Einzelbild herunterladen

Ur. 122 Zweites Blatt

Hreilag, 27. Mai 1952

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesfen)

Reist in Deutschland!

nen Neigung z opfern und Io dazu

Konstellation den 2Ius|d)(ai deritalienischeB o t

Zur Zeit Friedrichs des Großen kostete ein ein­facher Bries von Berlin nach Leipzigdrei gute Groschen Briefgebühr", also 45 Pfennig.

Es ist ausgefallen, daß hafterinMoskou

rief:Schwindel! Denken Sie, wir lassen uns durch einen Bauchredner zum Narren halten?" Das war am 11. März 1878.

DieWiener Würstchen" heißen in WienFrank­furter". DieLeidener Flasche" stammt aus fiammin in Pommern. Stearinkerzen sind aus Paraffin.

alle Forderung Moskaus von der Notwendigkeit einer Beschneidung der Propaganda der sog. Weiß­gardisten erfüllt, bann wird auch dieser etcin be­ständigen Lnsloßes aus dem Wege geräumt sein.

Wie weit hier Wunsche und Zukunftshofsnungen mitspielen, mag dahingestellt bleiben. Daß man aber auch im Kreml dem Frieden noch nicht traut, zeigt das bestimmt auslretrnde Gerücht, e» habe bei den russisch-türkischen Abmachungen nicht nnt dem Kre­ditabkommen sein Bewenden gehabt, aus Grund bellen die Sowiet» einen kiesen Griff in den kargen Bestand an Gold und Devisen der Staatsbank getan haben, um den türkischen Freunden aus der Klemme zu Helsen, sondern es loll auch Ge h e i m k l a u s e In geben, auf die die Türken besonderen Wert ,V9,rn- und die sie zumBezugoonrussilchenWaf- f e n aus der neuausgebauten Wafseninduftrie be­rechtigen. Dafür haben sie die Berpflichtung über nommen.im Ernstfall" d i c Dardanellen zu schließen, um französische Seehilse an Rumänien ,u vereiteln Damit erkalt ober auch die Bedeutung der russisch türkischen Freundschaft ein neue» Ge sicht. Die Bukarester Regierung wird es sich angesichts der anarchischen Zustande in ihrer Armee nun wohl doppelt überlegen, es mit dem russischen Nachbarn zu verderben, und auch an die Adresse Warschaus ist das eine deutliche Warnung: denn Moskau hat damit Vorsorge auch für den Ernstfall mit Japan getroffen Und wenn am 1 Mai aus den Kreml- türmen die beiden Flaggen einträchtig nebeneinander wehten, wahrend auf und über dem Plast die mili­tärische Großmacht Rußland demonstrierte, so war das mehr als nur eine freundliche Offerte es mar das Symbol eine» politischen und milttarischen Vündn^ses zweier Staaten.

____ joau beizutragen, daß weniger bedrängte Staaten ihre palsiben Handelsbilanzen mit den Ueberschüssen au« dem Fremdenverkehr ausgleichen können, während im eigenen Lande die Unterbilanz deS Fremdenverkehrs erschreckende Ausdehnung annimmt und in der heimischen Wirtschaft über 12 Millionen Hände feiern.

Kein Deutscher hat schon die unendliche Fülle

Die Luftschlange, das Konfetti und den Kolillon- orden erfand der Berliner Paul Demuth. Aber die Berliner Polizei verbot 1887 die Verwendung von Luftschlangen auf der Straße, worauf Demuth sie in den Pariser Straßen flattern ließ Roch vor drei Jahren stellten 14 -Fabriken in Deutschland nichts anderes als Luftschlangen her.

nische Finanzkrife der Ankaraer Regierung hat e» mit sich gebracht, daß Frankreich mit genau um- risfenen Planen und Vorschlägen hervortrat, bie den (Eintritt in den Völkerbund und eine Annäherung an die Zone des französischen Einflusses aus dem Balkan und in Vorderosien forderten und al» Ent­gelt die französische Finanzhilfe zusicherten.

Für die Moskauer Außenpolitik stand viel auf dem Spiel. Einmal ist die Türkei dem neuen Ruß­land insofern schicksolsoerbunden, al» beide Staaten in der Tat durch ein Jahrzehnt sich dauernd die aktivste Gegnerschaft der Westmächte vom Leibe zu halten hatten. Hieraus enilpringt die Inter- essenoerbundenheit, wie sic auf der gleichen Grundlage auch ursprünglich zwischen Sowjetruß- land und Deutschland bcftanben hat. Sodann aber ist die Türkei nach w>e vor das sowjetlrus- fisch cSprungbretl nach Indien Und was Indien neben Chino noch heule für Moskau be­deutet, geht aus der ganzen Anlage des zweiten Fünfjahrcsplones hervor, der feine Schwerkraft be- wußl nach Asien verlegt Hot, geht schließlich auch daraus hervor, daß man sich bei denKorninlern ent­schlossen hat, die k ommunistische Propaganda in Europa einzuschränkcn zugunsten einer um so scharfer betonten Aktivität unter den asia­tischen Völkern.

Schließlich gibt ober die gegenwärtige weltpolitische

Sochschulnachnchten.

Der außerordentliche Professor Dr. Otto Mente vom photochemischen Laboratorium der Technischen Hochschule Berlin-Lharlotten- bürg ist dort im Alter von 61 Jahren ge­storben Mente, der aus Hannover stammte war jahrzehntelang Mitarbeiter Ad. Miethes und gehörte als Abteilungsleiter dessen Institut an Lein Spezialfach waren die photomechanischen Vers ähren.

Fahrenheit-Skala noch beute im Gebrauch. Im Jahre 1709 machte der 23jährigc Gabriel Fahren­heit feine wichtigen wissenschaftlichen Beobach­tungen in Danzig. Aull Grad Fahrenheit entspre­chen 17.8 Grad minus der Skala von TelsiuS. Epochal für die Thermometrie war es. daß Fah­renheit statt des Weingeistes als erster Queck­silber verwendete (1714) und damit eine glerch- mäfciqe Ausdehnung der Flüssigkeit erzielte DaS Quecksilber, das einen Gefrierpunkt von minus 39.5 Grad und einen Siedepunkt von pluS 360 Grad Celsius hat. kann somit» innerhalb weiter Temperaturunterschiede seine Anzeigen machen. Der bahnbrechenden Skala von Fahrenheil folgten 1730 Acaumur und 1742 Celsius Fahrenheit hat noch eine Acihc weiterer physikalischer Entdeckun- gen gemacht, fo z. B. daß Wasser, beträchtlich unter seinen Gefrierpunkt erkalten kann, ohne fest zu werden, bei Erschütterungen aber plötzlich er­starrt: daß der Siedepunkt des Wolfers vom Ba­rometerstände abhängig ist Er wurde dadurch zum Erfinder des Thermobarometers. Aach 1714 ver­ließ er Danzig, bereiste Deutschland und England, und ließ sich schließlich zu dauerndem Aufenthalt in Holland nieder Fünfzigjähria. während er im Haag an einer Maschine zum Entwässern über­schwemmter Landstriche arbeitete, starb er uner­wartet.

Fahrenheit, ein vergessener Forscher.

In Deutschland ist der große Donzlger Physiker Fahrenheit, der nicht nur als Wissenschaft-- ler. sondern auch als Mensch unsere Achtung ver­dient. beinahe vergessen. Dabei ist es '.m Zeit­alter der Technik und der Erfindungen eme Ehren- pflicht, seiner grundlegenden Arbeiten zu geden­ken. Bon den drei bekanntesten Thermometerfkalen Celsius. Aeaumur und Fahrenheit weiß man in deutschen Landen am wenigsten von der des Deut­schen. Gewiß, in der Physikstunde wird er er- wähnt, aber Thermometer mit seiner Skala fin­den sich nur in deutschen Museen und Sammlun­gen In England und Amerika dagegen ift die

Russisch-türkische Rückversicherung

politische folgen des türkischen Staatsbesuches in Moskau.

Bon unserem di.-Bcrichterstatter.

reiseverkehr in Deutschland aus ein Mindestmaß zusammengeschrumpst Wenn jetzt auch noch ein Teil der wenigen Deutschen, die sich überhaupt noch eine Urlaubs- rede leisten können, seine Ferien im Ausland verbringt, dann muß. ganz abgesehen von den geschilderten Folgewirkungcn. auch das deutsche Zremdengewerbe in Kürze zum völligen Erliegen kommen. Unsere VegenwartSnot und unser natio­nalwirtschaftliche- Gewifsen sollten uns davor be­wahren. jetzt auch noch unsere schwer bedrohte hochentwickelte heimische Fremdenverkehrswirtschaft, in der allein schon in den Beherbergungsbetrieben und in den Einrichtungen der großen Kurorte ein Kapital von 3 Milliarden Mark investiert ist. leichtfertig einer unzeitgemäß geworde- ** ' u Auslandreisen zu

Einladung zu Schillers /Häubcrn'.

Der Humor der alten Theater-Ankündigungen ist unerschöpflich und zeigt immer wieder, wie gut sich die Dchmlerendirektoren darauf verstanden, ihr Publikum neugierig zu machen und anzujocken Ein ergötzliches Beispiel dieses alten Theaterzettel- Humors wird in der .Literarischen Welt" mitge- teilt. Es ist eine Ankündigung des Direktors Friedrich Wohlert in Bopfingen vom 21.D«em- ber 1851 .Kennt Ihr die Räuber von Schiller? Gewiß dem Aamen nach, wer sie jedoch nicht ken­nen sollte, dem will ich einige Worte darüber sagen Schiller schrieb das Stück vor 80 Jahren lin Karlsruhe Es war damals eine Zeit gerade wie die jetzige. Wan las in den Zeitungen von lauter Aaub und Word Reifende wurden aus ihren Egulpagen gerissen und beraubt, arme Wan­derer geplündert, Schlösser und Klöster ange­zündet. Deutschland war wie jetzt in groben Schwulitäten DaS war dem unvergeßlichen Schiller denn doch zu arg. er wollte ein warnende« Beispiel von der Bühne herab geben und schrieb die Aauoer Allein die Zensur fand, daß er zu tuet gehe, fein Stück wurde verboten und er bei

als erster van den fremden Diplomaten ebenfalls demonstratio einen Ehrenempfong gab, um die In tcressenverbundenheit auch Italiens mit der Türkei und mit Rußland hervorzuheben. Rom, Ankara und Moskau, das ist eine eindeutige poli­tische Kombination, das sind Teile der Front, die sich in Sudosteuropa und im Nahen Osten gegen d i e DorherrschaftFrankreichs aufgerichtet hat. Wenn die Türkei aus dieser Front ausaebrochen wäre, bann hätte eine größere Niederlage Moskaus in dem vorder- und zentralasiatischen Raum bei der noch immer sehr engen Verbundenheit der Türkei mit Persien und Afghanistan nicht ausgedacht werden können.

Mit dem Ergebnis der fast zehn läge dauernden Besuchsreise sind beide Seiten zufrieden. Es besteht aus beiden Seiten ein ausgesprochenes Bündnisinteressc. Die Türkei braucht diese Anlehnung an eine andere Großmacht, um nicht unter die Räder der französischen Finanzwalze zu kommen, und das- Abkommen, das den Türken für den Bezug russischer Maschinen Kredithilfe gewährt, zeigt, daß auch der Fünfjahresplan auf die Schöpfer der neuen Türkei erhebliche Anziehungskraft ausüb». Die Anlehnung ist eine doppelseitige, und man hat deren Notwendigkeit für die Außenpolitik der Schmiedebrücke nie mehr eingesehen, als i n d i e s e n Tagen der neuen japanischen Gefahr. Das sowjetamtliche Blatt trifft ohne Zweifel ins Schwarze, wenn es von der nicht alltäglichen Be­deutung spricht, die die türkische Freundschaft für Moskau bat. Es ist bie vorberasiatische Rii Versicherung gegen Hinlerasicn, es ist bie Sicherung ber bolschewistischen Flanke bei dem fommenben großen Vormarsch in breitester Front von ber zentralasiatischen Basis aus über Pamir unb Tibet nach China unb Inbien, unb es ist schließ- lich auch eine Rückversicherung gegen rumänische bzw französische unb polnische Dummheiten an ber Wcstgrenze, wenn es mitIapan einmal los­gehen sollte.

Ob man noch ber Ermorbung bes japanischen Ministerpräsibenten in Moskau einenÄrieger- wartet? Nicht unbebingt! Und wenn es auf Moskau ankäme, würbe man ihn hinausschieben, bis nun, bis bie Uralkriegsinbustrie wirk- I lich in Gang gekommen ist. Aber man rechnet mit

Einige ber wichtigsten Erfinbungen wurden von Laien gemacht. Wir verbonken bem Theologen Ed- monb Hartwright ben mechanischen Webstuhl (1784), bem Schauspieler Alois Seneselber ben Steinbruck, bem Uhrmacher Mcrgenthaler bie erste richtige Setz­maschine, bem Barbier Arkwright bie Spinnmaschine mit Wafserantrieb.

In einem alten Schweizer Stabtrecht aus ber zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts steht folgende merkwürdige Verfügung:

Die Hühner dürfen nicht weiter vom Haute gehen, denn so wett die Frau, so in selbigem Haufe wohnet, wenn sie auf dem Dachfirst steht, mit einer eidick beim Spitz mit ber linken Hanb gefaßt, unter bem rechten Bein werfen mag."

seiner Notwendigkeit, man stellt sich auf ihn ein, unb an ber erfdjrerfenben Zunahme ber Kriegspsychose ist zu erleben, baß men ihn auch nicht unter allen Umftanben oermeibtn will Vorher hanb glaubt man aber au» gewissen Anzeichen schließen zu können, baß ernichtschonmorgen losbrechen muß Bei der einförmigen unb fchars zensierten Lchrcibwette ber Presse muß man diese al» Beurteilungsunterlage zwar von vornherein aus- schalten, aber auch darüber hinaus gibt e» in Mos kau Mittel, der Wahrheu aus den Grund zu kommen

E» erweist sich, daß Litwinow mit dem Re­sultat seiner Genfer Belprechungen mit dem amenfa- nifchen Staatssekretär ctimfon außerordentlich zufrieden ist, al» deren erstes Resultat bie Neuauf­lage der Erörterungen über bie Anerkennung durch Washington betrachtet wird. Denn- man sich über die Aussichten ber immer wieder erneuerten Anträge bes erklartcM Rusiensreundes Borah auch keinen Illusionen mehr binjugeben scheint, so sink» biesmal sicherere Unterlagen vorhanben, baß Amerika, fußenb auf ber Gemeinsamkeit be» Willens, ben Japanern ein Holt zuzurufen, Entgegenkommen zeigen will

Dann sind aber auch die wieder in Gong gekom­menen Besprechungen in Warschau unb Paris über bie Poktsrage al» ein Zeichen an zu- sehen, baß Frankreich (auf amerikanistche Einwir­kung^) größere Zurückhaltung in ben Sowjetfragen an ben Tag legen will. Auch hier wartet man in vertraulichen Unterhaltungen mit Beispielen auf. Die Gorguloff-Afsäre scheint nämlich so zu ver­laufen, baß ben Beziehungen zwischen Moskau unb Pans kein schaben aus bieser Tat eines Wahn­sinnigen erwachsen wirb. Moskau Hai ben Tlörber sehr energisch von seinen Rockschoßcn geschüttelt, und wenn gar Frankreich noch entgegenkommt und die

Wasser unb Brot auf dem Hohenasperg ringe- sperrt. Der badische Gesandte befreite ihn, und die (Räuber durften sogar hierauf in Stuttgart gegeben werden, wo Schiller noch heutzutage als Moor abgebildet ist. Ich lade Sie cm. Verehrte, das Stück anzusehen, ich führe es heute auf genau so wie Schiller es geschrieben hat. Ich selbst spiele den Franz Modr. den größten schleichenden In- triguanten, den noch die Bühne gesehen hat Den Karl spielt ein Urenkel Schillers. Herr Mächler von Ulm. mit erschütternder Wahrheit. Ich mache das edle Publikum von Bopfingen auf die großen Schönheiten dieses Trauerspiel« aufmerksam Die Aäuberfzenen im Walde sind in gräßlicher Wahr­heit hingestellt. Die Schlußszenen mit Amalie. Franz und dem alten Moor atmen verwüstetes Familienglück und heuchlerische Tücke. Die Szene, in welcher sich Franz Moor mit der Schnur von seinem Hute erhängt, spiele ich ganz nach dem Original. Schweizer, ein Haupträuber, rettet mich, indem er durch das brennende Schloß hereinftürmt und mich abschneidet. Dafür kommt Roller direkt vom Galgen mit dem Stricke um den Hal« aui einem Abdeckerkarren eine herzzerreißende Szene' Der Auftritt am Hungerturme wird selbst die stärksten Aerven erschüttern. Den Kapuziner spielt Herr Kirchmecher. mehr sage ich nicht. Den Aäuber-Lhvr fingen junge Dilettanten. Herr Krappler. den das edle Publikum aus Erker s Bierhaus wegen seiner schönen Baßstimme kennt, wird selbst em Näuberlied einlegen Die Dekora­tionen sind nach den Kupferstichen von Chodv- w'ccki gemalt, bie Kostüme neu bis auf da« der Räuber, denn diele gingen historisch in abgetra­genen Wämsen herum Cs sind also keine Kosten gespart worden, um die' Räuber nach der Natur darzustellen Preise der Plätze wie gewöhnlich Man bittet. d,e Hausschlüssel mitzunehmen, da die Borstellung vor elf Uhr nicht zu Ende geht Der Anfang ist wegen des Nachmittagskrän-chens in Erker s Bierhaus um 8 Uhr abend«."

Dem ersten Menschen Adam hat man nur ein einziges Denkmal errichtet Es steht fett 19G in Baltimore (USA.) unb mürbe von John Brabq in Form eines Gedenksteines errichtet. Die Austchnst lautet:Zur Erinnerung an Adam, ben ersten -Men­schen". Ein Denkmal für Eva steht in tfounlatn Inn (Sübkarokina).

Lerbis meistgespicltc Oper ist unstreitigLa Ira- viata". Die Oper fiel bei ber Uraufführung am 6. März 1853 durch

Wenn Sie sich heute ein Giraffenpaar kaufen wollen, müssen Sie 3245 000 JRarf onlegie . bas ist eine schlechte Kapitalanlage denn Giraffen pflanzen sich in her Gefangenschatt kaum fort. Loh- nenber sind Nilpferde zum Preise von 10-17«» Mark pro Stück, denn die Zucht ist aussichtsreicher

Manchester ist eine prüde etabt. ^lbst btt Paw- lowa durfte dort ihren berühmten "Erbenden Schwan" nicht ohne Strümpfe tanzen obwohl sie versichert hatte, daß Schwane keine -Strumpfe zu tragen pflegten.

Das Schlittschuhlaufen war nicht immer belttd^ Im Jahre 1580 verbot die Manstelder schu ordnung strengjenes unnatürliche, geradezu narrische H - ünb Herlaufen auf Eisflächen^ ?tn;r ber ^«n Deutschen, der den Eislauf lebhaft wrderlc, war ber Dichte? Klopstock, der auch Goethe bewog, .hn zu lernen. ,

Edison beauftragte einen französischen Gelehrten mit der Einführung des Phonographen 'N P°n^ Während des ersten Dortrages in derJabern e ber Wisfenichaften stand ein allerer Profestor auf unb

Der Hessische Derkchrsvcrband in Darm- stabt bittet uns um bie Aufnahme des folgenden Mahnrufe«. D Neb

Wir leben in einer Zeit, die un« erhöhte 3er- «ntwortlichkeit des Handelns, auch in unseren rein privaten Angelegenheiten, auferlegt Das gilt für jeden Deutschen

Es liegt im Wesen de« Deutschen, daß er bei aller Heimatliebe von einer starken Sehn­sucht erfüllt ist. fremde Länder, deren Bewohner, ihren Bolkscharakter. ihre Kultur und Defonder- foeUen aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Die Stärke und die Vielseitigkeit dieses Dranges ist ein kulturell seht; schätzenswerter WefenSzug der Deutschen, den wir nicht missen möchten, weil er eine« der wertvollsten und befruchtendsten Elemente für alle untere Wissens- und Schaffen«- gebicte ist. den Blick weilet und nützliche Wechsel­beziehungen zu anderen Völkern und Ländern herftellt. Wenn irgend es die Umstände erlauben, sollen wir diesen rein ideellen Drang nicht be­hindern. denn unter normalen Verhältnissen kann die Nation in ihrer Gesamtheit daraus nur Nutzen ziehen

Diese normalen Verhältnisse liegen aber bei uns jetzt nicht vor. Deshalb müssen wir auch diesen ideellen Drang bi« auf weiteres zurück stellen und die Sorge um die heimische Wirtschaft und die Förderung des Gemeinwohls auch bei unseren Urlaubsgepflogenheiten in den Vordergrund rücken.

Jeder im Ausland verbrachte Urlaub ist ver­knüpft mit einem Barlranefer in Goldmark in hohe der verbrauchten Summe. Jeder ohne wirk­lich zwingenden Grund oorgenommene Bar- transfer ist aber ein Passivposten in unserer handel»- und Zahlungsbilanz, eine zusätzliche Selbftschwächung der eigenen Zahlungrkrafi. au» der zwangsläufig Vermehrung der Arbeits­losigkeit entsteht.

Infolge der ziemlich allgemeinen ausländischen ] Autorkiebestrebungen ist dar Ausländer-

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten')

Moskau, Mai 1932. '

Große Tage in Moskua! Zuerst läge bes Festtru beb, der politischen Gastfreundschaft, läge ber «er- bruderungsszenen unb ber mit kinblicher Freude be monftrierten militärischen Macht unb jetzt läge ber corge, ber bangen Gesichter, läge, in denen überall bie stumme Frage zu lesen Ist: Was bringt bie Zu funft, gibt e s Krieg im Osten?

Roch nie feit bem Bestehen des Sowjetregimes ist eine Fest in ber Roten Houptstabt mit solchem Prunk gefeiert worben, wie ber mit bem größten Feiertag, de» 1.Mai, zusamrnenfollenbe Besuch der für- lisch en Minister DieBlumenfabriken" bes staatlichen Gartnerettrusts hatten Wochen zuvor ihre Bestellungen auf Rosen, Flieber unb Levkoyen er­halten, bie alten Galauniformen mürben aus ber Mottenkiste des tieningraber Winlerpalais nach Moskau gebracht unb vom zaristischen Staub befreit, um bie bolschewistische Dienerschaft in ben Kreml- palaftcn zu galanteren, Maler, Tischler unb Innen­architekt«! waren am Werk, um ben berühmten Ke- orgen-Saal herzurichten, ber zum e rftcnmal seit 15 Jahren wieder seine Pracht zeigte, ausländische Kapellen chußlen bie neuesten abenblanbischen Tan­gos, Rumbas unb Foxtrotts einüben.

Unb bann bie zu Ehren ber türkischen Gaste be­sonders groß aufgezogene Maifeier auf dem Ro.ten Platz. Einen ganzen lag lang schob unb walzte sich bie Menge in nicht enbenrooUenbcr Kette burch bie Straßen über ben großen Platz, ganze Re­gimenter Infanterie, Artillerie mit ben schwersten Geschützen, Tanks, Flugzeugabwehr ulm. unb bie schneidige Kavallerie waren in Schlachtlinie ausge­stellt unb Flugzeuge über Flugzeuge ganze Ge- schwober in einer Gesamtzahl von etwa 300 Appa­raten schwirrte., burch bie Luft. Dem roten Prole­tarier, ben türkischen Staatsmännern unb ber ganzen Well mar bies eine Demonstration ber Kriegsmacht ber Roten Armee

Das offizielle Programm bes Türkenbesuchs sah darüber hinaus Bankette, Paraden unb Empfange vor. Reden wechselten mit Toasten unb lauten Ova­tionen ab, bie Automobile ber hohen Gäste ftanben stets abfahrtbereit, um sie von ber einen zu ber nächsten Veranstaltung zu bringen, man ließ ihnen keine Zeit zum Nachdenken Regierung, Stabt unb Partei brachten alles auf, um ihnen in jeher Be­ziehung einen bleibenden Eindruck zu sichern. In ber alten Zarenstadt an ber Grenze Europas unb Asiens haben zwei eurasische Volker sich ein Renbezvous ?egoben. Die kommunistischen Dektrevo- u 1 i o n ä r e unb bie Leiter bes türkischen National st aotes, bie proletarischen Staats- Umstürzler unb biefaschistischen" Revolutionäre zwei Weltanschauungen, bie scheinbar so unversöhn­lich wie Feuer unb Wasser zueinanber stehen, haben sich v e r b r fi b c r t. Unb zwei Staaten, bie auf eine jahrhunberte alle Feinbschaft, bie schon Tradition geworben war, zurückblicken, beren Ge­schichte von blutigen Kriegen gegeneinander erfüllt ist, sie haben bie Gemeinsamkeit ihrer Interessen unb ihrehistorische Derbunbenheit" gefeiert. Aus den Turmluken der Kremlmauern flatterten im Winde zwei Föhnen nebeneinander, bas rote Sowjetbanner mit Sichel unb Hammer unb bie rote lürfenflagge mit bem Halbmonb.

Zum Empfang ber hohen Gäste mar Außenkom­missar Litwinow aus Genf nach Moskau geeilt. Im Völkerbund, ben bie Sowjetpolitik zwar als eine Organisation ber imperialistischen Staaten" ablehnt, der aber als diplomatische Börse ber Welt auch auf ben Vertreter ber Moskauer Außenpolitik seine un­widerstehliche Anziehungskraft ausübt, haben cs schon alle Spatzen vom Dach gepfiffen, baß bie Türkei an einer Wenbe ihrer außen- politischen Oric nlicrung ftch.c. Die chro-

der Genußwerte feiner weiteren Heimat auch nur annähernd ausgekostet Deuttchland steht heute erst am Anfang seiner Entwicklungsmöglichkeiten als Reiseland. Mit seinen unvergleichlich viel- geftoltigen landschaftlichen Schönheiten, seinen Kunstschäyen und seinem kun st schöpferischen Lei­stungshochstand. seinen klimatischen Vorzügen und heilkräftigen Quellen, seinen historisch und archi- tektonisch interessanten Plätzen und der inter­national anerkannten Leistungsfähigkeit feiner Gastronomie bietet es, wie kaum ein anderes Land in gleicher Mannigfaltigkeit. Kur- und Erholungsgclegenheiten. Aufenthalt«- und Stu­dienreize aller Art.

Der nur will, kann überall und immer wieder in deutschen Landen neue, lohnende Entdeckun­gen machen, vielen Mitteldeutschen, die bisher immer nur dos südliche Deutschland bereist

Kulturgeschichte in Pillen gedreht.

Don Peter Peppermint

Ein berühmtes Gemälde des englischen Malers Joshua Reynolds stelltLady Cockburn und ihre Kinder" bar unb hing als Glanzstück in ber Londoner Nationalgalerie, die es durch bas Testament ber Lady Hamilton im Jahre 1892 erhalten batte. Aber 1N99 wurde bas Testament angefochten: bie Gerichte entschieden, daß das Bild zu Unrecht von Lady Hamilton ber Nationalgalerie gestiftet war, so daß es zurückgegeben werden mußte Die Erben aber ver­kauften es augenblicklich für 22 000 Pfund Sterling an einen südafrikanischen Minenbesitzer.