegend etwas gebessert, nur Bosnier gingen nach den starken Steigerungen Der letztem Zeit um 1,25 o. H. zurück.

Am G e l D m a r f t machte sich Der bevorstehenDe Ultimo heute schon etwas stärker bemerkbar, so Daß Der TagesgelDsatz an Der unteren Grenze auf 4,5 v. H anzog, zu 4,40 v. H. war Tagesgeld nur noch ganz vereinzelt erhältlich Monatsgeld blieb 5 bis 7 v. H. unverändert. Infolge der Ultimovorbe­reitungen kam in Privatdiskonten weiteres Material heraus, und aus Demselben GrunDe konnte sich auch in Reichswechseln per 25. Februar und Reichsschatz­anweisungen per 18. April fein Geschäft entwickeln.

Frankfurt freundlich.

Frankfurt a. M., 28.Aov. (WTB. Draht­meldung.) Obwohl in der innerpolitischen Situa­tion über das Wochenende noch keine Klärung eingetreten ist, eröffnete die Börse die neue Woche infreundlicherHaltung, wobei die Mög­lichkeit einer Kanzlerkandidatur Schleicher keine ungünstige Aufnahme fand, weil man da­von eine Beruhigung der innerpolitischen Der- hältnisse erhofft. Daneben lagen aus der In­dustrie wieder recht günstige Rachrichten vor, und auch von der ftetigen Haltung der Aeuhorker Samstagbörse ging eine gewisse Anregung aus.

Auf Deckungen der Spekulation, zu benen auch verschiedentlich kleine Käufe der Kundschaft hin- zukamen, ergaben sich bei allerdings immer noch kleinen Ämsahen durchschnittliche Besserungen von 0,5 bis 1 Prozent. Größeres 3ntereffe zeigte sich wieder am Montanmarkt, an dem Gelsenkirchen

Arbeitsdienst.

halte einem. MemsheimeingMiv. rom Arbeitsamt Sieben 1 Arbeitsdienst uni über n erreicht wurde Der ge Zahlen: 500 Maß. len durchgeführt: 11000 WH, 4100 arbeiten 30 Prozent der Arbeite. ;n 200 Maßnahmen als jrt. 1,6 Millionen Mark ch Liberhessen. Die Ar- nfbar für die Möglich, rhältnismäßig viel hä,. t der Arbeitslosenunler. Arbeit habe neuen 2t< begegne man im Ar« n. Ein neuer Kamerad- chnt, ein neuer Neolis- in den Vordergrund ungen des Freiwilligen i begrüßen sind und die hüstigung auch erhvssle. le Briese lägen von Sr- Redner gab eine große senntms, aus denen die iber Kameradschaft und fegenmitfcn Sus nur« iMsbienites ertennen nicht Zwang, nicht .rbeiisdienst fänden sich Mn. Dos Arbeits- arin $un\ Ausdruck, daß sonderen Arbeiten kleine an die Stunden gemein- roeiteren Ausführungen die Famen des Arbels- ,h[i(hcn Voraussetzungen ner mit der Ausbildung die Wirtschaftlichkeit des Betreuung der Arveits-

Segen ausgehen und der evangelische Christen­geist gestärkt werden möchte. Pfarrer Bech- tolsheimer nahm den Schlüssel mit herzlichen Tankesworten an den Erbauer Baurat Meyer und alle Mitarbeiter bei dem Bau in Empfang, dankte weiterhin für alle Forderung, die bei der Errichtung des Bauwerkes zutage trat, bezeichnete den Bau als ein gern geleistetes Werk der evan­gelischen Gesamtgemeinoe trotz aller Hot der Zeit, und wünschte, daß in der Petrus-Kapelle die evangelische Glaubensarbeit ebenso anhaltend sein möchte, wie in der vor einigen Jahrhunderten an der gleichen Stelle stehenden, aber der da­maligen Kriegsnot zum Opfer gefallenen Petrus- Kirche. Der Redner übergab zum Schluß den Schlüssel an den Superintendenten, Oberkirchenrat O. W a g n e r, der das Gotteshaus mit dem Wunsche öffnete, daß es allezeit ein segens­voller Mittelpunkt des evangelischen Glaubens­lebens sein mochte.

Der Zestgotiesdienst.

Rach dem Einzug der Gemeinde in das Gottes­haus eröffnete der Frauenchor der Petrus- Gemeinde unter Leitung von Lehrer Kröll den Festgottesdienst mit Choralgesang, dem der Ehor im Anschluß an die Eingangsworte des Su­perintendenten D. Wagner den eindrucksvollen LhoralHeilig, heilig ist der Herr" folgen liefe. Hierauf hielt der Superintendent. Oberkivchenrat 1). Wagner, die Einweihungsan­sprache, in der er nach herzlichen Dankcswor- ten an den Allmächtigen an Die evangelische Ge- samtgemeinde, alle ©fx.iDer, den Erbauer und

übergehen Dürfen, Denn was Dort geschieht, übt seine Wirkung auch auf Deutschland aus. Wir haben hier ganz dieselben Bewegungen, ganz denselben Haß, denselben Fanatismus wie in Rußland. Da helfen aber keine Organisationen, keine Abwehrver­bände, so wertvoll diese auch sein mögen. Da helfen nur lebendige Christengemeinden, die treu zu ihrem Glauben stehen. Das gilt vor allem auch von Der geistigen und seelischen Not, Der Zerrissenheit und Haltlosigkeit, die sich in den Kreisen Der Gebildeten, wie Der Arbeiter zeigt. Wir brauchen IcbcnDige Ge­meinden, wir brauchen lebendige Häuser, in denen eine christliche Hausordnung herrscht, in denen Die Eltern ihre Kinder anhalten zu Zucht und Ordnung, zu Gebet und Gottes Wort, wo man sich immer von neuem die Kraft zum Arbeiten und Kämpfen halt durch das Gebet. Die Aussprache machte einen tiefen Eindruck auf alle Hörer, Denn Professor D. Born f amm verstand es, die Menschen zu packen und die Gewissen aufzurütteln.

Mehrere Lieder des Frauenchors der Petrusge» meinde umrahmten die verschiedenen Ansprachen, vor allem aber erfreute Fräulein vonderHeydt die Anwesenden durch den Gesang von fünf geifb lichen Liedern, die unter Harmoniurnbegleitung des Organisten der Petrusgemeinde, Lehrer Kröll, meisterhaft vargetragen wurden. Mit dem Gesang des AdoentsliedesKomm, o mein Heiland, Jesus Christ" wurde die Versammlung geschlossen, die auf alle Anwesende einen tiefen Eindruck machte.

Unter Anteilnahme einer großen Festgemeinde fand gestern nachmittag Die feierliche Ein­weihung Der neben Der Kleinkinderschule im Wetzlarer Weg errichteten Kapelle Der Petrus - ®emeinDe statt.

Vor der Kirche.

Die feierliche Handlung wurde vor der Kapelle Durch Choralspiel des Vereins für christliche Musik eingeleitet Darauf übergab der Erbauer der Kapelle, Baurat Hans Meyer, den Schlüssel des Hauses mit herzlichen Glückwunschworten an Die evangelische Gefamtgemeinde und an Die Petrus-Gemeinde dem Vorsitzenden des Gesamt­kirchenvorstandes Pfarrer Bechtolsheim er. Dach Dankesworten an alle Mitarbeiter bei dem Dau gab der Redner dem Wunsch Ausdruck, daß von küefer neuen Gottesdienststätte immer reicher

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den ersucht, der Smmtnalabtetlung Nachricht zu geben.

**2ßerfinDbteCigenlümer? Der Polizei, bericht meldet: Bei der Kriminalabteilung sind nach, stehend aufaesührte Gegenstände sichergestellt: ein Motorrad. Marke .Lündapp", 250 ccm Hubraum, ein gut erhaltenes Herrenrad (Rennmaschine), MarkeDiamant" mit blauem Rahmenbau und weißem Strahlenkopf, ein gewöhnliches schwarzes Fernglas, eine elektrische Fahrradlaterne, Marke , Hassia", auch für Batterieeinsatz geeignet, eine Kerzenlaterne, MarkeGermania", und ein Dynamo, MarkeBalaco" Eigentumsberechtigte werden er­sucht, während der Bureaustunden bei der Krimi­nalabteilung, Zimmer 63, oorzusprechen.

* Wei tere Zusammenschlüsse in­nerhalb der deutschen Psadfinder- bewegung! Man schreibt uns: Der vorläufige Zusammenschluß Der Reichspfadfinder und Späher hat nunmehr durch den Hinzutritt des Reudeut­schen Psadfinderbundes und des Ortsringes Mün- chen im Bayrischen Pfadfinderbund zur Bildung eines neuen geschlossenen Pfadfinderbundes ge­führt. Der Bund führt den Ramen:Deutsche Reichsschaft" Pfadfinderbund. Damit ist die Er­fassung der zu einer Bereinigung bereiten Pfad- finderbünde zu einem wesentlichen Abschluß ge­kommen.

Namen der Petrusgemeinde, Oberkirchenrat D. Wagner überbrachte die Grüße des Landes­kirchenamts und der Kirchenregierung. Er betonte, daß Die Entwickelung Der PetrusgemeinDe in Gie­ßen Der kirchlichen Behörde sehr am Herzen liege, Daß sie ihre Gründung seinerzeit sehr begrüßt und gefördert habe, und daß sie sich freue, daß nunmehr nach mancherlei Schwierigkeiten und Nöten die Petrusgemeinde ein zwar bescheidenes, aber doch schönes und würdiges Heim für ihren Gottesdienst und ihre Gemeindearbeit gefunden habe. Dekan G u ß m a n n - Kirchberg sprach im Namen Des De- kanats. Er erinnerte Daran, Daß er bereits im letz­ten Winter gelegentlich einer Kirchenvisitation bei Der Besprechung mit Den kirchlichen Vertretungen Der ©emeinDe Den EinDruck gewonnen habe, Daß hier Leben, Interesse, Eifer, Regsamkeit, Opfer­willigkeit unD Der feste Wille vorhanden ist, etwas für die Gemeinde zu tun, damit es vorwärtsgeht im Gemeindeleben. Er gab Der Hoffnung AusDruck, Daß Die ©emeinDe sich immer mehr zu einer äußer­lich unD innerlichlebenDigen" ©emeinDe entwickle. Schreinermeister Lenz- Gießen als Kirchenvor- steher Der Petrusgemeinde gab ein anschauliches Bild von all Den Schwierigkeiten unD Nöten, Durch Die Die ©emeinDe hinDurchmußte, um zum Ziel zu gelangen. Er erzählte von allerhanD Bauplätzen und Kirchbauplänen, zeigte, wie so mancher Plan sich zerschlagen hat, bis Dann enDlich Das bescheiDene Projekt zur Ausführung gelangte, Das jetzt seine Vollendung gefunoen hat unD für Das die Gemeinde von Herzen dankbar ist.

Die Hauptansprache des Abends hatte Professor D. Bornkamm übernommen. Er sprach über das Thema: Lebendige Gemeinden ein Er­fordernis unserer Zeit". Er ließ tief hineinsehen in Die Not unseres Volkes, Die eine nationale, eine soziale unD eine persönliche Not jeDes einzelnen ist. Er zeigte Die kirchliche Not, Die am grellsten unD deutlichsten in Rußland in die Erschei­nung tritt, wo Der grauenhafte Fünfjahresplan Der Gottlosen jeDem Die Augen öffnen muß über Den Kurs, Den man dort steuert. Er wies Darauf hin, daß wir hier nicht achtlos an Diesen Vorgängen vvr-

** Die Jnbetrieb nähme Der Straßen­bahn Gieße nW i e s e ck betrifft eine Bekannt­machung im heutigen Anzeigenteil. Insbesondere wird Dabei auf Die llrnfteigeftelle für Die Linie Oie« ßenAlten-Buseck aufmerksam gemacht Interessen­ten seien Darauf hingewiesen

** EinbruchsDiebstähle. Der Polizeibericht melDet: In Der Nacht zum Sonntag wurde in einer Wirtschaft in Der Hammstraße unD in einer Bäckerei in Der Bismarckstraße eingebrochen. EntwenDet wur­den ein geschlachtetes Huhn, eine Anzahl Zigaret­ten unD eine Mark. Die Täter rourDen gestört Aus einem Hausgarten wurDe ein 35 Meter langer roter Gartenschlauch entroenDet Personen, Die sachdienliche Angaben zur Täterermittlung machen können, wer-

dienstwilligen. An Hand von zahlreichen interessan­ten Lichtbildern vertiefte der Redner seinen Vor- trag, Der Das bewies eine längere Aussprache sehr dankbar ausgenommen wurde.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag: Goethe- Bund, 20 Uhr, Neue Aula, Vortrag überDanzig, Marienburg und die Deutsche Ostfrage" Deutsche Frauenkultur, Ortsgruppe Gießen, ab 16 Uhr, Bit- larDfaal Des Caf6 Amend, Weihnachtsmesse Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der schwarze Husar".

sich roieDer fast Dieselbe Menge von Besuchern ein« sand, wie zu Dem Festgottesdienst am Nachmittag Ein Adoentslied Der ©emeinDe unD ein Advents-

mit plus 2 Proz. und Mannesmann mit plus 1.88 Prozent im Vordergründe standen. Klöcknerwerke gewannen 1,38 Proz. und die übrigen Werte dieses Marktes 0,5 bis 0,75 Prozent. Am Chemiemarkt setzten Deutsche Erdöl ihre Aufwärtsbewegung um 1 Proz. fort, Rütgerswerke lagen 0,5 Proz. höher, während IG. zunächst 0,5 Proz. schwächer lagen, aber später um 0,75 Proz. anzogen. Die Elektro^ werte lagen sehr still, AEG. konnten sich leicht er­höhen, während Licht & Kraft 0,75 Proz. einbüfe- ten. Von Bauwerten zogen Holzmann um 0,38 Prozent an, Zement Heidelberg behauptet. Fest lagen noch Contigummi mit plus 1,5 Prvz.. wäh­rend Schiffahrtswerte, Zellstoff Waldhos und Reichsbankanteile 0,25 bis 0,50 Proz. höher lagen. Rach den ersten Kursen setzten sich meist neue Er­holungen von 0,25 bis 0,50 Proz. durch, wobei der Montanmarkt bevorzugt blieb.

Am Rentenmarkt lagen Reichsaltbef ih und späte Reichsschuldbuchforderungen bei lebhaften Umsätzen bis zu 0,75 Proz. höher. Don Industrie­obligationen waren Stahlvereinbonds und Reichs- bahnvorzugsaktien um je 0,75 Proz. gebessert. Am Auslandrentenmarkt zeigte sich Rachfrage nach Ungarn, Türken und Mexikaner, die Erhöhungen von 0,25 Prozent bis 0,50 Prozent aufwiesen. Der Pfandbriefmarkt verzeichnete zwar nur kleines Geschäft, doch waren die Kurse auf der ganzen Linie leicht erhöht, wobei Kommunalobli­gationen mehr gesucht waren.

In der zweiten Börsenstunde wurde das Geschäft sehr still. Die erhöhten Kurse blieben jedoch gut behauptet. Deutsche Erdöl zogen erneut um 1 Prozent an, ebenso waren einige andere Werte um etwa 0,5 Proz. fester. IG. blieben dagegen nur knapp behauptet. Reichsaltbesitz und Reichs­schuldbuchforderungen konnten ihre Höchstkurse von 58,5 bzw. 72,5 Proz. gut behaupten. Tagesgeld war leicht, stellte sich aber unverändert auf 3,5 Prozent.

frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 28. Nov. Auftrieb: 1405 RinDer (304 Ochsen, 142 Bullen, 502 Kühe, 407 Färsen), 525 Kälber, 74 Schafe, 4189 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 28 bis 30 Mark, (ältere) 24 bis 27, sonstige vollfleischige

Beamte und

- IST HERR