das Ihre getan hätten, uni den Absatz zu lähmen. Von den 138 282 deutschen Wagen, die insgesamt im Jahre 1929 verkauft wurden, tarnen auf Opel 32 832 23,7 d. S). ; von 96 309 im Jahre 1930 24 563, 25,5 o.5).: von 68 682 im Jahre 1931 19 389, 28,2 d. $)•", daraus geht hervor, daß der Anteil der Opel-Werke nm deutschen Absatz sich in den beiden letzten schweren Jahren ständig steigerte.
Selbst heute, da alle Länder der Erde und wohl die meisten Exportfirmen der Welt eine Abnahmeder Ausfuhr aufzuweisen haben, haben die Opel- Werke ihren Export vergrößert. Wir standen in der Ausfuhrabteilung und sahen zu, wie die Wagen verpackt und nach allen Enden der Welt expediert wurden, zu den G. M. C.-Montage-Werkstätten in Antwerpen, Kopenhagen, Stockholm, Buenos Aires, Sao Paolo und nach zehn oder zwölf Ländern im fernen Osten.
Der Anteil der Opel-Werke an den im Jahre 1929 insgesamt aus Deutschland exportierten 7784 Wagen betrug 2408 Wagen, 30,9 v. 5).: an 5565 im Jahre 1930 1354, 23 ü.5).; an 10 800 im Jahre 1931 7092, 65,7 v. 5). Die niedrigen Exportzahlen der Jahre 1929 und 1930 fielen in die Zeit der Vorbereitung des neuen, kleinen, leichten, billigen Wagenti)ps, der jetzt, nach den Angaben der Opel-Werke, zu einem um 25 v. H. niedrigeren Preis verkauft wird als der nächstbillige Wagen der.Konkurrenz.
Diese kolossale Auswirkung des Preisniveaus auf die Ausfuhr bestätigt die Argumentation derjenigen Nationalökonomen die in der Verbilligung der Fer- tigmaren einen Hauptfaktor zur Gesundung der Weltwirtschaft sehen. Unter anderem wurde dieses niedrige Preisniveau dadurch ermöglicht, daß seit der Uebernahme der Opel-Werke durch General Motors Rationalisierung und Anwendung amerikanischer Methoden die Fabrik, nach den Angaben ihrer Leiter, in den Stand gesetzt haben, mit 7000 Mann die Arbeit zu leisten, zu der vorher 13 000 gebraucht wurden.
Seit dem Jahre 1924 sind in Deutschland 84 rem amerikanische Fabrikbetriebe aufgezogen worden: die
Vielfalt ihrer Tätigkeit ist ein Beweis mehr für die Vielfalt der amerikanischen Interessen im Reich. In diesen Betrieben werden landwirtschaftliche Geräte erzeugt, Autozubehörteile, Chemikalien, elektrotechnische Artikel, Nahrungsmittel, Eisen, Stahl und Eisenwaren, Maschinen, Bergbauprodukte, Lederwaren und Schuhe, Spezialartikel und Textilien. Die amerikanische Beteiligung an der deutschen AEG. ist auf 30 Millionen Dollar, die an anderen deutschen Elektrokonzernen bis auf 17 Millionen Dollar geschätzt worden. Berücksichtigt man sämtliche Abarten amerikanischen Beteiligungen an deutschen Firmen und direkter Besitzrechte, so kommt man nach einer Schätzung amerikanischer Bankiers in Berlin auf einen Gesamtwert von etwa 300 Millionen Dollar.
Zwei weitere hierher gehörige Kategorien sind die amerikanischen Beteiligungen an deutschem Grundbesitz und die amerikanischen Beteiligungen an deutschen Aktiengesellschaften. Die Gesamtsumme ausländischer Beteiligungen an deutschem Grundbesitz wird von der Reichsbank auf rund 360 Millionen Dollar geschätzt, und davon sollen rund 200 Millionen Dollar in amerikanischen Händen sein.
Den Wert des amerikanischen Aktienbesitzes in Deutschland haben amerikanische Bankiers in Berlin auf rund 300 Millionen Dollar abgeschätzt. Das ergibt als vernünftige Schätzung für den amerikanischen Besitz an Fabriken, Grundstücken und Aktien in Deutschland eine Gesamtsumme von 800 Millionen Dollar.
Die langfristigen Kredite Amerikas in Deutschland wurden vom Handelsministerium der Vereinigten Staaten im Jahre 1931 auf 1420 Millionen Dollar geschätzt. Dazu 800 Millionen Dollar amerikanischer kurzfristiger Kredite ergibt eine Gesamtsumme von 3020 Millionen Dollar für direkte amerikanische Anlagen im Reich. Das sind ungefähr 40 v. H. des gesamten fremden Kapitals in Deutschland, das von der Reichsbank auf annähernd 7 Milliarden Dollar geschätzt wird: Amerika ist damit weitaus der größte Gläubiger.
SJLtfpott
Ludwig Daupert t-
Olm Karfreitag starb nach kurzem Krantsein im 71. Lebensjahre Ludwig Daupert von Wieseck. Daupert ist durch seine eifrige und opferbereite Tätigkeit in der deutschen Turnsache weit über die Grenzen seines Heimatdorfes bekannt geworden. 53 Jahre wirkte er im Turnverein Wieseck. Dem Vorstand des Vereins gehörte er seit 1884 an. Bis 1909 war er Vorsitzender und von da an in Anbetracht seiner Verdienste Ehrenvorsihender des Vereins.
Der Turnerbund Lahn-Dünsberg wurde unter seiner tatkräftigen Mithilfe gegründet. 25 Jahre war er Vorsitzender des Bundes. Auch hier wurde er im vergangenen Jahre zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zugleich gehörte er dem Vorstand des Südwestdeutschen Turnerbundes an, an dessen Gründung er als Vertreter des Lahn- Dünsberg-Gaues großen Anteil hatte.
Aber nicht allein in der Turnsache hat Daupert seinen Mann gestanden, sondern auch seinem Arbeitgeber leistete er wertvolle Dienste. 53 Jahre war er als Lacksieder und Lacksiedemeister bei der Firma Z u r b u ch in Gießen tätig, wo er bei Geschäftsaufgabe ausschied. Dem Gemeinderat seiner Heimatgemeinde gehörte er drei Jahre an. 23 Jahre war er Mitglied des Aufsichtsrates des landwirtschaftlichen Konsumvereins. Als Naturfreund war Daupert nicht minder geschäht und bei allen Wanderungen des Hangelsteiner Höhenklubs, dem er als Gründer und Vorstandsmitglied angehörte, war er einer von denen, die nie fehlten.
Oster-Zuhbatt der Spielvereinigung 1900.
„Pfalz" Ludwigshafen und „Germania" 94 Frankfurt als Gäste.
Die beiden Osterseiertage sehen säst alle Fußball- und Handballmannschaften der Spielvereinigung 1900 im Spielfeld. Ein umfangreiches Spielprogramm liegt vor. Zum Teil werden die Spiele aus eigenem Platz ausgetragen, einige Spiele der unteren Mannschasten sehen die 1900er auf kleinen Osterreisen. Auf dem Platz an der Liebigs- höhe werden an den Osterfeiertagen zwei außer-- ordentliche Begegnungen geboten. Am ersten Feiertag ist die Liga von „Pfalz" Ludwigshafen, die der Oberliga des Neckarkreises angehört, auf dem Platz der Spielvereinigung zu Gast. Die Ludwigshafener sind hier weniger bekannt, sie weilen auch das erstemal in Gießen. Lieber ihre Spielstärke läßt sich etwas abschließendes nicht sagen, aber man wird erwarten dürfen, daß die Gäste, die in den Verbandsspielen in ihrer Oberliga gegen schwere Gegner zu kämpfen hatten, den 1900ern zumindesten eine gleichwertige Partie liefern werden. Der Gefahr der Llnterschätzung des Gegners dürften die 1900er kaum verfallen, denn ein Vertreter einer süddeutschen Oberliga sollte im Spiel gegen die Liga der Spielvereinigung 1900 um Sieg oder Niederlage noch ein Wort mitzureden haben. Wenn auch die Niederlage der Blauweißen gegen den Spv. Wetzlar den Eindruck, den die Mannschaft in den letzten Wochen machte, etwas trübt, so hofft man doch, an diesen Osterfeiertagen wieder große Spiele zu sehen, um so wehr, als es sich um hochqualifizierte Gegner handelt, die die Leistungen auch der 1900er günstig beenflussen sollten. Daß sich die 1900er am ersten Feiertag ehrenvoll schlagen werden, sollte außerhalb allem Zweifel stehen.
Vor diesem Spiel treffen sich zu einer ebenfalls mit Spannung erwarteten Begegnung die l.Jgd. der Spielvereinigung und die l.Jgd. von Union Niederrad. Der Nachwuchs der Blauweißen wird hier zu zeigen haben, wie hoch seine Spielweise und Spielstärke eingeschätzt werden darf.
Die Ligareferve und die Lehrmannfchaft fahren nach Wetter bei Marburg. Die dortige 1. und die 2. Mannschaft des Platzvereins sind die Gegner. Die 1900er fällten, trotzdem die Gastgeber den Vorteil des et-genen Platzes für sich haben, kaum Siege zu landen, vermögen. Die 4. Mannschaft fährt nach Ebsdorf (ebenfalls bei Marburg) und trägt gegen die dortige 1. Mannschaft ein Freundschaftsspiel aus.
Ser jmeite Feiertag sieht die unteren Mannschaften spielfrei. Lediglich die 2. Jugend spielt gegen die gleiche des VfB. „Kurhessen" Marburg. Es dürfte sich dabei ein spannender Kampf entwickeln, dessen Ausgang kaum oorherzusagen ist. Die Mannschaften sind sich ziemlich gleichwertig.
Mit hochgespannten Erwartungen sieht man dem Spiel der Liga am zweiten Feiertag entgegen. Die Blauweiben haben sich eine Mannschaft
der Oberliga des Mainkreises verpflichtet. „Germania" 94 Frankfurt ist der Gegner. Die Frankfurter werden vermutlich mit der gleichen Elf antreten, mit der sie die Verbandsspiele bestritten hatten. Die Gäste des zweiten Feiertags halten einen güten Mittelplatz in der Tabelle, haben in den Pokalspielen über Erwarten gut abgeschnitten und stellen eine sehr durchgebildete und vor allem spielerfahrene Mannschaft in das Feld, die den 1900ern nach allen Regeln der Kunst den Kampf und die Behauptung sauer werden lassen sollte. Man rechnet nach der Papierform mit einem Sieg der Frankfurter, wie hoch er aber ausfällt, wird das Spiel zeigen müssen. Die 1900er werden beide Spiele in stärkster Aufstellung bestreiten, so daß mit spannenden Kämpfen zu rechnen sein dürfte.
Jugendspiele.
Die Schüler fahren am 1. Feiertag nach Nassau, wo sie an beiden Feiertagen gegen die dortigen Schüler spielen. Die 1. Jugend macht am 2. Feiertag einen Ausflug nach Braunfels und spielt dort gegen die Jugend von Braunfels. Auf Grund der größeren Spielerfahrung und der besseren technischen Leistungen kann man 1900 wohl im voraus den Sieg zusprechen. Die 2. Jugend empfängt die 2. Jugend Dom VfB. Kurhessen Marburg. Da beide Mannschaften gleich stark sind, wird es ein heißes Ringen um den Sieg geben.
VfB.-Gießen.
Auch der VfB. Gießen hat sich für die Öfter« feiertags ein umfangreiches Programm vorgenommen. Allerdings sind fast sämtliche Mannschaften nach auswärts verpflichtet. Die Liga ist am ersten Feiertag spielfrei. Dagegen will die Ligareserve am ersten Feiertag ein Spiel in Watzenborn-Steinberg, gegen die dortige erste Mannschaft des FC. „Teutonia" austragen. Die Liga verlor bekanntlich vor kurzer Zeit auf dem Platz des Gastgebers unter wenig erbaulichen Platz- und Witterungsverhältnissen mit 2:1. Die Ligareserve sieht sich dadurch vor der Möglichkeit, die Schlappe der Liga etwas auszubügeln. Der Ausgang des Kampfes ist offen.
Die Liga folgt am zweiten Osterfeiertag einer Einladung zu einem Gesellschaftsspiel in Wallau. Das Spiel werden die Grün-Weißen nicht leicht nehmen dürfen. Das Vorspiel ging mit 3:1 Toren für Wallau verloren. Es ist aber nicht unbekannt: die Wallauer haben sich in der vergangenen Verbandsspielsaison ausgezeichnet geschlagen, gingen als Meister der 1. Dezirksklasfe aus den Kämpfen hervor, lieferten gegen die Spielvereinigung 1900 immer spannende Kämpfe und das alles sollte für die Gießener eine Mahnung bedeuten, den Gegner nicht zu unterschätzen. Die Wallauer sind schnell und wuchtig, technisch nicht schlecht, im Sturm ideenreich, in der Verteidigung hart und zuverlässig, während die Läuferreihe weniger auf der Höhe ist. Die VfDer haben sich in der letzten Zeit von der besten Seite gezeigt und sollten eigentlich, wenn sie in bewährter Aufstellung antreten, einen Sieg erringen können. Auf eigenem Platz sind die Gastgeber als sehr gefährlich zu betrachten.
Die Ligareserve tritt am zweiten Feiertag gegen einen alten Nivalen der Verbandsspiele im Freundschaftstreffen an. Daubringens erste Mannschaft ist der Gegner. Die Gastgeber (das Spiel steigt in Daubringen) sind sehr spielstark und die VfBer werden alles aufzubieten haben, wenn sie sich behaupten wollen. Der Ausgang des Kampfes ist offen.
Jugendspiele.
Die Jugendmannschaften haben während der Feiertage ebenfalls eine Anzahl Spiele zu be- streiten. Mit Ausnahme der Schüler spielen alle Mannschaften auf fremden Plätzen. Am ersten Feiertag tritt die Jugend gegen die 1. Jugend von Frankfurt-Eschersheim, am zweiten Feiertag gegen die 1. Jugend des Dportclubs Nieder-Llrsel an. Die VfDer haben es in beiden Fällen mit durchtrainierten guten Mannschaften zu tun, gegen die nicht leicht zu kämpfen sein wird Die Einladungen dürften als eine Anerkennung für öie Leistungen der Jugendlichen des VfB zu werten fein, die tatsächlich in letzter Zeit eine ausgezeichnete Form an den Tag legten.
„Die 2. Jugend begibt sich auch auf eine zweitägige Neise. Am ersten Feiertag weilt die Mannschaft in Alsfeld zu Gast und spielt gegen die 1. Jugend des Sportvereins 06 Alsfeld, am fttociten Feiertag erwartet man die VfDer in Leusel bei Alsfeld. Auch die 2. Mannschaft hat sich m der letzten Zeit sehr gut geschlagen und eme achtbare Erfolgsserie hinter sich gebracht.
Sie treten in Anbetracht dessen die Neise nicht ohne Aussichten auf Sieg an. Die 1. Schüler- mannschaft spielt am ersten Feiertag gegen die 1. Schüler von Garbenteich und trägt am zweiten Feiertag bereits das Rückspiel in Garbenteich aus. „Rot-Weiß" Frankfurt in Leihgestern.
Für den 1. Osterfeiertag hat sich die Spielvereinigung 1926 Leihgestern einen beachtenswerten Gegner verpflichtet. Die erste Mannschaft empfängt die Sonderelf des Sportclubs Not-Weih Frankfurt a. M. zum Propagandaspiel. Die Gäste aus Frankfurt spielten in den verflossenen Verbandsspielen in der Dezirksliga Hl und belegten unter zwölf Bewerbern den zweiten Platz. Dieselbe Mannschaft spielte an Weihnachten 1931 in Butzbach gegen die Liga des dortigen DfN. 2:2. Das mit großer Spannung erwartete Treffen wird in folgender Aufstellung bestritten:
Frankfurt: Hartmann: Lipp, Schulze; Darmstadt, Bäcker, Hoffmann: Haas, Stephan, Schüttel, Baumert, Karber.
Leihgestern: Arnold I., Held, Funk, Schäfer. 'Jjeuder; Textor, Jäger, Väth: Häuser, Laux: Eiff. , . J
Daß Leihgestern in dieser Aufstellung einen beachtenswerten Gegner darstellt, beweisen die letzten Spiele: diesmal wird jedoch alle Energie aufgeboten werden müssen, wenn man gegen einen solchen Gegner ehrenvoll bestehen will.
Der Gegner des 2. Osterfeiertages ist die erste Mannschaft des BfN. Lich. Die Gäste spielten in den Verbandsspielen eine annehmbare Nolle, werden aber trotzdem um eine Niederlage nicht herumkommen. — Die zweite Mannschaft spielt gegen die zweite Mannschaft des DfN. Lich. Da über die Spielstärke dieser Mannschaft wenig bekannt ist, ist der Ausgang des Spieles kaum vorherzufagen.
Sportabteilung des Turnvereins Lollar
Am 2. Osterfeiertag herrscht auf dem Lollarer Waldspartplatz wieder Hochbetrieb. Die 1. Fußballmannschaft hat sich die Pokalelf vom SC. Rot-Weiß Frankfurt zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet. Die Mannschaft tritt in kompletter Aufstellung in Lollar an und sollte den Sportfreunden Lollars ein schönes Spiel oorführen. Die 1. Handballmannschaft hat sich auch einen beachtenswerten Gegner in der 1. Mannschaft des Tv. Atzbach verschrieben.
Sportverein 1928 Garbenteich.
Die 1. Mannschaft tritt am 1. Osterfeiertag zu einem Gesellschaftsspiel gegen die 1. Mannschaft des Sportvereins Steinbach tn Steinbach an. Beide Mannschaften sind als völlig gleichwertig zu erachten. Die 1. Jugend empfängt voraussichtlich die 1. Jugend des Sportklubs Braunfels. Am 2. Feiertag tritt die Mannschaft des Sportvereins Garbenteich bereits zum Rückspiel gegen Steinbach, diesmal auf eigenem Platze, an. Auf vertrautem Spielfeld, bei kompletter Aufstellung, sollten die Platzbesitzer den Sieger stellen. Die 1. Jugend tritt auch am 2. Ostertag auf eigenem Platz zu einem Spiel an. Die Jugend des FC. 1913 Wallau ist der Gegner. Die 1. Schülermannschaft empfängt die gleiche des Sportvereins Wetzlar. Die Wetzlarer Schüler werden den Sieg mit Sicherheit mit nach Hause nehmen, denn die Schüler von Garbenteich treten zum erstenmal auf den Plan.
Handball im Gau Hessen (O. T.)
Tv. Bad Homburg als Gast des Mio. Gießen.
Der Männerturnverein Gießen hat sich für den 1. Feiertag die 1. Mannschaft des Turnvereins Bad Homburg, die in der Meisterklasse des Main-Taunus. Gaues eine führende Rolle spielt, verpflichtet. Die Männerturner werden alle Kräfte aufbieten müssen, wenn sie gegen diesen Gegner erfolgreich bleiben wollen. Der Ausgang des Spieles ist nicht -orher- zusagen, da die Mannschaft erstmalig hier spielt. Vor dem Spiel der 1. Mannschaften treffen sich die 2. des To. Bad Homburg mit einer kombinierten Jugend und 2. Mannschaft des Männerturnvereins. Auch hier läßt sich über den Spielausgang kaum etwas Vorhersagen.
Tv. Frankfurt a. M.-Schwanheim in GroßenLinde«.
Am 2. Osterfeiertag gastiert in Großen-Linden eint Mannschaft aus der Handballhochburg des Mainbezirks. Die 1. Mannschaft des Tv. Großen-Linden hat sich die 1. Elf des To. Frankfurt a. M.°Schwan° heim verpflichtet. Die Großen-Lindener lieferten gegen starke Mannschaften immer eine gute Partie. Wenn sie auch diesmal mit Ersatz antreten müssen, so erwartet man trotzdem ein ehrenvolles Resultat.
*
Die 1. Handballmannschaft des Turnvereins A 11 e n d o r f (Lumda) empfängt am 2. Osterfeiertag die 1. des Fußballfportvereins Frank, f u r t zum Freundschaftsspiel. Beide Mannschaften treten in starker Aufstellung an, so daß ein spannendes Spiel zu erwarten ist. Die 1. Mannschaft des Fußballfportvereins dürfte den Sieger stellen.
Turnverein Garbenieich.
Am 1. Osterfeiertag empfängt der Turnverein Gar. benteich die Handball-Liga-Mannschaft des Fußball- sportvereins Frankfurt a. M. Die Gäste sind in Gar- benteich nicht unbetannt da sie im vergangenen Jahre schon auf einer Wettspielreise hier weilten. Daß die Mannschaft des Füßballsportvereins auf einem hohen Spielniveau steht, besagt schon ohne weiteres ihr diesjähriger Tabellenstand in der Bezirksliga des Mainbezirks, wo sie mit VfR. Schwanheim gleichzeitig den ersten Platz einnehmen. Man darf auch diesmal wieder mit einem hochwertigen Spiel rechnen. Vor diesem Spiel treffen sich Tv. Steinbach I gegen Garbenteich II. 1
Arbeiter-Turn- und Sportbund
Die Osterseiertage bringen lebhaften Spielbetrieb. Wieseck I hat am e r ft e n Feiertag die Kreis- klassenelf von Ditzenbach zu Gast. Die Gäste zählen mit zu den stärksten Vertretern der Kreisklasse des ersten Bezirkes und stellen eine flinke Mannschast ins Feld. Die ©aftgeber werden sich sehr anstrcn- gen müssen, wenn sie eine gleichwertige Partie liefern sollen. Vorher stehen sich Wieseck II und Großen- Buseck I im Rückspiel gegenüber. Der Ausgang des Kampfes ist offen.
Wißmar I hat sich die Kreisklasfen-Elf von Heu- fenftamm verpflichtet und wird wohl um eine empfindliche Niederlage nicht herumkommen. Vorher Wißmar Jugend gegen Naunheim Jugend.
Lollar I hat Watzenborn I zu Gast. Zwei gleichwertige Gegner werden sich hier gegenüberstehen. Lollar hat den Vorteil des eigenen Platzes und sollte den Sieger stellen. Vorher spielen Lollar Jugend gegen Wieseck 2. Jugend.
Rodheim I hat Kinzenbach I zum Gegner. Hausen I empfängt Lich I und wird sich mächtig um den Sieg bemüheck müssen. Beuern I und Burkhardsfelden I stehen sich in Beuern gegenüber. Grü» ningen I ist in Lindenstruth zu Gast und sollte Sieger bleiben. Großen-Linden Jugend empfängt Hausens Jugend. Außerdem spielen Krofdorf Jugend und Hungen 2. in Krofdorf.
Am zweiten Dfterfeiertag hat Heuchelheim I Ditzenbach I zu Gast. Ein spannender Kamps, dürfte zu erwarten fein. Offenbach Burgei weilt am zweiten Feiertag in Großen-Buseck. Die Platzbesitzer werden sich hier mächtig anstrengen müssen, wenn sie den Gasten ein gleichwertiges Spiel liefern wollen.
Heusenstamm I spielt in Watzenborn-Steinberg und sollte dort einen sicheren Sieg landen. Saasen I hat Gießen II zum Gegner und wird den Gästen den Sieg überlassen müssen. Annerod I wird auf eigenem Platze gegen Großen-Linden II Sieger bleiben. Wetzlar I hat Blasbach I zu Gast. Waldgirmes I spielt gegen seinen Nachbar Naunheim II. Vorher hat Waldgirmes II Naunheim Jugend zum Gegner. Londorf 1 und Daubringen I sollten sich in Londorf ein spannendes Spiel liefern. In Linden- struth I und Beuern I stehen sich gleichwertige Mannschaften gegenüber. Krofdorf Jugend weilt "in Lang-Göns und spielt gegen die dortige 1. Mannschaft. Fellingshausen Jugend dürste sich in Wißmar eine Niederlage holen.
Wirtschaft.
Mark etwa 4,4 Mill. Mark betragen, sowie zu Sonderabschreibungen und Wertberichtigungen verwendet werden. Gleichzeitig soll eine neue »Wahß k Frehtag Baugesellschaft AG." mit einem Kapital von 2 Mill. Mark durch Einbringung von Aktiven der alten Wahh & Frehtag AG. gegründet werden. Das der Gesellschaft nahestehende Dankenkonsortiurn wird die Aktien der neuen Gesellschaft zu pari übernehmen, in Anrechnung auf Forderungen von 2 Mill. Mk., ferner gegen einen Nachlaß von 800 000 Mark und außerdem mit der Verpflichtung, von den übernommenen Aktien 1 Million Mark den Aktionären der alten Wahß & Frehtag AG. zum Umtausch gegen die zusammengelegten Aktien der alten Gesellschaft im Verhältnis 1:1 anzubieten.
Frankfurt im Verlaufe erholt.
Franks urt a. M., 24. März. (WTD. Drahtmeldung.) Der letzte Börsenverkehr vor den Feiertagen zeigte ein recht ruhiges Aussehen und zu Beginn eher etwas schwächere Tendenz, weil die Insolvenz der Industrie- und Privatbank etwas verstimmte und auch in einigen Werten wieder Verkäufe vorgelegen haben. Bei der geringen Llnternehmungsluft sanden sie nur auf ermäßigter Basis Aufnahme. Maßgebend für die eher schwächere Tendenz war auch das weitere Angebot auf einzelnen Gebieten des Renten- marktes. Gegen die Abendbörse ergaben sich Kursrückgänge von 0,5 bis 1 v. H. Mehr offeriert waren am Elektromarkt Gesfürel und Schuckert, die je 1,5 v. H. verloren. JG.-Farben und Scheideanstalt bröckelten bis zu 1 v. H. ab. Von Danken verloren Reichsbank 1 v. H. Schiffahrtsaktien gaben 0,5 v. H. nach, während Montanwerke ziemlich widerstandsfähig lagen und nur ganz wenige Werte 0,25 bis 0,5 v. H. verloren. Im Verlaufe setzte sich eine merkliche Erholung durch, da die Spekulation zu Deckungen schritt und auch die Zahlungseinstellung der Industrie- und Privatbank kaum noch verstimmte, weil man keine Rückschläge auf die Börse befürchtete. Im Vordergrund des Interesses standen JG.-Farben, die wieder 1,5 v. H. gewannen, während an den übrigen Marktgebieten die Besserungen nur Bruchteile eines Prozentes Betrugen. Im späteren Verlauf war das Geschäft zwar sehr ruhig, doch nahm die Kulisse weitere Deckungen vor, so daß die Kurse nochmals 0,25 bis 0,5 v. H. hoher lagen. Stark befestigt waren Siemens mit plus 2,5 v. H. v
21m Rentenmar kt Tagen Reichsschuldbuch- forberungen bis zu 1 v. H. schwächer. Auch öicutiantabcn lagen Erholt und nochmals-
Wochenbericht
vom frankfurter Schlachtviehmarkt.
Der Frankfurter Schlachtviehmarkt verzeichnete im Hinblick auf die Osterseiertage in der abgelaufenen Woche starke Zutriebe.
Am Rindermarkt verblieb nach ruhigem Geschäft etwas Lleberstand. Der Auftrieb betrug 1633 Stück. Bessere Kauflust fanden beste Ochsen und Kühe, bei denen sich Preiserhöhungen um 1 Mark ergaben, während Bullen und Färsen auf dem letzten Stand behauptet blieben.
Am Kälbermarkt war das Geschäft trotz des abermals starken Zutriebes zu Beginn der Woche noch lebhaft, so daß Preisbesserungen von 1 bis 2 Mark erzielt wurden. Später bröckelten die Preise wieder ab, gegen die Vorwoche ließen sie sogar 1 Mark nach. Der Auftrieb mit 2228 Stück war noch leicht erhöht, doch wurde er geräumt.
Am Schafmarkt machte sich eine saison- mäßig bedingte Abnahme der Beschickung bemerkbar, da die Tiere jetzt zur Weide kommen. Trotzdem der Zutrieb um rund 200 Stück kleiner, als in der Vorwoche (348 Stück) war, blieben die Preise nur für beste Schafe unverändert, wogegen sie in den unteren Gattungen etwa 1 Mark nachgaben. Nach mittelmäßigem Handel wurde der Markt ausverkauft.
Am Schweine markt setzten sich die Preisrückgänge weiter fort, da für den stark erhöhten Auftrieb von 6779 Stück die Nachfrage zu klein war. Nach ruhigem, jedoch meist schleppendem Geschäftsgang verblieb Lleberstand. Gegenüber der Vorwoche ließen die Preise um weitere 1 bis 2 Mark nach.
3m einzelnen notierten per Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 30 bis 34, a2) 25 bis 29, bl) 20 bis 24; Dullen a) 25 bis 30 b) 20 bis 24: Kühe a) 24 bis 27, b) 20 bis 23' c) 15 bis 19; Färsen a) 30 bis 33, b) 25 bis 29
c) 20 bis 24; Kälber b) 40 bis 43. c) 36 bis 39*
d) 30 bis 35; Schafe al) 30 bis 32, b) 25 bis 29*
c) 20 bis 24; Schweine a) 38 bis 41, b) 38 bis 41’
c) 38 bis 42, d) 37 bis 41, e) 33 bis 38, f) und gj
nicht notiert.
* OBaH & Sretjtag 21©., Frankfurt am Marn. Die Verwaltung beabsichtigt der demn^hst einzuberufenden Generalversammlung erne Sanierung durch Herabsetzung des Aktien- kapltals von zwölf auf eine Million Mark vorzuschlagen. Der danach erzielte Sanierungsgewinn soll zur Deckung der bisherigen Betriebsverluste, die emlchl. Vortrag aus 1930/31 von rund 410 000
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