Freitag, 28. (Dttober (952
Nr. 254 Erstes Blatt
182. Jahrgang
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Ressushemd der finanziellen Kriegsverpflichtungen und vom Ultraprotektionismus der Rach- kriegszeit, für die Zurückfchraubung und Beschränkung der Rüstungen und für eine gerechte Verteilung der Kolonial- und Mandatsgebiete eingetreten, weil wir darin die organischen Elemente des Wiederausbauproblems sahen."
Grandi wendet sich dann gegen jeden Plan einer politischen und militärischen Hegemonie, durch die Freiheit und Sicherheit in Europa gefährdet werde. Italien habe Sicherheit nötig und diese Sicherheit sei nur gewährleistet durch das Gleichgewicht der europäischen Mächte. Voraussetzung dieses Gleichgewichts sei aber einmal die Beseitigung h 6 r t o rh n i 1 fh p n und iuri »
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Frankreich rüstet ab: Kiellegung eines neuen Kreuzers.
Paris. 27. Oft. ($11.) Minister Leygues hat der Brester Werst den Auftrag erteilt, den 26000'Sonnen Kreuzer,Dünkirchen" auf Kiel zu legen. Die notwendigen Kredite waren bereits von der Kammer bewilligt worden, doch war bisher im Hinblick auf die Flottenabrüstungsverhandlungen und aus finanziellen Gründen von einer Kiellegung abgesehen worden. Inzwischen
Washington, 27. Oft. (CAD.) Präsident Hoover tritt heute seine vierte Wahlrede an und wird in drei Tagen über zwanzig Ansprachen halten, obwohl er ursprünglich
Annahme von Unjeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmitlag vorher.
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Chefredakteur
Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil i. V. TH.Kümmel sämtlich in (Bienen.
ist es dem Marineminister aber gelungen, dte Minderheit von der angeblich dringlichen Notwendigkeit zu überzeugen, daß Frankreich den von den ausländischen Kriegsmarinen gebauten neuen Einheitstypen gleich w e r t i g e Schiffe entgegenstellen könne. Die deutschen Taschenkreuzer werden in solchen Fällen stets als Begründung herangezogen. Für den Beschluß der sofortigen Kiellegung spielt auch die Sorge für die weitere Beschäftigung der Werftarbeiter eine Rolle.
auf den sie hoffte, um Roosevelts Wahlsieg zu verhindern. „Montreal Star" behauptet, daß der Leiter des demokratischen Parteiausschusses Farley einen Brief an d i e prominenten kanadischen ReederinMontreal geschrieben habe, in dem er diese um finanzielle Unterstützung des demokratischen Wahlfeldzuges mit der Begrun-
Roosevelt
düng ersucht haben soll, Roosevells Sieg werde die Erleichterung des Zolltarifs bedeuten und liege daher auch im kanadischen Interesse. „Washington Star" behauptet, daß bereits die Wahlrede von A l S m i t h Wasser auf die republikanische Mühle gewesen sei, da Smith wegen seines katholi chen Bekenntnisses und seines Eintretens für die Aufhebung der Prohibition im Süden sehr unpopulär sei, so werde dies Hoover sehr helfen. 3m Fahre 1888 habe ein indiskreter Brief des damaligen britischen Botschafters zur Niederlage des demokratischen Kandidaten Cleve land geführt.
Wenn Roosevelt siegt.
Italien als autzenpolüischeeProblem Grandi erinnert an die in Versailles osten gelaffenen Fragen.—Warum Italien die Revision der Verträge fordern muß.
Sind Amerika und England über die Abrüstung einig geworden?
Macdonads Besprechungen mitNormanDavis -Gemeinsames Aktionsprogramm für Genf.
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Paris, 28. Oft. (CAD. Funkspruch.) Der Sonderberichterstatter des „Matin", der sich anläßlich der Präsidentschaftswah en nach den Bereinigten Staaten begeben hat, erklärt, wenn der demokratische Kandidat Roosevelt zum Präsidenten gewählt werden würde, würde Staatssekretär Stimson entweder durch Owen D. Poung, Rewton Daker, den ehemaligen Kriegsminister aus der Zeit Wilsons, oder Tlar» man Davis, den derzeitigen amerikanischen Delegierten auf der Abrüstungskonferenz erseht loerden. Man glaubt jedoch, daß Owen D. B o u n g eine derartige Derusung a b l e h n e n werde, so daß die beiden anderen in die engere Wahl kämen. Zum amerikanischen Dotschafter in Paris würde Gerard, der letzte amerikanische Dotschafter in Derlin vor Eintritt Amerikas in den Krieg, ernannt werden. Auch Oberst House würde sich wieder aktiv am politischen Leben beteiligen.
Ein deutsch-amerikanischer Kongreß in Aeuyork.
Reuhork, 27. Oft. (Täl.) Ein dreitägiger deutsch-amerikanischer Kongreh wurde am Donnerstag mit einem Festessen im Hotel Astor unter dem Präsidium von Viktor F. Riddes eröffnet. Unter den Ehrengästen befand sich der frühere amerikanische Dotschafter in Berlin, H o u g h t on, der in einer Rede die Deutsch- Amerikaner ermunterte, ihre Deiträge zur kulturellen Entwicklung Amerikas mehr als bisher zum Ausdruck zu bringen. Der frühere Handelsminister im Kabinett Taft, Charles Ragel, verlangte eine größere Berücksichtigung der deutschstämmigen Amerikaner bei der Desehung hoher 'Regierungsstellen. Die nächsten Tage werden mit Ausschuhsitzungen angefüllt sein, in denen Fragen des Deutsch- An t e r r i ch t s, der deutschen Kirchen und Wirtschafts- fragen behandelt werden. An dem Kongreß nehmen u. a teil Vertreter der deutsch-amerikanischen Handelskammer, der Steubengesellschaft, der deutschen Kirchen in den Vereinigten Staaten und der deutschen Verbände. Am kommenden Sonntag wird ein „Deutscher Tag" veranstaltet, in dessen Mittelpunkt mehrere Festgottesdienste stehen.
Kammeraussprache über den Gicherheitsplan.
Herriot lehnt Schuldcneiörterunq ab.
Paris, 27. Oft. (TU.) Die außenpolitische Aussprache in der Kammer wird nun doch, wenn auch in beschränktem Rahmen, stattfinden. Herriot erklärte, er habe von der Absickll Franklin Bouillons Kenntnis genommen, vor dem Haushaltsausschuß der Kammer eine Ausiprache über den französischen Abrüstungsplan herbeizuführen. Gr verstehe sehr wohl, daß die Kammer von der Regierung Aufklärung darüber wünsche und sei bereit, eine Aussprache am Freitagnachmittag herbeizuführen. Er bitte jedoch, sie auf das Allernotwendig st e zu beschränken, da die Regierung eine neue VertagungderGenferKonferenzver- meiden möchte. Herriot fuhr dann wörtlich fort: „Wenn man mich aber auffordern würde, ich solle mich zur Schuldenfrage äußern, so würde ich mich gezwungen sehen, auf das
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Hoover
»tiifrfvlnffen war, sich an dem Wahlfeldzug fast r nicht *u beteiligen. Die Zahl der Anhänger £5 dcmokratischen Prasidentschaftskandtdaten ™ t on»11 hat ihn dazu bestimmt, eine frühe- ^^Äläne umzustohen und bis zur letzten Mi- ren PsE Slls ll Wiederwahl zu plädieren.
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tm Falle eines Fehlschlages der Genfer Abrüstungskonferenz bis zu der im Londoner Flottenpakt festgesetzten Höchstgrenze aufrüsten werde.
Man brauche, so fügte Hoover hinzu, wohl nicht auf die damit verbundenen großen Ausgaben oder auf die Enttäuschung des amerikanischen Volkes in einer seiner größten Hoffnungen hinzuweisen. Die Regierung habe keine Bemühungen gescheut, um alle Rationen zu einem Abkommen über eine Rüstungsbeschränkung auf das von der Londoner Konferenz beschlossene Maß zu bringen. Keinen Augenblick sei die Sicherheit der USA. durch ihre bei diesen Verhandlungen gezeigte Geduld gefährdet gewesen. Die Bemühungen zeigten bereits Erfolge. Sollten sie schließlich doch scheitern, so wären die USA. durch die unsicheren Verhältnisse in der ganzen Welt und durch die Rotwendigkeit des Schutzes für den heimischen Handel gezwungen, ihre Flotte bis zu der im Londoner Abkommen vorgesehenen Höchstgrenze auszubauen.
Diese Erklärung wird von der demokratischen Parteileitung als Wahlmanöver bezeichnet, um Roosevelts Eintreten für eine angemessene Seegeltung gleichzukommen. Man weist darauf hin, daß Hoover stets für den Flotten abbau gewesen sei und sich deswegen sowohl mit feinen Admirälen wie mit der Flottenliga überworfen habe, ferner daß sich Hoover bei der deutschen Forderung auf Rüstungsausgleich dringlichst gegen jegliche Ausrüstung ausgesprochen habe. Man legt Hoovers Proklamation feine praktische Bedeutung bei, um so weniger, als er ain Schluß selbst darauf hinweist, daß, eine Derartige Aufrüstung gewaltige Summen f oft en würde. Er werde daher schon mit Rücksicht auf Amerikas Budgetdefizit nicht ernstlich an große Flottenausgaben denken, obwohl zugegeben wird daß infolge der gespannten Lage im Stillen Ozean gerade jetzt die Stimmung für eine starke Flotte im Steigen begriffen ist.
Die Rpeublikanische 'Parteileitung glaubt, den Fehler der Demokraten gefunden zu haben,
Erbitterter Wahlkampf in AGA
Hoover sucht Roosevelt in der Flottenfrage zu übertrumpfen.
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London, 27. Oft. (TU.) Der amerikanische Unterhändler Norman Davis hat außer mit dem italienischen, französischen und japanischen Botschafter auch mit dem deutschen Geschäftsträger Graf Bernstorfs gelegentlich eines privaten Besuches über die Londoner Vorgänge gesprochen. Heber das Ergebnis der Londoner Unterredung von Norman Davis, soweit sie sich auf die Abrüstung bezogen, ergibt sich jetzt folgendes vorläufiges amtlich allerdings noch nicht bestätigtes Bild
1. England und Amerika stimmen dahin überein, daß energische Maßnahmen zur Erhaltung des Friedens und zur Wiederbelebung der Wirtschaft notwendig sind.
2. Seeabrüstung: Norman Davis hat die äußersten Anstrengungen gemacht, um bei England die Annahme der allgemeinen Grundsätze des Hooverplanes durchzusetzen, ohne hierbei auf der starren Mathematik der Zahlen zu bestehen. Diese Aufgabe ist ihm zu einem erheblichen Teil gelungen, insofern, als England die Notwendigkeit von Sparsamkeit beim Marinehaushalt anerkannt und sich mit einer Verminderung der Gesamttonnage einverstanden erklärt hat.
3. Amerika und (England versuchen, die Zustimmung Japans und dann auch Frankreichs und Italiens zu den neuen Richtlinien der See- abrüftung zu erwirken.
4. Es ist anzustreben, daß die Vereinbarungen die Form eines Abkommens Der fünf Seemächte annehmen.
5 England und Amerika stimmen dahin überein, daß die Schritte zur Herabsetzung der Rüstungen zur See eine Rückwirkung auf d i e Land- und Luftabrüstung haben und zu einer praktischen Anwendung der allgemeinen Grundsätze Des Hooverplanes auf diesen Gebieten führen sollen Es verlautet, daß eine Formel in Vorbereitung sei, die ?ie gemein!amen Ansichten Englands und Amerikas darftellt Es wird zuversichtlich damit gerechnet daß I t a 11 e n fid) den englisch-amerikanischen Richtlinien a n J ’ e ' ß e n wird und daß damit ein m o r a (t d) e r Druck auf Frankreich und Deutsch 1 and im Sinne eines deutsch-französischen Ausgleichs ausgeübt werden kann.
6. Amerika und England sind sich darüber einig, daß die Rüstungsherabsetzung eine Sache ist, die zunäch st nur Die noch nicht a b g e r u ft e t e n Mächte angeht. Anderseits aber ist man sich Darüber klar, Daß Die AbrüstungsverhaMungen in Genf nur Dann von wirklich praktischem Nutzen sein können, wenn DeutschlanD an ihnen b V ‘wrnerita Stimmt stillschweigend Der englischen Auffassung zu, daß Die Frage, wie sich Die Durch den Austritt Deutschlands aus der Abrüstungskonferenz entstandenen Schwierigkeiten beseitigen lassen, durch eine Aussprache zwischen England, Frankreich, Italien und Deutschland bereinigt werden sollen.
8 England und Amerika sind fid) barüber einig, daß an dem Grundsatz d e r N ' A t w i e d e r- Aufrüstung unbedingt fe st gehalten werden muß.
Mailand, 28. Oktober. (TU.) Der von Benito, Mussolini persönlich begründete, und von seinem Bruder Arnaldo bis zu seinem Tode im letzten Jahre geleitete „P v p o I v d ' Itali a", der auch heute noch bei besonders wichtigen Ereignissen das Sprachrohr des italienischen Regierungschefs ist, gibt anläßlich Des 10. Jahrestages des Faschismus eine Sondernummer heraus, in Der Der ehemalige langjährige Außenminister unD jetzige Botschafter Italiens in London, Dino Grandi, über die auswärtige Politik schreibt Aus der P a r i s e r F r i e - denskonferenz habe man Italien, Das freiwillig in den Krieg gezogen sei und in treuer Bundesgenofsenschaft siegreich gekämpft habe, feine einfachsten ßebensnotroenDigf eiten bestritten. In feiner demographischen und sozialen Struktur befinde sich Italien in einer Periode des Wachstums Arm an Rohstoffen, in enge Grenzen eingepreßt, und in ein Binnenmeer ein gefangen sei es gezwungen, Das Gleichgewicht zwischen seinen tatsächlichen Kräften und seinen realen 8e- dürfnissen, zwischen seinem beschränkten Territorium und seiner starken Vitalität zu finden. Man fei aus jene unglückliche Formel der „k o l o n i a l e n K o m- p e n f a t i o n e n" verfallen, die natürlich für Den italienischen Expansionszwang gänzlich unzu- r e i d) e n D gewesen seien
„Wenn wir wirklich auf eine internationale Zusammenarbeit hinwirken wollen, und in Europa neue stabile Verhältnisse geschasst werden sollen, dann müssen die Fesseln, die die Rationen tragen, gelöst werden, die nationalen Lebensersordernisse erfüllt werden, die Rechtsbeziehungen diesen Ersordernissen angepaßt und die Pforten Den Völkern, die in allzu enge Grenzen gezwängt sind, frei willig geöffnet werden. Von dieser Auffassung aus sind wir für die schrittweise Revision Der Verträge, für die Befreiung Der Weltwirtschaft vom
u n g ber technischen und j u r i - st i s ch. .1 M i ß v e r h ä 11 n i s s e in der Rüst u n g s f r a g e. Es können rechtlich — sagt Grandi — nicht zwei Kategorien von Staaten bestehen, die einen mit der Freiheit zu rüsten, die anderen durch Verträge an bestimmte Rüstungsvorschriften gebunden Die Rüstungen müßten auf Der gleichen juristischen Basis beruhen unD gerechterweife verteilt werden. Aber auch Italien selbst habe der Well ein Problem zu stellen, das nicht minder wichtig sei, als das der Sicherheit unD Der Freiheit: Das Problem Der Wirtschaftsbeziehungen z u den N a d) b a r ft a a t e n. „Kann ein Volk von 42 Millionen Einwohnern, Das in 15 Jahren 50 Millionen zählen wird, leben unD sich fortentwickeln, gedrängt auf ein Territorium, das die Hälfte des spanischen und deutschen beträgt, keine Rohstoffe Hut wenn überdies alle Nationen der Welt Han- Delsbarrieren errichten, die Kapitalbewegung hemmen, die Einwanderung behindern, und Den (Eintritt, nicht nur in ihre Grenzen, nein auch in Kolonien unD Protektoratsgebiete sperrten?" Dieses Problem müsse jetzt, wo die Zeit dazu reif sei, in das Problem des internationalen Aufbaus einbezogen werden. Das sei die nächste Aufgabe der saschistifchen Außenpolitik.
„Gute Fortschritte erzielt." Wird die Hiermächtckonserenz doch noch unberufen?
London, 28.Ott. (WTB. Funkspruch.) Times übreibt' Es besteht Grund zu Der Annahme, Daß Ke Pause, Die infolge Des zeitweiligen ^usammen- brato & Plans einer Viermachtekonferenz ein- tr7t aut genutzt worDen ist. Es steht noch mcht fest'&& Der P'an in seiner ursprünglichen Gestalt ausgearbeitet werden wird oder mcht. Aber D c urlvrünaliche Ziel wird entschiedener denn ?e an gestrebt. Man hält es für möglich i>ai Ma «^Donald und Sir John Simon nächste Woche nach Genf 9 e f) e n roerbe,v. b ist noch nichts Endgültiges darüber entschieden, lieber die Besprechungen, Die olhrf.Hunas'
der amerikanische Sel^1* 1b.el. St
konserenz, in London geführt hat, bemerkt Das vtat, Dak man gute Fortschritte erzielt yave üAem Bemühen, Den britischen unD Den amerikanischen StanDpunkt in Der Frage Der künftigen Marineprogramme beider Staaten emanDer zu nähern. Das schwierigste Problem sei, erm' Der e i n b a r u n g über i r g e n b ein e J o f o r 11 fl e eindrucksvolle 3il o 11 e n a b r u ft u n g i erzielen, die Der Abrüstungskonferenz als Be spiel für eine allgemeine Herabsetzung Der <Streik träfte vorgehalten werDen konnte. Aber bei Dem guten Willen der bei Den Londoner Besprechungen geherrscht habe, erschienen Die Hindernis je nicht unüberwindlich.
Der diplomatische Mitarbeiter des Daily Telegraph schreibt, in London sei sicherlich erörtert worden wie man e u t s ch l a n d w i e d e r an A b- rüftungsverhandlungen heranbrin- g e n könne. Die Haltung ber amerikanischen Regierung gegenüber den deutschen Gleichberechti- gungsanfprüchen und den französischen Sicherheits- forberungen sei ä u fe e r ft vorsichtig. Unter diesen Umständen liege die Entscheidung über die (Einberufung Der Viermächtekonferenz noch immer bei EnglanD. Man erwarte jedoch nicht, daß ein neuer Schritt vor Dem WieDerzusammentritt Des Bureaus Der Abrüstungskonferenz am 3. Novern- ber oder vor den deutjchen Wahlen am 6. November erfolgen werde.
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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