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21 bg. Jung fozialisten hielt

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orbnung sicherlich gesunken leien. Os bestehe daher kein Anlast, eine gütliche Qlenberung des Qlbfin- dunatvertrage« nicht anzustreben

(Ratsoz ) Erklärt: Die national»

len die Rechtsauffassung in ber Regierungsantwort für durchaus vertretbar. Os handele sich um einen gegenteilig abgeschlossenen Vertrag, den man nicht ohne weiteres ausheben

Wteunbpenfiow ! Wdjen ilinifkr. ff.) erklärt, daß nach natio- llung der Snnenm'va'v i und der nastvnaMiali- Mung der Tehalls^Iu-.- : daher durchaus logisch I« mfri verantwortlich lütten in Hessen. 3n der tergangc* penhcim der National; n Angehörigen der.Sisernc- igestochen Worten.

>on Oppenheim habe auch hier

mindestens um zehn Prozent der Sühe von 1931 gesenkt worden sind bzw deerden. Ferner must zum Ausdruck gebracht Wer­dern. dast die ortsüblichen Mindestsätze unter- I dritten werden können.

»ach vorheriger ausdrücklicher Verständigung mit tvrn Patienten von den obigen Gebührensätzen ab- } weichen.

Von den ärztlichen und zahnärztlichen Organi- '><tionen festgesetzte sog. ortsübliche

doirfen nur aufrechterhalten werden, wenn

Die Rationalsozialisten hatten gestern Lbend In Ludwigshöhe bei Oppenheim eine Ver­

isten.

ent Adelung erklärte,die * nnenministers und der vor- r Nationalsozialisten seien s müsse jeder, der auch nur >rei zu tun habe, wissen. Pit Nersassung durchführen ) teilt mit, daß auf dar 3n- ratischen Landiagsabg-orönf ipenbeim in der vergangenen (mittag »eriiH wk= eislichen Erregung der Bevei von! Abg. Lest besprochene

Sammlung. Der Redner deS Abends, Dr. Ro­ller aus Oppenheim, hörte in Ludwigshöhe von Sem Anschlag auf das Steffansche Anwesen. AIS er nach Oppenheim zurückkam. will er am Bahnhof Ansammlungen bemerkt und, mchtS Gute» ahnend, seine SA.-Leute ge­warnt haben. Trotzdem kam eS gegen 23 Uhr *1 Zusammen st osten zwischen SA -Leuten -rnd wegen des Anschlag» aufgeregten Einwoh- reem. Dabei wurde der Rationalsozialist Schnauz durch einen Bauchstich schwer ver - lletzt, so dah er ins Krankenhaus übergeführt werden muhte, öin weiterer Rationalsozialist ist lüicht verletzt worden

(Senkung der Arzt« und Zahnarzt- Gebühren.

Verl in, 24. Zebr (MTV.) Die Derhandlun»

1! chört!)

Antrag urt

von ^ationallojialift.'" w

die 'Regierung «rjjjW1« J , nationalsoziaM'!^" $

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zurück. .Verwahrung legen wir ein gegen die verächtliche Art. in der der Vorredner über den früher regierenden Grohherzvz gespro­chen Hot. 0s entspricht der Würde de« Staate« de« früheren Inhabers der Staatshoheit mit Hoch­achtung zu gedenken, wobei auch nicht verkannt werden kann, dast der früher regierende Groh- herzog ein treuer Verwalter der ihm übertragenen Pflichten war." fLebhos. ter Widerspruch der Kommunisten, Beifall der "briaen Parteien.)

Abg Widmann (Sozi verlangt, dast eine den beut'gen Derhällniffen und Umstanden ent- 'prechende Reuregelung erfolgen müsse, die man eigentlich von der Gegenseite her hätte freiwillig anbieten sollen. Im Falle eines nega­tiven Ausganges der gütlichen Verhandlungen müsse die Frage einer neuenDolksabsttm-

m u n g geprüft werden. Der Sozialdemokratie lei bekannt, dast finanzielle Unterstützungen aus dem grostherzoglichen Hause in dasBraune Haus" tn Darmstadt flössen.

Abg. He i n st a d t (Ztr.) erklärt, die jähr­lichen Zahlungen an den Großherzog seien keine Rente, sondern die Abtragungsraten der Kapital-Abfindung. Durch Gutachten stehe fest, das» die Rotverordnung auf Kapital- abfindungen nicht onaewendet werden kann. DaS Zentrum warte auf die Entscheidung de« Reichs­tage« und lehne einen Rechtsbruch ab, doch habe da« Volk angesichts der Geldwertsteigeruna ein moralisches Recht auf eine Erleichterung seiner Lasten.

Abg. Böhm (Dnll.) dankt dem Iustizminister für seine Erklärung. Die Frage einer Verän­derung de« Geldwerte« halte einer Prüfung nicht stand. Die von der Linken gewählte Taktik mache die Aussichten einer gütlichen Regelung fast zu­nichte.

Abg.Riepoth (IXB.) erklärt, die Volk-Partei lehne den sozialdemokrat. Antrag ab; sie verkenne andererseits aber nicht, dast die auf den Staat übergegangenen Vermögenswerte, au« deren Er­trag die Abfindungen an da« arohherzogliche Haus gezahlt werden, sich inzwischen vermindert hätten, wahrend gleichzeitig die Leistungen des groß herzoglichen Hause« entsprechend der Rotver-

gen deS Reichskommissars für Preisüberwachung mit dem Verband der Aertte Deutschlands iHatt- mann-Bund), dem Deutschen Aerztevere.nSbund und dem ReichSverband der Zahnärzte Deutsch- lünd« über die Senkung der Gebühren haben zu encr Vereinbarung geführt, in der es u. a. heißt:

Den Berechnungen der Gebühren der Acrzte und Zahnärzte sind die Sätze der lande«rechtlichen Gebührenordnungen zugrunde zu legen. Die Aerzte -ad Zahnärzte werden die verminderte Kaufkraft weitaehendst berücksichti- gic n . sich aber Vorbehalten, in besonderen Fällen

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könne. SS wäre vielleicht eine schöne Geste de» grostherzoglichen Hauses gewesen, wenn e« bei­zeiten gesagt hätte, wir erkennen die Rot ber 3eit an und sind bereit, dieser Rot Rechnung S tragen und unser Scherflein beizusteuern. Das tten wir für durchaus richtig gehalten. Wir hoffen, dost die nunmehr angeknüpften Derband- ungen nicht dadurch erschwert werden, dast in­folge der wüsten Art und Weise, wie hier ge- jen die Fürsten vorgegangen worden ist, die sich mmerhin grobe Verdienste um das hessische Volk kNoorben haben, eine Verständigung nicht er­reicht werden kann.

Der kommunistifche Enteignungsantrag wird ge­gen die Kommunisten und den SAP.-Abgeordneten bet Stimmenthaltung der Sozialdemokratie ab* gelehnt und die Ausschustentschließung. die Regie­rung möge mit der Verwaltung des großherzoa* lichcn Hauses auf gütliche Weise eine den gcschwäch- im Finanzoerhältnisten de» Lande? entsprechende -Herabsetzung der Leistungen zu erreichen versuchen, «mgenommen.

©äs (Sprengstoffattentat in Oppenheim.

Oppenheim, 24. Febr. (TU) Der Garten* Äovillon de» hiesigen Reichebannerführers und sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten 61 e f |a n wurde in der letzten Nacht durch ein spreng st offattentat vollkommen ver* kd ü ft e t. Da sich die Explosion nach der Seile au»- wirkte, so wurden vor allem die Fundamente unb Die Inneneinrichtung stark beschädigt. Die Kriminal* fvlizei und die Gendarmerie haben sofort die Rach* rrschungen nach den Tätern ausgenommen, die je* lad) bisher erfolglos blieben. Verschiedene Äerhostungen wurden oorgcnommen.

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Aus der provimialbauptstadt

Gresten, den 25. Februar 1932.

Gemeinsame Schädlingsbekämpfung in den Gießener Obstgärten.

Am Dienstag fand im Landwirtschaftlichen In­stitut eine Versammlung von Grestener Garten­besitzern statt zu dem Zwecke, wiederum wie hn ror.acn Sabre bet Frage ber gerne infamen Schählingsbekämpfung in den (Sie­bener Obstgärten näherzutreten

Amtsgericht »rat Gro« al« Leiter der Ver­sammlung gab zunächst einen kurzen Bericht über bic Arbeit im letzten Zahre und forderte ttne- terum, trotz der schwierigen VerhältmNe. zur gemeinsamen Arbeit auf

Dr Beckcr von der Heffischen Hauptstelle für Pllanzenschuh hielt anschließend einen Lichtbilder­vortrag über die Schädltnq»vekämv»unq im Obst­bau. Gr führte u. a. au«, dost, um die Schäd- ling«bekämpiung richtig zur Wirkung zu bringen, zunächst einige Vorarbeiten erforderlich seien. 2ls solche seien zu nennen da- önHcmcn der ölten Baumruinen als die Brutstätten allerlei Schwächeparasiten, da« Ausputzen und Auslich­ten der Bäume, weiter wurde darauf aufmerksam aemacht, daß in den meisten Gießener Obstgärten der Stand der Bäume viel w eng sei. Der Win­terkampf richte fich in der Hauptsache gegen die äleberwinterungsformen der einzelnen Schädlinge. So wurde auf das Entfernen der Raupennefter, weiter der Fruchtmumien zur Bekämpfung der WoniUa hingewiesen. Als Dinterspritzmittel komme das Karbolineum in Betracht' besonder« hervor geh oben wurde die Bekämpfung der Schild­läuse durch das Karbolineum. Gegen eine Reihe von Schädlingen, wie Schorf und Obstmade, wirke jedoch das Karbolineum nicht, und hier müsse der Svmmerkampf mit arsenhaltigen Mitteln ein- setzen. Sehr gut bewährt habe sich hierRosprasit 0.

3n der anschließenden Aussprache wie« zu­nächst Obstbauinspektor Enk ler nochmal- auf die besondere Bedeutung der Bekämpfung der Zweifchenschildläuse hin und erwähnte, daß auch an anderen Orten die Odftzüchter sich zusammen­geschlossen hätten zur gemeinsamen Arbeit. Eine ganze Reihe von Fragen auS der Versammlung wurde dann noch erleDigt

Die meisten Besucher entschlossen sich, auch in diesem Jahr ihre Bäume wieder durch die Or­ganisation spritzen zu lassen. GS kann al« ein gutes Resultat de« Abends angesehen werden, daß sich in den ersten beiden Tagen schon weit über 100 Gartenbesitzer zur Teilnahme angemeldet haben.

Areiwilliger Arbeitsdienst im Kreise Gießen.

3n guter Zusammenarbeit zwischen dem 3ung- deutschen Orden, dem Arbeitsamt Gießen, der Oberförsterei Gießen und dem Gemeinderat von Staufenberg ist e« wie man unS berichtet gelungen, eine Kolonne von 6 0 Mann Im Freiwilligen Arbeitsdienst in dem Gemeindewald Staufenberg einzusehen. Die Ar­beit hat am 17. Februar begonnen und wird sich auf die Dauer von 20 Wochen erstrecken. Durch Windbruch waren im Gommer vorigen ZahreS über 40 Morgen Fichtenwald von 70 bis 90- jährigen Bäumen zu Schaden gekommen. DaS Stammbolz ist aufbereitet, und nun sollen die Stöcke beseitigt werden, um diese Fläche wieder neu bepflanzen zu können. Da die Gemeinde 'ehr viele Arbeitslose hat und der Wald heute un­rentabel ist, konnte die Gemeinde keine Mittel flüssig machen, um jetzt diese große Fläche wieder zu Reupslanzungen aufnahmefähig zu machen. DieS ist aber im Interesse der Volkswirtschaft dringend nötig. Runmehr ist 60 arbeitswilligen jungen Menschen wieder auf Wochen hinaus eine Beschäftigung gegeben und die Gemeinde ist vor weiteren Schäden an ihrem Walde, die sich sonst unbedingt einstellen würden, bewahrt. Die AroeitSfreiwilligen^ die auS den Orten Stau­fenberg, TreiS, Mainzlar, Daubringen, Rutters­hausen. Alten-Buseck, Klein-Linden u. a. kommen, erhalten auS Mitteln der RcichSanstalt für Ar­beitslosenversicherung und auS Reichsmitteln für den Arbeitstag 2 Mark, außerdem von dem ge­wonnenen Holz noch einige Raummeter als Son­dervergütung. Die Gemeinde hat auf den ganzen Anfall von Hol) verzichtet. Auf Vorschlag deS Arbeitsamtes soll er der Winterhilfe der Stadt Gießen zugute kommen.

(Stimmungen und Tatsachen in der christlichen Kunst.

Die Theologische Fachschaft der Uni­versität hiell am vorigen Freitag ihren letzten Vortragsabend deS Wintersemesters 1931/32 ab. Prof. D. Rudolf Schäfer sprach über daS Thema ,Stimmungen und Tatsachen in der christ­lichen Kunst". Gr ging zunächst auf die Bedeu­tung deS Gtimmungsmomentes bei der Betrach­tung, wie auch bei der S<Hafsung eine- Kunstwer­ke- ein und betonte dabei, dah da- Stimmungs- mähige wohl seine Berechtigung habe, aber nicht al- daS Primäre betrachtet werden dürfe, weil die Stimmung nicht die gestaltende Kraft in der künstlerischen Schöpfung.darstelle. 3n seinen wei­teren Ausführungen sprach der Redner über Sinn und Wesen der Kunst, er charakterisierte sie als Ausdrucksmittel und gleichzeitig als das Ba­rometer der geistigen Verfassung einer Zeit und der Menschen, die sich künstler.fch betätigen. Er umrih außerdem das Maß des Einflusses der künstlerischen Schöpfung auf den Betrachter. Wei­ter stellte der Vortragende das Treten der helle­nistischen Kunst (heitere Ruhe in der Archllek- tur, neutrale Schönheit in der Plastik, nicht theore­tisch diskutierte Darstellung), der frühchristlichen Kunst (dargestellte Bewegung, sinnbildliche Wie­dergabe. Darstellung im Dienste des Gedank­lichen, der .Tendenz"- gegenüber. Die frühchrist­liche, mehr handwerkliche Kunst habe fich im Ver­laufe der Zeit organisch zum bewußt künst­lerischen Schallen entwickelt: der Wunsch zur Bewegung, die Lieberleitung des ursprünglich nur ornamentalen Schaffens zur Zielstrebigkeit kenn­zeichne besonders in Germanien den Weg christ­licher Kunst. Stets sei im Lause der Zahrhundene die gegenseitige Durchdringung deS Geistigen und Körperlichen verlangt und gepflegt worden. Die unsichtbare Tatsache in der christlichen Kunst sei

Immer gewesen, in der Form des Konkreten das Absolute des Geiste- lebendig werden zu lallen.

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toekn, sondern fle war immer der Qfilgcmcinbr.t verbunden- dabei aber dienende Kunst, nicht die­nend zwar dem Einzelnen, auch nicht der ®c- meinbe. sondern Gott dienend Ehristliche Kunst fei Gottesdienst im eminentesten Sinne Deshalb könne sie auch nie Stünmungssache sein. Wohl toi im Gottesdienst das lebendige Wort das ent­scheidende. man könne im Gottesdienst aber nicht ber künstlerischen Form entbehren, das Sichtbare sei allo gewiffermaßen das Unterpfand für das Unsichtbare Das Zeitliche des KunstwerkrS werde dadurch gleichzeitig erhoben und verklart. Zn diesem Sinne könne eine spezifisch evangelische Äunft sehr wohl de« rein Stimmung«mähigen entbehren. Die berufenen Kreise evangelischer Architekten und Künstler seien heute mit bemus­tern Willen an ber Arbeit, den manchmal ge­äußerten Au»spruch: .es gibt feine, ihrer Form na<b reine evangelische Kirche", zu widerlegen. Der Vortragende fand für seine Darlegungen an­haltenden Beifall.

Siebener -WochenMarktpreise.

Dießen. 25. Febr Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf., Landbutter 110. Kochbutter 90. Matte 25 bis 30, Wirsing 10 bi« 20 «pro Zentner 10 bi- 15 Mk ). Weißkraut 10 bi« 12 (pro Zentner 6 bi« d,50 Mk ), Rotkraut 10 bis 15 (pro Zentner 10 bi« 12 Mk ) gelbe Rüben 10 bi« 12. rote Rüden 10 bis 12, Spinat 25 bi« 30. Anterkohlrabi 6 bi« 8. Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bi« 30, Feldsalat 100 bis 120. Tomaten 60 bi« 70, Zwiebeln 18 bi« 20, Schwarzwurzeln 25 bi« 30, Kartoffeln 4 «pro Zentner 3 bi« 3.50 Mk). Meerrettich 30 bis 60. Dörrobst 25 bis 30. Aepfel 8 bi« 15. Birnen 10 bi« 12. Olüffc 35 bis 40, Honig 40 bi« 50. Suppenhühner 80 bi« 90. junge Hähne 90 bt« 100 Pfennig pro Pfund; Tauben 60 dis 80, Eier 9. Käse 5 bi« 10 Blumenkohl 30 bi« 70. Salat 25 bi« 30, Sndtvien 15 bi« 30. Oberkvhlrabi 8 bi« 10, Lauch 5 bi« 10. Rettich 10 bi« 15. Sellerie 10 bi« 40 Pfennig pro Stück

Vornotizen.

Tageskalender für Donnerstag: Gießener Konzert-Lerein, 19.30 Uhr, Stadtkirche, Konzert: Matthäus-Paffion. DHB., 20.30 Uhr, Derbandsheim, Vortrag überTlobilmadning der Arbeitnehmersi1)aft für den wirtichoftlichen Vfreiheits- kämpf." Ühristengemeinschaft, llninerfität. Hör- faal 41, 20.15 Uhr, Dortrag überRätsel de» mensch­lichen Schicksals". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Ter Herr Bürovorsteher'. Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Hilfe! Ueberfall!" undDer Herr vom Finanzamt".

~~ AuS dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen. Freitag. Wieder­holung der erfolgreichen FaschingSoperette von Kadelburg und Redner' ..Die tolle Lola", Musik von Hugo Hirsch. Die Spielleitung hat Heinrich Hub, der zugleich die Hauptrolle spielt und singt. Musikalische Leitung und Bearbeitung Walter Mochl. Die Girls entstammen der Tanzgruppe Ewald Bäulkes, der die gesamte tänzerisch Lei­tung hat. Ein vergnügter Abend voller Lustig­keit. Tempo. Rhythmus und Musik. In der Pause spielt die Kapelle die Hauptschlager der Operette. Diese musikalische älnterhaltung wird durch Lautsprecher ins Foyer übertragen, so daß selbst in den Wandelgängen des Theater- die gleiche sröhllche Operettenftimmung herrschen wird, wie im Zuschauerraum. Spielzeit: 20 bis 22.15 Uhr. 20. Vorstellung im Freitagabonnement. Gewöhnliche Operettenpreise. - Sonntag, 28. Fe­bruar, 19 Uhr. einmalige Aufführung des Lust­spiels ..Die fünf Frankfurter" von Earl Rößler. Mit der Rolle der Gudula verabschiedet sich Frau Auyuste Prasch-Grevenberg von den Gieße­nern. Spielleitung: Karl (Bold. Die Vorstellung gebt als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Prei­sen in Szene. Ende 21.30 Uhr.

Der Iugendbund des GDA, Orts­gruppe Gießen, veranstaltet am kommenden Sams­tag im Dass Ebel einen Elternabend. Deklama­tionen, Schar-Gesänge, Sprech-Chor, Volkstänze und eine Ansprache de« Gaujugendsekretärs Drost, Frankfurt a.M., werden den Abend füllen. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Aufenthalt-raum für Arbeits­lose. Als Aufenthalt-raum für Arbeitslose steht feit gestern täglich von 14 bi- 18 Uhr der Saal beS Hospizes (Verein-Hau- Hinter der Wesl- anlage 111) zur Verfügung. Zunächst soll durch Bereitstellung von Zeitungen, Zeitschriften und von Brettspielen für Unterhaltungsmvglichkeit ge­sorgt werden. AuS den Kreisen der Teilnehmer kann später die Einrichtung von Arbeitsgemein­schaften und Einzelvorträgen angeregt werden.

** 3 0 0 0 0 0 - Mark - Lotteriegewinn nach Gießen und Umgegend gefallen. Wie uns von berufener Seite mitgeteilt wird, fiel ber am 12. Zichung-tage gezogene Gewinn der Preußisch-Süddeutchen Staatslotterie von 300 000 Work nach Gießen. Das LoS wurde in Achteln in Gießen und näherer Umgebung gespielt. Die glücklichen Gewinner können daS Geld gut ge­brauchen.

Schweine-Zwischenzählung am 1. März. Rach einer 'Bekanntmachung im neue­sten AmtsverkündigungSblatt findet am 1. März eine Schweine-Zwischenzählung statt, mit der gleichzeitig eine Zählung der nicht beschaupllich- tigen HauLschlachtungen und erstmalig auch eine Ermittlung der Abkalbe-Termine verbunden fein wird.

Ausstellung deS Fröbelsemi- n a r j Man schreibt und: DaS Fröbelserninar stellt, wie alljährlich, in seinen Räumen, ©arten- straße 30, vom 26. bi« 28 Februar bic Arbeiten der abgehenden Äinbergättnerinnen, Kinberpllege- rtnncn. sowie der Schülerinnen des DorseminarS (einjährige HauShaltungSschule) au«. Gezeigt werden die Ergebnisse auS dem Handarbeitsunter­richt, des Zeichen-, Modellier- und Ausschneibe- Unterrichte«, sowie Dast-, Buchbinber- undHolz- arbeiten unb Spielzeug au« wertlosem Material. Ttte Schülerinnen de« Vorseminars zeigen 'elb- ständig zubereitete Gerichte: außer verschiedenen ©ebaden mehrere Mittagellen, die berechnet sind nach erforberlichen Rährwerten unb unter Berück­

sichtigung ber vorhandenen Mittel an Zeit unb <Mb. Daneben sind noch gereinigte Gegenstände au« dem Hau-Halt ausgestellt. Die Ausstellung ist von Ftkilag bi« einschl. Sonntag, täglich von 11 b>« 13 unb 15 bis 17 Uhr geössnet. Gleichzeitig sel daraus autmetflam gemacht, bah die neuen Äurte zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen. K.nderpflegerinnen, sowie des Hör- seminar« (einjährige Hau «ha 1 tungsschu le > VIoi»> tag. 11^ April, beginnen. «Siehe heutige Anzeige).

Sinbruchsdieb stahl. Der Polizeive- richt meldet 3n der Rächt zum Mittwoch wurde in da« Anwesen der Firn,a Geisse einge- brochen. Die Täter hatten es auf bie in dem -s,ofe_ abgestellte" Kraftwagen abgesehen, deren BehälMiife sämtlich durchwühlt waren Da die Täter von der Sttaße au» nicht direkt in den Hof gelangen konnten, wählten sie ihren Weg durch die Weinertschc Kartonnagensabrik. An diesem Anwesen überstiegen sie da« Hofwr. dran- gen nach Zertrümmerung einer Fensterscheibe in den Sabtrfraum ein und gelangten durch ein auf der Rückseite gelegene« Fenster in den Hos ber Firma Geisse Entwendet wurde, da die Täter in den Kraftwagen nichts vorfanden, aus dem Rückwege aus dem Fabrikraum nut ein Karton mit sechs Rollen weißer, grüner und gelber Totlettenseife.

Schöffengericht Gießen.

Gießen 24. Febr. Unter Ausschluß der Oesfentlichkeit wurde gegen einen alten Inva­liden wegen Sittlichkeitsverbrechen« verhandelt Er wurde auf Grund seines Geständnisses und der AuSsage mehrerer Zeuginnen in einem Fall zu sechs Monate,i Gefängnis verurteilt und in einem weiteren Fall sreigesprochen. Staatsanwalt und Angellagter erkannten bat Urteil. daS bem Antrag ber ersteren entsprach, alsbald an

Ein auswärtiger Arbeiter war angeklagt, in einer Versammlung zu Merkenfritz im Oktober 1931 ben verstorbenen Reichsminister Rathe - nau in Beziehung auf sein Amt nerlcumbct zu haben (Vergehen gegen § 5 Ziffer 3 Repudltk- schutzgesetz). Da ber Angeklagte ohne genügend« Entschuldigung au«blieb, erging VorführungS- defehl gegen ihn

Ein früherer Fabrikdirektor von auswärt« hatte in den vergangenen Zähren mehrfach an einen früheren Kollegen und an einen ehemaligen Freund Briefe gerichtet, in denen er unter mehr oder weniger versteckten Drohungen mit ®nt- büHungen aus -deren beruflichen und privaten Leben Geld forderte. Die beiden ließen fich aber nicht einschüchtern, schickten kein Geld unb zeigten schließlich, al« die Briefschreiberei nicht aufhörte, die Sache an. Wegen versuchten Erpressung wurde der Angeklagte antragsgemäß zu vier Mona­ten Gefängnis verurteilt.

Rundfunkprogramm.

Freitag, 26. Februar.

720: Früykonzert. 12 05 (Von Berlins Konzert. 13.05 (Don Köln): MittagSkonzert. 17: Alte Tanz- mufifT 18.40* Aerztevortrag: .Vergiftungen und deren ärztliche Behandlung". 19.15. Aus aller Herren Länder: Unterhaltungskonzert be« Phil­harmonischen Orchester«, Stuttgart. 20,15: Der Strom von Mar Halbe. 21.45: Violinmusik. 22 40 biS 24: Tanzmusik.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 26. Februar.

Kapelle de« Alten Ariedhvs«. 18 Uhr Paf- sionSandacht. Pfarrer Lenz.

Elifabeth-Kleinkinderschule. 20 Uhr: Passion«, andacht. Pfarrassistent K n e l f.

Israelilische Gemeinden.

Israelitische Reltgion«gemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). SamStag, 27. Fe- bruat 1932. Vorabend: 5 45 Uhr Morgen«- 9.00 Uhr- Abend«: 6.10 und 6 50 Uhr

Gottesdienst der Israelitischen Religionsgesell» schaff, öabbatfeier den 27. Februar 1932 Freitag abend 5.35 Uhr. Samstag vormittag: 8 30 Uhr. nachmittag: 610 Uhr. Sabbatausgang: 6 50 Uhr. Wochengotte-dienst: morgens 7.00 Uhr, abend« 5 30 Uhr.

Wettervoraussage.

Wit dem ansteigenden Luftdruck über Deutsch­land hat sich eine Zufuhr kälterer nordöstlicher Lust eingestellt, die in Rorddeutschland schon bi« zu 6 und 8 Grad Frost brachte, während unser Gebiet und tellwcise Süddeutschland noch Morgentemperaturen über Rull hatten. Auch bei unS wird e« zunächst zu Rachllrost kommen, jedoch steht durch die nördliche Störung, deren Au-läuser wieder weiter südwärts über Skandi­navien vorgreisen, eine spätere Abschwächung be« Frostes in Au-licht.

Aussichten für Freitag: Rachtfrost. bewölkt mit Aufheiterung, trocken

Lufttemperaturen. Am 24. Februar mittag« 5,1 Grad EelsiuS, abends 2.5 Grad. Am 25. Februar morgen« 1,1 Grad. Minimum 5,5 Grad, Minimum 1,0 Grad. Rieberfchläge 0.1 Millimeter.

Srdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 24. Februar abenb« minus 0,2 Grab, am 25. Februar morgen« 0,6 Grad

Amtliche Winterfportnachrichien

Vogelsberg: HoherodSkops: Schneefall, mi­nus 6 Grad, 10 Zentimeter Pulverschnee, Sport- möalichkeit ziemlich aut.

Rhön: Wassersuppe: Schneefall, minuS 5 Grad. 10 Zentimeter Pulverschnee, Spott Möglich­keit gut.

Schwarzwald: Feldberg: minus 5 Grad, 35 Zentimeter Pulverschnee. Spottmöglichkeit sehr gut.

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