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Aus der Provinzialhauptstadt.
Dießen, den 24. Mai 1932.
Das möblierte Zimmer.
HeberaH kann man Zettel hängen sehen, die dem männlichen und weiblichen Junggesellen, dcr kein eigen .Hüsung" besitzt, ein Heim anprcllen. Aber wie wenig entspricht oft das Zimmer, das man besichtigt, dieser Ankündigung. Ommer wieder ist es nötig, den Vermietern von dcr Seite des .möblierten Herrn", oder der .möblierten Dame" her zu sagen, was er oder sie darunter versteht. Denn immer wieder erlebt man. daß cm solches Zimmer mit Möbelstücken. Bildern uftn. ausgestattet ist, die auS den verschiedensten Zimmern zusammengetrogen wurden und von denen die Dermieterin erwartet, daß sie dem Fremden ebensoviel bedeuten wie etwa ihr. die im Laufe vieler Jahre eine persönliche Beziehung zu den Sachen gewonnen hat.
Wer Zimmer vermieten will, bars sich bei der Ausstattung deS Baumes nicht von eigenen Neigungen und eigener Borliebe für dickes oder jenes Stück leiten Iaffen, sondern nur von der nüchtern^achlichen Frage' entspricht dos Stück seinem Zweck, ist es im Gebrauch praktisch und sieht es gut und ordentlich aus Man vergelfe auch nicht: dem „Möblierten" muß in den meisten Fällen der eine Raum alle« sein. Schlal-. Wohn- und Arbeit-raum, und man achte alfo daraus, dem Zimmer keinen bestimmten, eindeutigen Charakter zu geben. Ein das Zimmer vollständig teherr'checkdes Bett stempelt den Raum zum Schlafzimmer. Will ein Mieter nicht mit einer sogenannten Touch sich begnügen, so muß auf alle Falle das Bett geschickt gestellt und hinter einem Borbang geborgen werden: ebenso die Waschgelegenheit. Die früher beliebten Wandschirme als Deckung für die Schlaf möbel <inb nicht praktisch: sie nehmen zuviel Raum weg und verdecken doch nicht genügend. Denn wenn auch in einem solchen Zimmer alle- da fein soll, was nötig ist, muß doch ein Zuviel an Möbeln und Gebrauch-gegenständen vermieden werden. Unbedingt nötig sind außer der Schlaf» und Wafchgelegenheit ein großer, oder besser noch zwei kleinere Schränke für Kleider und Wä'che, für die letztere eignet fich besonders gut eine log. Kommode. Dieses Möbel ist au Unrecht lange Zeit aus der Mode gekommen: ihren Wert als Fassung-raum und innenarchitektonisch günstige Stellform hat man aber ausS neue erkannt. Tin nicht zu kleiner Tisch mit harter, glatter Platte, zwei bis drei Seffel, ein bequemer Stuhl mit einem kleineren Tischchen sind weitere Rot- Wendigkeiten. Borhänge. Decken und Kissenbezüge wähle man am besten aus 3ndanthreenstofscn; sic sind leicht waschbar, und es hastet ihnen nicht jener undefinierbare Geruch an. der den neuen Mieter an die Dorbellyer erinnert, wie wollene und seidene Stoffe, von Plüfch schon gar nicht zu reden Mit Bildern. Basen und ähnlichem Zierrat sei man sparsam. Dagegen achte man auf eine ruhige und heitere Tapete. Sehr angenehm empfunden wird vom Mieter ein Bücherregal. Was die Beleuchtung angeht — meistens ein Stiefkind im möblierten Zimmer! — so wird als Mittelbeleuchtung am besten eine einfache und — wenn der Tifch in der Zimmermitte steht — möglichst tiefhängende Stoffschirm-Lampe am praktischsten fein, die an der Eingangstür Ein- und Ausschalter haben muß Ebenfo empfiehlt sich für bitte Lampe ein Schalter in unmittelbarer Rähe der Schlafgelegenheit: durch diele Bequemlichkeit wird an Licht gespart. Für die Waschgelegenheit ist ein Wandarm über dem Spiegel wichtig. Ueberdies noch möglichst viel Steckkontakte zum Anschluß einer einfachen, aber auf festem Fuß ruhenden, leicht transportablen Stehlampe mit kurzer Schnur: diele scheinbare Verschwendung an Lichtanlagen ist in Wirklichkeit die beste Sparsamkeit. weil man viel eher eine unbequem zu schaltende Lampe unnütz brennen läßt. Wenn Badebenutzung vereinbart ist. tut man am besten einen gewissen Turnus sestzulegen. damit es über die Badebenutzung nicht zu Zwistigkeiten kommt. Auch über gewisse Ruhezeiten, während deren Radio und Grammophon zu 'chweigen haben, spreche man fich vor dem Mietabschluß aus.
Man vergesse nie. Vermieten und Mieten ist ein Rechtsgeschäft, dessen Grundlagen beiderseits möglichst genau sestzulegen sind Ergibt bann die beiderseitige Bekanntschaft, daß diese oder jene Abmachung im täglichen Verkehr gelockert oder geändert werden kann, steht dem ja nicht- im Wege.
Ehrung eines hervorragenden deutschen Gelehrten.
Morgen, am 25- Mai, wird in Zürich der hundertste Geburtstag von Pros. Dr. Adolf Äracmcr gefe ert Er stammte aus Berleburg. Kreis Wittgenstein. Westfalen, als Sohn des hoch- verdienten Daniel Kracmer. dem die baniboten Landwirte auf dem Berge Stünzel in der Rähe seines Heimatortes ein schönes Denkmal errichtet haben. Als Generalfekretär der landwirtschaft- lichen Vereine hat sich Adolf Kracmer in Hef - fen große Verdienste erworben, so baß am kommenden Sonntag. 29. Mai. im Gebäude der Landwirtschaftskammer in Darmstadt eine Gedenktafel zu feinem Gedächtnis angebracht werden fvll, und zwar durch die deutsche Gesellschaft für Geschichte und Literatur der Landwirt'chaft 1871 wurde Kracmer auf Grund seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen an die technische Hochschule in Zürich berufen, um dort das Studium der Landwirtschaft zu organisieren. Er schuf das schweizerische landwirtschaftliche Genoffcnschaftswefcn und ist für die betriebswirtschaftliche Entwicklung der Landwirtschaft, sowie besonders auch der Tierzucht mit größtem Erfolge tätig gewesen. Ganz hervorragend war auch sein zeichnerische- Talent und seine mathematische Begabung, die sich in um« fassenden Werken äußerten. Don der hohen Wertschätzung des Geseiertcn zeugt ein Denkmal in dem Gebäude der landwirtschastlichen Abteilung der technischen Hochschule, einem herrlichen Gebäude, bas auch ehrendes Zeugnis für daS Verständnis der Schweizer gegenüber der ewigen kulturellen und vaterländischen Bedeutung des Baucrnstanbes ablegt.
Lahrestagung des VH6.
§ Schotten. 23. Mai. Unter dem Vorsitz von Dr. Bruchhäuser-Ulrichste n fanb ge- tarn in dem Klubhaus auf dem HoherodSkops bie 51. Hauptversammlung des Vogelsberger Höhenclub- statt, bei bet 40 Zweigvereine vertreten waren.
Rach dem 2 a h res be r i ch t e deS Vorsitzenden hat in dietcr Zeit wirtschaftlicher Rot der VHT. einen Verlust von etwa 500 Mitgliedern zu verzeichnen. Der Toten ehrend gc- denkend, wurde besonders das Hinscheiden Prof. Be n de r s - Frankfurt a. M. als harter Verlust für den DHL. hervorgehoben Troy des Mit- glieterichwundS herrschte in allen Ortsgruppen 'ehr reges Leben. An den Jahresbericht 'chloß fich eine rege Aussprache an. b-.c sich in der Haupt'ache um die Dcreinszeitfchrllt ..Frisch auf bewegte. Der Prelleausschuß wurde beauftragt, die beantragten Vorschläge durchzuführen.
Der Iugendobmann Rektor D c r n-Offenbach brachte einen eingehenden Bericht über die 3 u - gendpflege und Jugendarbeit, und betonter« über seine Tätigkeit für das Vater- Dender-Heim, für das an Einnahmen 5847.65 Mark, an Ausgaben 5102.50 Mark fest- geftellt wurden, fo daß ein Uebcrschuß von 744,85 Mark für das Heim verbleiben Die Unter- baltung des Zugendheims soll für die Zukunft Dache der Vater-Denberbcim-Ge- meinde fein. Sin Antrag von Butzbach, die Gebäude und Anweton des VHE. einschließlich des Jäger- und Jugendheims, wirfchaftlich rationeller zu betreuen, wurde dem Vorstand zur schleunigen Bearbeitung überwiesen.
Aus dem Bericht des Hausverwalters. Berufsschullehrer E Hitz- Schotten, ging hervor. ! daß in den Klubhäusern im letzten Jahre |
bedeutende Verbesserungen vorgenommen worden sind.
Der Vorsitzende des Wegbezeichnungs- a u s' ch u s s e s . Apotheker Th. S c r i b a • Schotten, gab bekannt, daß die Markierungen durch den Vogelsberg in letzter Zeit bedeutende Verbesserungen erfobren haben und jetzt fast Überall in Ordnung sind
Obcrreallehrer 3 Buß- Schollen. Obmann der Bergwacht, gab über deren segensreiche Tätigkeit eingehenden Bericht
Die von dem Rechner Karl Glock» Schotten erstattete Rcchnungsablage zeigte eine Einnahme von 10 326.79 Mark, der e ne Ausgabe von 9395 61 Mark gegenüberftanb. so daß ein Uebcrschuß von 931 16 Mark verbleibt. Aus Antrag des Rcchnungsprüscrs Direktor Burk- Darmstadt wurde dem Rechner Entlastung erteilt.
Bei der Beratung des Voranschlags wurde dem Vorstände anbeimgegeben, die Mitgliederbeiträge und den Pachtvertrag deS Klub- Wirts aus eine etwaige Ermäßigung hin nach- zuprufen. Der Voranschlag wurde mit 7700 Mark gutgebeitan.
Bezüglich eines zugkräftigen Werbepla- k a t s entspann sich eine lebhafte Aussprache
Rach dem Dermögensnachwcis hat der Verein ein Vermögen von rund 50 000 Mark an Häusern und Türmen, dem 19 500 Mark an Schulden gegenüberstehen
Der fcitbenge Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt, doch wurden für die Zukunft verschiedene Vorschläge gemacht
AIS Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Windecken (Kreis Hanaus gewählt.
Am 28. August findet ein H c r b st a u s f l u g nach dem Ehrenmal auf der Herchenhainer Hohe statt
Mreslagung des Hessischen Derkehrsverbandes.
WSR Mainz. 21.Mai. Der Hessische Verkehrsverband. Sitz Darmstadt, hielt hier in der Stadthalle seine 26. Hauptversammlung ab. Rach Begrüßungsansprachen durch Vertreter des Provinzialdirektors. des Oberbürgermeisters, des Reichsbahnpräsidenten und der hessischen Staatsregierung erstattete der Vorsitzende. Kaufmann Stemmer (Darmstadts, den 3ahrcSbericht Gr bezeichnete es als eine Hauptaufgabe des Verbandes, dahin zu wirken. daß die Deutschen ihren Urlaub in Deutschland und nicht im Ausland verbringen. Rach der Genehmigung des Jahres-, sowie deS Kassenberichtes wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt. Für Darmstadt wurde außerdem noch ein Vertreter in den Vorstand entsandt. Die Zahreshauptversammlung 1933 soll in einem Ort in Oberhessen ftattfinben.
3m Anschluß an die Verhandlungen hielt der Syndikus der Industrie- und Handelskammer Darmstadt. Regierungsrat Dr. Sodener, einen Vortrag über „Aktive Dcrkehrspoliti k'. Der Redner sührte u. a. aus, daß gerade in der jetzigen Zeit die berufenen Stellen der Förderung des Verkehrs ihre volle Aufmerksamkeit zuwenden. Hierzu gehöre alS wesentliche Voraussetzung, daß
nicht etwa die Mikkel für verkehrsmerbung so stark beschnittetn würden, daß eine wirksame Werbearbeit nicht mehr ywglich sei.
Don entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Derkehrsentwicklung sei es. daß die Der- kehrSpolitik der Reichsbahn aus weite Sicht geführt werde, derart, daß nicht durch starke Einschränkungen der Leistungen oder übersteigerte Tarife die Entwicklung für die Zu
kunft gefährdet werde. Die von der Reichsbahn au Anfang 3uli gebrachten Tarifänderungen hätten leider nur die Erfüllung eines der mehreren Wünsche der hessischen Denkschrift gebracht Als völlig unzulänglich müsse die Einrichtung der Sommer-Urlaubskarte in der geplanten Weise bezeichnet werten. Die Beschränkung dieser Karte auf eine Mindestentfernung von 200 Kilometer und vor allem die Bestimmung, daß die Rückreise erst am elften Tage an getreten werten dürfe, mache eine stärkere Ausnützung dieser Tarifvergünstigung leider von vornherein unmöglich. Für Hessen sei von besonderer Bedeutung die weitere Ausgestaltung deS Dezirkseilverkehrs im Rhcin-Main-Gebiet. Der geplante Wegfall eines wesentlichen Teiles teor Dezirkseilzüge im Wintersahrplan sei zu bedauern. Die in Aussicht stehende 3ndienststcl- luna von Eiltriebwagen gebe hoffentlich die Möglichkeit, die zunächst zum Ausfall bestimmt gewesenen Züge ganzjährig zu fahren
Die Voraussetzungen zu einer gedeihlichen Verkehrsentwicklung feien in den letzten 3ah- een in Hessen durch grundlegende Verbesserungen des Straßennetzes des Landes erfreulicher- weise geschaffen wyrten.
Eine grundsätzliche Doraussehung für eine gedeihliche Derkehrsentwicklung im Lande wäre schließlich noch die Einstellung deS einzelnen dem Fremdenverkehr gegenüber. Durch Belehrungen in der schule und im Elternhaus sollte daraus f ingetoi k werden, daß der Besucher aus der Fremde stets gastfreundlich ausgenommen wird und daß alle Ortsansässigen dazu beitragen, dem Besucher den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Taten für Dienstag, 24. Mai.
1543: der Astronom Nikolaus Kopernikus in Iraucnburg gestorben: — 1699: der preußische Rci« icrgcneral Hans Joachim von Ziethen aus Wustrau geboren; — 1848: die Dichterin Annette von Droste- Hiilshoss auf Schloß Meersburg am Bodensee ge ftorben.
Daten für Mittwoch, 25. Mai.
1015: Grundsteinlegung zum Straßburger Mün ftcr; — 1818: der Kunsthistoriker Jakob Burckhardt in Basel geboren; — 1865: Friedrich August III., ehemaliger König von Sachsen, in Dresden geboren.
Gießener Wochenmarktpreise.
• Gießen. 24. Mai. Es kosteten aus dem heutigen Wochcnmarkt das Psund: Kochbutter 103, Süßrahmbutter 130, Land butter 130, Matte 25 bis 30, Wirsing, neuer, 20 bis 25, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 12, Spargel 23 biS 40. Mischgemule 10 bis 12. Tomaten 80 bis 90. Zwiebeln 15 bis 18. Meerrettich 30 bis 60. Rhabarber 8 bis 10, Kartoffeln 4,5, Aepsel 10 bis 25. Dörrobst 25 bis 30. Honig 40 bis 45, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80. das Stück. Käse 5 bis 10. Eier 6 und 7, Blumenkohl 30 bis 70. Salat 10 bis 15, Salatgurken 40 bis 60. Oberkohlrabi 15 bis 18, Lauch 5 bis 10. Rettich 15 bis 20. Sellerie 10 bis 30; das Bund gelbe Rüben, neue 20 bis 25, Radieschen 10 bis 15 Pf . ter Zentner: Kartoffeln 3,80 dis 4 Mark.
Vornotizcn.
— Tageskalender für Dienstag Stadt- theater: 20 bis 22 Uhr, „Seitensprünge". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße „Es wird schon wieder besser" und „Der Held von Kalifornien
— Aus dem Stadttheaterburcau wird uns geschrieben: Heute. 20 ilfjr. als letzte Dorstellung un Sicnätagabonncmcnt zu gewöhnlichen Preisen Wiederholung des Einakterzyklus „Leitenfprünge" von Gurt Goetz Die Hamen der kleinen Lustspiele sind „Tvbby. Taube in der Hand. Hund im Him. Minna Magdalena". Spielleitung Peter F a s s o t. Ende 22.30 ilftr. — Morgen, Mittwoch, ebenfalls 20 Uhr. als letzte Dorstellung im Mittwochabonnement wieder ..Seitensprünge". — Freitag. 27. Mai. als Sondervorstellung für den Derein für das Deutschtum
im Ausland Erstausführung des Dramas ..Volk »n Rot" von Karl Schönherr Der Tiroleraufstand unter Andreas Hofer bildet das Thema des Stückes. das Karl Schönherr „ein deutsches Heldenlied" genannt hat. Beginn 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.
Maicnblasen. Bei dem heutigen Maien- blasen vom Turme der Stadtkirche aus werden folgende Stücke zu Gehör gebracht: 1. Sei lob und Ehr' dem höchsten Gut. 2. Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, von Grell. 3. Im schönsten Wiesengrundc.
'* Ihren 9 6. Geburtstag kann morgen, 25. Mai, Frau Pfarrer Preusche n, Marburger Straße 20 wohnhaft, begehen. Die alte Dame durste wohl die älteste Einwohnerin unserer Stadt fein.
* Justizpersonalie. Dcr Iustizobermachl- meister bei dem Amtsgericht in Bußbach, Heinrich jranf, wurde auf fein Nachsuchen mit Wirkung oom 1 Oktober 1932 ab in den Ruhestand versetzt
Die Theologische Konscrenz tritt am kommenden Donnerstag im Studentenheim zusammen. An den Dortrag des Dormittags von Professor D. Foerster lFrankfurt a. Ms: .Der christliche Staat" schließt sich eine Aussprache an. Am Rachmittag spricht Professor 0. R u d o l v h (Gießeni über.Betenk n g?gcn dieWellhausenschc Quellenkritik, illustriert an ter Genesis'. Zwischen den Dorträgen hält die Deutsche Gesellschaft zur Förderung ter evangel. theolog. Wissenschaft. Lan- desgruppe Hessen, ihre Jahresversammlung ab.
“ Erloschene Diehseuchen. Wie das Polizeiamt Gießen mitteilt, lind die Schwene- seuche unter dem Schweinebestand ter Wirt- schasisabteilung ter Verwaltung der Universitätskliniken und die Geflügelcholera unter den Hühnern ter Frau Landgerichtsdirektor Bücking W'lwc. Südanlage 14, erloschen Das Polizei- amt Hot die seinerzeit angeordneten Schutzmaßnahmen aufgehoben
" Wem gehört das Damenrad? Aus Butzbach wird und berichtet: Am Psingstsamstag wurde von ter Butzbacher Polizei ein Schüler aufgegriffen, ter als vermißt ausgeschrieben war und 'ich im Besitz eines Damenfahrrades befand, das er angeblich auf seiner Fahrt von Marburg nach Butzbach in Gießen gestohlen haben will.
Das Fahrrad hat schwarzen Rahmenbau. hoch- gebogene Lenkstange, neuen Sattel und Gepäck* * träger über den Hinterrad Das Hintere Schutzblech ist vom Ente aufwärts etwa 15 Zentimeter mit weißer Oclfarbe bestrichen. Das Rad ist bei ter Polizei Verwaltung m Butzbach sichergestellt.
" Der Riesen-Walfisch i n Gießen Wie au» dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich ist, wird der von dem Taucher Sievers vor einiger Zell bei Cuxhaven gefangene Riesen-Walfisch am morgigen Mittwoch auf Oswaldsgarten für einen lag zur Schau gestellt. Das Ungetüm, das wir am 1 April bei einem Aprilscherz für Gießen schon angekündigt hatten, wird also nun doch noch hier in Erscheinung treten. Näheres in der Anzeige.
•• D H E Gießen Mindestens einmal un 3 ah re stattet ter DHE -Gießen dem zweithöchsten Berge unseres heimatlichen Gebirges, dem Hoherodskops mit feinen Klubhäusern, einen Besuch ab. Der Ausflug am letzten Sonntag galt wiederum Victor Höhe hatte aber wohl infolge des in der Rächt cingctrctcnen Regenwetters nicht so viele Teilnehmer wie sonst aufzuwellen. Vom Ausgangspunkt Schotten ging cs unter kundiger Führung eines Lchottcncr VHE Vru- ters zunächst auf ter mit blühenden Obst bäumen imtfäumtcn Landstraße an . fattgrünen, mit der bei uns seltenen Trollblume bestandenen Wiesen vorüber zur ersten Rast nach Rudingshain Hinter dem Ort tonte ter Aufstieg gleich kräftig ein, um in den ’djöncn Walddistrikt Horst zu führen. Auf stillen Waldpfaten mit stellenweise prächtigen Blicken in die Täler, vorbei an der reizvoll gelegenen Dchupohütte. ging cS in langsamem Anstieg über den oberen Laus der Rtdda zum Hoterod-kopf. Der unterwegs cintohcnte leichte Regen verwandelte sich auf ter Höhe in Rebel, ter durch starke Windstösse in wallende Schleier zerrissen wurde und sich immer wieder verdichtete. Durch die am gleichen Tage auf dem HoherodSkopf ftattfintente Hauptversammlung des Gesamt - DHE hatten noch mehrere Zweigvereine ihre Wanderung dahin verlegt, so daß die beiten Klubhäuser überfüllt waren; doch fanden die Gießener im benachbarten 3ä gerbe im gute Unterkunft Während des Aufenthaltes auf ter Höhe hatte sich der Rebel in die Täler verkrochen und die Sonne war auf dem Plan erschienen, so daß ter Weitermarsch überaus genußreich war lieber den Bilstein, von dem man eine wunderbare Fernsicht bis zu des Höben des Taunus und des Westerwalds hatte, ging es über Butonborn und am Altc- burgskopf vorbei zum Endziel Lchotten. von dem aus nach einer Ruhepause die Heimfahrt erfolgte.
•• De r Stahlhelm, B. d F„ Ortsgruppe Gießen, konnte — wie man unS heute berichtet — am Freitag auf sein 7iäbrigcs Bestehen zurückblicken und vereinigte aus diesem Anlaß seine Mitglieder und Freunde des Stahl- helmgedankens zu einer schlichten, würdigen Feier. Wegen des noch immer bestehenden ilniformycr- dotes mußte von einer öffentlichen soldatischen Kundgebung abgesehen werten, an ihre Stelle trat ein Lichtbiltervortrag. der mit photographischen Ausnahmen die Ausführungen teS RednerS über die Entwicklung ter Ortsgruppe und die besonderen Ereignisse während ter verflossenen 3ahre belegte. Mancher schöne Augenblick war auf ter Platte feftgehalten worden, und besonders die Bilder von den alljährlichen Reichsfrontsol- daten-Tagungen losten immer wieder Helle Begeisterung aus. Bei alten Soldatenliedern verleb!e die Ortsgruppe mit ihren Gästen Stunden froher, echter Kameradschaft.
•* Haushaltungskursus in der Canb» wirtschaftlichen Ha uShaltungSfchule Michelstadt. DieLandwirtschaftSkammerDarm- staht eröffnet am 2 3uli einen weiteren fünfmonatigen HaushaltungSkurfus an ihrer Haushaltungsschule zu Michelstadt L O Die Haushaltungsschule ist neuzeitlich eingerichtet und mit ausreichenden Lehrkräften besetzt. Der praktische und theoretische Haushaltungsuntcrricht erstreckt sich auf die Anleitung im selbständigen Kochen unter Berücksichtigung ter Bedürfnisse des ländlichen und bürgerlichen Tisches, Zubereitung und Aufdcrpahrung der Speisen. Molkereibetrieb. Kleintierzucht. Gartenwirtschaft. Waschen und Bügeln. Reinhallen des Hauses, Buchführung, gründlichen Handarbeitsunterricht, ferner Unterricht in allgemein bildenden Fächern Die Teilnahme an dem Unterricht ist nicht nur Töchtern von Landwirten, sondern auch denen deS Mittelstandes zu empfehlen. (Siehe heutige Anzeige)
Kil-chliche Jlacbricbfen.
Katholische Gemeinden.
Mittwoch, den 25. Mai.
Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.
Donnerstag, den 26 Mai: Fronleichnamsfest.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte: 7. Messe, 8 Kommunion; 9: Hochamt; 9.40 Prozession; 11.30: Messe noch der Prozession; 14: Festandocht — Hungen K: Hochamt mit Predigt. — Lich. 10. .Hochamt mit Pre« dich; 13.30: Andacht. — Ridda. 8.30 .Hochamt mit Predigt.
Freitag, den 27. Mai.
Gießen. 20 Uhr: Segensandacht.
Samstag, den 28. Mai.
Gießen. 20 Uhr: Segensandacht
Sprechstunden ver 'JkDnttion.
11.30 bi» 12.30 Uhr, 16 bl» 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.
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