HunderWrseier in der Gießenerveiennänne Wn ^00'jähnges Bestehen der Promotion zum Doktor in der Veterinärmedizin an der Landesuniversität Giehen.
Aus aller Well.
Selffamc Vorgänge auf der „George» Vhtlipparl".
Au» dem Bericht de» Kapitän» der „Georges Philippart" ift u. a. zu entnehmen, baß der Kapitän um 2.10 Uhr mit der Meldung geweckt wurde, eine Dame habe in ihrer Kajüte Feuer f e ft g e ft e 111. Auf der Kommandobrücke habe der Kapiian den Ersten und den Zweiten Offizier getroffen, die schon um 1.35 Uhr dadurch geweckt wurden, daß die Alarmvorrichtung im Gepäckraum de» Schiffes auf ungeklärte Weife plötzlich in Bewegung gefetzt wurde. 3m übrigen fei die Alarmoornchtung a ch l Tage vorher auf ebenso unausgeklärte Weise schon einmal betätigt worden. Seltsamerweise fei auch im Funkraum. der vom Brandherd der Kajüte 5 des V-Decks am meiteften entfernt lag, zu gleicher Zeit Feuer ausgebrochen, so daß es nicht möglich war, Hilferufe zu funken, um fo mehr als au ch die Batterie der J)ilf»funfftation verbraucht ge wesen fei, ohne dag diese Tatsache vorher frslge. stellt worden wäre. Angesichts der Gefahr wurde sofort das 2llarmfignal gegeben und d i e Fahrtab g e ft o p p t. Bald brachen Bauch und Flammen her vor. Nach kurzer Beratung wurde der Beschluß zum Ausschiffen gefaßt und alle Mann an die Rettungsboote befohlen. Als der Brand weiter vordrang, wurden die Passagiere nach Achterdeck fieleiiet, wo das Ausbooten normal verlies. In die- em Augenblick traf der russische Petroleumdampfer „Sowjetskaja Neft" ein, später die Dampfer „(Ton- tractor" und „Mahsud". Die Fahrzeuge nahmen die Passagiere an Bord. Als die Fahrgäste und die Be satzung das brennende Schiff verlassen hatten, blieb nur noch der Kommanboftab an Bord, der von bin Flammen immer weiterzurückgedrängt wurde. Als Letzter verließ der Kapitän gegen 8 Uhr das glühende Wrack. Die vielen Verletzungen und Rauchvergiftungen find baräuf zuruckzusühren, daß das Feuer sich mit unglaublicher Schnelligkeit verbreitete. Opfer des Brandes wurden diejenigen, die vom Ausgang a b g e • schnitten waren und nicht die Geistesgegenwart besaßen, sich ins M eer zu werfen, wo man sie vermutlich gerettet hatte.
Line Amerikanerin überquert den Atlantik.
Die amerikanische Fliegerin Amelia Earhart. genannt Miß Öinbi, die in der Nacht zum CamStag um 22.50 ilfcr von Neufundland au einem Atlantikslug abgeflogen war. tft Cun? tag um 15.45 Uhr in der Nähe von London- derry INord-Irland) auf einer Wiese n o t getan b e t. Während der Reise hatte ungefähr zehn Stunden lang der QI u 6 p u f f s a st versagt. we l er ausgebrannt war. Olaf einer g o;en Strecke des Weges hatten heftige Sturme, Regen und teilweise auch Nebel den Flug sehr erschwert. Außerdem war der Denzinmesser gebrochen, was die Fliegerin gezwungen hatten, in Irland notzulanden. Die Fliegerin hat mit ihrem Flugzeug zwei ör ft lei ft ungen auf- gestellt Sie ist einmal die erste Frau, die allein den Atlantik im Flugzeug überquerte und außerdem die einzige Frau, die zweimal den Atlantik überquerte. Sie legte die Strecke von Neusund- land nach Londonderry in der Rekordzeit von 15 Stunden und 3 9 Minuten zu ruck. Miß Earhart wurde sogleich in einem Kraftwagen nach Londonderry gebracht, wo sie ijt einem Hotel Aufenthalt genommen hat.
Die Erwerbslosenausschreitungen In Wollershausen.
Zu den blutigen Zusammenstößen, die sich zwischen Erwerbslosen und Polizei anläßlich der Auszahlung der Gemeindeunterstützungsgelber in Woltershausen bei Gotha ereignet hoben, und bei denen ein Demonstrant getötet, zwölf Demonstranten und sieben Po- lizisten verletzt wurden, erfahren wir weiter: Die Zusammenrottungen, die zu dem Sturm aufdie Kassenrau me des Wohlfahrtsamtes und zu den blutigen Ereignissen geführt haben, setz- t e n s i ch in der Nacht zum Samstag fort. Do» Ueberfallkommanbo mußte mehrfach eingreifen. Am Samstag herrschte im allgemeinen wieder Ruhe in der Stadt. Woltershausen mit seiner Gummi- und Spielwarenindustrie ist einer der thüringischen Orte, die besonders schwer unter dem wirtschaftlichen Niedergang zu leiben Has,en. Etwa 80 o 5). der erwerbsfähigen Bevölkerung sind arbeitslos.
Tumult im Kasseler Balhau».
3m Zusammenhang mit einem Streik der Fürsorgcarbciter kam c6 zu tumultarischen Austritten im Kasseler Rathaus. Hunderte von Fürsorgearbeitern drangen in die Diensträume des Wohlfahrtsamtes und seines Dezernenten. StadtratS Dr. Haarmann. ein. Auch hatten sich viele WohlfahrtSerwerbSlose unter die Demonstranten gemischt, um angeblich ihren Anteil an den vom Stadtparlament für Wohlfahrtszwecke bewilligten 30 000 Mk. abzuholen. Stadtrat Dr. Haarmann erklärte sich zu gewissen Zugeständnissen bereit, lehnte eS aber ab, mit den Hunderten von Demonstranten au verhandeln. Den Demonstranten erschienen die von Dr. Haarmann gemachten Zugeständnille als u n - zureichend! sie erklärten, sich weitere Schritte vorzubehalten. Inzwischen war ein Kommando der Schutzpolizei alarmiert worden, woraus sich die Menge zerstreute.
Pslngsllogang der Deutschen candsmannschoft.
Die Deutsche Landsmannschaft (Koburgcr LC), die zur Zeit 413 Landsmannschaften mit über 20 000 Mitgliedern umfaßt, veranstaltete in Koburg ihre 64. Zahresiogung. An die Stelle des alljährlich ab- gehaltenen Sportfestes war eine Ausbildungsversammlung aller örtlichen Sporlwarte getreten. Eine festliche Beleuchtung der Peste gab der Psingst- tagung einen stimmungsvollen Auftakt. Nach einer weihevollen Gedächtnisfeier am Gefollenenehrenmal wurden vor dem Rathaufe herzliche Begrüßungsansprachen zwischen dem Magistrat der «tobt und ber Deutschen Landsmannschaft ausgetauscht. Die Stellungnahme ber Deutschen Landsmannschaft zu Hochschule und Studentenschaft kommt in einer Entschließung zum Ausdruck in der es u. a. heißt: „Die Deutsche Landsmannschaft hat seit Jahren in ernster Sorge die Tätigkeit der jeweiligen Lor stände der DSt. verfolgt. Die Vorstände der DSt. sind den wiederholt von der DL. gegebenen Anregungen zur Verstärkung der sachlichen Arbeit auf ollen für
die Studentenschaft in Fraae kommenden Gebieten nicht gefolgt. Dadurch ist mehrfach in der Ent- Wicklung der letzten Jahre die fachliche Arbeit hinter den Kampf der Gruppen um bie Führung und um die Besetzung der AmtblteUen zu- rückgetreten. In der Fortsetzung dieser Kampfe erblickt die DL die letzte und größte Gefahr für den Bestand der DSt. Die DL. bejaht grundsätzlich die Zielsetzung und den Ausgabenkreis der DeL Sie wird unter ollen Umständen auch künftig tatkräftig in der DSt. mitarbciten. Sie erwartet, daß em vom Vertrauen aller studentischen Gruppen getragener Vorstand unfruchtbaren Streit um die Besetzung der Aemter unterlaßt und sich unter Ablehnung jeglicher parteipolitischer Bindung, aber unter Anerkennung jeder nationalen, auch der nationalsozialistischen Be- wegung und unter Heranziehung aller fähigen, aufrichtigen und in langer studentischer Gemeinschaftsarbeit erprobten Kräfte endlich wieder der praf- tischen Arbeit zuwcnbct Besondere Ausmerk- famfeit möge der Vorstand der DSt. den Fragen der Grenzlandsarbeit, Auslandsorbeit, ber Arbeitslager, des Stubenlenrechis und der Hochschulreform zuwenden. Die DL weist die Mißdeutung, daß die DL. Vorstandsmitglieder der DSt. wegen ihrer Zugehörigkeit zur nationalsozialistischen Bewegung ab- lehnt, entschieden zurück. Sie sordert alle ftubenti- fd^n Verbände und Gruppen aus, mH ihr in treuer Kameradschaft, gegenseitiger Achtung und Ehrlich- feit im Wettstreit um die Erhaltung und Förderung der Deutschen Studentenschast zu treten."
Da» IDarfburgfcfl des Wingolfs.
In diesen Tagen feierte der Wingolfbund, der in 34 Verbindungen mehr als 7000 alte und junge Akademiker umfaßt, sein 39 Wartburgsest. 2hm ging eine Arbeitstagung in der CBaucrn- hochschule in Neudietendorf voraus, auf der die inneren Angelegenheiten des Verbandes zur Qkr- handlung standen Das Fest begann mit Sportkämpfen aller Art. Nach einem Dortrag über ..Das KriegserlebniS unserer Gefallenen" und einer ernsten Feier im Walde zu Füßen der Wartburg wurde in Eisenach ein schlichtes Mal zum Gedächtnis der 1870 71 und der im Weltkrieg gefallenen 524 Wingolser eingeweiht Der Dor- sitzende des AfthcrrenverbandcS. Konsistorialrat Dr Lütkemann, hielt die Gedenkrede Daran schloß sich der Zug auf die Wartburg. An dem feierlichen Kommers nahm eine große Anzahl »on Ehrengästen teil. Die Verhandlungen betrafen die wehrsportliche Ertüchtigung der Dundesmitglieder sowie die hochschulpolitische Lage. Der Bund verpflichtete seine Glieder, in den örtlichen Studentenschaften nachdrücklich mitzuarbeiten aus der Erkenntnis, daß die Korporationen in besonderem Maße befähigt sind, das wertvolle Gedankengut der von Den Frontstudenten geschaffenen Deutschen Studentenschaft zu erhalten und fortzubilden.
Aus der Provinzialhauptstadt.
® i c 6 e n, Den 23. Mai 1932.
Oie Kunst des Händewaschens.
Es ist doch ganz einfach, sich die Hände zu waschen! Man macht sie naß, reibt sie mit Seife ein und bringt durch die bekannten Waschbewegungen die Seife zu kräftigem Schäumen. Dann spült man mit Wasser nach und trocknet ab. Das ift alles, sollte man meinen. Tatsächlich aber ergeben sich mancherlei Unzuträglichkeiten. Da sind in ber falten und in der Uebergangsjahreszeit die, allerseits recht unbeliebten „aufgesprungenen" Hände; bann sagt der einen Haut die Seife nicht zu, die Haut wird spröder und brüchig, und es ergeben sich auch im Hochsommer noch rissige und aufgesprungene Hände. Für die Hausfrau, die bei den häuslichen Arbeiten roomög- lieh noch mit Soda oder gar noch schärfer ätzenden Alkalien in Berührung kommt, kann die Empfindlichkeit der Haut über eine gelegentliche Unbequem- lidjfeit hinaus zur Landplage, ja zu einer Berufskrankheit werden. Darum verdienen solche Haut- schädigungen doch mehr beachtet und aufmerksamer behandelt zu werden, wie als einfache und gesundheitlich belanglose Schanheitsbeeintrachtigungen.
Gewöhnlich wird für die waschempsindliche Haut irgendeine ber vielen, im Handel befindlichen Hautcreme empfohlen. Nach dem Waschen soll man die Haut ausgiebig damit einreiben. Dann soll alles gut sein. So einfach ist bas aber boch nicht!
Zunächst erforbert schon bas Waschen selbst einige Aufmerksamkeit. Wenn irgenbmöglid), wasche man sich unter fließendem Wasser. Das ist feine Verschwendung, im Gegenteil, man braucht es nur einmal auszumessen, bann wirb man erkennen, basff man babei viel weniger Wasser braucht, als beim Waschen in einer Waschschüssel. Dazu kommt, baß man bei fließendem Wasser tatsächlich nur mit Frisch roaffer, also nicht mit oerbünntem Seifenwasser nach spült, also wirklich alle Seifenreste und bamit über schlissiges Alkali unb etwaige Schleif- unb Füllmittel fortfpült, die sich oftmals auch in seinen Toilette seifen vorfinden. Dann aber, nach dem Abspülen mit Frischwasser, darf nicht abgetrocknet werden. Vielmehr wird nun eine gute Hautcreme auf die nasse Haut gebracht unb sorgfältig und gleißmaßig verrieben. Darauf wirb noch einmal mit Frisch wasser nachgespült und nun erst abgetrocknet.
Man wirb verblüfft fein von bem Ergebnis Durch bas einfache Nachspülen mit Frischwaiier wird di.- gut verriebene Hautcreme durchaus nicht wieder entfernt, nur ein etwaiger, unnötiger lieb ersehn ß wird beseitigt, unb es tritt nach bem Abtrocknen nicht das unangenehme Gefühl der Fettigkeit der Haut auf. Die Haut selbst ift bann mit einer zwar bünnen, aber wirksamen unb widerstandsfähigen Schutzschicht überzogen Man versuche es nur einmal!
Natürlich kann man ein derartiges Verfahren auch für die Haut des Gesichts anwenden. Auch bie Man- nerwelt, soweit sie sich selbst rasiert, wird ein entsprechendes Behandeln ber Gesichtshaut nach bem Rasieren als wohltuend unb zweckmäßig empfinden.
HK
Taten für Montag 23. Mai.
1498: ber Reformator Girolamo Sooonarola in Florenz verbrannt: — 1707: ber Naturforscher Karl von ßinnö zu Rashult in Schweben geboren; — 1886: ber Geschichtsforscher Ceopolb von Ranke in Berlin gestorben. — 1906: der-norwegische Dramatiker Henrik Ibsen in Christiania gestorben.
Am 23. Mai fmb 1 00 Jahre verflossen, seitdem an der Hessischen Landesuniversi- tat inGiehen ein Tierarzt zum erstenmal die vetertnärmedizin i schc Doktorwürde erwarb Ohne Zweifel ist dieser Tag der ersten Promotion eines Tierarztes — es war dies der hessische Tierarzt 1. Klaffe und spätere Kreistierarzt August Psann stiel aus Rainrod — für den tierärztlichen Stand und die tierärztliche Wissenschaft höchst ehrenvoll und von ganz besonderer Dedeuiung. Diese Promotion war damals möglich, weil in Gießen an der Medizinischen Fakultät auch Unterricht in der Tierheilkunde erteilt wurde. Der Doktortitel wurde Erst als „Doctor in arte vetcrinaria I'Doktor in der Dete- nnärfunft)u verliehen. Erst seit Ende des 19. Jahrhunderts besteht an der Gießener Universität der tierärztliche Doktortitel in der Form des „Doctor medianae veternanae“. Er konnte nur von Tierärzten mit der Gdmnasialreiss ivom Jahre 1910 an auch mit Realgymnasial- und Oberrealschul- rcife) erworben werden. An diesem Grundsatz der Gymnasialreise hielt die Gießener Universität bzw. die veterinärmedizinische Fakultät als Tot- bedingung für die Erlangung der Doktorwürde zu allen Zeiten fest, da sic sonst beim Ausgeben dieses PrinzipeS eine Schädigung des Ansehens der veterinär-medizinischen Doktorwürde und damit des tierärztlichen Standes befürchtet.
Nachdem die Maturität der genannten höheren Mittelschulen seit 1903 für die Zulassung zum Studium der Tierheilkunde an allen tierärztlichen Lehranstalten in Deutschland eingeführt ist, war es begreiflich, daß auch die anderen tierärztlichen Bildungsstätten bestrebt waren, ebenfalls, wie dies in Gießen schon seit mehr als sieben Dezennien der Fall war, das Recht der Promotion zu erhalten. Dabei wurde auf die Universität Gießen stet- als Dorbild hinaewiesen. vor allem WaS die Bezeichnung Dr. mcd. vct. betraf. In dieser Beziehung war demnach die Universität Gießen die Schrittmacherin für daS mit Recht erstrebte und im Jahre 1910 auch allen deutschen Tierärztlichen Lehranstalten verliehene PrornotionSrecht mit dem Verleihen des Titels „Dr. mcd. vet.“ Alle früheren Derluche. das zuerst mit der medizinischen Fakultät verbundene Deterinärinstitut bzw. die veterinärmedizinischen Einrichtungen und selbst das Promotionsr«ht für Tierärzte an der Gießener Universität im vergangenen Jahrhundert aufzuheben. scheiterten glücklicherweise vor allem an dem stets zielbewußten und äußerst erfreulichen Eingreifen der medizinischen Fakultät und ferner an dem großen und verständnisvollen Entgegen-
provinzialausfchuß-Gihung.
Am Samstag fand im RegierungSgebäude zu Diehen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses statt, in der sich der Provinzialausschuß mit Streitigkeiten zwischen Bezirksfürsorgc- verbänden zu besasfen hatte.
Der Klage des BczirksfürsorgeverbandeS der Stadt Gießen gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Friedberg wegen Erstattung von KUnikspflegekosten für Erna Albig aus Friedberg wurde stattgegeben und der Beklagte verurteilt. an den Kläger 56 Mark zu zahlen und die Kosten de- DersahrenS zu tragen
Die Klagen des DezirksfüriorgeverbandeS Hanau-Stadt, älntcrwesterwaldkreis Montabaur, Stadt Wiesbaden gegen den Dezirksfürforge- verband des Kreises Schotten wegen Erstattung von Krankenhauspslegekosten für den Wanderer Joseph Bodensohn aus Hainstadt wurden sämtlich als unbegründet zurückgewiesen und die Kosten des Verfahrens den Klägern zur Last gefetzt.
Pornotizen.
— Tagcskalendcr für Montag. Stabt- thcater, 19.30 bis nach 22 Uhr, „Rigoletto". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Es wirb schon wieber besser" unb „Der Held von Kalifornien".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 19 30 Uhr. als letzte Vorstellung im Freitagabonnement zu Opernpreisen Gastspiel der Franksurter Städtischen Oper. Zur Ausführung gelangt ..Rigoletto", große Oper von Giuseppe Verdi. Die Aufführung kommt in der ersten Frankfurter Besetzung heraus. Es fingen z. B. John Gläser, Clara Ebers, Adolf Peermann. Robert vom Scheidt. Ende nach 22 ilhr. — Morgen, Dienstag, als letzte Vorstellung im Dienstagabonnement zu gewöhnlichen Preisen Wiederholung der erfolgreichen Einakterreihe ..Seitensprünge" von Gurt Goetz. Ein Abend voller Lustigkeit. Die Spielleitung hat Peter Fassott. Beginn 20 Tlhr, Ende 22 30 Ahr.
— Deutschnationale Dolkspartei. Am nächsten Mittwochabend spricht im Hotel Schütz die Vorsitzende der evangelisch kirchlichen Frauenvereine in Hessen, Frau I. Heraus, über die Gott- losenbcwegung. (Siehe heutige Anzeige.)
1 9 3 2 kein Maikafcrjahr. Aus verschiedenen Gegenden wird berichtet, baß in diesem Fahre auffallend wenig Maikäfer fcft^ufteUen sind. Als Ursache nimmt man die für die letzte Entwicklungsstufe der Käser ungünstige Witterung des Frühjahrs an. Bei Garten- unb Feldarbeiten wurden viele Maikäfer gefunden,' bie auf ihrem Wege zur Erdoberfläche umgelommen sind. Da ein Maikaser von ber Eiablage bis zur völligen Entwicklung über die Zwischcnftabien Engerling und Puppe vier Jahre braucht, ist demnach auch 1936 mit einem maikäfer- armen Jahr zu rechnen.
Strafkammer Gießen.
* Gießen. 20. Mai. Ein Kleingewerbetreibender. der sich in der Hauptsache mit dem Vertrieb von landwirtschaftlichen Maschinen befaßte, bestellte für einen Kunden bei feiner Lieferfirma eine Iauchepumpe. Noch am gleichen Tage bestätigte die Firma den Auftrag unter Vorbehalt des Eigentums an der Ware, bzw. an dem Erlös.
kommen der hessischen Regierung, welche den hohen Wert, eine berartige Lehr- und ForschungD» anftalt im eigenen Lande zu besitzen, voll unb gatu zu würbigen wußte. Auch heute nod) erfreut sich die veterinärmedizinische Fakultät von Seiten der Regierung in sehr dankenswerter Weise der wohlwollenden Unterstützung
Die Zahl der promovierten Tierärzte in dem verflossenen Jahrhundert betrug 1270. Die weitaus größte Mehrzahl der Tierärzte erwarb ersi nach der allgemeinen Einführung ber Maturität vom Jahre 1903 an diese Würde, die erst nach erhaltener Approbation als Tierarzt, nach ber Einnahme einer wissenschaftlichen Dissertation. nM> dem Bestehen einer mündlichen Prüfung und dem Drucklegen der TiHcrtation, analog den Vorschriften bei den Humanmedizinern, erteilt wird.
Der Weltkrieg bebingle eine starke Abnahme ber Promotionen, ebenso hat auch bie jetzige finanzielle Notlage einen starken Rückgang derselben zur Folge Die Beurteilung ber Dissertationen geschieht feit nahezu zwei Dezennien burch die veterinärmedizinische Promviionssakultät. welcher, abgesehen von den ordentlichen Professoren ber medizinischen Fakultät noch drei ordentliche Professoren der medizinischen Fakultät, welche an Veterinärmediziner Unterricht erteilen, angehören
Von dem Rechte der PromottonSfakultät, das Ehrendoktorat an Personen zu verleihen, welche sich um die Förderung der jklerinärtoillew schäften ganz besondere und hervorragende Verdienste erworben haben, wurde im Lause dieses SäkulumS 24 mal Gebrauch gemacht. es wurde dabei streng daraus geachtet, jeden Mißbrauch zu vermeiden. Anläßlich des 100jährigen Be- st e h e n s der Promotion zum Doktor in der Veterinärmedizin wurde diese Doktorwürde ehrenhalber verliehen:
Prosessor Dr. mcd. et <c. nat. Karl Bürker, Direktor des physiologischen Instituts ber hessischen Ludwigs-Universität in Gießen:
Prosessor Dr. nhil. et mcd. \ct. et mcd. h. c Hermann Mietzner. Direktor deS hygienischen Institutes ber Tierärztlichen Hochschule in Hannover:
Professor Dr. med. Theobald Smith. Vizepräsident of the Board* and Mcrnbcr of tlic Rocke- fejler Institute for Medical Research (Animal Pa- thology), Uninerfität Princeton, New-Jersey
Professor Dr. mcd. vct. Valentin Stang, Direktor des Instituts für Tierzucht der Tierärztlichen Hochschule in Berlin, Präsident des deutschen DeterinärrateS.
Nach Eingang des Erlöse- führte ber Beschuldigte das Geld nicht an seinen Lieferanten ab, sondern verbrauchte es für sich. Er behauptete, die Lieferungsbedingungen nicht gelegen zu haben. Damit wurde er nicht gehört. Wegen Vergehens gegen das Börsengesotz wurde er durch das Amtsgericht Nidda zu einer Geldstrafe von 6 0 Mark, evtl. 10 Tage Gefängnis, verurteilt, weil er als Kommissionär, um sich einen Dermö- gensvorteil zu verschassen, bei der Abwicklung des Geschäfts absichtlich zum Nachteil deS Kommittenten gehandelt hatte. Die gegen dieses Urteil verfolgte Berufung hatte keinen Erfolg. Das Berufungsgericht kam zu dem gleichen Ergebnis und verwarf koftenfällig die eingelegte Berufung.
Auf ber Straße zwischen Butzbach und Nieder- Weisel wurde im vergangenen Jahr ein junges Mädchen von Nieder-Weisel, das auf seinem Fahrrad nach Hause fahren wollte, von einem hinter ihm herkommenden Kraftwagen beim Ueberholen erfaßt und derart zu Boden geschleudert, daß es erhebliche Verletzungen davontrug. Infolge der Umsicht der Gendarmerie gelang es. den Kraftwagen, der sich auf einer Fahrt von Hamburg nach Wiesbaden befand, in Vilbel zu stellen. Der Führer dieses Krasiwagens, ber die Täterschaft auch heute bestritt, wurde durch daS Amtsgericht Butzbach wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrase von 200 Mark, evtl. 20 Tage Gefängnis, verurteilt. Außerdem wurde gegen ihn auf eine Geldstrafe von 40 M-a r k, evtl. 8 Tage Haft, erkannt, weil er nach dem Zusammenstoß beim Durchfahren durch Nieder-Weisel die für Kraftfahrzeuge zulässige Geschwindigkeit bei weitem überschritten hatte. Seine Berufung hatte ebenfalls keinen Erfolg. Auch heute wurde er trotz seines Leugnens auf Grund eine« eingehenden Indizienbeweises zweifelfrei überführt. Die Berufung wurde koftenfällig verworfen.
Wettervoraussage.
Der gestern über ber Nordsee gelcaene Tiesdruck- wirbel ist unter Verstärkung nach Dänemark unb Sübskanbinaoicn wcitcrgewanbert. An seiner Rückseite fließen über den britischen Inseln Kaltlustmassen abwärts, bie auch bis in unseren Bezirk vorbringen unb bas Wcttcc noch wechselhaft gestalten werben. Dorübergehcnbe Bewölkung, die durch Aufheiterung unterbrochen wird, mit vereinzelten Regenschauern charakterisieren die Witterung. Die Temperaturen bewegei> sich vorerst noch in mäßigen Grenzen. Da jedoch von Westen her ber Luftdruck wieber ansteigt, kommen wir später unter ben Ein- ftuß hohen Drucks, so baß bann Wetterberuhigung unb Erwärmung einsetzt
Aussichten für Dienstag Wechselnd bewölkt, mit Aufheiterung, noch mäßig warm, vereinzelt schaoerartige Nieberschlage.
Aussichten für Mittwoch: Wieder etwas ruhigeres, tagsüber wärmeres unb meist trockenes Wetter.
Lufttemperaturen am 22 Mai: mittags 18,4 Grad Celsius, abenbs 13,6 Grab, am 23 Mai: morgens 13,9 Grab. Maximum 20,4 Grab, Minimum 11,4 Grab. — (Frbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22 Mai: abenbs 19,1 Grab: am 23. Mai: morgens 153 Grab Celsius. — Niederschläge 0,3 mm. — Son- nenfefjeinbauer 3% 6tunben.
K5EM0
Die Zeilverhälinisse verlangen billige Artikel. Mouson bringt sie in den hochwertigen Igemo-Erzeugnissen. Verlangen Sie bei Ihrem Händler Igemo-Artikel und achten Sie auf die blau-rote Packung. Igemo bedeutet wahrhafte
Qualität und Billigkeit* r-
10. igemo Shamp o o i&mo Rasiercreme
25, igemo Toiletteseife K. igemo Rasiercreme 25. igemo Hautcreme 50. igemo Rasierseife SOv igemo Hautcreme K. igemo Rasierseife 50. igemo Zahnpaste 1?m. igemo Mundwasser


