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24.11.1932 Erstes Blatt
 
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chule Herta Meyer - enossenschast, 20 Uhr, lung. - Lichtspielhaus, je Husar'. - 8Ilona- nmys Millionen' uni)

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Volk ohne Saum oder Aonm ohne Volk?

Huf Einladung des Vereins Deutler Studenten snrach gestern abend in einer von Studenten und Bürgern stark besuchten Versammlung im Studen­ten Hous Dr. Paul Rohrbach über dos für die deutsche Zukunft sehr bedeutsame Thema33 o l k oh ne Roum oder Raum ohne Volk?". Bei der Weitschichtigkeit des Stoffe» konnte der Red­ner nur die wichtigsten Teile de» Gesamtproblems, behandeln, und er mutzte sich dabei vielfach nur- auf eine andeutungsweise Skizzierung beschranke L.

Als Dergleichsmotzstab erinnerte er zunächst <n,i die Vorkriegszeit, in der ein sehr großer Teil bes jährlichen Bevölkerungszuwachses Deutschland» f#e?m wirtschaftliches Unterkommen und damit eine auis- reichende Existenz in der Exportindustrte fand. Diese Möglichkeiten seien durch die weltwirtschaftlich t Ent- Wicklung während der Kriegsjohre sehr we jentlich eingeschränkt worden, do in der Krieaszeij viele Linder sich eigene Industrien geschaffen hätten, durch die natürlich der deutsche Warenabsatz außer­ordentlich eingeengt, zum teil sogar unle /btuüxn wurde. Eine weitere wichtige Verschlechte/»ag des Unterkommensraum» für den Bevölkerung-rzuwochs eine Erscheinung, die auch in vielen anderen Län­dern zutage trete sei in der allzu wergehenden Rationalisierung zu erblicken, durch bie viele Men­schenarbeit ihren Ersatz in der Maschine gefunden Hobe.

Rach einem kurzen weltwirtschoftliichen Ueberblid beschäftigte sich der Redner mit der Untersuchung der Frage, ob es möglich sei, den jäheren Raum für unseren Bevölkerungsüberschu^ und Warenab- satz wiederzugewinnen, wie der erforderliche geistige Raumgewinn zu erzielen sei und welche Nutzeffette davon für unser Volk und seine Wirtschaft zu er­warten seien. Lor der gleichen schwierigen Frage stünden aber nicht nur wir allein, sondern auch andere große Länder halten in ck diesem schwierigen Problem ,zu ringen. Als Kernstück der Frage sei westiaer Mangel an Raum, alb vor allem Mangel an Arbeit anzusehen. Nahezu sechs Mlllionen Ar­beitslose, unter denen sich auch viele Akademiker und saft die ganze akademische Jugend befinde, seien das kennzeichnendste Merkmal Xm:i Lage in Deutschland. Der Redner teilte mit, daß mir in Deutschland, nach der Ansicht von Nationalö'/onomen, mit einer Dauer« erwerbslosigkeit von rund zwei Millionen Menschen jährlich rechnen mutzten. Zur Unterbringung des Zuwachses an Dolkskras'r und zum Neuaufbau einer wirtschaftlichen Existenz, der Erwerbslosen sieht der Vortragende vor allenL die Siedlung in Ostdeutsch­land, wo noch genüg-md Raum vorhanden sei, als geeignet an. Zu dies tm Zwecke redete er der Zu- rückoerpflanzung roe-lcfter Bevölkerungsschichten der Stadt auf das LanH das Wort, gleichzeitig sprach er sich dafür aus, btn Zuzug nach den Städten un­ter schärfster Ann Endung der bestehenden Bestim­mungen und durch evll. Ergänzungen weitgehend zu unterbinden. Die Abwanderung von der Stadt noch dem flacheir Londe müsse aber sorgfältig orga­nisiert werden. Unter grundsätzlicher Anerkennung der Richtigkeit des Siedlungsgedankens forderte der

Werner eine Reform der bisherigen siedlungspoli- ti^chen Maßnahmen, damit in Zukumr zweckentjpre- ch ander und mit größerer Erfolgssicheryeit gesiedelt cr.erden könne. Ferner müsse das ganze Raum­problem nicht nur geographisch, sondern auch in- . dustriell und geistig ersaht und durchgearbeitet wer­den, es müsse ein völliger Umbruch unseres Denkens und unserer Einstellung zum Verhältnis der Tei­lung zwischen industrieller und ländlicher Bin- schaftsort vorgenommen werden.

Von der Möglichkeit der Raumschaffung auf dem Heimatboden lenkte der Redner die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer auf die Raumgewinnungsmöglich- teiten in den Kolonien. Er erinnerte daran, welche bedeutsamen Faktoren unsere Kolonien vor dem Kriege für die Aufnahme des deutschen Bevölke- rungsüberschusses und für die deutsche Warenaus­fuhr gewesen sind, wie umgekehrt aber auch die deutsche Wirtschaft durch die Produkte der Kolonien außerordentlich stark befruchtet wurde. Viel­leicht sei es nicht ausgeschlossen, daß Deutschland, auch wenn e» Dftafrita ober Südwestafrika von den Engländern nicht wieder zurückerhalle, doch wieder zu Kotonialbesitz lomme; der Redner sprach in diesem Zusammenhänge als Möglichkeit von Angola, Togo und Kamerun. Wenn wir wieder in den Besitz von Kolonialraum tarnen, gewinne unser Volk große Entfaltungsmöglichkeiten für viele Tausende und reiche Absatzmöglichkeiten für seine Industrie, es er­lange aber auch die Hilfsmittel wieder, bie unserer Wirtschaft heute in so empfindlicher Weise fehlen. Der Redner schilderte bann in großen Strichen bie gewaltige Bedeutung des Kolonialbesitzes sowohl in bevölkerungspolitischer, wirtschaftlicher und gei­stig-seelischer Beziehung, als auch hinsichtlich der Weltgeltung eines Volkes. Er gab dadurch den Zu­hörern wertvolle Anhaltspunkte zur Urteilsbildung über bie weittragenbe Bebeutung bes Kolonial- Problems für unser Volk.

Zum Schlüsse behanbelte er noch in großer Linie die Bedeutung der Beoölkerungsoermehrung und der Dolkshygiene für die FrageRaum ohne Volk", wobei er als unerfreuliches Zeichen für bie deutsche Zukunft und als Warnung an bas Volk bcn stau­bigen Rückgang der Geburtenziffer in Deutschland bezeichnete, dem heute schon z. B. gegenüber unse­ren Ostgebieten eine stärkere Bevölkerungsdichte in Polen gegenüberstehe. In diesem Zusammenhänge wies er noch einmal auf bie außerordentliche Be­deutung der ländlichen Siedlung und deren nach­drückliche Förderung hin. Er betonte besonders, bah unser Volk mit einer Rückkehr ber Vorkriegsverhält­nisse nicht rechnen könne, baß es sich vielmehr, wenn es gesunden und wieder hochkommen wolle, nur auf bie völlig oeränberten Verhältnisse einstellen und sein Ziel darin erblicken müsse, sich mit aller Kraft an seinen Boden anzuklammern und besten beste wirtschaftliche Nutzung zur nationalen Parole zu machen.

Der aufschlußreiche Vortrag fanb mit Recht den lebhaften Beifall ber Hörer.

Hausmusik. Die Ausführungen waren mit sichtlicher Freude an bwr schönen Musik bet ber Sache. Ganz köstlich gerieten zwei Sätze aus einem Streichquar­tett von I. Haydn. Aber man mühte fast alle Mu- sikvorträge lobenb erwähnen, da beinahe ausnahms- los ausgeze.chnct musiziert wurde. 'Besonders er­wähnt ^ian zedoch bie Stückchen für die Jüngsten aus 3?>' ^ekles-Musik- und Bivlinbaukasten, die Stucke für Blockflöte mit Violine, Cello und Klavier, die Svpran-Arie von Händel und seine Klamer- sonate in A-fDloU. Endlich ber erste Satz aus Beet- hovers Biolinjonate D-Dur und bas zum wohlge- luRfl/yien Abschluß gebrachte Konzert von Ditters» dort für Klavier, mit Begleitung von zwei Dio- lineo und Cello. Die Ortsgruppe Dietzen kann auf evFje'n schönen Abend zurückblicken, und man darf bcffen, daß ihm noch weitere gleichartige Darbte- tun gen folgen mögen.

** Fe st nahmen. Der Polizeibericht meldet: Aus Grund eines Ausschreibens des Staatsanwalt, lcht.st Münster (Westfalen) wurde vorgestern ber Kaufmann Heinrich Leifkes aus Münster wegen schwerer Urkundenfälschung unb Betrugs hier fest­genommen. Gestern mürbe ber Maurer Lubwig Schmidt aus Krofdorf, zurzeit ohne Wohnung, wegen Unterschlagung unb ber Kaufmann Karl Os­kar Staus aus Siegen wegen Fahrgelbhinterzie- bung unb Betrugs verhaftet. Alle brei würben bem Amtsgericht zugeführt, bas Haftbefehl gegen sie er- liC** Erloschene Seuche. Das Polizeiamt teilt mit: Die Rotlaufseuche in dem Schweinebestanb des Landwirts Heinrich Noll VII., Gießen, Neustadt Nr. 47, ist erloschen Die Gehöftsperre ist aufgehoben

Obermebi$indirof Dr. Werner t.

WSN. Darmftabt, 23. Noo. Im Alter von 50 Jahren ftarb heute Im hiesigen Krankenhaus nach vorangegangener Operation ber Direktor ber Landes-Heil- und Pflegeanstalt Heppenheim, Ober- mebizinalrat Dr. Werner.

Auszeichnung

eines Marburger Gelehrten.

WSA. Marburg (Lahn). 23. Aov. Der Direktor der Marburger Klinik für Ohren-, Aasen- und Halskrantheiten, Prof. Dr. Affs - morde, ist von der Kaiserlich-Leopold.nischen- Karolingischen Deutschen Akademie für Natur­forscher in Halle in Anerkenn ung seiner hervorragenden Arbeiten auf den ver­schiedensten Teilen seines Fachgebietes zum Mitglied gewählt worden.

G. A.-Gpori.

Siadtmannschast

Gießen-Borussia Fulda L

Das Spiel ber aus ben ersten Mannschaften von VfB. und Soieloereiniguna 1900 gebildeten Stabt- mannschaft Gießen gegen die Ligaelf von Borussia Fulda wirb von Schiebsrichter Kunze- Gießen ge­leitet. Der Kampf beginnt um 14.30 Uhr auf dem Walbsportplatz des VfB. Eintrittskarten sind im Vorverkauf erhältlich. Näheres ist aus ber heutigen Anzeige ersichtlich.

, FC.Teuwn Watzenborn-Steinberg

wahenbora-Sleinberg I 1900 (Stehen II verlegt.

In Anbetracht besten, bah Spieloereinmnng 1900 unb VfB. Gießen für ben kommenben oonntag in Borussia Fulba einen erstklassigen Gegner ver­pflichtet haben, andererseits bie Zusammenarbeit zwischen Stabt unb Land gefördert werben soll, hat

ber FC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg ber Verlegung bes Spieles Watzenborn-Steinberg I S 1900 II, bas am Sonntag auf bem Platz in

berg ftattfinben sollte, unter Zurückstellung aller Bedenken, zugest mmt. Den Mitg»iebern von Teutonia" wie auch den Anhängern des Vereins, insbesondere aber ber Mannschaft, soll daburch Ge­legenheit gegeben fein, bem Spiel auf bem Wald- sportplatz in Gießen beizuwohnen.

Oberbeffen.

Landkreis Gießen.

z Großen-Linden, 23. Aov. Um di« Aot der Wohlfahrtserwerbölosen zu mildern, hat man auch hier Aotstandsarbeiten in Angriff genommen. Es sollen Waldschneisen chauffiert werden. Die Arbeiten des freiwilligen Arbeits­dienstes (Ausbau von Feldwegen) sollen dem­nächst beendet werden. Auch die Arbeiten der Kolonne des Iungdeutschen Or­dens sollen eingestellt werden. Diese Gruppe hat hervorragende Arbeit geleistet, di« auch vom Cöertretcr des Aeichsarbeitsamtes in Berlin aus Anlaß einer Besichtigung anerkannt und als vorbildlich bezeichnet wurde. 68 wäre bedauerlich, wenn gerade diese Gruppe, deren Mitglieder aus Klein-Linden, Großen-Linden, Gießen, Lützellin­den und Leihgestern stammen, auigelöst werden müßte. 2nzw.sa)«n ist ein n e u e r 21 n t r aa a u f Genehmigung einer weiteren Maß­nahme geitcllt worden, dem aber nur dahin­gehend entsprochen wurde, daß die angefangene Ecpneise fertiggestellt werden soll. 2lm kommenden Samstag veranstaltet die Kolonne des 3 u n g » deutschen Ordens in der Gastwirtschaft Schaum einen Theaterabend. Durch die Mitglieder des Freiwilligen Arbeitsdienstes ge­langt ein Singspiel zur Aufführung, ferner wer­den oberhejs.s^e Gedichte in Mundart zum Dor­trag gelangen. Eine Musillapelle konzertiert. Dieser Tage wurde im hiesigen Walde mit den Holzhauerarbeiten begonnen. Bei einer im hlcs.gen Waldrevier abgehaltenen Treib­jagd wurden neun Hasen und drei Tkehe ge­schrien.

* Staufenberg, 23. Noo. Bei der hiesigen Bürgermei st erwähl am vorigen Sonntag erhielten der bürgerliche Kandidat Landwirt Wilh. Reuter 288, der sozialdemokratische ftanbibat Heinrich Vogel 250 unb der Kommunist Heinrich Linker 35 Stimmen. Landwirt Wilh. Reuter ist demnach zum Bürgermeister gewählt.

4 Staufenberg, 23. Noo. In ber hiesigen Feldaemarkung bis ^ur Gießener Straße wurde die diesjährige T r e i b 1 a g b ab gehalten. Im ganzen würben 47 Hasen, 4 Rehe unb 4 Fasanen ge­schossen. Das Iagbgebiet gehört bem hiesigen Burg- wirt B i e r a u.

z. Rödgen, 23. Nov. Da ber (Bemeinberat be­schlossen hat, größere Wegearbeiten im freiwilligen Arbeitsbien st ausführen zu (offen, unb da diese Arbeiten aufgenommen werben sollen, sobald bie Genehmigung des Arbeitsamtes oorliegt, hielt der Direktor des Arbeitsamts Gießen, Regierungsrat Dr. Sues, vor einem Kreis inter­essierter Männer unb Iungmänner unseres Dor­fes einen Vortrag überSinn unb Ziel des frei- willigen Arbeitsdienstes". Zunächst zeigte er, wie sich die Tätigkeit der Arbeitsdienstwilligen dis jetzt für Oberbeffen ausgewirkt hat. In 500 Arbeits- vorkommen haben 11000 junge Menschen Arbeit gefunden: augenblicklich sind 4100 eingesetzt, durch- schnittlich sind es 30 Prozent aller Arbeitsuchenden, die beschäftigt werden können. Durch ihre Tätigkeit flössen 1,6 Millionen Mark in bie Provinz Ober- Hessen, nimmt man noch bie 1,3 Millionen Mark

dazu, die durch bie Notstunbsarbeiten hereinge- kommen find, so ergibt sich eine Summe, bie von hoher wirtschaftlicher Bedeutung ist. In seinen wei­teren Ausführungen fetzte such der Redner mit ber Frage auseinanber:Was bebeutet bie Dauer- arbeitslosigkeit für den einzellnen, die Wirtschaft, bie Familie unb den Staat? unb schloß mit dem Wunsche, daß die deutsche 3»fünft uns auch wieder einen Aufstieg bringen möge unb wir den ©tau­ben an die Zukunft nicht verlieren möchten. In Rodgen soll ber W e g nach 21 n n e r o b als Straße ausgebaut unb außerdem noch zahlreiche Wegver- befferungen burchgesührt werden.

w. Oppenrod, 23. Aov. 3n der hiesigen Go markungsjagd, zu der auch der Wald gehört, wurde die diesjährige Treibjagd abgehalten. Geschossen wurden zwölf Hasen und 1 Aeh: von dem Abschuß von Safancii wurde abgesehen.

)( L ich, 23. Aov. Gestern abend fand im .Holländischen Hof" der erste evangelische

Haferjllocken

in Packungen oder Tüten von 1 Pfund erbittet in dieser Woche bie

Pfundspende der Gr auen-Winterhilfe

Die Zustellung der Pftmdpakete wirb auf Wunsch btt Hausfrauen von ben LLbensmittelgeschäften aus direkt an bie Sammelff die erfolgen.

Annahme: Alte Klinik, parterre, rechts, Montag», Mittwochs und Jteitags, oon 9 bi» 12 Uhr.

Männ«rab«nd dieses Winters statt. Pfarrer D r a u d t sprach über ,.Di« Strafrechtsresorm im Licht der christlichen <äittcnlehre, Abschaffung der Tl^>esstrafe oder Beibehaltung?" Der Vor­trag fand «in« s«hr ang.eregte Aussprache. Bor einigen Tagen sprach im Rahmen eines Gemeindeabends im Gemeindesaal Mis­sionar Guth von der Leipziger Mission aus Grund langjähriger Tätigleit in Uebersee über Land, Leut« und Mission in Ostafrika". Der Vortrag fand durch schäm'. Lichtbilder eine wert­volle Ergänzung.

Kreis Friedberg.

# Kirch-Göns, 23. isiov. In einer ber letzten Nächte wurde im Gehöft diees hiesigen Einwohners ein Einbruchsdiebsto hl verübt. Die Diebe stahlen 2 Hasen, 2 Hähne itüb 2 Hühner. Da sie bie Tiere erst schlachteten, tonnten bie Täter unbemerkt durch ben Garten entfommrn. In der Nachbarschaft nahmen sie einige Wäschestücke mit. Nachforschungen sind im Gange.

Kreis Schotten.

Laubach, 23.Roo. Das Hessische Hei- matwerk, Abteilung Oberhessen (Gießen), ver- aonftaltete am Samstagabend im Saale des Gast­hausesZur Traube" eiruen Gemeinschafts­und Konzertabend. Die Begrüßungsan­sprache hielt Bürgermeister H ö g h. Den Teil­nehmern wurde ein gudes Programm geboten. Der erste Teil des Konzertes bestand in klassischer Musik. 3m zweiten Telle wurden volkstümlichere Darbietungen zu Gehör (l>rbracht. Fräulein Käthe Gärtner (Kkein-Lindeuji brachte mit ihrer gut ausgebildeten Stimme eji.!rige schöne Lieder zu Gehör, die in ansprechender Weise von Pianist Julius Hahn (Gießen> begleitet wurden. Das Strei horch ste. fej e sih aus den Gie'e e: St ten

Schreiner, Weimer, Dahmer und T Heist zusammen. Cand. theoL Seipp, der Geschäfts- suhrcr des Hessischen Heimatwerk^s in Oberhessen, richtete ernste Worte an die Arbeitsdienst willigen und bat sie, an dem Wiederaufbau des Dater- latides mitzuwirken. Der Leiter des Arbeitsamts Gießen, Regierungsrat Dr. D u e S . berichtete so­dann über die Entwicklung des Freiwilligen Ar­beitsdienstes im allgemeinen und über den der­zeitigen Stand in Oberhessen. Zwischendurch tru­gen Arbeitsdienstwillige Gedichte und eine Früh- stücksszene aus ihrer Arbeitsstätte vor. Allen Mitwlrkenden, denen lebhafter Beifall gespendet wurde, dankte Bürgermeister H ö g y. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes sand die in allen Teilen gut gelungene Veranstaltung ihr Ende.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Rebaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die Straße Großen-LindenHörnsheim in schlechtem Zustand.

Die Straßenverhältn^se auf dem Hess ischen Teil der Provinzialstraße Grohen-Lin- den Hörnsheim lassen sehr zu wünschen übrig. In ihrem jetzigen Zustande gleicht die Straße einer frisch vor dem Walzen eingedeckten Chaussee. Di« Straße stellt einen Hauptverbin­dungsweg des Hüttenbergs nach der Bahnstation Grvhen-Linden, bzw. nach Gießen dar und muß von Hunderten von Passanten zu Fuß, zu Aad und im Auto benutzt werden. Unter diesen Um­ständen wäre eine Verbesserung der Straße drin­gend notwendig, zumal in den letzten Tagen öf­ters beobachtet werden konnte, daß Aad- und Kraftfahrer auf diesem Etrabenteil Reifenschaden erlitten. Ein Kraftfahrer.

Wettervoraussage.

Die Nordmeerstörung wirkt sich weiterhin auf unser Wetter aus. Teils fließen ziemlich müde Luft­massen nach dem Festlanb, denen dann kalte nach- folgen, wodurch ber Witterungscharakter wechselhaft und unfreundlich bleibt. Es werden öfters noch djauerartige Niederschläge auftreten, die den Ber- zen Schnee bringen. Die Temperaturen sind eben- alls gewissen Schwankungen unterworfen, sie wer­den aber, da späterhin kalte Luft der Rückseite die Vorherrschaft bekommt, niedriger als die letzten Tage zu liegen kommen. Bei Aufklaren gehen sie i.i der Nacht unter den Gefrierpunkt zurück.

Aussichten für Freitag: Unbeständig, wechselnd bewölkt mit Aufklaren, weiterhin Schauer, Temperaturen schwankend, im Durchschnitt ziemlich kalt.

Aussichten für Samstag: Immer noch wechselhaftes Wetter.

Lufttemperaturen am 23. November: mittags 7,4 Grad Celsius, abends 6,2 Grab, am 24. November: morgens 4,3 Grab. Maximum 7,5 Grab, Minimum 1 Grad. Erdttmperaturen am 23. November: abends 4,6 ®rab; am 24. November: morgens 3,2 Grab Celsius. Nieberschläge 6,2 mm.

(Schluß bes redaktionellen Teil».)

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Stein, sie beisst

Die Zigaretten Raucher der billigeren Marken schätzten früher an ihrer Sorte eine gewis­se Schärfe,während die Freunde der 5und 6 Pf.- Zigaretten das «Mild- aromatische liebten. OBERST, noch immer nach dem Rezept einer 5 PfrZiga- rette hergestellt,hat nun mit grossem Erfolg die mildaromatische Richtung in die 3 /3 Pf.- Preislage hineingetra- gen.cWerden doch ca. 165 Millionen OB ERST im oflonat geraucht! OBERST die 3 /3 Pfg-Zigarette *

nprD CT "beider nach teurerJtarken Jlrt U D L II ü 1 süfa ,/Hili)e mit A ROMA paart.