ihrer deutschen Lieder viel Beifall. Auch das
Buntes Allerlei
worden.
Berufung
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S - 40 verletzte, stbahnhos ereignete sich etwa 40 Reisende mehr erletzt wurden. Der szuführen, datz der -Ba« Einfahrt in den Dahn» fuhr. __
lehung au- rurde in die
Oer Rajah auf der Geigenjagd.
In der Tat gehen viele solcher antiquierten Instrumente noch Uebersee, wo jetzt auch Südafrikaner, Chinesen und Japaner in den Ring der Käufer dieser Gebiete eingetreten sind. So ist eine Paga- ni ni-Geige, aus der der Künstler kurz vor seinem Tode noch ein paar Bogenstriche machte, in London neulich für einen Preis von 6300 Psund Sterling nach Schanghai an einen Privatmann verkauft worden. Interessant ist, dah ein indischer Ra- jah, Kjardaman v. Pujnastansk, fast drei Jahre Jagd auf eine Geige von Bach machte, allerdings nicht des großen Johann Sebastian Bach, sondern seines unglücklichen Sohnes Friedemann. Der Rajah hatte eine Ucbersetzung des Buches „Friede- mann Bach" gelesen und dabei eine Fußnote gefunden, daß die Geige dieses Unglücklichen in Wien bei einer Privatsammlung zu finden fei. Er kam deswegen nach Wien, wo er aber fand, daß die Geige bereits ins Ausland verkauft war. Kjarda- man war selbst fast 20 Monate auf der Jagd durch 14 Länder, schließlich erstand er ausgerechnet in Kairo eine Geige, von der er selbst zum mindesten überzeugt ist, daß sie die Geige des Friedemann Dach sei. Sie kostete ihm etwas mehr als 90 000 Mark Anschaffungspreis und fast 200 000 Mark für die dreijährige Jagd zu Wasser und zu Lande.
puccinis Meifterinstrument.
Ein merkwürdiges Schicksal hat der Flügel gefunden, an dem Puccini seine Meisterwerke kom- panierte. Aus seinen Wunsch wurde der Meister nämlich in einem Gewölbe seiner Billa beigesetzt, und dieses Gewölbe wird auf der einen Seite durch den Flügel zum Teil als Wand abgeschlossen. So ist auch der Verstorbene für immer in der unmittelbaren Nähe seines geliebten Instruments, und kein noch so großer Geldbetrag der Erde kann diesen Flügel von seinem Platze wegbewcgen. Das Instru- ment wird alle vier Wochen genau ge- stimmt und durchgespielt, so daß der Stimmer in das Gewölbe gehen und dort seine Arbeit ver- richten muß. Man kann sich denken, daß eine Reihe von Beauftragten vor dieser Verrichtung im letzten Augenblick zurückkehrten, und es ist außerdem em eigenartiges Gefühl, wenn man den Flügel ergingen hört, der von der Grabstätte des großen Kom- ponisten aus in Töne versetzt wird.
Wo blieb das Klavier Ludwigs II.?
Wir wissen, daß der unglückliche König Ludwig II. von Bayern ein guter und phantasievoller Klaviervirtuose war, dessen Spielstärke besonders in der Melodramotisierung beruhte, ohne daß er aber eigentliche Kompositionen herausgcbracht hat.
Oer Flügel in der Gra-lammer
Berühmte Musikinstrumente und ihre Schicksale.
Don Or. Herbert Schmidt'Lambcrg.
jd$ Fotomontagen uni) Übeln, M MN einmal decke wn Metern W eschrn'ilen werden muhten, pe, Urwald und Sumps den bis diese Kette von ein 'M der SedM de und der glücklichen & lbmen oon KrokodilM», EL Nashörnern, §on 'ganten, Süffeln u" 'Verfolgung, von Hunger Ingeborenenftämmen u>ü)
Das ist nur einiges. '„ unb auf M »'*
strafen vrurteilt worden sind, haben Berufung eingelegt. Die Unterfchlagungsastäre Zwanzig wird daher nochmals vor der Strafkammer in L i m b u r g als Berufungsinstanz aufgerollt werden.
Wegen Beleidigung des Bürgermeisters verurteilt.
Mainz, 21.Aug. (WSN.) Der Landwirt Heinrich Weisel 11. aus Plonig, Ortsgruppenführer der NSDAP., hatte im März v. I. offenrlich behauptet, Bürgermeister Gaul j)on Planig, Mitglied der Zenlrumspartei, fei Separatist gern e f e n. Im Januar d.J wiederholte er diese Behauptung in einem Artikel der Rhemhessischen Volksblätter. Weisel hatte sich nun gestern vor dem Bezirksschöfsengerichl im Offizialverfahren wegen Beleidigung des Bürgermeisters zu verantworten. Einen Vergleich lehnte der Beschuldigte ab. Der Staatsanwalt beantragte 200 Mark Geldstrafe, da
Eine Sikbzigiahrige.
Mittwoch kann Frau Marie Fischer, wohnhaft Asterweg 9, ihren 70. Geburtstag feiern. Die Jubilarin ist geistig noch sehr regsam.
•• Schnellere Postbeförderung nach Starkenburg, Baden und Württemberg. Das Postamt schreibt uns: Born 22. August ab erhalten die für Starkenburg, Baden und Württemberg am späten Dormittag hier aufgelieferten Briefsendungen in der Beförderung cipen bedeutenden Vorsprung gegen bisher, wenn sie bis spätestens 12.45 Uhr beim Postamt 1 vor-
Fahrt zum Edersee. Der Edersee, der gewaltige Stausee im Waldecker Land, war am Sonntag wieder daS Ausflugziel einer Omnibusfahrt, die von dem Kraftverkehrsunternehmen E. Hoos (Annerod) veranstaltet war. Der Ausflug bedeutete für alle Teilnehmer wieder einen genußreichen Tag. Zu früher Stunde verlieh der Wagen unsere Stadt und fuhr rasch gegen Marburg zu. Aach abwechslungsreicher Fahrt über Berge und durch Täler wurde in Jesberg kurze Aast gehalten. Der Kurort Bad Wildungen wurde berührt und bald grüßte das klare Blau des Edersees, der sich friedlich eingebettet zwischen waldigen Hügeln breitete. Lieber dem Wasser lag herrlicher Sonnenschein. An den Ufern herrschte reges Leben. Die Paddler hatten ihre Zelte aus- geschlagen und ruderten auf den See hinaus. Die Schwimmer tummelten sich allenthalben in dem klaren Rah, das das Bad zu einem Genuß machte. Eine Motorbootfahrt führte sofort nach der Ankunft die Ausflügler zu den reizvollsten Punkten des Sees und im Anschluß daran strebte sofort ein Teil der Fahrtteilnehmer dem Strandbad zu. während andere nach Waldeck gingen. Die Burg Waldeck, die Perle des Edersees und der Landschaft, war und ist der Zielpunkt aller, die in dieses gottbegnadete Stück Erde kommen. Bon der alten Burg Waldeck aus bietet sich ein prächtiger Ausblick. 3m Tal liegt der See, Hügelketten schließen den Horizont, soweit das
mustergültige deutsche Lager stand im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Besondere Beachtung schenkte man einem großen deutschen ßefcAClt, In dem außer technischen Bildern, Photoalben und guten Büchern über Deutschland, täglich die wichtigsten deutschen Zeitungen aus- lagen. Während sogleich nach Schluß des Lager- die übrige deutsche Mannschaft wegen Schulbeginns abreifen mußte, blieben die Gießener noch eine Woche lang in Holland. Don Hilversum aus ging der Marsch an der Zuidersee entlang, zuletzt in Dichtung Enschede nach der deutschen Grenze. Unterwegs wurde nur im Zelt übernachtet: sehr oft waren die Gießener Pfadfinder Gäste der holländischen Gruppen, deren Städte auf dem Rückweg berührt wurden. Die Aufnahme war überall äußerst herzlich. Die Haltung und das Auftreten der Gießener Gruppe auf dem Rückmarsch fand auch in holländischen Zeitungen volle Anerkennung.
Taten wir ^ienctae, 23. Angust.
1831: der Feldmarschall Graf Aeithardt von Gneisenau in Posen gestorben. — 1866: Friede zu Prag zwischen Oesterreich und Preußen. — 1916: das deutsche Hanbelsunterseeboot „Deutschland" kehrt von der ersten Amerikafahrt zurück. — 1923: die Türkei ratifiziert den Friedensvertrag von Lausanne.
äußere Umstände hervorgerufen worden sei. Ein innerer Zwang habe nicht vorgelegen, sie habe sich nur in einer gewissen Zwangslage befunden, was als mildernder ilmftanö zu werten sei. Den Schuh des § 51 könne er ihr aber nicht zub.lligen. Der Sexualsorscher Dr. Abraham führte aus. daß sich Frau Einzmann ihres Zustandes nicht bewußt gewesen sei. Die Derant- Wörtlichkeit liege nicht in ihrer Person, sondern es seien die inneren Kräfte des Transvestitis- mus gewesen, die die Handlungen gezeitigt hätten. •
Dec Staatsanwalt beantragte für Frau Emz- mann eine Gesamtstrafe von 2 Monaten Gefängnis und eine Woche Haft. Das Gericht verurteilte die beiden Angeklagten zu j e einem Monat Gefängnis mit dreijähriger Bewährungsfrist wegen intellektueller Urkundenfälschung.
Unferfd)lagungen öffentlicherGelder im Oilttreis.
WSA. Dillenburg, 22. Aug. Bei der Gerne nockasse in der Ortschaft Hirschberg sind Der ch.u.igen des verantwort! chen Rechners fest- gestellt und zur Anzeige gebracht worden. — Ferner läuft ein Erm.ttlungsverfahren gegen den Rechner der Gerne ndekasse in Rodenroth. D.e Höhe der unterschlagenen Beträge steht noch nicht fest, beträgt aber einige Tausend Mark. — Bei der Gemeindekasse in Burg bei Herborn wurden bereits vor längerer Zeit iln- regclmäfoigle-tcn feftgefkUt; insbesondere hatte sich hier der Rechner eigenmächtig das Gehalt erhöht und die Beträge einfach der Kasse entnommen. — Dor einiger Zeit wurden bei der Gemeindelasse in Allendorf bei Haiger lln- regelmäßigle.ten sesigestellt, die in erster Linie auf die Unfähigkeit des Rechners zurückzuführen sind: der Rechner ist kürzlich verstorben, fo daß eine gerichtliche Sühne nicht mehr möglich ist- In diesem Falle konnte d.e Kreiskommunalkaffe aber durch erhaltene Sicherheiten einen Schaden abwenden. — Auch bei der Gemeindekasse in Manderbach hat sich der Rechner Unter- schlagungen zu Schulden kommen lassen. Wie im Falle Allendorf. so ist auch hier die Unfähigkeit ordnungsgemäß Rechnung zu führen, bic Ursache der Derfchlungen. — Die bei der Gemeindetasse in Roth aufgedeckten Unterschlagungen bedürfen noch der endgültigen Klärung. _ Schließlich wird sich in Kürze die Strafkammer in Limburg als Berufungsinstanz mit den langjährigen und umfangreichen Unterschlagungen bei der Gemeindekasse in Schon- b ach zu beschäftigen haben. Mithin sind im Dillkreis in der letzten Zeit sieben Falle von Unterschlagungen bei Geme.ndekassen bekannt ge-
Rührei mit Pilzen.
Professor Schwenninger, Bismarcks Leib- arzt, erzählte, er habe des öfteren mit dem Fürsten Bismarck im Sachsenwald Spaziergänge gemacht und ihn eines Tages, um ihm möglichst viel Be- wegung zu verschaffen von Pilzen mit Rührei zu erzählen begonnen. Obgleich dem Kanzler das Bücken recht beschwerlich war, begann er eifrig Pilze zu sammeln. Zuerst wurde der große Kalabreserhut des Arztes gefüllt, dann mußte auch Bismarcks stattliche Kürafsicrmütze daran glauben. Mit reicher Beute kehrte man im Försterhaus ein, wo die Pilze von der Frau Försterin in der Pfanne gebraten wurden. Ausnahmsweise erlaubte der strenge Arzt dazu zwei Glas Bier, da er durch diese List dem Fürsten soviel Bewegung verschafft hatte. Er wie- derholte den Trick noch öfters, aber bann durch- fchaute ihn Bismarck und ließ — die Pilze vom Förster fummeln unb ins Forsthaus bringen.
E.ne 353 Iahre alte Druckpresse.
Hoch oben im höchsten Stock eines Hauses des Städtchens Palma au* Majorca, gegenüber der spani'chen Küste, druckt die Familie Guasp. die für sch den Ruhm des ältesten Declagshauses der Welt in Ansp.uch nimmt, noch heute Bücher auf derselben wuchtigen Preise, die schon vor 353 Jahren dem Begründer der Firma gedient hat. Die ehrwürdige Maschine, dar aus mächtigen Dalken zu'ammengefügt ist. kann trotz ihres ftatt- 1 eben Al.ers noch vortreffliche Arbeit leisten. Doch hängt die Dorzüglichkeit ihrer Erzeugnisse ganz von der Stärke des Mannes ab, der sie bedient. Er muß seine Füße gegen ihre Seite
dem Bürgermeister eine aktive Betätigung bei beft Separatisten nicht nachgewiesen werben tonne^ Das Gericht verurteilte Weisel wegen zweier Beleibigun- gen zu 5 0 unb 2 50 Mark Geldstrafe und sprach die Veröffentlichung des Urteils in den Rheinhessischen Volksblättern Alzey und dem Oes- fentlichen Anzeiger in Kreuznach aus. Der Wahrheitsbeweis, daß Gaul Separatist gewesen sei, sei nicht als geführt erachtet. Das Gericht habe bei der Schwere der Beleidigung auf keine Gefängnisstrafe erkannt, weil der Beschuldigte sich in der Separatistenzeit als treuer unb nationalgesinnter Deutscher betätigt habe.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung)
Lin Zirkossreund. Der Zirkus Straßburger wird voraussichtlich Anfang September in Gießen gastieren.
w. eon. reche ^unbfunf'
5 §
>lfe «“f 'S Ä S-iSS von g WS von .Milden ^j|c ein ble'bcn-
im tlnterschlagungsprozeß Zwanzig.
WSN Dillenburg, 22. Aug. Der vom Erweiterten Schöffengericht Wetzlar am Freitag zu vier Jahren Zuchthaus, drei Jahren Ehrverlust und 1000 Mark Geldstrafe verurteilte frühere Oberrent- meifter Hermann Zwa n z i g. der zum Nachteil der staatlichen Kasse 2 00000 Mark unterschlagen hatte, legte gegen das Urteil Berufung ein. Auch die beiden Kaffengehisten, die wegen Begünstigung bzw. Beihilfe zu Gefängnis-
-16 mal ,Original"-Mozart Spinett.
Der bekannte Musikmäzen Friedrich Sch a Kinger in Wien erzählte einmal, daß ihm in feinem Leben nicht weniger als 16 verschiedene Spinette angeboten worden feien zum Kauf, jedesmal mit dem Hinweis, daß es sich in diesem Falle bestimmt um das Originalinstrument Mozarts handele. Dabei wurden recht hohe Preise verlangt, denn Schallinger sollte für die sechzehn Instrumente zusammen nicht weniger als 435 000 Mark bezah- len. Als er nach Ablehnung eines besonders eifrigen Händlers, der ihm sogar schon zwei verschiedene „Criginar-3nftrumcnte Mozarts verkaufen wollte, diesen fragte, was er nun mit feiner „Ware" gemacht habe, lächelte ihn dieser überlegen an und agte, daß er die Instrumente selbstverständlich an kunstbegeisterte Amerikaner zu einem Phantasiepreis abgegeben habe.
' Motorrad gegen Personenkraft- j wagen. Am Samstag gegen 18.30 Uhr ereignete sich in der Dteinstrahe ein Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer und einem Personenkraftwagen. Der Motorradler kam mit seiner Maschine aus einer Einfahrt heraus und hatte anscheinend das vorschriftsmäßige Signal des Auto- lenkers überhört. Durch die Geistesgegenwart beider Fahrer konnte jedoch ein größeres Unglück vermieden werden. Der Motorradfahrer fuhr gegen das Auto und überschlug sich, ohne jedoch größeren Schaden zu nehmen.
•• Aachtübung unseres Bataillons. In der kommenden Rächt gegen 0 Uhr marschiert unser Bataillon über Watzenborn—Grünin- gen-Eteinsurth (bei Bad-Rauheim) im F.iedens- marsch zu einer Uebung aus. In der Gegend von Ober- und Ricdermörlen beginnt dann die Hebung, die sich bis gegen 10 Uhr morgens (Mittwoch) ausdehnen wird. 3m Anschluß daran findet eine mehrstündige Rast statt, während der die Musikkapelle des Bataillons konzertieren wird. Die Mannschaften werden aus der Feldküche verpflegt. Rastplatz ist der Johannisberg un Westen von Bad-Rauheim. Dis etwa gegen 16 Uhr werden die Soldaten im Feldlager sein. Sodann marschiert das Bataillon über Bad-Rau- Heim und Butzbach nach Gießen zurück.
“ “ ’ ......... Am morgigen
hören könnte.
Zwöls 3ahre ging es gut Als verkleideter Mann befreundete sie sich mit Frau Müller. Die beiden ziehen zusammen und gelten in der Rach- barschaft als Ehepaar. Eines Tages wird Frau Müller von einem Kind entbunden und Frau Einzmann übernimmt vor dem Standesamt und dem Gericht die Daterschaft. Auch dies wäre gut gegangen — irgendein Derrnögensvorteil wurde damit nicht erstrebt —, wenn nicht Frau Einzmann sich in ihrem männlichen Berus eine a n s i ch geringfügige Handverl^"" gezogen hätte. Frau Einzmann wurde in Männerabteilung des Städtischen Krankenhauses gebracht. Bei einer allgemeinen ärztlichen Untersuchung entpuppte sich der Arbeiter Einzmann als eine Frau. Wegen der falschen Eintragungen im Standesamtsregister erhob die Staatsanwaltschaft gegen Frau Einzmann und gegen Frau Müller Anklage wegen Urkundenfälschung.
Was Frau Einzmann getrieben hat. nach der Entbindung der Frau Müller die Rolle des Daters zu übernehmen, wird das Geheimnis der beiden Angeklagten bleiben. Das Gericht hatte nur zu klären, ob Frau Einzmann unter einem unwiderstehlichen Zwang gehandelt hat und ihr d.r § 51 zuzubilligen sei. Die Meinung der Sachverständigen ging, wie meist immer, auseinander. Der gerichtliche Sachverständige Obermedizinalrat Dr. Wagner vertrat die Auffassung, daß es sich bei Frau Einzmann nur um einen Transvestitismus handele, der durch
Raff,, h.
AU 'ÄÄ11 ”6 iS M r nus hnc °°n ®°rlib und in (UrE* 9'°^ ejöen IaSn 3»it bie Q'^rt&biVuf wurden ÖOn &oei rschlng^ '7 em= hwere, roenn E M '°rgiftung°7 ' nnbetannt 'et Sa Li*'S »irb bu'd>
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3- Mol und rilonkur bl pjig-Moäau stürzte das °'7uerStriäwarensirma den Doden geriet die »er Pilot Lader und >e noch nicht bekannt ist, 'Mandant ermordet sird gemeldet: In Ronf. inbant des ©enbarmeri- er im Hause der Fracht« ausgabe eines Revolver; ' während der Nacht her« N mit drei Schuf« . Der Oenbarmerietom- rz darauf im Epital in ’r ein starker Alkoholiker it in einen nahegelegenen h.
mgarischen Gemeinde, jchaft (laszapo ist eine ie feftgefldlt worden, sind bisher drei töd«
ing verwoifen.
Hof hat die von Paul itbci beS Präsidenten , Doumer, gegen das Berufung verwor«
DaS Bef inden des Motorradfahrers Wachsmuth, ter nach lern schweren Unfall am Sonntag durch die hiesige Freiwillige Sanitätskolonne in die Eh.rurgisch? Klinik inqclicfcrt werden mußte, hat sich leicht gebessert. Dem bedauernswerten jungen Manne wurde nunmehr das schwerverletzte D.in amputiert.
pressen, dann einen mächtigen Hebel mit dem Ausgebot aller seiner Kräfte ziehen — und ein gewaltiger Block senkt sich langsam herab auf die Typen. Die Tradition des Hauses Guasp reicht von den Zeiten der Holztypen und Holzschnitte bis zu dem Schnelltempo unserer Tage, das durch Typen- setzmasch.nen und RotationSpressen charakterisiert wird. Denn seit der Gründung deS Derlags- hauseS stand immer ein Glied der Familie Guasp an der Spitze der Firma, die sich in direkter männlicher Linie forterbte. 3m 3ahre 1579, als Gabriel Guasp die Schwenkung vom Buchhandel zum Derlagshause vollzog, stand Spanien aus dem Gipfel seiner Weltherrschaft. Damals du.chbrausten religiöse Stürme das Land, und es waren daher theologische Bücher, die als die ersten Erzeugnisse aus feiner Presse hervorgingen.
Ein deutsches Marne-Drama.
Unter dem Titel .Die Mar ne sch lacht" vollendete P. Joseph Cremers im Zusammenhang mit einer kritischen Quellendarstellung von Karl Barth, das erste deutsche Dühnenwark über die Tragödie an der Marne. 3m Mittelpunkt des vierartigen Stückes stehen die Dorgänge im Luxemburger Hauptquartier, die zur folgenschweren Entsendung des Oberstleutnants H ent sch und zum Warnerückzug führten, sowie die dramatischen Szenen in Paris vor der Regierungssluchl nach Bordeaux. PersönliLk.iten unserer Zeitgeschichte wie Moltke, Kluck, Bulow, Hentsch, Wilhelm II., Iosfre, Poincare Dnand und Clemenceau sind Träger der führenden Rollen.
Sein ßtcblingsinftrumcnt war ein altes, italienisches Instrument, bas er noch am Abend vor feinem lobe spielte. Unb es war sonderbar, daß der Resonanzboden dieses Instruments am selben Abend, als der Kania gestorben war, vollkommen zerplatzte, so daß das Instrument nicht mehr brauchbar war. Noch merkwürdiger berührt es, baß aus bem verlassenen Schlosse gerate bie,es Instrument eines Tages g e st o h l e n wurde Niemand hatte den Diebstahl beobachtet, niemand konnte auch nur entfernt angeben, wer etwa an diesem Instrument Interesse hatte haben können, da es doch durch bie Be schädigung ziemlich wertlos geworben war. Erst als sich Freunbe des Toten daran erinnerten, wie merk- würdig doch das Zusammentreffen der Zerstörung des Instrumentes mit bem Tode bes Königs eigentlich gewesen war, sanden sich zahlreiche Interessenten, die gerne erfahren wollten, wo das Instrument geblieben war. Obwohl oon der königlichen fjaniilic niemand an den Nachforschungen sich beteiligt, wurde bald ganz Europa und später die halbe Welt abgesucht nach dem alten, spielunfähigen Klavier, das sich im übrigen niemals wieder gefunden hat.
Der CRaub der Stradivari.
Aus einer Sammlung in die andere ging eine Stradivari- Geige aus dem Jahre 17«2, an der eine besondere Leimung und Zusammensügiing von Boden und Geigendeckel zum ersten Male ausprobiert worden war. Diese Geige wurde von einem Kunsthändler Antonini aus Milano gestohlen, der dabei einen ähnlichen Trick anwendete, wie der Dieb der „Mona-Lisa" im Pariser Louvre. Er er- schien in der Tracht eines Zimmermannes unb gab an, in der Wohnung der Estralla Stradivari, die diese Geias besah, Ausbesserungen vornehmen zu müssen. Kurz darauf war er mit dem kostbaren Fund unbeobachtet verschwunden. Als bie Polizei ihn verhaftete, saß er gerade vor einer Sam m lung von etwa 80 Geigen, Gitarren, Bratschen usw., die alle in der Geschichte der alten, italienischen Instrumente eine gewisse Rolle gespielt hatten. Antonini hatte fast 320 000 Goldlire, die er von seinem wohlhabenden Vater geerbt hatte, für feine Leidenschaft als Instrumentensammler aufgewendet, und da er jetzt kein Geld mehr besah, um bie Instrumente kaufen zu können, so stahl er sie einfach unter Anwenbung aller möglichen Tricks.
Die Glücksgeige des Blinden.
Es muh auch baran erinnert werben, bah die Zweitälteste A m a t i • Geige in einem Pariser Vorort bei einem blinben Geigenspieler gefunben würbe, ber bamit von Hof au Hof zog unb durch Geigenspiel und dünnen Gesang sein Brot zu erwerben versuchte. Er hatte bie Geige von einem jungen Musikanten aus bem Kasfeehaus für billiges Gelb erworben, unb er war ber einige, ber im Lause von fast 200 Jahren dahinter kam, daß es mit diesem Instrument etwas Besonderes auf sich haben mühte. Einem bekannten Kunsthändler vertraute er sich an; und ber Erfolg war, bah er eine Stunbe fpater um fast 1 00000 Goldfranken reicher den Laden des Kunsthändlers versteh. Das feine Ohr des Blinben hatte bas Erkenntnisvermögen vieler Musiker übertroffen, die nach dem Aus- tauchen biefer Amati Geige biefe schon gespielt und besessen hatten. Es setzte natürlich alsbald eine Hoch flut oon Angeboten alter Geigen in ganz Europa ein; denn bas merkwürbige Schicksal berühmter Instrumente regt fast stets bie Besitzer von alten Instrumenten an, ihrem Eigentum irgcnbeine Geschichte anzudichten.
Aus der provinzialhaupGadt. I %£ ÄS X4
23.^,. 1931 wÄ’5 L «£
tHiekiener Dsadünder in Holland. SU müssen, machte man sich wieder auf den
löicpener Fiavnnver » I W u Weg zur Motorboot-Haltestelle, führ zur Sperr-
Dom Horst Gießen deS Deutschen Psaofmoer- mauer und von dort mit dem Omnibus zurück.
Kunde» wird unS berichtet: . Zwei Stunden Aufenthalt in Bad Wildungen
Born 2. bis 12. August wurde in Holland in die Ausflügler noch viel Interessante-
der Rähe vorn Haag ein große« ^aUonallager ^hen. Don vielen Eindrücken tief befriedigt, der holländischen Pfadsinder veranstaltet, zu Dem schrie man (die Rächt war inzwischen schon her- auch eine deutsche Abordnung entsandt wurde. I eingebrochen) nach Gießen zurück.
Dom Horst Gießen des Deutschen 1
Pfadfinderbundes waren bei der 35Mann I
zählenden deutschen Mannschaft 14 Pfadfinder BaUMgatteN begnadigt.
beteiligt. WSN. Darmstadt, 22. Aug. Der wegen Er-
Das Rationallager wurde vom Prinzge- mordung seiner Ehefrau vom Schwur-
mahl der Riederlande eröffnet. Bei der gericht in Darmstadt zum Tode verurteilte Fritz Besichtigung des deutschen Lagers ließ sich der Baumgarten aus Sprendlingen ist vom hessi- Prinzgemahl ein deutsche- Lied Vorsingen und schen Gesamtministerium zu lebensläng- hielt sich kurze Zeit im deutschen Lager auf. I sicher Zuchthaus st rase begnadigt worden. Am Ende de- Laaer- stattete auch der englische nrniff£1
Lord Daden-Powell of Gilwe11, das rozep
internationale Oberhaupt der ausländischen Pfad- gegen die $rOU M MäNNerkleidUNg.
rt4 DonCrafcÄengUntö^ ietett’etkc llrtunt>CTfälfd>ung ftatt. Ser irojefi
r* du\Ct^en'• ^^rall, wo die deutsche Mann« glaubte in Mannskleidern leichter schast sich zeigte, so auch im Haag, m Amsterdam, ”. n „a „k Ä „ & . , , <t f.nben Sie xon
SollertQin. Seift ufto.. erntet« li« t>ie '2Irt Anzüge th?ei gemiedenen Menne« an iS I ging auf MitMe. Sie fand na»,inant>er -Be- fchästigung als Rachtwachter, Metallarbeiter, Bauarbeiter und Portier. Ihre Arbeitgeber sanden keinen Grund zur Klage, niemand wäre auf den Gedanken gekommen, daß der rüstig schaffende Arbeiter dem zarten Geschlecht ange-


