rOprozentige, für erwerb »lose Mitglieder ein« SOpro- zentige Ermäßigung der Beiträge beschlossen. Der voran ch og für das vereinsjahr 1932 wurde genehmigt. Die Vorstonüswcchl hotte folgende, Ergeb- nis: 1. Vorsitzender. Bürgermeister Schmidt, 2. Vorsitzender^ Ludwig Wagner 1. Schrift« sichrer: Otto Scbmidt. 2. Ährislführer: Georg Äreipl, 1. Rechner: Ludwig Lgel. 2. Rechner: Philipp Brusius, 1. lummorl: Karl Lgel, 2 Turnwort. Otto Müller, Schülerturnwart. Waldemar Grote, Sportwart: Dtlo Dteg, Zeug- wart: Heinrich Bierou, Obmann der oportablei- lung. Ä. Heinze, Schriftführer der Sportabtei- lung: Dr Limberger, Iugendobmann der Sportabteilung: Äorl Zimmermann.
- Grünberg. 23. Ian. Am SamStagabeird fand Im .Taunus" die Hauptversammluna de« Turnvereins statt. AuS dem Jahresbericht deS ersten Sprecher«, Lehrer Wenzel, und aus den Berichten der einzelnen Jachwarte ergab sich, daß im Verein auch Im abgelaulenen Jahre rege« turnerisches Leben herrschte und daß bei den besuchten Gauveranstaltungen eine stattliche Anzahl Siege errungen wurden. 3m Mürz wurde die schon vor dem Kriege bestandene Fechtriege wieder inS Leben gerufen, die in Fritz Ä oll (Go- belnrvd), früher Mitglied deS Turnvereins 1846 Gießen, einen rührigen Leiter besitzt. 3m Hinblick auf baS in diesem Jahr zur öröffnuna kommende Schwimmbad gründete der Verein auf Deranlas- fung von Gauschwimmwart Sauer (Gießen > eine Schwimmerriege, die zunächst monatlich mit der Schwimmabteilung deS Turnverein- 1846 Gießen im Gießener DolkSbad gemeinsame Uebung-stunden abhält. Die Witgliederzahl ist auf dem alten Stand geblieben, sie betragt 190 gegenüber 189 im Vorjahre. Größere Ausgaben mußte der Verein zur Bekämpfung deS Holzwurmes im Dachgebälk der Halle und für den Anschluß an die Kanalisation aufwenden. Um die Kosten hierfür, sowie für sonstige Reparaturen und die Steuern leichter zu befchafsen, wurde der KreiS der Benutzer der Halle weiter gezogen, indem diese auch an politische Vereine überlassen wurde. Die Rechnungsablage. von Fabrikant Carl Schmidt erstattet, ergab eine Einnahme von 2791,19 Mark und eine Au-gabe von 2489,93 Mark, mithin einen Ueberfchuß von 301.23 Mark. Eine auSgeloste Anleiheablofung-fchuld in Höhe von 316,30 Mark wurde zur späteren Verwendung zinstragend angelegt Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Zu Kasfeprüsern für 1932 wurden Kaufmann O. M a t t h i e S und Duchdruckereibe- siher H. R o b e r t, )u 3nventarprüfern Christoph Ritter und Christian Sch m a del bestimmt. Für den 3ubiläumSgauturntag (der 100.) des Gaue« Helfen, der Anfang März in Gießen ftatt- finden soll, wurden Fabrikant HSchmidt III. und Lehrer Wenzel als Vertreter gewählt. Bei Punkt .Verschiedenes" wurde eingehend über die immer dringendere Erneuerung bzw. den Umbau der Halle gesprochen. Auf Vorschlag deS ersten Sprecher- faßte die Versammlung folgende Entschließung: .Der Zustand der Halle, insbesondere ihr inneres Aussehen und die Dühnen- einrichtung, ersordert unbedingt eine Aenderung. Der Vorstand wird beauftragt, unter Zuziehung von Sachverständigen und anderen Personen über Mittel und Wege zu beraten, wie hier Abhilfe ge'chafsen werden kann."
* Rödgen, 27. Jan. Der hiesige Gesangverem »Harmonie hielt bei Gastwirt Balser seine Jahreshauptversammlung ab. Der Kassenbericht ergab, daß die finanzielle Lage des Verein- durchaus befriedigend ist. Der bisherige Vorstand wurde wiederaewählt. Die Derfammlung faßte den Beschluß, den jährlichen Beitrag von 6,00 Mk. auf 4,80 Mark zu senken. — Bei der am Sam-tag abgehaltenen Hol-versteigerung in den Waldungen der Gemeinde wurden im Durchschnitt per Raummetor folgende Preise erzielt: Buche- fcheitcr 11. Bucheknüppel 8. Eicheknüppel 6. Fichte 5. Kiefcrnknüppel 8, Duchenstöcke 8 T7nrt; Buchen- reisig kostete 16 Mark pro 100 Wellen.
a. ft l e i n - L i n d e n , 27. Ian. Der Schützen- U u b Roland hielt an den letzten Sonntagen sein diesjähriges Saalpreisschießen ab. Jedem schützen wurden drei Schuß auf die Zwölferringscheibe zu- gestanden. Die Ergebnisse dürscn als sehr gut bezeichnet werden. Els Schützen erreichten mit drei Schuh die Höchstzahl von 36 Ringen, so dah der erste in den meisten Fällen sogar erst der zweite Ctechschuh das Treffen entschied. Es erhielten l.Pr. W. Peetz, 2. A Weller, 3. H. Mohr, 4 H. Friedrich, 5. Daniel Jung, 6 Reinholl Weller, 7. Fr, Stein, 8. H. Benderoth. 9. ft. Otto, 10. E. ftopp, 11. W. Germer mit je 36 Ringen: 12 ft. Bolk, 13. W. Volkert, 14. R. ftopp mit je 35 Ringen. Die Preis- Verteilung wurde am Sonntagabend im Rahmen einer kleinen Feier im Turnerheim oorgenommen. Der Derein beteiligt sich am Bundesichiehen (5. Juni) in Großen Linden und am Bundesschießen in Wetz- lar-Riedergirmes am 7. August.
Y Watzenborn-Steinberg, 27. Ian. Seinen 8 0. Geburtstag feiert am 29. Januar in vpller geistiger und körperlicher Frische unser Mitbürger Johanne- Schmitt in Steinberg. Roch heute versieht der rüstige Mann täglich seinen Dienst als Hilf-feldfchütze und Daumwart.
ch Lich, 26. Jan. Der M ä n n e r g e s a n g v« r - ein ..C ä c ilia" hielt am Samstagabend feine Generalversammlung ab Der Vorfitzende. Karl Lotz, gedachte zunächst der verstorbenes Verein«- mitglieder des verflossenen IahrcS. Dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß der Verein 10 Ehren-, 78 aktive und 115 passive Mitglieder zählt. Die VereinSchronik, von Ludwig Wacker ve.lesen, rief manche Erinnerung wach. Die vom Dereinsrcchner O Wahl ausgestellte Rechnung fand die Genehmigung der Versammlung Bei der Vorstandswahl wurden die fahungsgemäß au5scheidend:n Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergcwählt Die Sänger Heinrich Zimmer und Friedrich Fischer wurden für 35jährige Mitgliedschaft xu Ehrenmitgliedern ernannt. Mit der grünen Ehrennadel des Hessischen Sängerbünde- für regelmäßigen Besuch der Singstunden wurden die Sänger H. Pie-, Karl Rau. H Reu deck und Heinrich Lotz ausgezeichnet. Dir S.nzstut.dm waren im allgemeinen gut besucht Das diesjährige Konzert soll am 13 März stattfinden. Außerdem wurde beschlossen, die alljährlichen Konzerte nicht mehr im Frühjahr, sondern im Herbst alnuhalten. Der Mitgliederbe trag von 1,25 Mk. für das Vierteljahr wurde auf 1 Mk. herabgesetzt.
' Hungen, 27 Jan- Dem hiesigen Krankenhaus und der Armenkasse wurde in diesen Tagen eine wertvolle finanzielle ilntcritütjung zuteil. Herr Anton Weck, em gebürtiger Hungener. der zur Zeit in Reuyork lebt, lieh dem Krankenhaus durch Pfarrer Bock die Summe von 4 0 0 Dollar und der Armenkasse 50 Dollar übermitteln. Der Gesangverein „Eintracht"
wurde ebenfalls mit einer Spende von 50 Dollar bedacht
Kreis tiiiDingcn
♦31 idda . 27. Ian. Seit einer Reihe von Jahren begeht der oberhessische Lchäferver. b a n d alljabrlich ein Schäferfest . bei dem Vorträge über Förderung der Schafzucht. Film. Vorführungen, ein historischer Festzuz der Schäle- rinnen und Schäfer in ihren alten, malerischen Trachten und Wettläufe ltattftnden. Der Vorstand hat beschlossen, daß daS dieS:ährige Fest hier im GambrinuS" bzw auf der GänSwiese am 7. Februar abgehalten werden soll.
Mrcte fttis eld
** 2llSfeld, 26 Jan. Dieser Tage sprach auf Veranlagung der hiesigen Dürergesell- schäft im Physiksaal der Oberreallchule Univer» fttätSprofe'sor Dr. Kinkel (Gießen) über bat Thema .DoetheS Werk, eine Vollendung und ein Anbeginn." Der Vortragende zeigte in geistvoller Weile. waS unS der
Buntes
größte deutsche Dichter heute noch zu geben vermag. und wie wir an fern Werk herantreten sollen. DaS Goethegedenkjahr 1932 möge für Viele Anlaß und Aufrüttelung sein, erneut zu Goethe hinzulinden und in fein Derk cinjuönngen. Dre zahlreichen Zuhörer dankten für die vortrefflichen Ausführungen mit herzlichem Beifall. Zu Beginn M Abends erinnerte der Vorsitzende der Alsfelder Dürergelellschaft, Studienrat Dr Berg, daran, daö die Dü re r gef e l l lcha f t in diefem Jahr auf ihr lOjährigeS Bestehen zurückblicken könne, und betonte, daß sie auch weiterhin an ihrem Hauptziel festhalten wolle, da- GeisteSgut der großen Deutschen zu pflegen und zu vermitteln.
Rieder-Ohmen. 24. Ian. Montag, 7. Mär;, findet für daS nördliche Oberhelfen in Riedcr-Ohmen ein Dorfkirchenvorsteher- l a g statt. Prälat D. Dr. Diehl und Oberllrchen- rat D. Wagn e r werden im FestgotteSdienst predigen. In der Rachmittag-verfammlung spricht Professor Lic. Gerstenmeher (Friedberg).
Allerlei.
Die alt wird ein Zeitungsblatt?
Die ZeitungSw.fsenschaft, die in letzter Zeit einen Jo hohen Au fchwuna genommen hat, legt besonderen Wert auf die Au bewahrung d:r Zeitungen. die eine so wichtige Wissen-quelle bilden, man zerbricht sich jetzt, nicht nur bei uns, sondern auch in England und Amerika, den Kopf, um da- beste Verfahren herau-zubelommcn, das Der Zeitung ein lange- Leben sichert In dem Regierung-laboratorium ter Vereinigen S.aaten Hnb nun Untcrfu4)ungen ungeteilt wo.den. die sich mit der gegenwärtigen Lebensdauer eine- Zei» tung-blatte« beschäftigen. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dah alle amerifan schen Zeitun «bände, die in den Jahren 1873 bi« 1927 gedruckt wurden, Dem raschen Untergang geweiht sind. In der Zeit von 1870 biS 1873 vollzog sich nämlich der Uebergang von dem Baumwoll» und Leinenfascr- papier zu dem Papier, da- au- Holz, au« Stroh ober GraS hergestellt wurde. Diele Erzeugnisse besitzen aber keine längere Dauer. Erst im Jahre 1927 entschlossen sich einige Zeitungen, die auf ein lange« Fortleben Wert legten, einige Stücke auf Lumpenpapier abzu; ehen, und diese kommen in die öffentlichen Dioliotheken, wo sie Jahrhunderte überdauern werden. Für d.e Lebensdauer der Zeitung ist entscheidend, welches Verjähren der Papierfabrikation angewendet wird. Auch Lumpen- und Leinenpapier zerfällt sehr rasch, wenn es trocknet, bevor eine chemische Reinigung erfolgt ist. Unter den verschiedenen Verfahren, die zur Erhaltung des modernen Papiers vorgeschla- aen wurden, wird als die beste empfohlen, auf die Zeitung-selten der einzelnen Bände mit Stärke festeS japanisches Sei.enpapier aufzukleben. Auf diese Weise verleiht die Reuyorker öffentliche Bibliothek Den von ihr aufbewahrten Zeitungen
Dauer, aber Diele Methode ist recht kostspielig. WaS eigentlich Den raschen Zerfall DeS Papiere- hervorruit. weiß man noch nicht genau. Die meiste Schuld tragen wohl die Unreinheiten, Die bei Der chemischen Behandlung übrigb eiben.
Liebesbriefe zu Studienzwecken.
Ein englischer Student der Psychologie hat an mehrere hundert Frauen 2icbc6jrie e gerichtet, in Denen er ihnen feine LeiDenschaft gcflanD unD um Antwort bat. Infolge Der Menge von Antworten, Die er erhielt. wurDe Die Polizei auf ihn aufmerksam und unterwars ihn ein:m Verhör. Rach- Dem er aber nachgewiefen hatte, Daß er diese Driese .nur aus wissenschaftlichem Interesse" schreibe, um Stoff für seine Studien zur Psychologie der Frauen zu gewinnen, mußte man ihn freilassen. Da solche Versuche nicht gegen Da« Gesetz verstoßen. Bei dieser Gelegenheit teilte der jugendliche Forscher ein ge Folgerungen mit, die er au« feinen Versuchen gewonnen hat. .Jede Frau," so sagte er. .will von Unglück hören. Denn Dann wird ihr Mitleid und damit ihre Zärtlichkeit erregt. Am mitleidigsten find Blondinen. Alle Frauen denken gern, daß Der Mann. Der ihnen feine Liebe gesteht, schön isll Wenn Die Frauen keine Worte finden, um ihre romantischen Gefühle auszudrücken, Dann nehmen sie zu den banalen Versen der Schlager ihre Zuflucht. Die meisten Frauen möchten einen Mann fcnncnlemcn, dessen Leben und Berus nicht« Lllltägliche« hat. De-Halb habe ich mich als ein Teepslanzer au« Indien au-gegeben, und da« hat sehr gut gewirkt. Liebe ist die einzige Illusion, Die die Frauen auch nach schlimmen Erfahrungen und Enttäuschungen nicht verlieren. (Der junge Mann kann es mit seinen Erfahrungen noch weit bringen.)
Wirtschaft.
HolzverfieigerungS«Termine.
Freitag. 29. Januar.
Hessische- Forst amt Gießen: Zusammenkunft am Pf.anzgarien im Distrikt Rieder-Seilbach. 9.45 Uhr.
Bürgermeisterei Dießen: Zusammenkunft am Allen Annerödcr Weg. 8. Schneise. 9.30 Uhr.
* I P. Demberg AG-, Wuppertal- Ober bar men. In der Aufs.chtsratS-Sihung Der Gesellschaft wurde der Abschluß für das am 30. September 1931 abgclau'eae Geschäftsjahr vor- gelegt und genehmigt. Die Bilanz schließt nach Vornahme von 6 542 156 Mk. Abschreibungen mit einem Verlust von 7 039172 Mk. ab. Es soll der für Den 27. Februar einzuberufenden Generalversammlung vorgeschlagen werden, diesen Verlust in Höhe von 4 Millionen Mark aus dem Reservefonds zu decken und Den Rest auf neue Rechnung vorzutragen Für das Geschäftsjahr 1929 30 wurde bei 7 545 317 Mk. Abschreibungen auf Anlagen und Vorräte und 14 346 654 Mk. Sonderabschreibungen auf Dele.ligungen und stillgelegte Betriebe ein Verlust von 14 Millionen Mark ausgewiesen, der aus der Reserve gedeckt wurde.
Frankfurt ruhig.
Frankfurt a. M., 27. Ian. Tendenz: voll behauptet, später leicht nachgebend. Infolge Mangels fast jeglicher Anregungen verkehrte Der Frankfurter Effektenfrejverkehr von Bureau zu Bureau in sehr ruhiger Haltung. Da auch keine KauforDer« vorgelegen haben, herrschte fast nahezu Geschäftslosigkeit, zumal sich Die Spekulation nach Den letzttägigen Steigerungen äußerst reserviert verhielt und Die weitere Entwicklung der allgemeinen Situation abwartet. Die Mehrzahl Der Kurie blieb gegenüber gestern voll behauptet. Lediglich einige Spezialaktien, wie Reichsbank, Siemens, Schuckeri. Ges- füreL I.-G.-Zarben und verschiedene Montan- werte zogen nochmals etwa 1 bi« 2 Prozent an, doch ging gegen Mittag auch hier ein Teil der erzielten Gewinne infolge der Gefchäftsstille wieder verloren. Ausgesprochen schwach lagen am Kunstseidemarkt Demberg, die auf Den neuerlichen starken Verluftabschluh etwa 3 Prozent verloren, auch Aku lagen im Zusammenhang damit etwa 2 Prozent schwächer Don lokalen Werten waren Holzmann etwas gefragt und 2 Prozent fester.
Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr ruhig, doch bewirkten vormittag« einige Pu- bl.kumsordcrs bei Goldpfandbriefen 0,25 bis 0,75- prozentige Besserungen. Reich-schuldbuchsorde- rungen in späten Fälligkeiten tendierten mit plus 1,25 Prozent recht fest. Reichsaltbefitz blieb unverändert. Liquidations-Pfandbriefe lagen nicht ganz einheitlich: während die Kurfe Der Frankfurter Institute 0,25 bi« 1 Prozent höher notierten. tourDcn Rhein.schr Hypocheien-Liguidationen beute eher offeriert Kommunal- und Städtean- leihen lagen ruhig unD kaum ocränDert Industrie-Obligationen waren weiter eher gesucht, jetzt auch wieder einige westdeutsche Papiere, vor allem Krupp. Fremde Werte blieben vernachlässigt
Berlin: flau.
Berlin, 28 Ian. (WTB. Funkspruch) Nachdem schon in den legten Tagen das Geschäft an den Aktienmärkten eine wesentliche Einschränkung erfahren Halle, Angebot und Nachfrage sich aber doch ziemlich die Waage hielten, so daß die Tendenz im
allgemeinen behauptet war, war im heutigen Frei- vertehr überwiegend Abgabeneigung festzustellen. Die Umiatztätigkeit hielt sich in engsten Grenzen, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, daß in ben Ultimotagen das Geschäft an und für sich immer ruhiger wird. Es fehlte für die Käufer auch an Anregungen, so daß der Markt hauptsächlich auf die berufsmäßige Spekulation angewiesen mar. Die Schwäche der gestrigen Neuyorker Börse lenkte die Aufmerksamkeit auf die international herrschende Unsicherheit, und im Vordergründe der Diskussionen standen die allgemeinen Geld- und ftrcbitproblcme. Die Bank von Frankreich dürfte eine Verlängerung des 2.5-Millionen Dollar-Kredits an Deutschland beschließen, so daß sich die Hoffnungen auf eine baldige Diskontermäßigung der Reichsbank verstärkten. London hat allerdings wider Erwarten keine Aenderung feines offiziellen Banksatzes oorgenommen. Auch die Fest gkeit der Mark im Auslande löste bei der Kulisse einige Reali- fationen aus.
Da nur geringe Aufnahmeneigung vorhanden war, gingen die .Kurse leicht zurück, die Rückgänge betrugen aber nur in Ausnahmefällen mehr als 1 Prozent, nachdem jedoch gestern abend schon eine Ermäßigung eingetreten war. Am Bankenmarkt waren Reichsbantanteile zirka 2 Prozent niedriger, sonst traten kaum Veränderungen ein. Von Schiff- fahrtswerten hat sich der Kurs für Hapag dem des Lloyd genähert, ftui.ftfeibenroerte waren, von Bem- berg ausgehend, etwas stärker gedrückt, und für Montanpapiere brachten die bevorstehenden Auf- sichtsratssitzungen im Siemens-Konzern einige Un- ficherheit in das Geschäft. Verhältnismäßig gut behauptet waren Montanwerte, ftaliakllen gaben bis Zu 2 Prozent nach, Bürbach verloren sogar 4 Prozent, und auch bei Farben und den übrigen Spezialwerten hielten sich die Rückgänge in diesem Rah- men. In Schultheis wurden weitere Positionslosungen vorgenommen, die den Kurs abermals um zirka 1,5 Prozent drückten. Die Auslandwerte lagen infolge der Markbefestigurg ebenfalls etwas schwächer. Letzteres war wohl auch der wrunb für zunehmen- Des Interesse an festverzinslichen Werten. Don diesen waren heule wieder ftommunalobliga- tionen und Reichsschuldbuchforderungen bevorzugt. Auch Reichsbahnvorzuasaktien hatten feste Veranlagung, während tjarbenbonos der Aktienbe- weau.ig folgten. Deutsche Anleihen lagen nur un- wesentlich verändert.
Die Devisenmärkte fast völlig unverändert.
Berlin, 27.Ian. (WTB) An den internationalen Devisenmärkten roaren die Umsätze heute unbedeutend, bis auf die Reichsmark und den Dollar ergaben sich keine größeren StränDe> rungen. Das englische Pfund ging oormittags von 3,4640 gegen den Dollar auf 3,4575 jurüd, gegen Den _ Gulden schwächte es sich auf 8,5825, gegen Zürich auf 17,7150, gegen Paris auf 87,81 und gegen Die Reichsmark auf 14,7050 ab Der Dollar notierte in AmsterDam 248,40, nach Gesternschluß 248,45. Die Reichs- mark ging in AmsterDam auf 58,35 zurück (®e- fternschluß 58,4250) unD in Zurich auf 120.20, später 120,30, gegen gestern 120,60. In Paris war ein Kurs für die Reichsmark noch nicht zu hören. Der französische Frank war gut behauptet, die Rorddevisen und Madrid tendierten etwas leichter, auch Brusiel war knapp gehallen.
Am Nachmittag konnte sich Die Reichsmark wieDer etwas befestigen, und auch das Pfund konnte sich leicht erholen. Gegen Den
Dollar stellte es sich auf 3,4613, gegen Den Gulden auf 8,60. gegen Paris 87,93, gegen Zurich auf 17,7850 und gegen Die Reichsmark auf 14.72. Der Dollar war unverändert, der französische Frank konnte leicht anziehen. Die Reichsmark befestigte s i ch in Amsterdam auf ihren gestrigen Stand von 58,4150, in Zürich auf 120,60, während sie in Reuyork unverändert 23,51 notierte Madrid konnte sich international befestigen, während Der holländische Gulden knapp behauptet blieb Buenos zog leicht an. Die Nord- Devisen und Rio waren völlig unverändert.
Devisenmarkt Berlin — Jcanffurt a. Bl.
Banknoten
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11.12
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81.53
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14.51
14 55
14.56
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1.043
1.047
1.043
1.047
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35.36
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8034
81.94
35.23
4.22 58,77 80.11 14.53 16.58
169.89 21.11 78.96
2.51 81.26 82.26 35,37
Belchsbankdiskont 7 o. h. Lombardsinssuß -oh.
frankfurter Lchlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 28. Jan. Auftrieb: 94 Rinder, 1C09 Kälber. 178 Schafe, 830 Schweine (Darunter 270 Litauer). E« wurden notiert: Kälber: beste Rlast- und Saugkälber 35 bis 39 Mk-, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bU 34. geringe Kälber 25 bi« 29. — Schafe Mast- lämmer und jüngere Masthämmcl (Weidemast) 23 bi« 28, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmcl und flut oenährte Schafe 18 bi« 22 — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 200 bi« 300 Pfund Lebendgewicht 37 bi« 39, von etwa 160 bis 200 Pfund 35 b.« 38, fleischige Schweine von etwa 120 bi« 160 Psund 30 bi« 37 Mk. — Marktverlauf: Kälber und Schweine langsam, Schafe rege.
Sparer und Zinssenkung.
Im Dcrgamgenen Jahr hat ten unter Dem Druck Der Kreise Die Zinssätze in DeutschlanD ein immer böherc« Riveau erreicht. Die Folge war eine weitere schwere Belastung Der allgemeinen wirtschaftlichen Tätigkeit. Wenn ein Handwerker, ein Landwirt oder ein Geschäftsmann für Den Kredit, Den er zum Ankauf von Werkzeug, Material, Düngemitteln, Saatgut oDcr anderen Waren oDer zur Bezahlung von Arbeitskräften braucht, zu hohe Zinsen zahlen soll. Die er nicht herauswirtschaften kann. Dann schränkt er schließlich not- geDrungen seine wirtschaflliche Tätigkeit ein. Die« führi zu erhöhter Arbeit-losigkeit, zu Gintonv» men-rückgang. Absatzstockung usw., kurz zu weiterer Verschärfung der Wirtlchaft-not. Davon werden auch diejenigen betroffen, die zunächst glauben, sich über die hohen Zinsen für daS selbst angelegte oder ausgeliehene Geld freuen zu Dürfen.
Ohne Sendung Der Zinsen ist. Da« weiß heute jeder, eine WieDerbelebung der Wirtschaft und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nicht möglich. Das zu erreichen, ist der Zweck der ZinSsenkungS- QIlion. In erster Linie kommt es natürlich auf Die Ausleihzinsen an. Wenn di« Zinsen für Kredite, Hypotheken und andere Darlehen herabgesetzt werden, senken sich auch entsprechend die Kosten für alle Güter, und dadurch schließlich auch die Preise. Auf Grund dieser Sachlage sind, wie man un« schreibt, die Svarkassen. Die von jeher ihre Ausleihzinsen möglichst niedrig zu halten versuchten, mit den Zinssätzen für Hypotheken. Darlehen auf 6—7 Prozent beruntergegangen.
Zinsermäßigung auf der einen Seite erfordert: Ermäßigung auf der anderen Seite. Die Senkung der Zinsen für Kredite macht auch eine Senkung Der Zinsen für Spar- unD Giroeinlagen notwendig. Immerhin zahlen die Sparkassen auch künftighin je nach der Kündigungsfrist 4—5 Prv- jent Zinsen für Spareinlagen, also etwa soviel wie vor dem verschärften Ausbruch der Wirtschaftskrise im vorigen Sommer.
Der Sparer kann formt mit Der Zinsgestaltung zufrieden sein, er hat zwar etwas weniger ZinS- einnahmen, dafür aber kommt ihm bx durch den Zinsabbau nicht unwesentlich bedingte Verbilligung der Lebenshaltung zunutze.
ftirtMich? Jlothrid)fen.
Evangelische Gemeinden.
Freitag. Den 29. Januar
Kapelle auf dem Alten Friedhof, 20 Uhr, pünktlich. Abendandacht für Studenten. Profeffor D. Dr. Schumann.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religion-grme'.nde. Gottrsdienst in der Synagoge Südanlage) Sam-tag, 30. Januar 1932- Vorabend: 5 00 llhr Morgens: 9.00 Uhr. Abend«: 5 25 und 6.05 llhr.
Gotte-Dienst ber Israelitischen ReligionSgesell- schäft- Sabbatteier den 30. Januar 1932. Freitag abend: 4 50 Uhr, SamStag vormittag 8.30 Uhr. nachmittag: 5 25 Uhr, Sabbatausgang: 6-05 Uhr. — WochengotteSdienst: morgen« 7 00 Uhr, abend« 5-00 Uhr.
Sprechstunden der Redaktion.
U-30 bis 1230 Hut. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschloffen
Jür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne leigefügles Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Anzei:ena •ftrflge sind lediglich an die Geschäftsstelle ju richten.


