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dab es für die NLL2P. rozeß, wo olle fchöpfni. I werden mühten, keine te Einmischung geben an es für richtig, wenn d t r aus handel, Lerkehr ibernehme und erfülle, die Forderung nach Ler«. gesamten Geld, und mirklicht werden. In einem eiche würde auch keine Mark e nicht durch neuaeschoffene, che Werte mindestens hun- . Bon den lebenswichtigen llem auch die Llektri. azialifiert Mrden müs- ertschast müsse der hart» g e genommen werden. LDW. gingen auf eine erung von winde« >nen Arbeitslofen in zeh hinaus, und M t in Hohe von einer haid.n MgderArbcitsdiens!- von einer weiteren Mn mSnderungderHaus- ung, von nÄ einer hat ic Förderung des S«ed' .wesens (3unMm werden. Bis zu dm M slosc hoffe man durch eine r Einfuhr wieder
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Aus der Provinzialhauptüadt.
Drehen, den 26. Februar 1932.
Zahnarzt, Mutter und Kind. Don Luise Seepacher, Dresden.
Die Notwendigkeit der Schulzahnpflege ift allgemein anerkannt. Dagegen wird dlc Zahnpflege der vorfchulpflichtigen Binder In weiten Streiten noch arg vernachlässigt. Eine zahnärztlich« Deaul- fichtigung der Kindergärten gibt es leider noch nicht. Die Eltern heben bedauerlicherweise noch vielfach auf dem irrtümlichen Standpunkt, datz es auf die Beschaffenheit der Milchzähne nicht ankommt, da fie sowie bald wieder auSfallen. Sie wissen nichts davon, datz kranke Mrlchzähne schlechtes Material der zweiten Zähne zur Folge haben. Würde aber schon das Kleinkind dem Zahnarzt zugeführt, so hätte dies nicht nur den Borteil, daß die Schulzahnärzte bei den Ambern ein wesentlich besseres Material vorfänden, sondern bas Sttnb würbe sich auch viel leichter an di« zahnärztliche Durchsicht des Wundes gewöhnen.
Für den Zahnarzt ift es viel leichter, das kindliche Dertrauen zu gewinnen, wenn die ersten Male «ine Behandlung überhaupt nicht notwendig ist oder, falls selbst ein kleines Loch vorhanden ist. dieses schmerzlos gefüllt werden kann. Es ist doch verständlich, wieviel ruhigeres Ar- beiten der Zahnarzt hat, wenn er nicht auf Widerstand bei dem kleinen Patienten stöftt, sondern ihn unbehindert behandeln kann. Es bleibt ihm viel eher die Zeit zu einem freundlichen Wort, zu einem Scherz, die zu einem freundschaftlichen Verhältnis zwischen Arzt und Kind führen. Zum gröstten Teil find die Eltern oder fonstigen Erwachse nen in der Umgebung des Kindes daran fchuld, wenn es schon bei dem ersten Besuch dem Zahnarzt verängstigt und widerstrebend entgegen- tritt. Doch lästt sich auch in solchen Fällen fast jedes kleine Kind schon günstig beeinflussen durch di« Erklärung, daß ein Arzt stets nur vorübergehende Schmerzen bereite, um dauernde, viel ärgere zu verhüten.
Danz falsch ist es. einem Äinbe etwa zu erzählen. eS tut nicht weh beim Zahnarzt' dann fichlt es sich bet der ersten schmerzhaften Behandlung belogen und verliert olles Vertrauen. Ebenso töricht ist es, Kindern bei Wäschereien oder sonstigem Anlast irgendwie mit dem Zahnarzt und der unangenehmen Bohrmaschine zu drohen. Die meisten Kinder empfinden sogar bas Surren der Bohr- mafchine bei schmerzloser Behandlung als etwas sehr Lustiges.
Auch im Behandlungszimmer kann das Berhal- ten des Erwachsenen, der da- Kind begleitet, ouherordentlich viel Einslust haben. Wenn die Mutter etwa neben dem Patientenstuhl steht und mit verängstigter Miene jeden Handgriff verfolgt, womöglich viel dazwischenredend, erschwert die» die Behandlung ungemein. Es gibt leider immer noch unzählige Erwachsene, die es ungeheure Lieberwindung kostet, zum Zahnarzt zu gehen, und die stets so lange warten, bi» sie Schmerzen dazu zwinaen und eine langwierige unangenehme Behandlung in Frage kommt. Wird dann in Gegen- wart von Kindern darüber zu Haufe gejammert und geklagt, so ist es nicht zu verwundern, wenn in dem kleinen Dehirn ganz düstre Bilder vom Zahnarzt entstehen. 3n Familien, in denen eS Regel ift, datz alle Familienmitglieder In Zeitabständen von einem Viertel- oder einem halben Jahr, je nach der Beschaffenheit der Zähne, sich diese vom Zahnarzt durchsehen lassen, dürften sich die Kinder am leichtesten, ohne unnötige Furcht ebenfalls daran gewöhnen.
DieAblösungderGondergebäudesteuef
Die hessischen AuSführungsvorschriften über di« Ablösung der Sondergebäudefleuer sind nunmehr erlassen. Da eine Ablösung vor dem 1. April 1932 für den Steuerpflichtigen am günstigsten ist, weil dann schon mit Beginn deS neuen Steuer- jahreS die Steuer fortfällt, kann den Hauseigentümern, die ihre Sondergebäudesteuer ab- lösen wollen, nur empfohlen werden, einen dahingehenden Antrag bei dem zuständigen Finanzamt alsbald zu stellen. Rähere Auskunft über die Ablösung erteilen die Finanzämter.
Keine Herabsetzung des Schulgeldes in Hessen.
Auf eine Kleine Anfrage des Abg. Böhm < Deutschnational) hat die Regierung erklärt, dast infolge der gespannten Finanzlage d«S Staates eine Herabsetzung des Schulgelde« jetzt nicht möglich ift.
Bornotizen.
— Tageskalender für Frei tag : Stadtthaeter Diesten, ..Die tolle Lola". 20 bis 22.15 Uf>r. — Oberhessischer Kunstverein. Turmhaus am Brandplah, 15 bis 17 Uhr, Frühjahrs- Kunst - Aus stellung. — Deutscher und Oesterreichi- scher Alpenverein, 20.30 Uhr, Singsaal deS Real- gdmnasiums, Lichtbilder-Vortrag über .Hoch- alpine Leistungen der Verteidiger TirolF'. — Oberhesl. Desellschast für Vatur- und Heilkunde, Raturwisfenfchaftliche Abteilung. 20.15 Uhr. Phv- siologisches Institut, Friedrichstraße, Sitzung. — DHE. Hotel Hopfeld. Leseabend von Amtsgerichtsrat Gros — Fröbel-Seminar, 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr, Gartenstr. 30, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhof strotze: .Schön ist die Manöverzeit". — Astoria-Lichtspielc, Seltersweg: .Hilfek Ueberfall!" und .Der Herr vom Finanz-- amt".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird unS geschrieben: Heute, 19 Uhr. „Die tolle Lola", Operette von Kadelburg und Redner, Musik von Hugo Hirsch. Eine Wiederholung der erfolgreichen Faschingsinszenierung in der Ausstattung der Erstaujsuhrung. Heinrich Hub. der zugleich die männliche Hauptrolle spielt und singt, führt Regie. Am Pult Walter Moehl, der die Musik für die Ausführung bearbeitete. Tänzerische Gesamtleitung: Ewald Böulke: au» seiner 'Tanzgruppe stammen auch die Girls. Beginn dieser ausgezeichne.en Abendunterhaltung: 20 Uhr. Ende: 22.15 Uhr Gewöhnliche Operettenpreise. — Sonntag. 28. Februar. 19 Uhr. letztes Gastspiel von Frau Auguste Prasch-Grevenderg. Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters, in der einmaligen Aufführung des Lustspiel- von Earl Röstler „Die fünf Frankfurter". Frau Prasch- Grevenbcrg spielt eine ihrer schönsten Rollen, die Frau Gudula. Trotz des Auftretens der gefeierten Künstlerin ermötzigte ©reife. Die Vorstellung gilt als Fremdenvorstellung. Beginn: 19 Uhr. Ende: 2130 Ubr; Spielleitung: Karl Volck.
— Der „Fall Dehn" bildet den Gegenstand eines Vortrags, den Professor Messer in der
Vorläufig kein Vierstreik in Gießen. Beibehaltung der bisherigen Ausschankpreise. — Vie Gastwirte erwarten Dierfleuerfenkung ab 20. März.
Di« Freie Dastwirte-Innung von Sietzen und Umgegend hatte auf gestern nachmittag eine öffentliche Da st Wirteversammlung in das Gasthaus „Hindenburg ' t nberufen, die außerordentlich stark besucht war. Die Der amm- lung hatte sich mit der Beschlutzfa u..g uoer die Bier Preisfrage und über die Durchführung bet Polizei! chen Anordnungen im Rahmen der PreissentungSaktion zu delchäftigen
Der zweite hessische Dcrbandsvor chende Döring- Darmstadt gab zunächst «inen Ucbetblid über di« Entwicklung der wirtschaftlichen Derhält- nifs« im Dastwirtsgewerbe im Verlaufe deS letz- t«n Jahrzehnts, wobei er festftellte, datz au 6 b«m «inst blühenden und fteuerfräf- tlg«n Gewerbe ein Rotstandsberuf geworden sei, in dem schon viele Gastwirte zugrunde gegangen seien und weite Kreis« immer mehr vom Zusammenbruch bedroht würden. Gr kam dann auf das D ie r p r «is d i k t a t des ReichSkommilfars für Preissenkung zu sprechen und stellte hierbei mit Bitterkeit und Bedauern fest, datz die Pretssenkungsbehörde für unsere Gegend leider nur einen Rotstand für di« Brauereien, aber nicht auch ein« Rot des DastwirtSgewerbeS anerkenne und den wirtschaftlichen Fragen der Daststätten- inhaberüberhaupt mit grotzer Welt- fremdheit und mangelnder Sachkenntnis gegenüber st «he. Der Redner wies weiter darauf hin. datz die Reichsregierung auf Vorstellung der Derbandsleltung in Berlin
«ine Blerfteuerfenfung um 7 Alk. pro Hektoliter ab 20. AlSrz jugejagt
habe. Es bestünden aber noch gewifs« Zweifel hinsichtlich der Erfüllung dieser Zusage, da man in dieser Beziehung früher schon mancherlei (Ent- töuschungen erlebt habe. Weiter machte der Redner darauf aufmerksam, datz bei dem Bierpreis- diktot des Frankfurter Unterfom» m l f f a r s für Hessen und Hessen-Nassau dem (9 a ft- »Irtsgeroerbe «In Vielfaches dessen an Preissenkung aufgezwungen worden fet, was man den Brauereien zuaemutet habe. Die hessische Der- banbsleitung habe sich mit der Hessischen Regierung in Verbindung gesetzt und in wiederholten Verhandlungen, bei denen die Hess. Regierung in anerkennenswerter Weise den wirtschaftlichen 9n- ieressen des Gastwirlsgewerbes vollstes Verständnis entgegenbrachte, ein Ergebnis erreicht, mit dem man sich einstweilen zufrieden erklären könne. Er (Red- ner) sei von dem Sachbearbeiter im Hess. Ministe- rium des Innern, Oberregierungsrat Knoll, aus- drucklich ermächtigt worden, folgendes zu erklären: stein Gastwirt wird bestraft werden, wenn er den Lierausschankprels jetzt nicht senkt und seine Entscheidung zurückstellt, bis eine endgültige Regelung dieser Jrage erfolgt ist. Wenn bet Preissenkungskommissar wegen Verweigerung der Preissenkung bestrafen will, kann dies nur durch die Regierung geschehen, diese wird sich aber dafür einfetzen, däh in keinem Aaste wegen Beibehaltung des bisherigen Blerpretfes Bestrafung erfolgt.
Bei trief er Sachlage empfahl der Redner dringend. im gegenwärtigen Augenblick von dem als Abwehrmohnahme ins Auge gefotzten Dierstreik abzufehen, do bei der verständnisvollen und entgegenkommenden Haltung der Hesi.schen Regierung eine Notwendigkeit zu diesem Streik zur Zeit nicht bestehe. Der Redner warnte auch davor, sich etwa aus parteipolitischen Dründen in einen Streik zu begeben, ober parteipolitische Bestrebungen tn die rein beruf-ständisch« und winschaftlich« Organisation hineinzu- tragen. Das Dastwirtsgewerbe werde jetzt gut tun. wenn eS zunächst den 2 0. März abwarte, um zu sehen, ob di« von der ReichSre^ierung z u- gefagt« Diersteuersenkung etntrete ober nicht. Man erwart« bestimmt, datz da» gegebene Versprechen erfüllt werb«, sollt« bas nicht ber Fall sein, so werbe man auch vor dem schorssien Abwehrmittel, dem Dierstreik, nicht zurück- schrecken. Die ausfchlutzreichen Darlegungen deS Redners wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen.
Die Aussprache
war sehr lebhaft und gab einer ganzen Reihe von Rednern Anlaß zur Meinunasaußerung. Auf die einzelnen Reden näher einzugehen, ist uns mit Rücksicht auf die beschränkten Raurnoerhältnissc nicht möglich. Zusammenfasienb ist zu berichten, datz an ber gegenwärtigen Höhe des Bierausschankpreises nicht bas Dastwirtsgewerbe die Schuld trage, dafür vor allem die gewaltige Erhöhung der Sier ft euer, die heute etwa 22 bis 23 Mark pro Hektoliter ausmache, verantwortlich sei. Ferner müsse auch die exorbitante Höhe der übrigen Steuerlasten des Gewerbes berücksichtigt werden. Weiterhin wurden gewisie Beanstandungen der Preispolitik ber Brauereien laut, wobei man namentlich einen geringeren Bierlieferungspreis von Brauereien in Darmstadt und Friedberg gegenüber anderen Bewirten Oberhefsens hervorhob Ferner wurde von Dem Hauptredner noch klargestellt bah
bei bet gegenwärtigen Sachlage bk Gastwirte nicht nur ble bisherigen Bierpreise beibehalte«» könnten, sondern auch zum Aushang von Preisschildern nicht gezwungen seien.
Ber lokalen polizeilichen Anordnung stehe in beiden Fällen die obenerwähnte Stellungnahme der Re- ?ierung entgegen wenn auch die bisherigen Der- andlunaen mit Der lokalen Polizeidienststelle nach dieser Richtung hin unbefriedigend gewesen seien. Verhandlunaen mit der Stadtverwaltung wegen einer Ermäßigung ber Bierfteuer führten nicht zu dem erhofften Erfolg, ba btt Stadt bei ihrer Finanzlage auf diese Einnahme nickt verzichten könne.
Einstimmig kam die Versammlung zu dem Ergebnis, den Empfehlungen des zweiten Ber- bandsvorsitzenben Döring folgend, an dem bisherigen Bierpreis fest zuhalten und von einem Bier ft reit zunächst abzufehen, Im Vertrauen darauf, daß die Zusage ber Reichs- regierung. bic Biersteuer vorn 20. März ab um 7 Mark zu ermäßigen, elngelöst wirb.
Aula deS Gymnasiums (Südanlage) am Samstag, 27. Februar, 15 Uhr, halten wird. 3n diesem „Fall" — so schreibt man uns — handelt eS sich um ein höchst bedeutsames religiös-sittliches Problem, zugleich auch um das Prinzip der Lehrfreiheit unserer Hochschulen. Es darf darum auf ein lebhaftes Interesse für diesen Vortrag gerechnet werden. Zu ihm ist jeder, dem es um eine Klarstellung zu tun ist, willkommen. (Siehe gestrige Anzeige.)
— Kulturfilm« im Lichtspielhaus Bahnhofstraße. 2lm Sonntagvormittag kommen im Lichtspielhaus Bahnhofstraße wieder einige Kulturfilme zur Aufführung. Der erste Film führt nach Locamo und in das Maggiatal, in enge Gasten und malerische Winkel der ober- italienitaen Städtchen dieses Gebietes, in die Basilika des hl. Victor in Muralto, sowie in die landschaftlich reizvolle Umgebung. Ein zweiter Film bringt den Besuchern das Wunderwerk deutscher Technik, den R'.esendampfer .Bremen", nahe. 3m Filmbild hat man Gelegenheit, den Stapellauf. di« Taufe, die Vorbereitungen zur Ausreise, zu sehen, das Schiff in feinen wesentlichen Teilen kennenzulemen und einen Katapultstart deS Postflugzeuges zu beobachten. Sin dritter Film führt nach Zürich, an den Züricher See, im Flugzeug über die Stadt, in die alten Zunfthäuser, in die älnioerfität. die Technische Hochschule, in Die Volkssternwarte, zum Strandbad, nach dem Sihl- tal und seinem Wildpark, nach Ginsiedeln zum Wintersport und in die Landschaft der nächsten Umgebung von Zürich. Die Vorstellung beginnt, wie stets, um 11.15 Uhr. Näheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich.
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Weitere starke Zunahme der Wohlfahrtserwerbslosen in Hessen. 3m Volksstaat Hessen find nach den neuesten Ermittelungen des Hessischen Landesstatistischen Amts die von den Arbeitsämtern anerkannten, bei den Bezirksfürsorgestellen gezählten Wohl- sahrtSerwerbslosen gegenüber dem Vormonat von 36 033 aus 39 164 am 31.3anuar gestiegen. Um die gleiche Zeit des Vorjahres waren 23 514 Wohlfahrtserwerbslose ermittelt worden.
” Herrenlose Fahrräder. Bei der Kriminalabteilung sind nachstehend ausgeführte Fahrräder sichergestellt, die herrenlos aufgefunden wurden: Herrenrad Marke „Brennabor", Herrenrad Marke ./Torpedo". Herrenrad Marke ..Opel", Herrenrad Marke „Kayser", Herrenrad Marke ..Patria". Herrenrad Marie unbekannt, schwarzer geschweitzter Rahmen, Herrenrad stark abgenutzt. Bereifung noch gut erhalten. Herrenrad mit schwarzem Rahmen und Karbidlaterne, Herrenrad mit gelben Felgen und roten Oummi- griffen, Herrenrad mit schwarzem Rahmen und gelben Felgen und ein Damenfahrrad Marke „Mifa". Personen, die Eigentumsrechte geltend machen können, werden gebeten, während der Bureaustunden bei der Kriminalabteilung Zimmer 63 vorzusprechen.
•• Fahrraddiebstähle. Der Polizeibericht teilt mit: Rachstehende Fahrräder wurden in der letzten Zeit hier gestohlen: Herrenfahrrad Mark« .Kurmann", Fabriknummer 20 136, Herrenrad Marke.Raumann-Germanla". Fabriknummer 10 21116; Herrenfahrrad Marke „Lhattia" mit
schwarzem Rahmen, gelben Felgen und Komet- frcilauf; Damenfahrrad Marke „Goldrad" mit schwarzem Rahmen, schwarzen Felgen und grauer Bereisung. Für das Raumann-Germania-Rad blieb ein Kurmann-Rad mit schwarzem Rahmen und gelben Felgen am Tatort stehen. — 3n den letzten Tagen wurden vor dem Arbeitsamt eine elektrische Fahrradlaterne, gezeichnet B. D., aus einem Vorgarten in der Marburger Straße ein Dynamo Marke „Bauer" und aus verschiedenen Gartenhäuschen Am Rodtberg einige HandweriS- zeuge entwendet.
*e .FrühlingSfahrt zum Mittel- meer.“ 3n der Reuen Aula sprach am Montagabend vor vielen Zuhörern im Rahmen einer Veranstaltung deS Kaufmännischen Vereins und des OrtSgewerbevereins Dr. phil. Kaufmann über eine Reife nach dem Mittelmeer. 3n über zweistündigem Vortrag wußte der Redner viel Wissenswertes zu erzählen. Er gab zunächst eine impressionistische Schilderung einer solchen Fahrt, die er dann in systematischer Betrachtung aller Etappen von Genua aus vor den Zuhörern auf» rollte. Er erzählte von der eindrucksvollen Schönheit der Aetna, den llassischen Stätten Siziliens und der Pracht deS MeereS in diesen Breiten: er schilderte weiter Griechenland und Athen, die Stadt und die großartigen Bauwerke der Akropolis: er lieft vor dem geistigen Auge seiner Zuhörer in großen Hmriffen Vergangenes lebendig werden und gab gleichzeitig einen äleberblirf über die gegenwärtige politische Situation auf der Balkanhalbinsel. Weiter führte er feine Zuhörer an den Bosporus, nach Stambul, vor und in die Hagia Sofia, in das rege Leben der Straften dieser orientalischen Stadt und gab in interessanter Gegenüberstellung der Gegensätze einen Einblick in daS Wirken Kemal Paschas, der in der Türkei bekanntlich grundlegende Reformen deS öffentlichen und privaten LebenS durchführte. Don besonderem 3nteresse waren ferner die Darlegungen über Land, Leute. Wirtschaft, Kultur und Geschichte Palästinas; er vergatz auch nicht, der dortigen deutschen Ansiedlungen Erwähnung »u tun. Den Abschluft des VortragS bildeten die Ausführungen über Aegypten; auch hier gab der Redner einen Einblick in das Wesen der Dinge, in das merkwürdige Land und seine uralte Kultur, in daS aufstrebende Wirtschaftsleben und die auch dort nicht unbekannten Krifen. Rach einem Besuch der Pyramiden, der Königsgräber usw., nach einer Schilderung von Kairo führte Der Vor- trauende seine Zuhörer entlang der Adriattschen Küste nach Venedig und damit in daS Abendland zurück, das man für kurze Stunden im Geiste verlassen hatte. Eine Anzahl photographischer Aufnahmen, die den Vortrag angenehm belebten, hielten daS Wesentlichste inuTiloe fest. Der Vortrag wurde beifällig aufgenommen.
AlterSvereinigung 1 8 8 2/193 2. Arn Samstagabend fand im Hotel Schütz die Heber- gäbe der von der Altersvereinigung 1879/1929 gestifteten Fahne statt, wobei auch die Alters- Dereinigungen aus den 3ahren 29, 30 und 31 zahlreich vertreten waren. Die Hcbergabe erfolgte durch den Vorsitzenden der Altersvereim- gung 1931. August Baller, während Die übrigen vertretenen Altcrsvercinigungen durch ihre Vorsitzenden den aktiven Fünfzigern Glückwünsche
übermittelten. 3m übrigen trugen musikalisch« Darbietungen heitere Vorträge und gemeinsame Lieder wesentllch zur Geselligkeit bei.
Große ©traffammer Gießen.
* Gieften. 23. Frbr Heute wurde der schwer« Autounfall, bei dem der bekannte Mufillehver Gör lach ouS Gießen fein Leben einbüftte. nochmals in der Berufungsinstanz verhandelt. Der Verunglückte fuhr im März vorigen 3ahres abends in der Dunkelheit mit feinem Fahrrad von Dieften nach Heuchelheim Mnicrweg» wurde er von dem Auto eines Kaufmanns aus Leun von hinten ungefähren, schwer verletzt und verstarb an Ort und 6teile. Der Autofahrer wurde vom Be- zirkSichöffengericht wegen fahrlässiger Tötung zu zwei MonatenGeiangnis oerurtetlt. Der Angeklagte legte Berufung ein. um feine Freisprechung zu erwirken desgleichen die Staatsanwaltschaft, welch« ine erkannte Strafe für zu niedrig hielt.
3n der umfangreichen, biS In die Abendstunden dauernden Verhandlung vor der Strafkammer wurde eine große Z.ihl von Zeugen und bret Sachverständige vernommen. Die Beweisaufnahme gestaltet« sich zuungunsten de» Angeklagten. Es wurde erwiesen, datz er den Musikichver bereits In größerer Entfernung vor sich gesehen, datz er aber die Geschwindigkeit seines Wagens nicht ermäftigt hat, sondern darauslosgefähren ist. Die Behauptung des Angeklagten, ber Getötete sei plötzlich von dem rechten Bankett herkom- mend vor ihm aufgetaucht, wurde widerlegt. Der Staatsanwalt führte auS, dem Angeklagten falle grobe Fahrlässigkeit zur Last Selbst wenn «s richtig fei, datz et von den Scheinwerfern zweier entaegenkommender Lastauto» geblendet worden, sv tonne ihn dies nicht entlasten. Dann hätte er eben ganz halten müssen: keinesfalls hätte er In der Dunkelheit und noch Lage der Hmftänbe mit der gleichen Defchwindigkeit weiterfahren dürfen. Mit Rücksicht auf das schwere Verschulden beantrage er 5 Monate Gefängnis. Das Berufungsgericht schloft sich in der Hauptsache diesen Ausführungen an und erhöhte die Straf« vvnzwei auf vierMonateDefängnis.
Taten für Freitag 26. Februar.
Sonnenaufgang: 7.20 Uhr, Sonnenuntergang: 1747 liftr. - Mondaufgang: —, Monduntergang: 8.34 Uhr.
1802: der französische Dichter Viktor Huao in DesanTvn geboren. — 1861: König Ferdinand von Bulgarien in Wien geboten. — 1871: Unterzeichnung des Präliminarfriedens zu Derfailles.
Jtunöfuntproflramm.
SamStag, 27. Februar.
7.20: Frühkonzert. 10.20 bis 10.50: Schulfunk: »Der Untergang Karthagos", Hörbild von Alpha. 12.05 (Don Berlin!: Konzert. 13.05 (Don Köln): Mittagskonzert. 15.15: Stunde der 3ugend. 16.20: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.40: »Der Himmel im März und April. Unser Abendstern", Dortrag von Professor (Jbmunö Gütig. 19 (Don Wien): Haydn-Reliquien. 19.35: Dichtergalerie: Rudolf Älerander Schröder. 20.05 «Don Kassel): Bunter Abend. 23 bis 24. Tanzmusik.
Die Wetterlage.
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Leerte rvorautzsage.
lieber Rorddeutfchland und namentlich in dem Äüftcngcbiet ist mildere 2uft vorgedrungen, durch Deren ein luß sich Eintrübung und einzelne Schneefälle einstellten. Unser Gebiet, beyerrscht vom hohen Druck und kalter Lust, erhielt heute Aacht- froft bis zu —6 Grad. Da die Störung über Finnland und der Rordsee sich feit gestern abend wieder abgeslacht hat. dürfte keine stärkere Beeinflussung bis nach Mittel- und Süddeutfchland erfolgen, sondern nur zeitweise Bewölkung auftreten. 3m wesentlichen hält der Hochdruckeinfluh rwch stand, so datz ferner nächtlich« StrahlungS- fröste ein treten.
Aussichten für SamStag Roch Rächt- frost, dunstig oder leicht wolkig, sonst aufheiternd, trocken.
Lufttemperaturen. Am 25. Februar, mittags: -- 0,5 Grad Dell. obendS: — 1,7 Grad Tel. Am 26. Februar, morgens: — 5.3 Grad Cels. Maximum: -- 2.0 Grad (Self., Minimum: — 5.9 ®rab Eeis Sonnenscheindauer: 41/< Stunden.
Amtliche Idinterfpartnachrichien.
Vogelsberg, choherodskopf: Klar, ml« nus 12 Grad, 10 cm, im Wald 15 em Pulverschnee» Spo«Möglichkeit im Wald gut.
Schwarzwald, Feldberg. Klar, minus 11 Grad, 35 cm Pulverschnee, Sportmägllchkeit sehr gut.
Alpen, Garmisch-Partenkirchen, «klar, minus 12 Grad, 25 cm Pulverschnee, Sparlmöglsch- keit sehr gut.


