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Ueberall erhältlich.
J. J. Darboven, Hamburg 15
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dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle auf.
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Körung über alle einschlägigen Fragen des rationellen Brennstoff- und OelverbrauchS und über die Voraussetzungen für die wirtschaftliche Qk- tricbssührung eines KrafrwagenS. Der Reifende (Paul Henkel) und feine Frau (Claire Rom- mer). die beide in einem Kraftwagen fahren, der eigentlich für sie viel zu teuer ist, werden von dem Ingenieur (Walter Rilla) darüber aufgeklärt (daS Publikum in allererster Linie natürlich mit), welchen Betriebsstoff sie fahren müssen, welches Ocl — die Markenware, die den Motor schont —, sie werden auch darüber belehrt. welchen Wagen sie sich daS nächste Mal kaufen müssen, wenn das Auto nicht ein allzu großes Loch in den Geldbeutel reihen soll. Originelle Trickzeichnungen über die Arbeitsweise des Motors, über das Derhalten des Brennstoffes und des Oelcs im Zylinder liehen auch dem Laien die technischen Zusammenhänge verständlich erscheinen. 3n weiteren Trickbildern wurde den Besuchern auch die Betriebs- kostenrechnung ausgemacht, die Steuerlasten, die Brennstoffkosten, der Umfang der möglichen Amortisation und noch manches andere statistisch vor Augen geführt. Derjenige, der ein Kraftfahrzeug besitzt oder anschaffen will,
So wie ein Wunder.....
wirkt IDEE! Daß dem Idee-Kaffee weder etwas entzogen noch hinzugesetzt ist, merken Sie an seinem Aroma und daß er nicht mit Chemikalien behandel! ist an seinem Geschmack. Ein rein physikalischer Umsetzungsprozeß bedingt seine Leichtbekömmlichkeit. Herz-, Nerven-, Magen- und Darmkranke haben zu Tausenden die Leichtbekömmlichkeit bestätigt Hinzu kommt der billige Preis. Sie bezahlen bei Idee für die Leichtbekömmlichkeit keinen Aufschlag. — Das große 200 g Paket kostet nur RM 1 22.
Ein Postwagen beraubt
Postwagen Brüssel — Antwerpen der Rähe von Antwerpen bei Hoboken
Inszenierung Rabenalt und Reinking. Die Dorstellung gilt als 23. Vorstellung im Mittwoch- Abonnement. Opernprclle. Torzug- und Rundfunkautscheine hoben Gültigkeit. Ende 22 Uhr. Während der Ouvertüre bleiben die Saal tüten geschlossen. — Freitag sind Theater und Kasse geschlossen. — SamStag, 26. März, Wiederholung der erfolgreichen Reueinstudierung von Shale- speares .Romeo und 3ulia“ unter der Spielleitung deS 3ntendanten. Raimund Schelchcr und Beatrice Doering sind die Träger der Titelrollen. Diese Dorstellung gilt als 23. Dorstelluni im Freitag-Abonnement. Gewöhnliche Preise. Beginn 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.
Schweres Bootsunglück auf Java.
Auf der Reede von Soe^abaja (3ava) ist ein mit 49 Personen besetztes grohes Kanu bei starkem Winde umgeschlagen. 26 3nsassen konnten gerettet werden. Bier Leichen wurden geborgen. Wan befürchtet, dah die übrigen 19 Personen, die noch vermiht werden, ertrunken find.
Großscuer im Berliner Vuchhondlervlertet
3n der Dorotheenstrahe 65 in Berlin brach in den Räumen der bekannten Verlagsbuchhandlung von Georg Stille aus noch nicht ermittelter Ursache ein Brand aus. der allem Anschein nach in einem zu ebener Erde gelegenen Srpedi - tionsraum der Firma im ersten Quergebäude entstanden war. Da eS sich um einen alten Ge- bäudekompless mit zwei engen Höfen handelt und Gefahr für die benachbarten Häuser bestand, dah die Flammen auch dorthin ihren Weg nehmen könnten, gaben 4 Züge Feuerwehr aus 8 Röhren riesige Wassermengen in die Flammen. Es gelang innerhalb einer Stunde, die Flammen einzukreisen, so dah für die übrigen Gebäudeteile, in denen mehrere Grundstücksgesellschaften unter» gebracht sind, keine Gefahr mehr bestand. Besonders erheblich ist der Gebäudeschaden. da die Räume vom Erdgeschoh bis inS drille Stockwerk hinauf vollkommen ausgebrannt und die leichten Hvlzdecken zerstört und eingestürzt sind.
(Gießen) für 300 Mark gepachtet. Der nördliche Jagdbezirk dieser Försterei, in den Gemeinden Atzenhain, Lehnheim, Merlau und Nieder Ohmen gelegen. 325 Hektar grob, kam für 400 Mark in die Hand von Lteuerinjpetlor Merz (Merlau). Der Jagd- bezirk der Försterei B e r n s f e l d, in den Gemar- kungcn Bernsfcld Atzenhain und Nicder-Ohmen gelegen, etwa 373 Hektar groh, wurde von Fabrikant Julius Messer (Frankfurt a. TI.) für 305 Mark gepachtet. Auch die drei legten Jagden sind durchweg Waldjagden. Der Fischereibezirk I „Seen- bad) und 3 lsba ch", in den Gemarkungen Flensungen, Ilsdorf, Kirschgartcn und Merlau, ilK Kilo- metcr lang, wurde von Heinrich Guthardt (Die- hen) für 115 Mark gepachtet. Den Fischerei- bezirk II „Ohm", In den Gemarkungen Kirschgarten, Merlau und Wettsaosen, 3H Kilometer lang, pachtete Fabrikant Jul. Messer (Frankfurt o M ) für 115 Mark. Der F i s ch e r e i b e z i r k III „O h m", in der Gemarkung Nieder-Ohmen, 3,8 Kilometer lang, kam für 45 Mark in die Hand von Dcterinärrat Dr. Fuchs (Grünberg). Anschließend sand die Der- vachtung der Gemeindejagd Harbach statt. Ungefähr 500 Hektar enthaltend darunter etwa 100 Hektar Wald, erbrachte diese nach zweimaligem Aus- gebot einen Preis von 385 Mart Letztbictender blieb Baumeister Müller (Endbach). Da die Gcnehmi- gung nicht erteilt wurde kam durch nachträgliche Verhandlungen ein Pachtpreis von 500 Mark zu- stände. Der vorige Pächter, Dr. Hofmann (Gießen) zahlte bei einer um ein Drittel größeren Fläche 1100 Mark Pocht.
Kreis Büdingen.
♦ Kohden, 22. März. Unsere Gemeinde hat im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl sehr viele Arbeitslose. Den vereinten Bemühungen des Arbeitsamts Gießen und des Gemeindevorstandes ist es nun gelungen, für die jugendlichen Erwerbslosen von hier eine Beschäftigung für etwa 20 Woche n durch Urbarmachung der Wüstungen der Gemeinde auf und hinter dem Bün- desberg zu fd)affen. Seit einigen Tagen feaben 15 Mann diesen freiwilligen Arbeitsdienst ongetreten. Zunächst wird eine größere Fläche zu einem Sportplatz eingerichtet, der jedenfalls günstigere Bodenverhältnisse und größere Ausdehnung bekommen wird, als der bisherige Sportplatz in dem feuchten Talcsgrund.
Kreis Schotten.
* Sellnrod, 23. März. Der Lehrer unserer ersten Schulklasse erlitt am Sonntag einen schweren Unfall. Als er sich mit seinem Motorrad auf der Heimfahrt von Weickartshain nach Sellnrod bc fand, stürzte er kur§ vor Lardenbach so schwer, daß er blutüberströmt liegen blieb. Einige junge Leute brachten ihn in das zunächst gelegene Gasthaus. Der sofort herbeiaerufene Arzt brachte ihn in das Krankenhaus zu Laubach.
Aus der provmzialhauviKadt.
Gießen, den 23. März 1932.
Gründonnerstag.
Vielerlei Dinge nehmen heutzutage das 3nter- esse mehr gefangen als Fragen, deren Beantwortung nur unter Hinweis auf weit zurückliegende Zeit möglich ist. So wird man jemand, der nach der Herkunft und Bedeutung deS Gründonnerstag fragt, daS Zeiten buch um über eineinhalb Jahrtausend zurückblättern und ihn über die Festsetzung deS Tages zum Kirchenfeiertag die Bestimmung Papst Leos II. lesen lassen. Rach diesem wurde er „dies absoiutionis“ genannt, d. h. der Tag der Lossprechung. Die durch irgendein Vergehen von der Kirche Ausgestohenen wurden an diesem Tage in die Kirche wieder ausgenommen. Die Fastnachts^eit hindurch muhten sie in Buhgewändern vor der Kirchentüre stehen: an dem Tage der Lossprechung aber schmückten sie sich mit dem ersten Frühling-grün. Aus diesem Anlafe nannte man sie kurzwea .Die Grünen", und den Tag des Sündenablasses den Tag der Grünen, oder, wie er später benannt wurde: Gründonnerstag.
Wie das Reue Testament lehrt, nahm Christus am Donnerstag der Osterwoche mit seinen zwölf Jüngern daS heilige Wendmahl ein, nachdem er ihnen vorher die Füße gewaschen hatte. Gr legte seiner Handlung das Motiv deS Dienens untereinander zugrunde. Das Abstreifen aller hochmütigen Gedanken, das Unterteilen der eigenen Person unter einen anderen, auch Geringeren, sollte daS Beugen unter den göttlichen Willen zum Ausdruck bringen: Alle Wege will ich gehen, die Gebote der Menschenliebe will ich erfüllen an allen, auch an den Geringsten...
Uni) nachdem er die Handlung der Demut vollzogen hatte, ließ er zum Mahle rüsten und sah mit ihnen zu Tische, zum letzten Mahle. Gr gab ihnen an diesem Abend daS Band, da- noch heute ihn und die Menschheit aneinander knüpft: Das Sakrament des heiligen Abendmahles: Brot und Dein, das Fleisch und das Blut Christi.
Roch heute vollzieht der Papst getreu dem Vorbild Christi am Gründonnerstag die Fußwaschung an zwölf Priestern. Darauf wird ein Mahl gehalten, bei dem er die Priester mit Hilfe der Kammerherren bedient.
Außerordentlich malerisch gestaltete sich einst die Fußwaschung am Kaiserhofe zu Wien, wo der Kaiser zwölf Greisen die Füße wusch, sie reich bewirten liefe, mit Geld beschenkte und eigen- dafür mit dem kaiserlichen Wappen geschmückte Holzwannen mit allerlei Speisen füllen liefe, die ben alten Leuten mit auf den Weg gegeben wurden.
Gs gibt schon noch etwa- anderes im Leben, als Zank und Streit und Hader, Betrug und verbrecherisches Uebeclisten. e- gibt noch den Weg, den Christus unS durch seine Handlung am Gründonnerstag gezeigt hat, und den er vor seinen □ungern mit den Worten festlegte: .Dienet euch untereinander — gleich wie ich euch gedienet habe."
Veranstaltungen in Gießen.
Außer den in unserer Rr. 61 vom 12. März btreitS mitgeteilten Beran st altungen in Gießen im 3ahre 1 9 3 2 werden, nach einer Mitteilung des Städtischen DerkehrSamtes, noch •olgenbe Veranstaltungen hier stattsinden:
l.Mai: 3ohann-Straufe-Konzert in der VolkS- feallc.
3uni: 40jährigcs Stiftungsfest deS Marine- vereins Gießen mit Ghrenmaleinwcihung.
3. bis 5. 3uli: Tagung der Stempelfabrikanten auS Deutschland und dem Ausland.
21. bis 23. September: Tagung der Deutschen Bereinigung für Mikrobiologie.
BornoNzen.
— Ta oeskalenderfür Mittwoch. Stabt» iHeater: „Don Juan", 19 bis 22 Uhr. — Oberhessischer JtunftDcrein: 15 bis 17 Uhr, Turmhaus am Brand platz, Tischbein-Ausstellung. — Deutsche Volkspartei: 20.3<i Uhr, Hotel Hindenburg, Jahres-Hauptoersamm. lang. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ronny".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 19 Alfer, gastiert das Hess. Landestheater Darmstadt mit der Oper.Don Juan" von Lorenzo da Ponte. Musik von W. A. Mozart. Am Pult Dr. Hans Schmidt-3sserstedt.
dürfte manche wertvolle Anregung erhalten haben. Die Form, in der daS an sich etwas spröde Thema im Film behandelt wurde, kann als sehr glücklich bezeichnet werden. Die Photographie war ausgezeichnet, musikalische Untermalung tat ein übriges, um diese Sonniagvormittag-Dor- stellung nicht nur lehrreich, sondcnm auch unterhaltsam zu gestalten.
** Die Maul, und Klauenseuche ist neuerdings in W i e s e ck (Kreis Gießen) sowie in M e l b a ck und A s s e n h e i m (Kreis Friedberg) ausgebrochen. In Heuchelheim (Kreis Gießen) sowie in 11 (riefe ft ein und Unter«Seiber» i e n r o b (Kreis Schotten) ist die Seuche erloschen.
Overheffen.
Landkreis Gießen.
< Garbenteich, 20. März. Dieser Tage hielt die Spar- und Darlehenskasse e. G. m. b. H. G a r b e n t e i ch ihre 34. ordentliche Generalversammlung ab, die einen außerordentlich guten Besuch auszuweisen hatte. Direktor Friedrich Kissel erstattete zunächst den Geschäftsbericht. Die 3ahresrechnung, die durch den Rechner O. Lang vorgelegt wurde, ergab einen Reingewinn von 2326,16 Mark. Hiervon wurde auf die Geschäftsanteile eine Dividende von 8 Prozent gewährt, 600 Mark wurden dem Auswertungsfonds, der Rest den Reserven überwiesen. Rachdem dem Borstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt worden war, erfolgte die Vorlage des Revisionsberichtes, aus dem zu entnehmen war, daß zu keinerlei Beanstandungen Veranlassung vorlag. Darauf folgten die Wahlen zum Aufsichtsrat und Vorstand. Der Präsident des Aufsichtsrates, und zwar seit Bestehen der Kasse, 3akob Briegel II., und das Aufsichtsratsmitglied 3ohannes Schwarz erklärten ihren freiwilligen Rücktritt. Beide wurden wegen ihrer Verdienste um die Kasse feit ihrem Bestehen zu Chrenmitgliedern ernannt und Herrn Schw arz ein Ehrendiplom überreicht. Bei der Reuwahl wurden die Herren Wilhelm Kissel, Beigeordneter, und Heinrich Lang II. einstimmig gewählt. Die statutengemäß ausscheidenden Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder Shibtoig Kehle r und Gilbert Schmidt wurden wiedergewählt. Roch einigen Erörterungen über das Warengeschäft wurde noch die Einrichtung einer Liquiditätsreserve bekanntgegeben, die durch eine Iprozentige vierteljährliche Tilgung aller Schuldsummen gebildet werden soll. 3m übrigen wurde vom Vorstandsmitglied Stumpf betont, dafe es in der gegenwärtigen schwierigen Zeit unbedingte Pflicht jedes Mitglieds und jedes Darlehensnehmers sei, die Zinszahlungen stets pünktlich zu leisten, damit die Kasse ihren Vervflich- tungen prompt gerecht werden könne und dadurch das Vertrauen zur Kasse auch weiterhin erhalten bleibe.
•* Die Gießener Geldinstitute geben in dem heutigen Anzeigenteil bekannt, daß ihre Kassen und Geschäftsräume am Ostcrsarnstag für jeglichen Verkehr geschlossen sind.
•• D i e Innung der Sattler und Tapezierer für Stadt und Kreis Gießen hielt am Montag ihre letzte Innunasversammlung ab. Als einziger Punkt stand die Auslösung der seit 10 Jahren bestehenden Zwangs-Innung auf der Tagesordnung. Die Abstimmung über die Auflösung, die unter Aufsicht eines Vertreters des Kreisamtes vor sich ging, brachte 31 Stimmen für und nur 2 gegen die Auslösung. 3 Mitglieder enthielten sich der Stimme. Die Innung gilt somit als aufgelöst.
" Einbruchsdlebstahl. In der vergangenen Nacht wurde, wie der Polizeibericht meldet, in einem Anwesen in der Wilhelmstrahe ein Einbruch verübt. Die Diebe drangen, nachdem sie ein Fenster ein« geschlagen hatten im Parterre ein, erbrachen und durchwühlten in Den Zimmern alle Behältnisse, wo- bei ihnen 17 Mark Bargeld in die Hände fielen. Silbersachen und andere Wertgegenstände blieben unberührt. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange.
" „Unsere Kolonien unter englischer Wandatsherrschaft." Am Samstagabend sprach im Rahmen eines Vortragsabends im DHV. Herr v. Wernsdorfs, der lange Zeit als Kolonist und Leiter großer Plantagen in Afrika weilte, über die Kolonien Deutsch- Südwestafrika und Deutsch-Ostafrila. Der Redner schilderte zunächst die geschichtliche Entwicklung deS deutschen Kolonialwesens und erinnerte besonder- an Lüderitz und Peters, die die Wegbereiter für deutsche Kolonien gewesen seien. An Hand von Bildern machte er sodann mit den landschaftlichen Eigenarten des Steppengebietes von Südw^stafrika (dem Lande der Sonne, de- Sandes und der Dornen) bekannt, sprach von der Lebensform der Kolonisten, charakterisierte die Eingeborenen nach ihren guten und bösen Eigenschaften und vermittelte damit viel Wissenswertes. Sehr interessant sprach er von den Gefahren des Urwalde- und der Steppe, die in Filmen und Reiseschilderungen oft sehr aufgebauscht würden. Weiter hörte man von der grundsätzlich anderen klimatischen und landschaftlichen Struktur und insbesondere von den wirtschaftlichen Verhältnissen Deutsch-Ostafrikas. Auch hier unterstützten die vom Redner selbst aufgenommenen Lichtbilder daS Verständnis des Vortrages wesentlich. Der Vortragende betonte, daß in der Gegenwart, im Zeichen der Weltwirtschaftskrise, von der auch die gesamte Wirtschaft Afrika- außerordentlich stark in Mitleidenschaft gezogen sei, die Ansiedelung in Afrika nicht sehr empfehlenswert fei, denn es bedürfe vor allem grober Barmittel, um überhauvt in irgendeiner Form mit der Kolonisation beginnen ju können. 3nteressant sei es, festzustellen, dafe in den efe-maligen deutschen Kolonien, die jetzt unter englischer Wandatsherrschaft stehen, fast alle deutschen organisatorischen Mafenahmen fortgeführt wurden und das Land durchaus nach deutschem Muster verwaltet werde, obwohl man seinerzeit den Deutschen das Land nahm mit 6er Begründung, sie seien schlechte Kolonisatoren.
•• Der Ob ft. und Gartenbauverein Gießen hielt am vorigen Sonntag im Kaufmännischen Vereinshaus eine zahlreich besuchte Mitglieder- Versammlung ab, die als die letzte Vortragstätigkeit des Winterhalbjahrs gedacht war. Behandelt wurden die Arbeiten in den Vereinsgärten, namentlich die baldige Vernichtung aller Abfälle, wie das Ausroden abgestorbener und kranker Obstbäume als bestes Vor. beugungsmittel gegen das Ueberhandnehmen der Borkenkäfer. Der Vortragende^ Garteninspektor R e h n e l t, betonte ferner die Notwendigkeit einer besseren Ausnützung der Gärten im allgemeinen und die der vielen, bisher undenützten sonnigen Wandflächen durch vermehrte Anpflanzung veredelter Pfirsich und neuerer, für unser Klima passender Weinreben. Ferner wurde auf den Anbauwert neuerer Sorten von Kern-, Steinobst und Beerensträuchern, wie auch auf den lohnenden Anbau der Quittensträucher hingewiesen, auch die beste Düngung der Erdbeeren, Frühkartoffeln, Dahlien usw. be- sprachen. Jeder Gartenbesitzer sollte nur das Beste anpflanzen und sich nicht verleiten lassen, billige Ramschware zu erwerben, für welche jeder Preis zu teuer ist. Den Schluß bildete eine Gratisverlosung von Dahlien.
** Preisschießen im Garde-Verein. Der Garde-Verein Gießen hielt, wie man uns berichtet, ein vereinsinternes Preisschießen ab, an dem sich fast alle Mitglieder beteiligten. Es wurden vorzügliche Ergebnisse erzielt. Aus stärkster Kon- kurrenz ging als bester Schütze der erste Vorsitzende Kamerad Karl R e i ch a r d t als Sieger hervor, der mit 36 Schüssen 419 Ringe erzielen konnte. Preise erhielten folgende Kameraden: 1. Karl R e i ch a r d 1: 2. Heinrich Detter: 3. Hans Weinandt); 4. Albert Zirb us: 5. Heinrich Roll: 6. Karl K o ch; 7. Adolf Kramer: 8. Heinrich Schmelz; 9. Heinrich Christ (Lollar); 10 Otto Zimmer: 11. Adolf Hoffmann: 12. Richard Schmidt. Die Preise sind zur Zeit im Möbelgeschäft Detter an der Schulstraße ausgestellt.
•• „PS“ — Ein Tonfilm vom Kraft- wagen. 3m Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, lief am Soijntagvormittag ein interessanter Tonfilm. Der Bildstreifen wurde im Auftrage der Deutsch-Amerikanischen Petroleumgesellschaft her- gestellt und von der Ufa in einwandfreier Weise feerausgebracht. 3n einer geschickten Rahmenhandlung lernte man das Auto von der technischen Seite feer kennen, erhielt umfassende Auf-
beraubt worden. Die Verbrecher hielten den Beamten mit Revolvern in Schach und bemächtigten sich jtoeicr Postsäcke, die schätzungsweise mehrere hunderttausend Franks enthielten.
«ui neeresmveeu umgerechneten Luftdruck
LLcUc rvo ra usjagc.
Die im Westen bis über Frankreich eingetrcteneu Druckstörungen haben durch die Standhaftigkeit des hohen Drucks keinen Einfluß auf unsere Wetterlage gewonnen. Vorerst wird der hohe Druck noch die Vorherrschaft behalten, so daß der SBitterungstfearah ter anhält. Dabei werden sich aber die Nachtfröste abschwächen, und besonders tagsüber wird sich wieder milderes Wetter als seither cinstellen.
Aussichten für Donnerstag: Zeitweise dunstig und leicht wolkig, sonst aufheiternd, trocken,. Nachtfrost, tagsüber wieder milder.
Aussichten für Freitag: Noch wenig Acnderung der Wetterlage wahrscheinlich.
Lufttemperaturen am 22. März: mittags 5,1 Grad Celsius, abends —0,3 Grad; am 23. März: morgens — 4,8 Grad. Maximum 5,2 Grad, Minimum —7,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. März: abends 5,2 Grad; am 23. März: morgens 1,4 Grad. — Sonnenscheindauer: 10J4 Stunden.
Amtliche winterfporlnachrlchlen.
Vogelsberg, Hoherodskopf: Heiter, — 9 Grad, Schneedecke durchbrochen, im Walde stellenweise Sportmöglichkeit.
Schwarzwald, Feldbery: Heiter, —10 Grad, 70 cm Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut.
Alpen, Garmisch-Partenkirchen: Hei, ter, — 5 Grad, 20 cm Pulverschnee, Sportmöglichkeit gut.
+ ®rünberg,21.März. Am Samtsagnachmit- tag fand im „Wilden Mann" die Verpachtung einerAnzahlStaatsjagdenundFische, r e i e n auf die Dauer von zwölf Jahren statt. Der westliche Jagdbezirk der Försterei Reinhards- h a i n, in den Gemarkungen Geilshausen, Reinhards, Hain, Saasen und Winnerod gelegen, mit einer Flache von 692 Hektar, durchweg Wald, wurde in zwei fast gleich großen Teilen verpachtet. Die südlich der Gießener Straße gelegene Halste pachtete Ge- werbelehrer Sei cfeum (Gießen) für 300 Mark, wäh. rend die nördliche Hälfte zum Pachtpreis von 200 Mark in dis Hand von Gerichtsvollzieher Junker (Gießen) kam. Der östliche Jagdbezirk der Försterei Reinhardshain, in den Gemarkungen Rein- hardshain, Beltershain und Lumda gclegi * Hektar umfaßt, ebenfalls durchweg Walk.
einen Pachtpreis von 225 Mark: Pächter wurde Metzgermeister Weber (Geilshausen». Der südliche Jagdbezirk der Försterei Merlau, in den Gemarkungen Merlau, Kirschgarten und Ilsdorf gelegen, 221 Hektar groß, wurde von Rektor Kaufmann
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