fische Regierung dazu veranlaßt haben, schnell zu handeln.
Selbst ein kurzer Besuch auf Malta genügt für die Feststellung, dah das Italienische hier Heimatrecht hat: es ist die Sprache der Kultur, der Wissenschaft, der Kunst, des Rechts. Der Malteser Orden hat das von ihm schon übernommene Erbe des Katholizismus und der Hand in Hand mit ihm gehenden Italianität seinen Rachfolgern hinterlassen. Es ist also verständlich, daß die Anhänger der italienischen Sprache diese auf Biegen und Brechen verteidigen, nachdem sich jemand gefunden hat, der sie bekämpfte. So paradox es aber klingen mag, die italienische Sprache ist wohl erst infolge der starrköpfigen Politik Stricklands zu einem Problem ge- toorbcn. Andernfalls wäre sie in einem halben Jahrhundert nur noch „Literatursprache" geworden. Tatsächlich spricht nämlich die erdrückende Mehrheit der Bevölkerung einschließlich der Gebildeten fast nur Maltesisch. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß viele dem toortarmcn Maltesischen die Bezeichnung „Sprache" nicht gönnen wollen, sondern es wegwerfend einen ara
bischen Dialekt nennen, obwohl dieser Dialekt wahrscheinlich älter ist als fast alle heutigen europäischen Sprachen. Druck erzeugt Gegendruck, und so wird jetzt das Italienische auf die Fahnen der Rationalisten geschrieben. And es wird — wenn auch unter Opfern — erhalten bleiben.
Weshalb hat nun England diese Spannung nicht vermieden? Kann es London nicht gleich sein, ob in Molta schon in den Grundschulen oder erst in den Mittelschulen Italienisch gelehrt wird? Die einzige Erklärung bleibt die Bewertung der Sprachenfrage unter dem Gesichtswinkel des stillen Kampfes zwischen der englischen Regierung und der katholischen Kirche, die ihre Macht auf den maltesischen Inseln ungern mit anderen teilen will. Das Italienische ist die Sprache der Kirche, und das besagt viel. Der Vatikan ist unnachgiebig, und seine Wünsche im Orient, die in vieler Hinsicht mit denen Italiens gleichlaufen, sind England unbequem. London braucht eben ein Druckmittel — ist es nicht mehr erforderlich, so wird das Italienische vielleicht wieder größeres Entgegenkommen finden.
Wirtschaft.
* Äallc & Co. AG., Wiesbaden-Bieb- r i ch. Die Generalversammlung der zum Interessenkreis der IG.-Farbenindustrie aehörendcn Kalle & Co. AG., Wiesbaden-Biebrich, genehmigte den Abschluß für 1931 und beicyloß. aus dem Reingewinn von 448 304 (2^6 392) Mk. eine Dividende von 6 (10 v. H.) zu verteilen, 85 777 Mark der Sonderreserve zuzüführen und 80 458 Mark vorzutragen. In den verflossenen Monaten des laufenden Geschästsjahres hat die rückläufige Tendenz des Geschäftes angehalten.
Berlin ziemlich gedrückt.
Berlin, 24. Mai. (WTB. Funkspruch.) Auch heute lag wieder eine Anzahl mehr oder minder ungünstiger Momente vor, so daß die Stimmung als ziemlich gedrückt zu bezeichnen war. Es schien zunächst, als ob weiterhin Liquidationen alter Ter- nünengagements erfolgten, denn fast überall lag zu den» ersten Notierungen etwas Angebot vor, und die Kurse gingen infolgedessen um 1 bis 2 v. H. zurück. Fm allgemeinen herrschte nur sehr wenig U n - t e r n e h m u n g s l u st. Die Finanzsorgen Polens, die sich erhaltenden Gerüchte über ein österreichisches Moratorium und endlich der Beginn des Preußischen Landtags mahnten zur Zurückhaltung. Einen stärker verstimmenden Einfluß hatte die schwache Veranlagung des Rentenmarktes, an dem angeblich sogar größere Posten unter Kurs zu haben sein sollen. Die Abschwächung der Mark im Auslande regte auch nicht gerade an. Als besonders schwach sind Chadc- aktien zu erwähnen, die 7,25 Mark einbüßten. Vereinzelt wurden einige Deckungen vorgenommen', so lagen am Elektromarkt gegen gestern stärker rückgängige Werte, wie Siemens, AEG. und Schlesische 8-Gas, bis zu 2,75 d. 5). erholt. Im Verlaufe war die Tendenz uneinheitlich, die anfangs abgeschwächten Werte hatten Erholungen aufzuweisen, während die zunächst festeren Werte zur Schwäche neigten. Ausgehend vom Farben- und Reichsbankmarkt konnte sich dann aber eine Befestigung um 1 bis 1,5 d. $). durchsetzen, die jedoch einer neuen Abschwächung Platz machen mußte, als es sich zeigte, daß zu den Kassakursen wieder Ware herauskam. Die Kurse gaben nicht unter Anfang nach.
Deutsche Anleihen waren wenig verändert. Neubesitzanleihe konnten sich etwas erholen. Pfand- Briefe neigten weiter zur Schwäche, Reichsschuldbuchforderungen verloren bis zu 0,75 v. f)., auch Reichsbahn-Vorzugsaktien lagen im gleichen Ausmaß gedrückt. Lediglich Jndustrieobligationen waren nicht ganz einheitlich, aber auch überwiegend schwächer. Ausländer ruhig, Rumänen und Lissaboner Stadtanleihe freundlicher. Anatolier lagen weitet schwach.
Am Geldmarkt waren die Sätze trotz einer weiteren leichten Versteifung noch unverändert zu gestern. Tagesgeld stellte sich in der unteren Grenze auf 5,25 v. S). und darüber, vereinzelt auf 5,13 v. S). Monatsgeld blieb unverändert 6 bis 8 v. H. nominell.
$ranffurf unsicher.
Frankfurt a. M., 24. Mai. (WTB. Drahtmeldung.) Zu Beginn der heutigen Börse lagen erneut Verkaufsorders des Publikums vor, denen die Kulisse zunächst mit weiteren Glattstellungen folgte, so daß zur ersten amtlichen Kursfestsetzung überwiegend n e u e R ü ck g ä ng e bis zu 1,5 v. ch. eintraten. Der Schwebezustand der gesamten inner- und außenpolitischen Lage bildete schon von Anfang an das Moment stärkster Zurückhaltung, und die Umsätze hielten sich daher weiter in engsten Grenzen. Der feste Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse blieb ohne Einfluß, und auch sonst lagen keine Anregungen vor, die eine Geschäftsbelebung hätten herbeiführen kön
nen. Man verhielt sich im Hinblick auf die Weiterentwicklung der internationalen Lage sehrabwar- lend. Die Kursgestaltung war nicht einheitlich, zunächst aber m e i st schwächer. Besonders IG. lagen noch im Angebot und fast 2 v. H. niedriger. Von Kaliwerten verloren Westeregeln 2,5 v. H., von sonstigen Werten AG. für Verkehrswesen etwa 2 v. H. Montanaktien lagen geschäftslos, Schiffahrtspapiere hatten uneinheitliche Kursbewegung: Während 5)apag weiter leicht nachgaben, konnten sich Norddeutscher Lloyd um 0,65 v. f). befestigen. Durch verhältnismäßig feste Veranlagung zeichnete sich der Elektromarkt aus, an dem Licht & Kraft 2 v. 5)., Siemens und Gesfürel bis zu 1 o. H. anzogen, Schuckcrt und AEG. aber bis zu 1 v. H. verloren. Nach den ersten Kursen schritten die G r o ß b a n k e n zu größeren Käufen, und auch die Spekulation nahm einige Deckungen vor, sodaß die Anfangsverluste meist wieder eingeholt wurden.
Am Rentenmarkt gingen Altbesitz um 0,65 v. f). zurück, Neubesitz blieben dagegen gut behauptet. Von fremden Werten neigten Ungarn weiter zur Schwäche. Von Industrieobligationen büßten Stahl- verein-Bonds 2 o. 5). ein. Goldpfandbriefe lagen meist schwach. Liquidations-Pfandbriefe uneinheitlich. Von Provinzanleihen erschienen Oberhessische Provinz und Auslosung mit Plus-Plus-Zeichcn und tendierten etwa 2 v. H. höher.
Im Verlaufe war die Haltung sehr unsicher und wieder meist schwächer. Besonders IG. waren neuen Angriffen der Baissepartei ausgesetzt und gingen weiter etwas zurück. Montan- und Elektrowerte lagen relativ widerstandsfähig. Tagesgeld war mit 4,5 v. H. unverändert und leichte
^inöermorft in Gießen.
Auf dem heutigen Rindermarkt standen 909 Stück Großvieh, 171 Fresser und 280 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 300 bis 400 Mark, 2. Qualität 180 bis *300 Mark, 3. Qualität 80 bis 150 Mark; Schlachtkühe 55 bis 200; Rinder bis jährig 60 bis 140, bis zweijährig 90 bis 170, tragend 160 bis 329 Mark, Kälber das Pfund Lebendgewicht 25 bis 30 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. — Marktverlauf schleppend, stark zurückgehend, Ueberftanb.
Frankfurter Eiermarkt.
Frankfurt a. M., 21. Mai. Die Tendenz des Eiermarktes hat eine gewisse. Stetigkeit erfahren. Die erhöhten Preise der Vorwoche blieben auch nach den Feiertagen bestehen, dagegen hat die ilmfatjtätigfeit eine merkliche Einschränkung erfahren. Die Zufuhren von deutschen Eiern sind im Zunchmen begriffen, während das Angebot in Auslandeiern knapp bleibt. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt am Main: Bulgaren 5.75 bis 6, Jugoslawen 5,75 bis 6, Rumänen 5,5 bis 6, Holländer 5,25 bis 7,5, Flandern 6,25 bis 6,5, Dänen 5,25 bis 7,75, deutsche Landeier 6,5 bis 6,75, deutsche Frischeier 5,5 bis 7,5.
Aus aller Wett.
686 Millionen Kronen Unterbilanz der Kreuger und Toll A. 23.
3n der Generalversammlung der Kreuzer und Toll QI. B-, Stockholm, wurde eine provisorische konsolidierte Bilanzrechnung per 31. März 1932 bekanntgegeben. Die Bilanz verzeichnet insgesamt 1,038 Milliarden Kronen Passiven. Die gesamten Qlktiven betragen 352,2 Millionen Kronen, so daß die Passiva um 686,5 Millionen Kronen übersteigt.
Tagungen der Genossenschaften.
Hess, landw. Genossenschaften.
WSR. Darmstadt, 23. Mai. Entsprechend der Rot der Zeit fand der 6 8. Verbandstag der landwirtschaftlichen Genossenschaften Hessens zusammen mit den ordentlichen Generalversammlungen der Landesgenossenschaftsbank und der Landwirtschaftlichen Zentral-Genossenschaft an einem Tage statt.
Der Verbandssekretär, Molkereidirektor Bell (Ostheim), gab nach den Begrüßungsworten zunächst einen äleberblick über die schwierigen Verhältnisse des Berichtsjahres. Verbandsdirektor Berg erstattete dann den von uns bereits mit- geteiltcn Jahresbericht. Für die hessische Regierung überbrachte Ministerialdirektor Dr. R ö ß - l er die besten Wünsche. Jahresrechnung und Bilanz wurden von Verbandssekretär Dr. Hille- mann vorgetragen und einstimmig genehmigt. Ebenso wurde dem Derbandsdirektor und dem engeren Ausschuß mit 407 gegen eine Stimme Entlastung erteilt.
Landwirtschaftliche Zentralgenoffenschast.
WSR. Darmstadt, 23. Mai. Unter sehr starker Beteiligung fand hier die 42. Ordentliche Generalversammlung der Landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft Darmstadt statt. Der Vorsitzende, Gutsbesitzer 2 a» wall (Erbes-Büdesheim), eröffnete die Versammlung mit Begrüßungsworten. Don den Zentralgenossenschaft fönue man fagyi. daß sie stark und gefestigt dastehe. Anschließend erteilte der Vorsitzende zur Erstattung des Geschäftsberichtes und der Vorlage der Jahresrechnung und Bilanz Direktor Berg das Wort. (Den Bericht haben wir bereits veröffentlicht.)
Hierauf sprach Direktor Strasburger über „W ichtige Tagesfragen im genossenschaftlichen Warenverkeh r". Der Referent vertrat den Standpunkt, daß man Waren, die man unbedingt entbehren könne, nicht aus dem Auslande einftihren dürfe. Hier müsse daran erinnert werden, daß der reiche Anfall der Obsternte den Erzeugern nicht den erwarteten Lohn brachte. Während Winterobst nur zu stark gedrückten Preisen Absatz fand, konnte man beobachten, daß die Großmarkthallen vorwiegend mit Bananen und Apfelsinen angefüllt waren. Zwischenhandelsgewinne. wie beispielsweise beim Spargel, seien eine schwere Belastung für den Erzeuger. Die bekannten Zielsetzungen seien sehr zu begrüßen. Obst- und Gemüseverwertungsgenossenschaften hätten es schwer. Rotwendig sei vor allem die Ausnützung der bestehenden Absatz- formen. Dies werde gerade beim Getreideabsah von den Genossenschaften nicht genügend beachtet. Tatsache sei, daß der groß-genossenschaftliche QI6- satz gute Fortschritte zu verzeichnen habe. Durch Abschluß von Anbauverträgen könne der Absatz noch wirksam gefördert werden: für die Angebotsregelung sei dies von größter Wichtigkeit. Rach Erörterung einiger geschäftlicher Fragen im Verkehr mit den Ortsgenossenschaften kam Direktor Str asburger auf den erfreulichen finanziellen Stand der Zentralgenossenschaft $u sprechen und schloß mit dem Appell an die Teilnehmer, die genossenschaftliche Zielsetzung im eigenen Interesse der Mitglieder noch mehr als seither zu fördern.
Den Bericht des Aufsichtsrates erstattete der Vorsitzende. Für die Revisionskommission des Aufsichtsrates berichtete Molkereidirektor K e i p p (Wallenrod) über die Prüfung' der Jahresrechnung und Bilanz, die zu Beanstandungen keinen Anlaß gab. Anschließend trug der Vorsitzende folgende Anträge des Aufsichtsrates vor: Genehmigung der Jahresrechnung und Bilanz für das Geschäftsjahr 1931. Entlastung des Vorstandes, Verwendung des Reingewinns in Höhe von 182 392,52 Mk. (einschl. Gewinnvortrag 1930) in folgender Weise: für den Reservefonds 100 000 Mark, für die Betriebsrücklage 50 000 Mk., für die 12prozentige Verzinsung der Geschäftsguthaben (Stand 31. Dezember 1931) 27 900 Mk., Vortrag auf neue Rechnung 4492,52 Mk. Bilanz und Vorschläge über die Gewinnverteilung wur
den ohne Aussprache einstimmig angenommen, ebenso wurde dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt.
Bei den Wahlen wurde das durch Qlblaus der Wahlperiode ausscheidende Vorstandsmitglied Biegler (Dorndürkheim) und die Aufsichts- ratsmitgliedcr Beyer (Bechtheim), Jäger (Oberhörgern), Keipp (Wallenrod), Kopp (Reinheim) einstimmig wiedergewählt. An Stelle des zurückgetretenen Vorstandsmitgliedes Dett- Weiler (Laubenheim) und der Auffichtsratsmit- glieder D e i f c r V. (St. Johann) und Oek.-Rat Keller (Spiesheim) wurhen durch einstimmigen Beschluß Diehl (Gau-Odörnheim) in den Vorstand und Elbing (Schornsheim) und S ch ä tz e l (Guntersblum) in den Aufsichtsrat gewählt.
Raiffeisen-Genossenschaften.
WSR. Fran kfurt a. M., 21.Mai. Der aus dem früheren Raiffeisen-Verband Frankfurt a. M. und dem ehemaligen Verband der Rassauischen landwirtschaftlichen Genossenschaften Wiesbaden hervorgegangene Ländliche G-e nassen - schafts- Verband Raiffeisen e. V. Frankfurt a. M. hielt hier seine diesjährige Verbandstagung ab.
In der Haupttagung betonte der Verbandsvor- sihende Dr. Rolden (Frankfurt a. M.), dah es dem Genossenschaftsverband trotz der schwierigen Wirtschaftslage gelungen sei, eine bescheidene Dividende zur Verteilung gelangen zu lassen. Daraus dürfe man die Feststellung herleiten, dah immer noch eine verhältnismäßige Gesundheit in den Organisationen und Anstalten des Genossenschaftsverbandes vorhanden sei. Dr. Rolden hob dann die Vorzüge hervor, die sich aus der Verschmelzung der beiden Organisationen ergeben hätten.
QI ach der umfangreichen Berichterstattung über das Geschäftsjahr 1931 durch den Verbandsgeschäftsführer Beck sprach Prof. Dr. M o m - b c r t von der Giehener Llniversität über „W irt- schaftskri.se und Landwirtschaf t". Seine Ausführungen gipfelten jn der Feststellung, dah für die ungeheure Wirtschaftskrise nicht allein der eine oder der andere Grund, wie Lleberproduk- tion, Rationalisierung und Typisierung maßgebend sei, sondern das Zusammentreffen einer ganzen Reihe von Llmständen, zu denen noch in den letzten beiden Jahren die verhängnisvollen Folgen einer Deflation gekommen seien, hervorgerufen durch die Zurückziehung großer Summen ausländischer Kapitalien, durch die Kapitalflucht und die dadurch hevorgerusene Verminderung der Kaufkraft und als ganz besondere Verschärfung der Lage dann die wirtschaftliche Störung durch die Erschütterung des Kredit- und Bankenwesens.
Bei der Genossenschaftlichen Zentra l k a s s e erstattete Direktor I o l k den Geschäftsbericht. Die Erscheinungen in der Geldwirtschaft seit Mitte des vergangenen Jahres hätten gezeigt, daß gerade die ländlichen Genossenschaften sich als besonders krisenfest erwiesen, ohne daß sie Stützungskredite oder sonstige Llnterstühun- gen in Anspruch zu nehmen brauchten. Im Zusammenhang damit wies er daraus hin. dah die Spareinlagen und sonstigen Anlagegelder nirgends bessere und sichere Anlage fänden, als bei den ländlichen Genossenschaften, hinter denen als Sicherheit der landwirtschaftliche Grund und Boden stehe. — Die Jahresrechnung und die Bilanz für 1931 wurden genehmigt. Der Reingewinn von 76 798 Mark (nach Vorwegnahme reichlicher Abschreibungen und Rückstellungen) wurde wie folgt verteilt: Auf jeden ersten erworbene Geschäftsanteil werden 3 Prozent Dividende .ausgeschüttet. Alle weiteren Geschäftsanteile (bis zu 25) erhalten außer der Dividende von 3 Proz. noch eine Zinsvergütung von 2 Proz.
In der Generalversammlung der Landwirtschaftlichen Hauptgenosfenschaft erstattete den Jahresbericht Direktor Kuhn. Auch hier wurden die Jahresrechnung und die Bilanz einstimmig genehmigt. Der Reingewinn von Mark 50 043 wurde wie folgt verteilt: 3 Proz. Dividende auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder, 15 000 Mark werden dem Reservefonds überwiesen und 14 389 Mk. werden für Betriebsrücklage verwendet. 8261 Mark werden auf neue Rechnung unter der Bezeichnung „Dividendenrücklagefonds" vorgetragen.
Eine Goethe-Gedächtnisfeier in Sesenheim.
Am Sonntag fand in Sesenheim bei Straßburg eine Gedächtnisfeier für Goethe statt, auf der der Bürgermeister von Sesenheim, Schuster, sowie die Straßburger Universitätsprofessoren Spenle und Will sprachen. Jn der evangelischen Kirche fand ein Gedächtnisgottesdienst statt. An der Feier nahmen Diele Verbände, literarische Gesellschaften, Vertreter der Behörden und ausländische Gäste teil.
Entgleisung des v-Zuges Bafel-Ostende in Saarburg.
Der 0-Zug Basel - Ostende entgleiste aus noch unbekannter LIrsache kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof von Saarburg. Die Lokomotive, der Tender und der erste Wagen dritter Klasse stürzten um. Der Lokomotivführer und der Heizer sprangen ab. Der Heizer erlitt hierbei den Tod. Von den Reisenden sollen etwa 20 leichte Verletzungen erlitten haben.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
Frankfurt
a. in.
Berlin
Frankfurt a. Ul.
Derlin
itranlfun a. 371.
Berlin
Schluß-1
l.Uhr-
Schluß»! Anfang»
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Ansanq» ffuref
Schluß» I
l»Uhr»
Schluß-s
Anfang»
kurs |
Äur4
lur< |
Kurs
kurs |
Kurs
kurS I
kurs |
Kurs
kurs
Kur-
Datum
23.5. I
24.5.
23.5.
24.5.
Datum
23-5
24.5
23.5.
24.5.
Datum
23.5.
24.5.
23.5.
24-5.
6% Deutsche Retchsonleche u.192'<
53
—
51,5
—
Hamdurg-Ämenta Pate, . .
. t
—
10
10,25
10,13
Riebeck Montan......7,2
—
——
—
—
7% Deutlche ReichSanIcihe 6.1929
63,25
—
63
—
Hamburg-Südam. Dampsschlss
. o
—
—
39
—
Bereinigte Stahlwerke .... 4
14,25
14,25
14,13
14,25
6y,% Doung-Anleihe von 1930 .
54
—
54,5
—-
Hansa Dampsschlss ...
. 0
—
—
——
Otavt Minen......16'/,
Kaliwerke Aschersleben ... 10
—
—
8,9
9
Deutsche Anl.-Ablof.-Schuld mit
Norddeutscher Llovd ....
. 6
11,4
12
11.4
11,25
84
——
84.25
82
Auslos.-Rechten.......
38,75
3813
39,9
38,25
A.G. für Verkehrswesen Akt.
• .
28
30
28,25
Kaliwerke Westeregeln ... 10
94
91,5
95
93
Desgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .
2,75
2,9
2,75
2,95
Berliner Handelsgesellschaft .
8
84
85,5
—
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
—
—
144
142
8% Heil. Bolksstaal von 1929 (rückzahlb. 102°/°)......
Commerz- und Privat-Bant .
7
—
—
16,25
48
—
—
Darmstädter und Nationalban
8
19
-—
19
—
I. G. Farben-Inbustrte ... 12 Verein, chem. Industrie Frank»
82,4
80,5
82,5
81,75
Oberhellen Provinz-Anleihe mit
Deutsche Bank und
Auslos.-Rechten.......
—
——
——
—
Tisconto-Gelellschasi. . .
6
—
—
34,75
—
Deutsche Komm. Sammelabl.
Dresdner Bank......
6
—
—
19
—
furt a. M...........
Scheideanstalt.......10
Anleihe Serie 1.......
37
——
36,5
—
Reichsbank........
12
112
111
113
111,25
126
—
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse
Goldschmidt.........0
17,75
17,75
17,13
15 unkündbar bis 1935 ....
72,75
—
—
—
A.E.G..........
. 7
21,5
21,5
21,5
22.5
Rütger-werke........6
—
—
24.5
24,75
1% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1936 Serie 16 .
72,25
Bergmann........
. 9
Metallgelellschast.......5
26
—
26,5
—
—
—»
Elektr. Lteserungsgelelllchas!.
10
—
—
58,5
57,75
*yz% Franks. Hyp.-Bank Liqu.-
78,5
Licht und Kraft......
10
58,5
60,5
59,5
60
Philipp Holzmann......8
39,5
—
39
37,75
Psandbriese.........
<y2% Rheinische Hyp^Bank-Lia».
—
Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische
6'A
—
—
35
—
Zementwerk Heidelberg. ... 7
Eemenlwerk Karlstadt.....7
—
—
Goldpse...........
77
—
—
•—
Unternehmungen ....
9
47
47,5
47,25
47,75
Wayh & Frehtag......0
—
—
1
——
B% Pr. Landespsandbrtesanstalt,
Rheinische Elektrizität ...
. 9
—
—
—
—
Psandbriese R. 19......
1% Pr. Landespsandbriefan statt,
72,25
—
72,5
-—
Schuckeri S< (So.......
11
51,5
51.13
52
51,5
14
103
104
103
105
Schultheis Panenhoser ... 15
—-
51
50.75
Psandbriese $R-10
-
—
—
Lohmener L Co.......
12
72,75
74
tzlku (Allgemeine Kunstseide) 0
33
—
33.5
32
Bemderg......... 0
33
—
32,25
32,5
4% Oesterreich»che Goldrenie . .
—
_
-
Buderus.........
. 4
—
—
23,75
23,5
Zellstoss Waldhof.....12
Zellstoff Aschaffenburg ... 6
—
—
28
28,13
4,20% Oesterreichische Silberrente
—
—
Deutsche Erdöl •......
. 6
—
54
54,25
54,75
—
——
—
22,25
4% Ungarische Goldrente . . . .
—
4,9
—
—
Gelsenkirchener......
. 8
40
39.65
39,25
Dessauer Gas........9
—
75
74
4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4>/i% deSgl. von 1913.....
6% abgest. Goldmexikaner vo»99
—
1 1 1
5
4,75
5
111
Harpener....... .
Hoesch Eisen........
Ilse Bergbau..... .
. 0
. 6
10
—
24
36,25
Daimler Motoren ...... 0
Deutsche Linoleum.....b
Orensteln & Koppel.....0
28,5
I 11
10
29
27,5
20,25
4% Türkische Zollanleihe von 1911
__
2,15
-.1
Klöcknerwerke.......
. 6
■
22
22,25
Leonhard Tietz ....... 8
—
50.75
50,4
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Köln-Neuessen.......
ey.
—
—
SvenSka ......... 15
—
9,5
—
Serie l...........
4% desgl. Serie II.......
—
2,3
—
Mannesmann-Röhren . . .
. 6
—
—
34
35
Ehade ............
—
200,25
193
—
——
2,2
2,2
Mansfelder Bergbau ....
. 0
13,5
——
14
13.5
6% Rumän. veretnh. Rente #.1903
—
4,3
4,55
Lberschlcs. Kokswerke . . .
. f
—
32
32
Frankfurter Maschinen . . . . 0
-
—
_
4%%9lumänJ)etetn6.81enle b.1913
—
—
—
Phönix Bergbau......
4 y,
16.75
—
17,13
17,13
Gritzner..........0
—
—
—
4% Rumänische veretnh. Rente
3,75
——
3,8
Rheinische Braunkohlen. . .
10
—
152
152,25
Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 6
——
-
ty*% 1. Anatolier ......
—
14,7
14,65
Rheinstahl........
. 6
—
—
37
37
Süddeutscher Zucker • • . • 10
—
-
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
23. Mai
24. Mai
Amtliche Notierung
Geld 25ricf
Amtliche Notierung
Geld
Seiet
Helsingfor» .
7,123
7.137
7.123
7.137
Wien....
—
—
51,95
52,05
Prag . . .
12,465
12,485
12,465
12,485
Budapest . .
—
——
—
—
Sofia». . .
3,057
3,063
3.057
3,063
Holland . .
170,73
171,12
170,68
171,02
Oslo ....
77,22
77,38
77,32
77,48
Kopenhagen.
84,37
84,53
84,42
84,58
Stockholm .
78,92
79,08
79,12
79,28
London. . . Buenos Aires
15,46
15,50
15.49
15,53
0,998
1.002
0.998
1,002
Neuhork . .
4.209
4.217
4,209
4,217
Brussel. . .
59,10
59,12
58,99
59,11
Italien. . .
21,65
21.69
21,63
21.67
Pari« . . .
16.605
16,645
16,605
16,645
Schwei, . .
82,34
82,50
82,12
82,78
Spanien . .
34,57
34,63
34,67
34,73
Danzig. . .
—
—
82.62
82.78
Japan . . .
1,319
1,321
1,319
1,321
Rio de Ian..
0,319
0,321
0,321
0,323
Jugoslawien.
—
——
7,523
7.437
Lissabon . .
14.09
14,11
14,09
14,11
Banknoten.
Serlin, 23 Mal
Geld
Arles
Amerikanische Noten.......
Belgische Noten.........
Dänische Noten.........
Englische Noten.........
Französische Noten...... .
Holländische Noten........
Italienische Noten...... .
Norwegische Noten........
Deutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten........
Schwedische Noten...... .
Schweizer Noten. ........ Spanische Noten. ........ Ungarische Note» ........
4,20
58,84
84,18
15,42
16,57
170,41
21,63
77,05
2,49
78,74
82.16
34,43
4,22 59,08 84,52
15,48
16,63
171,09 21,71 7735
2,51 79,06 82.48
34,57


