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Am Geldmarkt war kurz vor dem Quar> talsultimo natürlich eine weitere Versteifung fefb
D »Hassen.
Talen für Dicnsla«', 27. Lcptembcr.
F56: der Kolonialpolitiker Karl Peters in Reu- | is an der Elbe geboren; — 1914: der Dichter mann Löns vor Reims gestorben; — 1921: der *t*iFonift Engelbert Humperdinck in Neu-Strelitz gtsorben.
Gicßrncr Wochenmarktprcisc.
aänge weiter fort. Später kam die Abwärtsbewegung aber an den meisten Märkten zum Still-
OSRAM
40 und 60 Watt sind die begehrten, OSRAM-Typen*
■Kn. Gute Musikvorträge der Kapelle und treff* Bt ausgearbeitete Thore des Gesangvereins „Icion“, geleitet von dem Dirigenten, Ehren- 4?cmciftcr Konrad *2111 o I a i (Großen-Buseck), Mchselten in bunter Reihenfolge. Ein heiterer •weiter, von einigen Gießener Heimatfeunden ei-lcrcifet und trefflich gespielt, wurde mit großen Beifall ausgenommen. Ganz besonders ge- ft.'en auch die mimischen Darstellungen der bei- frn Volkslieder „3e§t gang i an s Drünnele"
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Arbeiten zur ™ ^leingarienland ferner geteisse 2r« die.sonstigen Mah- robetoegung (j. D. Gliche Forschung-« m volkteirischastlich i- D. die arbeiten dheit, Schinuckplah. Mot« und Dinier« lvertvvll im Finne xden sind dageaen \ die in unmitkl» »ung zu dm Aus. d im übrigen solche
wurde noch nicht vorgenommen. Der Futtermittelmarkt lag sehr still, und die Preise nur wenig verändert. Gegen 14 Uhr nannte man am freien M, folgende Notierungen: Weizen 218 bis 220 Mark, Roggen 170, Sommergerste für Brauzwecke 175 bis 180, Hafer (inländischer) 145 bis 150, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 32 bis 33,20, Weizenmehl (niederrheinisches) 32 bis 32,95, Roggenmehl 25,50 bis 26,50, Weizenkleie 8,25, Roggenkleie 8,25 Mark.
' Gießen, 27. Sept. ES kosteten auf dem listigen Wochenmarkt. Süßrahmbutter 130 Pf., Hpdbutter 130, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, •flrfing 6 bis 8, Weißkraut 5 bis 7, *jfl(raut 8 bis 10, Spinat 15, Römischkohl 8, •gHb« Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, 'Inerkohlrabi 5 bis 6. Tomaten 10 bis 15, -.feiebeln 8 bis 10, Meerrettich 35 bis 70, »2twar;wurzeln 35, Kürbis 5 bis 6, Pilze 25 bis 30, ..tirtoffeln 3 bis 3,5 (pro Zentner 2,80 Mk.), fcißähfd 15 bis 25. Falläpfel 5 bis 6, •ßinten 10 bis 20, Dörrobst 30 bis 35, Letschen 8 bis 10. Preißelbeeren 30 bis 35, 'Vsrsiche 30 bis 40, Brombeeren 20 bis 25,
rechnet man mit einem ehrenvollen Abschnelben unserer Mannen.
OeutscheLeichtaihleiensiegeimAuSland
2 n P a r i s beteiligten sich die deutschen Leichtathleten Boigt, Welscher und Sch i l g e n beim internationalen Sportfest des Racing Elub. Sie konnten dabei einige sehr schöne Erfolge erringen. Boigt blieb im 400-Meter-Lauf in 49,S Sekunden sicherer Sieger vor dem farbigen Franzosen Jackson. 2m 110-Meter.Hürdenlaufen war Welscher mit Drustbreite vor Henry Dernard und 2ldelheim. WelfcherS Zeit war 15,8 Sekunden. 2m 1500-Meter-Laufen gab es ein erneutes Zusammentreffen von Schil- gen Darmstadt, und Söra Martin. Martin konnte sich' diesmal für seine in Düsseldorf erlittene Riederlage revanchieren, er verwies feinen Landsmann Rorman und den Deutschen in 4 Minuten auf die Plätze. Eine gute Leistung vollbrachte auch wieder der bekannte Elsässer Diskuswerfer Winter mit einem Wurf von 49,36 Mtr.
2n Göteborg stiegen am Sonntag die „Göteborger Spiele", die vom Ausland sehr stark beschickt waren. Aus Deutschland waren 2 o - nath, Duthe-Pieper, Wichmann, Wei- mann, Wegener, Sievert, Syring und die 4X100-Meter-Staffel von T. u. Spv. Bochum am Start. 2onath gewann die 100 Meter in 11 Sekunden vor dem schwedischen Meister Mentzer und Borchmeyer. 2n der 100-Meter-6-Klasse war Duthe-Pieper in 11,1 Sekunden erfolgreich. Wichmann. Charlottenburg. blieb im 1500-Meter-Lauf in 4:04,4 Minuten Sieger und Wegener holte sich das Stabhochspringen mit der guten Leistung von 4 Meter. Auch die 4X1OO-Meter-Staffel wurde eine deutsche Deute. T- u. Spv. Dochum siegte mit Drustbreite Dorsprung in 43,6 Sekunden vor Orgrtjte Göteborg. 2m Speerwerfen wurde Weimann Zweiter hinter dem Estländer Suhden und Sievert Dierter. Sievert ging auch noch in verschiedenen anderen Konkurrenzen an . den Start. So belegte er im Kugelstoßen mit ' 14,81 Meter den zweiten Platz und erreichte mit einer Leistung von 43,08 Meter im Diskuswerfen die dritte Stelle. Ebenfalls einen dritten Platz belegte Syring im 5000-Meter-Laufen.
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-urter Straße. Das Uhrtürmchen nahe des Ludukts der Main-Weser-Bahn, vor Klein-Linden, tos beim Umbau der Brücke abgetragen worden Dor, ist nun wieder aufgestellt worden. Diese Maß- nähme wird allgemein begrüßt. — Don der zustän« Sifn Stelle wird uns berichtigend mitgeteilt, daß X Bauleitung des Brückenumbaues nicht, wie in kürzlich veröffentlichten Artikel „Eine Brücke :eko umgebaut", gemeldet wurde, Reichsbahnbau- niO#ftor Dietor hat, sondern der Bahnmeisterei I »bl: egt.
" Wieder verhaftet. Nachdem wegen des Uttkrsalles auf Alsfelder SA.-Leute Anfang Juni zteichen Homberg und Nieder-Ofleiden die seinerzeit Xhasteten Einwohner von Nieder-Ofleiden und Lhnpegenb bei dem fortschreitenden Gang der Bor- Eriuchung auf freien Fuß gesetzt worden waren, :in) im Laufe der letzten Tage, nachdem der seiner- .Mit schwer verletzte SA.-Mann Weber aus Als« itb seinen Verletzungen erlegen war, 10 der frei- jehifenen Leute erneut in Untersuchungshaft ge» io men und dem Landgerichtsgefängnis in Gießen
KunstkUMninHeuchelheimsDr.)
Das in Heuchelheim stattgefundene Kunstgeräte- tumen der Werberiege des Gaues Hessen erfreute sich eines sehr guten Besuches. Unter Führung des Chrengauoberturnwartes W. Will (Gießen) brachten die Hessen, von Herrn Bürgermeister Rinn mit freundlichem Willkomm begrüßt, außerordentlich ansprechende und prächtige Leistungen. Besondere Fortschritte zeigte das forsche, abwechslungsreiche Turnen am_ Hochreck, wobei besonders die kühnen Abgänge, die schwierigen Hebungen angenehm auffielen. Auch das Turnen am Querpferd erbrachte in den schwierigen, aber gut gemeisterten Hebungsverbindungen eine augenfällige Formverbesserung unserer Hessenturner. Gewohnt gut waren die Leistungen am Pferd (Sprung) und bei den Freiübungen, ohne daß es hier zu ganz besonderen, über das Maß deS Herkömmlichen hinauS- gehenden Leistungen kam. Das Turnen am Darren lief nicht zur Form der früher gezeigten Leistungen auf, befriedigte aber immer noch auch die Kritik der sachverständigen Kenner. Erfreulich ist, daß der Rachwuchs beginnt, sich mit seinem Können langsam in die Reihen der erprobten Kämpfer einzufügen.
Die Dewertung ergab für die Turner, die mit in die Kunsttummannschaft in Kassel aufgenommen werden, folgendes Bild: Ahrens, Tgm. Marburg, 105 P.; Seht, Tv. Großen-Linden, 101 P.; Reuter. Tv. 1846 Gießen, 95,5 P.; Schick, Tv. 1846 Gießen, 93 P ; D e ch e n t, Tgm. Friedberg, 91 P„ und Fink Tgm. Marburg (trotz eines groben Schnitzers am Darren), 82 P.
Rach diesem AuSscheidungsturnen wird der Gau Hessen mit nachstehender Mannschaft den Kampf in Kassel aufnehmen: Dechent (Friedberg), Fink, Ahrens, Ebersbächer (Marburg), Schick, Reuter (Gießen), Eckhardt (Ridda), Seht (Großen-Linden), S i n n w e l l (Dad-Rauheim).
Mit diesen Turnern schickt der Hessengau unbedingt seine besten Kräfte ins Treffen, ob es aber gelingen wird, an erste Stelle zu kommen, muh bei den sehr beachtlichen Leistungen der Gegner mehr als bezweifelt werden, trotzdem
Ueberstand.
Berlin schwächer, später leicht erholt.
Berlin, 27.Sept. (WTD. Funkspruch.) Rach der Abschwächung an der gestrigen Frankfurter Abendbörse blieb die Tendenz heute vormittag weiter nachgebend, und an der Börse ergaben fach dann fast durchweg Kursrückgänge von 1 bis 2 v. H. Die aus der Wirtschaft vorliegenden Rachrichten waren zwar überwiegend günstiger Ratur; so wurden aus einer größeren Anzahl von Betrieben Reueinstellungen gemeldet, in Mitteldeutschland sind allein von 125 Betrieben Ginstellungsanträge gestellt worden, das belgische Kohleneinfuhrkontingent für Deutschland soll erhöht werden, am Eisenmarkt machen sich Zeichen einer Besserung bemerkbar usw. Alle diese Momente traten aber völlig in den Hintergrund, da der schwache Schluß der gestrigen Reuyorter Börse, niedrige Kursmeldungen an den Auslandplähen verstimmten und die Herriot- Rede vom Sonntag noch immer nachwirkte. Der Hauptgrund für die schwächere Stimmung war aber die f a st völlige Geschäftslosigkeit. An einigen Märkten kam anscheinend noch etwas Ware aus Lombards heraus, und die Kundschaft zeigte^ wenn auch in ganz geringem Umfang, eher Reigung, Glattstellungen vorzu» nehmen. Sin verstimmender Einfluß ging ferner von der recht matten Haltung der Kunstseide- werte aus. Schon gestern kursierten Gerüchte über eine bevorstehende Sanierung, und trotz der sonst besseren Meldungen aus der Kunstseideindustrie wurden doch in stärkerem Maße Verkäufe vörgenommen. Obwohl nach unseren 2nformationen noch keine Entscheidung der Der- waltung getroffen ist, so daß alle die Gerüchte gegenstandslos werden, schritt die Spekulation zu weiteren Glattstellungen, und Demberg büßten bei Minus-Minus-Rotiz 4,5 v. H., Aku etwa 2,5 v.H. ein. Am Montanmarkt fielen Harpener durch schwache Haltung auf, ferner wiesen Kali- werte und Linoleumpapiere Einbußen bis zu 3 v. H. auf. Deutsche Anleihen konnten sich gleichfalls nicht behaupten und gingen bis zu 0,25 v. H. zurück. Don Ausländern waren nur Bosnier stärker abgeschwächt. Am Renten- markt scheint für einige Goldpfandbriefe etwas Anlagebedürfnis zu bestehen, in Anbetracht des bevorstehenden Koupvnterinins, Reichsschuldbuchforderungen lagen aber etwa 0,5 v. H. schwächer.
2m Verläufe setzten sich zunächst die Süd«
"Stadttheater. Abonnement. Die Ein- lösillig des ersten Abschnitts der Stadttheater-Abon- ntments betrifft eine Bekanntmachung in unserem lMliaen Anzeigenteil, auf die wir die Jnteresfenten btlrnbers aufmerksam machen.
'* Dom Brückenumbau in der Frank-
Die Rückseite des sich jetzt abflachenden und nordöstlich abziehenden Skandinavientiefs hat uns bereits Abkühlung und dabei auch starke Regenschauer mit Gewitterbildung gebracht. Da über den britischen 2nseln noch nördliche Winde wehen, fließt weitere Kaltluft südwärts, so daß das Wetter zunächst kühl bleibt. Gleichzeitig gelangt aber der hohe Druck nach dem Festland, der Beruhigung zur Folge haben wird. Durch das Er- scheinen einer Störung über Zsland läßt sich gegenwärtig noch nicht übersehen, ob der Hochdruckeinfluh länger anhalten wird.
Aussichten s ü r M i 11 w o ch : Wechselnd „ „ betoodt mit Aufklaren, kühl, vorerst noch Schauer, stand, und überwiegend konnten sich sogar Er
Lufttemperaturen am 26. September: mittags 17 Holungen > - Grad Celsius abends 13,8 Grad; am 27. September: durchsetzen, morgens 11 Grad. Maximum 19 Grad, Minimum ""
10,5 Grad.
zuckführt worden.
Auf dem Wege der Besserung. Der Di^nirtschaftsgehilfe Brück, der — wie gestern • »eiltet — am Sonntag vom Pferde geschlagen in) mit einer schweren Gehirnerschütterung in die 'Hirurgische Klinik cingeliefert wurde, hat, nachdem er lange oeit bewußtlos lag, gestern das Bewußt- Ith wiedererlangt. 3n seinem Befinden ist eine mÜ)U Besserung zu verzeichnen. _ c
" Die Heimatvereinigung .Schis- |?(n berg“ hatte ihre Mitglieder und Freunde M: Sonntag nachmittag nach Älein-Ctnöen in vn Saal des Gasthauses .Zur deutschen Eiche yi einer Heimatveranstaltung eingeladen. Heber» ai£ zahlreich hatten viele Heimatfreunde aus □ eßen und den um den Schiffenberg liegenden Ö:ten der Einladung Folge geleistet, so daß der große Saal, trotzdem noch zwei weitere Festlich- Rten in Klein-Linden stattfanden, bis auf den Geren Platz beseht war. Mit einem schneidig vor- gttragenen Marsch der Kapelle Harnisch- Äciider (Watzenborn-Steinberg) wurde die Zkranftaltung eröffnet. Ein Mitglied der Ortsgruppe Klein-Linden begrüßte die Erschienenen Md dankte namentlich den Mitgliedern desMän- «agesangvereins ^Arion", die ihr Können in den 3:crft der Heimatsache gestellt hatten. Der Vor- "herde der Heimatvereinigung „Schiffenberg", C>tiforftmeiftcr RieoIaus (Gießen), wies in Ftntr Ansprache auf die Zwecke und Ziele der 3> matoercinigung hin, die darin bestehen, Hei- imtlicbe zu pflegen und volksversöhnend zu toir- fa. um damit dem deutschen Vaterland zu die-
zustellen. TageSgeld blieb mit 4,65 Prozent an Der unteren Grenze gefragt Monatsgeld stellt« sich auf unverändert 5 biS 7 Prozent Privatdiskonten blieben weiter angeboten.
Frankfurt schwächer.
Frankfurt a. M., 27. Sept. (WTB. Drahtrnel- düng.) Unter dem Einfluß der schwachen Auslandbörsen, insbesondere Wallstreets, und des weiteren Rückgangs der Kunstseideaktien eröffnete die heutige Börse in schwächerer Tendenz. Einige Verstimmung lösten auch die Erschwerungen tm De- oisenverkehr mit Italien aus, da man für den deutschen Export nicht unerhebliche Schädigung befürchtet Ferner bildeten die gestrigen Ausführungen des Reichsernährungsministers in bezug auf die Hilfe für die Landwirtschaft heute bei näherer Betrachtung wegen der noch nicht gesicherten Finanzierung dieser Aktion eher ein retardierendes Moment. Auf Abgaben der Spekulation sowie auf einige Exekutiv- nen für Rechnung alter Lombardbestände, denen |o gut wie keine Aufnahmeneigung gegenüberstand, zumal das Publikum weiterhin fehlte, ergaben sich gegen die schon matte Abendbörse durchschnittlich Kursrückgänge bis zu 1 o. H. Besonders schwach lagen Kunstseideaktien, von denen Bernberg 3 v. H., Aku 2 v. H. einbüßten. Nach wie vor er- halten sich Gerüchte von einer Zusammenlegung bei Bemberg. Merklich schwächer lagen auch einige Großwerte, wie IG., Siemens, Mannesmann und Rheinstahl, die bis zu 1,5 v. H. verloren. Die übrigen Elektro-, Montan- und Schiff« fahrtswerte sowie Reichsbankanteile gaben bis zu 1 v. H. nach. Von Zellstoffwerten gingen Aschaffen, burger Zellstoff um 1,5 v. H. und Waldhof um 0,5 o. H. zurück. Leicht erhöht waren nur Contigummi und Holzmann, die um Bruchteile eines Prozents anzogen.
Der Pfandbriefmarkt lag außerordentlich still und zum Teil etwas leichter, mit Ausnahme der Goldpfandbriefe, die ihren gestrigen Kursstand etwa behaupten konnten. 3m übrigen lag der Rentenmarkt vernachlässigt.
3m Verlaufe konnten sich die Aktienkurse zum Teil um Bruchteile eines Prozents erholen. 3G. erregten mit plus 1 v. H. wieder den Paristand, und auch Kunstseideaktien waren bis zu 1 o. H. gebessert, doch hielt die Geschäftsstille unvermindert an. Tagesgeld war zu 3,25 v. H. unverändert und leicht.
Frankfurter Getreivebörse.
Berlin, 26. Sepl. (WTB. Drahtmeldung.) An der Getreidebörse herrschte im ganzen etwas freundlichere Stimmung vor. Die feste Haltung für Weizen an der Berliner Börse in der Vorwoche führte am hiesigen Markt zu starker Zurückhaltung im Angebot, die bessere Nachfrage besonders aus Norddeutschland bewirkte daher ein Anziehen der Preise. Roggen blieb dagegen vernachlässigt und hatte kaum Geschäft. Braugerste war seitens der Malzindustrie etwas gefragt, ebenso begegnete Hafer einigem 3ntereffe. Das Mehlgeschäft blieb schleppend, eine Erhöhung der Preise für Weizenmehl auf Grund der Befestigung des Rohproduktes
und .Sah' «in Knab' ein Röslein stehn" unter Mitwirkung deS .Arion". Auch der Puppentanz der kleinen Mädchen machte groß und klein viel Freude. Hnfer oberhessischer Heimatdichter Gg. Heß (Leihgestern) erfreute mit einigen feiner Gedichte, die, wie immer, wahre Lachsalven auS- lösten. Die Heimatvereinigung .Schisfenberg" kann mit Genugtuung auf die in allen Teilen wohl- gelungene Veranstaltung zurückb'icken, die hoffentlich der Vereinigung neue Freunde zugeführt hat.
•* Schülerkonzert Schlefier . Altmann. Dem gestrigen Bericht über bas Schülervorspiel bei Frau Claire Schlesier-Altmann ist be- richtigend nachzutragen, daß Anneliese Simon infolge eines Unfalles nicht Mitwirken konnte; an ihrer Stelle spielte 3nge Dietz. Die Sängerin heißt Hanna Kellner (nicht Kallner).
Oberbeffen.
Gewitterschäden in Oberheffen.
Bei dem Gewitter am Freitag schlug der Blitz in Bettenhausen (Kreis Gießen) in den Kirchturm ein und riß einen Teil des Daches ab. Der Dachdecker Vater, der mit Reparaturarbeiten am Turmdach beschäftigt war, hatte unmittelbar vor dem Blitzschlag feine Arbeitsstätte auf dem Dache verlassen und entging dadurch dem Tode, mindestens aber einem schweren Hnglücksfall.
2n der Gemarkung von Kaul stoß (Kreis Schotten) wurden durch Blitzschlag die beiden Pferde des Landwirts Heinrich Fischer, der von dem Hnwetter beim Kartoffelernten überrascht worden war, getötet. Fischer und feine Tochter, die in der Rähe der Pferde arbeiteten, blieben wie durch ein Wunder unver- k^ki Fr ifchborn (Kreis Lauterbach) schlug der Blitz in die Schafherde der Gemeinde ein und tötete 3 Schafe. Der Schäfer wurde durch den Blitzstrahl auf der rechten Körperseite gelähmt. Er konnte sich noch bis zum Dorfe schlepperr, wo ihm Hllfe gebracht wurde.
Landkreis Gießen.
i£ Wieseck, 26. Sept. Am Sonntagnachmittag fand die Schlußübung der hiesigen Freiwil- ligen-undPflichtfeuerwehr statt. Rach der Besichtigung der Wehren durch Kreisfeuerwehrinspektor D i ck o r s fand ein Drandangriff auf daS Fabrikgebäude der Firma Harries & Co. statt, der in allen Teilen gut durchgeführt wurde. Das Brandobjekt wurde mit vier Schlauchleitungen der Wiesecker Wehren angegriffen. Wit dem Alarm der Wiesecker Wehren wurde auch die Kreismotorspritze alarmiert Diese traf nach 13 Minuten ein, und vier Minuten später gab sie bereits Wasser auf das .Drandobjekt". Mit diesem Brandangriff war eine Hauptübung der Arbeiter-Samariterkolonne Wie- s e ck verbunden. Rachdem die Kolonne durch die Feuerwehr alarmiert war, kam sie auf Rädern herbeigeeilt bereits nach fünf Minuten war sie zur Stelle. Die Samariter schafften die zehn „Verletzten" sofort vom Drandobjekt weg nach dem Saal der Bürgermeisterei. Hier wurden fünf angenommene schwere Verletzungen (Verbrennungen dritten Grades, Wirbelsäulenbruch, Drust- quetschung, sowie zwei Oberschenkelbrüche) fest- gestellt und die entsprechenden Verbände angelegt. Die Verbände wurden von Herrn Dr. K a tz geprüft und als sachgemäß bezeichnet Zum Schluß sei bemerkt, daß Feuerwehr, wie Samariter in Wieseck auf der Höhe sind und im Ernstfall die Gemeinde in ihnen eine gute Stütze hat.
X K l e i n - L i n d e n, 26. Sept. Dieser Tage hielt der hiesige Kriegerverein seine Vierteljahresversammlung ab. Rach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Fr. Schimmel wurde beschlossen, am 1. Hessischen Grenadiertag in Gießen teilzunehmen. Der Vorsitzende referierte dann über den Vertrieb der Lose zur Hassialotterie, sowie der Hassiakalender. Da aus dem Reinertrag dieser Veranstaltungen sich die Mittel ergeben sollen, die zur Linderung der Rot der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen nötig sind, ermahnte er, das gute Werk zu unterstützen. Weiter wurde die Hnterstützung der 2ugendgruppe beschlossen.
ch L i ch, 26. Sept. Der Geflügelzuchtverein Lich und Hmgegend hielt eine außerordentliche Generalversammlung ab. Man befaßte sich besonders mit der Großen allgemeinen und 3. Bezirks-Geflügelausstellung, die vom 28. bis 30. Oktober hier in der Turnhalle stattfinden soll. Mit der Ausstellung sind die Sonderschau des Vereins der Züchter schwarzer 2talienerhühner Süddeutschlands, die Sonderschau der Vereinigung der 2talienerzüchter in Hessen und Hessen- Rassau und der Züchter silberfarbiger 2taliener Deutschlands, Landesverein Hessen und Hessen- Rassau, verbunden. Außer den vielen Ehrenpreisen, die von privater Seite und Vereinen gestiftet wurden, hat auch die Stadt Lich einen Ehrenpreis zur Verfügung gestellt. — Die Hessische Wanderausstellung „Gesundheitspflege und soziale Fürsorge" hatte sich hier eines regen Besuches zu erfreuen. Sie wurde von 1156 Personen besucht.
Wettervoraussage.
^mdermarkt m Gießen.
Auf dem heutigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 927 Stück Großvieh, 162 Fresser und 251 Kälber zum Verkauf. Auswärtige Käufer waren zahlreich vertreten. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 350 bis 400 RM., 2. Qualität 200 bis 300 RM., 3. Qualität 100 bis 160 RM.; Schlachtkühe a 140 bis 240 RM., b 40 bis 100 RM.; Rinder, 'A* bis Xjährig 70 bis 130 RM., */<• bis zweijährig 80 bis 170 RM^ tragend 170 bis 320 RM.; Kalber, das Pfund Lebendgewicht 0,25 bis 0,33 RM. Ausgesuchte Tiere über Notiz. — Markt- verlauf zuerst lebhaft, dann abflauend: geringer
Adlig 40 bis 45. Suppenhühner 60 bis 80, Utge Hähne 70 bis 80 Pfennig pro Pfund; teuöen 50 bis 60. Eier (aus!.) 9 biS 10, (inl.) 10, Slumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, .Salatgurken 10 bis 20, Endivien 10 bis 15, -»Mich 10 bis 12, Lauch 5 bis 10, Käse 5 bis 10 -Arrkohlrabi 5 biS 8, Sellerie 10 bis 25, •pftrmig pro Stück; Radieschen 10 Ps. pro Bund.
Bornotizen.
- Tageskalender für Dienstag. Sberhessisches Damenheim: 17 Hhr, im Lukassaal, "Oitglieber-Derfammlung. — 16 und 20-30 Hhr, •S«U Amend: Modenschau der Firma Schmücker. — 15.30 und 17.30 Hhr: Große Modenschau bei UtiDod in den gesamten Geschäftsräumen, Delters- -rtg 81. — 20.15 Hhr, ^im Saale der Christlichen ’Btrlammlung, Wehsteingasse 9: Evangelisations- ^vsammlung, Thema: Urteil des Christus über uii und unsere Zeit. — Lichtspielhaus Bahnhof- liohc: „Wo die Wolga fließt ..
Moh „Ebenden Stellen von Wieseck und Gießen sich Ü«-ache ernstlich annehmen, bamit der Wunsch nll . lM Jahrzehnten Wirklichkeit wird. Es kann nicht
?‘tt Arbeit “ mm noch länaer D o g e l. S t r a u ß - P o l,. Itebifhil en lii’wtreiben. Opfer müssen auf beiden selten ge« P W. dra.''t werden, die aber auch wieder beiderseitigen
Mgen 2br,en bringen. 3nsbesondere darf der ® em et n d e-
Ärpand von Wieseck die jetzt fid) b.etenbe Einstige Gelegenheit eines ^rkehrsmstte^ .MHid) rtt unbeachtet vorübergehen lassen. Trug sich doch ’k'Uiaen'v 1« Eemeinderat immer mit dem Gedanken der t W°«ung großzügiger Verkehrsmittel 3n breiten hattet ; 5* »jrii'tn der Wiesecker Bevölkerung hofft man, daß r Iteifoim1 jetzigen Anregungen genügen, um bald Taten
Styl 1932 J?* rs-r Dch . n Hinaus t»., Reis», Wien, fotoeit Kracht teerden tonnei» 2v lchaslI,ch teertdol. Gutschrift,n ^eichsschuldbuch


