N
Die Arbeitszeitverkürzung
Vorbereitende Konferenzen. — Die 40-Gtrmdenwoche für bestimmte Gewerbe
itDci Gruppen, von denen
lejtneifle ums atzt, in denen
dieses Grundsatzes von vornherein un
rechnen.
nenscheindauer 2’< Stunden.
rechtlicher LI nsinn. der Absicht, den Einklang Landtagewahl bekundeten
bereits am 28. d. M. einer Besprechung in den Länderministerien unterzogen werden. Die Der-
Mehrheit entscheide, wenn • feine Entscheidung bringt.
die eine Wahl unmöglich ersüllbare Voraussetzungen
deS alten Landtage- vom 12. April war bestimmt und geeignet, diele Grundvorschrift der Reichs« verfassung zu beseitigen. Aus diesem Grunde wurde die alte Dorschrift beseitigt, das, im zweiten Wahlgang relative Stimmen-
Landlaa den M«
>ie preuhilche Der» (■
Aussicht wenig Aender
ordnuim zerfällt in At die c rst e die Gewerbe
ah(
Henien.
krfassung?
Der nahonallo)ia- . ine Itaalirechtlichr i>r.Aeuberl, in f
: 22 d Nm Land« eitsersvrder-15 ine Geschallt- ■ ist der Preuhisch- I'echthin (or- "\\t ein Elied M zrichl Landet- ter Verfassung de-
freiheitlich« 2«' ; 'egicrung dedarl» Jolktvertre-Z
Aus aller Welt.
Stahlhelmführcrtag in Magdeburg.
der erste Wahlgang Eine Wahlvorscyrift. macht, weil sie nicht ausstellt, ist st a a t S - Ergeht sie zudem in zwischen dem in der Volk-Willen und der
Die veisehung des Kardinal-Fürslerzbifchof» von IBiciL
3n Wien wurde unter Anteilnahme von
Aussichten für Donnerstag: Neblig, wolkig mit Niederschlag, aber auch aufheiternd, lang, sam fortschreitende Erwärmung.
Der ReichSverkchrsminister hofft die Verband- [ungcn mit den Ländern soweit vorwärtSbringen z-u tonnen, daß das Reich vom 1. 3 u I i 1 932 ib die Rcichswasserstrahenverwal' tung übernehmen wird. Reichswasserstra- tzendirektionen sollen in Koblenz und Karlsruhe geschaffen werden.
3 die ßanbcircgic ■ Ileutvahl det , n Jollslvilltt Verden muh. Dir icgietungäbfftelliw S teichsversallungt- ^Verhältnis zwilchn r mg schnellstens Hellie die Durchleyunt
Der türkische Ministerpräsident 3 S m e t Pascha ist in Begleitung deS türkischen AuhenministerS rewfik Ruschdy Bey und einer Reihe pro- ininentec türkischer Staatsmänner und Politiker auf dem sowjctrusfischen Dampfer „Grusia" i n Odessa eingetroffen.
Kleine politische Nachrichten.
Der Herr Reichspräsident empfing am Dienstagnachmittag Herrn Reichsminister Dr. D r o e n e r zum Dortrog.
MUcherveit. Adlungen bereit “«Wr Derhmd. Eten und dem Zentrum 't lebet Partei '°usden2v. ’ WM die. ■niÄleile dringend
Achten über 1 ZentrmZ
Zentrum der 2n« ollen Tntlchlüslen Rücksicht auf i“ nehmen en *rei|cn rechnet ! baiftil, dah eint vltmsse nach öen ligen Dochen
® j'
Ititlt,
in Zukunft die Mehrarbeit über 48 Stunden wöchentlich, soweit sie tariflich zulässig ist, noch von einer besonderen Genehmigung der zuständigen Behörden abhängig gemacht werden soll. Die Genehmigung darf nur dann erteilt werden, wenn dem Arbeitgeber andere Matznahmen, insbesondere Reu- cinftellungen von Arbe:tnehmern nicht zugemuter werden können. Die zweite Gruppe umfaht die Gewerbezweige, ber denen die wöchentliche Arbeitszeit auf 40 Stunden herabgesetzt wird. Unter die e r st e Gruppe fallen Bergbau. Salinenwesen mit bergbauverbundenen Werken, 3ndustrie der Steine und Erden, Herstellung von Eisen-. Stahl- und Metallwaren. Malchinensabrikate und Fahrzeugindustrie. Elektroindustrie, Feinmechanik und Optik. Ehe- mische Industrie. Textilindustrie, Papierindustrie und DervielfältigungSgewcrbe. Leder-, Kautschuk- und Asbest-Industrie. Holz- und Schnitt- slossgetoerbe, Muslkinstrumenten- und Dpielwaren- industrie. Rahrungs- und DenutzmiUel-3ndustrie, Bekleidungsgewerbe. Baugewerbe und Bouneben- gewcrbe, auS dem Hondelsgewerbe Grotz-, Einfuhr- und Ausfuhrhandel. Banken, Privatversicherungen, unter die zweite Gruppe fallen Bergbau, Colinen toef en. Stein- und Erden-, Chemische und Papier-3ndustrie. Dervielfäl- tigungSgewerbe. Mälzereien, Brauereien. Bauunternehmungen und Bauhandwerk.
Regierungsführung zu vereiteln, so ist sie wegen Verstoßes gegen Artikel 17 der ReichSver- sassung ohne rechtliche Bedeutung. Der Landtag ist daher als befugt anzusehen — falls im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit für einen Kandidaten zur Winisterpräsidentschaft nicht zustand krmmt -. den Ministerpräsidenten tu der Stichwahl des zweiten Wahlgange- nri t relativer Mehrheit zu bestimmen. Der so bestellte Ministerpräsident würde der legale Erstminister PreutzenS sein. Seine AnttS- ü6crnabinc mützte erforderlichensall- im Wege ber Reich-exekutive erzwungen werden.
Aus Aulah der Tötung de - Rational- s o z i a l i st e n 11 b o Eurth, der ani 24. April ncchts in Berlin durch einen Schläfcnschutz niedergestreckt wurde, sind gegen die Arbei- l«r Mels, Hoff mann undEchulzHaft- befehle erlassen worden, und zwar gegen Wels wegen Mordes und Vergehen- gegen das Schutzwasfengesetz und gegen Schulz und Hoffmann wegen Beihilfe zum Mord.
offenen Kamin. «• jnt man sch m w. liegen in perlgram! t Acrbflamme IW* nb scheint auf br ifu» zu taW. lusamrnen. v° > rNZAi Z’IÄE Heine eines gr°V°. cf. Mling un)|
AL-
raum.
lang« r i das ntw.
1Uf, WfyStol stürzte aus A
Eine 2. Reichs-Stahll,e,m üirer-Tagung findet am 4. und 5. Mai 1932 in Magdeburg statt. Die Geranstaltung-folge sieht u. a. vor Festgotte-- bienst im Dom. Weiheakt auf dem Ehrenhof der Ltadthalle und Stah.helm;ührer-Appell; dabei
Die Regierungsbildung in Anhalt ist von den Rationalsozialisten am Tag nach der Wahl bereits in Angriff genommen worden. Der Führer der RDDAP. in Anhalt, Hauptmann a. D. Loeper, hat die WJ. und die DR'DP. zu einer Besprechung über die Regierungsbildung eingeladen. Die drei genannten Parteien verfügen im neuen Landtag über 19 Sitze von insgesamt 37 Mandaten.
; 11 öglich machen, ober auch nur erschweren.
: find mit ber R e i ch - Verfassung nicht vereinbar unb baher nichtig. Der Beschluß
dort bewegte sich unter dem Geläut aller Glocken ber Leichenzug. bem eine Kompanie der Sicherheitswache voranging, zur Stephanskirche. Unmittelbar vor bem päpstlichen Runtius Dr. S i b l l i a schritt der Münchener Erzbischof Kardinal Dr. Faulhaber und ber ungarische Fürsterzbischof Kardinal Seredy. Dann folgte ber Sarg auf einem prunkvollen Wagen, ber von sechs Rappen gezogen würbe. An ber Spitze des folgenden Zuges sah man den österreichischen Bundespräsidenten, den Grotzmeister des Malteserordens, den Bundeskanzler, an seiner Seite den Präsidenten des Rationalrates, Mitglieder ber Regierung, bie nächsten Derwanbten des Derstorbenen, Abgeordnete, Bundesräte, Rektoren und Dekane der Wiener Hochschulen, die Professoren ber Theologischen Fakultät, Lapdtagsabgeordnete, ©emeinberäte, verschiedene Vertretungen von Körperschaften und ©labten. Die Gesandten der auswärtigen Staaten hatten im Dorn selbst Aufstellung genommen. ebenso bie Generalität mit dem Heere-minister, sowie Vertreter der protestantischen und israelitischen Geistlichkeit. 3m Dom bildeten die Prälaten Spalier. 3m Stephans- bom erfolgte Die feierliche Einsegnung burch den apostolischen RuntiuS Dr. S i b i l i a. Rach ber Feier erfolgte bie lleberführung ber Leiche nach Schloh Kranichberg, wo bie enbgültige Beisetzung stattfand.
Silberne Staatsmedaille unb Ehrendoktor für Alice Salomon.
Bei einer Feier im Berliner Pestalozzi- Fröbel-H aus war Alice Salomon, bie Förderin der sozialen Arbeit in Deutschland, die vor wenigen Tagen 60 Jahre alt geworden ist. Gegenstand zahlreicher Ehrungen. Ministerialrat Dr. h. c. Helene Weber. M. d. R, überbrachte die Glückwünsche deS preuhischen Wohlsahrts- rninisteriumS und überreichte chr im 'Hamen der preutzischen Staatsregierung die Silberne Staatsmedaille für ihre Verdienste um die Wohlfahrtspflege. Der Dekan der medizinischen Fakultät der Friedrich-Wilhelm- Unioerfität, Professor vonDergmann, machte ' Mitteilung von der Ernennung Alice Salomons, bie bereits bie Würde eine- Dr. phil. der'Universität Berlin trägt, zum Ehrendoktor bet mebizinischen Fakultät. — Als Vorsitzender des Vereins Pestalozzi-Fr öbel-Hau- teilte Staatsminister a. D Dominieus mit, dah diese Körperschaft beschlossen habe, die Soziale Frauenschule fortan A l i c e - S a l o m o n - Schule zu nennen.
Der letzte deutsche Kriegsgefangene wieder in der Heimat.
Wie die Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener mitteilt, ist der von den Franzosen nach Eayenne verschleppte deutsche Kriegsteilnehmer 2llfons Paul Schwarz am 24. April nach 13jähriger Gefangenschaft endlich in Deutschland eingetroffen, nachdem bie jahrelangen Bemühungen ber deutschen amtlichen Stellen um seine Freilassung von Erfolg gefrönt waren. Schwarz wurde bekanntlich im 3ahre 1921 durch da- Kriegsgericht in Cha - Ions zu lebenslänglicher Verbannung nach der Teufelsinsel verurteilt, weil er als in Frankreich geborener Elsässer den Krieg auf deutscher Seite mitgemacht hatte. Am 9. März d. 3. wurde er durch den Präsidenten der französischen Republik begnadigt.
Tragischer Tod dreier Kinder.
Bei Teufenthal im schweizerischen Montan Aargau fiel das dreijährige Sahnchen des Wirtes Flückiger beim Pflücken von Schlüsselblumen in die Wina. Bei bem Versuch, das Kind zu retten, e r - tranken auch die siebenjährige Schwester und das vierzehnjährige Kindermädchen.
Wettervoraussage.
Durch die im Norden vorüberziehenden Störungen wird über Deutschland bie weitere Zufuhr ozeanischer Luft ftattfinben, die vorerst zu langsamem Tempera- turanjtieg führt. Dabei herrscht neblig-wolliges Welter, welches tagsüber durch Aufheiterung unter« brachen wird. Zeitweise ist auch mit Niederschlag zu
mtgt ailtn
rUTtn » t6n'
■“"U" y
US
l?n
^reineU.
für
Berlin, 26. April. (DDZ.) Wie da- Rach- richtenbureau deS VDZ. meldet, stehen bebeut- lame Konferenzen der matzgebenden Stellen über die Kürzung der Arbeitszeit bevor. So fin- debt am Donnerstag, dem 28. April, eine Aussprache der Reich-ressort- mit den Sozialmini st erien der Länder über diese Frage statt. Am Freitag, dem 29. April, ist im Reichsarbeit-ministerium eine Verhandel u n g mit den Fachverbänden de - RuhrbergbaueS über die Frage der Kür- l jung der Arbeitszeit angesetzt Es ist anzunehmen, datz sich eine Au-sprache der Reich-behorden mit den Spiyenver- dänden Der Wirtschaft, Arbeitae - L*e r n und Arbeitnehmern anschlicht. AIS Ergebnis dieser Verhandlungen ist bann eine ent- 'precherrde Vorlage des ReichSarbeitS- ministeriumS zu erwarten, die nach Fühlung- lahrne mit dem ReichSrat von der Reichsregierung zu verkünden wäre. In welchem Aus- inahe die für die Bekämpfung der Erwerbslosigkeit notwendige Arbeitszeitverkürzung durchzu- lühren ist, kann noch nicht gesagt werden. Der preußische Ministerpräsident Braun tritt für eine radikale Losung, den Fünfstundenar- beitStag, ein im Interesse der Wiedereingliederung aller Erwerbslosen in den Arbeitsprozeß.
Rach Informationen deS Deutschen Handcls- diensteS wird zur Zeit im ReichsarbeitS- ininisterium der Entwurf einer Rot - Verordnung ausgearbeitet, durch die die 40-Stundenwoche für bestimmte Gewerbe eingeführt wird. Der Entwurf soll
UnvaMM, v „.^.1,1! wiauiyumc uhu . -----
•n ®un^c I frrechcn der Erste Bundesfuhrer Franz oclbte ! s-br Lber .Unser eigener Weg ", der Bundeskanzler
• ’Jl nLhstrn ■Da*; Dajor Wagner über .Dec Stahlhelm im Kampf am den Staat", der 1 BundeSvorsitzende dcs Bun- Sju des für organischen Staats- und Wirtschaftscuif- 1 irnina bau Karl Halbig über .Das will der Sunb für
^"areifcn^vlstk- organischen Staats- und Wirtschastsaufbau?" , rpjnc Fahri I®, der 2. BundeSvorsitzende der Stablyelm- oÖöWnflI2; ^bsthilse Bernhard Rausch über .WaS ist unb NN flDr„ hem er will die Stahlhelm-Selbsthilfe^'. Eine Stahl-
aulN« , Helm - Werbeausstellung findet in den
rinn'" Russtellungshallen aus dem Gelände der Stadt-
" .Halle statt.
Aussichten f ü r jr r e i t a g ; Im allgemeinen wenig Aenderung der Wetterlage.
Lufttemperaturen am 26. April: mittags 10,3 Grad Celsius, abends 8 Grad: am 27. Aprll: mor- aens 4^ Grad. Maximum 12,2 Grad, Minimum 0,6 Grad. — drbtemperaturen in 10 an Tiefe am 26. April: abends 9,6 Grad: am 27. April, morgens 6,6 Grad Celsius. — Niederschläge 1,3 mm. — con-
.. «chreren hunderttausend Menschen bet Kardinal- 21 >r Fürsterzbischof von Wien, Dr. P iffl, zu Grabe getragen. Die Leichenfeier begann im Höfe des Direktors erzbischöflichen Palais, wo Weihbischof Dr. ? amprath. der gleichzeitig Kapitelvikar ist, AM" a« ihn.,f. die Einsegnung des Sarkophags vornahm. Don
Aus der Provinzialbauptstabt.
Gießen, den 27. April 1932.
Oie Psychiatrie in der Hessischen Hygiene-Ausstellung.
Don Prof. Dr. Sommer, Gießen.
In der Hessischen 5)i)giene-Ausstel' lu n g, die sich jur Zeit in Gießen befindet und sehr stark besucht wird, ist auch die Psychiatrie vertreten, obgleich sie in dem Programm Iweinbar fehlt Dieses tundet Mampf den »trebskrankheiten, der Tuberkulose und den Geschlechtskrankheiten an Aber die geistigen Krankhntcn sind sozial nicht minder wichtig, als die körperlichen. Ich mochte daher, um den Bewuchern das Ausfinden der psychiatrisch wichtigen Teile in der Ausstellung zu erleichtern, hier eine kurze Beschreibung davon geben.
Gleich am Eingang befinden sich die Schaukasten mit durchleuchteten Silbern (Diapositiven) vom Bau unb Betrieb einer ganzen Reihe von Anstalten für körperliche und geistige Krankheiten. Hier sind die ämtlichen psychiatrischen Anstalten von Hessen vertreten, die Heil- und Pslegeanstallen von Heppenheim und Goddelau in Starkenburg, Alzey in Rheinhessen, ferner die oberhessische Heil- und Pflegcanstalt und die Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen. Wer die ausgestellten Bilder genauer betrachtet, kann nicht nur einen Begriff von der Bauart und der Einrichtung dieser Anstalten erhalten, sondern auch manche Einzelheiten des Betriebes, z. B. bei der psychotherapeutischen Beschäftl- gung der Kranken erkennen.
Folal man dem Rundgang nach rechts, und hat man Die Schauräume für Krebs- und Tuberkulose passiert. 4o trifft man rechts auf einen kleinen Raum mit hochinteressanten Zeichnungen unb Malereien von Geisteskranken, bie auch einen Fachmann festhalten können. Genauere Wieber- gabe würbe ben Rahmen biefer Führung überschreiten. Dann folgt c ne Kabine mit sehr wertvollen Darstellungen aus der Vererbungslehre, einerseits allgemeinnaturwissenschaftlicher Art. anberseitS von speziell samiliengeschichtlicher Bedeutung. Ich empfehle ben Besuchern, diese Grundlagen ber Lehre von der herebitären Belastung recht genau zu betrachten
Im übrigen finb folgende Grenzgebiete der Psychiatrie in den einzelnen Abteilungen zu beachten: 1. Behandlung und Vermeidung der syphilitischen Krankheiten, die als Ursache von Rückenmarks- und Gehirnkrankhciten (Tabes dorsalfc. Progressive Paralyse u. a.) eine große Bedeutung haben. 2. Bekämpfung deS Alkoholis- muS, der vielfach psychische Degeneration bewirkt: 3. die Krüppelfürsorge, die merkwürdigerweise eine Menge von Beziehungen zur Rervenhcil- kunde hat, wie dieS z. B. in den Bildern über die orthopädische Behandlung der spinalen Kinderlähmung hervortritt. Man beachte zu den genannten Rummern 1 biS 3 die Bilder in ben Kojen, zu denen man im rechten Winkel von bem erwähnten Raum über Vererbungslehre kommt.
Ferner ist vom Standpunkt der psychischen Hygiene, die auS der Psychiatrie hervorgegangen ist, bie kleine, aber charakteristische Sammlung von Darstellungen über Leibesübungen zu beachten, die aus dem Hygiene-Museum in Dresden stammt.
Auch sonst werden Fachleute noch manche Beziehungen zur Psychiatrie finden. Aber es ist unverkennbar, datz ber psychiatrische Teil, bc- sonberS im Hinblick auf die Abteilung für psychische Hygiene in der Hygiene-Ausstellung in Dresden, noch manche Möglichkeit zur Ergänzung bietet. Aus diesem Grunde ist neucrdingS nach Besprechung mit dem Geschäftsführer. Herrn A v e m a r i e, im Einverständnis mit Herrn Präsidenten Reumannder psychisch-hygienische Teil aus dem Besitz deS deutschen Verbandes für psychische Hygiene wesentlich ergänzt worden. Es hanoelt sich besonders um eine Reihe von Dav- ftellungen über öffentliche Ruhehallen, wie eine solche nach meinem Plan von 1901 zuerst bei der Internationalen Hygiene-Ausstellung 1911 gebaut worden ist, ferner über die psychisch-hygienische Bedeutung und besondere Einrichtung von Turnplätzen und Oartenanlapen. sowie um Erinnerungen aus der ganz international gewordenen Mental-Hhaiene-Bewegung. besonders von bem 1. Kongreß für psychische Hygiene in Washington. Ferner ist eine ganze Reihe von Stücken aus ben Sammlungen ber Klinik für psychische unb nervöse Krankheiten (gefärbte Schnitte durch Gehirne, Tafeln über psychopathische Symptome u. a.) hinzugekommen. Die psychiatrische Abteilung hat dadurch eine wesentliche Erweiterung erfahren.
Bornotizcn.
— TageSkalender für Mittwoch. Stadttheater, „Der Graue", 19.30 bis 22.15 Uhr. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr, Jubiläums-Ausstellung. — .Einhom-Saal", 11 bis 19 Uhr, Hygiene- Ausstellung. — Turnverein von 1816, 17.30 und 20.30 Uhr, Lichtbilder-Dortrag. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Die andere Seite".
— Aus bem Stabttheaterbureau wirb uns geschrieben: Heute, 19.30 Uhr, als 28. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. Wiederholung des mit größtem Erfolg aufgeführten Schülerstückes „Der Graue" von Friedrich Forster. Ein noch jugendlicher Autor stellt sich mit diesem Erstlingswerk als Dramatiker vor. Spielleitung Peter Zafsott, Titelrolle Raimund Schel* cher. Ende 22.15 Uhr. — Die ursprünglich auf Freitag, 29. April, angefetzte ..Faust"-Premiere ist auf Samstag. 30. April, verschoben worden. Freitag bleibt das Theater wegen der Vorbereitungen zum ..Faust I" geschlossen. Die Samstag- Vorstellung gilt als 28. Vorstellung im Freitag- Abonnement. Spielleitung Intendant Dr. Rolf P r as ch.
— Vortrag von Prof. Dr. v. Jafchke. Im Rahmen der Hessischen Hygiene-Ausstellung findet am Donnerstagabend in der Reuen Aula der Universität der dritte Lichtbildervorirag statt, der llch mit den KrebskranHeiten befaßt. 75 000 deutsche Frauen und Männer sterben in einem Jahr an der schlimmsten Volkskrankheit. Pros. Dr. v. Jafchke wird in feinem Lichtbildervortrag auf Einzelheiten dieser furchtbaren Krankheit eingehen, und es ist daher allen nur zu empfehlen, dielen Vortrag zu besuchen. Auf die RotwcndiHkeit zu pünktlichem Erscheinen sei besonders hingewiesen. (Siehe heutige Anzeige.»
— Zwcigverein Gießen vom Roten Kreuz. Die Hauptversammlung am Donnerstag, 28. April, findet um 20.15 Uhr (nicht 20.30 Uhr) stall.
— Die Gießener Frauenvereine veranstalten am morgigen Donnerstag. 16 Uhr, eine geschlossene Führung durch die Hygiene-Ausstellung im »Einhorn"-Saal. RähereS ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich.
M Der Frankfurter ® r e! 8f 6 m m thi far stellt feine Tätigkeit ein. Ende diese- Monat- stellt der Frankfurt« Beauftragte des Reich-kommiffar- für Preisüberwachung fest« Tätigkeit ein. Die Aufgaben der Preisüberwachung für Hessen und Hesfen-Rassau gehen mit dem gleichen Zeitpunkt auf die Länderregierungen über.
•• Vorzeitige Auszahlung bergen- ten für M ai durch die Postanstalten. Vom Postamt wird mitgeteilt Die Milltärver- sorgungSgebühmifse für Mai werden bereit* Donnerstag. 28- April, unb die Jnvallden- und Unfallbejüge Samstag. 30. April. auSgezahlt. Kaff entzünden von 8 30 biS 12 unb 14 biS 17 Uhr.
' SonntagSzüge Bab-Rauheim -- Rüdesheim und zurück Vom 1 Mai biS 16 Mai verkehren die SonntagSzüge Rr. 1103 Bad-Rauheim Rübe-Heim iBad-Rauheim ab 8 57 Ubr. Rüdesheim an 11.26 llhr) unb Rr. 1104 Rüdesheim—Bad-Rauheim (Rüde-Heim ab 19.58 Ubr, Bad-Rauheim an 22.29 LIHr)
*• Eine Reunzigjährige Am morgigen Donnerstag feiert Frau Pfarrer Brotz. wohnhaft Wartweg 12, eine der ältesten Einwohnerinnen unterer Stadt, in völliger geistiger unb körperlicher Frische ihren 90. Geburtstag.
1l)ir wollen
daß Ihre Anzeigen
für 'Sie irerben!
Bitte geben Sie sie frühzeitig auf, damit für eine wirkungsvolle, gute Anordnung des Satzes gesorgt werden kann
" Ein Achtzigjähriger Der Senior der Gießener Gartnerschaft, Herr Johanne- Schneider, feiert am 29. April in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar, der aus Rauborn (Kreis Wetzlar) stammt, gründete nach seiner Lehrlings- und Gehilfentätiakeit am 1. Oktober 1882 seine Gärtnerei am Schiffenberger Weq und sieht somit in diesem Jahre auch auf das 50jährige Bestehen seines Geschäftes zurück. AuS kleinen Anfängen heraus hat es ber Jubilar verstanden, mit seiner Gattin, die ihm alff treue £>elferin zur Seite stand, seinen Betrieb auf die heutige Höhe zu bringen. Im Oktober 1919 übergab Herr Schneider seinem Sohne Rudolf das Geschäft, das unter dessen Leitung in vorbildlicher Weise weiter ausgebaut wurde. Mit unübertrefflicher Tatkraft unterstützt der nunmehr 80jährige Vater seinen Sohn oud) heute noch nach besten Kräften.
’• VHC. Gietzen. Bei außerordentlich starker Beteiligung hielt — wie man uns berichtet — am Sonntag der DHE. Gießen sein 24. StiftungS- und Auszeichnungsfest auf der Karlsruhe ab. Wie der Vorsitzende in seiner Begrüßungsansprache erwähnte, hatte man daS Fest im Hinblick auf die Rot der Zeit in einfachster Form auS- geftattet. Unb daß man auch mit bescheidenen Mitteln eine Feier veranstalten kann, bewies der schöne Verlauf dieser Veranstaltung. In zwangloser Weise wechselten Musikstücke, gemeinschaftliche Lieder, Ansprachen und Heberrafjungen für die Kinder. Stürmische Heiterkeit erzielte eine von neun VHE-Schwestern vorgetragene humoristische Gesangsszene. Im Mittelpunkt der Feier stand die Auszeichnung ber fleißigsten Wanderer, die sämtlich mit Wandersprüchen bedacht wurden. Es erhielten die Auszeichnung mit der Radel 25: Charlotte Freundlieb mit 30 Wanderungen, Wilhelm Heinemann mit 26, Fritz Kühne mit 26, L. Rosenbaum mit 25, Friedel Siever mit 29, Leonhard Treusch mit 28, Hermann Wack mit 29. Margarethe Wadenpfuhl mit 27, Heinrich Förster mit 26 Wanderungen; mit der Radel 50: Rudolf Wadenpfuhl mit 53, Wilhelm Wadenpfuhl mit 54, Ludwig Kinzenbach mit 50; mit der Radel 75: Karl Reust mit 77, Rudolf Schwab mit 78, Dina Stahlhacke mit 77, Heinrich Schneider mit 86, Andreas Wagner mit 76; mit der Radel 100: Fritz Delitz mit 100, Alfred Betz mit 116, Anna Marg. HaaS mit 102, Paula Süsfel mit 100; mit ber Radel 125: Karl Grüger mit 126, Karl Währum mit 130; mit ber Ravel 150: Fritz Schwab mit 152; mit der Radel 175. Heinrich Klemmrath mit 195, Carl Plank mit 190, Albert Schneidmütter mit 175; mit bet Rabe! 300: Earl Faber mit 300, Ehr. Georg mit 304 Wanderungen. Rach Schluß des unterhaltenden Teils hielt Tairz die Teilnehmer noch lange bei lammen.
•• Blitzableiter nachsehen lassen! Die Statistik der letzten Jahre zeigt, bah in steigendem Maste erheblicher Gebäude- unb Sachschaden durch Blitzschlag verursacht wird. Einen sicheren Schuh gegen Blihgefahr bietet, wie bekannt, ein Blitzableiter, der aber — da- ist besonder- zu beachten — richtig angebracht und ordnungsmästig inftanb gehalten werden muh. Das letztere ist aber leider nicht immer ber Fall. Gerade durch eine derartige Vernachlässigung bei der Instandhaltung der Blitzableiter kann leicht gröberer Schaden durch einen einschlagenden Blitz verursacht werden. Es empfiehlt sich daher, von Zeit zu Zett, also alle vier bi- fünf Jahre unti nach allen Vorkommnissen, die auf die Beschaffenheit deS Blitzableiter- von Einflust sein tön» nen (Dachausbeiferungen, heftige Stürme. Blitzschläge usw.) eine Rachprüfung vornehmen zu lassen.
0er Wechsel in der Leitung deö Alsfelder Areisamtes.
WLR. Darmstadt, 26. April. Wie bereit» gestern mitgeteilt, ist Kreisdirektor Dr. Stammler- Alsfeld mit Wirkung vom 2. Mai zur besonderen Verwendung in da- Minister i um des Innern nach Darmstadt berufen. Mit ber vorläufigen Führung der Delchäste des Kreis- direttorS ist Regierungsrat Dr. Strack in Alsfeld beauftragt worden.
Schöne weiße Zähne
schon nach etrnnaBgem Putzen nist der herrlich erfrischend ichveckenden ^Thlorodont-Zahnpaste", schrrkdt uns ein Raucher. Tube 60 Ps. und 80 Pf Versuch überzeugt.


