Cr. 125 Drittes Blatt __________Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheften)________________Samstag, 26. nlai 1952
Wirtschaft.
Wochenbericht
vom $ronffurfer Droöuftenmarft.
An der Getreidebörse war die Haltung in der abgclaufenen Woche für Brotgetreide schwach. Das starke Angebot von Ware, in neuer Ernte am Berliner Markte färbte auch auf den Frankfurter Produktenverkehr ob. Starker Preisdruck war vor ollem im 3uh- und Septcmber-Termin zu bemerken, weil man aus Grund der Witterung do- Wach-tun, der Pflanzen so günstig beurteilte, bah man selbst bei Weizen damit rechnet daß »n der letzten Zuli-Wochc die neue Ernte, wenn auch nicht am Markt erscheinen, so doch dicht bevorstehen könnte.
Obwohl do« Angebot am Weizcnmorkt in prompter Ware durchaus knapp blieb, beschränkten sich die Mühlen nur aus die Deckung de« notwendigsten Bedarfs-. Der Weizcnpreis Hot gegenüber der Vorwoche eine Ermäßigung um 5 Mk per Tonne auf 282.50 bi- 280 Mk. er- fahren
Am A og gen markt ist die Situation nur wenig verändert Vei kleinem VedarsSgeschäst blieb der Preis mit 225 Mk per Tonne unver- ändert. Dos Angebot in deutscher Ware bleibt knapp, die DGH gibt weiterhin Vulsen-Voggen ab
Der tz a s e r m o r k t bewahrte auch m der ab- gelaufcnen Woche seine stetige Tendenz, und die Votierung blieb mit 172.50 bis 177.50 Mk per Tonne unverändert
Am Gerstenmarkt mochte sich etwas Vachsroge für Drauware bemerkbar, doch war der Umsatz klein. Der Preis konnte aber etwas an* ziehen und stellte sich auf 200 bi« 204 Mk. per Tonne
Von Futtermitteln gestaltete sich der Absatz in Hühnerweizen etwas lebhafter Äraft- suttcrmittel logen im Hinblick auf die Grünfutter- ernte 0.50 Mk schwächer. Weizen- und Voggcn- flcic 10.00 Wk. getrocknete Treber 11.50 Mk.
Arn Mehlrnarkt wurden die Preise für Weizenmehl von den KonventionSmühlen im Laufe der Woche zweimal — insgesamt um 0.75 Mark per Doppelzentner — ermäßigt Trotzdem trat keine Geschäftöbclebung ein. und der Abruf von leiten der Väcker war weiter gering, zumal die Aauffraft für Weizengeböck immer schwächer wird. Voggenmehl ging erneut um 0.25 Mk. zurück bei weiter kleinem Geschäft Die zweite Hand ist noch billiger im Markt, besonders mit norddeutscher Ware Es notierten per Doppelzentner in Mark: Weizenmehl (süddeutsches Spezial 0. mit Austauschweizen) 39.25 bis 40.25, lniede'rrheinisches Spezial 0 mit Austauschweizen« 39.25 bis 40.00. Voggenmehl (70prozentige Ausmahlung) 28.00 bis 29,50
Am Kartosfelmarkt war die Haltung sehr ruhig bei etwas nachlassenden Preisen. Zndustriekarlosfeln hiesiger Gegend per Zentner bei Waggonbezug wurden mit 2.90 Mk. notiert.
Wochenbericht
vom Frankfurter Schlachtviebmarkt.
Der Frankfurter Schlachtviehmarkt hotte in der obgelauienen Woche eine meist schwächere Tendenz zu verzeichnen Das zeitweise Anziehen der Preise darf nicht darüber hinwegtäufchen. dah sich die Lchlochtviehpreise im a II gern e i n c n in sinkender Tendenz bewegen. Der Austrieb in der Verichtswoche hat sich allenthalben verstärkt.
Dos in letzter Zeit wieder gebesserte Viveou der Schweinepreise bat in dieser Woche eine Korrektur nach unten erfahren Die Vachsrage war schon nach den Feiertagen sehr klein, so dost bei der erhöhten Beschickung von 5331 Stück, gegen 4148 Stück, infolge des schleppenden Geschäftsganges ein Vachgeben der Preise säst unvermeidlich war Die Preisrückgänge betrugen 3 bis 4 Mk. und es verblieb Ucbcrftanb. Schweine b) 33 bis 36. c) 34 bis 36. d) 32 bis 35. c) 30 bi« 34.
Am Vindermarkl betrug der Austrieb 1362 (1Q19) Stück. Vach ruhigem bi« schleppendem Handel verblieb Ucbcrftanb. Die Preise lagen nur wenig verändert, teils zogen sie leicht an. teils gingen sie um 1 Mk. zurück Ochsen al) 32 bis 35. a2) 27 bi« 31. bl) 23 bi« 36; Bullen a) 28 bis 31. b) 22 bis 27; Kühe al 25 bis 27. bl 22 bis 24. c) 18 bi« 21; Färsen a) 32 bi« 35. b) 27 bi« 31. c) 23 bi« 26.
Der Auftrieb des Kälbermarktes war mit 1788 Stück um rund 750 Stück stärker, wo« für die kleine Vachsrage zu viel war. Das Geschäft gestaltete sich schleppend, und nut zu stark
ermäßigten Preisen konnte der Markt geräumt werden Die Preise liehen erneut um 4 Mk nach und notierten wie folgt Kälber b) 39 bi« 41. c) 34 bi« 38. d) 25 bi« 33
Der geringe Zutrieb am Schosmarkt von 61 Stück wurde gleichfalls nur schleppend geräumt- Die letzthin höher genannten Preise gingen um ettoa 1 bi« 2 Mk zurück Eine amtliche Votiz wurde nicht vorgenommen.
• Bergmann Elektrizitätswerke AG. Berlin. Vach dem Geschäftsbericht der Bergmann Elektrizitätswerke AG. Berlin, fiel ber Umsatz im Jahre 1931 auf 48 Millionen, gegen 78 Millionen Mark in 1930 und 116 Millionen Mark in 1929. Der Geschästsgewinn betrug 1.38 gegen 5J4 im Vorfahr Für Steuern wurden 4,23 (3,071 aufgewendet Soziale Abgaben beanspruchten 1.04 (1.37) Will Mk Sämtliche Beteiligungen hoben völlig unbefriedigend gearbeitet. Die deutschen Vertriebsgesellschaften wurden stillgelegt, die ausländischen find in Abwicklung begriffen. Von der OSram-Beteiligung erwartet die Verwaltung für deren GefchäftSiahr 1931 32 eine angemessene Honte. 3n den ersten Monaten de« neuen Jahre« ist der Umsatz weiter so stark »uriitfgegangen, bah die Unkosten nicht gedeckt wurden. Weitere Betriebsstillegungen sind deshalb erforderlich. Die Belegschaft beträgt zur •Seit 2700 Köpfe, gegen 5700 Ende 1931. 3n Zukunft soll der Betrieb auf fünf biS sechs Spezialgebiete konzentriert werden Der zu erwartende Kapitalschnitt soll so erfolgen, dah nach Möglichkeit kein neuer Verlust eintritt.
Frankfurt schwächer und still.
Frankfurt o. M 28. Mai. (WIB Drahtwel- düng.) An ber Wochenschluhbörse entwickelte sich bei Beginn nur sehr geringes Geschäft, so dah man allgemein der Anregung, die Samstaabörse während de Sommermonate ausfallen zu lassen, zuneigte. Die Stimmung war eher schwacher, da dem auf einigen Marktgebieten herauskommenden Angebot nur sehr geringe Aufnahmeneigung gegenüberstand. Bon verstimmendem Ginfluh waren erneut Gerüchte, die von einer VerschiebungderLausanner Konferenz wissen wollten. Daneben mahnte die morgige Aussprache zwischen Hindenburg und dem Reichskanzler sowie die schwache Haltung der gestrigen Neuyorker Börse zur Zurückhaltung. Gegenüber der Abendbörse ergaben'sich meist R ü ck . gange bis zu 1 o. H. Darüber hinaus waren besonders Gleftrorocrte stärker angeboten, wobei der Verlustabschluß bei Bergmann nachwirkte und Material herangebracht hat. AEG. gaben 1 o. H, Licht & Kraft etwa 2,75 o. H. nach. Siemens lagen bc hauptet. IG. eröffneten 1 v. H. und Reichsbankanteile 1,25 o. H. schwächer. Montanwerte lagen recht widerstandsfähig. Mannesmann zogen sogar 0,75 v H. an. Bon Schiffahrtswerten blieben Norddeutscher Lloyd gut behauptet. An den übrigen Marktgebieten herrschte Geschäftsstille.
Am R e n t c n m a r f t gestaltete sich das Geschäft ebenfalls sehr ruhig, doch blieben die Kurse im großen und ganzen unoeränbert. Für Gold- und Ciquibationspfanöbricfe bestand eher etwas Nachfrage, dagegen waren Reichsschuldbuchforderungen nur knapp gehalten, Rcichsbahnvorzugsakticn gaben 0,5 o H. nach. Auch in ber zweiten Bärfenstunde hielt die G e s ch ä f t s st i l l e durchaus an. Etwas lebhaftere Umsätze fanden lediglich in Scheideanstalt statt, die 2.5 v. H. anzogen. An den übrigen Marktgebieten blieben die ersten Kurse unverändert. Siemens konnten sich später wieder auf den Stand ber Abendbörse erholen. Trotz des bevorstehenden Ultimos war die Lage am Geldmarkt relativ leicht, Tagesgeld zu 4,25 o. H. unverändert.
Fast völlige Geschäftslosigkeit in Berlin
Berlin, 28. Mai. (WTB. Funkspruch.) Einer gebesserten außen- und innenpolitischen Stimmung stand zu Beginn der heutigen Börse f a ft völlige Gosch äst st agnation gegenüber. Man beurteilte zwar die Aussichten für das Kabinett Brüning günstiger und rechnet damit, daß es morgen vom Reichspräsidenten wieder das Der* tj auensDotum erhält, auch die Hoffnungen für Lausanne schienen wieder gebessert, ferner machte die Erklärung der neuen österreichischen Re- gierung einen guten Eindruck. Störend wirkte aber der schwache Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und besonders ein stärkerer Rückgang der Lsaung- anleihe. Die Erholungen, die in den gestrigen Abendstunden eingetreten waren, gingen heute wieder verloren, die ersten Kurse lagen zum Teil sogar
noch unter Mitlagsjchluß. Es handelte sich aber gewöhnlich nur iup Bruchteile eines Prozentes. Da» Geschäft stagnierte fast vollkommen, da die Abgabeneigung der Spekulation nur klein war und der Auftraaseingang bei den Banken sich in engsten Grenon vielt. Farben eröffneten unverändert. RDE die 'cheinbar unter den UltimoglattfteQungen zu leiden hatten, konnten sich um 2 o. H erholen, auch Laurahütte. Dessauer Gar und Orenftem 8: Koppel waren um lf bis 2 v. H gebessert. Anderseits büßten Licht und Kratt und die Kalineben- oerte lj bis 2 v. H. ein. Auch Reichsbankanteile verloren 1 v. H.
Am Rentenmarkt bestand ebenfalls wieder Angebot. Industrieobligationen brodelten langsam ab, Reichslchuldbuchtorderungen verloren i bi* i o. H., während Deutsche Anleihen und Reichsbahnvorzugsaktien behauptet lagen.
Auch im verlaufe änderte sich auf den Aktienmärkten an dem ruhigen Geichäft wenig Die Kursgestaltung blieb weiter uneinheitlich Ehade- aktien. die anfangs 1,5" Mark gewinnen konnten, büßten im verlaufe 2,50 Mark ein, auch Delfauer Gas und Drenftcin 8- Koppel gaben *pätrr die Hälfte ihres Anfangsgewinnes wieder her. Gegen Ende der ersten Börjenstunde fetzten bann Dettingen zum Dochenlchluß ein, die, ohne daß das Ge- lchäft allerdings wesentlich an Umfang zunahm, allgemein zu kleinen Kursbefeftigungen (bi» zu 1 v. H. über Anfang) führten Altbesitz, anleihe konnte sich um i v. ch bessern, von Aus- landsrenten gaben Anatolier weiter nach.
21m Geldmarkt war vor dem Ultimo eine weitere Versteifung feftjufteUen, doch blieben die
Satze noch unverändert Tagesgeld stellte sich auf 5« p H. und darüber, vereinzelt noch auf 5j v H. Montagsgeld blieb mit 6 bis R v. H. nominell unverändert
Epiclplan Der frankfurter Theater.
Opernhaus Sonntag. 29 Mai . Maraa- rethe". Anfang 19 30 Uhr. Ende gegen 22 30 ilgr. Montags 30 Gelchlosten Dienetag. 31. .Die verkaufte Braut" Anfang 20 Ubr. Ende gegen 23 Ubr Mittwoch. 1 Zum .Don 3uan" ; Anfang 19 30 Uhr. Ende 22.30 Ubr Tonnerstaa. 2 . Die schöne Helena". Anfang 19 30 Ubr. Ende nach 22 30 Uhr Freitag. 3 .Die Zauberflöte". Anfang 19 30 Uhr. Ende 22 30 Uhr Samstag. 4 .Mar- rethe". Anfang 19 30 Ubr. <3nbc 22 30 Ubr Sonntag. 5 .Der Bettelstudent Anfang 19 30 Uhr. Ende 22.30 Uhr
Schauspielhaus Sonntag. 29 Ma,: . Faust". 1 Teil. Anfang 17 Uhr. Ende 22 Uhr Montag. 30 .Egmont . Anfang 19 Uhr. Ende 22 30 Uhr. Dienstag. 31 .Der Vaud der Sabine- rinnen". Anfang 16 Uhr. Ende nach 18 30 Ubr. .Wie heißt das Stück?". Anfang 20 Uhr. Ende 22.30 Uhr Mittwoch. 1. 3uni. .Zsro"; Anfang 20 Uhr. Ende 23 Uhr Donnerstag. 2 .Der Vaud der Sabincrinnen". Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.30 Ubr Freitag. 3 . Fuhrmann Henschel Anfang 20 Uhr. Ende 22 30 Uhr Samstag. 4 Gaftspiel des Kabarett« der Komiker; Anfang 20 Ubr. Ende nach 22.30 Uhr Sonntag. 5 .Wie heißt das Stück?"; Anfang 20. Ende 22 30 Uhr
Die Lehrstellenvermittelung.
Aus der Praxis der öffentlichen Berufsberatung.
Don Dr. Bottenbacher, Arbeitsamt Gießen.
Die öffentliche Berufsberatung hat nicht nur Berufsaufklärung zu verbreiten, vor allem durch Schulbefprechungen. Elternabende, AuSlünfte und Vatfchläge in den Sprechstunden, auch die L e b r - stellenverrnittlung worüber heute einige« berichtet werden soll, ist ihr au« Zweckmäßig- keif «gründen zugeordnet.
Es versteht sich, daß die Eltern für ihre schul- entlassenen Kinder gute Lehrstellen und die Meister ihrerseits tüchtige Lehrlinge wünschen. Diese Wünsche nach beiden Seiten hin möglichst zu verwirklichen, durch Vermittlung geeigneter Berufsanwärter in beruflich, gesundheitlich und sittlich einwandfreie Lehrstellen, läßt sich die Berufsberatung besonder« angelegen fein. Die bisher durchgeführten DewährungSkontroUen über die von ihr vermittelten Lehrlinge zeigen, daß sie mit ihren Bemühungen in dieser Beziehung aus dem besten Wege ist. Manche Lehrstellen würden allerdings bei frühzeitiger Anmeldung derselben noch besser zu besetzen fein. Denn je später diese Stellen vor der Schulentlassung angemeldet werden, desto schwieriger wird die rechte Auswahl geeigneter Berufsanwärter. Gerade der gegenwärtig schlechte Lehrstellenmarkt macht viele Elfem allzu ängstlich und ist besonders dazu angetan, die Berufs- Wünsche nach den augenblicklich vorhandenen offenen Lehrstellen zu orientieren, fo daß die Jugendlichen häufig mit unechten .Veigungen" nicht immer in den ihren Anlagen und Fähigkeiten entsprechenden Berufen Unterkommen. Das Tuch- tigkeitSniveau unseres beruflichen Vachwuchfes könnte sehr wohl auch durch rechtzeitigere Anmeldung der offenen Lehrstellen gehoben werden. An einem Beispiel fei da« noch besonders vor Augen geführt.
Ein Arbeitgeber verlangte ziemlich spät, nachdem fast alle Schulabgänger in Lehrstellen unter- gebracht waren, für sofort einen tüchtigen Lehrling in einem übrigen« sehr begehrten .Mode"- Beruf Er war erstaunt und seltsamerweise sogar ungehalten darüber, daß ihm nicht sogleich ein solcher zugewiesen werden konnte Wäre diese Lehrstelle nur einige Wochen früher angcmelbct worden, so hätte sie nicht bloß schnellstens und bestens besetzt werden können, sondern von den vorhanden gewesenen, unterdessen in anderen Berufen untergekommenen Anwärtern würde ein ursprünglicher Berufswunsch noch mehr in Erfüllung gegangen sein. Aul Drängen de« betreffenden Arbeitgebers und infolge zu später Anmeldung der Lehrstelle war nur die Vermittlung eine« zwar noch tauglichen, aber immerhin weniger geeigneten Jungen möglich.
E« ist betrüblich, zu sehen, wie nicht wenige aller Voraussicht nach für bestimmte Berufe glänzend begabte Berufsanwärter auf Erfüllung ihres
lange gehegten Berufswunsches nut deshalb Der- -ichten müssen, weil die in Frage kommenden Lehrstellen mehr oder weniger zufällig von andern, für diese Berufe nicht gerade empfehlenswerten Jungen besetzt wurden, von denen manche sogar nachher wegen völliger Untaugllchkeit wieder entlassen werden mußten.
Auch werden Lehrlinge häufig noch lediglich auf Grund persönlicher Empfehlungen, geschäftlicher, verwandtschaftlicher oder freundschaftlicher Beziehungen. ohne sorgfältige Prüfung der wirklichen Derusseignung eingestellt, was sich im Lause der Ausbildungszeit schon sehr oft als schädlich erwiesen hat. Eine ganze Veihe solcher G e f ä l» ligfcitÄcin Heilungen, die LebenSs chick- falc mitbestimmen, sind unS bekannt, die nunmehr schwer bereut werden. 3n verschiedenen untragbaren Fällen wurden wir um Anbahnung der Auslosung deS Lehrverhältnisies und Unterbringung der betretenden Lehrlinge in passendere Berufe gebeten. Häufig aber werden die einmal eingestellten Lehrlinge trotz schlechtest abgelegter Probezeit, teil« auS falsch verstandenem Mitleid und der meist trügerischen Hoffnung, der erst Versagende konnte schließlich doch noch (wie c« ja Dorfommt) in den Beruf einkblagen, zum Vachteil der Vertragspartner und nicht zuletzt auch der Wirtschaft weiter mitgeschleppt.
Auf Grund sowohl der uns von jedem Schulabgänger zur Verfügung stehenden schulischen und ärztlichen Unterlagen, als auch psychologischer Eignungsuntersuchungen mußten wir manchem Vat» und Lehrstellenfuchenden von einem gelernten oder bestimmten Beruf abraten. Vicht immer werden unsere Ratschläge befolgt. Es kommt vor. daß Zugendliche, die wir wegen körperlicher oder geistiger Unterentwicklung in eine Lehrstelle zu vermitteln abgelehnt haben, trotzdem eine solche suchen und finden. 3n einem Falle fand ein 3unge dreimal in dem von un« abgelebten Beruf eine Lehrstelle, um dreimal wegen Untauglichkeit wieder entlassen zu werden Zn einem andern lehnten wir aus gesundheitlichen Gründen die Vermittlung in einem 2eben«mittelberuf ab Vor kurzem beklagte sich nun ein Meister über seinen Lehrling, der mehr krank al« gesund und kaum berufsfähig sei. Wir konnten ihm karte, - mäßig nachweisen, daß die Vermittlung eben seine« Lehrlings vor zwei Zähren von unS wegen starker gesundheitlicher Bedenken abgelehnt wurde Gr will nun keinen Lehrling mehr ohne vorherige« Gutachten der Berufsberatung einftcllen Aehn- liche Beispiele wären noch manche anzuführen Bei falscher Berufswahl, vor allem au« körperlichen Mängeln, sind gewöhnlich auch die Äranlenfaflcn, die gesundheitliche Schäden wieder aut zu machen haben, unmittelbare Leidtragende 3n ganz kurzer
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H. Lombardzinsfuß 6 v. H.
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.imeTriontiit' <<oien . . .
4.20
4.22
BelMlckte Steten.....
...
58.81
59,05
Iäntt*e Sloter.....
84.43
84 77
tfitpttftfte Steten.....
15.45
15,51
."«Taniritidx 'fisten . . . .
. - -
16.58
16,64
iwlümrii*e fielen ....
. . .
170,41
171,09
3talteniiä-c Sloten ....
21.56
21,64
Ranoefi-i»- Sitten . . . .
76.35
77,15
Te-.rt C-t.-rrfT. i ir«"i cd--."*na
Sutrantftf'' Steten ....
2.495 •
2.515
ed-irer-tdie Soren ....
79,44
79,76
Stfipet»et Sloten.....
. . .
82.14
82,46
Sranrir» .....
34.53
34.72
Ungarrfif# Steten.....


