Ausgabe 
28.10.1932 Erstes Blatt
 
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1882-1932

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Mittwnchmittag 2 Uhr verschied sanft nach langem schweren Leiden meine Hebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Kalkarina Elisabeth Schäfer, geb. Schmidt

im Alter von 64 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Johannes Schäfer, Stellwerksmeister L R., nebst Angehörigen.

Lützellinden, den 28. Oktober 1932.

Die Beerdigung findet Samstag, den 29. Oktober 1932, nachmittags 2 Uhr, statt

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Eröffnungsfeier am Samstag, dem 29. Oktober 1932, 20 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität.

Dichtungen von Paula Messer-Platz f, vor­getragen von Prof. Messer.

Musikalische Darbietungen des Kammerorche­sters der Volkshochschule unter Leitung von Musik­lehrer Franz Bauer:

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Knrsbeginn: Ab Montag, den 31. Oktober 1932, 20 Uhr.

KrirsrUnme: Universität. Die Hörsäle werden jeweils bekanntgegeben am Schwarzen Brett der Volks­hochschule : Universität, I. Stock(nicht mehr II. St).

Während der ersten Woche ist der unentgeltliche Probe- besuch der Kurse gestattet.

Für Erwerbslose ist die Teilnahme frei.

Alles Nähere im Arbeitsplan, der in den Buchhandlungen und auf der Geschäftsstelle kostenlos erhältlich ist

Anmeldung n und Auskunft auf der Geschäftsstelle, Wolfstraße 20 (Eingang Kaiserallee). 7578 d

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Zur ^ü!klärnna und RictitWstellunfi

Der Deutschnationale Handlungsgehilfen'Verband hat vor einigen Tagen ein Flugblatt verteilt mit der Ueberschrift:

Die Wem Einzelhändler als SoziaMlionäre

Damit wird der Zweck verfolgt, die Inhaber der hiesigen Einzelhandels- geschähe ötfentl. alsangestelltenfeindlich" hinzustellen. Dies geschieht durchaus zu Unrecht. Wie überall in Deutschland, sind auch beim Gießener Einzelhandel in den letzten Jahren, unter dem Zwange der Wirtschaftsnot, die Gehälter gesenkt worden, nachdem sie in früheren Jahren entsprechend der besseren Wirtschaftslage erhöht worden waren. Es ist aber hervorzuheben, daß sämtliche Gehaltskürzungen auf Grund einer freiwilligen Vereinbarung mit den Angestelltenver- tretem.z.T.unter beratenderMitwirkung desSchllchters,festgelegt wurden. Bei keiner Kürzung kam es zu einem zwangsmäßigen Schlichterspruch. Die Angestelltenvertreter haben also ausdrücklich zugestimmt.

Es ist auch irreführend, wenn aus einem Gehaltstarif, der drei Ge­haltsklassen aufweist, in dem Flugblatt nur zwei Gehaltsstufen der niedrigsten Klasse berausgenommen werden, um hiermit die Unzu­länglichkeit des Tarites zu beweisen. Es ist selbstverständlich, daß auch eine Menge Angestellter nach den Sätzen der höheren Klassen bezahlt werden.

Im Gieljener Einzelhandel sind die Gehälter nicht stärker als in anderen Städten gesenkt worden!

Diese Senkung erfolgte aber nicht allein zum Zwecke der Minderung der Geschäftsunkosten, sondern auch unter dem Gesichtspunkt, daß es ermöglicht werden sollte, in der jetzigen Notzeit mit ihrem erheblich schlechterem Geschäftsgang so viel wie möglich Angestellte in ihrer Stellung halten zu können.

Gleichzeitig stand auch der Manteltarif, in dem die Rechte und Pflichten beider Teile genau abgegrenzt werden, neu zur Verhandlung. Dieser wurde am Mittwoch ebenfalls auf Grund einer freiwilligen Verein­barung abgeschlossen. Der Deutschnationale Handlungsgehilfen-Ver- band hat also mit seinem Flugblatt in eine Verhandlung eingegriffen, die noch nicht abgeschlossen war.

Wir müssen angesichts dieser unbestreitbaren Tatsachen die in dem Flugblatt aufgestellten Behauptungen d. Deutsch nationalen Handlungs- gehilfen-Verbandes nach jeder Richtung hin als unberechtigt und unrichtig entschieden zurückweisen.

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