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25 Fortletzung

Nachdruck verboten

4,20 58,53 79,04 14,34 16,53

169,26 21,01 77^94

2,49 80,44 81,94 35,23

4,22 58,77 79,36 14,40 16,59

169,94 21,09 78,26

2,51 80,76 82,26 35,37

Reichsbankdiskon» 7 v. k> Lombardzinsfuß 8 o Frankfurter Schlachwichmarkt.

ruhig logen und nur etwa behauptete Kurse hatten. Nachfrage bestand bei di. i nach späten Reichsschuldbuchforderungen.

Devisenmarkt Berlin Jttmffurl a. ZU.

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 26. Januar.

7.20: Frühkonzert. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13.05: Don Köln: Konzert. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Dachmittag. 17.05: Nachmittagskon- S«rt des Rundfunkorchesters. 18.40:Deutsche Frauenschicksale an der Wolga". Dortrag von Frau von Watter. 19.05: Neuestes aus der Sozialversicherung", 2. Vortrag von Ober- reglerungsrat Dr. Kümmerten. 19.35: ..Musika- uiche Grundbegriffe. Ihr Wesen und ihre De- deutung", Vortrag von Hans Rosbaud. 20: Musi- kalisches Kuriositäten-Kabinett I. 21: Das ©ing- lviel vom lieben Augustin, von Dietzenschmid. 22.50 bis 23.10: Stellenmarkt der Dühnenkünstler.

Strafkammer Gießen.

Gießen, 22. Ian. Ein Kaufmann von Bü­dingen hatte einen Strafbe'ehl wegen Llebertre- tung kraftfahrpolizeilicher Vorschriften erhalten und dagegen Einspruch erhoben. In der Haupt­verhandlung fehlte er jedoch unentschuldigt beim Aufruf der Sache, so daß nach zwingender Ge- sehesvorschrift sein Einspruch verworfen werden muhte. Seine Berufung gegen dieses Urteil nahm er heute nach eingehender Rechtsbelehrung durch den Vorsitzenden zurück, denn die Straf­kammer hätte nur nachprüfen können, ob das Amtsgericht m't Recht ein trotz ordnungsmäßiger Ladung unentschuldigies Nichterscheinen des An- geilagten zur Terminsstunde angenommen habe. Das gab dieser jedoch selbst zu.

Ein Bergmann hatte im Iahre 1929 einen Radioapparat gegen Ratenzahlungen unter Eigentumsvorbehalt der Verkäuferin, einer Frank­furter Firma, erworben. Da er die Ratenzahlun­gen nicht einhielt, erwirkte die Firma ein Urteil auf Herausgabe des Apparates und beauftragte einen Gerichtsvollzieher damit, ihn zu holen. Als dieser sein Kommen dem Bergmann anzeigte, b.achte dieser aLB~.lt) dcs Radio zu irgendwelchen anderen Leuten, um die Vollstreckung des Llrteils Au hlndern. Die Namen dieser Personen gab er nicht an. Das Amtsgericht Friedberg verurteilte ihn mit Rücksicht auf seine Vorstrafen wegen Llnterschlagung zu einem Monat Gefängnis. Die Strafkammer ermäßigte lediglich die Strafe auf 14 Tage Gefängnis.

Jlmetftannctie »Roten . .

®elfli|die Not?» . .

länifdie Noten . .

(Snglifdie Nol.-n »rranjoftidie ilow» öollänpiidir Noten ."Ualieniidie Noten . . .

Norwegische Noten . .

Deutsch-Lesterreich, too SchMtng Rumänische Noten . .

Echwevische Noten . . .

Schweizer Noten........

Spanische Noten .......

Ungarische Notep

Grenzen. Am Mehlmarkt war die Forderung für Weizenmehl weiter etwas erhöht, ohne daß sich jedoch nennenswertes Geschäft ent­wickeln konnte. Die Käufer hielten zurück. Roggen­mehl war dagegen weiterhin gut gefragt, doch blieb der Preis unverändert. Von Futtergetreide konnte sich Hafer im Zusammenhänge mit Ge­rüchten über eine Haferausfuhrregelung um 2,50 Mark befestigen. Einiges Interesse bestand für guten Weißhafer. Braugerste konnte sich ebenfalls um 2,50 Mark befestigen. Im allgemeinen war das Geschäft ziemlich klein. Rauhfutterartikel und ölhaltige Futtermittel blieben im Preise gehalten. Es wurden notiert: We'.zen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 240; Roggen 223,50 bis 225; Sommerger'te für Brauzwecke 185 bis 190; Hafer, inländischer 150 bis 157,50; Weizen­mehl, süddeutsches Spezial 0, mit Austauschweizen 36.25 bis 37,25; Sondcrmahlung 34,50 bis 35,50; Weizenmehl, niederrheinisches. mit Austausch­weizen 36,25 bis 37; Sondermahlung 34,50 bis 35.25; Roggenmohl 30,75 bis 31,75; Weizenkleie 8,65; Roggenkleie 9,25; Erbsen, je noch Qualität für Speisezwecke 30 bis 38; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 27 bis 56; Heu, süd­deutsches, gut, gesund, trocken 5,00 bis 5,25; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 4,00 bis 4.25; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 4.00 bis 4,2o; Treber, getrocknet 12; Tendenz: be­hauptet. Industriekartoffoln hiesiger Gegend, per 50 Kilogramm 2.70 Mk., Frachtparität Frank­furt a. M. bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.

naten der Trennung und der Verzweiflung wie- 0^^-usehen. erfüllte ihn wie ein feuriger Trank.

Er hatte sich einen Platz in der Proszeniums­loge geben lassen. Lind nun saß er hier, elegant m seinem neuen Frack, die Nelke im Knopfloch.

Es war fein Wunder, daß Dolores, die sich nach dem Deifallsgetöse nach Beendigung ihres Tanzes gerade verbeugte, einen Blick hinüber- cylckte zu dem schönen blonden Mcmne. der da soeben an der Rampe der Loge aufgetaucht war.

Nach einer Sekunde des Erstaunens führte sie einen großen Strauß rosa gefleckter Orchideen, die ihr ein Verehrer hatte überreichen lassen, an die Lippen. Bei dieser Bewegung sah sie Hans Egon bedeutungsvoll und lächelnd an, daß sein Herz von einer jähen Glutwelle durchbebt wurde.

Aber auch ein anderer hatte diesen Blick ge­spurt, das war der dicke Bankier ©riefen. Als er in einer Pause zu Dolores in die Garderobe kam, sagte er sofort drohend:

Was will dieser blonde lumpige Graf hier in Buenos Aires? Ich mag von dieser ganzen Sippe nichts mehr wissen!"

c vielleicht Gewissensbisse, meinLieber?"

fragte Dolores spöttisch und schminkte sich neu.

Gewissensbisse ist ein Wort, das in meinem Lexikon nicht vorkommt das könntest du all­mählich wissen, meine Teure! Aber ich will nicht, dieser Bettelgraf in deiner Nähe weilt. Er rinn uns nichts mehr nützen, er hit ausgespielt."

Dolores besah sich aufmerksam im Spiegel:

.Meinst du das wirklich? Kann er nicht viel­leicht wieder etwas verkauft haben? Ohne Geld ?"^le er schließlich nicht hierher gelangt fein, ilnö, falls er Geld hat"

Dann allerdings!" Griefen zuckte mit den Ach­seln. ..Wenn er Geld mitgebracht hat Argen­linien ist ein teures Pflaster, und die Argentinier paffen beim Spiel höllisch auf. Beinah hätte man mich gestern im Klub geschnappt."

Mach' keine Dummheiten, unsere anderen Ge­schäfte sind wichtiger als deine kleinen Privat­pas sionen. Die Organisation hat uns ja schließlich den Transport der Rauschgift-Dokumente in dem Rauensteinschen Bilde gut bezahlt. Der Konsul hat auch genügend bluten müssen, und das Ba- Hama-Geschäft bringt ja dir nun die Früchte der Lundschen Arbeit. Vielleicht können wir den guten Hans Egon im übrigen wieder einmal zu einem Schmuggelgeschäft gebrauchen. Solche Tölpel muß man sich warmhalten. Ich werde ihn heute nach der Vorstellung zu mir kommen lassen. Lind ich werde bald genug erfahren, wie es mit seinen Finanzen steht.

Hans Egon ahnte nichts von all diesen dunklen Planen. Spät am Abend ging er mit freudiger Erwartung in dem Hotelsalon auf und ab. Schwei- gend hatte Paolo ihn eingelassen.

Wäre Hans Egon ein besserer Menschenkenner gewesen, er hatte in dem Gesicht des Dieners eine Ulfe Veränderung bemerken müssen: einen lauern-

$anel Egons Flucht war geglückt. Er war von Rotterdam aus mit einem holländischen Dampfer glücklich nach Südamerika gekommen. Es war ihm selbst wie ein Traum, daß er ungehindert nach lleberfee gelangt war. Die furchtbaren Tage und

der Angst die ihn kaum zum Schlafen und Essen hatten kommen lassen, in denen er jede Mmute fürchtete, verhaftet zu werden, hatten seine -Heroen zerstört. Immer wieder hatte er in den Mienen von Kapitän und Schiffsmann­schaften geforscht. Iedes Wort, das ein Passagier an ihn richtete, löste zuerst ein Gefühl der wahn- finnigen Angst in ihm aus. Iede Funkdepesche die bekanntgegeben wurde, konnte sie nicht die Entdeckung seines Verbrechens anzeigen? Ienes Verbrechens, dessen man ihn fälschlich beschuldigte Aber endlich, nach Wochen der Qual, landete er unangefochten in Buenos Aires.

Sein erster Weg führte ihn in das Bureau des großen Varietes della Flora, wo man ihm bereit­willig Dolores' Adresse gab. Sie hatte im ersten *j°tel euie Reihe von Zimmern bezogen und war ouch schon gefeierter Mittelpunkt dieser schönen südlichen, genuhfreudigen Stadt.

Es war Abend geworden, als Hans Egon sich cingetleiöet und zum ersten Male nach den schlaflosen Wochen der Angst tief und traumlos geruht hatte.

Dieses neue Leben da drüben, das er nie , bgtte, versetzte ihn gleichsam in einen -Rausch und gab ihm seine frühere Leichtlebigkeit Quniu.

or£?Vrr-in das glänzende Variete trat, in diese Atmosphäre von brausendem Leben. Musik, Luxus Eleganz, Genuß und Freude, fühlte er fein Blut rZ>urc^ feine Aldern kreisen. Das Bewußtsein, Dolores nach diesen schrecklichen Mo-

Wenn Friedrich dann still zuhörend in dem halbdunklen Zimmer saß. in dem Birgits Stimme die alten schönen Volksweisen fang, wenn er sie so sah, den feinen lieblichen Kopf leicht erhoben, die Augen halbsehnsüchtig in unbekannte Fernen fchauend, so war es ihm. als müßte all die heiße Leidenschaft verstummen, die er geheim in seinem Herzen trug und die er schweigen lassen mußte.

Langsam war wiederum Weihnachten heran- gekommen. Unb Birgit, die bisher unter mühsam unterdrückten Tränen abgewehrt, wenn Friedrich leise an die Taufe der kleinen Rosemarie ge­mahnt hatte Birgit selbst sprach eines Tages den Wunsch aus, daß ihr Kind am Weihnachts- tage von dem alten Pastor Grote getauft werden möge.

Der Konsul war einverstanden. Langsam war er wieder zum Leben erwacht und hing mit groß­väterlich vergötternder Liebe an seinem Enkelkind. Auch für das Geschäft begann er Interesse zu Leigen. Mehrmals in der Woche ließ er sich feinen alten Freund Claassen herauskommen, und es schien, als wenn nach dem Zusammenbruch eine leife Hoffnung auf Neubelebung des Geschäfts berechtigt war.

So sollte also die Taufe gefeiert werden. Ganz anders allerdings gefeiert, als es in glücklicheren oeiten üblich gewesen wäre, bei dem ersten Kinde aus dem Hause Rauenstein und einer Enkelin ber Sibelius. Kein Wagenpark, keine glänzende Schar geladener Gäste, feine prunkvolle Feierlich- feit und keine leuchtende Festtafel bildeten dies- mal den Rahmen der feierlichen Handlung.

Einzig Graf Friedrich, der Konsul, der alte Sanitatsrat Siewert und der treue Prokurist Claassen waren versammelt, als Birgit, mit dem dem Arm, zu ihnen hereintrat. Der alte Pastor Grote stand in seinem schwarzen Dalar vor dem kleinen improvisierten Hausaltar der von zwei brennenden Tannen aus demRauen- steinschen Walde leuchtend flankiert wurde Mild slanzte das Licht der hohen gelben Wachskerzen auf dem silbernen Taufbecken der Sibelius'.

Birgits Gesicht war sehr weiß, als sie sah wie ihr Schwager die kleine Rosemarie über die Taufe hielt. Ein ungeheures Weh, das sie nur mühsam verbarg, durchstromte betäubend ihr Herz. Sie dachte an den Mann, der in unbekannter Ferne weilte und nicht wußte, daß sein Kind jetzt ohne den segnenden Blick des Vaters in die Ge­meinschaft der Christenheit aufgenommen wurde.

JafI 3S0000 Arbeitslose im LandeSarbeitsamtsbezirk Hessen. WSN. lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen. Nassau und Hessen berichtet das 2anbe»arbfiieami Hessen in Frankfurt a. M.: Die Arbeitslosigkeit hat auch In der ersten 5a- nuarhälfle noch ganzbeträchtllchzugeno m» men. Die Zahl der A r b e i t s u ch e n b e n erhöhte sich um rund 16 4/)0 oder 5 v. H. auf 3 4 6 2 7 5 (in ber Vorbertchtszeir um 18 500 oder 6 o. H.). Dies­mal sind die Saijonaußenberuse an der Zunahme weniger stark beteiligt, als die übrigen Berufe, und Zwar mir nur rund 5000 oder 30,4 v. H. gegen 8700 oder 47 o. H. im vorigen Berichtsabschnitt, was barauf junirtwfübren sein dürfte, daß der Zu­strom aus den Außenberusen allmählich aufhören muß, weil überhaupt nur noch wenige unbedingt notwendige Arbeitskräfte beschäftigt werden. Von den übrigen Berufen werden durch die weitere Verschlechterung der Wirtschaftslage immer mehr Kräfte entbehrlich und entlassen. Die Zunahme an Arbeitsuchenden war am größten in der Metallindustrie (+ 2804), im Bekleidungs­gewerbe (4- 1228), im Holzgewerbe (+ 1003), in der Lederindustrie (+ 928) und im Nahrungs- und Ge- nußmitlelgewerbe (+ 855). 5n den Angestellten­berufen ist die Arbeitslosigkeit gleichfalls stärker ge­stiegen. Die Hauplunterstützungsempfänger in Ar­beitslosenunterstützung und Krisenfürsorge find ins­gesamt um 11 222 auf 174 699 gestiegen. Bon den Arbeitsuchenden erhielten 90514 ober 26,1 v. H. Ar­beitslosenunterstützung, 84 185 ober 24,3 v. H. Sri- senunterstiitzung; 93380 ober 27 v. H. waren von den Arbeitsämtern anerkannte Wohlfahrtserwerbs, lose. Kurzarbeiteriinterstiitzung wurde Mitte Dezem­ber an 11615 Personen gezahlt im November an 10 806.

Neue Aufwärtsbewegung in Berlin.

Berlin. 25. Ian. (WTD. Funkspruch.) Nach­dem die neue Woche zunächst unter dem Eindruck der Auslandbörsen vom Samstag in etwas un­sicherer und abwartender Haltung eröffnet wurde, fetzte sich im Laufe des Vormittags doch bald eine neueAufwärtsbcwegung durch. Die festen Schlußkurse vom Samstag wurden noch mehrprozentig überschritten, da einer zwar relativ kleinen Nachfrage überhaupt kein Angebot gegen- überstand. Das Kreditabkommen brachte in der Sonntagpresse recht zufriedenstel­lende Momente und löste wohl heute weitere Käufe der Kundschaft aus. Auch die Erklä­rung Brünings an Hitler befrie­digte, ebenso regten die Hoffnungen auf eine baldige Wiedereröffnung der Börse nach dem Zustandekommen der Stillhaltung an. Schon In dieser Woche sollen erneut Besprechun­gen mit der Reichsbank aufgenommen werden, für die die Aussichten auf einen Erfolg zweifelsohne besser geworden sind. Die Führung hatten auch heute die Favoritpapiere, für die das Ausland ebenfalls Interesse zu zeigen Pflegt, und von diesen standen wiederum Reichsbankanteile an erster Stelle. Man verwies auf die lOprozentige Dividendenausschüttung der Bayerischen Noten­bank und glaubt annehmen zu dürfen, daß die Reichsbank nicht hinter dieser Dividende zurück­bleiben wird. Während bei- den Reichsbaukantei- len der Gewinn zu Samstag 4 v. H. betrug, konn­ten Farben und Siemens nur etwa 3 v. H. ge­winnen. An den übrigen Märkten hielten sich die Besserungen dagegen in etwa einprozentigem Rahmen. Die Aktien- und Montanwerte lagen sogar auffallend vernachlässigt. Die sonstigen Spe­zialwerte, wie Charlottenburger Wasser, Deutsche Erdöl. Rütgerswerke usw. gewannen etwa 1.5 v. H. Lebhafteres Geschäft hatten heute auch Farben­bonds und Reichsbahnvorzugsaktien, während Deutsche Anleihen und Goldpfandbriefe ziemlich Ich hab dirverziehn! Roman von Clotilde von Etegmann« Stein. Copyright by Martin Feuchtwanger. Halle.

Frankfurt a. M., 25. Ian. Austrieb: Rin­der 1513 Stück, darunter 375 Ochsen. 142 Dullen, 497 Kühe, 454 Färsen; Kälber 593; Schafe 85: Schweine 5524 (darunter 270 Litauer). Es wur­den bezahlt für 100 Pfund Lebendgewicht: Rin­der. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 29 bis 31, ältere 25 bis 28, sonstige vollfleischige: jüngere 23 bis 24; Willen: jüngere, vosl'leischige. höchsten Hchlacht- werts 25 bis 29. sonstige vollfleischige oder aus- gemästete 20 bis 24; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 22 bis 25, sonstige voll- fleischige oder ausgemästete 18 bis 21, fleischige 14 bis 17; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausaö-nästete. höchsten Schlacht­werts 29 bis 31. voilfleischige 25 bis 28. fleischige 20 bis 24. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 35 bis 39. mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 25 bis 29. Schafe. Mast- lämmer und jüngere Masthämmel: Weidemast 23 bis 26, mittlere Mastlämmer, ältere Masthäm­mel und gut genährte Schafe 18 bis 22. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 37 bis 40, von etwa 200 bis 240 Pfund 37 bis 40, von etwa 160 bis 200 Pfund 35 bis 39. fleischige Schweine von etwa 120 Pfund 32 bis 36 Mark. Marktverlauf: Rinder schleppend. Aeberstand: Schweine schleppend, nahezu aus- verkauft; Kälber schleppend; Schafe rege, ge­räumt.

Frankfurter «ttetreidcbörse.

Frankfurt a. M.. 25.3an. An der Frank- ßirter Getreidebörse war die Tendenz zum Wochimbeginn behauptet. Das Angebot von >1nland-Brotgetreide war weiterhin knapp, Wei­zen konnte hiervon erneut 3,50 Mark profitieren, während Roggen im Preise unverändert blieb' Die Llmsatztätigkeit hielt sich jedoch infolge der kleinen Nachfrage der Mühlen in ziemlich engen

3n diesem Augenblick, als hätte er ihre schmerz- vollen Gedanken geahnt, wandte Graf Friedrich das Kmd mit zärtlicher Behutsamkeit haltend, seinen Blick Birgit zu. In diesem Blick lagen unverhullt so viel Liebe. Verehrung und schützende Mannestreue, daß Birgit wie beschämt den Blick senkte.

sie immer wieder so bitter mit dem Schicksal hadern, das ihr in ihrer Einsamkeit an ©tene fceS treulosen Mannes diesen hochherzigen Menschen zum treuen Freunde gegeben hatte? War sie nicht tausendmal reicher wie viele andere Frauen? Reich an der Liebe des besten Vaters, im Besitz eines schönen gesunden Kindes, im Besitz der Freundschaft des Mannes, der jetzt mit schuhenden Händen den kleinen Täufling in ihre Arme zurücklegte.

Und wie eine Mahnung tonten jetzt nicht nur an ihr Ohr, sondern auch an ihr Herz die Schluß- Worte des greifen Pfarrers:

Senen, die Gott lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen."

iten, höhnischen Zug um die schmalen Lippen. Es war so. als wollte Paolo ein paarmal zum Spre­chen anfetzen, aber Hans Egon, nur erfüllt von dem Gedanken an das endliche Wiedersehen mit Dolores ging mit hochmütiger Gleichmütigkeit an Paolo vorüber und zu ihr hinein.

Mit ausgebreiteten Armen kam Dolores auf Hans Egon zu. Hier in ihrer Heimat, in der süd- Iidjen Uepplgkeit der Tropen, schien sie noch Muhender, noch hinreißender zu fein. Unter der schwarzen Splhenrobe lcuchtete ih.e makellose Haut tole, matter Bernstein hervor. Der Duft von weißer Iris umhüllte sie wie eine Wolke

Su, riß sie in seine Arme und bedeckte ihr schönes Gesicht wild mit seinen Küssen.

Während in Deutschland die Herb st stürme brau­sten. begann in Argentinien der schönste Frühling, Cin Irdisches Gemüt erfreuen konnte

Sans Egon lebte wie in einem Rausch. Täglich toar er mit Dolores zusammen. Ihre Schönheit

a eLijn hier noch mächtiger als daheim.

. npschaft hier war erst der würdige Rah­men für eine Dolores del Fonza. Er war Dolores unzertrennlicher Begleiter auf dem Korso, in den eleganten Hallen der Hotels, auf dem Rennplatz unb m den Spielsälen, in denen sie mit ihrer kleinen, i uwelenblitzenden Hand Vermögen ver­spielte und gewann. Immer stand ihr Geld zur Verfügung. 0

orS!?rCrr H?ns Egon sie einmal in einem -tfnfan non glühender Eifersucht Über die Her- lunst dieser ungeheuren Summen befragt hatte, da wies sie ihn mit einer so herrischen Geste zum Schweigen, daß er wußte: er besaß keinerlei Macht Ä. Ne an irgend etwas zu verhindern. Die A^/. sie zu verlieren, war größer als seine Selbstachtung And nur in wirren T äumen stiegen m ihm zuweilen die Bilder der verlorenen Hei- mat auf Gedanken an Reinheit und nordische o ^le., aber auch die Dämonen der Selbstvorwürfe und die Reue.

s^en Nachten stürzte er sich um so gie- des Lebens, das allein noch mnm?M°re^n bOunmt und erhellt wurde. Er Cf«nLe Wirklichkeit und seine Erniedrigung nicht sehen. So verschloß er auch gewaltsam seine

Tatsache Mit,-? di- ef

Mitgenommen hatte, in dem üppi- 9qSÜ?6?1 und mehr zusammenschmolzen.

keine Geldforderungen ihn nm toar es ja gerade, was

nnB^ füi ff-en beunruhigte. Aber schon die Aus- toürlL VJn <2i,enc ^stenz. die einer Dolores ÄnT verschlangen Tausende.

Einmal hatte er es gewagt, Dolores von feiner

,k 6a,k wn getüßt unb

aÄmf & Mnc ÄDi*~

(Fortsetzung folgt.)

GingefanDt

(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung > Kau t deutsche Tönten! Wer g ht b;rsn?

Dor einiger Zeit erschien im Gießener An­zeiger eine Veröffentlichung, die in eindring­licher Weife durch wirkungsvolles Zahlenmaterial nachwies, wieviel unnötige Gegenstände des täg­lichen Lebens, Rohmaterialien und Fertigfabri« täte, aus dem Ausland eingeführt werden, die ohne Beeinträchtigung unserer Lebenshaltung und unserer Volksgesundheit aus dem Inland be­zogen werden könnten. Selbstbesinnung und Ver- antwortlichkeitsgefühl der einzelnen, nicht staat­liche Hilfe, kann hier helfen und manchem unserer Volksgenossen Arbeit und Verdienst geben. Der Mahnruf ist ungehört verhallt. Was haben die beteiligten Kreise getan, um unsere Bevölkerung aufzurütteln? Nichts. Wo sind die Gewerbe­treibenden, die Händler, die Kaufleute, die Hand­werker, die in ihren Läden und Werkstätten ein Schild angebracht haben:Ich verkaufe nur deutsche Waren?" Wo sind die Frauenvereine, die ihre Mitglieder auffordern, nur deutsche Er­zeugnisse zu kaufen, wo sind die Lichtreklamen, die den Konsumenten zurufen:Kauft deutsche Waren!" Wer nimmt hier in Sie­ben die Propaganda in die Hanir?^Es muß nur einmal einer anfangen, die anderen folgen schon nach. In jeder Nummer ur.ferer Tageszeitungen kann man lesen, wie die Engländer Furcht ha^n, daß wir, wenn der Druck der Reparationen von uns genommen wird, ihnen wieder ein unange­nehmer Konkurrent werden, wie der Franzose uns rücksichtslos und brutal wirtschaftlich nieder­zuhalten versucht und wir kaufen englische Kleiderstoffe, französische Parfüms, amerikanisches Obst und Apfelsinen, holländisches Gemüse, dä­nische Eier und wie die Dinge alle heißen, und unsere deutschen Bauern und Ar­beiter hungern und darben! Hunderte von Millionen Mark gehen nach dem Ausland, und unsere eigenen Volksgenossen wissen nicht, wie sie leben sollen!

Sollte Gießen, das auf so vielen Gebieten m:t gutem Beispiel borangegangen ist, nicht auch auf dem Gebiet einmal vorangehen? Wer geht voran? W. Z.

Eine Anfrage an die Stadttheaterleitung.

Läßt es sich nicht ermöglichen, daß an dem Tage, an dem der Theaterzettel ausgehängt wird oder am Tag vorher, auch die Veröffent­lichung imGießener Anzeiger" erscheint? Am Mittwoch las ich imG,A.". daß am Sams- tag, 30. d. M.» die letzte Wiederholung der Puppensee" gegeben werde, und rief sofort an­deren morgens pünktlich 10 Mr an der Kasse wegen Karten an, mußte jedoch zu meinem Bedauern erfahren, daß die gewünschten Kar­denTheaterzettel" bereits gelesen hatten, waren ten bereits vergriffen waren. Diejenigen, die die Glücklichen, und die. welche aus beruflichen oder sonstigen Gründen hierzu nicht in der Lage, unb auf die Zeitung angewiesen sind, ziehen den Kürzeren. Ich mußte z. B. eine um die' andere Vorstellung aus diesem Grunde verstrei­chen lassen, und mein Geld, das ich so dem be­dürftigen Stadttheater bringen wollte, wieder einstecken. Cs muß, warten, bis ich nächstes Iahr um die Weihnachtszeit Glück habe, einer solchen Vorstellung beizuwohnen. Ich glaube be­stimmt, daß sich hier zum Wohle der Besucher, wie des Theaters Aenderungen treffen ließen.

Karstol.

Holzversteigerungs - Termine.

Dienstag. 26. Ianuar.

Hessisches Forstarnt Gießen: Versteigerungen aus dem Staatswald Ober- und Nieder-Seil-

Zusammenkunft am Pflanzgarten im Distrikt Nieder-Seilbach. 9.45 llfjr.

23 Januar

25.Januar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(*ri

3rie

Geld

Srie

t'tljlngfoti .

6,224

6,236

6,224

6,236

Wien

49,95

50,05

49.95

50,05

Prag

12,465

12,485

12,465

56,94

12.415

Buvapekl .

56,94

57,06

57,06

Sofia

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland

169,58

169,92

169,58

169,92

ue!o Ropcnbagen.

78,12

78,22

78,12

78,28

79,22

79,38

79,22

79,38

Gtodholm

80,62

80,78

80,62

80,78

London

14,38

14,42

14,38

14.42

Buonos Aires

1,043

1,047

1,043

1,047

Neunort

4,209

4,217

4,209

58.69

4,217

Brüfiel

58,69

58,81

58,81

.Italien

21,08

21,12

21.08

21,12

Paris

16,57

16,61

16,57

16,61

Schweiz

82,10

82,26

82,10

82,26

Spanien

35,36

35,44

35,36

35,44

Danzig

82,12

82,28

82.12

82.28

3apan

1,548

1,552

1,538

1,542

iKio ve .Ian..

0,251

0,253

0,254

0,256

Jugoslawien.

7,463

7,477

7,463

7,477

VtüaboD

13,14

>3,16

Zanknoten

13,14

13.16

Berlin, 23 Januar

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