ülns Der promnxtalbauptftaDt
Gießen, den 26. März 1932.
Ostern.
Altßistorifchcr Boden ist es, der sich vor den Toren der Stadt Rom an der Dia Appia auS» dehnt: die römische Kaiserzeit und die Urzeit des Lhristentums treten dem, der über diesen Boden wandelt, lebendig entgegen. Unmittelbar an der alten Strafte liegt die Katakombe des EaUistus, nach der ich an einem sonnenhellen Sommertage, an einem Tage voll Himmelsbläue und wunderbarer Farbenpracht, tote man ihn nur in Italien erleben kann. hinausgewandert war. Mönche vom Trappistenorden sind die Hüter dieser Begräbnisstätte, still und ernst — bekanntlich ist ihnen daS Schweigegebot auserlegt — toandern diese Männer durch Hofe und Anlagen, sie führen die Fremden, die in_ die Tiefe niedersteigen und sind dabei selbstverständlich von dem Schtoeigegebot befreit. Ein deutscher Mönch, nach seiner Mundart ein Rheinländer, führte uns. die toir mit einem Lichtstümpschen in der Hand unserem Deleit-manne folgten- Sowohl der Eingang wie alte unterirdischen, vielfach verschlungenen und sich kreuzenden Gänge sind so schmal, daft nicht einmal zwei Personen nebeneinander gehen können. Heber Stuf eg geht es hinunter In die Tiefe. Seitwärts in den Rischen ruhen die Toten, die man in den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung bestattet hat. Deutsche Friedhöfe stimmen die Seele zur Trauer und Wehmut, aber sie haben doch so viele-, das freundlich und erhebend wirkt. Der Blumenschmuck auf den liebevoll gepflegten Gräbern, die künstlerisch ausgeführten Grabdenkmäler. der Himmel, der sich über dem Dvttes- ader auSspann, das Leben, das im Rufe des pflügenden Ackersmannes, der fvielenden Kinder, der auf der Strafte Dorüberwandelnden über die Friedhofsmauer herüberdringt, machen einen wohltuenden, versöhnenden Eindruck. 3n den Katakomben ist alles dunkle Rächt, Schweigen und Tod. Doch auch dieser fehlt eS rricht an Hinweisen, die dem Gedenken an den Tod den Stachel nehmen. Allenthalben haben die alten Christen in diesen unterirdischen, durch den Kalkboden getriebenen Gängen Sinnbilder der Auf- erstehung angebracht. Lazarus erscheint, wie er mit Tüchern umwunden aus seinem Grabe her- vorgeht, hinter ihm steht Jesus, der einen kleinen Stab in der Hand trägt. Oder er wird als der gute Hirte dar gestellt, der daS verlorene Schaf auf der Schulter nach Hause trägt Ruch Gestalten aus dem Alten Testamente treten auf, so Roah in s rnct Arche, Daniel in der Löwengrube, die drei Männer Im Feuerofen deS Königs von Dcchylon, lauter Bilder, die kundgeben, wie die Frommen von Gott beschützt und bewahrt werden. Dazu Inschriften mannigfacher Art, die auf den gleichen Ton gestimmt sind, überall der Ausdruck der Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tode. Wie ein Museum unS die Art vergangener Geschlechter widerspiegelt, so vergegenwärtigen uns die Katakomben den Geist der ältesten Christen. Sie waren in einen schweren Kampf hineingestellt, muftten um ihres Glaubens willen Angst und Derfolgung ertragen, haben aber den Mut nicht verloren, weil sie durch Jesu Auferstehung gewift geworden waren, daft ihr Herr und Meister im Tode nicht untergegangen sei. sondern weiterlebe und die Seinen mit Kraft erfülle.
'S ist schwer, sich vorzustellen, daft die heutige Menschheit ohne den Glauben an eine vergängliche Wclt sich behaupten könne. Schier unüberwindliche Hemmnisse stellen sich uns in den Weg. Wir sind weiter denn je von dem ewigen Frieden entfernt, unversöhnliche Gegner wollen das deutsche Dolk nicht hochkommen lassen. Finanznot, Erwerbslosigkeit, Varteihader in unseren eigenen Reihen. Diesen Wirrnissen und Schwierigkeiten seht der Glaube ein entschiedenes ..Dennoch" entgegen. Recht muft doch Recht bleiben, Reid und Haft dürfen in der Welt nicht siegen, weil es einen Gott gibt und weil dieser Gott alles, was mit reinem Herzen getan wird, gelingen läftt, wie er nun zwei Jahrtausende hindurch die Sache Jesu, die am Tage von Golgatha so hoffnungslos erschien, hat gelingen lassen.
Die alten Griechen versetzten ihre Toten in die Unterwelt, sie wird von der Welt, in der die Menschen leben und arbeiten, durch einen Fluft getrennt; der Fährmann Charon fährt die Abgeschiedenen in 1 einem Kahne hinüber. Die Unterwelt ist ein Reich der Schatten. Ergreifend berichtet Homer, wie Odysseus noch bei lebendigem Leibe in diese Welt gelangt, dort seine Mutter begrüften will, wie ihr Schatten aber von ihm zurückweicht. Das sind Erzählungen von Poesie und Schönheit, aber doch auch nur unwirkliche Schatten. Die Bibel spricht von dem Leben nach dem Tode als von einem Leben in der Gemeinschaft mit Gott, einem Leben ohne Manael, Leid und Sünde, einem Weiterwachfen der Seele in einer verklärten Welt. Martin Luther fpricht von diesem Leben in seiner kerndeutschen Art und heraus aus seinem starken Glauben mit den Worten: „Ein Ackersmanii könnte aus seinem Acker eine feine Bibel machen und von seinem Samen, so er säet, studieren und lernen den Artikel: Ich glaube an eine Auferstehung der Toten, und sagen: Dies Korn, das ich jetzt säe, wird sein Wesen verlieren; es wird aber hernach ein schöner, grüner Halm daraus wachsen, der so lang sei als ich bin, und breiftig, sechzig, hundert Körner bringe; und aus dieser Dohne, so ich fetzt in die Erde stecke, wird ein Stengel wachsen, der junge, frische Dohnen bringen wird. Das ist mein liebes Buch, daraus ich studiere und lerne, daft mein Leib, wenn er in die Erde verscharrt und begraben wird, ein schöner, lebendiger Leib werden wird." H. B.
Osterwünsche.
Ivie würdest du die Welt gestalten?
Der Weise wird sagen: „Ich verleihe der Gesundheit ansteckende Kraft und nicht den Krankheiten." Er wird weiter feststellen, daft die Jagd nach Geld heute den gröftten Teil menschlichen Sinnens und Trachtens cinnimmt. Würden die Menschen ebenso viel Zeit und Kraft auf höhere Dinge verwenden, so würden sie eine wahre Auferstehung des Geistes und eine Gesundung an Leib und Seele feiern können.
Manche werden gerade in der jetzigen Zeit wünschen, daft alle politischen Scheidungen und Kämpfe abgeschafft werden sollen. Alle Menschen, wären dann eine einzige Familie, in der es keine Kriege mehr geben könnte. Man muft aber bedenken, daft das Familienleben auch nicht immer friedlich ist, selbst wenn diese Familie nur aus
Wann und Frau besteht. Die ungefügig mühte dann eine Famllie von vielen Millionen Köpfen fein!
Einige werden sagen, daft die Welt in ein Paradies verwandelt würde durch die goldene Regel: „Wir wollen allen andern das tun und wünschen, waS sie unS hm und wünschen." Aber die goldene Regel wurde vom Herzen und nicht vom Berstand aufgestellt. Du möchtest nicht, daft die andern dich einsperren, weil du eS nicht verdienst; aber für das Wohl der Menschheit ist es notwendig, daft einige eingesperrt werden, weil sie es verdienen.
Der beste Weg zur Defriedung der Welt wäre vielleicht, alle Menschen klug und verständnisvoll zu machen. Dann würden sich alle Ausgaben von selbst lösen. Aber alle ErziehungSwege der letzten Jahrhunderte haben wenig zu diesem Ziel beige tragen. Außerdem beweist die Geschichte, daft auch kluge Menschen töricht und lasterhaft handelten.
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So bleibt überall ein Wünschen übrig. 3m grvften und im kleinen Dereich deines eigenen LebenS. Der beste Wunsch für die Menschen liegt darin, ihnen möchte wachsende Erkenntnis beschieden sein, daft es immer noch gröberes Leid gib, alS das eigene. ES mag unS noch so schlecht gehen: Jeder blicke um sich und er wird Menschen finden, denen es noch weit schlechter geht.
GS gibt mehr Leid, als wir wissen und sehen wollen. Der Auferstehungsgedanke gibt allem Wünschen tieferen Sinn und lebendige Kraft. Jeder kann in feinem kleinen Kreise durch Wort, Tat und Zuspruch etwas von dieser Kraft verbreiten und kann im Hinblick auf die sich ewig erneuernde Erde den Menschen die Gewißheit geben, daft keine Finsternis so tief ist, als daft ihr doch nicht dereinst das Licht folgt. M. A.
Mein neues JrühjahrSkleid.
Gestern hab' ich mit der Schneiderin wegen eines neuen Kleid's gesprochen. Schnell zu wählen batte ich im Sinn, denn der Lenz erscheint in ein paar Wochen.
Selbstverständlich blau. — Ich wollte bloß zwischen hell, und dunkelblau noch wählen; aber sie begann — mein Schreck war groß —, jetzt die Untertöne aufzuzählen.
Lichtblau! Nachtblau! Auch Elekttischblaul Sollte ich für Türkisblau mich entscheiden? Kobaltblau? Pastellblau! Preußische Blau! Himmelblau würde mich entschieden kleiden.
Königsblau? Vielleicht gar Kaiserblau? Sollt' ich etwa Veilchenblau doch nehmen? Delfterblau? Das zarte Reynoldsblau? Sollt' ich mich zu Saphirblau bequemen?
Amethystblau? Ultramariniert, weil es blau wirkt und doch rötlich schimmert? Nizzablau mit Azurblau garniert?
Soll es Eisblau fein, das grünlich flimmert?
Alle Tone klangen auf und ab.
Stundenlang hat sie mich noch gepeinigt ... Weil in deutschem Blau es gar nichts gab, haben wir uns dann auf Bleu geeinigt.
Puck.
Schützt den Wald vor Zeuerögefahr!
Die anhaltende Trockenheit während der letzten Wochen hat die Bäume und insbesondere die Gräser sehr trocken werden lassen, so daft stets die Gefahr naheliegt, durch ein unachtsam weggeworfenes Streichholz oder einen Zigarettenrest einen Brand zu entfachen, der den Wäldern sehr gefährlich werden kann. DaS trockene Gras begünstigt die Entstehung und Verbreitung des Feuers außerordentlich, so daß nicht eindringlich genug darauf hingewiesen werden kann, gerade während der Osterfeierta^e, an denen sicherlich viele Stadtbewohner Auszüge und Spaziergänge in die umliegenden Wälder machen werden, mit dem Feuer recht vorsichtig Umzug e h e n, wenn unübersehbarer Schaden vermieden werden soll. Wer den Wald liebt, wird mit dem Feuer nicht leichtfertig umgehen! Erhöhte Aufmerksamkeit sollten in dieser Hinsicht die Eltern auch dem Spiel ihrer Kinder schenken.
Autobusverbindung nach dem Schiffenberg und dem Flughafen.
Bon den Dftcrfciertagen ab wird der Betrieb auf den beiden Kraftpostlinien Gießen-Schifsen- berg und Gießen-Flughasen wieder aufgenommen. Die Wagen verkehren vorerst nur an Sonn, und Feiertagen nach folgendem Fahrplan:
A. Nach dem Schiffen berg : ab Gießen Bhf. 15.25 Uhr, ab Gießen Selterstor 15,27, ab Gießen Ludwigsplotz 15.30, an Schiffenberg 15.45, Rückfahrt ab Schiffenberg 18.00 Uhr.
B. Nachdem Flugplatz: ab Gießen Bhf. 14.55 Uhr, ab Gießen Selterstor 14.57, ab Gießen Lud- wigsplatz 15.00, an Flugplatz 15.10, Rückfahrt ab Flugplatz 18.00 Uhr.
Der Fahrpreis mit der Kraftpost nach dem Schiffenberg beträgt vom Bahnhof Gießen aus 50 Rpf., vom Ludwigsplotz aus 45 Pi. Bei gleichzeitiger ßiffung der Rückfahrtkarte kostet die Hin- und Rückfahrt 80 Pf.
Nach dem Flugplatz kostet die Fahrt vom Bahnhof aus 35 Pf., vorn Ludwigsplatz aus 30 Pf. Für die Hin- und Rückfahrkarte werden 60 bzw. 50 Pi. erhoben.
Gictzcrrcr Wochcnmarktprcisc.
* Gießen, 26. März. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter 100, Süßrahmbutter 130, Landbutter 120, Matte 25—30 Pfennig das Pfund, Käse 5—10, Eier 8 Pf das Stück, Wirsing 10—25, Weißkraut 10—12. Rotkraut 10—15, Gelbe Rüben 10—12, Rote Rüben 10—12, Spinat 23—30, ilntcr-Äoftlrabi 5—8, Grünkohl 15-20, Rosenkohl 25 - 30. Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 50—60, Zwiebeln 20—22, Meerrettich 30—60, Schwarzwurzeln 25 -35, Kartoffeln 4,5, Aepfel 8—15, Dirnen 10—12, Dörrobst 25—30, Honig 40—45, Rüsse 35—40. 3ungc Hähne 80—90, Suppenhühner 70—80 Ps. das Pfund, Tauben 60—70, Blumenkohl 30—70, Salat 25—35, Endivien 15—30, Ober-Kohlrabi 8- 10, Lauch 5-10, Rettich 10-15, Sellerie 10-40 Pf. das Stück, Radieschen 15—20 Pf. daS Bund, Kartoffeln 3'80—4,00, Weißkraut 6,00—6,50. Wirsing 15,00-18,00, Rotkraut 8,00—10,00 Mk. per Zentner.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Stadttheater, „Romeo und Julia". 20 bis 22.30 Uftr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ronny".
00 Tageskalender füj Sonntag
** Don der Landesuniversität. Die Pressestelle der Universität Gießen teilt mit: Dem ordentlichen Professor für Physik an unserer Uni. oerfität Dr. Walther Bothe wurde vom Badi- scheu Ministerium des Kultus und Unterrichts der Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Universität Heidelberg angeboten.
** WegenSpionageverhgftet. Wie uns berichtet wurde, hat die hiesige Kriminalpolizei am Mittwoch den Versorgungsanwärter Heinr. Spohr, der bis vor einem Jahre als Unterfeldwebel unserem Bataillon angehörte, verhaftet und dem Lcmd- f.erichtsgefängnis als Untersuchungsgefangener zuge- ührt. Die Verhaftung erfolgte auf Ersuchen einer auswärtigen Behörde unter der Beschuldigung der Spionage. Auf Anfrage bei der Kriminalpolizei wird uns die Tatsache der Verhaftung Spohrs bestätigt. Die Vorgänge, die zu der Verhaftung Anlaß gaben, sollen mehrere Jahre zurückliegen und durch eine Festnahme an einem anderen Platze jetzt zu den Maßnahmen gegen Spohr geführt haben.
Dienft jubiläum. Der Prokurist Herr Gg. M o o tz begeht am 27. März sein 50jähriges Jubiläum als Angestellter der Zigarrenfabrik Carl E m - melius. Der Jubilar trat am 27. SRän 1882 als Lehrling in die Firma ein und war seit dieser Zeit ununterbrochen im Dienste des Unternehmens tätig. Am 9. Januar 1920 wurde er in Anerkennung feiner treuen und ersprießlichen Dienste zum Prokuristen ernannt.
** Museen und S) eiben türm sind am Sonntag und Montag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. An beiden Feiertagen gelten kleine Eintrittspreise.
** Senkung der Gemeinde-Biersteuer. Die Stadtverwaltung veröffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil eine Anordnung, durch die die Gemeinde-Biersteuer für das Rechnungsjahr 1932 gesenkt wird. Interessenten seien auf die Anzeige besonders hingewiesen.
** Der Wochenmarkt beginnt vom 2. April ab um 7 Uhr und wird um 13 Uhr zu Ende sein. Siehe heutige Bekanntmachung der Stadtverwaltung.
*e Kleine Brände. Die Feuerwehr wurde am Donnerstag 14.39 Uhr nach bem Schliefplah bei der Liebigshöhe gerufen. Dort brannten eine Wand der Drettereinzäunung und das Gras der Döfchung. Rach kurzer Tätigkeit konnte die Feuerwehr der Flammen Herr werden. — Gestern, (am Karfreitag) geriet auf bisher noch nicht aufgeklärte Weife eine Fichtenschönu.ig an der Rödgener Straße in Drand und fiel auf einer Fläche von 85x15 Meter dem Feuer zum Opfer. Rach etwa einstündiger anstrengender Tätigkeit konnte man auch hier die Gefahr bannen.
•• Der Dienenzüchterverein Gießen und Umgebung hielt am Sonntag in der Gastwirtschaft von Faulstich einen Lehrgang über Dienenkrankheiten ab. Der Borfitzende, G. Do- denbender (Gießen) wies zunächst auf die dauernd um sich greifenden Seuchen unter den Bienenvölkern in gewissen Teilen Deutschlands hin und ermahnte, ein wachsames Auge auf diese schleichende Gefahr zu haben. Dann sprach Dr. Freuden st ein von der staatlichen Dienenzuchtlehranstalt an der Universität Marburg über „Die Krankheiten und Feinde der Dienenbrut", von denen er besonders die Stein-, Kalk- und Faulbrut in den Kreis seiner Betrachtungen zog und Anweisungen zu deren Bekämpfung bzw. Heilung gab. Der Rachmittag war der Besprechung der tierischen Feinde der ausgewachsenen Dienen gewidmet, die meistens seuchenartig auftreten. Die Ausführungen wurden durch Präparate und
(1. Oftcrfeietiag). Stadttheater, „Hauptmann von Köpenick"-, 18 bis gcacn 22 Uftr. — Philotophen- toald, 16.15 Uhr, Großes Militär-Konzert. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ronny". -- Asto- ria-Lcchtspiele, Seltersweg: »Harold halt dich fest".
— Tageskalender für Montag (2. Osterfeiertag). Stadttheater, 19 bi- 21.30 Uhr, „Die tolle Lola". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Drandplah, 11 bis 13 Uhr, Tischbein-Ausstellung. — Lichtspielhaus. Bahnhofstr.: 11.15 Uhr, »Rango"; ab 15 Uhr „Uteinc Kouline aus Warschau". — Astoria-Lichtspiele, SelterS- toeg: „Harold halt dich fest".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, Wiederholung der Reueinstudierung des Trauerspiel- „Romeo und 3ulia" von William Shakespeare unter der Regie von 3ntendant Dr. P r a s ch. Die Titelrollen spielen Raimund S ch e 1 ch e r und Beatrice Doering. Die Dorstellung gilt als 23. Dorstellung im Freitag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen. Ende: 22.30 Uhr. — Am ersten Osterfeiertag, 18 Uhr, als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Schauspielpreisen „Der Hauptmann von Köpenick" ein deutsches Märchen von Carl Zuckmayer. 3n 18 spannenden Bildern zieht die bunte Szenenfolge vorüber. Die Titelrolle spielt Peter F a f f o 11, sonst ist das gesamte Ensemble unter Hinzuziehung vieler Statisten beschäftigt. Ende: gegen 22 Uhr. — Als besondere Ostervergünstigung gibt die Intendanz am Montag, 28. März, lf> Uhr, zum letztenmal als Werbevorstellung zu fleinftcn Operettenpreisen „Die tolle Lola", Operette von Kadel- burg und Redner. Musik von Hugo Hirsch. Spielleitung hat Heinrich Hub, der zugleich die männliche Hauptrolle spielt und singt. Am Pult Walter Moehl, der die Musik für seine moderne Jazzkapelle eingerichtet hat. Die Solo- und Gruppentänze stehen unter Leitung von Tanzmeister Ewald Bäulke, dessen Tanzgruppe auch die Girls angehören. — Dienstag. 29. März, 20 Uhr, „Romeo und Julia" unter der Spielleitung deS Intendanten. Titelrollen: Raimund Schelcher und Beatrice Doering. 24. Dorstellung im Dienstag-Abonnement. Gewöhnliche Preise. Ende: gegen 23 Uhr.
— Militärkonzert Im Philosophen, wald. Am ersten Feiertag, 16.15 Uhr, findet im Restaurant Philosophenwald ein Militärkonzert unter Leitung von Obermusikmeister Krauße statt. Das Konzert bringt auch diesmal wieder viel unterhal- tende Musik, so daß den Besuchern einige kurzweilige Stunden bereitet werden dürften. Näheres ist aus der Anzeige vom Mittwoch ersichtlich.
— »Rang o." Der Kulturfilm, der am zweiten Osterfeiertag, 11.15 Uhr im Lichtspielhaus Bahnhofstraße gezeigt wird, führt die Besucher in den unerforschten Dschungel von Sumatra und schildert Episoden spannender Kampfe zwischen Menschen und dem Tiger, gleichzeitig das Wesen einer Freundschaft und ^hicksals^emeinscha't zwischen Mensch und Orang-Utan, die sich beide gegen den raubgierigen Tiger wenden müssen. Der Film, ein Tonfilm, der unter großen Schwierigkeiten ausgenommen worden sein dürfte, wurde von dem Schöpfer des Filmes „Chang", Emst S ch o e d f a ck, gedreht. Räheres ist aus der Anzeige vom Donnerstag ersichtlich.
Lichtbilder auf» beste ergänzt und von der Der» fammlung mit reichem Bellall aufaenommen. In der anschließenden regen Aussprache wurde noch manche bicnenwirlschaftliche Frage geklärt und zwei Dertreter zur Teilnahme au einem Bienen- SeuchenkurfuS in Marburg bestimmt. Für die Jahreshauptversammlung deS Oberheffischen 3m- keroundeS, die am dritten Feiertage in Gießen stattlindet, wurden sieben Dertreter gewählt. Der Obmann geißelte dann noch die Unsitte deS Haselnuß- und Weidenkätzchenplünderns und wie- auf die gesetzlichen Bestimmungen hin, daß diese Plünderei strafbar fei.
" Kurse in der EinhcitSkurzfchrift. Die I. Reichskurzschriftgeselllchaft Gießen eröffnet am Dienstag, 12. Avril, 19 Uhr. in der Pesta- lozzifchule, Rordanlage 18. wieder einen Anfänger-Lehrgang in der StnheitSkurzfchrift unter Leitung eine- staatlich geprüften Lehrers der Stenographie. DaS Unterrichtsgeld ist. wie man uns schreibt, den heutigen Zeitverhältnissen entsprechend, von 12 Mk. auf 7 Mk. ermäßigt worden. Außerdem erhalten Erwerbslose besondere Vergünstigungen. Tüchtige Stenographen mit Leistungen über dem Durchschnitt sind immer begehrt, deshalb versäume man die Fortbildung nicht. Hierzu bieten die gleichfalls neu beginnenden Fortbildung--, Redeschrift-, Praktiker- und Diktatkurse in allen Geschwindigkeiten Gelegenheit. Räheres ist aus der heutigen Anzeige zu ersehen.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 27.März. 1. Osterfeiertag.
Stadlkirche. 9.30 Uhr: Pfr.Mahr; 11: Kinderkirche f. d. Matthäusgemeindc; Pfr.Mahr; 18: Pfr. Becker. - Johanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirchc für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 18: Pfr. Bechtolsheimer; im Anschluß Beichte für die Konfirmanden der Lukasgemeinde und deren Angehörigen. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergcmcinde; Pfr. Lenz. — Elifabelh-Meinkinderlchule. 9.45: Pfr. l.ic. Waas; 11; Kinderkirche für die Pelrusgemeinde; Pfr. Lic Waas. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 13.30: Gottes^ dienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst: Beichte, Abendmahl: Kollekte; 13: liturgischer Gottesdienst.— wiefeck. 9.30: Frauenchor; Kollekte: 10.45: Kinder- kirche; 13.30: Beichte zum Konfirmationsabendmahl. Allen-Bufeck. 10; 13: Beichte. — Kirchberg. 10: Kirch, berg; 11: hl. Abendmahl für die alten Gemeinde glieder von Staufenberg; 13.30: Kirchberg; 13.30: Mainzlar; hl. Abendmahl für die alten Gemeindeglie. der. — Haufen-Garbenteich. 10: Hausen; Mitwirkung des Frauenchors; 13: Garbenteich: Mitwirkung des Gesangvereins „Liederblüte". — 2Datjenborn-5(ein- berg. 13.30: Hauptgottesdienst; Kirchenchor; im Anschluß Beichte zum Konfirmandenabendmahl. —। Grüningen. 9.30: Hauptgottesdienst; Kollekte; im Anschluß Beichte und Feier des hl. Aocndmahls. — Lich. 6: Stiftsdechant Draudt; Posaunenchor; yrduentoor; Kollekte; 9.30: Stiftsdechant Kahn; Posaunenmor, Kirchenchor; Chorschule; Kollekte; 12.45: Kinder gottesdienst; 14: Stiftspfarrer Draudt; Kollekte.
Montag, den 28. März. 2. Osterfeiertag.
Stadlkirche. 9.30: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 17: Pfr. Mahr; Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Mat- thäusycmeinde. — Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Bech tolshcimer; Konfirmation der Kinder der Lukasgemeinde; Feier des hl. Abendmahls; 14: Pfr. Aus- seid; Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Johannesgemeinde; 18. Pfr. Müller. — Kapelle de» Alten Friedhof». 9.30: Pfr. Lic. Waas; 14: Pfr. Lenz. Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Luthergemeinde. — Llisabeth-Kleinkindcrfchulc. 9.45 Pfr. Lenz. — Klein-Linden. 10: Konfirmation mit Beichte und hl. Abendmahl. — Heuchelheim. 10: Kon firmation; Beichte; Abendmahl; Kollekte. — wlefeck. 9.30: Konfirmation; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; Kollekte. — Allen-Duseck. 9.30: Konfirmation, Kollekte. — Kirchberg. 10: Kirchberg; Konfirmation Kollekte für das Hess. ev. Krüppelheim; hl. Abendmahl. — Haufen-Garbenteich. Konfirmation; 8: Garben teich; 10.30: Hausen. — Watzenborn-Steinberg. 9.30 Konfirmation und Feier des hl. Abendmahls; Kollekte. — Grüningen. 13: Konfirmation; Beichte und Feier des hl. Abendmahls; Kollekte. — Lich. 9.30. Stiftsdechant Kahn; Kollekte; 13.30: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; Kollekte.
Dienstag, den 29. März. Osterdienstag
Wiefeck. 14.30 Uhr: Osterfeier der Kinderkirche (bei gutem Wetter im Wald).
katholische Gemeinden.
Sonntag, den 27. März. Ostersonntag.
Gieften. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14.30: feierliche Vesper. 16.30 und 19: Beichte. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Messe mit Prediat. — Hungen. 7.45: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14: Andacht. — Lich. 10: Hoch amt mit Predigt; 14: Andacht. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt.
Montag, den 28. März. Ostermontag.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommu nion; 9: Hochamt; 11: Messe; 14.30: Andacht — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9: Hochamt mit Predigt; Erstkommunion- und Schul entlassungsfeier: 15: Erneuerung der Tausgelübte. Weihe und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Lollar. 8.45: Meise mit Predigt. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.
Dienstag, den 29. März.
Hungen. 9 Uhr: Dankesamt.
Freitag, den 1. April.
Gießen. 7 Uhr: Segensamt. — Lich. 7; Segensmesse.
sonntanodienst d.4ler,te».R"otbeken am 27.3.«2 Dr.Ncmncmn-Lvengel. I>r.Steinreich.Engelavotl>. .iai nant: Dr. Adam. VL)
Am 28. März (Ostermontag):
Frau Dr. Marr. Dr. Schäffer. Peltkanavotbeke. Zahnarzt: Dr. Breuning.
Der richtige Weg zur Erlangung schöner weißer Zähne
h 8 B11 ffiflefkbttn Zahnbelages ist folgender: Drücken Eie einen Strang Chlorodont- Zaynpaste auf die trockene EHIorodoni. Zahnbürste (Spezialbürste mit gezahntem Dorstenschnitl), bürsten Sie Ihr Demh nun no6 allen Sellen, auch von unten nach oben, tauchen Ste erst setzt die Bürste in Wasser und spülen Cie mü Chlorodont-Mundwasser unter Gurgeln gründlich nach. Der Erfolg wird Sie überrasthen! Der mißfarbene Zahnbelog ist verschwunden und ein Herruches Gefühl der Frische bleibt zurück. Hüten Sie sich vor minber- weriigen, billigen Nachahmungen und verlangen Sie au»' drüLich ChlorodonüZahnpüstr. Unlu-Lorkriezrpreff^


