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Herz voll DarnHerzigkeik und Liebe ihr entgegen­zustellen. Pfarrer solltenKirchendiener'^ und nichtPfarrherrn" sein, die in Treue und Selbst­verleugnung ihre Pflicht tun, und alle, die ein Herz für ihre Mitmenschen haben, sollen zu­sammenstehen undSeelsorger" werden mit größ­tem Verantwortungsgefühl ihren Mitmenschen gegenüber. Sn der anschließenden Aussprache berichtete Pfarrer Draudt, Lich, kurz über die anfangs Februar in Lich gehaltene Arbeiter­schulungswoche. Dekan G u ß m a n n, Lollar- Kirchberg, sprach über die Auswüchse der Sekten

und Ihre Bekämpfung. Weiterhin sprach noch Pfarrer Mahr, Gießen. Mit dem Treubekennt­nis, dem gemeinsam gesungenen alten Luther­lied,Erhalt uns. Herr, bei deinem Wort", fand die Tagung ihr Ende.

Am Tage vor dem Dorfkirchentag fand in Beuern ein Gemeindeabend statt, in dessen Mittelpunkt ein Vortrag von Pfarrer Draudt, Lich, über das Thema:Hat die Bibel uns heute noch etwas zu sagen?" stand. Der Gemeinde­abend war außerordentlich gut besucht.

Wirtschaft.

Holzversteigeruugs - Termine.

Montag, 29. Februar.

Bürgermeisterei Gießen: Zusammenkunft in der Wannschneise, 7. Schneise. 9.30 Ußr.

Hessisches Forstamt Schiffenbcrg: Zusammen­kunft im Gasthaus Sommer Vl. zu Watzenborn. 14.15 IHjr.

Bürgermeisterei Laubach: Zusammenkunft im Solmscr Hof zu Laubach. 10.15 Uhr.

Gemeinde Krofdorf-Gleiberg: Zusammenkunft bei Gastwirt Moos in Krofdorf. 10 Uhr.

Frankfurt schwach.

Frankfurt a. M., 27. Febr. (WTB. Drahi- meldung.) An der Wochenschlußbörse entwickelte sich zu Beginn nur sehr geringes Geschäft. Es fehlte weiterhin an Aufträgen, und auch die Spekulation zeigte keine Unternehmungslust. Der schwächere Schluß der Neuyorler Börse wirkte auch hier etwas auf die Stimmung, so daß man zunächst gegenüber gestern abend leicht ermäßigte Kurse hörte. Die Umsahtätigkeit beschränkte sich weiterhin wieder auf einige Spezialpapiere, wo­bei Aeichsbankanteile im Vordergründe des 3n- teresses standen. Nachdem sie zunächst auf dem Stand der gestrigen Abendbörse eingesetzt hatten, zeigte sich später nicht unerhebliche Nachfrage, und unter leichten Schwankungen lagen sie etwa 1,5 Prozent fester. Von Privatbankaktien waren noch Deutsche Diskontpapiere um gleichfalls etwa 1.5 Prozent freundlicher, während die übrigen Werte meist unverändert blieben. Sehr unein­heitlich war die Kursgestoltung für Elektrizitäts­aktien. AEG. konnten sich nach der gestrigen Schwäche um 2 Prozent erholen, weil der Verlust­abschluß doch günstiger kommentiert wurde. Da­gegen blieben Gesfürel auch heute stark offeriert, und der Kurs gab um etwa 2,5 Prozent nach, nachdem an der Abendbörse eine leichte Erholung zu verzeichnen war. Trotz der Verwaltungs­erklärung. daß die Bilanzarbeiten erst im Anfangsstadium und die Dividendenschähun- gen daher verfrüht seien, glaubt man doch mit einem Ausfall rechnen zu müssen. Auch Siemens gaben um etwa 1,5 Prozent nach, während die übrigen Elektrowerte kaum verän­dert waren. Montan- und Schiffahrtswerte lagen geschäftstos. Von Chemiewerten war Scheide­anstalt gefragt und zirka 2 Prozent höher. Da­gegen blieben S.-G.-Farben-Industrie bei ver­hältnismäßig kleinen Llmsähen unverändert. Am Kalimarkt wiesen Bürbach nach den Abschwächun­gen der letzten Tage heute recht widerstandsfähige Tendenz auf. Am Rentenmarkt blieb die 51m­

sahtätigkeit gering. Deutsche Anleihen tendier­ten unverändert, Reichsschuldbuchforderungen waren weiter gesucht, Liquidotionspfandbriefe gut behauptet. Am Goldpfandbriefmarkt waren Rhei­nische Hypothekenbank zunächst angeboten und xirka 0,5 Prozent schwächer, später konnten sie icdoch 0,25 Prozent ihres Anfangsverlustes zu­rückgewinnen. Frankfurter Werte setzten ihre Aufwärtsbewegung um zirka 0,25 Prozent fort. Sm Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Bele­bung und auch die Kurse keine nennenswerte Ver­änderung. Erst gegen Schluß der Börse wurde es etwas lebhafter. Auf kleine Wochenschluß­deckungen traten etwa 0,25- bis 0,50prozentige Erhöhungen ein. Weiter schwach blieben Gesfürel, die erneut 2 Prozent einbüßten. Arn Geldmarkt hielt die llltimonachfrage an. Der Satz für Tagesgeld erfuhr eine weitere Verstei­fung und stellte sich auf 7,5 Prozent.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

26. Februar

27. Februar

Amtliche Notierung ff-eio ' Brie'

Amtliche Notierung

Geld 1 Srlt'

Helsliigfors .

6,653

6,667

6,683

6.697

Wien....

49,95

50,05

49.95

50,05

Prag . .

12,465

12.485

12,465

12,485

BudapeS . .

56,94

57,06

56,94

57,06

Guiia . . .

3,057

3.063

3,057

3,063

Holland . .

169,93

170,27

169,83

170.17

Oslo .... ffopenhagee.

79,27

79,43

79,47

79.63

80,72

80,88

80,82

80,98

etotfbplm

80,92

81,08

80.92

81,08

Loudon. . .

14.64

14,68

14.67

14,71

Buenos Aires

1,028

1,032

1 .048

1,052

Neun ort

4,209

4,217

4.209

4,217

«rüffel . .

58,64

58.76

58,59

58,71

Italien . . .

21,88

21,92

21,88

21,92

Paris . . .

16,57

16,6

16.56

16,60

Schweiz . .

81,98

82.14

81,42

81,58

Soanien . .

32,67

32,73

32,67

32,73

Danzig. . .

82.02

82,18

82.02

82.18

Japan . . .

1.339

1,34'

1.309

1,311

Rio de 3an..

0,250

0,252

0,250

0,252

Iugoslawt«. tiiiiaboi . .

7,463

7,477

7.463

7,477

13,29

13,31

13,34

13,36

Banknoten.

Berlin, 26.Februar

Welt»

3def

Ytmehiamidie Roten . . .

4,20

4,22

Belgische Roten.....

58,43

58,72

Tänijche Roten.....

80,54

80,86

Englische Roten.....

14.60

14,66

nranjöfiidic Rolen ....

Holländische Roten ...

16,53

169,56

16,59

170,24

Italienische Roten ....

22,11

22,19

Norwegische Noten....

79,09

79,41

Seuifch Cefleneld), 1 100 LchMtna

Viumanlfdie Noten ....

2,49

2,51

Schwedische Noten ....

80,74

81,06

Schweizer Roten.....

81,80

82,12

Spanische Noten. . . . c

32.53

32,67

Ungarische Note» ....

Beichsbankdiskont 7 v. k/. Lombardzinsfutz Sok).

Berlin: Freundlicher Grundion.

'Berlin, 27. Febr. (WTB. Funkspruch.) Da, wie in früheren Zeiten, auch zu Beginn der heutigen Samstagbörse die Ordereingänge bei den Banken zu wünschen übrig ließen, war die Spekulation zu Beginn des Börsenverkehrs f a st völlig ruhig. Trotz des schwächeren Neuhork und der bestehenden Geschaftsstille war aber ein freundlicherer Grundton unverkennbar. Obwohl der gestrige Regierungssieg befriedigte, wurde er doch im allgemeinen nicht überschätzt, da die Unsicherheit hinsichtlich des Ausfalles der Präsidentenwahl ja bestehen bleibe. Man nimmt daher an, daß vor dem 13. März über­haupt keine größere Geschäftsbele­bung eintreten könne, abgesehen davon, daß seitens der Regierung Brüning bekanntlich eine stabile Währung garantiert wird, so daß für die Aktienmärkte ein wesentlicher Stimulus der letzten Zeit fortfalle.

Man interessierte sich heute nur für deutsche Werte. So waren Reichsbankanteile weiter ge­fragt, und von den übrigen Bankaktien Dedibank um etwa 1,5 Proz. gebessert, wobei wohl die be­absichtigte Sntereffennaßme eines westdeutschen Sndustriekonzems anregte. Ferner holten Rhein. Braunkohlen einen Teil ihres gestrigen Verlustes

ein, auch AEG. waren um etwa 1,5 Proz. besser da der Abschluß in günstigem Sinne zu überraschen schien. Was allerdings außer den abgeschriebenen ~ 19,3 Millionen an Verlust aus stillen Reserven gedeckt worden ist, läßt sich aus ihm nicht ersehen. Nachdem die Dividendengerüchte um Bürbach und Gesfürel als verfrüht bezeichnet wurden, konnten sich diese zunächst auf gestrigem Niveau behaup­ten, gaben aber später weiter nach. Auch Char­lottenburger Wasser tendierten im Zusammenhang mit der 7prozentigen Dividende weiter besser. Sonst waren Kursveränderungen im allgemeinen schwer festzustellen. Sm Verlaufe bröckelten die Kurse, mit Ausnahme von Reichsbankanteilen, die erneut 1,5 Proz. gewannen, bis zu 1 Proz. ab. Siemens gingen bei einem Angebot von wenigen hundert Mark um 3,5 Proz. zurück. Am Pfand­briefmarkt schien die Tauschneigung gegen Aktien nachzulassen, trotzdem gaben die Kurse erneut bis 0,5 Proz. nach. Liquidationspfandbriese waren gut behauptet. Sndustrieobligationen verloren bis zu 0,5 Proz., während sich Reichsschuldbuchforderun­gen um 0,75 Proz. befestigen konnten. Deutsche An­leihen lagen wenig verändert. Der Geldmarkt er­fuhr zum Ultimo eine weitere Versteifung, sonst lag die untere Grenze des Tagesgeldsahes bei 8 Prozent und nur vereinzelt auf 7,75 Prozent.

Steigende Arbeitslosigkeit in Hessen und Hessen-Nassau.

Heber die Arbeitsmarktlage in H e s- s«n und Hessen-Nassau berichtet das Landesarbeitsamt Hessen in Frankfurt a. M.: Die Ar be itslos igkeit st ie g in der ersten Februarhälfte langsam weiter, und zwar erhöhte sich die Gesamtzahl der Arbeitsuchenden um über 5000, oder 1,5 Prozent, auf rund 351 000. Die im Vorjahr Mitte Februar er­reichte Höchstzahl von 314 000 Arbeitsuchenden wurde somit um 37 000, oder 11,7 Prozent, über­schritten. Fast die Hälfte der Neuzugänge (2360) entfiel auf den Arbeitsamtsbezirk Frankfurt. Eine größere Zunahme (um je 500) wiesen ferner noch die Arbeitsämter Darmstadt, Limburg und Gießen auf, während in den Bezirken Fulda und Treysa eine leichte, in Offenbach ( 550) eine stärkere Abnahme der Arbeitsuchendenzahl festgestellt wurde.

Von den Berufsgruppen waren an der Zu­nahme am stärksten beteiligt die Metallindustrie (+1172), das Baugewerbe (4-1099 Baufach- und 295 Bauhilfsarbeiter), die Angestellten­berufe mit insgesamt 873 und die Gruppe Lohn­arbeit wechselnder Art ohne die Bauhilfs­arbeiter mit 658 Neuzugängen. Die Abnahme war verhältnismäßig am größten (624 oder 10,6 Prozent) bei den Arbeitsuchenden der Porte- feuille-Sndustrie. Bei den sonstigen Gruppen waren sowohl Zu- als Abnahme nicht erheblich.

Die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung ging um 1585 auf 101 052 zurück, während sie in der Ärifenfürforge um 3264 auf 93 082 stieg.

Ausdehnung des freiwilligen Arbeitsdienstes.

Sm Bereich des Landesarbeitsamts Hessen, das den Volksstaat Hessen und die Provinz

Hessen-Nassau umfaßt, sind bis zum 15. Fe­bruar 9 0 Anträge auf Maßnahmen des freiwilligen Arbeitsdienstes einge­gangen. 50 davon waren bis zum genannten Termin zur Ausführung bewilligt. Es handelt sich dabei um folgende Projekte: 29 Sportplätze, 19 Meliorationen, 18 Wegebauten. 24 sonstige Arbeiten, insgesamt um 147 734 Tagwerke. Zur Beschäftigung kommen dadurch über 210 0 Freiwillige, von denen nicht weniger als 16 5 0 Sugendliche sind. Die Anträge zum jetzigen Beginn der besseren Sahreszeit sind dauernd im Steigen begriffen. Besonders gut eingeführt hat sich der freiwillige Arbeits­dienst im Volksstaat Hessen und im Bezirk Kassel. Es handelt sich durchweg um Arbeiten, die unter normalen Verhältnissen nicht vergeben worden wären, so daß eine Schädigung des Handwerks und des Gewerbes vollkommen aus­geschlossen ist.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 llyr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen.

Der neue weg zum Fernempfang? Den Beweis, daß durch einen gleichzeitig in das Empfangsgerät eingebauten und genau abgeglichenen Sperrkreis auch mit einem 3-Röhren-Einkreisempfänger ein einwandfreier Fernempfang gewährleistet ist, liefert der vor kurzem erschienene 3-Röhren-Wechselstrom- Netzempfänger Form W 30 der Nora-Radio G. m. b. $)., Berlin-Charlottenburg. Sowohl bei Empfang des jeweiligen Ortssenders, als auch bet Fernempfang gelingt es, durch Benutzung des Sperrkreises den jeweils störenden Sender derart zu schwächen, daß der gewünschte Sender Hangrein und lautstark zu hören ist. 1589V

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