Ausgabe 
25.11.1932 Erstes Blatt
 
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Sieitag, 2 s'. houember 1952

llr. 278 Zweites Blatt

Wietzener Anzeiger (cheueral-Lnzetger für Gberyetzen

Wirtschaft

AG-

Samstag :

Weiterhin

oy£.

Kursbildung woboi jedoch Besserungen, kohlen mit Phönix und

am Montanrnarkl mar uneinheitlich, die Rückgänge stärker waren, als die Matt lagen besonders Rhein. Braun­minus 2A Prozent. Mannesmann,

unübertroffen bei Rheuma * Gicht Ko pf sch merzen Ischias. Hexenschuh . Erkältungs­krankheiten. Stark hamsäurelö- sendbakterientötend! Absolut un- schädlich! Ein Versuch überzeugt!

schlagen führt.

Aussichten für

Wcttervornnssage

Obwohl der Luftdruck allgemein etwas angestiegcn ist, wodurch sich das Skandinaoientief einerseits etwas obgeflacht und anderseits das Biskayahoch gekräftigt hat, bleibt das wechselhafte Wetter weiter erhallen. Vorherrschende Westwinde bringen anhaltend feucht- milde Ozeanluft nach dem Festlande. Nach zeitweiser kurzer Aufheiterung tritt daher wieder wechselhafte Bewölkung auf, die des öfteren noch zu Nieder­

Motorenfabrik Darmstadt

wechselnd bewölkt und zwischendurch aufheiternd, noch zeitweise regnerisch. Temperaturen wenig ver­ändert.

Lufttemperaturen am 24. November: mittags 5,1 Grad Celsius, abends 4,9 Grad; am 25. November: morgens 5,4 Grad. Maximum 6,5 Grad, Minimum 3,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. November: abends 4 Grad; am 25. November: morgens 4 Grad Celsius. Niederschläge 6,8 mm. Sonnenscheindauer eine halbe Stunde.

Rheinstahl gaben bis zu % Prozent nach, nur Klöcknerwerke, Buderus und Gelsen­

kirchen blieben gut behauptet, Otaoi Minen lagen % Prozent höher. An den übrigen Marktgebieten herrschte Geschästsstille.

An Rentenmarkt gaben Reichsaltbesitz % und Neubesitz % Prozent nach. Schutzgebietsan- leihen blieben mit 5,80 Prozent unverändert und Reichsschuldbuchforderungen lagen etwa % bis % Prozent höher. Matt lagen noch von variabel ge­handelten Industrieobligationen Stahlvereinsbonds mit minus VA Prozent. Am Auslandrentenmarkt zogen Zolltürken um 0,25 Prozent an. Am festver­zinslichen Markt ergaben sich bei kleinen Umsätzen nur geringe Veränderungen, wobei aber Goldpfand- briefe und verschiedene Kommunalobligationen eher etwas schwächer waren, dagegen Liquidationspfand­briefe meist gut behauptet blieoen. Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen bröckelten später etwa 0 25 Prozent ab.

Im Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Die Stimmung war un­sicher. und die Kurse bröckelten überwiegend ab. Tagesgeld war zu 3,5 Prozent unverändert.

G. A -Sport.

Handball der Sp.-Dg. 1900.

2Lm Sonntagvormittag herrscht aus dem 1900er Sportplatz Handballgrohbetrieb. Die 1. Mann­schaft des Polizcisportvereins Butzbach sowie die Mannschaft des OSC. treten zu Rückspielen an. Jene hat 1900s erste Els, diese die zweite Gar­nitur zum Gegner. In beiden Fällen haben die Spielvereinigungsleute heute einen äußerst schwe­ren Stand. Die Butzbacher Polizisten, die bis jetzt in der Verbandsrunde noch keine Riederlage hin­zunehmen brauchten, dürsten in der Loge sein, am Sonntag den Meistertitel endgültig an sich zu bringen. Man Hoist zwar, daß 1900s Mann­schaft, die jetzt in der Verteidigung und der Läuferreihe stärker beseht ist, energischen Wider­stand entgegensetzt, die routinierte Spielweise der Polizeien ist den Blauwcißen jedoch noch nicht eigen. \

Mit großem Interesse sieht man auch dem wei­teren Spiel, 1900 2. Mannschaft OSC. 1. Mann­schaft, entgegen. In dein Borrunde-Treffen behielt der OSC. mit 6:2 Toren die Oberhand. Die 1900er zeigten jedoch damals in technischer Hin­sicht zumindest gleichwertige Leistungen

Gute Entlastung der Reichsbank.

B e r l i n, 25. Nov. (WTB. Funkspruch.) Noch dem Ausweis der Reichsbank vom 2 3. No­vember hat sich in der verflossenen Bankwoche die Gesamt-Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards' und Effekten um 131,2 Millionen auf 3016,7 Millionen Reichsmark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 109 Millionen auf 2529,2 Millionen Reichsmark, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 21 Millionen auf 6,5 Mil­lionen Reichsmark und die Lombardbestände um 9,3 Millionen auf 86 Millionen Reichsmark ab­genommen.

An Reichsbanknotcn und Re n t e n b a n k- scheinen zusammen sind 116 Millionen Reichs­mark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 107,3 Millionen auf 3306,3 Millionen Reims­mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 8,7 Mil­lionen auf 389,2 Millionen Reichsmark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichs­bank an Rentenbankscheinen auf 37,8 Millionen Reichsmark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 429,1 Millionen Reichsmark eine Zunahme um 71,4 Millionen Reichsmark.

Die Bestände an Gold und deckunysfähi- gen Devisen haben sich um 3,8 Millionen auf 933,5 Millionen Reichsmark erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 6,5 Millionen auf 818,6 Millionen Reichsmark abgenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen dagegen um 10,3 Millionen auf 114,9 Millionen Reichsmark zugenommen.

Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am 23. November 28,2 gegen 27,2 v. H. am Ende der Vorwoche.

Oie preußischen Sparkassen im Oktober.

Erstmalig Einzahlungsüberschuß seit der Krise.

Berlin, 24. Rov. Rach der monatlichen Ein­lagenstatistik waren die Einzahlungen bei den p r e u ft i sch e n S p a r k a s s e n im Okto­ber zum ersten Male seit der Krise gröher als die Auszahlungen. so daft sich einEin- zahlungsüberschuh von 8,6 Millio­nen Mark gegenüber einem Auszahlungsüber- schuft von 6 Millionen Mark im Vormonat ergab. Hervorgerufen ist dieser Lleberschuft durch eine übersaisonmäftige Steigerung der Einzahlungen (265,3 gegen 239,66 Millionen Mark), während sich die Rückzahlungen (256,7 gegen 245,8 Millio­nen Mark) weniaer stark, als nach den üblichen jahreszeitlichen Schwankungen zu erwarten war, erhöhten. Da im Derichtsmonat noch für 0,1 Mil­lionen Mark Zinsgutschriften und 8,7 Mill. Mark Aufwertungsgutschriften erfolgten, erhöhten sich die Spareinlagen der preußischen Sparkassen ins­gesamt um 17,4 Millionen Mark auf 5868,6 Mill. Mark. Die Girocinlagen der preußischen Spar­kassen verminderten fid) der jahreszeitlichen Be­wegung entsprechend um 13,9 Mill. Mark auf 725,7 Mill. Mark. Für den Rovember ist bei diesen Einlagen üblicherweise eine stärkere Er­höhung zu erwarten.

Mreid Schotten.

# Glashütten, 24. Rov. Das älteste Mit­glied des Kriegervercins, Konrad Müller, konnte dieser Tage in seltener Rüstigkeit seinen 81. Geburtstag feiern. Der 1. Vorsitzende, Pflastermeister Ludwig Ott, überreichte dem alten Herrn ein Blldnis des früheren Grofther- zogs mit dessen eigenhändiger ilnterschrift.

Kreis Lauterbach

& Lauterbach, 24. Nov. Die Südwestdeutsche Rundfunkgesellschaft beabsichtigt, in Kürze durch das Radio einen Vogelsberg-Hörbericht zu verbreiten. Zu diesem Zwecke kommen am nächsten Montag Vertreter der Rundfunkgesell- schäft nach Lauterbach, um vor allem das Choralblasen vom Kirchturm, wie es bei uns Sonn­tags, bei Trauerfälle und am Weihnachtsheiligabend eit undenklichen Zeilen üblich ist, auf Schallplatten ür den Rundfunk festzuhalten. Beabsichtigt sind erner Gesangsoorträge durch Schulkinder, Ge- präche im alten unverfälschten Lauterbacher Dia­lekt und Berichte über die Sehenswürdigkeiten Lauterbachs auf Schallplatten zu bringen, die dann zusammen mit anderen Aufnahmen aus dem Vo­gelsberg durch das Radio zu hören fein werden

nur zur Kenntnis. Im Verlaufe ergaben sich kleine, unregelmäßige Schwankungen; zeitweilig sah es etwas freundlicher aus, doch überwogen später wieder Abbröcklungen. Die Einberufung des Reichs­tages auf den 6. Dezember konnte nicht überraschen.

Die Rentenmärkte zeigten heute ebenfalls schwächere Tendenz. Altbesitzanleihe und Reichs­schuldbücher büßten bis zu 0,5 v. H. ein, im übrigen taxierte man für festverzinsliche Papiere knapp be­hauptete Kurse. Auch an diesem Markte dürften Zu­fallsorders die Festsetzung der Notierungen entschei­dend beeinflußen. Ausländer lagen unregelmäßig, Lissaboner Stadtanleihe zogen erneut 0,25 v. H. an.

Am Geldmarkt war die Situation auch heute unverändert. Tagesgeld stellte sich auf 4,25 v. H. bzw, 4,13 v. H., Monatsgeld auf 5 bis 7 v. H. Pri- vatdiskonten blieben weiter angeboten, während in Reichswechseln und Reichsschatzanweisungen kaum Umsätze zu verzeichnen waren.

$ranfrurf behauptet.

Frankfurt a. M., 25. Nov. (WTB. Drahtmel­dung.) Gegenüber den recht matten Dorbörsen- furfen eröffnete die amtliche Börse in eher freund­licher Tendenz. Im Vergleich zum schwächeren Abendbörsenoerkehr konnte man die Haltung im allgemeinen als etwa behauptet bezeichnen. Im Hinblick auf die unsichere innerpolitische Lage herrschte starke Zurückhaltung, zumal besondere Anregungen nicht Vorlagen und die erneut schwache Haltung des englischen Pfundes die abwartende Haltung der Kulisse noch verstärkte. Das Geschäft beschränkte sich daher auf ein Minimum.

Die Kursoeränderungen nach beiden Seiten hiel­ten sich im Rahmen von 1 Prozent. Nach einem allerdings nur gesprochenen Vorbörsenkurs von 93^ bis 94 Prozent für IG. eröffnete diese Aktie mit 94% Prozent VA Prozent über dem Niveau der Abendbörse. Etwas höher lagen noch Scheide­anstalt mit plus 1 Prozent und Reichsbankanteile mit plus % Prozent. Am Elektromarkt überwogen Abschwächungen bis zu V» Prozent, ebenso lagen Schiffahrtswerte % bis XA Prozent niedriger. Die

Darmstadt. Die Motorenfabrik Darmstadt AG., Darmstadt, erzielte in dem am 30. Ium 1932 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr einen Betriebs- Überschuß von 375 429 RM. (434 668), dem Hand­lungsunkosten von 235 746, Steuern von 26 165, soziale Lasten von 26 475 (im Vorjahr General­unkosten 329 964) uub Abschreibungen von 97 241 (102638) RM. gegenuberstehen. Aus dem Reingewinn von 12 771 RM. werden nach Beschluß der gestrigen Generalversammlung wieder 6 v. H. Dividende auf die Vorzugsaktien verteilt und 12 291 (22 970) RM. auf neue Rechnung vorgetragen.

* Die Kruppsche Friedrich-Alfred- Hütte in Rheinhausen wird den Betrieb in den am 11. d. M. stillgelegten Abtellungen am 5. De- zernber wieder aufnehmen.

Berlin lustlos.

B e r l i n, 2-5. Nov. (WTB. Funkspruch.) Die noch immer undurchsichtige und für alle Beteiligten wenig erfreuliche innerpolitische Situation hat dazu ge­führt, daß die Stimmung an der Börse stärker beeinträchtigt worden ist. Die an­haltende Verstauung des englischen Pfundes trug naturgemäß gleichfalls dazu bei, die an sich vor­liegenden freundlichen Momente aus der deutschen Wirtschaft zurückzudrängen.

Kursmäßig wirkt sich dies jedoch kaum stärker aus da die llmsatztätigkeit, soweit überhaupt davon zu 'sprechen ist, auf Mindestabschlüsse beschränkt bleibt. Immerhin lagen die Anfangsnotierungen vielfach bis zu 1 o. H., teilweise bis zu 1,75 o. H. unter dem gestrigen Schluß. Elektrische Lieferungen waren sogar um 2,5 o. H. abgeschwächt. Hier und da waren aber auch Besserungen bis zu 1 o. H. festzustellen; Deutsche Telephon und Kabel gewan­nen sogar 1,75 o. H. Der durchaus befriedigende Reichsbankausweis für die dritte Novemberwoche blieb ohne Einfluß auf die Tendenz, man nahm die Zunahme der Gold- und Devisenbestände um fast 4 Millionen und die 1-v. H.-Besserung der Deckung

Vier Opernstars auf einem Schiff.

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Oberheffen

Don links nach rechts: Giacomo Lauri B o l p i, der bekannte Tenor der Mailander Scala, die Wiener Kammersängerin Lotte Lehmann, der große russische Baritonist Fedor Schaljapin und Karin Branzell von der Berliner Staatsoper an Bord des LloyddampsersBremen", mit dem diese berühmten vier Sterne des Opernhimmels gemeinsam die Fahrt zu ihren amerikanischen Gast spielen antraten.

Jubiläumsfeier und Hausübergabe beim Eisverein Gießen.

Wilhelm H e ß : 1 sg., 1 g., einen ersten Preis auf helle Wyandotten; Heinrich Holler l.: 1E.. 2 sg.. einen ersten uni> einen dritten Preis auf schwarze Zwerglangshan; Ludwig Mogk: IC.. 2 sg.. 1 g., einen ersten und zwei zweite Preise auf weihe Zwergwyandottcn; Julius Simon: 2 g. und einen dritten Preis auf schwarze Zwerg- wyandotten; Fräulein Elisabeth Reitz: 1E.. 1 sg., 2 g. einen ersten und einen zweiten Preis; Rudolf Stoffel: 1 E., 4 sg., 1 b., drei erste und einen zweiten Preis auf Drünnerkröpser; Ge- meinderechner Möbs: 1 E., 2 sg., 2 g. zwei erste Preise und zwei zweite Preise.

rl. Stockheim, 24. Nov. Gestern fand hier eine Sitzung des Kreis-Lehrer-Ausschus- s e s statt, der sich u. a. mit der Stellungnahme führender Wirtslbaftsvertreter zur Schulpolitik, so­wie mit der wirtschaftspolitischen und finanziellen Bedeutung der geplanten Einführung des 9. Schuljahres in der Volksschule befaßte. Ein 9. Schuljahr wird nicht nur vom kulturpolitischen Standpunkt aus begrüßt, sondern bedeutet auch eine sehr fühlbare Entlastung der Arbeitslosenver­sicherung, sowie eine teilweise Beseitigung der Iunglehrernot. Die preußrsche Regierung ist ent« schlossen, dieser Verlängerung der Schulpflicht näher­zutreten, in hessischen Regierungstreuen wird die Frage derzeit eingehend geprüft

Landkreis Gießen.

ch Wies eck, 25.<r jd. Der Geflügelzucht­verein VN e s e ck veranstaltet am 10. und 11. De­zember im Saale von Gastwirt Dorseld eine G e - flügelausstellung. Zugelassen sind alle Ge­flügelrassen und alle Farbenschläge jeglichen Alters. Als Preisrichter wurde der bekannte Geflügelzüch­ter Otto S o e d l e r - Niedergemunden gewonnen

Kreis Büdingen.

hr. Echzell. 24. Rov. Daft die Raffege- f l ü g e l z u ch t in unserem Dorfe auf hoher Stufe steht, haben die Mitglieder des hiesigen Geflügelzüchter-Vereins durch ihre Erfolge, die sie auf der 31. Verbandsgeslügelaus- stellung vom 18. bis 20. Rovember in Vilbel er­zielten, bewiesen. Don den 10 Mitgliedern, die dort ausstcllten, wurden 9 Ehrenpreise (E.), 22 Sehr gut (sg.). 8®ut (g.) und nur 2Be­friedigend" (b.) errungen. Die Erfolge verteilen sich auf folgende Züchter: Wilhelm Pipp: 1 E., 3 sg., 1 g.. 1 b. und zwei zweite Preise auf weifte Wyandotten; Heinrich Mogk UL: 1 E., 3 sg., ein erster, ein zweiter und ein dritter Preis auf Goldwyandotten; Philipp Ostheim: 1 Bundes- Ehrenpreis, 1 sg., 1 g., ein erster und einen 2. Pr. auf rebhuhnfarbige Wyandotten, sowie 1 E., 3 sg. und drei erste Preise auf altdeutsche Kröpfer;

In der Zeit entsprechendem einfachen Rahmen feierte der E i s v e r e i n gestern abend im Kreise geladener Gäste das Jubiläum seines 5 0- 1 ährigen Bestehens und damit die Uebergabe des Eis-Hauses aus der Hand des Architekten an den Vorsitzenden.

Stadtbaurat G r a v e r t sprach als erster Red­ner. Er übergab zunächst das Eis-Heim an den Verein Am 26. Mai sei der endgültige Deschluh gefaßt worden Am 1. Juni wurde mit dem Dau begonnen, und nunmehr könne das Heim seiner Bestimmung übergeben werden. Die Lage des Hauses sei bestimmt durch größere Pläne. Was im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten geschaffen werden konnte, sei geschehen. Er über­gebe nunmehr das Hausrecht dem 1. Vorsitzen­den des Eisvereins, Landgerichtsrat Dr. W o - d aege.

Herr Dr. W o d a e g e sprach dem Schöpfer des Heims, Stadtbaurat G r a v e r t, zunächst seinen herzlichsten Dank aus. Er gab der Hoffnung Aus­druck, daß daS Haus stets gesunde, fröhliche Menschen in und um sich sehen möge. Er freue sich, daft der Cisverein sein Jubiläum mit der Liebergabe des Hauses verbinden könne. In seinen weiteren Ausführungen ging der Redner auf das Jubiläum des Vereins ein.

50 Jahre Eisverrin bedeute 50jährlge treue gemeinnützige Arbeit.

Die Arbeit des Gisvereins, und die. geschaffene Möglichkeit des Eislaufs überhaupt bedeute heute vielen eine Selbstverständlichkeit, wenige aber seien es, die sich Gedanken über die Ansumme der damit verbundenen Arbeit machten. Eine Zeitlang sei der Eislauf durch andere Sportarten etwas verdrängt worden, nun besinne man sich wieder mehr auf die graziöseste aller sportlichen Künste. Das Wesen des Eisvereins sei von dem Gedanken der Gemeinnützigkeit be­stimmt gewesen und werde es auch fernerhin bleiben.

Nach diesen Ausführungen begrüßte der Vor­sitzende die Gäste, u. a. besonders Geheimrat Prof. Dr. Fromme, den Gründer des Eisoereins, die Bürgermeister Dr. Seid und Dr. Hamm, Seine Magnifizenz den Rektor der Universität Prof. Dr. Ieß, die Herren vom Stadtbauamt, Baurat Grave rt, Architekt Schmidt, Amtmann Wettläufer, Dr Möckelmann vom Insti­tut für Leibesübuna an der Universität, den Ehren­vorsitzenden des Südwestdeutschen Eislaufverbandes Dr Engelhardt, Direktor Schindler von der gleichen Organisation und Dr Bussard als Ver­treter des Deutschen Eislaufverbandes, ferner den Eismeister, Dachdeckermeister Panz, und als Ver­treter der Arbeiterschaft Herrn Brauer Im An­schluß daran gedachte man der Toten des Vereins,

ferner einer Anzahl verdienter langjähriger Mit­glieder, deren Namen verlesen wurden

Bürgermeister Dr. Seid sprach für die Stadt­verwaltung und widmete dem Eisverein Worte der Anerkennung für die Schaffung und Aufrechterhal­tung der Eisbahn, womit er an der an der Jutzend eine Arbeit leiste, die sonst der Stadt zufallen würde.

Eissport sei Volkssport geworden. Erfreulich sei es, daß der Verein alles aus eigener Kraft geschaffen habe.

Die Feier möge der Ausdruck einer Kraft fein, die der zukünftigen Entwicklung zugute kommen möge. Se. Magnifizenz der Rektor Prof. Dr. I e ß beglück­wünschte den Eisoerein zum Jubiläum und Hausbau und wünschte ihm weiteren Aufschwung. Dr. B u s - färb beglückwünschte als Beauftragter des Deut­schen Eislaufoerbandes den Verein und ging kurz auf den Sinn der Eisvereine ein. Er übermittelte als Geschenk des Verbandes einen Wimpel. Direk­tor Schindler vom Südwestdeutschen Eislaüf- verband überbrachte die Glückwünsche des Verban­des und der ihm angeschlossenen Vereine.

Im weiteren Verlaufe des Abends gab der Vor­sitzende des Eisvereins die von der Generalver­sammlung beschlossenen Ehrungen bekannt. Geheim­rat Prof. Dr. Fromme wurde zum Ehrenvor­sitzenden ernannt Zu Ehrenmitgliedern des Vor­standes wurden Kreisdirektor Wolf, Landgerichts­direktor i. R. ,Schudt, Rektor Schmidt und .Frl; Auguste. A a u b e l bestimmt

Der Ehrenvorsitzende des Südwestdeutschen Eis­laufverbandes, Dr. Engelhardt (Frankfurt), sprach dem Eisverein seine Anerkennung für das prächtige Heim aus und überreichte dann den vom Eisoerein Gießen ausgezeichneten Vorstandsmitglie­dern die Ehrenförderer-Nadel des Südwestdeutschen Eislaufoerbandes.

Der Ehrenvorsitzende des Eisoereins, Geheimrat Prof. Dr Fromme, der sich als Grsinder und Förderer stets um den Verein verdient gemacht hat, erzählte dann in humorvollem Plauderton von feinen Erlebnissen um hie Gießener Eisbahnen und wußte mancherlei luftige Episoden aus jener Zeit vor 1900 zu berichten. Landgerichtsdirektor S ch u d t gab seinerseits ebenfalls einige Erinne­rungen zum Betten, t)ie von der Festoerfammlung mit großer Aufmerksamkeit entgegengenommen wurden.

Im weiteren Verlaufe des Abends sprach Herr Loh für die junge Generation den verdienten Vor- standsmitgliedern für die bisher im Dienste der Jugend geleistete Arbeit herzlichsten Dank aus. Er übergab einen prächtigen, von der Firma Reinig- Gießen gestifteten Wimpel Schließlich sprach noch Herr Bauer für die Arbeiterschaft und erinnerte ebenfalls an einige lustige Begebenheiten. Gemüt­liche Unterhaltung beschloß den denkwürdigen Abend.

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