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rüttelt tver-en. Die Wirtschaftsnot mutz mit anderen Mitteln bezwungen werden. Sorgen wir, daß die geringen, noch nicht dem mechanistischen und liberalistischen Geiste geopferten menschlichen Werte erhalten bleiben.

Oberheffen.

Lanvrreis Gießen.

§ Daubringen. 25. Mai. In der letzten Zeit hielten sich in dem wiesenreichen Lumdatale in der Nähe unseres Dorfes öfters eine Anzahl Störche auf. Einige Naturfreunde von hier schlossen daraus, datz es denLangbeinen" viel­leicht an geeigneten Nistgelegenheiten fehlen könnte, und scheuten nicht die Mühe, auf dem Dach einer an die Wiesengründe angrenzenden hohen Scheune ein Wagenrad mit aufgelegten Ginsterreisern zu befestigen. Wenn auch infolge der vorgeschrittenen Jahreszeit wohl in diesem Jahre eine Besiedelung der Nistgelegenbeit vor­aussichtlich nicht mehr stattfinden wird, so ist doch für das kommende Frühjahr Vorsorge ge­troffen, datz unser Dorf dann hoffentlich auch ein Siorchenpaar aufnehmen darf.

v Londorf, 25. Mai. Der Spar- und Dorschutzve.reinN a b e n a u" in Londorf hielt am Sonntag in der Volkshalle seine Gene­ralversammlung ab. Der Vorsitzende des Auf- sichtsratcs, W. H a s s c l b a ch. begrühte die zahl­reich erschienenen Genossen und gedachte dreier verstorbener Mitglieder, deren Andenken in üb­licher Weise geehrt wurde. Darauf gab Direktor Berlin einen kurzen Ueberblick über das,ab­gelaufene Geschäftsjahr, das trotz der ungünstigen Wirtschaftsvcrhältnisse als recht gut zu bezeichnen sei. Aus dem vom Rechner L. A u m a n n er­statteten Geschäftsbericht war zu entnehmen, datz sich der Umsatz wieder erhöht hat und man mit einem Reingewinn von etwa 3000 Mk. ab- 'schlietzen konnte, wovon 10 Prozent Dividende zur Verteilung kommen, 2000 Mk. dem Reservefonds und der Rest der Detriebsrücklage zugeführt werden. Zwei ausscheidende Vorstandsmitglieder, Sy L. Witzner und Karl Appel, wurden einstimmig wiedergewählt. Die Kasse kann, dank der guten und vorsichtigen Verwaltung, mit Be­friedigung auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurückblicken.

Kreis Büvirrgen.

y Wallernhausen. 24. Mai. Der hiesige Kriegerverein konnte am Sonntag sein 40jähriges Bestehen feiern. Mit der Feier war der Bezirkstag des Hassia- bezirks Nidda verbunden, wozu nicht nur alle Vertreter der Bezirksvereine, sondern auch die benachbarten Kriegervereine Fauerbach und Nidda fast vollzählig erschienen waren und sich an dem stattlichen Festzug beteiligten. Die Ka­pelle des Kriegervereins Fauerbach stellte die Festmusik. Nachdem der Vorsitzende des Jubel­vereins die Gäste und Festteilnehmer in herz­lichen Worten begrützt hatte, hielt der Bezirks- Vorsteher, Bankvorstand Hermann S e u m von Nidda, eine eindrucksvolle Ansprache und beglück­wünschte den Jubelverein, der stets die Vereins- Pflichten in Ehren gewahrt und erfüllt habe. In gleicher Weise würdigte der Vertreter des Präsidiums derHassia" die Verdienste und mustergültige Kameradschaft des fe erndrn Ver­eins. Der hiesige Gesangverein verschönte die einfache aber würdige und gemütliche Feier durch den Vortrag mehrerer Vaterlandslieder.

Kreis Alsfeld.

ll. Merlau, 25. Mai. In unserem Orte hat man für die Zeit nach der Heuernte ein größere- Projekt für den freiwilligen Arbeits­dienst in Aussicht genommen. Es ist vorgesehen, zwischen Merlau und Kirschgarten die Ohm zu regulieren. Etwa 30 bis 40 Erwerbslose werden bei dieser Arbeit Beschäftigung finden kennen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

HI W e tz l a r, 26. Mai. Die diesjährige Hauptver­sammlung der Lokalabteilung des land- wirtschaftlichenDereins sand gestern im Schützengarten" statt. Der Direktor der Lokal­abteilung, Georg A l l m r ö d e r, betonte ein­leitend, daß die Lokalabteilung in diesem Jahr ihr lOOjähriges Bestehen feiern könne, wie sich aus alten Aufzeichnungen jetzt ergeben habe. Geschäftsführer Oberrentmeister Lehnen er­stattete den Jahresbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Mitgliederstand hat sich auf 537 erhöht. Das Andenken der Verstorbenen, Bezirksvorsteher Kaps- Kleinaltenstädten, Land­wirt Johannes Müller-Hörnsheim und Vor­steher D o h - Steindorf, wurde in der üblichen Weise geehrt. Für die Milchleistungskontrolle wurde ein Zuschuß von 200 Mk. und an den

Obst- und Gartenbauverein ein solcher von 41 Mk. gezahlt. Den Kassenbericht erstattete Rendant P o t r a f k e. Die Einnahmen betrugen 2962,34 Mark, die Ausgaben 2571,13 Mk., der Ueberschuß 391,21 Mk. Der Verwaltung wurde Entlastung erteilt. Langsdorf -Großrechtenbach stellte.den Antrag, den Vereinsbeitrag unter Verzicht auf die Landwirtschaftliche Wochenzeitschrift zu er­mäßigen, oder zwei Beiträge einzuführen. Der Antrag wurde gegen eine Stimme angenommen. Der Haushaltsplan für das neue Geschäftsjahr wurde in Einnahme und Ausgabe auf 2200 Mark festgestellt. Ein Antrag der Viehverwertungsgc- nossenschaft für den Kreis Wetzlar um eine Bei­hilfe, der von L a n g s d o r f - Grobrechtenbach begründet wurde mit dem Hinweis, daß wir heute nicht Produktionssteigcrung brauchen, son­dern in erster Linie Absatzförderung, wurde an­genommen. Für ununterbrochene 50jährige Mit­gliedschaft sprach der Vorsitzende den Landwirten Karl S t r o h - Reiskirchen und Friedrich Schmidt- Burgsolms herzliche Glückwünsche aus. Dem Landwirt Heinrich D e b u s - Dillheim wurde für seine 25jährige Tätigkeit als Bullen­halter ein Diplom überreicht. Eine eingehende Aussprache über die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche erbrachte das Resultat, daß die Lokalabteilung den Antrag stellen will, daß das Umherziehen der Ferkelhändler von Gehöft zu Gehöft wegen der Einschleppung der Maul- und Klauenseuche verboten wird, und daß ferner die Autotransporte mit Fer­keln an der Dezirksgrenze bzw. an der Kreis­grenze untersucht werden müssen. Prä­sident Heuser hielt dann einen Vortrag über Die wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft" und Landwirtschaftslchrcr Schwarz (Wetzlar) einen Lichtbildervortrag über dieSeeschlacht am Ska- gerrack", die beide mit großem Beifall ausgenom­men wurden. Bei den Wahlen wurden die aus­scheidenden Vorstandsmitglieder einstimmig wie­dergewählt und neugewählt Vorsteher Wolf (Derghausen). Langsdorf (Groß-Rechtenbach) stellte den Antrag, den Vorstand zu ergänzen durch ein Mitglied der Viehverwertungsgenossen­schaft, zu welchem Zwecke er Landwirt Friedrich Reitz (Hochelheim) vorschlug. Die Angelegenheit soll durch den Vorstand erledigt werden. Als zweiter Delegierter beim Zentralvorstand wurde Landwirtschaftsrat Dr. Ullrich (Wetzlar) ge­wählt. Bei dem anschließenden gemeinsamen Mit­tagessen sprach Landrat M i ß der Landwirtschaft im Namen der Kreisverwaltung die besten Wünsche aus für das neue Geschäftsjahr.

Strafkammer Gießen.

Gießen, 24. Mai. Wegen Betrugs in zwei Fällen Unterschlagung und Urkunden­fälschung, war ein früherer Wirt eines NaH- barstädtchens von dem Schöffengericht zu einem Jahr vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Tie heutige Berufungsverhandlung ergab, daß der Angeklagte im Jahre 1929 zweimal sein Haus verkauft und dabei unwahre Angaben über Um­satz usw. gemacht hatte: ferner, daß er eine an­geblich von einem Gläubiger herrührende Frei­gabeerklärung für ein gepfändetes Büffet selbst angefertigt hatte. Die Strafkammer erkannte hier­nach auf ein Jahr zwei Monate und eine Woche Gefängnis. Von der Unter­schlagung eines Büffets wurde der Angeklagte mangels Beweises freigesprochen.

Ein auswärtiger Fabrikant fuhr mit seinem Auto am 17. Oktober 1931 auf der Strecke Hör­genauRixfeld, als er angeblich so plötzlich und unvermutet ein kleines Kind vor feinem Wagen sah, daß er diesen nicht mehr stellen konnte. Das Kind wurde angefahren und getötet. Das Schöf­fengericht hatte den Fabrikanten von der Anklage der fahrlässige n Tötung mangels Bewei­ses frei gesprochen. Die Strafkammer verwarf die Berufung der Staatsanwaltschaft, da einwandfreie Feststellungen gegen den Angeklagten mangels ge­eigneter Tatzeugen nicht möglich waren.

Wegen schwerer Urkundenfälschung hatte das Schöffengericht einen Einwohner eines Städtchens im Vogelsberg zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Die Strafkammer be­stätigte das Urteil. Die Frau des Angeklagten hatte eine Brille für 2,50 Mark gekauft, und die quittierte Rechnung in 20,50 Mark umgeändert, da sie angeblich eine weitere Brille für 18 Mark gekauft, die Rechnung aber verloren hatte. Diesen verfälschten Beleg hatte der Angeklagte an seine Krankenkasse eingesandt, um den ihm zustehenden Anteil aus 20,50 Mark ausgezahlt zu bekommen.

Ein Arbeiter hatte im Dezember 1930 in einer nationalsozialistischen Versammlung zu Bingen­heim davon gesprochen,die Justiz sei die Hure der Republik'. Das Schöffengericht hatte ihn frei­gesprochen. Die Strafkammer verurteilte ihn heute wegen Verstoßes gegen dasRepu blik - schutzgesetz zu 30 Mark Geldstrafe an Stelle von drei Tagen Haft.

Wirtschaft.

Oie Oevisenhöchstbeiräge für Juni.

Berlin, 25. Mai. (WTB.) Der Reichswirt­schaftsminister hat angeordnet, daß die Impor­teure für den Monat Juni den Höch st betrag ihrer allgemeinen Genehmigungen nur bis zur Höhe von 50 Prozent in Anspruch nehmen dürfen. Für die diesen Betrag übersteigenden Zahlungsverbindlichkeiten werden die Firmen auf die Inanspruchnahme von Lieferantenkrediten und die Ausnutzung der Kreditlinien des Stillhalte­abkommens verwiesen.

*

Verlustabschluß bei Cornelius Hehl AG., Worms. Infolge der ungünstigen Geschäftsentwickelung in der Lederindustrie schließt die Cornelius Hehl AG., Worms a. Rh. das am 31. Oktober 1931 beendete Geschäftsjahr mit einem Verlust ab, so daß die Stammaktien, auf die im Vorjahre die Dividendenzahlung wie­der ausgenommen worden war (4 v. Sy), ohne Ausschüttung bleiben werden. Der auf den 14. Juni nach Frankfurt a. M. einberufenen Gene­ralversammlung wird vorgeschlagen, den Verlust zum Teil durch Heranziehung des Gewinnvor­trages aus 1929/30 in Höhe von 164 402 Mk. zu dec^n und den Rest auf neue Rechnung vorzu- tragen (im Vorjahr 932 402 Mk. Reingewinn).

Maschinenfabrik Moenus A G., Frankfurt a. M. Die Maschinenfabrik Moe- nus AG., Frankfurt a.M., schließt das Ge­schäftsjahr 1931 unter Berücksichtigung des Ge­winnvortrages aus dem Vorjahre mit einem Ueberschuß von 34 262 Mk. ab (im Vorjahre wurde ein Reingewinn von 48 936 Mk. erzielt, der zum Vortrag gelangte.) Die Liquidität der Gesellschaft sei unverändert günstig. Der Auf­tragseingang, der im Berichtsjahr gegenüber 1930 bereits nachgelassen hatte, ist. durch die allge­meine Wirtschaitsdepression verursacht, in den ersten Monaten des laufenden Jahres weiter gesunken.

Elektrizitäts-Lieferungs-Ge­sellschaft, Berlin. Die Betriebsergebnisse im Geschäftsjahr 1931 erbrachten 2,80, Zinsen 0,41 und besondere Einnahmen 0,14 Mill. Mark (i. D. Detriebsgewinn 4,12), Einnahmen aus Ef­fekten und Beteiligungen 3,96 (4,00) Mill. Mark, anderseits erforderten Handlungsunkosten 0,67 (1,15), Steuern 1,73 (1,13), Schuldverschreibungs­zinsen 0,19 Mill. Mark. Nach Lieberweisung an den Wertminderungsfonds von 0,67 (0,71) und den Erneuerungsfonds von 0,62 (0,63) und nach Ab­zug von 1,41 Mill. Mark Sonderabschreibungen ergibt sich ein Reingewinn von 2,15 (4,34 Mill. Mark, aus dem 5 (10) Prozent Dividende auf 40 Mill. Mark Stammaktienkapital verteilt und 122 135 (129 341) Mark auf neue Rechnung vor­getragen werden sollen.

Deutsche Lufthansa AG., Berlin. In der Aufsichtsrats-Sitzung der Deutschen Luft­hansa AG., Berlin, wurden der Geschäftsbericht sowie der Abschluß für das Geschäftsjahr 1931 vorgelegt. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt auf der Aufwand- und Ertragsseite mit 27,44 (26,67) Mill. Mark ab. Detriebsunkosten betragen 20,02 (21,85), Handlungsunkosten ein­schließlich Steuern 1,55 (1,62) Mill. Mark. Der Rohüberschuß beläuft sich auf 5,88 (5,23) Mill. Mark und soll mit 5,87 (5,22) Mill. Mark für Abschreibungen Verwendung finden. Der verblei­bende Gewinnrest von 3135 (8423) Mark soll, wie in früheren Jahren, der gesetzlichen Reserve zu­geführt werden.

"ThüringerGasgesellschaft. Leip- ä i g. Der Aussichtsrat der Thüringer Gasgesell- schast, Leipzig, beschloß in seiner gestrigen Sit­zung, der zum 27. Juni einzuberusenden General­versammlung eine Dividende von 6,5 (i. V. 10) Prozent für das Geschäftsjahr 1931 vorzuschlagen.

*Teilstillegungbeider Rheinischen Nabelfabrik. Die Rheinische Nadelfabrik.in Aachen beabsichtigt, ihre Fabrik in Iserlohn vom 1. Juli ab stillzulegen. Don dieser Maßnahme werden ungefähr 150 Angestellte und Arbeiter be­troffen. Vor dem Kriege wurden in zwölf Nie­derlassungen bei einer Gesamtbelegschaft von 2000 Mann monatlich etwa 700 bis 800 Millionen Näh­nadeln hergestellt. Abnehmer dieser Riesenmenge war zu etwa 70 Prozent der chine­sische Markt. Heute beträgt die Fabrikations­ziffer nur 200 bis 250 Millionen Nadeln monatlich bei einer Gesamtbelegschaft von etwa 400 Per­sonen, die in sechs Fabriken beschäftigt werden.

Kleine Besserungen in Berlin.

Berlin, 26. Mai. (WTB. Funkspruch.) Die heutige Börse war ein Zeichen dafür, wie wenig die verschiedensten Momente bei der gegenwärtig w eder sehrstorkenLlmsatzschrumpfung die Tendenz zu beeinflussen vermögen. Die Stim­

mung war recht mißvergnügt, wofür die Saal- chlacht im Preußischen Landtag, sowie die un­günstigen Nachrichten aus Amerika entscheidend waren. Das Publikum zeigte ober keine Neigung, seinen Besitz an Aktien abzustohen, und die' Spekulation, die im Hinblick auf die starke innen­politische Unsicherheit eher Ware schuldig ge­blieben war, sah sich zu Deckungen veranlaßt, zumal es gegenwärtig ziemlich schwer hält, Baisse- Positionen längere Zeit durchzuhalten, da ja ein Terminverkehr nicht stattfindet. Zu den Anfangs­notierungen ergaben sich daher überwiegend kleine Besserungen. Man sprach von der Möglichkeit weiterer Diskontsenkungen in London und Neuyork. zeigte sich aber nicht sonderlich überrascht, als London später seine Rate unver­ändert ließ. Der Berliner Geldmarkt ist zur Zeit auch kaum von der Lage an den internationalen Plätzen abhängig. Größere Veränderungen waren nur selten zu verzeichnen; Salzdetfurth, Conti- Sii und Feldmühle gewannen bis zu2,25 v. H., eutsche Zucker und RWE. büßten dagegen bis zu 3 v. H. ein. Auffallend flau lagen im Zu­sammenhang mit der Abschwächung in derDchweiz Chadcaktien, die nicht weniger als 11,50 Mk. zurückgingen, nachdem sie anfangs minus-minus notierten. Kalichemie waren auf den Dividenden­ausfall gleichfalls zunächst minus-minus _ und später 5 v. H. unter dem schon scharf gedrückten gestrigen Schluhkurs.

Im Verlaufe blieb das Geschäft sehr klein, was zum Teil mit dem hohen katholischen Feier­tag zufammenhing. Chadeaktien gingen nochmals um 4 Mk. zurück, Gesfürel verloren 2 v. Sy, wäh­rend Siemens 1 v. H. gewinnen konnten. Sonst ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen. Die Zurücknahme der Zulassung für Kar­stadt bewirkte Nachgeben der Kurse von 6 auf 5,5 v. H. Die Rentenmärkte lagen allgemein etwas schwächer. Deutsche Anleihen ruhig, Alt- besih im Verlaufe etwas schwacher. Ausländer lagen geschäftslos, 4,5prozentige Ungarn von 1914 etwas gedrückt. Am Geldmarkt war die Si­tuation gegen gestern unverändert, Tagesgeld blieb in der unteren Grenze 5,25 v. Sj., Monats­geld 6 bis 8 v. H. nominell.

Frankfurt ziemlich gut behauptet.-

Frankfurt a. M., 26. OHat. (WTB. Draht­meldung.) Die heutige Börse eröffnete zwar in sehr stillerHaltung, doch waren die Kurse wider Erwarten zunächst etwas höher, nachdem man noch auf Grund der Vorgänge im gestrigen Landtag mit einer eher schwächeren Tendenz ge­rechnet hatte, zumal die gesamte politische Lage noch keine Klärung erfahren hat. Infolge des katholischen Feiertags fehlten aus dem Rhein­lande, sowie aus Süddeutschland Aufträge, so daß sich das Geschäft in der Hauptsache innerhalb der Kulisse abwickelte. Diese bekundete eher etwas Kaufneigung, nachdem sie größere Blanko- Verkäufe vorgenommen hatte. Die Tendenz war gegenüber der gestrigen Abendbörse ziemlich gut behauptet, für einige Werte sogar et­was fester. So eröffneten IG., Scheideanstalt, Reichsbank, Schisfahrtsaktien und einige Mon­tanpapiere etwa 0,5 bis 1 Proz. höher, während Elektroaktien nur knapp behauptet blieben, wobei die Schwäche der Elektrowerte in der Schweiz etwas verstimmte. Chadeaktien lagen aus Grund dieser Schwäche und in Anpassung an den er­heblich niedrigeren Abendkurs an den schweizeri­schen Effektenbörsen etwa 15 Mark niedriger, nach­dem sie mit Minus-Minus-Zeichen erschienen wa­ren. Im Zusammenhang damit bröckelten auch die übrigen Werte wieder leicht ab, wobei aber auch die Geschäftsstille nicht ganz ohne Einfluß war. Der Rentenmarkt war gleichfalls sehr still und ohne wesentliche Veränderung. Deutsche Anleihen, Reichsbahnvorzugsaktien und Reichs­schuldbuchforderungen blieben gut behauptet, da­gegen neigten Goldpfandbriefe vereinzelt noch et­was zur Schwäche.

Im Verlaufe blieben die Kurse bei anhaltender Geschäftsstille unverändert, nur Chadeaktien gin­gen erneut um 3 bis 5 Mark zurück, doch fanden in diesem Papier kaum Umsätze statt.

Frankfurter Schlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M., 26. Mai. Auftrieb: 120Rinder, 1095Kälber, 33Schafe, 1056Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 39 bis 41 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 34 bis 38, geringe Kälber 25 bis 33. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 33 bis 36. von etwa 200 bis 240 Pfund 34 bis 36, von etwa 160 bis 200 Pfund 32 bis 35, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 30 bis 34 Mk. Marktverlauf: Bei allen Viehgattungen schleppend, ausverkauft.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frantsuri a. 2J1.

ZJerhn

Jranffuri a. M.

Berlin

Jranffurt a. ?J1.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a.2H.

Schlutz« hird

l«Uhr« Stur»

Schluß« lAnsang« turrf | Kur«

Schluß«' fünf !

l'Uhr« flurt

Schluß« | Anfang« für# Stur#

Schluß« hird

l.Uhr« Kur#

Schluß« kurs

Anfang« Stur#

25. Mai

26.Mal

Dalum

25.5.

26.5.

25.5.

26.5.

Datum

25.5

26.5

25.5.

26.5.

Datum

25.5.

26.5.

25.5.

26.5.

Amtliche Notierung

Geld | Ärief

Amtliche Notierung

Geld | 23rief

1

Helsingsors . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo. . . . Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuhork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanten . . Danzig. . Japan . . Rio de Ian.. Jugoslawien. Lissabon .

_______3er Amerikanische Belgische No Dänische Not Englische Nol Franz ösifche Holländische Italienische 9 Norwegische Teutsch-Oeste Rumänische \ Schwedische Schweizer Nr Spanische No Ungarische Nl

7,123 51,95

12,465

3,057 170,63

77,32 84,52

79,12 15,51 0,998

4.209 58,94

21,61

16,605 82,17 34,67 82,62 0,339 0.321 7,423 14,09

In, 25.Mai Noten . . . en.....

en.....

en.....

toten.... toten.... ölen .... Roten.... rreich, Ä 100

ölen.... Solen .... len.....

len. ... . len ...

7,137 52,05

12,485

3,063 170,97

77,48 84,68 79,28

15,55 1,002

4,217 59,06 21,65

16,645 82,33 34,73 82,78

0,391 0,323

7,437 14,11

Bankno

Schilling

7,133 51,95

12,465

3,057 170,73

76,97 84,62

79,62 15,52 0,988

4,209 58,99

21,62 16,605

82,32 34,77

82,72 1,339 0,322

7,423 14,14

Geld

4,20

58,78 84,33

15,47

16,57

170,26 21,56

77,15

2,49 78,94

81,99 34^53

7,147 52,05

12,485

3,063

171,07

77,13

84,78

79,78 15,56 0,992 4,217 59,11

21,66

16,645 82.48 34,83 82,88 1,341

0,324 7,437

14,16

Aries

4,22 59,02 84,67 15,53 16,63

170,94 21,64

77,45

2,51 79,26

82,31

V

6% Deutsche Relchoanleihe v. 102'.

7% Deutsche Reichsanleihe V.1S2S 5%% Young-Anlethe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablöf^Schuld mll

Auslos.-Rechlen.......

Desgi. Shne AuSIos.-Rechte . . .

8% Hess. Bolksslaat von 1929

(tüdjafjtb. 102%)......

Lberhessen Provinz.Anleihe mii Auslos.-Rechlen.......

Deutsche Stamm. SamtnelaH.

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. HvV.-Bank Goldpfe 15 unkündbar btS 1935 ....

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar biS 1936 Serie 16 .

454% Franks. Hyp.-Bank Liqu.- Psandbricsc.........

4!i% Rheinische Hyp.-Banl-Liqu Goldpse...........

8% Pr. LandeSpsandbricsanslalt, Psandbriese R. 19......

7% Pr. Londeepsandbrirsanstalt, Psandbriese R. 10.....

4% CcflerteWIdie Goldrente . 4,20% L österreichische Stlbcrren

4% Ungarische Goldrente . . .

4% Ungarische StaaUrenlc v. 191 4';% dergl. von 1913 ....

5% obgelt. Goldmcxtkaner von

4% Türkische Zollanleihe von 19

4% Türkische Bagdadbahn-Anlei Serie I..........

4% deögl. Serie II......

5% Ruman. vereint). Rente V.19

4' ";,Rumon.vereinh.Renlev.l9 4% Rumänische vcrcinh. Rente

2'^% I. Anatolier......

53

61.9

54

38,75

2,925

35,13

71,25

70,25

77,75

75,9

71,5

3,7

Ml KJ | | ) | | I 1 I 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

53,5

61,5

54,5

38,4

2,95

35,5

71,5

4,13

4,65

5,65

2,2

2,25

7,5

3,75

14,6

| | | £1 1 1 | 1 1 1 1 1 I 1 1 1 1 1 1 1 HIHI

Hamvurg-Ämerita Pate, . . . t

Hamburg-Südam. Danipsschtst. 0

Hansa Tampsschifs ..... 0

Norddeutscher Lloyd.....6

A.G. für Verkehrswesen Akt. . .

Berliner Handelsgesellschaft . 8

Commerz- und Privat-Bank . 7

Darmstädter und Nationalbank 8

Deutsche Bank und

DiSconto-Besellfchaft... 6

Dresdner Bank...... 6

Reichsbank........1-'

A.E.G............?

Bergmann.........9

Eleklr. LieserungSgefellschaft. 10

Licht und Straft......10

Felten & Guilleaume.... 6^

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... V

Rheinische Elektrizität .... 9

Schlickert LEo.......11

Siemens« Halske.....14

Lahmcyer L Co.......12

Buderus.........4

Deutsche Erdöl.......5

Gelsenkirchener.......8

Haroencr..........0

Hvesch Eisen.........6

Ilse Bergbau.......10

Klöcknerwerke........

Köln-Neuesten.......6%

ManneSmann-Röhren .... 6

ManSselder Bergbau.....0

Lberschles. KokSwerke .... 8

Phönix Bergbau......*y.

Rheinische Braunkohlen... 10

Rheinstahl........ 6

11,5

12,65

=

13,75

34

18,75

22

63

34

50

74

23,75

39,5

38

12,5

16,75

<»|||i|)| | |2 El 1 1 1 1 1 S II 1 1 1 1 1 l.l"l 1 1 1 1 1 s s

11,5

12,5

26,5

85,5

16,25

19

34

19 112,75

21,75

58

63

-

50,13

63

52,4

106

74,5

23,4

56 39,13 37,25

24

23,75

36

32

17

155

37,5

11,75

12,5 26,5

m

21,9

57,5 63,5

34,5

49,25

53 106,25

74

54,75 39,25

36 24,75 82,13 23,25

35,5

32

36,5

Riebeck Montan......7,2

Vereinigte Stahlwerke .... 4

Ltavi Minen......16'/,

Kaliwerke Ascheröleben . . . 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

I. G. Farben-Industrie ... 12

Verein. chem. Industrie Frank« surt a. M...........

Scheideanstalt.......10

Goldschmidt.........0

RülgerSwcrke........6

Metallgesellschast.......5

Philipp Holzmann......8

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Cemcntwcrk Karlstadt.....7

Wahtz L Freytag......0

Schultheis Patzenhofer ... 15

Aku (Allgemeine Kunstfeide) 0

Beinberg......... 0

Zellstoff Waldbos.....12

Zellsioss Aschaffenburg ... 6

Dessauer Gas........9

Daimler Motoren......0

Deutsche Linoleum .....

Lrenslein & Koppel.....0

Leonhard Tietz.......

Svenska.........15

Chade ............

Frankfurter Maschinen ....(!

Gritzncr..........

Matnkraftwerle Höchst a. M.. .

' Süddeutscher Zucker .... K

83

93

82,25

17

28

38,5

34

33

29

47

H iiiiiiiiiiii iiii iiiS। a iiiiai

14

9,5

146

81,65

17

28,25

39

53

34,25

33

28,13

75,25

10,25

28,75

21

52,25

9,5

189,5

I 5

13,75

9,9

84,5

94,25

148

82,5

27

37,65

52, !

33,5

32.25

28,4

76

10

29,25

21

51,5

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