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Nr. 95 Dritter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Samstag, 25. April 1952

Kohlenpreissenkung und Elektrizitätswerke.

Don Adolf Stolle, Direktor der städtischen Elektrizitätswerke, Gießen.

Die kindlich beschlossene Senkung der K o h l c n - vre i f« f>at auch zahlreiche Aufrufe zur Herab­setzung der Elektrizitätstarife ausgelöst. So sehr die Elektrizitätswerke gewillt sind, den berechtigten Forderungen der 3eit Rechnung zu tragen, so muß man sich doch hierbei hüten, sche­matisch vorzugehen, do sonst der Elektrizitäts- Wirtschaft und damit der Gesomtwirtschafl unbe­rechenbarer Schaden zugefügt werden kann. Bei dem Laien, der große Mengen von Kohle in den Kesselanlagen der Elektrizitätswerke verschwinden sieht, entsteht nur allzu leid)l die Vorstellung, daß ihm nur umgewandelte Koyle in Gestalt der elek­trischen Energie zugeführt wird und daß allo Strompreis und KohlenpreiS im engsten Verhält­nis Mi einander stünden, demnach der Strompreis in ähnlichem Maße wie der KohlenpreiS abnehmen müßte Daß dies nicht stimmen kann, geht schon daraus hervor, daß die Kohlenpreise von 1925 bis 1931 gestiegen sind, die Elektrizität aber bei dem Elektrizitätswerk Gießen billiger geworden ist, daß ferner der heutige Kohlenpreis noch be­trächtlich über dem des Jahres 1914 steht, wäh­rend die Elektrizitätspreise im großen Durchschnitt die Friedenspreise längst wieder erreicht, oder sogar unterschritten haben.

Wie liegen nun die Dinar bei ben Elektrizitäts­werken? Hier bestehen äynliche Verhältnisse wie bei der Reichsbahn; auch diese verfeuert in ihren Lokomotiven erhebliche Mengen von Koh'e, aber die Kosten für die Instandsetzung der Wagen. Lo­komotiven. Gleise und andere bauliche Anlagen, ferner Personal- und Derwaltungskosten, Ver^ zinsung und Abschreibung des Anlagekapitals find dermaßen überwiegend, daß der Einfluß der Kohlenpreise aus die Eisenbahntarife völlig in den Hintergrund tritt. Aehnlich spielt bei den Elektrizitätswerken, deren maschinelle Anlagen die Kohle weit besser ausnuhen als die Lokomo­tive. der Kohlcnpreis praktisch keine einigermaßen ausschlaggebende Rolle. Dies ist in gewissem Um­fange nur bei denjenigen Großabnehmern der Fall, bei denen durch die intensive Ausnutzung ihrer Anlagen der Einfluß der übrigen Elektrizitäts- erzeugungs-Unkosten gegenüber den B.ennstoss- kosten zurücktritt. Derartige Großabnehmer, in­dustrielle und Verkehrs-Unternehmungen, unter Umständen auch ganze Gemeinden, werden mit Elektrizität versorgt auf Grund besonderer Strom­lieferungsabkommen, bei denen aber meist durch eine sog. Kohlenklausel den Aenderungen der Koh­lenpreise automatisch Rechnung getragen wird. Vielfach sind diese Klauseln so ausgestaltet, daß sich bei Rückgang der Kohlenprcise eine größere Verminderung der Strompreise ergibt, als der Verbilligung der reinen Kohlenkosten entspricht.

Anders liegen die Dinge für die Klcinabnehmer; bei ihnen handelt es sich um verhältnismäßig ge­ringe Strommengen, anderseits spielt in ihrem Falle die Unterhaltung. Verzinsung und Ab­schreibung der Detriebsanlagcn, insbesondere der Leitungsnetze, eine wesentlich größere Rolle bei den Strompreisen, so daß der Einfluß der Koh­lenkosten ganz zurücktritt. Für eine Kilowatt­stunde. die dem Kleinabnehmer in seine Anlage geliefert wird, kann man heute mit einem Kohlen­auswand von etwa 1 bis 1,5 Kilogramm (bei Steinkohle) rechnen. Bei einem Preis von 2D Mk. pro Tonne Kohle ab Zeche sind also in der Kilo­wattstunde höchstens 3 Pfennig an Kohlenkosten enthalten, und eine Herabsetzung des Kohlen- Preises um 6 Prozent würde den Verkaufspreis der Kilowattstunde nur um 0,18 Pfennig ermä­ßigen; für je 100 kWh Jahresverbrauch ergäbe sich also eine Ersparnis von 18 Pfennig.

Rach zuverlässiger Berechnung großer Werke betragen die Kohlenkosten nur 5 bis 10 Prozent des Aufwandes für die an Kleinabnehmer gelie­ferte Energiemenge, während der Kapitaldienst etwa 45 Prozent, die Steuern etwa 30 Prozent verschlingen. Eine fühlbare Ermäßigung der Strompreise wäre daher nur möglich durch Sen­kung dieser ausschlaggebenden Faktoren. Sofern dies durch eine bessere Ausnutzung der dem ein­zelnen Abnehmer zur Verfügung zu haltenden An­lageteile geschehen kann, bietet die Mehrzahl der deutschen Elektrizitätswerke dem Abnehmer hier­zu durch eine geeignete Preisstellung (Gebühren­tarif) bereits die Möglichkeit. Je mehr der Ab­nehmer bei einem derartigen Tarif Strom ent­nimmt, um so billiger wird für ihn die Kilowatt­stunde. Eine darüber hinousgehende Preissenkung seitens der Elektrizitätswerke wäre nur möglich, wenn die genannten Unkostenfaktoren durch Ver­

billigung der Zinssätze. Ermäßigung der Steuern usw. herabgesetzt würden. Würde man ohne ent­sprechende Herabsetzung dieser Kostenanteile auf eine Ermäßigung der Tarife dringen, so könnte dieS nur auf Kosten der Rente der Elektrizitäts­werke erfolgen, was praktisch einer verderblichen temmung der Entwicklung gleichkommen wurde.

obald unsere Wirtschaft wieder angekurbelt ist. wird sich dies vor allem in einem vermehrten Be­darf an Elektrizität auSwirken. Dies bedeutet Er­gänzung, Erweiterung und Verbesserung der be­stehenden Anlagen und damit neuen Kapital­bedarf. den wir vorerst nur vom Ausland her und nur dann decken können, wenn eine ausreichende Rente gewährleistet wird

In diesem Zusammenhang muß auch immer wieder daraus hingewiclen werden, daß sowohl für den Kleinabnehmer, als auch für den Groß­abnehmer in der Regel die Ausgaben für Elek­trizität einen verschwindenden Prozentsatz seiner übrigen Ausgaben ausmachen Auch eine wesent­liche Herabsetzung der Strompreise wird sich da­her bei ihnen stets nur wenig bemerkbar machen, während sie dem Elektrizitätswerk uneinbringliche ^Verluste verursachen kann. Eine überstürzte und

ohne Rücksicht auf die Selbstkosten erzwungene Er­mäßigung der Strompreise würde sich sehr bald am meisten an denen rächen, denen sie zugute kommen sollte. Die ElektrizitätSwirtschast ist eben auf das engste mit unserer Gesamtwirtschaft verkettet. Darum hat auch der Rückgang des Elektrizitäts­verbrauchs bereits eine außerordentliche Abnahme der aus der Elektrizitätswirtschaft stammenden Auftrage an die Industrie zur Folge gehabt, eine ernste Warnung vor Erperimenten. die den Elektrizitätswerken die Mittel zur Erhaltung ihrer Substanz entziehen müssen. Die ElektrizitätSwirt- fchaft ist. wenn sie nicht rüdläufig werden wüt, auf gesunde und rationelle Steigerung ihres Ab­satzes angewiesen. Diese wird aber nicht gefördert durch eine planlose Herabsetzung, sondern nur durch vorsichtig durchdachte Reform der Tarife, die denjenigen Abnehmern in erster Lime zu­gute kommt, die im Rahmen der Leistungsfähig­keit der Elektrizitätswerke ihren Konsum ver­mehren. Diesem Ziele einer vernünftigen Taris- resorm muß jeder mögliche Betriebsvorteil. Io auch die geplante Senkung der Kohlenpreise, dienstbar gemacht werden.

Wirtschaft.

Berlin widerstandsfähig.

® e r l i n , 23. April (WTB. Funkspruch.) Es war nicht zu erwarten, daß heute zum Samstag und einen tag vor den Preußenwahlen an der Börse größere Umsatztätigkeit einsetzen würde. Man war ober doch über die auffallende Wider st ands- fahigkeit der Kurse zu Beginn der Börse überrascht, nachdem man vormittags noch auf Grund des gestrigen flauen Neuyork schwächere Kurstaren hören konnte. Das Geschäft war zwar weiter sehr gering, die Deckungen schienen aber doch noch nicht völlig aufgehört zu haben, so daß hier­durch den Märkten eine gute Stütze geboten wurde. Zu der freundlicheren Auffassung trug die Ansicht bei, daß man in Gens doch wenn auch nur einen kleinen Schritt vorwärtsgekommen ist. Beachtung fand auch, daß die Wirtschaftsberichte aus Amerika im Gegensatz zur Börsentendenz in Neuyork eher zuversichtlicher lauten.

Rein kursmäßm gab es einige interessante Son« berberoegungen. So konnten Chadeaktien um weitere 5% Mark anziehen, auch Elektrische Lieferungen waren erholt und 2% Prozent höher. Ferner zeigte sich einige Nachfrage nach Schiffahrtsaktien und Nebenwerten, wie Vogeltelegraph, Goldschmidt, wäh­rend anderseits Bemberg, angeblich auf Exekutionen, um 2*/» Prozent gedrückt waren und auch Zlse-Ge- nußscheine durch eine zweiprozentige Abschwächung auffielen. Zm Verlaufe schien die Tendenz hauptsäch­lich infolge der Geschäftslosigkeit eher nach unten zu neigen, die Rückgänge hielten sich bei den meisten Werten aber im Rahmen von Bruchteilen eines Prozentes und gingen nur bei Schultheiß und Rhein. Braunkohlen bis zu 1 Prozent.

Auch am Pfandbriefmarkt wurden über­wiegend schwächere Kurse genannt. A11besitzan - leihe war allerdings fester, auch Schutzgebiete wurden zirka Yx höher taxiert, Reichsschuldbuchfor- berungen neigten aber zur Schwäche. Von Aus- lanbrenten ist heute nichts gutes zu berichten: Ru­mänen, Ungarn unb Mexikaner bröckelten bis zu Yi Prozent ab. Mit Ausnahme von Mittelftahl neigten auch Industrieobligationen im Verlaufe zur Schwäche.

Am G e l b m a r 11 war bie Situation völlig um neränbert. Tagesgelb blieb unoeränbert 5% bis 5% Prozent an ber unteren Grenze, Monatsgelb stellte sich auf 7 Prozent unb barüber nominell, Prioat- biskont in ber Äkitte 5 Prozent.

Frankfurt still.

Frankfurt a. M.. 23. April. (WTB.Droht - mclbung.) An der Wochenschlußbörse entwickelte sich in Anbetracht der morgen stattfindenden Wahlen nur geringes Geschäft. Die bessere Beurteilung der Genfer Verhandlungen löste bei der Spekulation noch einiges Dcckungsbedürfnis bei verschiedenen Spezialwerten aus. so daß ge­genüber der Abendbörse die ersten Kurse meist 0,50 bis Iprozentige Gewinne aufwiesen. Im Ver­lause drückte die Geschäftsstille auf das Riveau. zumal auch vom Publikum keine Aufträge Vorla­gen und man auf den matten Schluß der gestrigen Reuyorker Börse verwies. Die Kurse bröckelten überwiegend wieder etwas ab, da auch der wei­tere Rückgang der Kaliaktien verstimmte. Bür­bach nannte man im freien Verkehr mit 36 Pro­zent zirka unerholt. Aschersleben und Westeregeln verloren je 2 Prozent. Etwas fester eröffneten

zunächst IG.. AEG. unb Siemens, die Besserun­gen dis zu 1 Proz. verzeichneten. Von Elektro- nebentoerten gewannen Lahmeyer 1.50 Proz., am Montanmarkt lagen Gelsenkirchen und Rheinstahl je 0.50 Prozent hoher, während Rhein. Braun­kohlen weiter etwas nachgaben. Reichsbank ver­loren 0,50 Prozent, Scheideanstalt, Deutsche Erd­öl und Holzmann waren unverändert. Don Aus­landsaktien zogen Ehade zirka 4 Mk. an. Im Verlause war die Tendenz ausgesprochen lustlos, jedoch überwiegend schwach, wobei die Rückschläge 0,50 bis 1 Prozent betrugen. Bür­bach wurden später zu 34 Prozent Dries ge­handelt.

Die Haltung des Rentenmarktes gestal­tete sich im Verlaufe überwiegend etwa« freundlicher. Im Mittelpunkt des Inter­esses standen Altbesitz und Schuhgebietanleihen. Goldpfandbriese lagen zwar nicht ganz einheitlich, doch wiesen Frankfurter Werte Besserungen von 0,50 bis 1 Prozent auf. Liquidationspfandbriefe nannte man unverändert.

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 24. April.

7.00: Don Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Brau­bach a. Rh: Morgenfeier aus der evangelischen Kirche. 9.20: Stunde des Ehorgesangs. 10.20: Einführung in WagnersGötterdämmerung" II. Akt, von Hans Rosbaud. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung: zum SonntagKantate". Von Jo­hann Sebastian Bach. 12.10: Konzert. 13.00: Kon­zert. 14.10: Stunde des Landes. 15.00: Stunde der Jugend. 16.00: Pforzheim: RachmittagS- konzert des Symphonie-Theaterorchesters Pforz­heim. 18.00: Eine Viertelstunde Lyrik: Rene Schlckelc. Gesprochen von Louis Rainer. 18.15: Die franziskanische Dichtung im 12. und 13. Jahr­hundert", Vortrag mit Lesung von Pater Dr. Ewald Müller, Kloster Frauenberg bei Fulda. 19.00: Don Berlin: Orchesterkonzert. Währenddes Abendprogramms: Bekanntgabe der Ergebnisse der Landtagswahlen.

Montag, 25. April.

7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.00: Un­terhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 13.00: Konzert auf Schallplatten. 17.00; Don München: Rachmittagskonzert. 18.25:Das Kartellwesen", Vortrag von Dr. Fritz Millner. 18.50: Eng­lischer Sprachunterricht. 19.30:Musikalische Grundbegriffe Ihr Wclfen und ihre Bedeu­tung", Vortrag von Hans Rosbaud. 20.00: Frei­herr von Münchhaufen. Hörspiel von Leo Mat­thias. 21.10: Götterdämmerung II. Dritter Tag des DühnenfestspielsDer Ring des Ribelun- gen", von Richard Wagner. II. Aufzug.

Dienstag, 26. April.

7.20 Frühkonzert auf Schallplatten. 12.00: Konzert der Kapelle Berndt Buchbinder. 13.00: Von Köln; Mittagskonzert. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Rachmittag. 17.00: Von Köln: Rach­mittagskonzert. 18.25:Die Kunst, zu altern, Vortrag von Hermann von Müllier. 18.50:Die Wirtschaft Elsaß-Lothringens nach dem Kriege", Vortrag von F. H. Hanser. 19.30; ilntcrßal- tungskonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 20.45: Bunte Stunde. 21.45; Ent­wicklung des Streichquartetts. V. Abend.

Letzte Nachrichten.

,Jm Interesse des Dienstes."

Die Regierung gegen Kreisdirektor Dr. Stammler, AlSfeld-

Die ..Hessische Landeezeltung verbreitete gestern eine Meldung aus Alsfeld, nach der der K r c i S - bircltor des Kreifcs AlSfeld. Dr. Stammler, seines Dienstes enthoben worden sei Las Regierungsorgan, die ..Darm­städter Zeitung" bemerkt dazu, diese Meldung entspreche nicht den Tatsachen Durch Erkundigun­gen erfuhren wir, daß dem Kreisdirektor Dr. Stammler von dem Vertreter des Innen­ministers eröffnet worden ist. er (Stammler) werde von der Leitung des Kreises AlSfeld abberufen und in einer an­deren Stellung a l S Beamter weiter verwendet werden. Allerdings soll dabei die Versetzung in eine andere KreiSdirektor- stelle nicht in Betracht kommen. Wie man von anderer Seite hört, sollen bei dem Vorgehen der Regierung gegen Kreisdirektor Dr Stammler politische Gründe mitsprechen, die man darin er­blickt. daß die Söhne deS Kreisdirektors Mitglieder der SA. gewesen seien. Die Maßnahme der Regierung hat im Streife AlS­feld außerordentliches Aufsehen unb stärkstes Desremben auSgelöst. Die Bür­germeistervereinigung deS Kreises Alsfeld unb die Wirtschaftsverbände der Stadt AlSfeld haben auf morgen. Sonntagnachmittag, eine große Ver­trauenskundgebung der Kreisbevöl­kerung in der Festhalle zu Alsfeld anberaumt, in der das eindeutige und gefchloffene Bekenntnis der gesamten Kreisbevölkerung zu ihrem Kreis­direktor. der seit vielen Jahren an der Spitze des Kreises zur Zufriedenheit der Bevölkerung wirkt, zum Ausdruck gebracht und dabei betont werden soll, daß dieser Beamte, der in jahr­zehntelanger uneigennütziger und erfolgreicher, von jeder Parteipolitik unbeeinflußter Ard-it dem Staate gedient hat, nicht ungerecht­fertigterweise geopfert werden dürfe.

Spiclplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 24. April. 11.30 bis 13 ilßr: Konzert-Matinee Hoehn 19 30 bis nach 22.30; ..Die schöne Helena". Montag. 25.: Ge­schlossen. Dienstag. 26., 19.30 bis gegen 23: Aida". Mittwoch, 27., 20 bis 22 45:Der fliegende Holländer". Donnerstag. 28., 19 30 bis nach 22.30:Die schöne Helena". Freitag, 29-, 19.30 bis 22.30 ..Der Freischütz". Sams­tag, 30., 20 diS nach 22-30:Die Boheme".

Schauspielhaus. Sonntag. 24. Aprll. 20 bis 22.30 Ahr:Ein entzückender Mensch". Montag, 25., und Dienstag. 26., 20 bis nach 22.30: Der Raub der Sabinerinnen". Mittwoch. 27., unb Donnerstag. 28.. 20 bis nach 23Torquato Tasso". Freitag, 29., 20 bis gegen 22: Einmali­ger Tanzabend Riddy Impekoven. Samstag, 30., 18 bis nach 23;Faust" (l.Teil).

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 24. April. Cantate.

Skadtkirche. 8 Uhr. Pfr. Mahr: zugleich Christen­lehre für die Neukonfirmierten der Matthäus- gemeinde: 9.30: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker. Iohanneskirche. 8: Psr. Ausfeld; zugleich Christenlehre für die Neukon- firmierten der Zohonnesgemeinde; 9.30: Pfr. Bech- tolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 20: Miffionsstunde im Zohan- nessaal; Missionar Walther aus Beuern. Kapelle des Alten Friedhof». 9.30: Pfr. Lenz; zugleich CH«!- stenlehre für die Neukonfirmierten der Luther­gemeinde; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. Ellfabeth-Kleinkinderschule. 8.15: Chri- stenlehre für die Neukonfirmierten der Petrus- gemeinde; 9.45: Pfr. I-ic. Waas; 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Lic. Waas. 3m Sale der neuen Krippe. 11: fiinbergottesbienft für die Zo- hannesgemeinde; Pf. Ausfeld. wicfeck. 9.30; Kol- lefte. Alten-vufcck. 13.30: Gottesdienst.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 23. April.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 24. April. 4. Sonntag nach Ostern.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt; 11: Messe mit Predigt; 14: Christenlehre und Andacht.

Sonntagsdienst d.Aerztc u.Apotheken am 24.4.32 vr.Neumann-Lvengel. Or. S. Klein. Hirschavotb.

Zahnarzt: I)r. Haubach. °D

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5,5 v.H., Lombardzinsfuß 6,5 v.H.

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Z5min

Schluß» rur#

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Datum

22.4.

23.4.

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6% Teutidie Retchranletdc d.192.

57.5

7% Deutsche Rei»oanletdc v. 1929

63

63

6V,% younfl-Wnletbc non 1930

Deutsche einl.-31blvf.-2d)ulb mit

50.5

50,5

Auslos -Rechten - .

39.4

40

39.4

39,9

TcJflL ohne Auslol.-Rechle . 6% Heil. «oUeflaat von 1929

2.9

2.8

2,75

<<kzahlb. 102%) . . - .

Cbrrbflfen Provinc-Anleibe mit

51

52,5

Au-los.Rechten .....

Deutsche flamm, s-ammelabl.

32.5

Anleche Serie 1

8% yrenff. Hnp.-Dank Goldpse

38

37,5

15 unkündbar bis 1935 .

7% (tranfl. Vnv.-Bank ©olbpfe

71

-

unkündbar di» 1986 Serie 16 .

4 -% grants. Hvp.-Bbnk 2iau..

70,75

Psandvriese........

4'% Rde nische Hvv.-Bank-üiqu.

75,5

Goldpse............

8% Pr. L andekpsandbrtesanstalt.

75,75

-

Pfandbricsc R. 19......

7% Pr. Landespsandbriesanstal!.

71,25

70,5

Bkandbriese R. 10

-

4% Oesterreich«che Golvrente . . 4,20% Oesterreichische C«verrenke

-

0,4

4% Ungarische Soldrente . . . .

5,55

4% Ungarische Siaatsrente v. 1910

4.9

4S% deSgl. von 1913

6% abgest. Goldmcxikaner von 99

6

6,13

-

*% Türkische Zollanieibe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

2,15

2,2

2,22

Serie! . . . .

2,1

4% dergl. Serie II.......

2,1

b% Rumän. vercinb. Rente V.1903

4,1

4

45,%9kumanDcreinb.Rentev.l9i5

8.5

4% Rumänische vererntz. Rente .

3.65

3,75

8 44% l.enau>ltti.......

-

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Datum

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22.4.

23.4.

Hamburg-Amerrla Pate.

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14

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Hamdurg-Lüdam. Tamvsichiss

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Hansa Tatnpsjchisj

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Norddeutscher Lloyd .

. 6

14.25

15,13

S.G. füt Perkehr-welen Aki.

30

29

Äcrllner HandelögeseUschait

8

83

83

Lommrrc- und Privat-Bank .

22,25

Darmstadter und Saticnalbcn

Deutsche Bank und

8

23,65

23

Dieconto-rsteiellschast. . .

fi

41

41

Dresdner Bank......

6

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StldrfbonT .......

12

104,25

103.75

103,5

103.75

Sl-E.G...........

. 7

25,25

26

25,25

25,75

Bergmann........

©rin. Lieserungsgesellschast.

. 9

18.5

10

51,5

51,25

53,5

Vidi: und tlrah

10

60.5

59

58,25

Reiten & ffluüleoumr. . AcjeUschail für ©ekrrische

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32,75

32

Unternehmungen ....

9

50

49,75

50,75

Nbcwischc ©fhnjität . . .

. 9

Sriiutfen & ilo. . . . . .

11

43.75

44

Giemene & Hal-ke .....

14

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95.5

96.25

Lahmet, er & (So.......

12

72,5

72

Buderur.........

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21

21

21,5

Deutsche ©bäl......

. 5

54.25

54,25

54

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33,5

34

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34,65

Harpcner.........

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. 0

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32.5

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KanneSrnann-Nöbren . . .

. 6

32.75

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Manöselder Bergbau ....

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Cberidiki. firltüerfe . . .

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29.25

Pbor.tr Bergbau. .....

Nbetnrsche Lraunkodlen . . .

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7,2

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14,5

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flaliwerke AscherUeben . . .

10

83

81

83

Kaliwerke L'estercgcln . . .

10

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flaliwerke SatHdetiurth . . .

15

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I. G. ,^ardcn-Ink>nttrte . . .

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Herein, chcm. Industrie grank furt a.M........

Lcheiveanstall.......

10

124

124

-

otcldschrnidi........

. 0

17

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Rülgerswerke.......

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27.75

27.9

27

Meiallgesellschasi......

. 5

28,25

Zementwerk He,d>-lberg. . Tementwerk flarlstadt. ...

34

34,5

34,5

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Eaofe & Frevkog.....

. 0

-

-

GdniUf rte Latzenhoter . . . Wu kLllgememe flunstseide)

15

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-

57.5

57,5

0

33.25

33

32,75

Bemberg. . . .

0

34.5

33.5

31,25

Zellsloss Valdivs.....

12

29

29.75

Zrllstoss Achasjcnburg . . .

6

28

Dessauer «aS.......

. 2

78,75

79

Daimler Motoren.....

. 0

9

8,25

Deutsche Linoleum ....

. 6

26.25

27

Etentetn & floxyel ....

. 0

22,5

22.25

Leonhard Tte?......

. 8

53

52.9

Lreneka.........

15

Tbade .....

199

199

204,5

^ranktuoer Maschinen . . .

. 0

13

Krtxner ...

. 0

Mmnkro4tN'er1e Höchst a. SDL.

. 6

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Sübdeuncher Ztüker . . . .

10

91,75

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Devisenmarkt Berlin -

- Frankfurt a. M.

22.April

23.April

Amtliche Notierung

Amtliche Notieruna

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7,303

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51,70

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Prag . . .

12.465

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Sofia . . .

3.057

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Holland . .

170.58

170.92

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170.87

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London. . .

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59.09

Italien. . .

21,63

21 .67

21.63

21 .67

Paris . . .

16.595

16.635

16.585

16.625

>-chwei, . .

81.92

82.08

81.70

81 .86

Svanien . .

33,07

33.13

33.07

33,13

Tanzt g. . .

82.67

82.83

82.67

82.83

Japan . . .

1 .389

1.391

1,369

1,371

Rw de Ian..

0,279

0.281

0,279

0.231

^llgoslawie».

7.423

7,437

7,423

7.437

'jada» . .

14,39

14.41

14,34

14,36

Banknoten

»ertln, 22 Avril

rseld

»fiel

Smenk-mische Note» . . .

4,20

4,22

Belgische Noten.....

58,79

59,03

Tänllche Noten.....

86,08

86,42

Englische Noten.....

15,70

15,76

Frau»ösische Note» ...

16.55

16,61

Hollanetsche Noten ...

170,21

170,89

Italienische Noten ....

21.76

21,84

Norwegische Note». . . .

77.54

77,86

Deutschs Oesterreich, 4 100 LchMno

Nutnäntsche Noten ....

2.49

2,51

Schweoilche Noten . . . .

77.49

77,81

Schwetjer Noten.....

81,74

32.06

Svanilche Ncien.....

32,95

33,12

Ungarische Note» ....

» e e