Ausgabe 
26.11.1932 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

M

W.-IIIIW OfrEOH

Hier

suchte auf gld^e' Tracht.

26 stortletzung

Nachdruck verboten

lFortsehun- folgt.)

wei(i^Mpft&istisc&,

<Us ist lidsbStä

ODEON

Dr. med. Ernst Domm

8297 D

OlnltMbare

Lang-Göns

Nidda

Statt Karten!

November 1932

06892

06914

8343 D

Nieder-Deisel

Konsisloplerei König

Großen-Äuseck, im November 1932

8350 D

06950

Aeuchelheim

Wolfenbüiiel

den 26. November 1932

Gießen

Med. Univ.-Klinik

Karl Berg und

Frau Marie, geb.Beppler

Die Verlobung unsererTochter Mariechen mit dem Dr. med. Herrn Ernst Domm beehren wir uns anzuzeigen

Meine Verlobung mit Fräulein Manschen Berg gebe ich hiermit bekannt

"''st«

Führer aus den Werken einstellen würde, um meiner Erfindung zum Siege zu verhelfen. Bete für mich, daß die kleine .Wassernixe' uns Ehre macht, dann gewinne ich den Preis. Ss geht ja nicht um mich, es geht um den Ruhm der Dremer- werke, die der Vater geschaffen hat."

und Maschinenteile und Weise die andere unbekannte Ein leiser Laut, halb der der Empörung kam von ihren dieser Jacht fand sie alle Erfindungen, bei dem Wettbewerb ousprobiercn wollte,

hatte sie ein ganz klares Bild von dem Plane Schurken.

Man hatte die neuen Versuchsmodelle nicht in Kurts Doot eingebaut, sondern in das Doot d« norwegischen Firma. Wenn dies Doot siegte, so würden die Norweger morgen die Summe 'der Landschaftsbank ausbezahlt bekommen und konn­ten sofort die Patente erwerben, noch ehe Kurt den ungeheuren Betrug vereiteln konnte.

Ein Schwindel ergriff sie. Nun fühlte sie die entsetzliche Kälte durch ihre Kleider wieder durch die Glieder niederrieseln. Aber sie durfte nicht schwach werden noch nicht.

<5ie kletterte ins Doot, zog den Hebel an, der Motor begann zu arbeiten ganz leise, geräusch. los fast, Kurts Erfindung. Der Motor leistete viel mehr, als Kurt je geahnt. Er war der Helfer zum Gelingen.

Leise glitt das schmale Doot, von Erikas Hän­den gesteuert, hinaus, hinaus in den dunklen, murmelnden Fluh.

Sie sah, zusammengeduckt, am Steuer. Ihre Hande umftommerten das Metall mit verzweifel- Ja Energie. Nun hatte sie das Freie gewonnen, schaltete die höchste Geschwindigkeit ein: wie ein dunkler Pfeil pflügte das dunkle Doot die dunkle Wasserfläche. Der Wind pfiff ihr entgegen. Sie schauerte zusammen: die Zähne schlugen ihr hart aufeinander.

-Üc mrs. Noch war man nicht in Sicherheit, noch durfte sie nicht schwach werden 2-urr M nu* weiter muhte man, wenn auch Rresenkalte und nun ein jäher Hitzeschauer durch öen Körper jagte. Wenn auch vor dem Auge Flammen und Feuerräder zu tanzen schienen, wenn auch die Weiden am Ufer wie drohende Ge­spenster mit dürren Armen nach ihr zu langen schienen die Wolken wie riesenhafte Tierfratzen herniederdrohten, mit aufgerissenen Mäulern -- weiter, immer weiter durch den nächtlichen Wind immer weiter! *

Sie muhte die Dootsstation vom Wasserbauamt der Kreisstadt erreichen, wo viele Freunde vom Drernerwerk wohnten.

Erika kauerte am Steuer. Sie fühlte ihre Hände nicht mehr. Sie fühlte sich selbst nicht mehr. Da war nur das Doot, das Doot des Geliebten, seiner Hände Werk, das in dem Doot lebte und atmete, und das man ihm stehlen wollte. 3mmer schneller jagte es dahin. Die Ufer flogen vorüber

Vermählte:

Fritz Sonntag und Frau Elli, geb. Balser

Familien-Drucksachen Verloöungsanzelgen bei Brühl. Schulstraße ÄZ',oen

Verger Mühle (bei Muschenheim)

26. November 1932

3f)re Verlobung beehren sich anzuzeigen

Margarete Huffer August Niemann

Für die anläßlich ihrer Hochzeit ertöte- senen Aufmerksamkeiten banken herzlichst

Heinrich Seipp

und Frau Anna Seipp, geb. Stephan

3hre Vermählung geben bekannt Artur Schneider und Frau Ilse, geb. Böse

3hre Verlobung geben bekannt

Ottilie Krausgrill Heinrich Hofmann

Halbdaunbett. Mit Kiffen 15,-. Preist. £r- Kirschberg, Berlin W. 30. osssa

Der Ton lebt Die Künstler stehen greifbar vor Ihnen und bereiten Ihnen Genüsse erlesenster Art. - Verlangen Sie LINDSTROMS

ODEON-Platten undMusikapparofe erhält!, in jedem guten Fachgeschäft

8348 D

Seiner Hände Werk Noman von Moihil-e vvn Stegmann-Stein. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale)

Hören Sie, bevor Sie kaufen

3£oitirig- Dynamische Lautsprecher

3törting- Rundfunkgerätfi

Durch den Fachhandel zu beziehen. - Preisliste durch P. Lehmann Vertrieb, Frankfurt a. NU Mainzer Landstraße 87/89. Tel. 76385*

MÖBEL

bester Qualität -

schöne Modelle zu billigsten Preisen I

CARLSTUCKRATH

_____Asterweg 47 8168D

d. h. kramp fader ähnliche Bein, beschwerden ohne äußere Merk- male sind sehr verbreitet, die Lei­denden wissen nicht, daß es eine einfache sichere Hilfe gibt. Der gummilose Kompreß - Strumpf

..GR A ZI AN A beseitigt alle Beinbeschwerden, wie bleierne Schwere,Müdigkeit. Schwellungen usw. und macht die Beine wieder jung. Er trt leicht, porös, unsichtbar Wer Beinschmenen hat. mache gleich einen Versuch. Geschulte Bedie­nung erklärt Ihnen gern dieses vollendete Hilfsmittel, ein Er- stugnis der Ref ormwartn- Werks tzWM

Nur zu haben im

TH ALYS IA-

Ansch I u B-Reform h a us

Inh.: G. Schlumberger Gießen, Seltersweg 52, Ruf 4174

7988 V

Unsichtbare Reparaturen von Schäden aller Art in Kleidern und Teppichen jetzt 1

Färberei Braubach £ Fischer

Seltersweg 46 8311 d ,

^ich (Oberheffen) Äeiienhausen (Kreis Gloßen)

Partenheim (Rheinhessen) Badenheim a. Rh.

Gießen, Zozelsgasse 9 Offenbach a. M.

November 1932

jXV1 müssen Sie sich I AxxPasWort einp;äfien' wenn Sie Ihre

FDCU/HUI Htihncraugen EDE rv VI ML los sein wollen. Hähneraugen-Lcbewohl Blechdose (8 Pflaster) ~ P»-- 10 Aroth«1e° u- Drogerien. Sicher zu haben, 1 Med.-Drog, flaue Hindenburg, H. Elgee, Seltersweg 68a; Löwen-Drog. W. Kllbmger Nacht, Seltersweg 69; H. Noll, Ludwigsplatz-Drogerie u. Neustadt-Drogerie; Oennanla- Orogen« C.SeibeC FrankfurterStrafla 36; 0. Winterhort, I Drogerie, KreuzplaU 810. ^629 V

u .' «Hof '(

Eilig ging sie hinaus, eng an die Seite der burfte lie hier nicht sehen alles konnte dann verloren sein. Als sie GMoAKir tpa6tejie noch einmal durch die - nein, Jvarsen hatte sie nicht bemerkt. ?re?&cn zusammen eifrig über d^n^Drtef gebeugt, den sie ins Hotel gebracht «JPA. lief Erika über den Fahrdamm. -setnatz Ware ste unter die Räder eines Autos gekommen, das der Chauffeur im nächsten Augen- oltck noch nnt einem Ruck abbremsen konnte. Sie sah und hörte nichts. 3n ihr war nur der eine Z5.^ke: Ivarsen war es. Ivarsen war im Jr seltsamen und unheimlichen

Geschehens! Ivarsen war es, der den Diebstahl m der Versuchswerkstatt ausgeführt oder ange- sttftet hatte. Er steckte unter einer Decke mit der Konkurrenzfirma. Die Dremerwerke hatten einen Spion im eigenen Haufe, und dieser Spion war der Schwiegersohn, der Vertraute und Bevoll- mächtigte von Kurts Stiefmutter. Er hielt die Faden in der Hand, er gebot über das 'Bremer- tocrf,_ über Kurts Erbe. Wenn man ihn nicht unschädlich machte, dann war alles verloren das Drernerwerk und Kurts Zukunft.

Erika sah sich, wie aus ihren jagenden Ge- danken erwachend, um sie war in einer voll­kommen unbekannten Gegend, und nun fühlte sie er?, wie erschöpft sie war. Es war längst Zeit, wieder ins Düro zu gehen, aber daran konnte sie letzt nicht denken. Cs gab nur eins für sie auf der Welt: Man muhte verhindern, daß Kurts Derk vernichtet wurde.

Sie fragte einen Schupo, in welcher Gegend sie sich eigentlich befinde, dann lief sie, so schnell sie konnte, zu der Straßenbahn-Haltestelle, die der Deamte ihr bezeichnete. Sie mußte nach Hause, in Ruhe überdenken, was zu tun war.

Endlich war sie daheim. Das erste, was sie sah, war ein Brief von Kurt. Sie riß ihn auf.

»Liebe, kleine Erie!" schrieb Kurt. »Du als erste sollst es wissen: Morgen wird mein neuer Motor in die Jacht eingebaut, übermorgen fährt die Zacht zur Prüfungskonkurrenz nach Hamburg. Eigentlich wollte ich sie ja selber führen, aber ich habe hier für meinen Professor eine wichtige Arbeit zu machen. Und mein Schwager hat mir versichert, daß er einen besonders guten neuen

{l,lvinÄut<

Knabeninstitut Lucius

Sorsihau« bei dchzell, Oberheffea. <473 D ^khung und Bildung von Zungen zwischen 10 und 16 auf Inbip. Grundlage. Alle Vorzüge eined Lonv J* Itf>n>laniem<t em Unierridit und sorgf.Sr, ehung zu Seibstänblgkei, unb pflichtbewußt ein. Kerne rrloal« stunden erforderlich. (StriaUnterfeLOb..NcaIsch. u. Jtea'» gnmnasiurn. Nein Ztlioeriust. Umschu ungen. Ge<unbe Lage an audgedehnien Waldungen. Lnfrag n an vr. Luciu«.

£uife porth Theo Däulke Verlobte

Äad.Nauheim Gießen

Hauptstraße 93 Wolfstraße 31

am 27. November 1932

Gräne Li

Ipiiihül jS^tplatz........

......

Zweimal las Erika den Brief des Geliebten. Gr konnte auch nicht mehr zur Zeit hier fein. Es galt, selbst zu handeln. Noch wußte sie nicht, wie Jvarsen und jener andere ihre Pläne aus­führen würden, aber daß bis morgen eine Ent­scheidung fallen mußte, war ihr klar.

Erikas Gesicht zeigte einen Zug von harter Entschlossenheit. Schnell setzte sie sich hin und schrieb ein paar Zeilen an den Vater, er möge sich nicht beunruhigen, wenn er sie heute abend beim Heimkommen nicht fände. Sie hätte in Vertretung für die Sekretärin des zweiten Direktors mit die­sem zu einer auswärtigen Konferenz fahren müssen, aber sie würde bestimmt morgen abend wieder daheim sein.

Dann ging sie an den Schrank, in dem ihre Sachen verwahrt waren, nahm einen kleinen Kar­ton, packte einiges von ihren Sachen und einen Schlüssel hinein und holte aus der verschlosse­nen Kommode Geld heraus. Sorgfältig machte sie darauf für den Vater noch das Abendbrot fertig: er sollte nichts vermissen, und sie hatte ja auch noch Zeit.

Endlich war sie fertig. Das Abendbrot stand in ter kleinen, blitzsauberen Speisekammer, das Schlafzimmer des Vaters war für die Nacht her- grrichtet, alles, wie ter Vater es gewohnt war. Darm überlegte Erika noch einen Augenblick und schrieb im Stehen schnell noch ein paar Bleistift- jeilen, die sie in einen Umschlag steckte. Dann lief sie eilig hinunter.

Einundzwanzig st esKapitel.

Es war eine stürmische Märznacht. Heber die Landstraße, die vom Bahnhof von M. am Fluß entlang führte, kam eine schlanke, jungenhafte Gestalt im Trainingsanzug, die Mütze tief in die Stirn gezogen. Diese Gestalt bog an dem kleinen Feldweg ab, ter auf eine Halbinsel führte. Die Vteidenbüsche schlugen in kaltem Märzwind ihre kahlen Zweige zusammen, die Schatten der Wol- ten flogen über den bald hellen, bald dunklen Himmel. Kein Mensch war weit und breit nur das Wasser unter der kleinen Holzbrücke gluckste und strudelte murrend.

Die Gestalt im Trainingsanzug ging im Schut­en ter Bäume geduckt entlang. Einen Augenblick tand sie, vorsichtig spähend, da: der Mond be­schien em geisterbleiches, aber entschlossenes Mäd- chengeficht.

Eine kleine, feste Hand probierte an dem Schloß, das das Brückentor abschloß es öffnete sich nicht. Das Mädchen überlegte einen Augenblick, sah hinunter zu dem dunkel strudelnden Fluß, warf den Kopf mit einer entschlossenen Bewegung zurück.

Dann entledigte sie sich der Schuhe und warf sich, mit einem Sprung in die eisigen dunklen Stuten.^ Einen Moment glaubte sie zu erstarren. Toteskälte kroch ihr an das junge, tapfere Herz Die Füße wurden fühllos und schwer wie Blei aber ter zähe, verzweifelte Wille wurde Herr über den Körper, der in der Erstarrung der Raub der gierigen Fluten zu werten drohte.

Ein paar starke Schwimmtempi und die Füße bekamen wieder Leben. Mit einigen starken Stoßen schwamm das Mädchen hinüber, unter der kleinen Holzbrücke durch.

Im Munde hielt es in einem wasserdichten Deutelchen einen Schlüssel: es war der Schlüssel zum Dootshaus, den Erika einst von Kurt be­kommen und in ter Eile des UmjugeS mitgenom­men hatte.

CTenige Sekunden später lag dunkel und still das Bootshaus der Bremerwerke in ter unge­wissen Dunkelheit. Mit ein paar Schlägen war Erika am Ufer, das Herz schlug wie eine Pumpe. Sie spürte nicht die eisige Kälte, die in ihre Glieder stieg.

Ler verzweifelte Wille, Kurts Werk zu retten, siegte über den Körper. Schon hatte sie mit dem Schlüssel das Geheimschloß des Bootshauses ge­öffnet ein Griff an einen Hebel und die hölzerne, eisenbeschlagene Jalousie rollte empor die die Ausfahrt aus dem Bootshaus bewachte.' Erika lauschte angstvoll... Nein, im Hofe, der jenseits hinter dem Bootshaus sich dehnte, war alles still. Das Geräusch des Wassers nahm den Laut hinweg.

Leise schlich Erika mit nackten Füßen durch den Raum. In einer Ecke, das wußte sie, lagen immer ein paar Taschenlampen bereit. Auch jetzt fehlten sie nicht. Bei ihrem schwachen Schein er­kannte Erika zwei Boote. Das eine war Kurts geliebte kleine.Wassernixe', das andere das neue große Rennboot, von dem Kurt ihr geschrieben' in dem seine neuen Apparate zur Schnelligkeit^ Verbesserung eingebaut sein sollten. Cs hatte den Namen .Liebe' bekommen.

Und neben diesen beiden lag ein drittes Doot, das Erika nicht kannte. Dies Boot hieß .Erfolg'' Schnell und geschickt öffnete Erika mit ein paar Instrumenten den Maschinenteil des neuen Renn­bootes .Liebe' aber so sehr sie auch mit ihrer Taschenlampe das Innere ableuchtete, nichts von den neuen Apparaten Kurts war darin zu ent­decken. Sie schloß die Haube wieder über Motor

Deutschs

Eich. Hartholz

5 Ztr. v. Wa. 5 ZRJt Anmachbolz

ver Wagen 6 JiJt Sägmehl zum räuchern.

frei ans Haus.

ftür (Ärverbslose Hartholz L Zentner 60 Pf. ab Hof.

&nL Wellböfer. Tel. 2313. Marbur- ger Str. 24. sssoD, Puppenstubentapeten I so«. Tapetenteppiche in großer Auswahl, Stuck 25 Pf.lgiosl)

Tavctenhaus Hch. Dreiling, Bahnhofstr. 29.

EIRTNSTT CHAILILIIIEIR»NIEUIE1NWIE<C. il£)

Giebener Kons

Sonntag, 27. November 19

Neuen Aula der I

Zweites Ko

MARTA

aus Berlin 0 Am Klavier: Paul Mei Werke von Bach, Bee Dussek,Tartini,Pagai Brahr DerBechstein-Konzei haus Schönau, Eintrittskarten 2,3 un Challier und abends i dentenkarten IMarkb Ritter und im neuen Sti

Schützt

Sonntag,vonlbUh

Familien.

Has im Topf m

Nene und gebrauct

Kli

empfiet Zahlung

Georg Ebert, Kh Gießen, Ludwiästr.

__Hein Lad HW ^Wringmaschinen