Der Reichspräsident empfing jetzt die Olympiakämpfer, die
in Los Angeles ingen aus. Gleich
Ml
M
X
M
MM M SW WWWs
-M
bem 1 in • too 8 ju 9t- aus i’ncn gnis Ge- 'den
veizi men. bleu* tot, Äotf mrh nauf inen stör* der* Dit* ide*
han- öMi Sie iglüd nsitr. litten
Kern Sen. >ruch bat Ichen treitf )hat Teter.
nem tobt aber :tne$ Pech in , der blieb :aul* ttimg r bei wem ohne Der* iu6t Iten anfl Iten iten, ichic alte väh- r am uüä*
Die
vorstand berufenen Personen und die genaue Be* folgung der für die Wahl gültigen Bestimmungen sind Voraussetzungen für die Durchführung einer Wahl. Personen, die gegen diese Bestimmungen verstoßen, können in eine Geldstrafe bis zu 1000 Mark genommen werden.
Bornotizen.
— Aus dein Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, Erstaufführung von Ernst Steffens Operette „Die Toni aus W^en". Spie.leitung Intendant Dc. P r as ch: musikalische Leitung: Kapellmeister Moehl; Tänze: Ballettmeister Ewald Bä ulke. Mit- wirkendc: Damen: Beling, Berger, Flemming, Koch: Herren: Druck, Dieten, Fierment, Geiger, Foerderer, Hamel, Hauer, Heyser, Hub, Kühne, Michel, (Bold. Spieldauer von 20 bis 22.30 llhr. Operettenpreisei Bei Borstellungen, zu denen Operettenpreise gelten, zahlen Studierende den nächst niederen Platz: auf Schülerkarten wird keine Ermäßigung gewährt. Die Intendanz macht nochmals darauf aufmerksam, daß llmtauschgut- schcine bis spätestens 13 Uhr des Borstellungstages beantragt sein müssen und spätere Anträge nicht mehr berücksichtigt werden können.
Schrecken der Spielbank
Hinter den Kulissen von Homburg und Monte Carlo.
Sängertag in Gießen
Sportlern die von der Reichsregierung gestiftete Ehrenplakette überreicht. — Unser Bild zeigt von links nach rechts den Boxer Campe, der beim Olympia den Europameistertitel errang: Jo naty, der sich als bester Sprinter der weißen Rasse erwiies: Exzellenz Dr. Lewa Id, den Präsidenten des Deutschen Olympia-Ausschusses: Reichsinnenminister Freiherr v. Gayl: den Nürnberger Brendel, der im Ringen eine Goldmedaille errang: Eller von der siegreichen Rudermannschaft des BRC.» den Ringer Sperling, der in seiner Klasse Zweiter wurde: Buhtz, der mit Botzelen d>e.Silberne Medaille im Doppelzweier errang: Dr. D i e h m, den Generalsekretär des Reichsausschusses für Leibesübungen, und den Zehnkämpfer Eberle, der eine Silberne Medaille holte.
Das Spiel ist eine Leidenschaft, die nicht auszurotten ist, denn von jeher hat die Aussicht auf leichten und schnellen Gewinn den Geist erregt und verführt. Durch eine Laune des Zufalls Reichtümer zu erlangen, zu denen sonst nur ein langer und mühevoller Weg führt, ist ein Ziel, das Menschen verlocken wird, solange Menschen leben. In unseren Tagen ist Monte Carlo gleichsam zum Inbegriff der Spielleidenschaft geworden, denn diese Zauberstadt an der Azur-Küste ist die berühmteste „Spielhölle" oder auch bas berühmteste „Spielparadies", wie man will. Monte Carlo hat aber im 19. Jahrhundert einen Vorgänger gehabt, der nicht minder weltbekannt war, nämlich die S p i e l b a n k von Homburg, und beide Gründungen verdankten ihr Aufblühen derselben Persönlichkeit, dem Südfranzosen Francois Blanc.
Dieser Mann wußte sich den Spielteufel dienstbar zu machen und ihm unermeßliche Reichtümer abzugewinnen, ohne sich selbst mit ihm näher einzulassen. Die Geschichte dieses Mannes und seiner Gründungen erzählt Egon Caesar Conte Cort, in seinem im Insel-Verlag in Leipzig erschienenen Buch „Der Zauberer von Homburg und Monte Carlo, das die wilde Erregung des Spielsaals in seinen Seiten aufsängt und so ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der menschlichen Natur wird. Es ist ein ewiges Ringen waghalsiger Spieler mit der Bank um den Sieg, und wenn auch die Bank schließlich immer die Oberhand behalten hat so ist sie doch durch solche tollkühne Hazandeure bisweilen in gefährliche Lagen gekommen.
Als die Pariser Spielbanken 1832 geschlossen wurden, da wanderten Roulette und „trente et qua- rante“ nach deutschen Städten aus, unter denen Homburg der berühmteste „Tempel dos Glücks" wurde. Blanc wußte^die reichen Ausländer hierher zu locken, die große mummen zurückließen. Da kam z. B. eine russische Gräfin Sophie Kis se lew, die im Rollstuhl zur Spielbank gefahren werden mußte und wahnsinnige Summen verlor. Man sagte von ihr, sie spiele nur einmal am Tage, aber dann von 1 1' b is 2 3 U hr.
Der erste Spieler großen ohte, der nicht nur die Bank öfters sprengte, sondern auch sonst die Ver- waltung erzittern vieß, war der Priru C£ I) a r I c s Lucienne Bonaparte, em Vetter Napoleon* III. Er spielte mit ungeheurer Zähigkeit, mit fabelhaftem Glück und großen Mitteln, und zog sich am Abend eines einzigen Tages nut einem Gewinn von nicht weniger als 560 000 Franken -urück Es war ein Glück für die Bank, daß er dann abreiste: sie suchte sich gegen ähnliche Angriffe dadurch zu sichern, daß sie den Hocksteinsatz auf 8500 Gulden beschränkte. Zugleich aber ernannte man, daß das Sprengen der Bank nicht nur eine Gefahr, sondern auch ein Vorteil sein kann, denn die Erzählung von den mühelos gewonnenen Schätzen, die die Welt durchstiegt, wirkt als Reklame und lockt Scharen anderer an, die nicht so glücklich
Die Landeskriminalpolizeistelle Gießen ist $ur Zeit mit der Aufklärung der zahlreichen Einbrüche beschäftigt, die in den letzten Wochen in Gießen und in einer Anzahl Orten der Umgebung ausgeführt wurden. Die Ermittelungen — über die wir auf Wunsch der Kriminalpolizei bisher nicht berichteten, um das Ergebnis der polizeilichen Maßnahmen nicht durch eine vorzeitige Berichterstattung zu gefährden — sind schon feit Ende voriger Woche umfassend im Gange.
3n den Bereich der Nachforschungen fallen die Einbruchsdiebslähle in Gießen, Trohe, Alten- Buseck, Großen-Bufeck, Lollar, Daubringen, Mainzlar, Staufenberg,
bei denen die Einbrecher im Verlaufe ihrer Tätigkeit immer dreister wurden und schließlich sogar in einem Orte im Verlaufe einer Rächt an mehreren Stellen auftraten.
Der erste Schlag gegen die Täter — es handelt sich um eine Gesellschaft von mehreren Einbrechern und um eine Anzahl Hehler — konnte von der Gendarmeriestation in Lollar geführt werden, der verdächtige Beobachtungen auf einem Grundstück des Arbeiters K. in Mainzlar gemeldet worden waren. Nachdem die Gendarmerie Lollar den ersten Schritt getan hatte, fiel die weitere Verfolgung der Angelegenheit der Landeskriminalpolizeistelle Gießen zu, die schon bei den ersten Fest- tellungen erkannte, daß man hier offenbar
Aus her pwvinzialhauvtüaht.
Gießen, den 25. Oktober 1932.
Wahlehrenami
tff staatsbürgerliche Ehrenpflicht!
Don der Stadtverwaltung wird uns geschrieben:
Für die am 6. Noveniber stattfindende Reichstagswahl find entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen Wahlvorstände für die einzelnen Bezirke, bestehend aus dem Wahlvorsteher, seinem Stellvertreter, dem Schriftführer und 3 bis 6 Beisitzern zu bilden. Das Amt eines Mitgliedes des Wcchloorstandes ist ein Ehrenamt und kann nur dann abgelehnt werden, wenn die gesetzlichen Bestimmungen dies zulassen. Da die Wahrnehmung gemacht wurde, daß Personen, die zu einem Wahlehrenamt berufen wurden, die Berufung ohne Angabe von stichhaltigen Gründen ablehnten, werden die in Frage kommenden Bestimmungen zur Kenntnisnahme nachstehend bekanntgegeben:
Jeder Wähler hat die Pflicht zur Ueber- nahme der ehrenamtlichen Tätigkeit eines Wahlvorstehers, Stellvertreter eines Wahlvorstehers, Beisitzers oder Schriftführers im Wahl- vorstand, eines Beisitzers des Kreiswahlausschusses, des Verbandswahlausschusses oder des Reichswahlausschusses.
Die -Berufung zu einem der Wahlämter dürfen ablehnen:
1. die Mitglieder der Reichsregierung und der Landesregierungen;
2. die Mitglieder des Reichstags, des Reichsrats, des Reichswirtfchaftsrats und der Dollsvertre- tungen der Länder, sowie des Preußischen Staatsrats:
3. die Reichs-, Landes- und Gemeindebeamten, die amtlich mit dem Vollzüge des Reichswahlgesetzes, oder mit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit betraut find;
4. Wähler, die als Bewerber auf einem Kreis* Vorschlag oder einem Reichswahlvopschtage benannt sind:
5. Wähler, die das sechzigste Lebensjahr vollendet haben:
6. Wählerinnen, die glaubhaft machen, daß ihnen die Fürsorge für ihre Familie die Ausübung des Amtes in besonderem Maße erschwert:
7. Wähler, die glaubhaft machen, daß sie aus dringenden beruflichen Gründen oder durch Krankheit oder durch Gebrechen verhindert sind, das Amt ordnungsmäßig zu führen:
8. Wähler, die sich am Wahltage aus zwingenden Gründen außerhalb ihres Wohnortes aufhalten.
Die rechtzeitige Bildung der Wahlvorstände, das Erscheinen und die Mitwirkung der in den Wahl*
sind, sondern mit leeren Beuteln abziehen müssen.
Diesem ersten „Schrecken der Bank" folgten andre. Das größte Aufsehen machte ein spanischer Handelsreisender Thomas Garcia, der seine Gewinne bis auf 800 000 Franken steigerte. Dadurch war der Spielbank jeder Gewinn genommen; auf die Dauer aber hatte die Bank doch einen längeren Atem als Garcia. Als er einmal im Unglück war, zwang der Spanier den berühmten Klavierspieler und Komponisten Rubinstein, der auch eine große Spielratte war, ihm 20 000 Franken, die er ihm geliehen hatte, wiederzugeben, und mit diesem Geld, das er für besonders glückbringend hielt, gewann er wieder große Summen.
Die Künstler, die nach Homburg engagiert wurden, um durch ihre Darbietungen das Leben dort glänzender zu gestalten erlagen fast alle Sen Lockungen der Roulette, Die Patti ebenso wie dic Lucca. Sie alle verloren ihr Geld, denn sie verfügten nicht über die großen Summen und die Charakterfestigkeit, die notwendig sind, um ein glücklicher Spieler zu sein. Zu dieser Schar der typischen, zum Verlieren bestimmten Kursaalgäste gehörte auch der berühmteste aller Besucher Homburgs, D o- st o j e w s k i, der das dortige Leben und die Psychologie der Spielleidenschaft überhaupt in seinem in drei Wochen entstandenen Roman „Der Spieler" unvergeßlich dargestellt hat. Der große russische Dichter verfügte nur über so geringe Mittel, daß er in den „Spielbüchern" gar nicht erwähnt wird, und er war viel zu heißblütig, um beim opiel bi# notwendige ruhige Ueberlegung 3U behalten.
Viele haben wie er alles verspielt, sind zu tragischen Opfern dieser Leidenschaft geworden. Aber nicht sie wurden zum „Schrecken der Spielbank", sondern die Leute mit großen Mitteln und starkem Willen, die stets möglichst gleiche Beträge setzen, auch im Gewinn nicht übermütig werden, sondern zur rechten Zeit den grünen Tisch zu verlassen wissen; sie sind diejenigen, die die Bank wirklich schädigen, und wenn sie über große Mittel verfügen, auch große Gewinne machen können.
Nachdem die Spielbanken in dem unterdessen preußisch gewordenen Homburg verboten waren, wurde das Kasino um die Mitternachtstunde der Jahreswende von 1872/73 geschlossen. Der Rausch, der hier ein internationales Publikum erfaßt hatte, lebte aber in gesteigerter Weise in Monte Carlo auf, wo Blanc aus ein paar armseligen Fischerhütten einen Traum von Luxusschlössern und Hotels hervorzaubelte. Die Erfahrungen, die er in Homburg gesammelt hatte, nützte er hier im größten Stile aus. Wohl traten auch in Monte Ca^lo „Schrecken der Bank" auf, wie z. B. der sog. Malteser und andere, die in wenigen stunden Hundert* tausende erbeuteten. Aber die Bank war jetzt gegen alle Anstürme gerüstet, und nicht^konnte Den Besuch so vermehren, als die Erzählu^^ der Spieler, die einem solchen aufregenden tiamri zwischen Kasino und Spielgast beiwohnten.
** Unzulässige Nachbildung von in» und ausländischen Geldscheinen zu Reklamezwecken. Das Polizeiamt teilt mit: Mer Rachbildungen in- oder ausländischer Geldscheine zu Reklamezwecken verwendet oder in Verkehr bringt, macht sich nach § 360 pos. 4 Reichsstrafgesetzbuch strafbar. Zuwiderhandlungen werden unnachsichtlich zur Anzeige gebracht.
** Straßensperrung, mitgetei.lt vom Oberhessischen Automobil-Club E. V. (21. v. D.) Gießen: Wegen Ausführung von Kanalisationsarbeiten wird die Strecke Rieder Weisel — Ostheimim Zuge der Straße Butzbach—Usingen vom 24. Oktober ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Butzbach—Hochweisel.
** Wiedersehensfeier des ehemaligen Reserve - Infanterie - Regime n t s 8 8. Zu der am 29. und 30. Oktober 1932 in Hanau stattfindenden 1. Wiederfehensfeier des ehem. Res.-Jnf.-Regts. 88 ist das Musikkorps des Ausbildungs.(Hess.)Bataillons 15. Inf.-Regt. zu Marburg unter Leitung von Obermusikmeister P f ri e m e gewonnen. Die Reichbahn gibt vom allen Stationen im Umkreis von 200 Kilometer nach Hanau Sonntagskarten aus. Räheres ist durch den Hanauer Arbeitsausschuß Kurt Hof- acker, Studienrat, Hanau, Spessartstraße 6 zu erfahren.
Taten für $ienetau, 25 Oktober
1825: der Komponist Johann Strauß (Sohn) in Wien geboren; — 1836: der Komponist George Bizet in Paris geboren; — 1865: der Maler Walter Leistikow in Bromberg geboren.
Am Sonntagnachmittag fand hier im Restaurant „Bürgerhof" der Sänger tag des Gaues Gießen-Stadt und -Land ' m H e f s i - schen Sängerbund statt. Nach dem „Deutschen Sängergruß" und dem durch den Gesangverein „Heiterkeit" Gießen unter seinem Dirigenten Schöttler in musterhafter Weise_zu Gehör gebrachten Mozartfchen Chore „O Schutzgeist begrüßte der Gauvorsitzende Emil Koch (Gießen) die Sänger, Vertreter und Dirigenten, sowie die Ehren* gälte und dankte der .Heiterkeit" für ihren Gesang.
Sodann erstattete er den Jahresbericht, aus dem zu ersehen war, daß es auch im verflossenen Jahre im Gau aufwärts gegangen ist. Zu Beginn des Geschäftsjahres setzte sich der Gau Gießen aus 34 Vereinen mit 1392 Sängern zusammen. Neu ein- gelreten sind im Laufe des Geschäftsjahres Zwei Vereine, nämlich: .Männergelangverein Klein-Rechtenbach und Gesangverein „Jugendfreund" Stein* berg; ausgeschieden ist die Gesangsabteilung der Polizeibeamten, Gießen, so daß sich der Gau heute aus
35 Vereinen mit 1633 Sängern zusammensetzt, wovon, wie eine Erhebung ergeben hat, etwa 41,2 o. H. erwerbslos sind. Trotzdem, wie diese Zahl zeigt, die Gesangvereme unter der wirtschaftlichen Not stark zu leiden haben, muh hervorgehoben und ganz besonders anerkannt werden, daß der größte Teil dieser bedauernswerten/ aus dem Wirtschaftsprozeß ausgeschalteten Sanges- frrüber treu zu seinen Vereinen steht und in per Pflege des deutschen Liedes Ablenkung und Erho* lung findet. ,
Der Vorstand und der Musik* und Fachausschuß kam im abgelaufenen Geschäftsjahr zu vier «itzun* gen zusammen, um über Zwecke und Ziele des Gaues zu beraten. ...... .
Die diesjährigen Gau- bzw. Dezirksliedertage fanden in der üblichen Weise statt, und zwar am 28. Mai in Gießen, am 5. Juni für den Bezirk II (Lumdatal) in Geilshausen, am 26. Juni in Großen- Linden für den Bezirk I (Hüttenberg-Schiffenberg). Mit den beiden ersten waren Wertungssingen ver* bnnben.
Die auf den Liedertagen gebotenen Leistungen können als sehr befriedigend bezeichnet werden, jedoch sollte allmählich dazu übergegangen werden, diese Liedertage auf eine andere künst 1 erische Grund! age zu stellen, wozu natürlich die Chor- meister als die geistigen Führer der Organisation allein berufen find.
Die Beteiligung am XI. Deutschen Sängerbundes- fest in Frankfurt a. M. war seitens des Gaues, sowie des gesamten Hessischen Sängerbundes nicht so, wie man es sich gewünscht hätte, obwohl das Fest im Bundesgebiet lag. Hier hat sich gezeigt, wie gerade di, Sänger in Hessen unter der wirtschaftlichen Depression zu leiden haben, die es dem größten Teil unmöglich machte, den hohen Festbeitrag, der Veranlassung gu zahlreichen Erörterungen war, sowie die sonstigen Kosten aufzubringen. Eine Maß. nafyrne. der Leitung des HSB., die die Möglichkeit der Beteiligung ohne Entrichtung des vollen Fest- beitrages brachte, kam leider zu spät, um Erfolg zu haben.
Mit Auszeichnungen durch den He-ssischen bzw. Deutschen Sängerbund konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder eine Anzahl Sänger bedacht werden. Die goldene Ehrennadel des ,HSD." für 50jährige aktive Sängertätigkeit und den Ehrenbrief des „DSB." konnte verliehen werden: dem Sänger Jean Arnold (Heiterkeit Gießen). Die silberne Ehrennadel für 40jährige ©angestätigfelt erhielten: die Sangesbrüder Jhs. Harnisch („Sängerkranz" Watzenborn), Hrch. L uh III, und Wilh. Kraus- köpf („Germania" Grdßen-Linden), Karl Sommer und Gg. Wahl („Frohsinn" Garbenteich), L. Pfeffer II. und W. H a a s I. („Heiterkeit" Anne
in das Reh der ganzen Einbrüche am laufenden Banb in der kehlen Zeil gegriffen halle.
Die umfassenden polizeilichen Maßnahmen hatten bisher mehrere Verhaftungen zur Folge, ferner ist man auch den Hehlern auf die Spur gekommen, jedoch sind zwei Haupttäter zur Zeit noch flüchtig, da es ihnen gelang, vor der Hinzuziehung der Gießgyer Landeskriminalpolizei zu entschlüpfen. Bei den Haussuchungen in Mainzlar wurden Rundfunkapparate, Kleider, Stte- fel, ein Motorrad, Fleisch, Fett und Wurstwaren, eine große Menge Zigaretten, Kolonialwaren, Spi- rituofen usw. gefunden. Das gesamte Diebesgut rührte von den Einbrüchen her, die die Gesellschaft in den letzten Wochen in den obenbezeichneten Orten verübt hatte. Ein weiterer Teil der Beute konnte dank der umfassenden Nachforschungen der Kriminalpolizei bei verschiedenen Hehlern sichergestellt werden. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen sind zur Zeit mit Nachdruck im Gange. Nach Lage der Sache dürfte damit zu rechnen sein, daß weitere Verhaftungen vorgenommen werden. Daß man an der richtigen stelle und in durchgreifender Weise zupackte, beweist die Tatsache, daß
seit mehreren Tagen die Linbruchsläligkeil vollständig aufgehörl
bat. Offenbar sind also die Gendarmerie und die Polizei der ganzen Einbrecherorganisation stark ins Gehege gekommen.
rod), Gg. Seipp („Eintracht" Leihgestern), Hrch. Vogel (Männergesangoerein Staufenberg). Mit der Ehrennadel für Verdienste für 25jährige Dorstandstätigkeit wurden ausgezeichnet: die Sanges- brüber Jhs. Harnisch („Sängerkranz" Watzenborn), Gg. W a l d s ch m i d t („Liederkranz" Leihgestern), Johs. Leun und PH. Schmidt („Harmonie" Großen-Linden), Johs. Ruppe! und Hrch. Linkmann („Eintracht" Butzbach), Hch. Germer („Arion" Klein-Linden). Der (Bau dankt allen Jubilaren für ihre treue Pflichterfüllung im Dienste des deutschen Männergesanges.
Das verflossene Geschäftsjahr ist als ein innerhalb des Gaues ruhig verlaufenes-zu bezeichnen.
Man konnte im allgemeinen die Wahrnehmung machen, daß bei allen Anlässen von größeren Veranstaltungen Abstand genommen wurde, und daß alle Vereine bestrebt waren, mit geringem Kostenaufwand ihrer Sache gerecht zu werden.
Es sollte auch für die Zukunft das Bestreben jedes deutschen Männergesangvereins sein, im Interesse der Aufwärtsentwicklung keine Opfer zu scheuen. Mit dem Wunsche einer besseren Zukunft und fernerem Blühen und Gedeihen schloß der Vorsitzende seine Ausführungen.
'Der Bundesrechner Latsch (Daubringen) erstattete nunmehr den Kassenbericht. Die Einnahmen des Bundes beliefen sich im Geschäftsjahr 1931/32 auf insgesamt 1326,09 RM., die Ausgaben auf 968,93 RM., so daß ein Ueberschuß erztelt wurde von 357,16 RM., ein Mehr von 63,33 RM. gegenüber dem Vorjahr. Der Gauliedertag schloß mit einem geringen Fehlbetrag, der aus der Gaukasse gedeckt wurde. Da die Rechnungsprüfer die Richtigkeit der Rechnung feststellten, wurde dem Gaiirech- ner Entlastung erteilt, wobei der Vorsitzende Gelegenheit nahm, ihm für seine treue Arbeit im Namen des Gaues mit warmen Worten zu danken.
Am 28. und 29. Oktober findet in Bad - N a u - heim der Sängertag des „HSB." statt, der, wie der Gauoorfitzende betonte, von besonderer Bedeutung sei, da dort u. a. das Arbeitsprogramm für die Gaue, sowie neue Richtlinien für die Ausgestaltung der Gauliedertage aufgestellt werden sollen. Auch soll über die Beiträge Beschluß gefaßt werden. Eine Anzahl Vertreter verlangt Herabsetzung der Beiträge. v .
Ein Antrag des Gaues Gießen, der sich nn wesentlichen mit einem ähnlichen des Bundesvorstandes deckt, fordert die
unbedingt notwendige Reueinteilung der Gaue in der Gruppe Oberhessen des HSV. nach wirt- schafts- und verkehrsgeogrophischen Gesichtspunkten.
Von verschiedenen Rednern wurden die hier bestehenden, gänzlich unhaltbaren Zustände aufs schärfste kritisiert. Mit allem Nachdruck soll die Bildung eines Ausschusses, der sich ernstlich mit der Sache befaßt, betrieben werden.
Dem Antrag des Gaues Bingen, den Hessischen Sängerbundestag 1933 zu erhalten, soll zugestimmt werden. Weiter nahm man noch zu einigen anderen Anträgen Stellung. .
Der Gauliedertag 1 9 33 soll Ende Mm oder anfangs Juni stattfinden. Heber den Ort ent- spann sich "eine lebhafte längere Aussprache. Der Gesangverein „Arion"-Klein-Lin.den hatte den An- traa gestellt, den Tag dort abzuhalten. Dieser Antrag hätte auch Annahme gefunden, wenn nicht der Antragsteller ihn schließlich überrascheicherweise in letzter Minute zurückgezogen hätte. So wurde dann Gießen als Festort bestimmt. Der Gauliedertag soll in der seitherigen Weise verlaufen, jedoch soll die Durchführung im einzelnen unter Berücksichti- gung der heute zum Ausdruck gekommenen Wünsche > Dom Musikausschuß überlassen bleiben.


