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Herr Oberbaurat inspiziert...

Eine Köpenickiade, die in Gießen begann. Auf Bahnhofsinspektion im Auto bis nach LüderFcheid Oer Mann mit den Aufträgen. Ein gerissener Schwindler, der eben aus dem Gefängnis kam.

Ein neuerHauptmann von Köpenick" ist zu verzeichnen. Er begann feine Tätigkeit. bei l>er McÄmal die Reichsbahn da- Obiett war, am vorigen Donnerstag gegen Abend in ® i c - fi«n und scheiterte schließlich am Samstagmittag in der Gegend von Olpe <Westfalen) nach einer geradezu abenteuerlichen Gclchichle. lieber biefc Köpcnickiade erfahren w>r folgendes

Am Donnerstag gegen Abend klingelte bae Telephon im Bureau eines Gießener Auto- geschältes Auf die Meldung der Firma wurde von der anderen Veite der Verbindung der Harne eines Gießener höheren ReichS- bahnbeamten genannt. Der Sprecher for­derte die Bereitstellung einet Personen­autos für den Herrn

Reichsbahn Oberbaurat Heinemann vom hauptbetricbsamf Berlin, 14. Dezernat", zu einer mehrtägigen Inspektionssahrl.

<lr erkundigte sich nach dem Fahrpreis, den er jedoch zu hoch fand, weshalb er erst noch einmal Rückfraae bei der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. palten muffe, um ..nichts auf den Hut zu bekommen". Rach einiger Zeit kam ein neuer Anruf unter dem Ramen deS leitenden höhereii Reichsbahnbeamten von Gießen, und nunmehr wurde der vorhergenaiii^te Preis pro Kilometer einfchl. Verpflegung deS Chauffeurs ..ausnahms­weise" akzeptiert. Der Chauffeur sollte sich aber auf mehrere Tage einrichten und mit dem Qhito gegen 7 IIhr am Gießener Bahnhof halten. Zur vorgeschriebenen Zeit stand der Kraft­wagen am Bahnhof.

Din Disenbahnbeamter in Uniform kam im Auftrage deS Reichsbahnoberbaurats aus dem Bahnhofsgebäude und erkundigte fich, ob das Auto der bestellte Wagen fei. Auf die bejahende Antwort ging er in das Bahn­hofsgebäude zurück, gleichzeitig sah aber ein an­derer Dahnbeamter aus einem Fenster heraus und frug den Chauffeur, wohin die Fahrt gehen solle. Der Autolenker konnte keine Aus­kunft geben und frug nun seinerseits, wen er denn eigentlich sahren solle. Darauf kam von dem Dahnbeamten die Antwort:

Lr hak sich une al, Obrrbaural Heinemann vorgcskellk".

Gleich daraus kam der Oberbaurat heraus und forderte von dem Chauffeur den Führer­schein zur Einsichtnahme. Er prüfte das Ausweispapier sehr sorgfältig, fand es in Ordnung und erklärte sich nun mit dem Beginn der Fahrt einverstanden. Ls war mit der Auto- sirma eine Fahrt von etwa 800 Kilo­meter vorher telephoni sch verein­bart worden.

Die Autoreise sollte zunächst nach Biedenkopf gehen, untertoeg« mußte der Chauffeur jedoch in Marburg zum Reichsbahnbetrieb s- amt fahren, wo der Herr Oberbaurat in­spizierte, anschließend auch den Haupt- bahnhos für etwa Stunde aussuchte. Gr kam bann auS dem Bahnhofsgebäude zu dem Auto zurück und erklärte dem Chauffeur, in Friedensdorf bei Biedenkopf fei ein Eisen­bahnunglück passiert (was tatsächlich richtig war), er müsse sofort zur Besichtigung hin. Schleunigst ging'« nun zum Bahnhof Friedensdorf. Dort inspizierte der Herr Oberbaurat die Un- glückSstelle und die Aufräumungsarbeiten gründ­lich. Lr kehrte dann zu dem Chauffeur zurück und bemerkte.

Wenn ein höherer Bahnbeamler kommt, gehl doch die Sache noch einmal fo gut".

Don hier auS ging dann die Autoreise weiter bi- nach TrollShagen im Siegerland, wo man in einem Hotel abstieg. Dort besuchte der Herr Oberbaurat zunächst Bekannte aus früherer Zeit, später empfing er im Hotel eine Anzahl Fabrikanten, für die er angeblich Aufträge in der Tasche hatte und die sich mit ihm zu einer frohgestimmten Kneiprunde big ge­gen Mitternacht zusammensetzten. Zeder der Fabrikanten hoffte auf einen Auftrag, was ja in der gegenwärtigen schwierigen Zeit nicht ver­

wunderlich ist: der Herr Oberbaurat seinerseits aber hoffte anscheinend auf Provision von den Austrägen. Inwieweit die beiderseitigen Hofsnungen in Erfüllung gegangen find, entzieht sich biS jetzt unterer Kenntnis.

Am Freitagmittag wurde dann, ohne daß der Herr Oberbaurat feine Hotelrechnung bezahlt hatte, weil er am Abend zurückzukehren beab­sichtigte. die Inspektion-reife fortge- seyt Die Fahrt ging bi- hinauf nach Lüden­scheid und Altena.

3n Lüdenscheid wurde der Bahnhof inspiziert, und der Herr Obrrbaural ließ fich von dem Fahrdienstleiter in gebührender Höflichkeit bi, vor da, Bahnhofsgebäude zum Auto begleiten: in Altena nahm der Herr Obrrbaural da, Isiafchlnrnamt in Augenschein, rr krhrte dann übrr dir Gleise kommend zu dem wartenden Auto zurück.

In zahlreich en anderen Bahnhöfen nahm er gleichfalls Inspektionen vor. bei denen er zum Teil sehr ungnädig war. weil ihm dies oder jene- nicht gefiel; ein Bahnhofs­dienst hatte seinen besonderen llnwillen erregt, dem er dah n Ausdruck gab* ..I ch werde das den Leuten hier schon beibringen", wobei er eine entsprechende Mitteilung an die ReichSbahndirektion Elberfeld ins Auge gefaßt hatte. Schließlich wurde auch der Bahnhof in Olpe noch revidiert, wo der Herr Obrrbaural von einem Reichsbahninspektor biS vor da- Vahnho Szcbäude geleitet wurde und sich hier von dem Beamten in Icuticligfter Weise verab­schiedete Dann ging die Fahrt >iach TrollShagen in das Hotel von, Bortage zurück. In Trolls- Hagen ging zunächst die Fahrt zum Bahn­hofsgebäude. wo der Herr Oberbaurat nach Telegrammen für fich fragte und den Auf­trag gab. ihm die Telegramme sofort in das Hotel zu schicken, sobald sie eingingen. Am späten Abend mußte der Chauffeur noch einmal am Bahnhof nach Telegrammen fragen, jedoch war für den Oberbaurat nichts angekommen.

Mittlerweile waren dem Chauffeur aber allerlei Bedenken hinsichtlich der C ch t h e i t d e s Herrn Oberbaurats ausgestiegen. Der Auto- lenker, der schon feil längerer Zeil bei der Gießener Firma in Dienst steht, besprach sich am Samstag früh in Trollshagen mit dem Hotelbesitzer. Beide kamen dahin überein, die Echtheit des Ober­baurats durch Darlegung der Hotelrechnungen zwecks alsbaldiger Bezahlung zu ermitteln. Der Hotelier präsentierte die Rechnung, die der Chauffeur für seine Person natürlich sofort bezahlte, während

der f)err Oberbaurat den Hotelbesitzer auf den Abend vertröstete.

Dlunmcbr wurde bei dem Hotelier und auch bei dem Chauffeur der Berdachl noch stärker. Der Ho­telier drängte energisch aus Bezahlung, wahrend der Chausseur sich mittlerweile zum Bahnhof von Trolls­hagen begab und dort den Fahrdienstleiter bat, er möge sich dach einmal in Berlin nach dem Ober- baurat Heinemann erkundigen. Der Beamte halte dazu jedach keinen Schneid, weil er fonst Schwierigkeiten bekomme, er erklärte sich aber be­reit, in Elberfeld bei der Reichsbahndireklion anzu­fragen. Der Chauffeur begab sich dann zum halel zurück, wo der Hotelier immer nach mit dem Ober­baurat wegen der Bezahlung der Rechnung ver­handelte. Schließlich fuhren der Chauffeur, der Ober­baurat und der Hotelbesitzer gemeinsam mit dem Auto zum Bahnhof, von wo aus der Oberbaurat Elberfeld anrufen wallte. Als er am Bahnhof fein Begehren vorbrachte, frug ihn der Bahnhofsvor­steher nach A u s w e i s p a p i e r e n , die er jedoch nicht vor zeigen konnte. Nunmehr sprach der Bahnhassvorsteher selbst mit der Reichsbahndirektion Elberfeld, von der er Horen mußte, daß

niemand einen Oberbauraf Heinemann aus Berlin kenne.

Auf die Frage nach dem Dornamen des Ober­baurats verweigerte dieser die Auskunft. Ge­meinsam wurde dann im Auto die Rückfahrt nach dem Hotel angetreten, wo aber mittlerweile ein

angeforderter Palizeibeamker erschienen war Der Chauffeur fetzte sich alsbald telepbomfch mit seiner Gießener Firma in Verbindung, die auf so­fortige Rückfrage bei dem am Donnerstagabend am Telephon genannten hohen Gießener Reichsbahn- beamten feststellte, daß hier ein abgefeimter Schwindler am Werke roar. Schleunigst wurde der Chauffeur davon in Kenntnis gefetzt, und nun­mehr wurde der Herr Oberbaurat von dem Polizei- beamten verhaftet.

Bei der Vernehmung des Schwindlers auf dem Palizeiamt in Trollshagen erklärte er, er sei

crsk am Mittwoch also am Tage vor dem Anfang feines Schwindels aus dem Ge fängni, in Marburg entlasten worden, und er bekomme manchmal so einen Anfall.

Es stellte sich weiter heraus, daß der Name Heine­mann in Ordnung ging, der Derhastete aber fein Oberbaurat war der Bahnhöfe inspizieren sollte, sondern sich als Kaufmann bezeichnete. Er hatte schon früher einmal auf sechs Monate mit dem Gefängnis Bekanntschaft gemacht, hatte nach Der- buhung von drei Monaten Bewährungsfrist erhalten, war bann wieder auf sechs Monate ins Gefängnis gewandert und mußte auch die von der früheren Zeit ausgefetzte Strafe mit verbüßen. Am Mittwoch vori­ger Woche war dann seine Strafzeit in Marburg abgelaufcn. Er kehrte in die Freiheit zurück, um am Donnerstagabend alsR e i ch s b a h n . O b e r b a u- rat Heinemann aus Berlin" in Gießen feine Köpcnickiade zu beginnen bie vorläufig bamit enbete, daß er in polizeilicher Begleitung und in dem Auto aus Gießen die Fahrt zum Gerichts- gefängnis in Olpe machen mußte, wo er nun­mehr bie Schlußinspizierung feines Abenteuers vor­nehmen kann.

Die Gießener Autofirma hat gestern Anzeige bei ber hiesigen Polizei gegen ben Schwinbler er­stattet.

Oberbeffen.

Landkreis Gießen.

00 Älcin^inbcn, 26. Avril. Auf Anregung der Straßenverw^'tung der Provinz Oberheffen wird gegenwärtig e.ie Verbreiterung der Straße an der durch viele Unfälle bekannt ge­wordenen Straßengabelung Wetzlarer Straße- Frankfurter Straße vorgenommen. Die Verbreite­rung ermöglicht eine bessere Uebersicht auf die beiden Straßen.

t AIkendorf ad. Lda., 26. April. Am Sams­tag feierten bie Eheleute Landwirt Christoph Keil und Frau Elisabcthe geb. Kehr die goldene Hochzeit. Der Jubilar steht im 80. Lebensjahr und ist noch überraschend rüstig, seine Frau ist 76 Jahre alt. Am Abend wurde das Ehepaar durch ein Ständchen des Männergesangvereins geehrt. Der Vorsitzende hielt eine Ansprache, der Jubilar dankte mit herzlichen Worten für bie Ehrung.

' Haroach, 27. April. Dem Bericht über die Verhandlung der Beanstandung der Bürger­meisterwahl in Harbach vor dem Kreisausschuß Gießen ist nachzutragen, daß die K o st e n zur Hälste der Staatskasse, zur anderen Hälfte dem damaligen Gegenkandidaten W. Sch. zur Last fallen.

-- Grünberg, 25. April. Der hiesige Pferde-Dersicherungsverein hielt am Sonntag in der Gastwirtschaft Adolf Repp Witwe unter dem Vorsitz seines Direktors. Karl Schä­ker I.. seine 55. ordentliche Mitgliederversamm­lung ab. Rach dem Geschäftsbericht beträgt die Mitgliederzahl 577, gegen 563 zu Anfang des Bereinsjahres, da bei einem Abgang von 19 Mitgliedern 33 Reueintritte erfolgten. Versichert waren im ersten Halbjahre 849 Pferde mit einer Summe von 522 375 Mark, im zweiten Halbjahre 862 Pferde mit 526 670 Mark. Entschädigungen wurden für 66 Pferde gezahlt mit einem Betrage von 19 820 Mark. Es ist dies die höchste Summe, die seit 1924 xur Auszahlung kam An Prämien wurden im ersten Halbjahr 2 v. H. erhoben, wäh­rend im zweiten Halbjahr der Sah auf 1,5 v. H. ermäßigt wurde. Bei einer Gesamteinnahme von 22 720,41 Mark und einer Gesamtausgabe von 23 345,41 Mark ergab sich ein Fehlbetrag von 625 Mark, der auS dem 10 125 Mark betragenden Reservefonds entnommen wurde, wodurch dieser sich auf 9500 Mark verminderte. An Prämien- rückstanden wies die Rechnung 1628 Mark auf. Da die Rechnung zu Beanstandungen keinen An­laß gab, wurde dem Rechner Wilhelm Heinz- mann Entlastung erteilt. Angenommen wurde eine kleine Satzungsänderung, wonach die Hin­

auf- ober Herabsetzung des Prämienbeitrags in die Hand des Vorstandes gelegt wurde, während seither nur d.e Mitgliederversammlung einen derartigen Beschluß fallen konnte. Als Schieds­richter für 1932 wurden die Herren Georg Eerth II. <Ettingshaufenf. Theodor Schlag «Haufen. Heinrich Haas I. (Burkhardsfelden' und Friedrich Berg ,Rieder-Ohmen> wieder­gewählt

H Obborndosen, 26. April. Bei der am Sonntag hier burchgefuhrten B u r g e r in e i st e r - wohl erhielten »>on 375 abgegebenen gültigen Stimmen ber Landwirt Adolf Reitz 127, ber Ar beiter und Beigeordnete Karl Kammer I. 164, und der Landwirt Ludwig Widdersheim 84 Stim­men. Da eine absolute Mehrheit nicht erreicht wurde, findet zwischen den beiden erstgenannten Kandidaten 6 t i di tv a h I statt. Die Wahlbeteiligung war dies­mal starker als bei anderen Wahlen. Don 433 Wahl­berechtigten hatten 376 von ihrem Wahlrecht Ge­brauch gemacht.

Mrdd Schollen.

o ß a u b a <b , 25. April. Der hiesige Kir­chengesangverein kann nunmehr auf ein 40- jährigeS Bestehen zurückblicken. AuS diesem An­laß findet am kommenden Sonntagvormittag eine besondere Feier in der Kirche und am gleichen Tage ein Familienabend der Mitglieder statt. Der stellvertretende Direktor der hiesigen Real­schule. Studienrat Vetter, wurde nach Bad- Rauheim versetzt. Kleber die Perlon seines Rach­folgers ist noch nichts bekannt. Die Einwohner­schaft Laubachs sieht den tüchtigen und allseits geachteten Lehrer, der über 22 Iahre an dem ehemaligen Gymnasium und der jetzigen Real­schule tätig gewesen ist, nur ungern scheiden.

KreiS Alssclv.

V R i c d e r . G e m ü N d r N 25. April. Der hie­sige Schützen - undSportverein hielt die­ser Tage eine außerordentliche Generalversamm­lung ab. Für den zurückgetretenen Schristsührer Lotz wurde Heinrich Pseil gewählt. Die vom Vorstand vorgeschlagenen Statutenänderungen wurden mit geringfügigen Aenderungen einstim­mig gutgeheißen. Der Jahresbeitrag wurde um 50 Pf. ermäßigt. Im Vorsommer soll auch in die­sem Iahre wieder ein Preisschießcn innerhalb des Vereins stattfinden. - Auf Veranlassung von Direktor Becker, AlSseld, fand hier zum Zwecke der Gründung einer Vichverwer- tungsgenosscnschast eine Versammlung statt, die von Landwirten gut besucht war. Direk­tor Becker hielt zunächst einen aufschlußreichen Vortrag über Zweck. Ausbau und Organisation der Genossenschaft und mahnte in ernsten Wor­ten zum Zusammenschluß. Zweck der Organisa­tion sei die Beschickung des Frankfurter Mark­tes in bestimmtem Ausmaß und die damit ver­bundene Einflußnahme auf die Preisgestaltung. Rachdem sich noch Direktor Schlabach, Als­feld. für die Gründung einer DiehverwertungS- genossenschaft eingesetzt hatte, trugen sich in eine Liste bereits 20 Landwirte ein. Der Bezirk Rieder- Gemünden soll zunächst der Genossenschaft Als­feld angeschlossen werden. Für die einzelnen Orte wurden 'Vertrauensleute gewählt, und zwar für Rieder-Gemünden Wilhelm Altvater, für Hainbach-Elpenrod Louis Schneuker, für Burg-Gemünden Heinrich Schwing und für Bleidenrod Herr Hedder ich.

Zuchthaus wegen Brandstiftung.

WSR. Limburg, 26. April. Ein 47jähri- gcr Landwirt aus Wißmar bei Wetzlar balle, um aus feinen wirtlchaftlichen Schwierigkeiten herauszukommen, versucht, sein Haus in Brand zu stecken, um die Versicherungs­summe in Höhe von 15 500 Mk. zu erhalten. Er legte mehrere Brandherde an und begab sich aus irgendeinem Grunde> zum Pfarrer des Ortes, um sich so ein Alibi zu besorgen. Der Feuerwehr war es gelungen, den Brand im Keime zu ersticken. Der Landwirt hakte sich jetzt vor dem hiesigen Schwurgericht wegen Brand- ft i f t u n g uno Versicherungsbetrugs zu verantworten. Er bestritt die Tat und beschul­digte den großen Unbekannten, in seiner Ab­wesenheit den Brand angelegt zu haben. Die Zeu­genaussagen ergaben aber, daß nur der Ange­klagte in Frage kommen kann. Das Gericht verur­teilte ihn zu einem Iahr drei Monaten Zuchthaus und zwei Iahren Ehrverlust. Der Staatsanwalt hatte drei Iahre Zuchthaus bean­tragt.

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Toni Philippi, geb. Knabenschuh

L. Philippi, Lehrer

Lollar, 26. April 1932. Herbert Philippi

Ruth Philippi.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26. April, nach­mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle aus statt

Wir bitten von Beileidsbesuchen absehen zu wollen.

Am Montag, dem 25. April, abends 7 Uhr. entschlief sanft nach kur­zem schweren Leiden mein geliebter Mann, unser herzensguter, treu­sorgender Vai er. Schwiegervater, Grofrvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager. Onkel und Pate

Herr Philipp Weber

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im 82. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Elisabethe Weber, geb. Dönges.

Fellingshausen, Köln, Bieber, Heuchelheim, den 26. April 1932.

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