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Dcchn und dem unteren Sungari-Gcbict, um die dort zusammengezogenen auf rund 20 000 Hann geschätzten Aufständischen zu bekämpfen. Als Be- förderungsmittcl wird der Dchienenstrang und der Wasserweg benutzt. Die Brigade unter dem Kommando von General Murai rückt nord- wärts von Imiento gegen Fangscheng vor. €-:c mird sich später mit der unter dem Ober befehl t>on Generalmajor Boda stehenden Brigade bereinigen,_ die längs der ostchinesischen Eifen- bahn ostwärts marschiert. Oberst H a 1 a m u r a befehligt die 3. Brigade, die mit 22 gepanzerten und mit je 2 Felbkanonen bespickten Zluß - booten den Sungarifluß abwärts fährt. Diese Brigade ist außerdem von vier Kanonenbooten bet mandschurischen Regierung begleitet. Die Vorwärtsbewegung geschieht äufjerft vorsichtig, ba die Chinesen Fluhminen gelegt haben sollen.
Aus aller Well.
Nürnberg ehrt den Reichspräsidenten.
Der Stadtrat hat in geheimer Sitzung beschlossen, dem Reichspräsidenten v. Hindenburg das Ehrenbürgerrecht zu verleihen und die am Gefallenendenkmal im Luitpoldhain vorbcisührende Schultheiß-Allee fiindcnburg- Alle zu benennen. Der fiert Reichspräsident hat in einjm persönlichen Schreiben an Oberbürgermeister Dr. Luppe die ihm zugedachten Ehrungen mit Dank angenommen. Gleichzeitig hat der Stadtrat beschlossen, zur Erinnerung an den verstorbenen ersten Reichspräsidenten den Wodan-Platz in Friedrich. Ebert-Platz un- zubenennen.
Arbeilspädagogische Schulung»- und Sludienwoche in Alain;.
3n der Woche nach Pfingsten findet inMainz im Institut für Arbeitspädagogik eine arbeite» pädagogische Schulung-- u Studienwoche statt, die folgende Gebiete behandelt: 1. Der Werkunterricht in de, Grundschule, 2. Der Werkunterricht in einfachen Schulverhältnissen, 3. Werkunterricht und Geschmacksbildung, 4. Der Werkunterricht in der Lehrerbildung. 5. Die Schulgartenarbeit in Theorie und Praxis. Im Anschluß daran halten der Deutsche Derein und der Helft- fche Landesverband für werktätige Erziehung am 23., 24. und 25. Mai in demselben Institut ihre Haupt- und Vertreterver- fammlungcn ab, die u. a. Borträge von Professor Dr. Dessauer, Frankfurt a. M. über „Die Bedeutung der werktätigen Erziehung für da- heutige Wirtschaftsleben', und von Frau Professor Dr. Eharlotte Buhler, Wien, über „Kind und Material" bieten.
Reinhardt-Gastspiel in Rom.
Mit der Aufführung von Doldonis „Diener zweier Herren" eröffnete Prof. Max Reinhardt in Rom ein dreitägiges Gastspiel, dem weitere Gastspiele inF lorcnz, Genua, Turin und Mailand folgen. Reinhardt, der zum ersten Male mit seinen Künstlern sich in der italienischen Hauptstadt zeigt, begegnet bei Presse und ^Publikum gleich lebhaftem Interesse. Der Verein der ausländischen Presse veranstaltete zu Ehren der Berliner Künstler ein Frühstück. Auster dem in der Salzburger Besetzung über die Bretter gehenden Lustspiel Goldonis wird Schillers „Kabale und Liebe" zur Aufführung gelangen.
Französische Flugzeuge über deutschem (Bebiet.
Erneut hat ein französisches Militärflugzeug bic deutsche Grenze überflogen. Aus der Richtung Diedenhofen kommend erschien ein französischer Doppeldecker über dem Ham - melSberg bei Perl an der oberen Mosel Das Flugzeug kreuzte mehrfach über dem Ort, flog über die Grenze nach Frankreich zurück, um nach kurzer Zeit wieder zu erscheinen, und zwar an der Stelle, an der am Tage vorher ein französisches Militärflugzeug not» landen mußte. Danach kehrte die Maschine nach Frankreich zurück. Der Vorfall wurde den deutschen Behörden gemeldet Der notgelandete französische Militärslieger befindet sich im Unter- suchungsges,ängnis in Perl.
Schwere Explosion in der Maschinenfabrik lürkismühle.
Zu einer folgenschweren Explosion kam es in der Maschinenfabrik Lürkismühle bei Trier. Unter gewaltiger Detonation flog ein großer Gasen t w i ck l e r für die Schweiß- und Schneideanlage in die Luft Der Luftdruck war so stark, daß der Behälter vollständig zersprang, ein Motor umgeworfen und schwere Eisenstücke durch die Lust geschleudert wurden. Sämtliche Fensterscheiben des Gebäudes wurden zertrümmert, das Dach teilweise zerstört. Von
den im Raume befindlichen 10 Arbeitern wurde einer von einem Ei «en stück am Kopfe getroffen und getötet, einer schwer und zwei leicht verletzt. Die übrigen Arbeiter sind s 2 mtlichtaub.
Datermorb eine» Wahnsinnigen.
In Dehlingen (Württemberg! erschlug der 25 Jahre alte, fett längerer Zeit geistesgestörte Karl Dannecker vor der elterlichen Wohnung feinen Vater durch Schläge auf den Hinterkopf, die sofort tödlich wirkten. Bei der Vernehmung des Mörder- zeigte sich, daß dieser völlig unzurechnungsfähig ist.
Ein firfiumoorfommen in Frankreich feftgefteöL
Kürzlich war, wie berichtet, bei Toulon ein Heliumvorkommen feftgeftellt worden. Jetzt wird aus Lille gemeldet, daß es dem Direktor de- Hydro-geologischen Amtes in Lille gelungen fei, im Departement Rord in 60 Zentimeter Tiefe ebenfalls Heliumvorkommen fcstzu- stellen.
Aus Oer prvvmzialdouptfiavt.
Gießen, den 28. April 1932.
Wunder des Frühlings.
Wenn im Frühling die Bäume blühen, dann werden in jedem. Iahr alte Wunder zu neuen Offenbarungen. Dem einen dienen sie zu mehr oder minder laut bestaunter Augenweide, die nur oberflächliche Eindrücke hinterläßt, die er in tnefer Jahreszeit als etwa- Selbstverständliches hinnimmt. „Fabelhaft diese Magnolien!" sagt er, wiederholt vielleicht: „Einfach fabelhaftl" und geht weiter. An die Fabel dieser Fabelhaftigkeiten sich zu verlieren, hat er keine Zeit.
Für einen anderen ist ein blühender Apfelbaum eine sprudelnde Quelle stummen und stillen Staunens. Weil Blülen ja nur Versprechungen, entzündete Hoffnungen sind, ein verheißendes Lächeln der Mutter Ratur, dem nicht immer die volle Erfüllung zuteil zu werden braucht. Blüten sind ein Spiel der Formen und Farben, wie das Leben ja auch alle Möglichkeiten vorspiegelt und ... offen läßt.
Und bann die vielen, die sich aus irgendeinem Hungergefühl auf die Dlütenschau stürzen. Vielleicht, weil ihnen die Ratur nur in schmalen Kisten auf Fensterbrettern sichtbar wird. Vielleicht, weil ihnen die leuchtende Reine wie ein verlorener Glücksfaden scheint, den sie einfangen möchten, daheim in ihrer halbhellen Stube, als ein Märchen, das weitab von der Steinöde ihres Daseins in prangender Pracht Wirklichkeit geworden ist.
Der Frühling' ist zwar die Zeit, in der die Wunder mit einem Füllhorn über die Flur gegossen sind — aber doch schlummert auch sonst in jedem Menschen die Fähigkeit zu erleben. Bei wenigen ist schon ein einziges Erlebnis der Leuchtturm geworden, der ihrem Lebensschiff den Kurs wies zu einer beneideten Fahrt Bei anderen ist das Erleben ein nie versiegender Dorn, aus dem sich die Welt in und um fte mit immer neuen Aus- und Antrieben speisen läßt.
Die Sucht unserer Zeit, den abgekämpften Verven neue Anreize zu bieten, der Veitstanz um grell zurechtgemachte Richtigkeiten zur Betäubung des besseren Wissens um die Lehre, die sie selbst nicht durch sich selbst mit befriedigenden Inhalten zu füllen vermögen, diese Sensationsgier, mit der sich die Heutigen durch ihre Tage und Rächte hetzen, kann nie die Iagd nach dem Glück des Erlebnisses fein, das seelische Befreiung schenkt, das tief aufrüttelt, bas zu Erkenntnissen führt, bie ihre Gültigkeit über ben wechselnden Alltag hinaus behalten. Es gibt Erlebnisse, bie ben Menschen „umkrempeln", so baß er nicht wiederzuerkennen ist. Die Wunderkraft einer „zweiten Menschwerbung" ist daher auch dcvs untrügliche Zeichen echten Erlebnisses.
Die Möglichkeit und bie Fähigkit. Erlebnissen zu begegnen, ist gerabe jetzt in der Frühlingszeit unsichtbar wie eine blaue Blume des romantischen Zufalls zwischen unsere Tage gepflanzt. Richt immer und nicht jedem ist eS gegeben, ihre leuchtende Schönheit ganz in sich aufzunehmen, aus einer vorübergehenden Episode den Stein der Weisen zu schleifen, einen Edelstein, der. als Talisman in uns getragen, unser Schicksal wenden und bestimmen kann. Ieder blühende Daum und Strauch kann ein Anstoß fein, der aus den entferntesten Gehirnwinkel Gedankensplitter an- zieht, wie ein Magnet die Eisenteile, sich anein- anberreihen, miteinanber vergnicken unb ineinander aufgehen läßt.
Dann kann das Blütenwunder deS Frühlings auch zum Wunder in uns werden. Kig.
Reichsbahn-Dienst am Kunden.
Der Verwaltun-srat der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft hat in feiner gestrigen Tagung in Berlin der von der Reichsbahn-Verwaltung vvrgesch.agenen Fahrpreisermäßigung zur Belebung des Reiseverkehrs in Deutschland zugestimmt Danach wird vom 1. Iuni ab der Schnell- und Erlzugzuschlag um die Hälfte ermäßigt. Das Spannungsverhaltnrs bei den Monats-, Schülermonats- unb Teil- monatölarten wird geändert, so daß eine Ermäßigung zwilchen 8 und 21 Prozent eintritt. Außerdem werden nunmehr Urlaubskartcn für bie Zeit vom 1. Ium bis 15. Oktober 1932 «eingeführt mit einer 20prozentigen Fahrpreisermäßigung und einer Geltungsdauer von 2 Monaten. wobei die Reise sich mindestens auf 200 Kilometer erstrecken muß unb bie Rückreise nicht vor dem 11. Geltungstage angetreten werben darf. Vorausgesetzt toirb, bah bie UrlaubSfahrlcn sich auf Reiseziele in Deutschlanb erstrecken.
Kampf der Tuberkulose!
Der zweite Vortrag, ber im Zusammenhang mit der Hessischen Hygiene-Ausstellung veranstaltet würbe, fand wiederum außerordentlich viele Zuhörer. Der große Hörfaal ber Uniocrfität war bi» auf den letzten Platz besetzt. Prof. Ur. mcd. Haas sprach über daS Thema „Wie können wir sicher Tuberkulose verhüten und heilen?'. Der Vortrag verfolge die Absicht, so führte der Redner u. a. aus, die Allgemeinheit für den Abwehrkampf gegen bie Tuberkulose zu interessieren. Der Erfolg bes Kampfes sei von der Mnter- stühung abhängig, die ber Aerzteschaft vom Publikum zuteil werbe. Es gelte auf klärend zu wirken, Intelligenzzirkel zu schaffen, bie eine breitere Allgemeinheit auf bie Gefahren ber Dolksseuche aufmerksam machen. Ieber einzelne müsse sich über sich selbst unb über feine Umgebung Rechenschaft ablegen. Ie ernsthafter man sich mit ben Erscheinungen unb ben Anzeichen der Tuberkulose befasse, besto beruhigter könne man fein. Der Vortragende erinnerte bann an bie Entbeckung des Tuberkel-BazilluS burch Koch (vor nunmehr 50 Iahren) unb ben badurch hervor- gerufenen Umsturz in ber Behandlung der Tuberkulose. (Bin Drittel aller Menschen seien vor der Entdeckung des Tuberkel-Bazillus der Seuche zum Opfer gefallen. Auf Grund der neuen Erkenntnisse konnten aber Heilmethoden eingeführt werden, mit denen bisher außerordentliche Heilerfolge erzielt worden feien. Die gefährlichste Form ber Krankheit sei bie Tuberkulose der Atmungsorgane, die gefährlichste Infektionsquelle für andere Menschen der Auswurf eineS Kranken, in ber Form der sog. Tröpfchen-Infektion. Zwar müsse man nicht Iagd.machen auf jeden einzelnen Tuberkel-Bazillus, denn daS fei nicht möglich, auch nicht notwendig, die Hauptgefahr fei vielmehr bie abbitionellc Infektion, bas „Stänbig- ber-Ansteckung-ausgeseht-fein". Hauptaufgabe fei bemnach. einer mutmaßlichen Infektionsquelle alle Aufmerksamkeit zu schenken, ben Kranken herauS- zulosen aus ber Hingebung von Gesunden unb ihn ber Behanblung zuzuführen. Aber auch jedermann, ber nur eine Spur von Krankheit an sich bemerke, bic auf Tuberkulose schließen lassen konnte, solle sich einer genauen Untersuchung stellen. Durch die Röntgenmethode habe bic Wissenschaft ein Instrument in der Hand, mit dem schon erste Spuren von Krankheit nach- gewiesen werden konnten und um so viel leichter bie Heilung in bie Wege zu leiten sei. Reben ber Röntgenmethode stünden dem Arzt aber noch verschiedene andere Untersuchungsmittel zur Verfügung (färberischer Rachwcis der Bazillen im Sputum, Klopsen, Abhorchen), bic in ihrer Zusammenfassung bem Arzt eine sehr sichere Diagnose gestatten. Unter diesen Umständen brauche ber Kranke nicht zu resignieren. Die Wissenschaft, der Arzt, könne helfen unb heilen, sofern ber Patient nicht zu spät komme. In seinen weiteren Ausführungen wies ber Rebner an Hand von vielen Lichtbildern bie verschiebenen Erscheinungsformen der Tuberkulose nach, zeigte an Hand von Röntgenaufnahmen bie Tuberkulose in ben mannigfachsten ©tabien ihrer Entwicklung unb legte im einzelnen bie Art ber Heilbehanblung bar.
Der außerordentlich aufschlußreiche Vortrag wurde von ben Zuhörern mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt.
(tfiefjener Wochcnmarktprcisc.
Gießen, 28. April. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter 100, Süßrahmbutter 130, Landbutter 120, Matte 25 30 Pfennig das Pfund, Käse 5—10, Eier 6 und 7 Pf. das Stück, Wirsing gelb 15—20, grün 25, Weißkraut 10, Rotkraut 12—15, Gelbe Rüben 10—12,
Rote Rüben 10—12, Spinat 10 15. Unter-Kohlrabi 5-8, Grünkohl 10-15, Feldsalat 80-100, Tomaten 50—60, Zwiebeln 13—20, Meerrettich 30— 60 . Schwarzwurzeln 25 -35, Rhabarber 20 bis 25, Kartoffeln 4.5. Olcpfcl 10-15. Dörrobst 25 bi8 30. Honig 40- 45, Rüsfe 35 - 40. Iunge Hähne 80 90, Suppeirhühner 70 - 80 Pf. daS Pfund. Tauben 60 -70. Blumenkohl 30-70, Salat 20 bis 25, Salatgurken 40- 60. Lauch 5 10. Rettich, neue, 15- 20. Sellerie 10-30 Pf. da- Stück, Radieschen 10-15 Pf das Bund: Kartoffeln 3.80 4.00. Weißkraut 6.00 -6.50. Wirsing gelb 12.00 -15.00. Wirsing grün 20,00 22.00. Rotkraut 8,00-8,0) Mark per Zentner.
-Lornottzcn.
— Tageskalenber für Donnersta'g: Deutscher Verband für pfrchische Hygiene und Gesellschaft Liebig-Wuseum. 20 Uhr, Liebig-Museum. Vortrag von Prof. Dr. Fischer über Iustus von Liebig. - Zwcgoerein Gießen vom Roten Kreuz. 20.15 Uhr. Gartenkrähe 2. Zimmer 16. Hauptversammlung. — „Einhorn-Saal". 11 bis 19 Uhr. Hngiene-2usstellung: 20 Uhr. Reue Aula, Lichtb.lder-Vortrag des Herrn Prof. Dr. von Iafchke über . Das Wesen der Krebserkrankung und bic Wasfcn ihrer wirksamen Bekämpfung". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: Zwei Herzen unb ein Schlag'. — Astoria-Lichtfpiele, Seltersweg: ..Maskierte Danbiten" unb ..Volldampf Charlie".
” Dienstjubilauin Frau Klara Oehler kann am 1. Mai auf eine 30jährige Tätigkeit bei der Firma I. Schmücker N a ch f. zuristkblicken. Vor 30 Zähren trat sie bei der Firma als Lehrfräulein ein und hat sich durch besondere Tüchtigkeit und Treue nicht nur die Anerkennung ihres Ehcss, fon- dem auch die Wertschätzung des ausgedehnten Kundenkreises erworben.
,e Der Verband Hessischer grauen* vereine hält am nächsten Samstag seine diesjährige Tagung in Bad-Rauheim ab. an der auch bie Gießener Ortsgruppe bes Allgemeinen Deutschen Frauenvereins teilnehmen wirb. Die Tagung, bie im Gesellschaftssaal bcS Kurhauses stattfinden wirb, bringt zunächst einen Vortrag ber Gießener Dozentin für wirtschaftliche StaatS- wissenschasten. Dr. Eharlotte von Reichenau, bic über „Die Bedeutung und Aufgaben der Frau im Wirtschaftsleben" sprechen wird. Unmittelbar anschließend wird Frau Maria Birnbaum über „Die Bedeutung der Frau in Familie unb Staat" referieren. Hierauf soll eine eingehende freie Au-sprache über bic Probleme ber beiden Vorträge folgen. Gemeinsames Abendessen wird den Abend beschließen. Der Sonntagvormittag bietet den Teilnehmern Gelegenheit, unter sachverständiger Führung bie hervorragenden Einrichtungen unb Institute bes hessischen Heilbabes kennenzulernen. Es ist zu hoffen, daß bie sorgsam vorbereitete Tagung gut besucht wird.
Wettervoraussage.
Die neue Atlantikstörung nähert sich weiter dem Festlande. Bis über Westfrankreich greift ihre Warmluft vor, in deren Begleitung verbreitete Nieder- schlage auftreten, die sich bis über England erstrecken. Auch unsere Gegend gelangt unter ben Einfluß der Storung, so daß zunächst die Bewölkung zuntmmt und unter westlichen Winden die Temperaturen noch ansteigen und Niederschläge folgen. Später dürfte die zufließende kühlere ozeanische Luft. Anlaß zu Gewitterstörungen oder mehr schauerartigen Nieder- jchlägcn geben, wobei gleichzeitig die Temperaturen wieder etwas zurückgehen.
Aussichten für Freitag: Zunächst bedeckt mit Niederschlägen, mild, südwestliche Winde, bann wechselnd wolkig mit Neigung zum Aufklaren.
Lufttemperaturen am 27. April: mittags 15,4 Grad Eelsius, abends 7,8 Grad: am 28. April, morgens 4,1 Grad. Maximum 15,4 Grad, Minimum 1,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 27. April: abends 10,6 Grad: am 28. April: morgens 7,2 Grad. — Niederschläge 0,6 mm. — Sonnenscheindauek 5% Stunden.
(Schluß des redaktionellen Teil».)
Infolge der wirtschaftlichen Lage mußte die Darmstadt-Mainzer Vferdelollerle auf 7. Mai verschoben werden. An diesem Tage findet die Ziehung unwiderruflich in Darmstadt statt. Lose sind noch zu haben. 2821V
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Sanella hodibudi
SCHREIBEN SIE AN: MARGARINE-VERKAUFS-UNION, ABT. KOCHBUCH, BERLIN C2, BURGSTR. 24
Bekanntmachung.
In unser fiandelsregister, Abteilung B, wurde am 23. April 1932 bei der Firma „Jamaica“ Bananen- und Früchteoerlrieb, Gesellschaft mit befchränkter fiaffung in Bremen, ZweigniederlafsunA Gießen, folgendes eingetragen: Die Firma ist geändert in: Jamaica Deutsche Handelsgesellschaft mit beschränkter fiaffung, Zweigniederlassung Gießen. Kaufmann Friedrich Karl fieesch ist als Geschäftsführer aus- geschieden. 3305D
Gießen, den 25. April 1932 fiessisches Amtsgericht.
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über den Nachlaß des Kaufmanns Eduard Rosenbaum in Großcn-Linden ist infolge eines von den Erben gemachten Borschlags zu einem Zwangsvergleiche Dergleichstermin auf:
Donnerstag, den 19. Mai 1932 vormittags 9 llhr vor dem Amtsgericht in Gießen, Zimmer 9lr. 101, anberaumt. 33111)
Zn diesem Termin sollen auch die nach- träglich angemeldeten Forderungen geprüft werden.
Der Vergleichsvorschlag ist auf der Geschäftsstelle des Konkursgerichts an jedem Werktage zur Einsicht der Beteiligten nie- de-qelegt.
Gießen, den 20. Avril 1932. fiessisches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
In unser fiandelsregister, Abteilung B, wurde am 23. April 1932 bei der Firma B. Ruhn, Zimmerei und Schreinerei, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen, folgendes eingetragen: Durch Be. ichluß der Gesellschafter vom 29. Februar 19.32 ist das Stammkapital auf 20 000 Reichsmark herabgesetzt. 3304D
Gießen, ben 25. April 1932.
fiessiiches Amtsgericht.
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