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25/11/1932 Erstes Blatt
 
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flutet. Es gelte aber auch der Mutter den Platz wieder zurückzuerobern, der ihr gebührt. Die Vorsitzende sprach im Damen der Versammlung dem Redner herzlichen Dank aus für seine er­mahnenden Aus'uhrungen. Aach einigen geschäft­lichen Mitteilungen der Vorsitzenden wurde die Tagung mit Ehoralgcsang geschlossen.

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**BeslerstellungderArbeitslosenin den Lohn klassen 7 bis 11. Wie aus dem Reichsarbeitsministerium mitgeteill wird, hat der Reichsarbeitsminister gestern an die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung einen Auslegungserlaß gerichtet, durch den sicher» gestellt wird, daß mit Wirkung vom 28. d. Ti ab Arbeitslose der Lohnklassen 7 bis 11 in allen Fällen

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seid, außerordentliche Hauptversammlung. GdA., 20.30 Uhr, Hessischer H ' " sammlu g. Lichtspielhaus, Dohi

** Straßensperrung bei Schneever­wehungen. Die Provinzialdirektion Oberhessen gibt im neuesten AmtsverkündigunIsblatt bekannt, daß bei starken Schneefällen und Schneeverwebun- gen die folgenden Provinzialstrahen für den öffent­lichen Verkehr gesperrt werden: Grüningen»Lang» Göns: Lang-Göns Niederkleen: Trais-Misnzen» bergBellersheim. Die gesperrten Strecken werden am Anfang und Ende durch Tafeln, auf denen auch die Umleitung angegeben ist, kenntlich gemacht.

** Schnee auf dem Hoherodskopf. Wie wir durch Anfrage auf dem Hoherodskopf hören, hatte dort gestern abend der Schnee eine Höhe von etwa 6 cm erreicht. 3m Verlaufe der Nacht und heute früh wurde die Temperatur aber gelinder, so daß die weiße Herrlichkeit zum Teil wieder dahin­schmolz. Bei 2 Grad Kälte, nebligem Wetter und Westwind war heute gegen 10 Uhr eine geschlossene Schneedecke nicht mehr vorhanden.

** Einbrüche. Der heutige Polizeibericht meldet: In der Nacht zum Donnerstag wurden in der Wetterau zwei Einbrüche verübt. In D all­er n h e i m drangen die Täter in eine Hühnerfarm ein und stahlen daraus 100 Hühner, ferner nahmen sie aus dem Hofe eines anderen Grundstücks eine große Menge Wäsche mit. In Dorn-Assen-

Ab S amstag -Vormittag bringen wir p" llerreo Slritodien

cs gelte fetzt, alle Kräfte anzuspannen, um dem Geist der Zuchtlosigkeit und Lieblosigkeit steuern, der unsere Zeit in Wort und Bild

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Bekanntmachung.

Am 4. Dezember er., nachmittags von 2 bis 5 Uhr, findet im Schullokal unserer Gemeinde, Sleinslraße 8, die Ersatzwahl für die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Alfred Fröhlich und Sally Josef und für die ausscheidenden Beiratsmitglieder Dr. Ludwig Rosenthal und Ferdinand Löb und für das ausgeschiedene Beirats» mitglied Sally Josef statt. Wahlleiter ist Herr Sally Wetterhahn. 8279D

Gießen, den 25. November 1932.

Oer Vorstand

der Israelitischen Religionsgesellschaft Gießen. 1

Keine Aufhebung und Verlegung des Hauptzollamts!

Vie wir vom Vorstand des Houptzollamts Gießen hSren, ist dort eine Mitteilung des Landesfinanz» amis Darmstadt etngetrosfen, in der auf Weisung des Reichsministers der Finanzen bekonntgegeben wird, daß im Reichsfinanzministerium eine Auf- Hebung des Houptzollamts Gießen und dessen Verlegung nach Marburg nicht beabsichtigt sei und eine derartige Ab- sicht bisher auch nicht bestanden habe. Das Landes- jnanzomt Darmstadt betont, daß somit olle Gerüchte über die Aufhebung des Houptzollamts Gießen jeder Orundlage entbehren.

Wir begrüßen diese Mitteilung mit Genugtuung uiw stellen fest, daß damit die von Kassel aus ver- breiteten Meldungen, denen man eine Gefährdung des Fortbestandes unseres Hauptzollamtes entneh- mfll mußte, ausreichend widerlegt sind.

Verbandsverfammlung

der oberhesfischen Zrauenvereine.

Gestern tagten hier bie oberhessischen Frauen­vereine, die dem Verband der evangelisch-kirch- heben Frauenvereine in Hessen angeschlo'sen sind. 2m Dormittag fand im MarfuSsaal eine gut bc- suchtc Dorständekonserenz statt, die von Pfarrer Decker (Gießen) mit einer Andacht erö'fnet wurde. Frau Heraeus (Offenbach), die Vor­sitzende der hessischen Frauenvereine, begrüßte die aus allen Teilen Oberhessens erschienenen DorstondSmitg'ieder der Frauenvereine und den Redner des Vormittags, Pfarrer l-ic. Herme- nau (Potsdam), den Deschästssührer des deut­schen Gesamtverbandes der evangelischen Frauen- hilse. Dieser sprach dann in längeren Ausfüh­rungen über »Mutterhilfe". Gr ging davon auS, bnh im bolschewistischen Rußland jegliches Fa­milienleben unterbunden werden soll und daß man dort versucht, die Mutter aus der Familie herou-zuziehen, weil man sich bewußt ist, daß die Mutter den Kernpunkt der Familie bildet. Sie Arbeit der deutschen Frau müsse sein, den schädlichen Einflüs'en vom Osten entgegenzuarbei­ten. damit die Familie wieder die Grundlage jeglichen gesitteten Lebens werde. Frau He­ra e u S dankte dem Redner für seine Ausfüh­rungen.

Rach der Mittagspause trafen sich die Mit- alseder der Vereine im Saale deS Dass Leib- Mit dem Thora!Ich weiß, an wen ich glaube" wurde die Versammlung eröffnet. Frau He­raeus begrüßte die Erschienenen und teilte mit, daß der vorgesehene Redner erkrankt fei. 3n dankenswerter Weise hatte sich Pfarrer Lic. Her­me n a u zur Verfügung gestellt und hielt einen Dortrog über das ThemaDie Stunde der cvongelischen Frau". Der Redner führte u. a. au«, daß die hessischen Frauenvereine und die

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zum Teil nicht aus der diesjäh­rigen Saison unddaherimPreis gewaltig zurückgesetzt

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daß viele Dörfer im Dow n denkt bei diesemSchloß «, Neiman auf dem Lande noch Sonnenuntergang ür II halte und aroh und Ikn k vor dem hause saß vd | im Tang war, wenn hier e, oder in der Feme gttj )er Mundharmonika gefpidt n den Zauber de« ruh.gir. m Dank und dankte tat ufgeregien Nerven zur Ach

der dörflichen Sülle mmni Ztadi, denkl manchmal old» jene Tage, mochte aber 1® I fort /ein Beben witringfl.l abt bagegen! We/che ffükl i( bin mn/dten ein! Tos

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man wird Miaeiiffa, 1 Leden zu stehen. Aus ta f i, Langeweile! idjeln über diesen ©iaubeu große Melodie, Vach dera oflh das Lied von der Li­des Hahnes bis M In der m, Arbeit, und im Somme' itunden, in denen sich Da kann keine Langemck

1 Menschen, benen man W iber man nimmtJnieii ß

Woblergehen. Man Arbeit man irt* eilte. Und in der örude nicht toneü ab, a>J

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Amtsgericht Gießen

Dor dem hiesigen Amtsgericht hatte sich der schon oft vorbestrafte Hausierer F. K. aus Gie­ßen wegen Mißhandlung des vierjährigen vor­ehelichen Kindes seiner Shesrau (tzanz erhebliche Ueberschreitung des väterlichen Zuchtigungsrech- teS), Mißhandlung bzw. schwere Dedrohung zweier Frauen, qualifizierten Hausfriedensbruchs in einer Gastwirtschaft, Sachbeschädigung usw. zu verantworten. 3n ollen Fällen hatte der Angeklagte sich sehr hemmungslos gezeigt. Sein Mitschuldiger bei den Vorgängen in der Wirtschaft war ein ebenfalls schon mehrfach vor­bestrafter anderer Hausierer P. R. aus Gießen. An dem erwähnten Hausfriedensbruch war er in gleicher Weise beteiligt. Auch er wurde vor die Tür gesetzt. 3n diesem Falle zeigte sich wie­derum, wie der Gebrauch seines Hausrechtes für einen Wirt derartigen Fällen gefährlich sein kann, denn dieser erhielt hierbei von dem Angeklagten hinterrücks mit einem sesten Gegenstand, wahr­scheinlich einem geschlossenen Taschenmesser, einen heftigen Schlag auf den Kopf, und er stand des­halb einige Wochen in ärztlicher Behandlung. Vor der Wirtschaft ließ er seine Wut wegen des Dorgefallenen dadurch aus, daß er mit einem Küchenmesser blindlings um sich schlug und stach. Er versetzte schließlich einem gänzlich Anbeteilig­ten einen nicht ungefährlichen Stich in die Schläfe. Der Angeklagte F. K. erhielt wegen Körper­verletzung und Dedrohung in je zwei Fällen, wegen Hausfriedensbruchs und wegen Sachbeschädigung eine Gefäng­nisstrafe von 5 Monaten, der Angeklagte P. R. wegen Körperverletzung in zwei Fällen und wegen Hausfriedensbruchs eine solch« von 4 Monaten und 3 Tagen. Mildernde Amstände wurden beiden versagt.

Schöffengericht Gießen.

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Geselle hatte, nachdem er von seinem Meister roegrt Unregelmäßigkeiten entlassen worden war, eines Nachts bei diesem einen Einbruch verübt und dort eine Fegeleine, Leiter und sonstiges Handwerkszeug gestohlen. Einige Tage später begab er sich damit In einen Nachbarort, ließ dort der Wahrheit zuwider ausschellen, daß er von dem Dezlrksschornsteinfeger- meister beauftragt sei, die Kamine zu fegen. Die Einwohner schenkten diesen falschen Angaben Glau­ben und bezahlten in gutem Glauben anstandslos die verlangte Fegeaebühr, um welche Beträge sie geschädigt worden sind. Der Geselle, der des Ein­bruchsdiebstahls und Betrugs angeklagt war, wurde zu einer Gesamtstrafe von fünf Monaten Ge- füngnis verurteilt.

In Wenings fand im Juli d. I. eine Zsund- gel'ung der Kommunistischen Partei statt. Als Red­ner trat ein Führer der Partei auf, der von einer Strafoerfolgungsbehörde des Landfriedensbruchs bc- »wurde und zur Festnahme ausgeschrieben ls nach Beendiaung der Kundgebung der diensttuende Gendarmerlebeamte entsprechend einer Anweisung ihn ftstnehmen wollte und ihn unter Mitteilung des Grundes für verhaftet erklärte, widersetzte er sich mit Gewalt seiner Festnahme. Er gab dem Gendarmeriebeamten einen Stoß, stemmte sich mit beiden Füßen' gegen den Boden und rief dabei:Genossen, ich soll verhaftet werden". So­fort eilte eine große Zahl Parteiangehöriger herbei. Einer von diesen warf sich mit seinem ganzen Körpergewicht auf den Arm des Gendarmeriebe­amten, so daß dieser gezwungen war, den Festge- nommenen loszulassen. Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt wurde der eine zu einer Geld- [träfe von 100 Mark verurteilt die im Un­einbringlichkeitsfall mit 10 Tagen Gefängnis zu verbüßen ist, gegen den anderen wurde wegen Ge­fangenenbefreiung an Stelle einer an sich verwirk­ten Gefängnisstrafe von 7 Tagen auf eine emp­findliche Geldstrafe erkannt.

lSchluß des redaktionellen Teils.)

Die Ruhrkohle nimmt nicht nur durch ihre För­dermenge, sondern vor allem auch durch ihren von keiner europäischen Kohle übertroffenen Heizwert und durch den Umstand, daß im Ruhrgebiet alle Steinkohlenarten von den langflammigen Gas- flammkohlen bis zum Anthrazit gewonnen werden, bei weitem die erste Stelle innerhalb der Brenn- stofferzeugung Deutschlands ein. Die Verwendung von Ruhrkohlen ist in doppelter Hinsicht vorteilhaft. Die überlegene Heizkraft erlaubt mit einer ent­sprechend geringeren Menge bei ausgiebiger Wärme- leiftung auszukommen und die Möglichkeit, durch passende Auswahl unter den verschiedenen Ruhr- kohlenarten für die vorhandenen Lesen und sonsti­gen Verhältnisse einen besonders angepaßtcn Brenn- stoss zu verfeuern, steigert weiterhin wirkungsvoll Die Wirtschaftlichkeit der Heizung bei Verfeuerung von Ruhrkohlen. 6480V

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