Oberheffen.
BoranschlagSberaiung in Alsfeld.
H Alsfeld, 21. Mai. Sn der jüngsten Stadtvorstandssihung gelangte der Doranschkag der Stadt-, Hofpit al- und Armenkasse für das Rechnungsjahr 1 932 zur Vorlage. Der Voranschlag schließt für den Betrieb mit 526 644 Mk. in Einnahme und Ausgabe, gegen 568 939 Mk. im Vorjahre ab. Der Vorsitzende gab hierzu eine nähere Erläuterung. Das Bild des Voranschlages 1932 gegenüber 1931 habe sich grundlegend verändert. Snfolge der Auswirkungen der verschiedenen Rotverordnungen sei wohl auf manchen Gebieten eine Senkung der Ausgaben zu verzeichnen, indessen sei eine finanzielle Entlastung dadurch nicht eingetreten, weil demgegenüber die Wohlfahrtslasten in geradezu erdrückender Weise gestiegen seien, ins besondere hinsichtlich derWohlsahrtserwerbslosen. Wenn hier nicht alsbald vom Reiche eine Aende- rung hinsichtlich der Kostentragung vorgenommen würde, gingen die deutschen Kommunen einer finanziellen Katastrophe entgegen. Der städtische Voranschlag 1932 weist gegenüber dem Vorjahr einen Fehlbetrag von 36500 Mk. auf, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß angesichts der schwierigen Gestaltung des Voranschlages von 'der Einsetzung der planmäßigen Schuldentilgung in Höhe von 20 800 Mk. Abstand genommen wer- den muhte. Bei Einstellung dieses Betrages würde sich ein Fehlbetrag von insgesamt 57 000 Mark ergeben. Der Fehlbetrag von 36 500 Mk. soll gedeckt werden mit 20 000 Mk. durch Er- höhungderBürgersteuerauf300 v. H. und mit 16 500 Mk. durch Wiedererhebung des laut Rotverordnung zu senkenden Betrages an Grund- und Gewerbesteuer nach den Steuersätzen des Landesdurchschnittes, soweit erforderlich. Die einzelnen Auswirkungen können erst nach Dor- liegen der Steuerwerke für das Rj. 1932 fest- gestellt werden.
Don der bürgerlichen Fraktion der Rechten v-urde der Antrag gestellt, die 'Beratung des Doranschlages zurückzustellen, bis die neuen Steuerausschlagsähe festgestellt werden könnten. Der Dorsihende widersprach dem Antrag nachdrücklich. Rach längerer Aussprache wurde in die Einzelberatung eingetreten, die nur unerhebliche Abänderungen gegenüber dem voigelegten Doranschlag ergab. Die vorgesehene Erhöhung der Bürger steuer auf 300 v. H. wurde mit elf gegen neun Stimmen genehmigt. Der Umlagenbedarf für das Rechnungsjahr 1932 wurde auf 126 000 Mk. mit zehn gegen acht Stimmen festgesetzt und der Doranschlag in dieser Form angenommen.
Der Voranschlag der Hospital- und Armenkasse wurde ohne Aussprache genehmigt.
SängerbundHüitenberg-Gchiffenberg.
* Großen-Linden, 22. Mai. Das Bundessingen des Sängerbundes „Hütte n b e r g - Sch i f f e n b e r g", der 13 Gesangvereine aus den im ehemaligen Amt Hüttenberg und aus den am Fuße des Schiffenbergs gelegenen Ortschaften in sich vereinigt, findet am 26. Suni in Großen-Linden statt. Jeder Verein singt den Chor „Mailied" (ein Gedicht von Goethe, komponiert von ©ort) als Pflichtchor und ein Lied nach freier Wahl. Dem Singen, das um 13 Uhr beginnt, geht eine Sängerkundgebung auf einem öffentlichen Platz Grohen-Lindens voraus, wobei das „Mailied" von Gorr und „Mein Deutschland" von Mangold im Massenchor zum Vortrag kommen. Hierbei werden ettoa 150 Sänger mitwirken. Der Sängerbund „Hüttenberg- Schisfenberg" ist Mitglied des Deutschen und des Hessisc^rn Sängerbundes.
Landkreis Gietzen.
£ Wieseck, 23. Mai. Unser Mitbürger Zigarrenfabrikant Heinrich Bier au II. vollendet heute in voller geistiger und körperlicher Frische sein 7 5- Lebensjahr. Der Jubilar entstammt einer alten Zigarrenmacherfamilie. Sein Vater war bereits Werkmeister in einer Zigarrenfabrik. Heinrich Bierau, der früher als Werkmeister in Gießen tätig war, betrieb seit 1905 eine kleine Zigarrenfabrik. Rachdem sein Sohn Ernst Bierau im Sabre 1923 mit in die Firma eintrat, nahm das Geschäft einen sehr guten Aufschwung und ist heute eines der größten am Platze. Die Firma Bierau ist weit über die Grenzen unserer Heimat-, gemeinde hinaus bekannt.
" Wiese ck. 22. Mai. Den Auftakt zur diesjährigen Bezirkstagung in Büdingen bildete das von der Babelsbergers chen Steno- graphen-Dereinigung und Damen- Abteilung abgehaltene Vereinswett- schreiben in Reichskurzschrift. Die Beteiligung und das Ergebnis zeigten, daß das Sntereffe für diese Kunst unter den Mitgliedern
stets wachgehalten und gefördert wird. Don den Wettschreibteilnehmern konnten folgende mit Preisen ausgezeichnet werden: Abteilung 100 Silben: Karl Peppler 1. und Ehrenpreis; Abteilung 120 Silben: Lina Vötz, 1. Preis, Anni Kolb. Elfriede Kaiser, je 3. Preise; Abteilung 140 Silben: Emmy Schäfer. Frieda Döringer, je l.Pr., Friedrich Hildebrand, 2. Preis, Henny Schür- meyer, 3. Preis.
Kreis Lauterbach.
• Lauterbach, 22. Mai. Sn der Rächt zum Samstag brach in Ra dmühl (Kreis Lauterbach) in dem Grundstück des Landwirts und Schmiedemeisters Heinrich Firnges I. Feuer aus, dem das Wohnhaus, die Scheune und die Stallungen, sowie 25 Hühner zum Opfer fielen. Die von dem Gehöft etwas abseits stehende Schmiede blieb unversehrt. Wodurch das Feuer entstanden ist, steht bisher noch nicht fest. Der Schaden ist erheblich.
Preußen.
Kein Konflikt mit der Kreisverwaltung.
Zu dem Bericht aus Hörnsheim (Gieß. Anz. Nr. 116 vom 20. Mai) über einen Konflikt zwischen dem dortigen Wohlfahrtsausschuß und der Kreisoer- waltung wird uns von dem Vorsitzenden des Wetz
larer Kreisausschusses, Landrat M i ß (Wetzlar), mitgeteilt, daß jene Notiz aus Hörnsheim unrichtig ist. „Wohl haben" — so heißt es in der Zuschrift des Landrats — „einzelne Mitglieder des Ortswohlfahrtsausschusses Hörnsheim ihre Aemter niedergelegt. Ob das nur darauf zurückzuführen ist, daß das Kreiswohlfahrtsamt bei der Beurteilung einzelner Unterstützungsfälle von der Stellungnahme des Ortswohlfahrtsöusschusfes, der übrigens nur beratend zu den Anträgen Stellung nimmt, abgewichen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ebenso ist mir nichts davon bekannt, daß die einzelnen Mitglieder die Aemter niedergelegt haben, weil die Vertraulichkeit nicht gewahrt sei. Unwahr ist die Behauptung, daß die auf Aufforderung der Kreisver- waltung von dem Gemeindevorsteher benannten neuen Mitglieder von der Kreisverwaltuna abgelehnt worden seien. Wahr ist, daß eine solche Vorschlagsliste bisher gar nicht bei der Kreisverwaltung eingereicht worden ist. Damit entfallen alle weiteren Schlußfolgerungen, besonders die, daß eine Besetzung nach politischen Richtlinien beabsichtigt sei!" (Wir haben den Einsender des Berichts aus Hörnsheim um Aufklärung ersucht, möchten aber doch schon heute der vorstehenden Richtigstellung Raum geben, zumal wir auch von anderer Seite hörten, daß die in Betracht kommende Vorschlagsliste bisher über die zuständige Bürgermeisterei noch gar nicht hinausgekommen ist. D. Red.)
Wirtschaft.
Oie Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen Aassau.
Jaft völliger Stillstand.
WSR. Frankfurt a. M, 22. Mai. Lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Rassou berichtet das Landesarbeitsamt Hessen in Frankfurt a. M.: Die Belebung des Arbeitsmarktes, die Mitte Februar eingesetzt hat, ist am 15. Mai fast völlig zum Stillstand gekommen, weil auch die Saison-Außenberufe, von denen gewöhnlich der Antrieb zu einer allgemeinen Entlastung auszugehen pflegt, nicht mehr in der Lage gewesen sind, eine größere Anzahl Arbeitskräfte, aufzunehmen; die Gruppe Landwirtschaft und die Angelernten haben überhaupt keine, die Sndustrie der Steine und Erden nur 500 und das Baugewerbe rund 800 Abgänge aufzuweisen. Sm ganzen ist die Zahl der Arbeitsuchenden um 2285 — 0,7 v. H. a us 3266 1 8 gefallen. Bei fünf von den 18 Arbeitsämtern im Bezirk des Landesarbeitsamtes Hessen hat die Arbeitslosigkeit bereits wieder zugenommen. Daß die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die Gesamtlagc in diesem Sahr gaiu erheblich ungünstiger ist als im Dorjahr, zeigt die folgende Gegenüberstellung: Zahl der Arbeitsuchenden am 15. Februar 1932 (Höchststand) 350 966 (Dorjahr 314 037), am 15. Mai 1932 326 618 (Vorjahr 261 655), Abnahme 24 348 (52 382). Die Zahl der Hauptunterstüt- zungsempsänger in der Arbeitslosenversicherung ist in der ersten Maihälfte von 62 912 auf 47 400, also um 5512 zurückgegangen. Die Hauptunterstützungsempfänger in der Krisenfürsorge haben sich um 2194, von 91 888 auf 89 694 vermindert. Die Zahl der im freiwilligen Arbeitsdienst Beschäftigten hat sich von Anfang bis Ende April mehr als verdoppelt, sie ist von 2391 auf 5659 gestiegen. Sn der letzten Aprilwoche ifte an 11 105 Personen Kurzarbeiterunterstützung gezahlt worden (im März an 11 993).
* Landesgenossenschaftsbank c. G. m. b. Sy, D a r m st a d t. Sm Geschäftsjahr 1931 erzielte die Dank aus dem regelmäßigen Verkehr einen Gewinn von 152 555 Mark, der den des Vorjahres um eine Kleinigkeit übersteigt. Dieses befriedigende Ergebnis ist jedoch durch den Kurssturz der Deutschen Reichsanleihe-Ablösungsschuld mit Auslosungsscheinen, aus denen der Wertpapierbestand der Gesellschaft fast ausschließlich besteht, um 123 358 Mark geschmälert worden, so daß nur 29 197 Mark als Reingewinn verbleiben. Am 31. Dezember 1931 waren der Dank 462 Mitglieder mit 2,51 Millionen Mark Geschäftsguthaben und einer Gesamthaftsumme von 16,74 Mill. Mark angeschlossen. Die Geschäftsguthaben sind um 6000 Mark und die Haftsumme um 40 000 Mark gestiegen. Der Sahresurnsah belief sich auf 770 621 000 Mark, an Guthaben^ in laufender Rechnung und an Einlagen auf Termingeldkonto weist die Bilanz 2,38 Mill. Mk. aus. Sn laufender Rechnung sind 8,69 Mill. Mark ausgeliehen, wozu Forderungen aus weitergegebenen Wechseln von 7,31 Mill. Mark kommen. Der Wechselbestand betrug 0,79 Mill. Mark; auf der Passivseite der Bilanz erscheinen Schulden an Banken mit 5,91 Millionen Mark. Die flüssigen Mittel der Bank stellten sich am Sahresschluß auf 1,63 Mill. Mark
und haben im Laufe des neuen Geschäftsjahres eine weitere Steigerung erfahren. Die Unkosten konnten gegen das Sahr 1929 um 27,4 Proz. auf 112 000 Mark gesenkt werden. Die Generalversammlung der Dank genehmigte den Abschluß gegen drei Stimmen und beschloß, den Reingewinn den Reserven zuzuweisen.
* Odenwälder H a r t st e i n i n d u st r i e AG-, Darmstadt. Die Generalversammlung der Odenwälder Hartsteinindustrie AG., Darmstadt, genehmigte den Abschluß für 1931 und beschloß die Verteilung von wieder 5 Prozent Dividende auf die Stammaktien und wieder 6 Prozent auf die Dorzugsaktien aus dem erzielten Reingewinn von 76 848 Mk.
'DieSndexziffer derGrohhandels- preise. Die vom Statistischen Reichsamt errechnete Großhandelsindexziffer für den 18. Mai ist mit 97,3 gegenüber der Dorwoche um 0.4 Prozent gesunken. Die Sndexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 94,0 (minus 0,8 Prozent), Kolonialwaren 86,6 (minus 0,5 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,7 (minus 0,3 Prozent) und industrielle Fertigwaren 118,5 (minus 0.4 Prozent). Produktionsmittel 118,4 (minus 0,4 Prozent), Konfumgüter 118,5 (minus 0,4 Prozent).
Schwächere Stimmung in Berlin.
Berlin, 23. Mai. (WTB. Funkspruch.) Zu Beginn der neuen Woche herrschte s ch w ä ch e r e Stimmung. Die teilweise recht spät festgestellten Anfangskurse liehen erkennen, daß wieder nahezu überall stärkeres Angebot Vorgelegen hat, denn Abschwächungen, teilweise recht empfindlicher 2lrt, bildeten die Regel. Daneben hat sich die politische Llnsicherheit eher noch verstärkt. Morgen dürften die Verhandlungen im preußischen Landtag in vollem Umfange einsetzen, außerdem verlautete von Schwierigkeiten im Reichskabinett wegen des Finanzministeriums. Die finanzielle Lage Oesterreichs wurde im Zusammenhang mit der unnachgiebigen Haltung Frankreichs ungünstig beurteilt. Die Derlustc betrugen im allgemeinen 1 bis 2 Proz., Farben, Chadeaktien, Licht & Kraft. Schubert & Salzer und Schief. B-Gas büßten etwa 3 Proz. ein. Dt. Linoleum, sowie Zellstoffverein erschienen sogar mit Minus-Minus-Zeichen. Sm Verlause ergaben sich bei anhaltend kleinem Geschäft weiter Rück- g ä n g e bis zu 1 Proz., vereinzelt bis zu 2 Proz. Das Publikum beteiligte sich nur sehr wenig am Geschäft, und man rechnet mit einem schwächeren Kassamarkt.
Deutsche Anleihen lagen auffallend schwach, Altbesitz büßten 1,15 Proz. ein, Reubesitz nach anfänglicher Minus-Minus-Rotiz 0,30 Prozent. Am Pfandbriefmarkt herrschte gleichfalls schwächere Stimmung, die Kursrückgänge betrugen hier bis zu 1 Proz. Auch Reichsschuldbuchforderungen und Reichsbahnvorzugsaktien lagen empfindlicher abgeschwächt. Don Ausländem waren Bosnier fester, während 4,5 prozentige Ungarische Staatsrente von 1913, Lissabonner Stadtanleihe, sowie Anatolier im Kurse nachgaben.
Am Geldmarkt zeigten sich schon die ersten Dersteifungserscheinungen des Ultimos. Tagesgeld lag in der unteren Grenze auf 5,25 Prozent und war nur noch vereinzelt mit 5,15 Proz. er
hältlich. Monatsgeld blieb mit 6 bis 8 Proz. nom. unverändert.
Frankfurt schwach.
Frankfurt a. M., 23. Mai. (WTB. Drahtmeldung.) Auch zu Beginn der neuen Woche setzte sich die Abwärtsbewegung an d er Effektenbörse fort. Es lag cmeüt größeres Angebot in einigen Spezialwcrten vor, denen überhaupt keine Aufnahmeneigung gegenüber- stand. Rach wie vor wirkte die ungeklärte innenpolitische Lage verstimmend, ebenso wie die neue Steuer Notverordnung noch ungünstige Aufnahme fand. Dor allem dürsten weitere Liquidationen aus alten Terminengagements vorgenommen worden sein, so daß gegen den Wochenschluß überwiegend Kursverluste bis zu 2 v. H. zu verzeichnen waren. Die Llmsahtätigkect hielt sich in sehr engen Grenzen, zumal das Publikum heute Vorkommen fehlte. Ausgesprochen schwach tendierten SG., die zur ersten Rotiz 2 v. H. und später rasch weitere 2 v. H. verloren. Die Rebenwerte des Chemiemarktes, wie Scheideanstalt, Deutsche Erdöl und Rütgerswerke, büßten bis'.zu 2 v. H. ein. Erheblicher Kursdruck bestand auch am . Elektromarkt, wo Licht & Kraft 3,5 v. Sy, Siemens und andere Werte etwa 2,5 v. H. nachgaben. AEG. blieben relativ gut gehalten. Recht shwach -Ingen auch Montanaktien, von denen besonders Gelsenkirchen, Klöcknerwerke und Rheinstahl mit minus 1,75 bis 2,5 n. Sy angeboten waren. Bei Stohl- verein, die 1,5 v. H. nachgaben, ist der Derlust infolge des niedrigen Kursstandes (14,25 v. H.) verhältnismäßig noch größer. Die Kaliwerte gingen bis zu 2 v. Sy zurück, auch Reichsbank lagen mit minus 1,5 v. H. matt. Don lokalen Papieren' büßten Holzmann 1,25 v. H. ein. Rorddeutscher Lloyd war mit 11 unverändert, Hapag gaben um Bruchteile eines Prozentes nach.
Die Werte am Rentenmarkt waren gleichfalls schwach. Deutsche Anleihen gaben zunächst etwa 0,5 v. Sy nach und gingen später weitere 0,5 v. H. zurück. Reichsschuldbuchforderungen waren mit 50,5 v. Sy nur wenig verändert. Gold» und Liquidationspfandbriefe verloren 0,5 v. H, auch Kommunalobligationen waren angeboten.
Da auch im Verläufe keine Rachfrage von feiten des Publikums zu bemerken war, bröckelten die 'Kurse weiter etwas ab. Erst später schritten die Großbanken zu Ile n^n Snteroentioncn, doch konnte sich das Kursniveau nur unwesentlich bessern. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 v. Sy unverändert.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 23. Mai. Die Frankfurter Getreidebörse verkehrte zum Wochenbeginn in sehr st i 11 e r Haltung. Die Umsatztätigkeit beschränkte sich auf den laufenden Tagesbedarf. Das Angebot in Brotgetreide hat eine stärkere Zufuhr zu verzeichnen. Am Mehlmarkt hat das Geschäft einige Belebung erfahren, obwohl die Preise um 0,25 Mark ermäßigt wurden. Futterartikel lagen weiter etwas schwächer. Es notierten: Weizen 284 bis 282,50 Mark, Roggen 225, Sommergerste für Brauzwecke 200 bis 205, Hafer (inländischer) 172,50 bis 177,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschweizen) 39,75 bis 40,75, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austauschweizen) 39,75 bis 40,50, Roggenmehl (70 v. H.) 28 bis 29,75, Weizenkleie 10,25 bis 10, Roggenkleie 10,25, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 26 bis 35, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 24 bis 52, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 4,75 bis 5, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 5, Weizen- und Roggenstroh (gebündelt) 5, Treber (getrocknet) 11,50, Fndustriekartosfeln hiesiger Gegend per 50 kg 2,90 Mark. — Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtvichmarkt.
Frankfurt a. M., 23. Mai. Auftrieb. 1242 Rinder, darunter 261 Ochsen, 123 Bullen, 478 Kühe, 348 Färsen, ferner 698 Kälber, 28 Schafe, 4275 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen; vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 32 bis 35 Mk., (ältere) 27 bis 31, sonstige vollfleischige (jüngere) 23 bis 26; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 28 bis 31, sonstige voll- fleischige oder ausgemästete 22 bis 27; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 27, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 22 bis 24, fleischige 18 bis 21; Färsen (Kalbinnen, Sungrinber): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 32 bis 36, vollfleischige 27 bis 31, fleischige 23 bis 26. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 40 bis 42. mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 39. geringe Kälber 28 bis 34. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 37 bis 40. von etwa 160 bis 200 Pfund 35 bis 39, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 31 bis 37 Mk. Marktverkauf: Rinder ruhig, Lleberstand. Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Schweine ruhig, ausverkauft.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
Franksun a. JJl.
Berlin
Äianifurt a. M.
Berlin
Frankfurt o. OT.
Berlin
Schluß« l»llhr» kurs 1 Äurt
Schluß. । fur4 |
Ansang, flure
Schluß»! t»llhr»
Iur4 Kure
Schluß»! Anfang» lur^ 1 Kurs
Echluß» furd
l»ilhr» Kurs
Schluß»! kuret |
Anfang- Kurs
Dalum
21.5 ।
23-5.
21.5.
23-5.
Datum
21.5.
23.5.
21.5.
23.5.
Datum
21.5.
23.5.
21.5.
23.5.
6% Deutsche Retchsanlcche v.iS2'< 7% Deutsche ReichSanlcihe B.1929 6'/.% Doung-Anleibe von 1930 .
Deutsche Anl.-Ablöf.»Schuld mtl
Ausloi.-Rechten..... .
DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .
8% Heb. Bolksstaat tym 1929
(tüdjatjlb. 102%)......
Oberheiien Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten.......
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1.......
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse 15 unkündbar bis 1935 ....
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar 6i3 1936 Serie 16 .
d'/2% Franks. Hyp.-Bank Liqu.- Psandbriefe.........
4’/2% Manische Hyp.-Bank.Liyu.
Goldpse...........
8% Pr. LandeLpfandbriesanstalt, Psandbrtese R. 19......
1% Pr. Landespsandbriesanstalt, Psandbriese R. 10
4% Oesterrctchtsche Goldrente . . 4,20% Lcsterceichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente . . . .
4% Ungarische Siaatsrente v. 1910 4'/r% beogl. von 1913 . . .
5% abgell. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagoadbohn-Anttzjhr
Serie I - •
4% deSgl. Serie II......
5% Rumän. vercinh. Rente v. 1903 4i4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente
1 yA% I. Anatolier . . •
54.5
64,65 54
40,4 3,1
37,13
73,5
72,75
78, 75
77
73
0,9
5,25
2,25
2,2
2,2
,7s
3.55
14.9
| | | | | | I I I 1 I 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1
11 54,5
40.13 3,1
37,9
72,5
5 5,13
5,1 5,3
2,3 2,2
8 3,75
15
III «j । । । । । । । । । ]];■’!«« «<n | | |
Hamburg-Amerika Pale, . . . t
Hamburg-Südam. Dampsschiss. o
Hansa Dampsschiss .....o
Norddeutscher Lloyd.....6
A.G. für Verkehrswesen Akt. . .
Berliner Handelsgesellschast . 8
Commerz, und Privat-Bank. 7
Darmstädter und Nationalbank 8
Deutsche Bank und
DiSconto-Gefellfchast... 6
Dresdner Bank...... 6
Reichsbank .......12
A.E.G............7
Bergmann.........9
Elektr. Lteserungsgelelllchaft. 10
Licht und Kros,......10
Felten & Guilleaume . . . . 6/j
Gesellschaft sür Elektrische
Unternehmungen .... 9
Rheinische Elektrizität .... 9
Schuckert L Co.......11
Siemens & Halske.....14
LahmeyerL Co....... 12
Buberur.........4
Deutsche Erdöl.......6
Gelsenkirchener.......8
Harpener..........0
Hoesch Eisen.........6
Ilse Bergbau.......10
Klöcknerwerke........6
Köln-Neuessen...... SA
Mannetmann-Röhren .... 6
ManSselder Bergbau.....0
Lberschles. KokLwerke .... 8
Phönix Bergbau......4Va
Rheinische Braunkohlen... 10
Rhetnstahk.....«... 6
10,4 z ii 31 84
16,75 19,5
35 19,5
114,5
22,25
63,25
36
49,25
77,5
25 56.5
41,75 38
24,75
17,5 154,5
39
10
11
113,25
22
60
46,75
104
55
40
22,65
34,5
37
10,5 39.5 18,75
11,4
30,75
85 15.75 19,5
35 19.5 114,75
22,25
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60,25
63 36,75
48,65
66
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77.5
21
55,13 41,25
38,25
25 120,75 23,5
35
14
32,75 18/25 154,25
38,75
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39
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21,9
60
60
35
47,75
51
105.25
75,25
23,5
55
40,25
36,5
24,25
21,9
35
32,5
17,5
153,25
37,75
Riebeck Monian......7,2
Bereinigte Stahlwerke .... 4
OtaviMinen . ... s. 16'/,
Kaliwerke Aschersleben ... 10
Kaliwerke Westeregeln . . . 10
Kaliwerke Salzdetfurth . . 15
g. G. Farben-Inbusttie. . . 12
Verein. d>em. Industrie Frank» surt a. M...........
Scheideanstalt.......1°
Goldschmidt.........0
RütgerSwerke........5
Metallgofellschast.......6
Philipp Hol,mann......6
Zementwerk Heidelberg. ... 7
Cemenlwcrk Karlstadt.....7
Watch L Frevtag......0
Schultheis Patzenhoscr ... 15
Aku (Allgemeine Kunstseide) (
Bcmberg......... 0
Zellstoff Waldhos.....12
Zellstoff Aschaffenburg ... 6
Dessauer GaS........9
Daimler Motoren......0
Deutsche Linoleum.....6
Lrenstein & Koppel.....0
Leonhard Tietz ....... 8
SvenSla....... • 16
Cbade .........
Frankfurter Maschinen . . . c
Grttzner . .........0
Mainlraftwerke Höchst a. M.. . «
Süddeutscher Zucker .... 10
15,75
10
86
96
147
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127,25
17,75
27
27
41,25
42
4,75
35,5
30
24
9,75
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51
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17
45
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| Ät S 1 S 1 Ä 1 Sill 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 H l
15,65
9,5
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97
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29
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10
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22
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203.25
14,65
85
95
145
84,75
.1
40
—
51
34
32,25
28,5
76
10
29
51,75
9,65
200,25
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 217.
Banknoten.
21 Mai
23.Mai
Amtliche Notierung
Amtliche Dlolicrung
Gelb
Srlef
Geld
Dries
Helsingfor» .
7.123
7.137
7,123
7,137
Wien....
51,95
52.05
—
—
Prag . . .
12.465
12,485
12,465
12,485
Budapest. .
——
—
——
—
Sofia . . .
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland . .
170,83
171,17
170,78
171,12
Ö-lo....
77,07
77,23
77,22
77,38
Kopenhagen.
84,42
84,58
84,37
84,53
Stockholm .
79,32
79,48
78,92
79,08
London. . .
15,44
15.48
15.46
15,50
Buenos Aires
0.998
1,002
0,998
1,002
Neuyork . .
4,209
4,217
4.209
4,217
Brüssel. . .
59,04
59,16
59,10
59,12
Italien. . .
21,65
21.69
21,65
21,69
Parts . . .
16,605
16,645
16,605
16,645
Schweiz . .
82,34
82,50
82,34
82,50
Spanien . .
34,77
34,83
34,57
34.63
Danzig. . .
82,77
82.93
——
—-
Japan . . .
1,319
1,321
1,319
1,321
Rio de Jan..
0.319
0,321
0,319
0,321
Jugoslawien.
7,423
7,437
—
——
Llliaboo . .
14,09
14,11
14,09
14,11
Berlin, 21 Mal
Geld
Amerikanische Sloten.......
4,20
4,22
Belgische Noten.....«...
58,88
59,12
84,23
84,57
Englische Noten . . ........
15,40
15,46
Französische Noten........
16,57
16,63
Holländische Noten . .......
170,46
171,14
Italienische Nyten........
21,66
21,74
Norwegische Noten........
76.90
77.20
Deutf «^Oesterreich. * 100 Schilling
Rumänische Noten........
2.49
2,51
Schwedische Nolen........
79,14
79,46
Schweizer Noten.........
82,16
32.48
Spanische Noten. .......
34,63 •
34,77
Ungarische Note« ........


