Ausgabe 
24.9.1932 Erstes Blatt
 
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Samstag, 24. September 1932

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)

Hr. 225 Drittes Blatt

J4 Prozent höher. Dos Geschäft hielt sich aber in

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22. September 1932.

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Gießen. 6.30 Uhr: Beichte: 7: Messe: Kommunion

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über hinaus lagen einige Spezialpapiere bis zu der Mutter und grauen der Pfarrei und der Mit-

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Semähtllng danken wir -mit bestens

renzen.

e n t c n m a r M herrschte im ganzen etwas

9.30: Hochamt mit Predigt und Christen» Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt: 20: Chri- und Andacht. Lollar. 8.45: Messe mit Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.

Montag, den 26. September.

von des für

von der ältesten Glüh­lampe bis zur Neuzeit

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 25. September. 18. Sonntag nach Trinitatis.

Stadttirche. 8 Uhr: Pfarrasfiftent Knell; 9.30: Pfr. Mahr: 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde: Pfr. Mahr. Zohanneskirche. 8: Pfr. Bechtolshei- mer: zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lutäsgemeindc; 9.30: Pfr. Ausfeld: Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde; 11: Kinderkirche für die Johannes- und Luther- gcmeinde: Pfr. Ausfeld: 20: Bibelbesprechung im Jo- Hannessaal: Pfarrassistent Knell. Kapelle des Allen Fricdhoss. 9.30: Pfr l^ic. Waas: Kinderkirche siehe Iohanneskirche. Elifabeth kleinkinderschule. 8.15: Christenlehre für die Neutonfirmierten der Petrus- gcmeinde; Psr. 1-ic. Waas: 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde: Pfr. Lic. Waas. Heuchelheim. 13: Pfarrassistent Knell, Giehen. Wieseck. 9.30: Beichte: 10: Predigt: im Anschluß Feier des hl. Abendmahls: Kollekte. Alten-Suseck. 9.30: Beichte, 10: Gottes­dienst und Feier des hl. Abendmahls-, 13: Christen­lehre. Großen-Vuseck. 10.30: Gottesdienst

katholische Gemeinden.

Samstag, den 24. September.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, 25. September. 19. Sonntag nach Pfingsten.

glieder des Katholischen Gesellenoereins: 8: Kommu­nion: 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre-

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TTlontag, THittw&ti Freitag 10-3

digt: 14: Andacht. Echzell. 10.45: Hochamt mit Predigt. Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. Hungen, lehre. stenlehre Predigt.

!lung er­st herzlichst jra#,gel£^

Sonntag, 25. September.

6.15 (Don Hamburgs Hafenkonzert. 8: Mor­genfeier der Freireligiösen Gemeinde Frankfurt am Main. 9 (Christus^Kirchc Reunkirchen-Saar): Festgvttesdienst zum 50jährigen Bestehen des Evangelischen Kirchenchores Reunkirchen-Saar. 10.30: Einführungsoortrag zu Richard Wagners Tristan und Isolde", l.Akt, von Hans Ros­baud. 11.30: Stunde des Chorgesangs. 12.15 (Don Leipzig): Konzert. 13: Mittagskonzert. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 15.45: Konzert. 16.25 (Stadion Rürnberg): Fuh- ball-Länderkampf Deutschland Schweden, 2. Halbzeit. 16.35: Rachmittagskonzert. 17.15 (Kur­haus Wiesbaden): Rachmittagskonzert. 18: Dor­trag. 18.25: Dreißig bunte Minuten. 18.55: Dor­trag. 19.30: Militärkonzert. 20.30: Die Schauspiel­schule, Hörbericht. 21: Tristan und Isolde, von Richard Wagner, 1. Auszug. 22.35: Schallplatten­bericht vom Gordon-Dennett-Wettf liegen in Ba­sel. 22.45 bis 24: Tanzmusik.

Montag, 26. September.

7.05 (Bad Kreuznach): Frühlonzert. 12 (Don Königsberg): Eröffnung der 12. Deutschkundlichen Woche. 13'30: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20:Wohin geht der Weg der Frauen?", Dortrag von Studien­direktorin Berta Ramsauer. 17: Konzert. 18.25:

treibt ihn vorwärts, hinein in die Maschinen­gewehrgarben und das Feuer der feindlichen Artillerie.

Jetzt bricht der Rachbar im Dorwärtsrennen zusammen, überall umher spritzt der Dreck auf, eng schmiegen sich die Leute in die schützenden Bodensalten, ein schweres Maschinengewehr hat die Gruppe mit seinem Feuer erfaßt. Es geht nicht mehr weiter. Da steigt von dort, wo der Zugführer liegt, eine grüne Leuchtkugel auf. nimmt Richtung auf das Maschinengewehr und erlischt. Eine zweite folgt. Mit feurigem Finger zeigen sie den gefährlichen Gegner.

Minuten untätigen nervenfolternden Harrens folgen! Dann ein dumpfer Abschuß von rück­wärts! Die Minenwerfer haben das Zeichen aus­genommen und ihr erster Gruß gurgelt hinüber.

Bruch! Zu weit!

Die nächste! Dicht davor!

Die dritte wird ihn fasten!

Aber denen dort drüben war bereits die letzte zu nahe und schon laufen sie mit dem Gewehr zu­rück in die Deckung und verschwinden.

Da drängt die Infanterie mit neuem Mut nach vorne, haben sie doch gesehen, auf die Kameraden bei den schweren Waffen können sie sich verlassen.

Springen, Schießen, Springen, Schießen, Krie­chen so geht es immer weiter vorwärts! Auch schwere Maschinengewehre hämmern jetzt in den Feind hinein. Ebenso verstärkt der Gegner sein Feuer, denn nur noch 100 Meter trennen Freund und Feind. Jetzt ist die Hölle los! Die Artil­lerie zertrommelt das heißumkämpste Stückchen Erde, leichte und schwere Maschinengewehre knat­tern dazwischen, aufsteigende Leuchtkugeln zeigen den Artilleriebeobachtern die vordere Linie, dort jagt ein Infanterieflieger über die brodelnde Erde.

Er sucht uns!" Schon sind die weißen Flieger­tücher in vorderer Linie ausgelegt und wenige Augenblicke später weiß die eigene Artillerie ge­nau, wie weit unsere Infanterie vorgekommen ist.

Die Menschen in diesem Hexenkessel beherrscht nur ein Drang, vorwärts, ran an den Feind! Die Handgranate fertig in der Faust, in der anderen Hand die heihgcschossene Waffe mit aufgepflanz­tem Seitengewehr, liegen sie jetzt 40 Meter vor dem Gegner. Da bringt ein schriller Pfiff zu ihnen hinüber. Die Handgranate fliegt los, und schon stürzen die Schützen mit Hurra auf den Geg­ner. Roch einmal bellt dort drüben das Ma­schinengewehr los, dann steigt da, wo es eben noch stand, eine gelbe Leuchtkugel hoch und mel­det zurück:Hier sind wir! Feuer vorverlegen!"

freundlichere Stimmung vor, eine gewisse Zurück­haltung war jedoch unverkennbar. Gold- und ßiqui« dationspsandbriese lagen meist weiter befestigt, wäh­rend Kommunalobligationen, besonders bie~ der Frankfurter Institute, zur Schwäche neigten. Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen von vornherein freundlicher und später überwiegend fester. Fremde Werte halten nur wenig Bewegung zu verzeichnen. Rumänen blieben behauptet.

Am Geldmarkt war die Lage weiter erleich­tert. Der Satz für Tagesgeld wurde erneut um !4 auf Prozent ermäßigt.

ungeheuren Lasten, die der Gemeinde aus der Wohlfahrtspflege entstehen. Müssen doch von der Gemeinde nach Abzug der Rückvergütungen vom Reich noch bald 60 000 Mark aufgebracht werden. Das bedeutet eine Mehrbelastung von 50 000 Mark gegenüber 1931. Dazu kommt noch, daß bei der Gemeinde noch ungesähr 40 000 Mark an Steuern nicht eingegangen sind. Die Gesamteinnahmen für 1032 sollen 240 722,95 Mark betragen, während die Ausgaben voraussichtlich 278 401,75 Mark betragen. Besonders ist noch zu erwähnen, daß trotz der Ein­schränkungen aus allen Gebieten einige Erweite­rungen der Wasserleitungsanlage vorgesehen sind. Ferner soll die Leichenhalle auf dem Friedhof ver­legt und erweitert werden. Zugleich soll eine Toten- kammer angefügt werden Ferner soll auf dem Friedhof ein Urnenheim geschaffen werden. Um Ar­beit für die Arbeitslosen zu beschassen, wurde er­neut angeregt, eine Badegelegenheit zu schassen, zumal die derzeitige Regelung des Bade­betriebes an der Wieseck auch mit hohen Kosten für die Gemeinde verknüpft fei. Auch soll endlich die Möserstraße in Ordnung gebracht werden, da sie kaum noch befahrbar ist. Zum Schluß gab Bürger­meister Sch 0 mber noch Ausschluß über den Der- mögensstand der Gemeinde. Wenn auch zu Besorg- nissen im Augenblick noch keine Veranlassung vor­liegt, so ist doch zu wünschen, daß die Verhältnisse sich bald bessern: sollten die derzeitigen Belastungen nicht bald von der Gemeinde genommen werden, ist an eine ordnungsmäßige Abwicklung der Ge- meindegeschäfte auf längere Zeit nicht zu denken.

F r a n k f u r t a. M., 24. Sept. (WTB. Draht- Meldung.) Die Wochenschlußbörse eröffnete ent­gegen den Erwartungen in sehr stiller Haltung. Im Dormittagsverkehr lagen die ersten Kurse nur etwa behauptet, obwohl die gestrige Reuyorker Börse in fester Haltung geschloffen hatte und auch aus der Wirtschaft überwiegend günstigere Rachrichten Vorlagen. Dabei dürfte einerseits der geringe Ordereingang bei den Danken infolge des frühen Börsenbeginns und anderseits die durch die am Montag in München zu erwartende Rede des Reichsernährungsministers, die bei der Spe­kulation starke Zurückhaltung auslösten, maßge­bend gewesen sein. Man erwartet aus dieser Rede nähere Einzelheiten über die Konvertierungs- und Kontingentierungsmaßnahmen der Reichsregir­rung. Die weiteren Arbeitercinstellungen in den verschiedensten Industriezweigen und die erhöh­ten Absahzifsern des Kalisyndikats blieben daher säst ohne Einfluß. Bei sehr geringer Amsatztätig- keit war die Kursgestaltung zunächst uneinheit­lich, wobei die Abweichungen nach beiden Seiten etwa 0,5 bis 1 Prozent betrugen. 3.-®., Scheide- anftalt, AEG., Äku und Holzmann wiesen Besse­rungen von 0,5 bis 1 Prozent auf. Dagegen la­gen Bergwerks- und Elektroattien von 1 bis 1.25 Prozent schwächer, besonders Phönix bzw. Rhein­stahl und Elektro Mannheim. Riedriger lagen ferner Reichsbank (minus 0,65 Prozent) und Schiffahrtswerte, die bis zu 0,50 Prozent nach­gaben. Gut behauptet blieben Zellstoff Waldhof und von Einzelwerten Gebr. Iunghans.

Nach den ersten Notierungen neigte die Tendenz meist zur Schwäche. Die Kurse gaben bis zu 1 Pro­zent nach. IG. unterschritten dabei wieder den Paristand. In der zweiten Börsenstunde wurde die Tendenz jedoch etwas freundlicher, da vereinzelt kleine Kauforders eingetroffen sein sollen und auch die Kulisse Wochenschlußdeckungen oornahm. Die Anfanaskurse wurden meist wieder erreicht und dar-

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Berlin O 17

Ehrenberg str. 77-74

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1932 III, von Stefan Großmann

Dienstag, 27. September.

7.05 (Bad Salzuflen): Frühkonzert der Kapelle des Ausbildungs-Batl. Inf.-Regt. 18 Detmold. 12: Mittagskonzert. 13.30: Mittagskonzert. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Rachmittag. 17: Rach­mittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.30 (Don Berlin):Die Konsumgenossenschaften in der Krise", Dortrag von Dollrath Klebzig, Dor­standsmitglied des Zentralverbandes deutscher Konsumvereine, Hamburg. 18.55:Der Einzelne und die Gemeinschaft", Dortrag von Professor Dr. von Dunin Borkowski. 19.30 (Don Freiburg): Altdeutsche Gesänge, bearbeitet für xtoei Baß­stimmen mit Klavier von Bernhard Köhler. 20.15: Fantasien der Schöpfung, eine Hörfolge von Hildegard v. Zettwih. 22.45 bis 24: Rachtkonzert.

Mittwoch, 28. September.

7.C5 (Bad Salzuflen): Frühkonzert der Städt. Kapelle Lemgo. 10.10 bis 10.50: Schulfunk:Der

Schwäche, die Stimmung am Pfandbrief- markt war aber ziemlich freundlich, Hypotheken- und landschaftliche Goldpfandbriefe waren verschie­dentlich fester. Industrieobligatianen lagen aber matt, wobei etwas stärkeres Material herauskam. Im weiteren Verlauf konnte sich eine leichte Er­holung durchsetzen, Aku und Bemberg waren 1 b>s 1% Prozent gegen ihre niedrigsten Kurse gebessert.

Am Geldmarkt ist eine weitere Erleichterung festzustellen, doch blieben die Sätze kaum verändert. Tagesgeld war mit 4Vi Prozent an der unteren Grenze erhältlich, Monatsgeld stellte sich auf 5 bis 7 Prozent. Am Wechselmarkt zeigten die Großban­ken vor dem Quartalsultimo natürlich Entlastungs­bedürfnis, so daß das herauskommende Material wohl von den zuständigen Stellen ausgenommen werden dürste. In Reichswechseln und Reichsschatz­anweisungen waren die Umsätze nach wie vor sehr gering.

Frankfurt uneinheitlich.

Die hier beschrieben« neuzeitliche Kampfes- weise der Infanterie wird gelegentlich des 1. Hessischen Grenadiertages am 1. und 2. Oktober in Gießen von dem hiesigen 1. Datl. 15. Inf.-Rgts. am Sonntag, 2 Ok­tober im Rahmen einer mttitärfportlichen Deranstaltung dem Publikum praktisch vor­geführt werden. Der Besuch dieser sehens- werten Deranstaltung ist bestens zu emp- fehlen. Man beachte die heutig« Anzeige. Das Ganze Halt!" Die Mannöver sind für dieses Jahr beendet, die Truppe sammelt und rückt in ihre Quartiere. Auch der Schwarm der Schlachtenbummler verläuft sich allmählich, jedoch kehren viele nach Hause zurück, ohne recht be- friedigt von dem Erlebnis zu sein: Sie haben nichts gesehen! DieLeere des Schlachtfeldes, abgeleitet aus den Lehren des Weltkrieges und der Wirkungsweise neuzeitlichster Waffen, hat ihre Erwartungen enttäuscht. Jedoch ist gerade dieser Grundsatz bestimmend für di« heutige Ge­fechtsführung:

Im Morgengrauen waren die Truppen dem unter dem Schuh der Rächt ausgcwichenen Geg­ner nachgestoßen Wie ein Amei'enhausen sah der Berg plötzlich aus, als die Infanterie an­trat.Entfaltet", also in kleinste Einheiten zer» legt, um bei plötzlichem Feuer keine allzu großen Verluste zu erleiden, bewegte fie sich vorwärts. Doch schon nach wenigen Stunden hat sich das Bild völlig verändert. Der Gegner hat sich wie­der festgesetzt und nun heißt es erneut, ihn aus seiner Stellung zu werfen.

Dort liegt ein« Gruppe vorderer Linie, weit auseinandergezogen. Zwischenräume von etwa 10 Meter trennen Mann von Wann, der Grup­penführer liegt fast 50 Meter entfernt. Dicht an­geschmiegt an den Boden, jeden Grasbüschel zur Deckung ausnuhend, liegen die Leute. Die Ma­schinengewehrgeschosse streichen pfeifend über fie hinweg, zwischen ihnen steigen Erdfontänen auf.

Da hämmert das leichte Maschinengewehr der Gruppe los und hier und dort schnellt ein Mann hoch, rennt bis zur nächsten Deckung und wirft sich wieder zu Boden. Jetzt greifen die Schützen zum Gewehr und zwingen durch ihr Feuer den MG.-Schützen dort drüben. Deckung zu nehmen. Schon ist dieser Augenblick der Schwäche aus- genutzt, das eigene Maschinengewehr hat Stel­lungswechsel nach vorne gemacht und feuert be­reits wieder. So wird schießend und von Deckung zu Deckung springend, Meter um Meter an Boden gewonnen. Kein Dorgesehter steht neben dem Stürmer, nur sein Kämpferwillen

* Die deutsche Ä u p f e r e r 3 e u g u n g i m 21 u g u ft 1 9 3 2. Die deutsche Kupferhüttenproduk- tion stellte sich, wie der Gesamtausschuß zur Wah- tung der Interessen der deutschen Metallwirtschaft, Berlin, auf Grund der Berechnungen des statisti­schen Bureaus der Metallaesellschaft AG-, Frank­furt a. M. mitteilt, im August 1932 auf 5153 Tonnen gegen 3994 Tonnen im Monat Jul, 1932. Die deutsche Kupferraffinadeproduktion (Raffinade- und Elektrolytkupfer) betrug im August 1932 14 737 Tonnen gegen 12 886 Tonnen im Monat Juli 1932.

Zum Totalausvcrkauf der Groß- Handelsfirmen. Das Reichsgericht hat in einer Entscheidung die Totalausverkäufe von Großhandels- firmen auch im Wege des Kleinverkaufs für zulässig erklärt.

Berlin sehr still und rückgängig.

Berlin, 24. Sept. (WTB. Funkspruch.) Heute vormittag war die Tendenz weiter freundlich, da eine ganze Reihe anregender Momente aarlaa, die vermuten ließen, daß die Spekulation an der Börse eher Kaufneigung zeigen dürfte. Auch vorbörslich war man noch zuversichtlich gestimmt und nannte durchweg höhere Kurse. Die Kurssteiaerungen an der gestrigen Reuyorker Börse, eine Besserung des Ab­satzes in der Kaliindustrie im Monat September, vor allem aber eine gewisse außen-, und innen­politische Beruhigung trugen zu der freundlichen Stimmung bei. Kurz vor Degmn des offiziellen Verkehrs zeigte es sich dann aber, daß das Publi­kum wieder nicht an der Börse vertreten war, was zum Teil natürlich auf den früheren Borsenbeginn zurückzusühren war. Die ersten Kurse zeigten dann eine ganz uneinheitliche Haltung und richteten sich nach den ganz gering oorgenommenen Deckungen oder Glattstellungen der Spekulation. Eine gewiße Verstimmung ging von Kombinationen über die Pläne um der Zinssrage aus, die in einem heutigen Morgenblatt ausführlich erörtert wurden. Man wollte in den höher stehenden Werten Abgaben beobachten, die aus Lombard herrühren sollen. Hier­von wurden vor allem Siemens, Gesfürel, Schuckert und säst alle Montanpapiere betroffen. Die Rück­gänge gingen nur selten über 1 Prozent hinaus, während auf der anderen Seite natürlich auch Besse­rungen in demselben Umfange festzustellen waren. Besonders schwach waren Rhein. Braunkohlen, die bei nur geringem Angebot um 4Vi Prozent herunter­gingen. In Farben erfolgten einige Deckungen, so daß sich der Kurs um 3A Prozent höher stellte.

Im Verlaufe wurde es an allen Märkten noch ruhiger als zu Beginn, so daß man von einer fast völligen Geschäftsstille sprechen konnte. Infolgedessen bröckelten die Kurse allgemein weiter leicht ab. Nur in Kunstseidewerten waren die Umsätze recht lebhaft, in Reaktion auf die letzten Steigerungen schritt die Spekulation und Arbitrage zu Gewinnmitnahmen, so daß die Kurse 2 bis 3 Prozent einbüßten. Da­gegen tonnten sich Rheinische Braunkohlen wieder um IX Prozent erholen. Deutsche Anleihen waren kaum behauptet, Ausländer neigten eher etwas zur

zerbrochene Krug", Lustspiel in einem Aufzug von Heinrich von Kleist. 12: Symphonie-Konzert auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert. 15.15 bis 16.15: Stunde der Jugend. 16.15: Bei den Liliputanern, Hörbericht. 17: Konzert. 18.25: Stunde der Arbeit:Fragen der Arbeitsbe­schaffung", Dortrag von Fritz Tarnow, Berlin. 19: Mandolincn-Konzert. 19.45: Der zerbrochene Krug, Lustspiel in einem Aufzug von Heinrich von Kleist. 21 (Don Leipzig): Graz, eine Hör­folge von Dr. Erich Fortner. 22.45 bis 24: Racht- mufif.

Donnerstag, 29. September.

7.05 (Bad Bertrich): Früh'onzert der Staat!. Kurkaprlle. 12; Wittagskonzert. 13.30: Konzert auf Schallplatten. 15: Stunde der Jugend. 17: Konzert. 18.25: Zeitfragen. 18.50:DaS musika­lische Programm des Rassauischen Landesthea­ters Wiesbaden", Dortrag von Intendant El- mersdorf: Einführung in die OperMister Wu", von Oberspielleiter Friderici. 19.20:Reues aus aller Welt", von Professor Dr. Walter Behr- mann. 19.30 (Don Karlsruhe): Die Regiments­tochter, komische Oper von Gaetano Donizetti. 21.30: Die Entwicklung des deutschen Streich­quartetts, 8. Abend: H. Pfihner. 22.45: Funkstille.

Freitag, 30. September.

7.05 (Don Bad Bertrich): Frühkonzert der Staatl. Kurkapelle. 12: Konzert auf Schallplatten. 13.30: Konzert. 17: Rachmittagskonzert des Rund­funkorchesters. 18.25:Die Wünschelrutensor- schvng", Dortrag von Professor Dr. Rippoldt. 18.50 (Don Mannheim): Aerztevortrag:Leib­schmerzen im Kindesalter". 19.30 (Don Karls­ruhe): Konzert des Harmonika-Spielrings Karls­ruhe. 20 (Don Ebingen): Der Don-Kosaken-Ehor singt. 21:Worüber man in Amerika spricht", von Kurt G. Sell. 22.45 bis 24: Rachtkonzert des Rundfunkorchesters.

Samstag, 1. Oktober.

7.05: Frühkonzert auf Schallplatten. 11 (Rat­haus Krefeld): Kundgebung anläßlich derIahres- tagung der vereinigten Landsmannschaften Eu- pen-Malmedy-Monschau. 12.10: Mittagskonzert. 13.30 bis 14.40: Mittagskonzert auf Schattplatten. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: Konzert. 18.25:Atomzertrümmerung'', Dortrag von Dr. Walter Graff under. 18.50:Die Lage in In­dien", Dortrag von Furtwängler. 19.30; Dem Dichter Paul Keller, eine Gedächtnisstunde von Hans Christoph Kaergel 20: Großes Operetten- Konzert. 22.45 bis 24 (Don Berlin): Tanzmusik.

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Psychologie des Alltags". Dortrag von Hermann von Müller. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19 30; Hermann--Löns'Stunde. 20.15: Ich kam, sah und sang..., Kritiken, Reisen, Derfe, Alfred Kerr. 20.50: Unterhaltungskonzert Rundfunkorchesters. 22:Kleiner Knigge

Oberheffen.

Gemeinderat Wieseck.

Der erste ungedeckte Fehlbetrag im Haushalt.

£ Wieseck, 23. Sept. Gestern abend wurde vom Gemeinderal der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1932 beraten. Bürgermeister S d) 0 m b c r wies zu Anfang der Sitzung darauf hin, daß der diesjährige Voranschlag in seinen Grundzügen wesentlich von denen der Vorjahre ab- weiche. Zum erstenmal während seiner langen Amts­zeit weise der Voranschlag einen ungedeckten Fehlbetrag von bald 3 8 0 0 0 Mark auf; trotzdem starke Einschränkungen auf allen Gebieten erfolgt seien, Schuld an diesem Fehlbetrag seien die

Laubach. 7.30 Uhr: Messe.

Mittwoch, den 28. September.

Hungen. 6.15 Uhr: Messe.

Donnerstag den 29. September.

Gießen. 6.30 Uhr: Amt.

Sonntagsdienst d Aerzte u. Vvotbeken am 25.9.32 Fraulein Dr. Gürtler. Dr. Ploch. Hirfch-Avotheke. Zahnarzt: Dr. Gontcr.________w-d

Das bekannte Herrenkleiderhaus Köhler. Gießen, Seltersweg 17, dessen Name immer mehr Verbrei­tung findet, zeigt wieder einmal, wie fortschrittlich dieses Geschäft geleitet ist. Wer den Seltersweg passiert, sieht eine Reihe Schaufenster, wie man sie sonst nur in Großstädten kennt. Die Auslagen sind mit so auffallend gutem Geschmack dekoriert, daß man sofort die Ueberzeugung findet: hier ist ein Spezialhaus ersten Ranges, welches durch volkstüm­liche Preise Zuspruch haben muß ... ein Geschäft, das ander eits dem Anspruchvollsten das Beste bietet.

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