währenden Kriegen gegen die chinesische Zentral- regierung wieder verschleudert. Dafür erhielten sie Papiergeld, das aber heute nicht mehr viel wert ist. Aus diese Weise wurde das Land, das eines derreichstenderErde sein könnte, trotz seines äußeren Blühens innerlich immer ärmer, bis es in einen ähnlichen Zustand verfiel wie das übrige China.
Daß die Chinesen eine solche Provinz nicht verlieren wollen, ist begreiflich. Zwar haben die Russen ihnen im Laufe der letzten dreihundert Jahre ganz Nordost-Asien, und vor einigen Jahren erst einen Teil der Mongolei abgenommen, aber das waren dünn bevölkerte Landstriche, über deren Verlust die Chinesen sich nicht ausregten. Die Mandschurei dagegen ist bis auf etwa zwei Millionen Mandschus und einige Hunderttausend Russen — meist Flüchtlinge vor dem roten Regime —, Koreaner und Japaner fast ausschließlich von Chinesen bewohnt.
Die Japaner auf der anderen Seite wollen ihre in der Mandschurei angelegten Kapitalien, die auf etwa fünf Milliarden Mark geschätzt werden, auch nicht gutwillig aufgeben. Zudem ist sie für Japan ein wichtiges Glacis gegen Rußland, und schon einmal haben sie einen Krieg geführt, um die Russen aus ihrer allernächsten Nähe zu halten. Aus diesen beiden Gründen bedeutet die Sicherung seiner Stellung und seiner Interessen in der Mandschurei für Japan tatsächlich eine Lebensfrage. — Als Japan die Südmandschurische Bahn von den Russen übernahm, war diese ein wenig rentables Unternehmen, das hauptsächlich aus stra- tegischen Gründen gebaut worden war. Die Japaner haben nicht nur die Dahn zu einer der besten der Welt ausgebaut und immer neue Unternehmungen daran ungegliedert, sondern sie haben auch durch sie das Land selbst erst so recht erschlossen und zu dem gemacht, was es heute ist. Dazu hat die Sojabohne in erster Linie beigetragen, und deshalb ist es tatsächlich nicht unangebracht, wenn man die Kämpfe in der Mandschurei, die mit der Anerken- nung der Mandschurei als selbständigen Staat durch Japan einen neuen Abschnitt erreicht haben, mit dem Namen „Bohnenkrieg" belegt.
dienen als Düngung für die nächste Ernte. Sie sind lehr stickstoffhaltig, so daß sich die Anwendung an- Derer Düngemittel erübrigt. Exportiert wird das Produkt der Soja in dreierlei Form: als ganze Bohnen, gemahlen und gepreßt als Bohnenkuchen, und als Oel, Den Hauptanteil der beiden ersten Sorten erhält Japan, während das Del meist nach England, Rußland und China geht. Japan zieht es vor, den Delgewinnungsprozeß im eigenen Lande vorzunehmen.
Die Sojabohne hatderMandschureieinen gewaltigen Aufschwung gebracht. Im Jahre 1905 hatte das Land, das mehr als doppelt so groß wie Deutschland ist, nur etwa 6 Millionen Einwohner, heute sind es ungefähr 30 Millionen. Die Zuwanderer kamen meist aus den ärmeren Provinzen Nordchinas, die durch dauernde Kriege und Hungersnöte verwüstet wurden. In der Mandschurei fanden die Auswanderer einen i"rrgfräulichen, fruchtbaren Boden, der die aufgewandte Mühe reichlich lohnte, sowie Ruhs und verhältnismäßige Ordnung, um ihrer Arbeit nachgehen zu können. Das letzten verdankten sie hauptsächlich den Japanern, denn während das übrige China von Bürgerkriegen heimgesucht wurde, sorgte Japan für Rübe, und mehrere Male im Laufe des letzten Jahrzehnts hat es das Land gegen chinesische Heere, die einzudringen versuchten, ab geriegelt. Das taten sie natürlich nicht der Eingeborenen und Zugewan- berten wegen, sondern weil sie selbst gewaltige Interessen dort haben, die sie vor der Gefahr einer Vernichtung stützen wollten. Außer Bohnen bezieht Japan aus der Mandschurei große Mengen von Kohle, Holz, Seide, Hirse und Leder, sowie einen starken Prozentsatz seines Salzes.
Von jeher war die Mandschurei eines der wenigen glücklichen Länder, die eine stark aktive Handelsbilanz aufzuweisen haben. Im Jahre 1928 z. B. betrug der Export über 402 Millionen Taels, der Import dagegen nur 262 Millionen. Seit vielen Jahren ist auf diese Weise ein gewaltiger Strom von Bargeld in das Land geflossen. Leider hatten die Bewohner selbst nicht viel davon. Das Silber wurde ihnen nämlich von den Militärmächten wieder ab genommen und in den immer»
Die Vorschule -er Wehrmacht.
Von Rußland bis nach LlSA. — Vorbilder für den deutschen Wehrsport.
Von einem Mitarbeiter, der die Wehr- Verhältnisse in den europäischen und außereuropäischen Ländern sehr gut kennt, erhalten wir den folgenden interessanten Beitrag zur Verfügung gestellt.
Der Wehrsport ist in Deutschland für die Masse eine neue Bewegung, auch wenn er in einzelnen militärischen Bunden schon seit langem betrieben wurde. Vielfach glaubt man, der Wehrsport sei eine militärische Spielerei, ein schlechter Ersatz für die allgemeine Wehrpflicht. Dem Beobachter, der die Weiterentwicklung außerhalb der Reichsgrenzen überblickt, zeigt sich ein ganz anderes Bild.
Vach Kriegsende konnte man in allen Ländern eine gleichmäßige Bewegung beobachten: eine erheblich Verkürzung der aktiven Dienstzeit. 3n Frankreich beträgt sie heute nur noch ein Jahr, in den meisten andern Staaten vierzehn Monate bis zwei Jahre. Diese Verkürzung der Dienstzeit hat mehrere Gründe: sie sind finanzieller und politischer Art, aber auch militärische Gesichtspunkte spielen eine Volle. Auf keinen Fall bedeutet die Verkürzung der Dienstzeit einen Verzicht auf Wehrtüchtigkeit und militärische Ausbildung. Denn zugleich mit der Einschränkung des aktiven Heeresdienstes sind die milizartigen Organisationen gewachsen, die freier und beweglicher sind als das Heer und ihre Aufgabe, die Jugend zur Wehrfähigkeit zu erziehen!, als (ein Mittelding zwischen Bund und Truppe ausgezeichnet erfüllen. So ist die faschistische Miliz in Italien, so sind di« Territorialtruppen, eine milizartige Organisation in Rußland entstanden, 11000 Sport- und Schiehvereine erziehen in Frankreich die Jugend. Cs ist bemerkenswert, daß sowohl in Frankreich als auch in Polen und in der Tschechoslowakei der Wehrsport für beide Geschlechter, für Jungen und Mädchen, durchgeführt wird-
In einem Augenblick, in dem wir in Deutschland mit dem Wehrsport beginnen wollen, ist es wichtig, festzustellen, wie denn nun die Hvehr- sportorganisationen der anderen aufgezogen sind. In Frankreich beginnt die Ausbildung mit dem — 6. Lebensjahre. Jungen und Mädchen werden in der Schule von besonderen Lehrern im Hinblick auf den Wehrwillen und körperlicher Ertüchtigung ausgebildet. Vom 16. Lebensjahre bis zur Einstellung in die Armee erfolgt die Vorbereitung für den Militärdienst in drei Gruppen. In der ersten Gruppe erhalten die Teilnehmer den ersten militärischen Drill und lernen die Waffen bedienen. In der zweiten Gruppe werden die Schüler zu Gruppenführern sowie in Spezialwaffen ausgebildet, sie erhalten Zeugnisse, die für die Heereslaufbahn wichtig sind. In der dritten Gruppe erfolgt die Heranbildung der künftigen Reserveoffiziere und endet oft mit der Beförderung zum Offizier, noch bevor der Teilnehmer in das Heer eingetreten ist. Vorläufig ist dieser Wehrsport in Frankreich noch freiwillig. In der Tschechoslowakei wie in Polen erfolgt die Ausbildung in ähnlicher Weise, männliche und weibliche Jugend wird in
Schulfähnlein militärisch zusammengefaßt und alljährlich in Sommerlagern zusammengezogen. Etwa 130 000 junge Menschen nehmen allein in Polen an der Wehrsportausbildung teil.
In den angelsächsischen Ländern ist der Wehrsport anders aufgezogen. Dort spielt vor allem das Führerproblem eine Rolle, man bemüht sich dort, einen Spezialisten- und Führerstamm zu schaffen. Auf Universitäten und Schulen wird in Amerika zum großen Teil unter Zwang, in zwei Lehrgängen von je zweijähriger Dauer Wehrsport getrieben. So werden Reserveoffiziere, älnterführer und Spezialisten herangebildet. Außerdem gibt es militärische Dürgerausbildungslager mit Kursen von 30 Tagen, in denen die Jugend für das Volksheer ausgebildet werden soll. Der Schwerpunkt liegt in oer Führererziehung, nicht in der Massenausbildung. Ganz ähnlich verlaufen die Wehrsportbestrebungen in England, wo gleichfalls durch den Wehrsport Führerauslese betrieben wird.
Mussolini hat den Gedanken der Miliz geboren. Zwei Organisationen führen ihn in Italien durch: die Balilla für die Acht- bis Vierzehnjährigen, die Avantguardia für die Jugend von 14 bis 18 Jahren. Erst dann erfolgt der Eintritt in das Heer. In Italien hat der Wehrsport am meisten die Form der staatspolitischen Erziehung angenommen, im Feldlager der faschistischen Jugend lebt tatsächlich der faschistische Gedanke. Und ebenso sind in Sowjetruhland die Wehrsportverbände Träger der kommunistischen Staatsidee. Im „Verband der Pioniere" erhält per junge Russe vom 6. bis 15. Lebensjahr Unterricht in Schießen und Weltanschauung. Zwischen 15 und 19 Jahren erfolgt die Ausbildung im Felddienst. Jeder Studierende muß die Prüfung zum Reserveoffizier ablegen ...
Man hat die Erfahrungen, die das Ausland mit dem Wehrsport macht, in Deutschland sehr sorgfältig gesammelt. Zwar haben die Abrüstungsspezialisten, die vor dreizehn Jahren die Bestimmung für die deutsche Entwaffnung aus- Ilügelten, auch die Jugendausbildung nicht vergessen. 3m Artikel 177 des Versailler Vertrags wird Vereinigungen jeder Art, Schulen und Universitäten die Ausbildung im Waffenhandwerk und jede Verbindung mit militärischen Behörden untersagt. 3edoch kann dieser Paragraph heute keine Geltung mehr haben. Der Wehrsport ist keine getarnte allgemeine Wehrpflicht, sondern gehört als Ergänzung zum Heere, wie in allen andern Ländern, die heute auf die Ausbildung der Miliz ebenso viel Gewicht legen wie auf die Heeresausbildung selbst.
Spielplan der Frankfurter Theater.
Schauspielhaus: Täglich bis einschließlich 9. Oktober 1932, Anfang 20 Uhr: Gastspiel der Berliner Rotterbühnen: Zur gold'nen Liebe, Operette in vier Dildevn.
Das Opernhaus bleibt bis Sonntag, den 9. Oktober 1932 geschlossen.
Neues für -eu Büchertisch
— Karl Scheff ler : Der neue Mensch. Essays, in Pappband, Preis 5 Mark, im Jnsel- Derlag zu Leipzig. — 142 — Inhalt: Die neue Kunst und der neue Mensch. Die Zukunft der Großstädte. Das Schaufenster. Die permanente Revolution. Evangelisch. Die Presse. Die Rache des Eros. (Das Unmögliche. Der Kampf der Geschlechter. Kultur und Sitte. Die Frau und die Kunst. Die Rot der Geschlechter. Die Rache des Eros). — Es ist ein seltenes Glück, inmitten des Durcheinanders der Meinungen über die gesellschaftlichen, sittlichen, religiösen und künstlerischen Grundlagen unseres Daseins einem Manne zu begegnen, der mit ungewöhnlichem Freimut durch klare Feststellungen Ordnung in dem Wirrwarr zu schassen sucht. Mit dem Blick des Welters ahre- nen Weisen stellt sich Karl Scheffler in diesem Buche den großen Problemen der Gegenwart: Staat, Kirche, Che, Kunst, gegenüber. Er kennt kein Ausweichen, unbeirrt räumt er mit geschonten und gehätschelten Traditionen und Vorurteilen auf, um dem Menschen den Weg in die Zukunst frei zu machen.
E. Czech-3ochberg: Wir und Frankreich, Erbfeind? Bundesgenosse? Preis Leinen geb. 4,50 Mk. Verlag G. Stalling, Oldenburg i. O. (136.) Seitdem Deumelburg in seinem „Sperrfeuer um Deutschland" einmal aber nicht wieder der große Wurf gelungen ist, in impressionistischer, aufgelockerter Darstellung ein großes weltpolitisches Geschehen auf wenig mehr als hundert Seiten eindringlich und für immer haften bleibend einem ganzen Volke vor Augen zu stel- len, reißen die Versuche nicht ab, auf ähnliche Weise historisch-politische Probleme zu popularisieren. Schon die bekannten Bücher Emil Ludwigs blieben Scheinerfolge, die mit wechselnder politischer Konjunktur fast vergessen sind. Deumel- burgs eigenes Buch „Deutschland in Ketten" war ein Fehlgriff, andere folgten, das vorliegende Buch Czech-Iochbergs ist gewiß nicht das letzte in der Reihe. „Wir und Frankreich" das Problem, das seit der Einigung der französischen Ration länger als vier Jahrhunderte europäischer Geschichte beherrscht, kann nicht in seuilletonistisch leicht hingeplauderten Momentbildern auch nur annähernd angedeutet, in romanhaft spannender Rachmittagslektüre erfaßt werden. Der Versuch, die allzulange versäumte politische Erziehung unseres Volkes durch solche notwendig an der Oberfläche bleibenden, Tiefe und Schärfe durch breit auf getragene grelle Farben ersetzende Darstellungen gleichsam in abgekürztem Verfahren nachzuholen, krankt an der mangelnden Einsicht, daß politische Bildung sich nur auf Kenntnissen auf» bauen läßt, die erarbeitet werden wollen. Die großen englischen Politiker des vorigen 3ahrhunderts und nicht zuletzt der auch von Herrn Czech-Joch- berg oft zitierte Bismarck sind dafür die besten Beispiele. Oberflächliche Halbbildung, die alles glaubt, auf die einfachste Formel gebracht nur so aus dem Aermel schütteln zu können, spielt in der deutschen Politik ohnehin seit 3ahren eine verhängnisvolle Rolle, sie sollte nicht noch durch eine Massenproduktion sog. politischer Feuilletons gefördert werden, gleichgültig, welcher politischen Richtung diese Bücher nach dem Munde reden. Das Anheil, das Emil Ludwig und andere „belletristische Geschichtsschreiber" der Linken angerichtet haben, sollte sich der seiner Verantwortung für die politische Erziehung seines Volkes bewußte deutsche Rationalismus zur Lehre und Warnung dienen lassen.
— C. F. Andrews: Mahatma Gandhis Lehre und Tat. Preis in Leinen 7,50 Mark, im Insel-Verlag zu Leipzig. — 80 — Ein Mann von Weltbedeutung, der Führer von Millionen, der Gott seines Volkes, von vielen mit Christus und Buddha verglichen, ein Heiliger und ein Held, das ist Mahatma Gandhi. Er ist wohl der erste große Mann in der Geschichte, der Politik mit rein sittlichen Mitteln trieb, die christliche Forderung der Feindesliebe unter den schwersten Bedingungen tatsächlich in die Wirklichkeit umsetzte und dabei Erstaunliches für die wehrlosen und unterdrückten Inder erreichte. Da es kein nationales, soziales und wirtschaftliches Problem gibt, mit dem in dem indischen Freiheitskampfe nicht gerungen wird, so geht dieses Buch uns auf das naheste an, und wir möchten allen Deutschen wünschen, an dem Vorbild dieser Seelengröße, dieser Liebe zum Vaterland, dieser Reinheit des Willens zu lernen und zu wachsen, um auf unsere Weise für unsere Ziele kämpfen und siegen zu können.
— Beiträge zur Hessischen Kirchengeschichte, herausgegeben von D. Dr. Wilhelm Diehl, D. Fritz Herrmann und Prof. D. Dr. Eduard Edwin Becker, sämtlich in Darmstadt. X. Band. Heft 1 und 2. Festgabe zum 29. Juni 1932. Im Selbstverlag des Historischen Vereins für Hessen, Darmstadt 1932. — (184.) — Der vorliegende Band — „Herrn Geh. Kirchenrat D. Dr. Gustav Krüger, Professor der Theologie an der Universität Gießen, dem Mitbegründer der Vereinigung für hessische Kirchengeschichte zum 70. Geburtstag in Dankbarkeit und Verehrung gewidmet" — enthält eine Reihe kirchen- und kulturhistorisch bedeutsamer und heimataeschichtlich besonders interessanter Beiträge. Erwähnt seien hier nur die folgenden Aufsätze: „Die kirchliche Entwicklung der Gemeinherrschaft Münzenberg bis zur Durchführung der Reformation" von Ferdinand Heß, Stadtpfarrer in Darmstadt; „Der Astrolog Johannes Jndagine, Pfarrer zu Steinheim a. M., und die
Frankfurter Kaiserwcchl des Jahres 1519" von D. Fritz Herrmann, Staatsarchiodirektor in Darmstadt; „Die Kirchenordnungen im Gebiet der Riedesel zu Eisenbach" von D. Dr. Eduard Edwin Becker, Studienrat in Darmstadt; /fD. Johannes Viktors Haushaltungsbuch", von Wilhelm Hartmann, Oberstudienrat in Offenbach a. M.; „Zur Geschichte der Aufklärung in Deutschland" von Heinrich B e ch - tolsheimer, Pfarrer in Gießen.
— Dr. phil. Albrecht Thausing: R e - formgedanken zum Klavier- und Musi kunterricht .Steingräber Verlag, Leipzig. Preis 1,80 Mark. — (174.) — Unter dem Eindruck der Tatsache, daß im Klavierunterricht nach jahrelanger intensiver Bemühung ,/Dft das seltsame Schlußergebnis zustande kommt, daß der Schüler zwar ganz gut vom Blatt spielen kann, auch eine Reihe von Musikstücken mit großem Fleiß auswen- big gelernt, zum Teil wieder vergessen, zum Teil aber behalten hat, baß er jedoch nicht imstande ist, eine ihm wohlbekannte Sache, auch ein relativ einfaches Stück wie ein Volkslied ober einen vielgehörten Marsch aus bem Klavier wiederzugeben", gelangt der Verfasser zu der Erkenntnis, baß meistens unter einseitiger verstandesmäßiger Arbeit wohl die Assoziation zwischen Notenbild und Fingerbewegung, nicht aber immer die korrekte Verbindung zwischen Spielbewegung und Klangvorstellung, also die gleichzeitige musikalische Durchbildung erreicht wurde. Nach dem Vorbilde des Hochbegabten, der bas, was er sich vorstellt ober vom Hören genau kennt, auch spielen kann, der also bas, was für den minder Befähigten die Hauptschwierigkeit darstellt, nebenbei von selbst lernt ober vor jedem Unterricht von selbst gelernt bat, baut der Verfasser einen Lehrgang für die Ausbildung der weniger großen, aber um so zahlreicheren Talente auf. Ausgehend vom Dreiklang, als dem elementarsten Begriff für den harmonischen Zusammenhang der Töne untereinander, läßt er durch Harmonisieren von Volksliedern von vornherein die elementarsten Beziehungen der Töne untereinander und der nacheinander folgenden Tonverbindungen erkennen und gewinnt so die Basis für den weiteren wohldurchdachten Ausbau. Durch Hinarbeiten auf die Fähigkeit der isolierten Spannung widmet er bem Rein-Technischen ebenso größte Aufmerksamkeit, wie er berechtigterweise die gleichzeitige Wachstumsent- wickluna des menschlichen Stimmorgans berücksichtigt wissen will. — Eine eindringende Schrift mit reichen Anregungen für jeden an der Musikerziehung Interessierten. Der vorgezeichnete Weg wird in seiner Richtigkeit von dem modern eingestellten Musikpädagogen im großen ganzen durchaus bestätigt werden können; wenngleich dasselbe Ziel, die Erziehung zur Musikalität, auch von anderer Seite, etwa der Tonika-Do-Methode, erstrebt und auch erreicht wird. Die Persönlichkeit des Lehrenden wird dabei immer den Ausschlag geben. Dr. H.
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