haben, ist der Osten, der Westen und der Norden Deutschlands heute noch unbekanntes Land. Die gleichen Verhältnisse finden wir in allen Um- kehrungen vor.
Sie sind vielleicht eine der Hauptursachen des unseligen deutschen Partikularismus und der innerdeutschen Gegensätze wirtschaftliche^ politischer und kultureller Art zwischen den einzelnen Dolksteilen in den verschiedenen Staatsgebieten, zu deren Heberbrückung und Ausgleichung ebenfalls viel geschehen könnte durch einen auch im Ferienreiseverkchr regeren gegenseitigen Austausch im Besuch der verschiedenen Landes- und Bolksteile. Aus der Besinnung auf die nationalwirtschaftlichen Pflichten und deren Erfüllung würden sich also für die Bolksgesamtheit in jeder Beziehung segensreiche Auswirkungen ergeben. Bon diesen Gesichtspunkten aus hat das alte Oesterreich sich immer bemüht, z- B. seiner Beamtenschaft die Nützlichkeit des Urlaubsaüfenthaltes innerhalb der Monarchie darzutun. Bei Beginn der Ur» laubszeit flatterten regelmäßig Bunderlasse mit einem Hinweis auf die besondere Zweckmäßigkeit der Llrtaubsverbringung in der Heimat durch die Amtsstuben. So verfehlt das Prinzip wäre, den Beamten in seiner Urlaubsfreizügigkcit beschränken und ihn verhindern zu wollen, daß er die Welt auch aus einer anderen, als der Hei- mats- und Bureauperspektive kennen lernt, so angebracht erscheint der
wenigstens zeitweilige und freiwillige Verzicht auf vermeidbare Auslandreifen, wenn die Jlof- umstände von Staat und Wirtschaft ihn erheischen.
Freilich gibt es auch Reiseländer, die uns gewisse valutarische Aufcnthaltsvorteile bieten. Bei Licht besehen werden diese Borteile <&cr oft wieder durch gewisse Berzichte auf Bequemlich-
Alsfelder Volksbank in Alsfeld.
• Alsfeld, 26. Mai. Die Mitglieder-Ber- s ammlungen der Alsfelder Bolksbank und des Alsfelder Vorschußvereins haben der Verschmelzung der beiden Insti- tute entsprechend den Vorschlägen der Borstände zugestimmt. Die Berschmelzung geschieht derart, daß der Alsfelder Borschußverein e. G.m.b.H. in Alsfeld im Wege der Fusion ohne Liquidation mit sämtlichen Aktiven und Passiven auf die Alsfelder Bolksbank e. G. m. b. H. in Alsfeld übergeht. Die Llebernahme des Borschußvereins durch die Bolksbank erfolgt unter Mithilfe eines vom Reiche gewährten Zuschusses ohne Rückzahlungspslicht und unter entsprechender Abschreibung der eingezahlten Gcschästsgut- haben des Alsfelder Borschußvereins. Das Geldinstitut wird unter der Firma „Alsfelder Bolksbank" fortgeführt.
3n dem Bericht der Alsfelder Bolksbank über das der Fusion vorausgegangene Geschäftsjahr 1931 wird u. a. mitgeteilt, daß die Bank im verflossenen Jahre einen Um« sah von 5,4 Mill. Mk. hatte. Die Geschäftsguthaben beliefen sich zur Zeit des Abschlusses auf 102 803,35 Mk. Die gesetzliche Reserve bezifferte sich auf 34 570,63 Mk. 2m Hinblick auf die Zeit- Verhältnisse wurde die Aufwertungsreserve» von 26 804.36 Mk. den. Rücklagen für Außenstände zugcschrieben, die.nach Vornahme einer Abschreibung von 8526,25 Mk. nunmehr 41 413,38 Mk. beträgt. Die Spareinlagen und Einlagen in laufender Rechnung beliefen sich am Abschlußtage auf 521 401,65 Mk. An Reingewinn wurden noch vorhergegangenen Abschreibungen 7402,25 Mk. ausgewiesen. Auf Borschlag des Borstandes werden 3 Prozent Dividende verteilt.
*
* D i e Erdölgewinnung Preußens i m A p r i l. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, betrug die Erdölgewinnung Preußens im April nach den vorläufigen Ergebnissen der amtlicher Statistik 18 040 Tonnen gegen 16 504 Tonnen im Bormonat und 14 739 Tonnen im Monatsdurchschnitt 1931. Auf das Gebiet von Hä» nigsen-Obershagen-Rienhogen entfallen 9615 To., auf Wietze-Steinförde 4553 To. und aus den Bezirk Eddesse-Oelheim-Oberg 3872 Tonnen. Die Zahl der angelegten Arbeiter betrug am Ende des Monats 1557 gegen 1593 am Ende des Dormonats.
* D i e Lage bei Junkers. Die Klärung der Gesamtlage bei Junkers in Dessau macht erhebliche Fortschritte. Für die kommende Woche steht die Umwandlung der Junkers-Kalorifer-Werke und der Junkers & Co. in zwei selbständige Gesellschaften mit
feit, Komfort. Aufmerksamkeit der Bedienung. Qualität des Dargcbotenen, kostspieligeren Reiseweg und andere Rachteile aufgehoben. 2m übrigen kommen die Preisdifferenzen fast überall dort in Wegfall, wo höhere Ansprüche an die Leistung gestellt werden. Daß Pilsener Bier, französischer oder italienischer Wein im Erzeugungsland billiger, als in einem 2mportland zu haben sind, ist schließlich eine Selbstvcrständ- lichkeit. zu deren Feststellung der Deutsche nicht in die Ferne zu schweifen braucht. Er findet in landschaftlich sehr reizvollen Gegenden, in Gegenden, zu denen die Bölker der Welt aus fernen Ländern und über die Meere pilgern und die nur im eigenen Lande nicht genügend gewürdigt werden, am Rhein, an der Mosel, in der Pfalz, in Baden. Württemberg, Bayern und anderwärts massenhaft Orte, die in der Preisstellung trotz der viel schwereren Lasten der deutschen Fremden» verkchrswirtschaft in den meisten Fällen auf allen Leistungsgcbieten auch mit dem valutaschwächeren Ausland konkurrieren können.
Es ist ein beklagenswerter Zustand, wenn Man- gel an notionalwirtschaftlicher Sewftdisziplin Maßnahmen erforderlich macht, die sich für ein zur Erkenntnis zwingender wirtschaftlicher Rot- Wendigkeit befähigtes Bolk erübrigen sollten, um so mehr, als
möglichste Beschränkung der Reiselust auf das Inland gerade für den Deutschen keinerlei schmerzliche Entsagung
bedeuten kann. Daher ist unter den gegebenen Berhältnisscn der Appell ..R e i st i n D e u t s ch - land!" für jeden verantwortungsbewußten Deutschen nur eine selbstverständliche, sich aus seinen eigenen nationalwirtschaftlichen Ueber- lcgungen ergebende Forderung der inneren Ber- bundenheit mit dem cigenstaatlichen und wirtschaftlichen Gedeihen.
beschränkter Haftung bevor. Die Forschungsanstalt und das Junkers-Hauptbureau bleiben dabei unberücksichtigt. Die neuen Gesellschaften werden in der Hand von Professor Junkers vereinigt werden. Sie gehören damit zur Vergleichsmasse von Professor Junkers. Man hofft, in den nächsten Tagen den endgültigen Status von der Deutschen Revisions- und Treuhandgesellschaft zu erhalten. Inzwischen haben die Flugzeugwerke die Arbeit wieder ausgenommen. Die Belegschaft beträgt bereits wieder 300 Mann und dürfte in den nächsten Tagen auf 400 erhöht werden. Es werden alte Aufträge ausgeführt, zu denen inzwischen einige neue — auch au? dem Auslande — hinzugekommen find. Träger dieser Arbeiten ist die neue Junkers-Betriebs-G. m. b. $)., die das Reichs- oerkehrsminifterium durch Aufträge bzw. Vorschüsse schützt.
Feste Grundstimmung in Frankfurt.
Frankfurt a. M.. 27. Mai. (WTB. Drahtmeldung.) Die feste G r u n d st i m m u n g , die bereits an der Abendbörse vorherrschte, übertrug sich auch auf den heutigen Börsenbeginn. Die schwächeren Meldungen von den Auslandbörsen traten weiterhin in den Hintergrund, während man die innerpolitische Situation etwas günstiger beurteilte. Rach wie vor erhalten- sich Gerüchte von einer Umbildung des Reichskabinetts nach rechts mit Brüning als Außenminister, obwohl diese Gerüchte amtlich dementiert wurden. Für die feste Haltung dürften jedoch vor allem immer noch markttechnische Gründe maßgebend sein. Rach-den Blankoabgaben der letzten Tage schritt die Spekulation zu weiteren Deckungen, denen kein nennenswertes Angebot gegenüberstand, so daß schon kleine Rachfrage genügte, um das Kursniveau etwas zu heben. Das Geschäft hat sich teilweise etwas belebt, doch beschränkte es sich in der Hauptsache auf Spezialpapiere. Das Publikum bekundete weiterhin nur wenig Interesse. Gegenüber der Abendbörse stellten sich überwiegend Befestigungen bis zu 1 Proz. ein, doch war die Kursbildung zunächst nicht ganz einheitlich. Fester lagen vor allem Elektrowerte, von denen Siemens und Schuckert je 1,5 Proz. und Gesfürel 1 Proz. anzogen. AEG. und Licht & Kraft blieben gut behauptet. Ehadeaktien konnten sich nach der gestrigen Abschwächung um etwa 6 Mk. erholen. Am Chemiemarkt eröffneten 2G., Scheideanstalt und Rütgerswerke bis zu 1 Proz. höher. Dagegen gingen Metallaesellschast um ein Prozent zurück. Montanwerte lagen anfangs bis zu 0,5 Proz. niedriger. Reichsbankanteile gewannen 1, Schiffahrtspapiere bis zu 0,75 Proz. Süddeutsche Zucker tagen weiterhin unerholt
Auch der Rentenmarkt zeigte ein überwiegend freundliches Bild, doch be
wegte sich die Llmsahtätigkeit in engen Grenzen. Deutsche Anleihen lagen 0,25 Proz. höher, Reichsbahnvorzugsaktien und Reichsschuldbuchfor- derungen blieben behauptet. Bon Stadtanlcihen lagen Pirmasens von 1926 im Angebot. Gold- und Liquidationspsandbriefe waren etwas gefragt, Reichsschuldbuchforderungen und Deutsche Anleihen zogen später 0,25 bis 0,50 Proz. an.
2m Verlaufe blieb die feste S t i m m u.n g erhalten. Doch hat das Geschäft eine starke Schrumpfung erfahren. 2G. lagen nur mäßig höher, während am Montanmarkt Mannesmann 1,25 Proz. gewannen. Tagesgeld war zu 4,25 Prozent unverändert leicht.
Allgemeine Befestigung in Berlin.
Berlin, 27. Mai. (WTB. Funkspruch.) Die Börse zeigte heute im Anschluß an die Erholung von gestern ein festeres Aussehen. Es wurden weiterhin Deckungen vorgenommen, die bei zahlreichen Papieren Kursbesser un g c n1 zur Folge hatten. Die Beurteilung der politischen Lage ist etwas zuversichtlicher geworden. Bereinzelt lagen kleine Publikumsorders vor, vor allem machte sich aber die Beendigung der Liquidierung von Terminengagements bemerkbar: für den noch verbleibenden Rest werden heute bereits Prolongationskurse festgesetzt. Ehadeaktien zogen nach dem sehr großen Verlust der letzten Tage '-heute um 6 Mk. an. Auch Farben und Reichsbankanteile waren bis zu 2,5 v. H. gebessert. Die Erholung gegen Schluß der gestrigen Reuyorker Börse hinterließ einen guten Eindruck. Dessauer Gas, Feldmühle und Contigummi waren bis zu 3,25 v. H. gesteigert. Auch Schultheiß lagen unter dem Eindruck der etwas weniger scharfen Kapitalzusammenlegung fester. 2m Verlaufe war die Tendenz zunächst uneinheitlich, vorübergehend sogar schwächer. Dann kam es, ausgehend vom Siemens-Markt, an dem offenbar noch Deckungen notwendig waren, zu einer a 11 g e m e i ne n Bese st i g u n g. Kaliwerte zogen bis zu 2,5 v. H. an, RWE. waren nach 1,5 v. H. höherer Eröffnung erneut 1,75 v. H. gesteigert. Elektrizitätswerke Schlesien und Gesfürel zogen um je 2 v. H. an, und Siemens selbst waren um 2,75 v. H. erhöht.
Anscheinend wurden auch weitere Tausch- operationen von Renten in Aktien Dor genommen. Am Markt der festverzinslichen > Werte lag noch überwiegend Angebot vor. Die Tendenz war jedoch hier nicht ganz einheitlich. Deutsche Anleihen waren im Verlaufe kräftig befestigt, Reichsschuldbuchforderungen zogen gleichfalls an, -und Reichsbahnvorzugsaktien blieben behauptet. Von variablen 2noustrieobligationen fielen Mittelstahl durch eine zweipro^entige Steigerung auf. Von Ausländern bröckelten Bosnier weiter ab, auch Anatolier lagen etwas schwächer.
Arn Geldmarkt trat der Ultimo heute schon stärker in Erscheinung. Tagesgeld zog auf 5,5 v. H. und darüber an und war nur noch vereinzelt zu 5' g erhältlich. Monatsgeld blieb mit 6 bis 8 v. H. nominell unverändert.
Zeltlager der Guttempler-Wehrlogen (ZOGT )
Die Wehr logen im Deutschen Guttemplerorden hielten — so schreibt man uns — dieser Tage ihre 2ahrestagung in Form eines Zeltlagers auf dem Knüll -in Hessen ab. Aus allen Gauen des Reiches und den abgetretenen Gebieten waren 2ungens und Mädels zahlreich erschienen. Die bunte Zeltstadt mit den farbigen Trachten der 2ungens und Mädels und den wehenden Fahnen bot ein festliches Bild. Der Samstag brachte zunächst eine Besprechung der Führerschaft, in der über die künftige Arbeit eingehend verhandelt wurde. Am Abend fanden sich über 400 2ugendliche und Gäste am Feuer auf dem Knüllköpfchen zusammen. Vertreter der hessischen Guttempler, der Regierung zu Kassel und der Großwart der deutschen Wehr- logen, Lehrer Hans Petersen, begrüßten. Der Sonntag wurde eingeleitet durch eine schlichte Morgenfeier, in der Redakteur G o e s ch (Berlin) zur Wehrtemplerjugend über die Bedeutung der Ordensarbeit sprach. Die darauf folgende Ar- beitsfitzung diente der Klärung geschäftlicher Fragen. Der Rachmittag sah die Teilnehmer bei frohem Spiel und Tanz am Schwarzenbörner Teich. Auf eine gutgeleitete Singstunde folgte der Festabend, in dessen Mittelpunkt das „Freiheitsspiel der Schweizer Bauern" stand. Der Montag diente der Behandlung folgender Arbeitsgebiete: Werbearbeit, Kinderarbeit, die Süßmostfrage, Laienspiel. Zum Sportfest wurden nachmittags auch die sonst weniger Sportbeflissenen herangeholt. Mit einer Schlußsitzung, in welcher der Führer die Wehrtemplerjugend zu ernster Arbeit für ein gesundes Volkstum auf rief, fand die Öugenbtagung ihren Ausklang.
Oberheffen.
Lanorreis Gietzen.
)( Großen-Linden, 27. Mai. 2n geistiger und körperlicher Frische wird Witwe Sophie Menges, geb. Leun, am morgigen Samstag ihr 8 0. Lebensjahr vollenden.
• Rödgen. 26. Mai. Seit diesem Frühjahr ind hier die Arbeiten für die Feld- bcrcinigung in vollem Gange. Zur Zeit wird das Wegenetz abgesteckt. Wenn die Arbeiten in bemfelben Maße wie bisher fortgeführt werden, ist schon im Herbst 1933 mit der Heber- gäbe der neuen Grundstücke zu rechnen. Die Landwirte werden dann auch hier in den Genuß einer vorteilhafteren Bewirtschaftung ihrer Grundstücke gelangen. Von besonderem Vorteile wäre allerdings noch, wenn auch hier die Drai- nicrung der Grundstücke baldigst in Angriff genommen würde.
Gründer g, 25. Mai. Dieser Tage hielt der Ländliche Reit- und Fahrverein Grünberg und H m g e fru n g im „Hessischen Hof" seine 7. Hauptversammlung ab. Den Jahresbericht gab der erste Vorsitzende, Postmeister 2L Carle. Wenn auch die Tätigkeit nicht so rege war wie in früheren 2ahren, so haben 4i4> doch die beiden Abteilungen — Grünberg und Rieder- Ohmen — an einer Reihe von Veranstaltungen der Rachbarvereine und des Verbandes beteiligt. Während die Abteilung Rieder-Ohmen über einen guten Reitplatz verfügt, fehlt ein solcher für die Abteilung Grünberg. Die Beschaffung eines Platzes wird angestrebt. 2n einem Achen- bachfahrkursus wurden durch den Vorsitzenden sieben Vereinsmitglieder ausgebildet, denen nach Abnahme der Prüfung durch Rittmeister a. D. Freiherr Roeder von Diersburg (Londorf) das hessische Acheiibachfahrabzeichen überreicht wurde. Die Rechnungsablage ergab keinerlei Beanstandungen. Bei der Vorstandswahl galt es, zwei Aemter neu zu besetzen. Der seitherige zweite Vorsitzende, Wachtmeister Röder (Rie- der-Ohmeni, der auch als Reitlehrer der dortigen Abteilung sehr eifrig tätig war, ist infolge Versetzung ausgeschieden: er wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Auch für den bisherigen Schrift- siihrer Aug. Stammler galt es einem neuen Schriftführer zu wählen. Die Wahl des Vorstandes ergab folgende Zusammensetzung: erster Vorsitzender: A. Carle (Grünberg), zweiter Vorsitzender : Emil Ohnacker (Rieder-Ohmen). Schriftführer: K. W i e g a n ö KSrünberg), Schatzmeister: Chr. G e hringer (Grünberg), Reitlehrer der Abteilung Grünberg: Fr. Becker und K Wiegand, der Abteilung Rieder-Ohmen: Emil Oh n acker, Fahrlehrer: Otto Christ (Reumühle bei Grünberg), Beisitzer: Arthur D o- d o s a r (Georgenhammer bei Lauter), Karl 2 öckel 1. (Grünberg), Rich. Horz (Grünberg). Heinr. 2ägcr (Ober-Ohmen) und August 3 immer (Ilsdorf), Abteilungsführer für Grünberg: Rud.Trinkaus, für Rieder-Ohmen: Konrad Carle. Rach einer Ansprache des Ehrenvvrsitzen- den des Vereins, Freiherr Roeder von Diersburg, der neben fachmännischen Winken und Ratschlägen ein Bild über die Stellung der Reitervereinsbewegung und die Wichtigkeit der reiterlichen Ertüchtigung der 2ugenb gab, konnte der Vorsitzende die anregend verlaufene Versammlung schließen.
Kreis Schotten.
)—( Ruppertsburg, 24. Mai. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Karl Sch 1 ö rb ihre 40. ordentliche General-Versammlung im Gasthaus von Otto Wagner ab. Der langjährige Rechner Wilhelm Lehr II. erstattete den Jahresbericht und die Rechnungsablage. Der Kasse gehörten bei Beginn des Geschäftsjahres 65, am Schluffe des 2ahres 66 Mitglieder an. Die Rechnung wies an Aktiven 67 675 Mark, an Passiven 67 048 Mark, mithin einen Reingewinn von 627 Mark aus. Der langjährige Direktor der Kokse, Förster Koch, konnte infolge seines hohen Alters der Versammlung nicht mehr beiwohnen. An seine Stelle wurde der Gemeinderechner und ilntcrerijebcr Hch. 2 ö - cher einstimmig zum Direktor gewählt. Förster Koch wurde angesichts seiner großen Verdienste um die Kasse zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Vorstandswahl brachte einstimmig folgendes Ergebnis: Wiedergewählt wurde Karl Konrad, neugewählt Wilhelm Blei und Georg Diehl II. Als Aufsichtsratsmitglieder wurden K. Högy III. wieder- und Hch. Becker neu- gewählt. ___________
Sprechstunven der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.
Für unverlangt eingesandte IFanuffriple ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Wirtschaft.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
ftrantiun a. 2JL |
Lettin
Jranffurt o. 2J1,
23erltn
Schluß-1 hin! |
1-ilhr- | fturo |
Schluß-l tur« I
Anfang« Äurtt
Schluß«!
furd 1
1-Uhr- fluni
Schluß-l Anfang-
htr4 1
flurt
Datum
26.5. |
27.5.
26.5.
27.5.
Dalum
26.5.
27.5-
26.5.
27.5.
6% Deunche DtetrtieaniciDe v. m<
53
—-
53
—
Hamvurg-Amerua 'batet . . . t
—
12
11,4,
11,4
7% Deutsche RcichSanleihe v. 1929
61
—
61
—
Hamburg-Südam. Dampflchiss. 0
—
—
—
5V,% Doung-Anlelbe von 1930 .
2eutid>e An l.-Abkf.-Schuld mit
54
—
54,75
—
Hansa Tompsschiss .....0
Norddeutscher Llond.....6
12,5
12,4
12.4
Auslol.-Rechten.......
38
38,25
38
37,9
A.G. für Verkehrswesen Aki. . .
——
—
27
26
TeSgl. ohne Au-Ios.-Rechie . . - 8% Hell. VolMaat von 1929 (rürftahib. 102%)......
Cberbeiiert Provinz-Anleihe mit
2,975
2,95
2,95
2,95
Berliner Handelsgesellschaft • 8
Commerz- und Privat-Bonk. 7
16
—
85
16,25
—
■—
43
—
Darmstadter und Nationalbank S Deutsche Bank und
18,75
—
19
, —
AuSlos.-Rechten.......
Deutsche Komm. Somtnelabl.
35,5
—
—
—
Ti-eonto-GeseUschast... 6
Dresdner Bank...... 6
34
18,75
—
34
19
—
Anleihe Serie 1.......
8% grankl. Hnp.-Bonk Goldpse
35.4
—
35,75
—
Reich-bank........1-’
114
115
112,5
115
15 unkündbar bis 1935 .... 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bi- 1938 Serie 16 . 4>.% Franks. Hyp.-Bank Liou.
71,25
—
21.(2.®............’
Bergmann.........9
Elektr. LieferungsgeseUschast. 10
Licht und Kraft......10
21,75
21,9
21,5
21,75
70,25
—
—
—
64
64
58
63
63,25
Pfandbriefe.........
d%% Rheinische Hhp.-Bank-Ligu
77,5
—
—
—
FeltenL Guilleaume . . . 6!:
Gesellschaft für Elektrische
—
—
33,5
33,25
Gotdpje......... . ■
8% Pr. Landespfandbriefanstalt,
75,9
—
—
—
Unternehmungen .... 9
Rheinische Elektrizität .... 9
47,5
48,75
47,4
62,5
47,75
63.5
Psanvbriese R. 19......
7% Pr. Landespsandbriesanslall,
71,5
—
72
—
Schuckert L Eo.......11
Siemens S Halske.....14
52,5
107,5
54
109
53
107,75
54
108
Pfandbriefe £R. 10......
—
—
—
—
Lahmeyer L Eo.......12
74
—
74
—
4% Lcslerreichlsche Goldrente . . 4.20% Lclterreichische Silberrenie
_
-
7,25
—
Buderus..........
—
23,5
23,75
—
—
0,9
Deutsche Erdöl.......6
—
—
55.25
55.9
39,75
4% Ungarische Goldrenle . . .
—
—
4,2
—
Gelsenkirchener ....... 8
39
—
38,9
4% Ungarische Staate conte v. 191(
4,4
—
Harpener........ . 0
37,5
——
—
37,65
4Yt% deegl. von 1913- ....
—
—
—
——
Harsch Eisen...... 6
—
25
24,5
6% abgeit. Goldmexikaner von 99
5,65
—
—
——
alle Bergbau ...... 10 atücknerwerke........
«öln-Neuessen.......6Y,
—
120
—
4% Türkische Zollanleihe von 191]
4% Türkische Bagdadbabn-Anleihr
—
2,13
—
23,25
22,9
Serie I..........
w
—
2,.25
2
ManneSmann-Röhren .... 6
33,75
34,13
34,25
4% de-gl. Serie II .....
2,15
—
2,2
Dlansselder Bergbau.....
13
—
—
13
5%Rnmän. vercmh. Rente 0.190
—
4,3
—
tberschlcs. Kokswerke .... 8
—
32,5
32.5
4%%Rumän.vereinh.Rentev.)91
—
—
7.5
—
Phönix Bergbau......4%
Rheinische Braunkohlen... 10
16.5
—
17
4% Rumänische vereinh. Rente
3.65
—
3,75
3,75
156
156
156,^
2 */♦,% I. Anatolier......
—
14,65
14,4
Rheinstahl.........
37
—
36,13
35,75
Frankfurt o. Ul.
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.m.
Schluß«! i-Uhr« tunt Kur<
Schluß« l Anfang- tur< fiur#
26.Mai
27. Mai
Dalum
26.5. ’
27-5.
26.5.
27.5.
Amtliche Notierung
Geld 1 Sri es
Amtliche Notierung
Geld Brief
Helsingfoiß , Wien. . . . Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . LSlo. . . . Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Neunork . . Brussel. . . Italien. . . Paris . . . Schwei, .-. Spanien . Danzig. . Japan . .
(Rio de Ian.. Jugoslawien Lissabon .
7,133 51,95
12,465
3,057 170,73
76,97
84,62
79,62 15,52 0.888
4,209
58,99
21.62
16,605
82,32 34,77
82,72
1.339 0,322
7.423
14,14
7,147
52,05
12,485
3,063
171,07
77,13
84.78
79,78
15,56 0,992
4,217
59,11
21.66
16,645
82.48
34.83
82.88
1,341
0,324
7,437
14,16
ganknolen
7.143 51,95
12,465
3,057 170,78
77,02 84.62
79.62 15,49 0,988
4,209
58,97 21,62
16,61
82,32
34 72
82.67 1,339 0,322 7,423
14,14
7.157
52.05
12.485
3,063
171,12
77,18
84.78
79.78
15.53 ‘
0.992
4.217
59.09
21,66
16,65
82,48
34.78
82,83
1,341 0,324
7,437
14,16
Rteveck Montan......7,2
Bereinigte Stahlwerke .... 4
£Übi Ätnen......■ 16’ ,
Kaliwerke Aschersleben ... 10
Kaliwerke Westeregeln ... 10
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
n. G. Farben-Industrie ... 12
Verein, dient. Industrie Frank- furt a. M..........
Scheideanstalt.......10
Goldschmidt.........0
Rutgerewerke........5
MetallgeseUschoft......• ■"
Philipp Holzmonn......$
Zementwerk Heidelberg. . . . 7
Lementwerk Karlstadt.....7
LSantz L Freytag......0
Schultheis Patzenhofer ... 15
Akt, (Allgemeine Kunstseide) <
Bemberg......... (
Zellstoff Waldhof.....12
Zellkioff Aschaffenburg ...
Dessauer Gat........9
Daimler Motoren......
Deutsche Linoleum •.....
LrcnfteinL Koppel.....
Leonhard Tietz.......
SvenSka.........15
Ehade...........
Frankfurter Maschinen . . . . i
Gripner..........
Matnkraftwerke Höchst a. M.. .
Süddeutscher Zucker .... IC
14,25
84
94
84
128,25
17
27,75
27
38
—
34,25
32,5
9.75
29,5
—
48
—
ro co oo |
21।। । i i । i i i i i i i i iiii i £ iiiisr
13,75
9,9
84,5
94,5
147
82,25
17
27,5
39
• —
52.5
34
31.5
28,25
76
10
29
20,9
51,5
9,5
175,5
17
91,25
14,5
9,9
86,5
95,5
148
84,5
27,65
38,5
53,25
34
31.25
28,5
22
79
10
29,5
51.65
181,5
90,25
Berlin, 26.Mai
Geld
Bries
Amerikanische Noten.......
Belgische Noten.........
Dänische Noteti.........
Englisäte Noten.........
Fianzoiischc Roten........
Holländische Noten........
Italienische Noten........
Norwegische Noten........
Teutsch-Lelterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten........
Schwedische Noten........
Schweizer Noten.........
Spanische Noten.........
Ungarische Noten........
4,20 58,83 84,43 15,48 16,57
170.36 21,56 76,30
2,49 79,44 82.14 34.63
4,22 59,07 84.77 15,54 16.63
171,04 21,64
77,10
2.51 79.78 82.46 34,77


