Ausgabe 
23.9.1932 Erstes Blatt
 
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Für den Umbau des Spritzenhauses der Gemeinde Birklar sollen folgende Arbeiten nach der Reichsverdingungsordnung ver­geben werden: 66530

Los 1: Maurerarbeiten; Los II. Zim­merarbeiten; Los III: Schreinerarbeiten; Los IV; Dcihbinderarbeiten.

Angebotsvordrucke find, solange der Vorrat reicht, zum Selbstkostenpreis von 30 Pf. auf hiesiger Bürgermeisterei bis zum 26. September in Empfang zu nehmen.

Es wird dem Wenigstnehmenden der Zu­schlag erteilt.

Hessische Bürgermeisterei Birklar. Müller,

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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Hungen für 1932 Rj. liegt von Samstag, den 24. September 1932, bis Freitag, den 30. September 1932, einschließlich, auf un­serem Amtszimmer zur Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist können bei uns Einwendungen schriftlich ober mündlich zu Protokoll oorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden.

Hungen, den 21. September 1932.

Hessische Bürgermeisterei Hungen.

Tut bte Zweihundertjahrfeier durch eine Reihe großer Veranstaltungen festlich begangen hat, wird jetzt auch das Preußische Landgestüt Dillenburg des 200jährigen Vestehrms der Staatsgestütver­waltung in einer besonderen Veranstaltung am Sonntag, dem 25. d. M. gedenken. Die für diesen Tag vorbereitete Hengstparade mit ihren einzig dastehenden Vorführungen wird im Zeichen der 200-Iahrseier stehen. Alle Züchter und Land­wirte, Burger und ßcute jeden Standes, die Freunde des Pferdes sind, sind zu der Feierein­geladen. Näheres über die Veranstaltung ist aus der heutigen Anzeige zu ersehen.

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Pentheus ist der König eines Volkes, das von einem neuen Gott ergriffen wird. Dionysos gewinnt Macht über die Frauen. Der König widersetzt sich der gött­lichen Gewalt; aber er wird überwältigt, und das letzte, war er zu leisten hab ist sein eigenes Opfer. Damit gibt der griechische Mythos ein Beispiel: die Menschen sehen sich nach einem Genie um, um sich selbst zu entlasten. Aber der Geist des Mannes führt nicht weiter, wenn nicht das Blut, das Frauen und Mutter erfüllt, .die Menschen zum Dolk zusammen- schließt.

Goethe und die Universität. Rede in der Festsitzung der Gesellschaft der Freunde der Uni­versität Halle-Wittenberg am 4. Mai 1932, gehalten von 0 t t 0 K e r n. Verlag Gedauer-Schwetschke AG., Halle. Preis kartoniert 2, RM. (216) Zum erstenmal wird hier das ThemaGoethe und die Universität" behandelt; ein begrüßenswertes Unter­nehmen da bisher eine größere Arbeit fehlte, die noch unerschlossenes Material der Archive und Bi­bliotheken in Weimar und Jena benutzen müßte. In anziehendem Plauderton läßt Geheimrat Profesior D. Dr. Dr. Stern das Bild des in dem Suchen nach Wahrheit" den Inbegriff alles akademischen Stu­diums sehenden Studenten und späteren Minister» Goethe erstehen. Angefügt ist noch eine Auswahl der Zeugnisse über Goethes Verhältnis zur Universität in chronologischer Reihenfolge.

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3. Flur 18, Rr. 66 = 819 qm Grabgar- ten, daselbst, geschätzt 1474 Reichsmark,

werben, so ging bie Einfuhr im Fahre 1930 auf 13 000 Stück zurück. Also ist der Sinfuhrüber- schuß in wenigen Jahren um rund 107 Millionen Mark gesenkt worden. Dabei ist zu berücksich­tigen, daß heute gegen die Vorkriegszeit in Preußen ein Mehr an Pferden von rund 130000 Stuck vorhanden ist.

Vach dem Vorhergesagten erscheint es not­wendig, daß der Staat seiner Landespferdezucht weitgehendes Interesse entgegenbringt und sich nicht scheuen darf, für ihr Gedeihen Opfer zu bringen.

Hierbei ist erste Voraussetzung, daß der Staat den Züchtern Landbeschäler tn ausreichender Zahl und von bester Qualität zur Verfügung stellt. Die Landbeschäler der Provinz Hessen-Vassau sind im Landgestüt Dillenburg untergebracht. In der Provinz Hessen-Vassau ist durch Beschluß der zuständigen Organe das rheinisch-deutsche Kalt­blutpferd als Zuchtziel festgelegt. Daneben wird auch das Warmblutpferd der Oldenburger Rasse anerkannt. Von dem jetzigen Bestand des Land- aestütes Dillenburg gleich 124 Beschäler sind die­sen Zuchtrichtungen entsprechend 97 rheinisch- deutsche Kaltblüter und 27 Warmblüter (Olden­burger). Jedem Hengst des Gestütes sind im letz­ten Jahre durchschnittlich 53 Stuten zugesührt worden. Das ist ein sehr gutes Ergebnis.

Rachdem die Leitung der Preußischen Staats- gestütverwaltung Anfang Februar d. I. in Der-

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Dillenburg. 22. SepL Die Preußische Staatsgestütverwaltung kann in diesem ^apre auf ein zweihundertjähriges Bestehen zunick- blicken. Ihre Geburtsstätte liegt in Ostpreußen. Hier hat König Friedrich Wilhelm I. tm Jahre 1132 an der Stelle des jetzigen HauPtgestutes Drakehnen das erste Staatsgestüt mit 1100 Pfer­den errichtet. Aus diesem Anfang heraus hat sich die Staat-gestütverwaltung zu ihrem letzigen Be­stand von drei Hauptgestüten. 15 Lanbgestuten, einer Hengstauszuchtanstalt und »we» Hengst- prüfungsanstalten mit insgesamt 2136 Hengsten, 340 Mutterstuten und 1355 jungen Pferden ent­wickelt.

200 Jahre Gestütverwaltung bedeutet 200 Jahre Arbeit für die Pferdezucht, Dienst am Vaterlande. Förderung der Volkswirtschaft. Wel­cher volkswirtschaftliche Wert in der Pferdezucht eines Landes begründet ist, geht dar­aus hervor, daß allein im Lande Preußen 2 742 028 Pferde vorhanden sind, die einem Ge- somtwert von rund 2 Milliarden Mark entspre­chen. Mußten vor dem Kriege noch jährlich 150 000 Pferde zu einem Gesamtwert von 110 Millionen Mark aus dem Ausland eingeführt

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versteigert.

Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, Zur Einsicht ausgehängt.

Gießen, den 19. September 1932.

I.A. des Hess. Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsvorsteher.

Obstversteigerung.

Dienstag, den 27. September, vormittags 9K Uhr. wird bas Obst in den fiskalischen Obstgärten in Alten-Buseck (Aepfel, Bir­nen, Zwetschen) versteigerL _ .

Auskunft durch Herrn Förster 1. R- Müller in Alten-Buseck und das Forstamt.

Gießen, den 21. September 1932.

Hess. Fvrstamt Gießen-

Arbeifsvergebung.

Für die Feldbereinigungsgesellschast Rod- gen, Kreis Gießen, sollen folgende Liefe­rungen und Arbeiten unter Hinweis auf die Reichsverdingungsordnung vergeben werden: 6646D

Los 1: Lieferung von Zementröhren und

Stirnstücken von 30 bis 70 cm l. W.

Los 2: Brechen u. Aufsetzen von Steinen, etwa 600 cbm.

Los 3: Graben-, Rohroerlegungs-, Chaus- sierungs- u. Rauhpflasterarbeiten.

Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Amt, Frankfurter Straße 29, offen und es können Leistungs-Verzeich- nisse, soweit der Vorrat reicht, von uns und von der Bürgermeisterei Rödgen kostenlos bezogen werden. Lröffnungster- min Donnerstag, den 29. September 1932, vormittags 9 Uhr, auf der Bürgermeisterei Rödgen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Freie Auswahl bleibt vorbehallen.

Gießen, den 20. September 1932.

Hessisches Kulturbauamt.

gez. H. S t e i n b a ch , Regierungs-Baurat.

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