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27 Fartletzung

JladjDrurf orrboten

gegen.

(Fortsetzung folgt.)

2m Anleihemarkt bestand dagegen eher Rachfrage. 3m Gegensatz zu den Aktien kann man r Scltngen S'fektenversteigcrung cr-

Btcltcn Kurse für festverzinsliche Papiere beinahe als Tageskurse ansprechen. Deutsche Anleihen lagen ziemlich ruhig, ebenso hatten Reich-schuld- buchs orderungen kaum Veränderungen auszu­weisen.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

in einem innigen, aber beherrschten Händedruck. Ohne daß sie beide noch weiter sprachen, wußten die beiden Menschen, was sie füreinander suhl­ten, was sie einander bedeuteten. Unb dieses Bewußtsein gab ihnen Straft.

Piund konnte sich auf 3.46'geaen den Dollar unter kleuten Schwankungen gut behaupten, gegen den Gulden fchloy es mit 8 60 ., gegen Paris mit 87.96, gegen Zürich mit 17.73. gegen Brüssel mit 24.84* , und gegen di« Re.chsrnark 14.70* ... Der Dollar zog zunächst weiter an. doch ging er am Spätnachmittag wieder auf seinen Stand von heute morgen zurück. Die Reichs­mark war weiter nachgebend, in Amster­dam 'chwächtc sie sich auf 58,42* , und in Zürich auf 120.60 ab.

Ich hab dir verzieh«!

Roman von Elolilde von Ltegmann» Stein. Copyright by Martin Feuchtwange r, Halle.

e-MPft tritt «.neu»

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Kaum hatte Hans Egon den Staatsanwalt ver­lassen, da surrten die Morseapparate, gaben ihre telegraphischen Zeichen in bim Aether hinaus, gingen bic Junksprüch« nach Stockholm, Pari-, Buenos Aires flogen Telephongespräche hin unb her zwilchen den Hafenbehörden in Hamburg und Stockholm, sandte man Anfragen an Damp­fe rlini en unb Schisfsbureaus, sowie an bie Zen­trale zur Bekämpfung des Rauschgifthandels in Gens.

Dichverwertungs.Genossenschast Äutzbach.

pb. Butzbach. 25. Ian. Die Bezirks- genossen s ch aft für Di«hv«rwertung ju Butzbach, e. D. m. b. H, hielt gestern nach­mittag im Saale des ..Deutschen Haufe«" ihre Generalversammlung ad. die sich eines starken Besuchs erfreute Der Vorsitzende des Aussichtsrats. Landwirtfchaftsrat Dr. Dienst, eröffnete die Sitzung und wies in groben Zügen auf das ab gelaufene Ge'chäftsjahr 1931 bin. das gerade kein günstiges zu nennen sei. Den Ge­schäftsbericht erstattete der Vorsitzende dcS Vor­standes. Landwirt Jtonrab Hildebrand XVI- Rieder-Weisei. Er betonte, daß infolge von Wit­terung-schaden. Ernteausfall usw. das 3ahr 1931 Scrabezu ein Katastrophenjahr zu nennen sei, t welchem auch die Viehpreise um beinahe 100 Prozent gefallen seien. Die Denosfenschast habe sich jedoch gut weiterentwickelt, der Mit­gliederbestand sei von 245 um 501 aus 746 Mit- glieder gestiegen, der Jahresumsatz habe 346 COO Mark betragen Er gab bann weitere Winke für den Ausbau der Genossenschaft, betonte, bah die Selbslverlicherung für Transport. Schlachtvieh usw. voraussichtlich eine weitere Einnahmequelle ergeben werbe. Ucbcr ben Geschäftsbericht fand eine längere Aussprache statt, an welcher sich der Vertreter des LandeSverbandeS. Landwirtfchast«- Lbrcr F r e ch - Darmstadt, und eine Anzahl Land­wirte beteiligten. Die Bilanz weist in Ein­nahme und Ausgabe 4235.99 Mark nach, worunter als größter Posten die De'chästSanteile mit 3727 Mark erscheinen, in der Gewinn- unb Verlust­rechnung erscheinen 3262.94 Mark. Der bisherige V o r st a n b würbe durch Zuruf wiedergewäUt. Gr besteht aus folgenden Mitgliedern: Landwirt Dg. Wilh. Vissel, Wilh. Philipps. Kon- rab Hildebrand XVI. Hinzugewählt wurde der Geschäftsführer LandwirtschaftSafsefor F a n e v. Aus dem Aufsichtsrat scheidet 3oh. Wilh. Burk sreiwillig aus. an seine Stelle tritt Karl Gottfried Burk- Ober-Mörlen. Der Ge­schäftsführer LanbwirtschaftS-As'essor F a n e t) gab einen interessanten llcberblid über die Ge­schäftsunkosten. ben Grobviehverkauf, bic Vieh- Vermittlung usw., woran sich eine lebhafte Aus­sprache anschloß. Zum Schlüsse wurde eine ®nt- schliehung dahingehend gefaßt, bah mit allen Mitteln dahin gestrebt werben soll, bah der Schlachtviehmarkt in Frankfurt a. M. künftig nicht mehr am Montag, sondern erst am Dienstag ab geholt en werden soll.

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Reichsbankdiskoni 7 o. k>

3m Park von Tannenaue stand ber neu an­gelegte Rosengarten in voller Blüte.

Kelch an 5told) btänglc sich in üppiger Fülle dem Sonnenlicht entgegen. Rosa unb bunkelrot. schneeigweist unb honiggelb blühte es in sinnvoller Anordnung unb mit seligem Lächeln durch- schritt Birgit die duftende Pracht, ein weih gekleidetes Kindchen vorsichtig geleitend: Rose- maric machte ihre ersten Schritte. Ihre strahlend blauen Kinderaugen wetteiferten mit dem Blau des Soinmerhimmels. 3hr unschuldiger Kinder­mund war halb geöffnet unb stieb leise, zwit­schern be Laute des Entzücken« aus. Mit rührender Unbeholsenh:it hob sie bic kleinen rosigen Bein­chen, bie in schneeweißen Schühchen unb kleinen weihen Seiben st rümpf chen steckten. 3n ihrem wei­hen buftigen Hängekleibchen spielten die Sonnen­strahlen, unb bad ganze kleine Wesen atmete so viel holbselige Unschuld, bah Graf Friedrich, der sich hinter einem Rosenbusch verborgen ge­fallen hatte, um bas reyenbe Dilb von Äinbcr» freube unb Mutterglück nicht zu stören, ben Atem anhielt.

Born Hause her klang ein Rus. Birgit wanbte !ich einen Augenblick zurück, unwillkürlich hatte lie ihre Hänbe ein wenig gelockert. Klein-Rose­marie, im eiligen Dorwärlsstreben, stolperte, unb märe gefallen, wenn nicht im gleichen Augenblick ®raf Friebrich hinzugefprungen wäre, um daS Äin' in feinen Armen aufzufangen.

Sin Erschrecken war über DirgitS Züge ge- -litten. Gras Friebrich lächelte glücklich, als er bas kleine Kinderherz gegen baS feine klopfen fühlte

.Birgit!" sagte er heih unb blickte ihr tief in Augen. .So wie ich bein Kind halte, so mochte ch auch

Ein jähes, schmerzvolles Erblassen floh über ne mädchenhaften Zuge DirgitS. Sie schloß einen Augenblick bic Augen, als verliehen sie bie Kräfte 5or der Erkenntnis, die befefigenb unb doch zu- jleich brobenb in ihrer Seele aufflammte. Einen Augenblick verharrte sie so. bann schlug sie bie Augen auf und blickte den Schwager klar an:

.Lieber, Guter", sagte sie, .wir müssen doch -art sein, denn nie wirst bu wollen, bah ich treu­los werde. Rie konntest auch bu ein Glück auf Unglück ober älnrccht auf bauen; dazu kenne ich M» zu genau!

.Du hast recht", ertoiberte Friedrich erschüttert. Heber dem gotoigen Blondhaar von Klein-Rose- warie fanden sich die Hände ber beiden Menschen

Geheimagenten wurden in Bewegung gesetzt, ohne bah DoloreS unb Griesen etwas von bem 2et} ahnten, baS PaoloS Rachsucht über sie gc- toorfen hatte.

Auch bie Konkursafsäre bes Hauses Lund würbe einer gründlichen Revision unterzogen. Bald stellte sich heraus, bah 6riefen auch hier ber böse Geist gewesen war. Seine Villa unb fein großes Bankguthaben in Stockholm sowie bei anberen Danken würben beschlagnahmt.

älnb bie Aufrvllung bes großen Prozesses Lund contra Griesen begann, ohne daß zunächst ber Konsul etwas davon ahnte.

Aus Schloh Tannenaue fuhren die ersten Ernte­wagen in bie hohen Scheuern. Hoch geschichtet tag ber Segen ber Fluren mattgelb auf ben Wagen. Lachenb unb kreifchenb blickten bic Mägde h«h oben von den aufgetürmten Getreidebündeln herab auf bie Burschen, bie auf ben Zugpferden ritten. Der Himmel leuchtete blau unb wölbte sich wie eine burchsichtige Glocke aus MarienglaS über ber sommerreifen Landschaft. Lerchen standen un» sichtbar in der heißen Lust; fangen bas süße Lied von Sommer, Sonnentrunkenheit unb Reifezeit.

Die lange Linbenallee legte bunfle, kühle Schat­ten auf ben staubigen Weg. Sie beschattete auch ben kleinen Iagbwagen. in bem Birgit ftanb unb auf bie Felber hinauSspähte. borthin, wo eine Hohe Mannergestalt bie Reihe ber arbeitenben Mäher abschritt. Jetzt lehnte sie sich mit einem 'rohen Lächeln in bie Ecke bes Wagens zurück unb wartete auf Graf Friebrich, ber nun mit ^astlschen Schritten quer über bas abgemähte Feld auf sie zukam.

Tchon von wettem winkte er ihr mit hoch er­hobener Hanb zu. Deiber Blicke entging e-, bah hinter bem Stamm einer besonberS großen Linde eine abgezehrte Wännergestalt verborgen stand und mit schmerzvollen Blicken hi.mberspähte.

Sin Stich wie von einem scharfen Pfeil war Hans Egon durchs Herz gegangen, als er die uebevosie Begrüßung ber beiben Menschen sah. Dem Schuldbelabenen muhte eS scheinen, alS wäre bas. was er sich in ben einsamen Monaten der Hcberfabrt auSgemalt. Wirklichkeit, als wäre Birgit die Gattin des Bruders geworden. Wenn auch eine letzte, wahnwitzige Hoffnung in feinem Herzen geblieben war, bah Birgit bie furchtbare Kränkung ihres Frauentums wie ihres StolzeS in ihrer großen Liebe hätte verzeihen fönnen, letzt, in diesem Augenblick, wurde ihm tüe Un­sinnigkeit und Vermessenheit seiner Hoffnung bewußt.

Borbei, dachte er. Sin lautloses Ausschluchzen erschütterte seinen Körper. Sr wartete, bis bet Magen mit ben beiden davongerollt war. Hinter der Staubw^ke her schritt müde ein einsamer Mann ben Mauern von Schloß Tannenaue ent*

Hans Egon hatte durch bie ungewohnte Arbeit in ben hei gen. engen Küchenräumen bes Dampfers einen Zusammenbruch erlitten.

Als ber Dampser in Lissabon seinen Heimat­hafen erreicht hatte, fanb man Hans Egon be­wußtlos in ber MannschaftSkabine vor. Seine Kräfte waren am Gnbe. Der Schifssarzt benach- richtigte bas Deutsche Konsulat, bas ben Kran- fen ins Hospital schaffen lieh. Er war besinnungs­los. Fieber wütete in seinem zermürbten Körper. Aus feinen wirren Reben konnte man nicht ent­nehmen, wer er war unb wohin er gehörte, zu­mal er keine AuSweiSpapiere bei sich hatte. Ma i wußte nur, bah er ein Deutscher war.

Wochen vergingen, unb es beburfte ber auf- opsembsten Pflege einer gütigen Schwester, eines erfahrenen ÄrzteS. ber feine Stubien herein ft in Deutfchlanb absolviert hatte, um HanS Egon dem Tode zu entreißen.

Der Sommer glühte erbarmungslos auf bie portuaiefifche Erde hernieber, als HanS Egon enblich baS Hospital verlieh, bläh unb ab ge­magert, ein paar Rotgroschen von ber Schiff-- heuer her in ber Tasche. Seine Absicht war, mog- liehst durch ein deutsches Schiff mit bem Ziel Hamburg ober Bremen in die Heimat zu ge­langen. Hatte ihn doch nur der eine Wunsch am Leben erhalten, den Schurkenstreich des Gauner­paares aufzudecken und damit seinen Hamen von dem schlimmsten Verdacht au reinigen.

Rach manchen vergeblichen Bemühungen er­klärte sich endlich ein deutsche- Handelsschiff be­reit, ihn mitzunehmen, weil ber Gehilfe des Kochs erkrankt war.

Sv landete er denn nach mehrwöchiger Fahrt, bie ihn über englische unb hvllänbifche Häfen führte, in Hamburg.

Dort war fein erster Weg zur GerichtSbehörbe. Er war sich bewußt, bah er einen schweren Gang vor sich hatte.

Würbe man ihm glauben, ihm, der ohne Pa­piere unb Legitimation bie furchtbarsttzn Anfchul- bigungen vorbrachte? Würben PaoloS Doku­mente auSreichcn, um bie Entlarvung ber Schul­digen her beizuführen? Würbe ber StaatSanwalt auch wirklich zugreifen, um bem Konsul zu feinem Recht unb zu seinem verlorenen Vermögen zu verhelfen?

Etunben um Etunben umquerte Hans Egon baS AmtSgebäude, bis er ben Mut hatte, sich bei bem StaatSanwalt zu melden. Lange muhte er warten. Endlich führte ihn ein Beamter durch bie Hallanden Gänge des Gebäudes in ein grohes, kühles Zim­mer, in dem der Staatsanwalt arbeitete.

Bamag-Meguin AG.. Berlin. Die Genecalversammlung der Bamag-Meguin AG, Derl.n, genehmigte einstimmig den Abschluß für 1930/31, ber nach Verrechnung bes Gewinn­vortrages aus 1929 30 von 93 808 Mk. einen Verlust von 2 064 336 Mk. ergibt. Der Verlust wird durch Heranziehung bes gesetzlichen Re- fervefonbs von 400 000 Mk. gedeckt unb der ver­bi« benbe Rest von 1 664 336 Mk. auf neue Rech- nung borgetragen. Die Generalversammlung ge­nehmigte ferner bie Herabsetzung bes 12 Mil­lionen Mark betragenen Aktienkapitals auf b Millionen Mark gegen bie Stimmen eines Kle.nakt.onärS unb beschloß die Wiebcrerhohung de« Aktienkapital- um 530 000 Mk.

Frankfurt, ruhig und abwartend.

Franks urk a.M, 26. 3an. Tenbenz: abge- fchwachk Rachbem bereits im gestrigen Rach- mittagsverlebr auf Realisationen in ben Haupt­werten leichte Kursrückgänge zu verzeichnen waren, lag der heutige telephonische Essetten- sreiverkehr ziemlich ruhig unb abwar­tend Die ©runbflinununa war zwar nicht un- sreundlich. doch war nach den starken Steigerun­gen eine etwa- schwächere Tendenz nicht -u verkennen. Die Spelulation und auch das Publikum schritten in Spezialwerten zu kleinen Gewmnmitnahmen. bie bei ÄG -Farben unb eini- gen Werten Rückgänge bis zu 1.5 Prozent zu Der- ze.chnen hatten 3in übrigen war die Kurs­entwicklung nicht ganz einheitlich. Während Montanaktien meist um 0.5 bis 1 Prozent an- Sichen konnten. lagen von Eie trizität^wcrtcn Licht und Kraft, AGG unb Schuckert in gleichem AuS-

Rundfunkprogramm.

Samstag, 30. Januar.

7.20: Frühkon^rt 10.20 bis 10.50: Schulfunk: .Kunstlied und Volkslied". 12.05: Konzert. 13.05 (Don Köln): Konzert. 15.15: Stunde der Jugend. 16.20: RachmittagSkonzert des Philharmonischen Orchester-. 18.40: .Internationale Sozialversiche­rungsprobleme und bie bevorstehende Arbeits­konferenz in Genf", Vortrag von Professor Prib* ram. Frankfurt a. M. 19.05: Spanischer Sprach­unterricht. 19.35: ,Don ber Arbeit bes VDA. unb deutscher Rot in den Schwarzmeergebieten. 20: (2lus Wien): Reich-sendung. Oesterreichischer Hei­matabend.

Besserung des I8eichsbankstaius.

Berlin, 26.3on. (WTB. Funkspruch.) Rach dem Ausweis der Reichsbank Dom 2 3. Januar bat sich in ber britten Januarwoche die gesamte Kapitalanlage ber Dank in Wechseln unb Schecks. LombarbS unb Effekten um 202 6 Millio. neu auf 3677,5 Millionen Mark verringert. Zm einzelnen haben die Destänbe an HandeiSwech- , um 180.7 Millionen auf 3406.9 an Deichsschatzwechseln um 16,5 QBUL auf 6,9 Mill. Mk. unb bic ßombarb- bestän^ um 5.4 Mill, auf 103 1 Mill, ah'ennmmen.

An Reich^b nknoten und 2 entenban sch ne z - himmen finb 189.9 Mitt. Mk. in bie Xas.en Jet ReichSbank zurückgeslossen. unb zwar hat sich ber ^?J,4^1anrnolcn um 183,6 Millionen auf 4198,0 Mill. Mk.. berjenige an Rentenbank- fchclnen um 6.3 Mlll. auf 405.9 Mill. Mk. verein- öfrt- ^lcxL3erü(,lt4li9un9. daß in ber De- iiÜtitDoiK Rentenbankscheine in Hohe von 01 Mlll- Mk. getilgt worben finb haben sich die Dc- ??^^-d^r Reichsbank an Rentenbankscheinen auf fif Die fremben Gelber zeigen

"lit 370J OTtIL Mk. eine Abnahme um 136 Mil­lionen Mark.

^ie Destänbe antbolb unb bedünge- fähigen Devisen haben sich um 13,4 Millio­nen auf 1107.7 Mill. Mk Derrn inbert. 3m etiuclnen haben bie Golbdestänbe um 9 8 Mill aus956.4 Mill. Mk. unb bie Destänbe an bedünge- ^higen Devisen um 3,6 Millionen auf 151,3 Mill. Mark abgenommen.

Die Deduna ber (Hot en durch Gold unb deckung-fähige Devisen beträgt 2 6,4 Prozent gegen 25.6 Prozent in ber Vorwoche.

Holzversteigerungs > Termine.

Donnerstag, 28. Januar.

Staatliche Dberförfterel Krofdorf: Zusammenkunft im yreundschcn Saale zu Krofdorf. 9 Uhr

Bürgermeisterei Cid): Zusammenkunft am Streu» zungspunkt der Nieder.Dessinger und Gänsweid- schneise. 10 Uhr.

mab niebriger, bagegen Desfürel und Siemen- gut behauptet. Für uieichsbankanteile erh.elt sich noch 3ntecesse bei bis zu 1 Prozent höherem Kurs, wogegen private Dankaktien vernachlässigt waren unb zum Teil eher etwas schwächer ten- b.ertön Don RebTnwerten blieben Scheibeanstalt unb 3D -Ehemie-Dasel aus bem gestrigen Riveau gefragt.

?? Xenlenmartt ergaben sich zunächst auf fast allen Gebieten nochmalige Desierungen um bi8 iu 0,5 Prozent Gegen Mittag kam jedoch etwas Material heraus. baS nur bei weichenben Kuzfen aufgenommen würbe, per Saldo blieben gut behauptet Erwähnenswert iR das anhaltende 3ntereife für rheinische Werte am Markte der Kommunalobligationen, sowie für wurttembergifche 3nbustrie-Obligationen

Die etwa- schwächere Tendenz de- VormittagS pragte sich im telephon schen Rachmittag-verkeyr von Dureau zu Dureau stärker aus. was mit weiterem S l a t t ft e l l u n g - b e d ü r s n i S sowohl der Spe,ulat'.on, als auch der Kundschaft motiviert wurde. Die eher festeren Kurie von den Auslandbörfen Hieben unbeachtet. Dei aller- v ng- weiter ruhigem Geschäft gaben ReichSbank, Siemens und 3D -Farben bi- zu 3 Prozent, bic übrigen A.t.en werte, jetzt auch Montanpapiere, bl« xu 1 Prozent nach Der festverzinsliche Markt dl cb gegenüber bem Attienmarkt auf dem Mit- tag-n.ve u b:haupt:t. nur RcichSschuldbuchforbe- rungen schwächten sich erneut um etwa 0,5 Pro­liant ab. Dagegen waren Franlsurler Hypo- the.cnbankwerte ge'ucht unb etwas höher, jedoch bei sehr kleinem Umsatz.

Am Geldmarkt war TageSgcld zu 6 Pro­zent leicht.

Berlin erholt.

Dcr li n. 27. 3an. (WTD. Funkspruch.) Rach- dem schon gestern abend in ben Hauptwerten üHcbcr mchrprozcntigc Erholungen eingetreten waren, seit bekannt wurve. baß die deutschen DondS in Reuyork fest tagen, übertrug sich die Geschäftigkeit auch auf ben lyni- tigen Frei verkehr, obwohl die p o l i t i s ch e Ent­wicklung keine Dcränberung erfahren hat unb bic englisch-französischen Verhandlungen über baS Ab halten einer ÄeparationSkonfcrenz gewissermaßen auf bem toten Punkt angelangt finb.

2luch heute war bas Kaufinteresse zwar nicht übermäßig groß, es fehlte jeboch. besonders in ben Hauptwerten, fast völlig an Angebot, so baß 1- bis 2prozentigc Kursbesscrungen gegen bic gestrigen Höchslkursc keine Seltenheit waren. Die Führung hatten wieder ReichSbankanteile, die hierbei erstmalig feit langer Zeit wieder die Parigrenze überschreiten konnten. Ferner standen die in Derlin gehandelten Auslandwerte (Ehade, Svenska. Otavi. Arbod-Donds usw.) im Vorder­gründe des 3ntcrcffc«. wobei bei Svenska neben bem Dalutacharakter sicherlich auch bie feste Hal­tung ber Kreugertwcrte an ber gestrigen Börse eine Anregung gab. Dagegen hatten die übrigen Märkte auffallend ruhiges Geschäft. Dankaktien und Montanpapiere lagen weiter ziemlich ver­nachlässigt. Es konnten zwar Papiere, wie Ehar- lottenburger Wasser. RWE.. Salzdetfurth. Leon­hard Tietz usw. ebenfalls mehrprozentige Kurs- aewinne verbuchen, die hierbei getätigten Umsätze standen aber in keinem Verhältnis zu dieser Steigerung. DemerkenSwert schwach tendierten SchultheiS-Aktien, die etwa 3 v. H. niedriger an­geboten waren, wobei man von Exekutionen sprach. Auch Reichsbahnvorzugsaktien waren auf ben 16prozentigen Einnahmerückgang der Reichsbahn und Bemberg auf ben ausge^^enen 7-Mill - Derlust niebriger im Hanbel. Letztere lagen heute fast 5 v. H. unter Aku. nachbem |ie gestern mittag noch säst gleichgestandcn hatten.

«fvaittmrtcr WctrciDcbörie.

Frankfurt a. M., 27. 3an. ES wurden no- tl«rt: Weizen 1. gut. gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 240; Roggen 223.50 bis 225- Sommergerste für Brauzwecke 185 bis 190; Hafer, inländiIchor 150 bis 155; Weizenmehl, fübdeutsches Spezial 0 mit AuStauschweizen 36.25 bis 37 25- Sondermahlung 34.50 bis 35,50; Weizenmehl', niederrheinisches mit Austauschweizen 36,25 bi« 37; Sondermahlung 34.50 bi« 35,25; Roggenmehl 30,75 bis 31,75; Weizenkleie 8.65; Roggenkleie 9.25. Tendenz: ruhig.

Die gestrigen Devisenmärkte.

Berlin. 26. 3an_ (WTB.) An den inter­nationalen Devisenmärkten konnte sich daS eng­lische Psund heute kräftig erholen. 3n der Hauptsache trug hierzu die Mitteilung bei. vaß d:e Dank von England bic restlichen 30 Mil- honen Pfunb an b.e Dank von Frankreich unb bie Sebetal Reserve Dank auf jeben Fall am 11. Fe­bruar zurückzahlen wird, ohne daß ber ®olb- beftanb ber Dank geschmälert wird. Das Der» trauen in das Pfund ist hierdurch inter­national natürlich gestärkt worben, unb der KurS zog heute vormittag von 3,433. 4 gegen den Dol- ^ar»a^ 3,46'/a an. Gegen ben Oulben befestigte es. ''-ch aus 8.6F/4, gegen Paris auf 88.12. gegen Zur ch auf 17,75* '>. gegen 03rüffti auf 24.86* . unb gegen die Reichsmark auf 14,69 (gestern Sch-uh 14.58). Der Dollar hat sich heute epenfalls international etwas gebeffert. dagegen konnte sich bie Reichsmark nur knappbehaupten, sie stellte sich in Amster- bam auf 58.75*/$, in Zürich auf 120,85 unb in Paris auf 599.

,2lm Rachmittag waren größere Veränderungen nicht mehr zu beobachten. Das englische

Beinah eine Stunde blieb Hans Egon bei dem ^Beamten, ber ihn zuerst kühl unb mißtrauisch, bann mit immer wachsenber Aufmerksamkeit ange­hört hatte. Zwischenburch hatte ber Staatsanwalt mehrfach telephonische Auskünfte eingeholt, sich dicke Akten herb ei bringen lassen, in denen er während des Berichts von HanS Egon blätterte, verglich unb Rottzen machte. Schließlich reichte er Hans Egon bie Hanb.

-Sic haben den deutschen Behörden einen wert­vollen Dienst erwiesen. Herr Graf. Wir haben schon lange Verdacht auf allerlei Personen, bic in ben großen Kokainschmuggel verwickelt sind. 3edoch eS fehlten noch gewisse Beweise, um zuzu­fassen. Diese Beweise glaube ich nun burch ©ie erlangt zu haben. Wir bitten Sie. sich uns zur Verfügung zu halten, sofern wir Rachfragen halten.

Das Betrugsmanöver gegen Herrn Konsul Sibelius, dessen Rame auch bei unS einen guten Klang hat, muß gesondert geprüft werden. Sollte sich auch hier Positives ergeben, so würden wir uns sofort mit der schwedischen Staatsanwaltschaft in Verbindung setzen. Es wäre dann zu hoffen, daß man das Vermögen dieses f»genannten Ban­kiers Eriesen mit Beschlag belegen lassen kann."

Hans Egon verließ das Gerichtsgebäude alS ein anderer Mensch Zum ersten Male hatte er wieder das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Er kannte den Eifer und die Gründlichkeit ber deut- schcn Behörden. Er wußte. eS würde alle« ge- schehen, um den Betrogenen zu ihrem Recht zu verhelfen, bie Schulbigen jeboch ihrer Bestrafung entgegenzuführen.

Wenn es ihm gelingen sollte, bas alte HandelS- hauS Sibelius burch bie Rückerstattung bcS Gelbe« wieder zu seinem alten Ruhm zu bringen, so war ein kleiner Teil ber Schulb gesühnt. Ganz würbe diese Schuld freilich nie von ihm genommen werden, das erkannte er klar. Wer eine Birgit SibeliuS verraten hatte, der durfte nie toieber hosien. von ihrer Liebe begnadet zu werden.

Vielleicht durste er das eine hosien, daß sie ihm vergeben würde, wenn sie von seinem Leidens­wege, von feiner Reue erfuhr. ES war der letzte und fchwerste Schritt, ihr unter bie 2Lugen zu treten, um ihre Vergebung zu erwirken. 2lder dieser Schritt muhte getan werden, sofern noch ein Funke Ehre in chm lebte.

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4.22

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2.49

2.11

80.94

81.26

81.94

82.26

35.23

35.37