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Oie Aussichten für Lausanne.

Frankreich plädiert für ein weiteres Provisorium. Lcharfc Kritik an der englischen Haltung.

Pari», 25.Mai. (CNB > Die Ausführungen der Times" über die Reparationsfrage haben in Frankreich einen ft arten Eindruck her vorgerufen, wenn offenbar auch die offiziellen Regierungskreifc nicht gerade angenehm davon bc- rührt worden sind. Das erklärt die Campagne, die gegen den englischen Standpunkt eingesetzt hat und die von offiziöser Seite ausgehenden Anstrengungen, um die Aeußerungcn der offiziellenTimes" i n ihrer Wirkung obzuschwächen. Auch brr Temp »" bemüht sich noch dieser Richtung Er- will der Kombination gewisser englischer Kreise, die ihm höchst verworren Vorkommen, kein Verständnis obgcwinnen können. Man versuche, den Eindruck zu erwecken, als ob die französische Forde­rung aus Beibehaltung des Grund latzes der Reparationen eine dauerhafte Lösung der ganzen Frage verhindere. Dom allgemeinen Standpunkt aus und im Interesse einer Befriedung Europas wäre die endgültige Abschaf­fung der Reparationen sicherlich nur zu be­grüßen. Diese Losung fei jedoch nur möglich, wenn sie parallel zur Streichung der interalliierten Schulden an Amerika laufe. Der Schlüssel liege also in Washington, und es sei keinerlei Aussicht dafür vorhanden, daß Amerika auf die Schuldenzahlungcn verzichte. Selbst der Vorschlag, die Reparationen unter der Bedingung abzuschoffen, daß Deutsch la nd eine letzte Zahlung in Höhe von etwa fünf Milliarden Goldmark leiste, habe keinerlei Aussicht, angenommen zu werden, da Reichskanzler

Dr Brüning bereit» ösfentlich gegen jede Wiederaufnahme der Zahlungen Stel­lung genommen Hobe. Eine solche Losung würde außerdem die Frage der interalliierten Schulden vollkommen offen lassen. Unter den gegenwärtigen Umständen sei die vernünftigste Lösung die, da» Moratorium io lange zu verlängern, bi» die Möglichkeit gegeben sei, auf vernünftiger Grundlage mit der Washingtoner Regierung die gesamte Schuldenfrage zu besprechen. Es sei jedoch mchrolszweiselhait, daß d > e Reichsregierung unter dem Druck der Recht»- kreise ein solches Provisorium annchrnc

Auch das .3 o u r n a I d e DebatS" ist der Ansicht, daß die Politik Englands schwer ver­ständlich sei. Aus der Lausanner Konferenz werde Deutschland erklären, daß es niemals mehr etwa - zahlen werde. Frankreich werde, dem­gegenüber wenigstens möchte man es annchmen, verlangen, daß man der Zukunftnicht vor- g reise. Aus jeden Fall werde Deutschland in irgend einer Farm für eine noch sestzuschende Zeit von jeder" Zahlung befreit werden. Da nun daS Hoover - Moratorium am 1. 3uli ablaufe, würden die ehemaligen Alliierten grundsätzlich die 3ahreszahlungen an Amerika wieder ausnehmen. Gei e- zulässig, daß sie. obgleich sie um die ihnen zukommenden deut­schen Reparationszahlungen kämen, dennoch gezwungen wurden, ihre Verpflichtungen gegenüber Amerika aufrechterhalten zu müssen, daS auf sie einen Druck auSübe. aus ihre eigenen Ansprüche zu vernichten, aber trotzdem die fei* nigen rigoroS aufrechterhalte? Die ehemaligen Alliierten hätten alles Interests, sichdarüber vorher zu verständigen und auf jeden Fall zu untersuchen, ob sie nicht eine gemein­same Haltung einnehmen könnten.

England eine starke Gegnerschaft erheben. Sonst könnte man für die Haltung der Regierung nur die bedauerliche Erklärung finden, daß sie a n eine Fortsetzung de» Tribut- und Kriegsschulden-Zirkus nach Lausanne und nach Beendigung des Hoover-Jahres in dieser oder jener Form noch glaube.Daily Herold*' weist auf die großen Gefahren hin, die Deutschland bedrohen. E» werde nicht mehr lange dauern, daß Deutsch- land dem Beispiel Oe st erreich» folge und ein Transfer -Moratorium anmel­den müsse. Bedauerlicherweise werde seitens der Staatsleute nichts getan, um diese» Unglück abzuwenden. .

Oer Evangelische Kirchenauöschuß in Wittenberg.

Wittenberg. 25 Mai. (ERD ) Der Deutsche Evangelische Kirchenausfchuh, das ober st e Organ derim Kirchenbund vereinten deutschen Landeskirchen, ist anläßlich des zehnjährigen 3ubiläumS deS Deutschen Evangeli­schen Kirchenbundes in der Lutherstodt Witten­berg zusammengetreten. Ein Schreiben des Reich-innenminister- entbot die Grüße der Reichs­regierung. Der Evangelische Kirchenbund, so heißt cS in dem Schreiben, sei der lebendige Organismus evangelischen Gemein­de s i n n S geworden. 3n ihm habe der Gestal- tungsw.lle des gesamten deutschen Protestantis­mus seinen bisher kraftvollsten Ausdruck ge­sunden. Der Kamps um geistige Güter dürse niemals anders als mit geistigen Waffen aue- getragen werden.

Die Gedenkfeier deS Kirchenbundes fanb heute abend in der Schloßkirche zu Wit­tenberg statt Kirchenpräsident D. Wurm. Stuttgart, sprach von den Ausgaben der Kirche gegenüber der Rot der Gegenwart. 3mmer stärker werde heute die Kirche von allen möglichen Richtungen und Parteien in Anspruch genommen. 3eber verlange von ihr Eintreten für feine eige­nen begrenzten Ziele. Demgegenüber müsse die Evangelische Kirche ihre volle Freiheit und Selbständigkeit wahren: denn ihr Weg sei nicht ein politischer Weg. sondern e i n Weg des Glaubens. Während die Ge­meinde die Schloßkirche verlieh, ertönte vom Turm daS LutherliedEin seste Burg ist unser Gott".

Admiral von Hipper gestorben.

Berlin. 25. Mai. (XM.) Der bekannte Füh­rer der leichten Seestreitkräfte in der Schlacht am Skagerrak und spätere Lhef der Hoch- feeftteitfräftc, Admiral Franz Ritter von Hipper, ist am Mittwochvormittag in feiner Wohnung in Altona-Ottmarfchen einem Schlaganfall erlegen.

Admiral H'bver wurde 1863 in Weilheim in Oberbichern geboren und trat 1881 als See* fabelt in die Marine ein. 3n seiner seemännischen Lausbahn wurde er 1906 zum Kommandanten des Panzerkreuzers ..Friedrich Karl" ernannt. 1908 befehligte Hipper die ..Gneisenau" und übernahm dann das Kommando der 1. Torpedodivision. 1911 wurde er zweiter Admiral der Aufklärungs­schiffe und übernahm 1913 den Oberbefehl über die Aufklärungsschiffe. Als deren Befehlshaber war er auch während des Krieges tätig und hat an der See schlacht am Skagerrak her­vorragenden Anteil genommen. 3n Anerkennung seiner Verdienste wurde ihm der Orden P o u r le m 6 rite verliehen: gleichzeitig wurde er ge­adelt. 3m August 1918 wurde Franz v. H-pper zum Admiral befördert und zum Chef der Hoch seestreitkräfte ernannt Dezember 1918 erbat er seinen Abschied.

Oie japanische Jationalregierung gebildet.

Berlin, 26. Mai. (TU.) Das neue japanische Kabinett ist sertiggestellt. Ministerpräsident Admiral Saito wird auch das Außenministerium übernehmen. Finanzminister bleibt Takaha - s ch i. Das Innenministerium erhält Baron I a m a m o t o, ein Führer der Minseito-Partei. Das Kriegsministerium General H a j a s h i, das Marine- amt Admiral O k a d o. Die Führer der beiden Par­lamentsparteien, Baron W a k a t s u k i und S u - z u k i, haben Saito endgültig der Mitarbeit threr Parteien versichert.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 26. Mai 1932.

Oie Gefahren des Krühjahrs.

Don der DerkehrSwacht Gießen wird uns geschrieben:

Das Erwachen der Ratur erweckt im Menschen, ob jung ob alt, das Verlangen. hinauSzuwan- dern in Wald und Flur, um an den Schönheiten, die der Frühling hervorzaubert. Anteil zu nehmen.

Wanderer. Radfahrer. Fuhrw'erke und Kraft­fahrzeuge beleben die Straße. Tausende von Fußgängern befördern die Reichsbahn und die Omnibusse an die Ausflugsorte, die als Aus­gangspunkt für weitere Fußtouren m Frage kommen.

Mit der Steigerung deS Verkehrs erhöhen sich auch die Gefahren für alle Wegebenuher. Die DerkehrSwacht Gießen betrachtet eS als chre vornehmste Pflicht, warnend und belehrend ihre Stimme" zu erheben, um zu erreichen, daß die Derkehrsunfälle auf ein Mindestmaß herabge­drückt werden

Getreu unserem obersten Grundsatz: ..He­bung der Verkehrssicherheit durch Er­ziehung zur Derkehrsdisziplin" rich­ten wir an alle das Ersuchen, unsere gemein­nützigen Bestrebungen zu unterstützen.

Eltern, Lehrer und Erzieher! belehrt eure Kinder und Pflegebefohlenen über die Gefahren der Straße! Sagt ihnen, daß die Fahrstraße für den allgemeinen Verkehr und der Geh steig fürdie Fußgänger bestimmt ist.

Eltern! achtet auf eure Kleinen! Automobi­listen und Berufsfahrer, beachtet die gesetzlichen Bestimmungen und Verkehrsregeln! Radfahrer. Fuhrwerkslenker. Wanderer und Raturfreunde, haltet die rechte Straßenseite ein. denn jede Unachtsamkeit bringt Gefahr für Leben und Ge­sundheit!

Merkt euch: Der gefährlichste Feind der Ver­kehrssicherheit ist der Alkohol!

Die DerkehrSwacht kann ihr Ziel nur erreichen, wenn in erster Linie jeder bei sich selbst anfangt. Derkehrsdisziplin zu üben und so zu einem Dorbild wird für alle anderen Strafjen- benuher.

Helft mit! 3hr dient damit Euch und unS. Förderung der Derkehrssicherheit ist Dienst am Dolke!

Oer neue Gießener Polizeidirektor

Der seitherige Regierungsrat beim PoliAeiamt Darmstadt. Dr. Kayser, wurde, wie wir zu­verlässig erfahren, mit Wirkung vom 13uni ab zum Vorstand des Polizeiamtes Die - ßcn mit der AmtsbezeichnungPolizeidirektor" ernannt.

Polizeidirektor Dr. Kayser ist zuletzt seit elf 3ahren beim Polizeiamt Darmstadt tätig gewesen. Vorher wirkte er etwa zwei 3ahre lang als KreiSamtmann in Bingen, früher war er beim KreiSamt in Worms beschäftigt.

Oie Wählerliste liegt offen.

Dom Sonntag, 2 9. Mai, bis einschließlich Sonntag, 5. Juni, liegt für die kommende Landtagswahl im Stadthaus, Bergstraße 20, Zim­mer Nr. 13, die W ä h l e r l i st e zur Einsicht nähme offen. Personen, die bis zum 19. Juni 1932 das Wahlaltcr von 20 Jahren erreichen, Wahl- berechtigte, die in letzter Zeit ihre Wohnung ge- wechselt haben oder deren Hausnummer geändert worden ist, die erst zugezogen sind ober durch Der- heiratung einen anderen Namen führen usw., mögen nicht versäumen, sich von der richtigen Eintragung in die Wählerliste durch Einsichtnahme zu über­zeugen. Siche Bekanntmachung im heutigen An- zeigenteil.

Oie Gottlosenbewegung.

Gestern abend sprach in einer recht gut besuch­ten Versammlung der Frauengruppe Gie­ßen der De u t s ch n a t i a n a l e n Dvlks- Partei Frau 3. Heraeus-Offenbach a. M. über die Gattlosenbewegung. Die Red­nerin führte etwa folgendes aus: Auf der im 3 obre 1930 in Berlin statt gehabten Ifa-Aus- stellung, die von dieser Bewegung veranstaltet wurde, zeigte man vornehmlich anstößige Bilder und Darstellungen, fo Christus in Komn.isstiefeln und mit der Gasmaske u'to. Alles dies geschah trotz des starken Einflusses, den das christliche Zentrum besitze. Durch diele Ausstellung wurden auch zahlreiche Kinder geführt und dabei beson­ders auf die paradiesischen Zustände in Ruß- lanb Hingewielen. Kino und Radio stehen im Dienste der Gottlolenvrovaganda. ebenso die Schallplattei:. Widerliche Parodien von Kirchen­liedern und Gebeten werden den Kindern dar­

geboten. Als werteres AgtlanonSrnttrel bienen Schau'p.elertruppen bei Versammlungen und auf den Straßen. Verächtlichmachung Gottes und keiner Eigenschaften. Ebenso trmbe versucht, den Weihnachtsgottesdienst zu stören. Auch in He"en geht derartiges vor. Die Schulkinder werden durch gedruckte Handzettel verhehl, in den Schulen Ge­dichte. die das Wort GotteS enthalten, nicht ge­lesen. die Anschaffung der betreffenden Lesebücher von den Eltern verweigert. Schon in den Kinder­gärten werden kommunistische Demonstrationen t>eran ft öltet, werden kommunistische Kindergärten gegründet. Aber dies ist ein Beweis dafür, wie tief man in Deutschland bereit# im Bolschewismus steckt. Vielfach versagen dabei die Eltern, oft aber auch die christlich-nationalen Streik. Die Gott lote nbewegung ist neu. die Gottlosigkeit aber so alt wie die Men'chheit. Diese wurde ober ver­mehrt durch die Erfindungen und Entdeckungen, durch bte Aufklärung und den Fortschritt in der Technik, durch Materialismus und MarriSmuS. Durch Rotverordnung ist die kommunistische Frei­denker-Organisation verboten, nicht aber die der Sozialdemokratie und ihre Freidenker-Organisa­tionen Auch diese arbeiten indirekt für den Bol­schewismus So ist z. B. in Rußland die Einzel- Persönlichkeit ohne Bedeutung, alle# Geistige nur Bewegung der Materie, daher auch kein Platz für Golt. Aller Defitz ist nur Staatseigentum. Man erstrebt Gleichmacherei in der ödesten Form. Ziel ist Zerstörung des Familienlebens. Gottes Gebote gibt es nicht, gut ist nur. wa# der Partei nützt, schlecht was ihr schadet. ..Religion ist Opium oder Fusel", also von dem kommunistischen Ar­beiter zu meiden. 3n Rußland ist jede religiöse Propaganda verboten, ebenso der Religions­unterricht. Kirchen werden in KinoS oder Klub­lokale umgewandelt. Dieselben Mcchoden werden jetzt auch in Deutschland angetoenbet, wenn auch in letzter Zeit nach außen hin etwa# gemildert. Dafür aber treibt man Zellenbildungen und ge­schicktes Operieren bei den Andersdenkenden. DaS Ziel ist immer das gleiche: Vernichtung des Gottesglauben«. Das wird besonders katastro­phal für die Jugend Darum ist es Pflicht eines jeden, der noch an Gott und an die sittliche Weltordnung glaubt, der Gottlosenbewegung den schärfsten Widerstand entgegenzusehen.

Daten für Donnerstag, 26. Mai.

1521: Luther wird in die Reichsacht getan; 1923: Albert Leo Schlageter wird in Düsseldorf er­schossen.

Taten für Kreitag, 27. Mai.

1832: Hambacher Fest auf Schloß Hambach (jetzt Marburg) bei Neustadt an der Hardt; 1840: der Geigenkünstler Niccolo Paganini in Nizza gestorben: 1874: der Dichter Richard von Schaukal in Brünn geboren; 1910: der Bakteriologe Robert Koch in Baden-Baden gestorben.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Giehen. 26. Mai. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund 1.00; Suß- rabmbutter 1,30; Landbutter 1.30; Matte 25 bis 30; Wirsing neue 20 bis 25; rote Rüben 10 biS 12; Spinat 10 bi« 12; Römischkohl 10 bi« 12; Spargel 25 bi« 50; Mifchgemüse 10 bis 12; To­maten 70 bis 75; Zwiebeln 15 bis 18; Meerrettich 30 bis 60; Rhabarber 8 bis 10; Kartoffeln 4,5; Aepfel 10 bis 20; Dörrobst 25 bis 30; Honig 40 bis 45; junge Hähne 80 bis 90, Suppen­hühner 70 bis 80; Tauben Stück 50 bi« 70: Käse 5 bis 10; Gier 7 (10 Stück 65); Blumenkohl 30 bis 70; Salat 10 bis 15; Salatgurken 40 bi« 60; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bi« 10; Rettich 15 big 20; Sellerie 10 bis 30: gelbe Rüben (neue) Bund 20 bis 25; Radieschen 10 bi« 15; Kartoffeln Zentner 3,80 bis 4,00.

Bornotizen.

Tageskalender für Donnerstag. Mtv: 21 Uhr, Cafs Ebel, Spieleroersammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße.Melodie der Liebe".

Aus dem Stadttheaterbureau wird un« geschrieben: Morgen, Freitag, 27. Mai, 20 Uhr Sondervorstellung für den Verein für das Deutschtum im Auslande. Zur Aufführung gelangtVolk in Rot", ein deutsches Heldenlied von Karl Schönherr. Der Freiheitskampf der Tiroler gegen Napoleons Fremdherrschaft bildet das Thema des Stückes. Peter Fas sott hat die Spielleitung. Ende 22.30 Uhr. Ab heute sind auch Karten im freien Verkauf an der Theaterkasse zu haben. Sonntag, 29. Mai, ist in Gießen geschlossen. Montag, 30. Mai. zum letzten MaleFaust. 1. Teil" unter der Spiel­leitung des Intendanten. Die letzte Gelegenheit, die repräsentative Inszenierung des Goethe» jahres zu sehen. Beginn 19 Uhr. Ende 24 Uhr Die letzte Vorstellung der Spielzeit wird eine Wiederholung des Schönherrschen DramasVolk in Rot"' am Dienstag. 31. Mai, um 20 Uhr sein. Auch hier billige Preise.

Hausfrauenabende veranstaltet die Gießener Gasoereinigung am 2. und 3. Juni im Caf6 Leib. Die Veranstaltungen bringen Vorträge, Schaukochen, Kostprobenverteilung und künstlerische Darbietungen, bei denen Tanzlehrer ulke und Frau sowie Spielleiter Hub vom Stadttheater und die Kapelle E i n b r o d t mitwirken werden. Inter- essenten seien auf die heutige Anzeige hingewiesen.

* Abendandacht f ü t Studenten. Die erste Abendandacht für Studenten in diesem Se­mester findet morgen um 20 Uhr pünktlich in der Kapelle auf dem Alten Friedhof statt. Die evangelischen Glieder der Stodtgemeinden haben zu diesen Andachten ohne weiteres Zutritt.

* Eine Achtzigjährige. Frau Louise Schmidt, Seltcrsweg 27 wohnhaft, kann am heutigen Donnerstag in körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Geburtstag begehen.

" Die Auszahlung der Militär- Derforgungsgebührnisse (Heeresrenten) für den Monat Juni erfolgt am Samstag. 28- Hai. in der Zeit von 8.30 bis 12 00 und von 1400 biS 17.00 Uhr beim Postamt, Bahnhof­straße 91.

" Gießener Hochschulgefelkschaft Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen (Gießener Hochfchulgefellfchaft) hält am nächsten Samstag ihre Iahrestagung ab. Aus diesem Anlaß findet um 17.15 Uhr im Großen Hörsaal der Universität eine Festsitzung statt, in der Professor Dr. Kuhn über .Die deutsche Führerfrage in ihrer Abhängigkeit von Erblichkeit und Umwelt' sprechen wird. Das Collegium musicum der Universität wird die Sitzung mit der Wiedergabe Schubertscher Kom­positionen einleiten und abfchliehen Zu der Veranstaltung sind auch Gäste bei freiem Ein­tritt willkommen. iGiehe heutige Anzeige >

" Benefizvorstellung der Mitglie­der de« Gießener Stadttheater«.

Man schreibt un«: Die Mitglieder bei Sießene« StadttheaterS veranstalten in freiem Jahre zu­gunsten ihrer Fenenkasle am SamStag. 4.3unt, 2015 Uhr, eine Benesizvorstellung. Zur Auf- fübrung gelangt die berühmte hellische Lvkal- polse . Der Datlench" von Ernst Rtcbergall Die Vorstellung ist außer Abonnement zu gewöhn­lichen Preisen Der Vorverkauf hat heute be­gonnen.

" Da» Militär- Groß. Konzert am nächsten Sonntag in der Volk-Halle in Gießen dürfte so schreibt man uns für die Besucher ein be­sonderer Genuß werden. Es sind diesmal 3 Musik« korps, jede mit voller Beletzung, zu einer großen Kapelle zusaminengksteUt. Eine derartige Veranftol- tung ist nur möglich in unserer Votkshallc, denn bei den großen Raumoerhaltnilsen der Halle kommt ein Konzert, welches von etwa 100 Musikern ausgefuhrt wird, erst recht zu Geltung. Eine besondere Note erhalt da» Konzert noch dadurch, daß der Heere». musikinspizient der Reichswehr die beiden Teile de» Programms persönlich dirigiert. Der erste Teil des Programm, bringt klassische Musik von G Verdi, L. van Beethoven, Eugen d'Albert und Franz Liszt. Der zweite Teil bringt u n zwei hessische Präsentier- morsche, den Äuralfiermarfd)Großer Kurfürst", den Heeresmarsch UI, 142, unter Benutzung von Heroldstrompeten und Kesselpauken. Al» Abschluß kommt unter Mitwirkung des Spielmannzuge» der »Große Zapfenstreich" zum Vortrag. Ihn derartiges Konzert mit einer so hervorragenden Besetzung wird sich der Bevölkerung von Gießen und Umgebung so­bald nicht wieder bieten. Der Termin für die Veran­staltung dürfte auch günftig gewählt sein, denn ein großer Teil der auswärtigen Besucher kann, da die Veranstaltung am Sonntagabend stattfindet, mit Sonntagsfahrkorte Gießen erreichen. Der Karten- vorverkauf hat bereits gut eingesetzt; es dürfte sich empfehlen, sich rechtzciiig Karten zu besorgen, da deren Zahl beschränkt ist. Für Erwerbslose findet fein Vorverkauf statt, diese erhalten ihre Karten an der Abendkasse. Näheres ist aus der Anzeige in der Samstoanummer zu ersehen.

,e Wandern in der Schülerabtei­lung de« nner-T u rn -Vere i n « Gienen. Die Iugendabteilung de« Mtv. Gießen unternahm, wie man unS berichtet, am vergange­nen Sonntag unter Führung de« Schülerturn- wartes H. Freienfehner ihre zweite dies­jährige Sommerwanderung. Es nahmen daran insgesamt 55 Schüler bzw. Schülerinnen de« Mtv., sowie zwei Erwachsene teil. Die Wanderung be­gann um 8 Uhr auf dem OSwaldsgarten und führte zunächst entlang der Main-Weser-Bahn nach Wißmar. Don hier ging e« nach kurzer Rast durch da« herrliche Wißmarbachtal zum Waidhaus, welches um die Mittagszeit erreicht wurde. Hier wurde abgekocht, und bei Spiel, Gesang und Reigen entwickelte sich bald ein frisch-fröhliche« Treiben in DotteS freier Ratur. Leider verstrichen die frohen Stunden allzu schnell. und kurz nach 16 Uhr wurde der Heimweg nach Gießen angetreten, der durch da« Vohnbach- tal und über Krofdorf führte. Am Odwald«garten löste sich nach einem dreifach kräftigen .Gat Heil" aus den Mtv. die junge Wanderschar auf.

Gngesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) praktische" vcrkehr»arbeit.

D« liegt ein Ort in Oberhessen, der heißt: Kloster ArnSburg". Gr ist eine Kloster­ruine. so schön, daß man weit reisen müßte, eine gleich schöne zu linden. Und Barockbauten he sprechen für sich selbst. Und dort ist auch die Klostermühle, in der man bestens verpflegt wird. Wer aber dahinkommen will, muß sich erst durch einen Riesenfahrplan hindurchsressen. Der Fahrplan ist 84 Zentimeter lang und 74 Zenti­meter breit. .Butzbach - Sicher Eisenbahn" heißt er und .Krastwagenverkehr". Und wer sich durch diesen Fahrplan durchgesressen hat. der sieht, daß die Züge alle nicht fahren, oder aber a n f o m - men, wenn die Züge der StaatSbahn in Lich gerade abgefahren sind. Und der .Krast­wagenverkehr" verkehrt immer in der Richtung, wo man nicht« zu suchen hat. Und wer nach Arnsburg will, der kann nicht hin, e« sei denn, er macht ein .Muster ohne Wert" au« sich für die ReichSpost, oder, wenn er mehr Lebendgewicht hat, ein .Sperrgut" für da« Licher Bähnchen. Güter toerben nämlich beför­dert! Und wer in ArnSburg ist, der kann nicht mehr fort nach Gießen. Wenn diese Stadt auf dem Mond läge, vielleicht käme man leichter dahin! S. V.

Wettervoraussage.

Das Wetterkartenbild hat sich seit gestern nicht wesentlich geändert. Hoher Druck im Norden und Nordwesten und flache Störungen über Deutschland und der Ostsee bedingen weiterhin entsprechend dem Druckgefälle Zufuhr kühler Luft. Daher tritt Be- ständigkeit zunächst nicht ein. Bewölkung und Auf- heiterung lösen sich ab, und die Temperaturen be­wegen sich immer noch in mäßigen Grenzen.

Aussichten für Freitag: Weiterhin wech- selnd bewölkt mit Aufheiterung, mäßig warm, ver- einzelt auch etwa» Niederschlag.

Lufttemperaturen am 25. Mai: mittags 15,3 Grad Celsius, abends 9,3 Grad; am 26. Mai: morgens 10 Grad. Maximum 15,2 Grad, Minimum 5,3 Krad. Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 25. Mai: abends 16,2 Grad; am 26 Mai: morgens 11,6 Grad Celsius. Niederschläge 0,1 mm. Sonnenschein­dauer 2% Stunden.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 27. Mai.

Kapelle auf dem Alten Friedhof. 20 Uhr, pünktlich: Abendandacht für Studenten; Studentenpfarrer Lic. Brunner.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 28. Mai. Freitag abend 7.40 Uhr, Samstag vor­mittag 8: nachmittags 4: Sabbatausgang 9.20. Wochengottesdienft: morgens 6.30; abends 7.15 Uhr. Der richtige Weg zur Erlangung

schöner weißer Zähne

bätzlich gefärbten Sobnbtlages Ist felgender: Drücken Eie einen Strang Lhkorobont, Zahnpaste auf die trockene tlhlorodont-ZahnbürsielSpezialbÜrste mit gezahntem BorstenschnlN), dürften Sie Ihr Debii; nun nach allen Gerten, auch von unten nach oben, tauchen Sie erlt jetzt die Bürste in Wasser und spülen Eie mti stchlorodont-Mundwasser unter Gurgeln gründlich nach. Der Erfolg wird Sie üderrascheiZ Der mißfarbene Zahn belog ist verschwunden und ein herrliche« Befühl der Hr-lche bleibt zurück. Hüten Cie sich vor minder- wenigen, billigen Nachahmungen und verlangen Sie aus­drücklich Chiorodom-Zahnpaste. Unitt-Sortrleflsprelft.