SJl.-rfpOTt
Fußballspiel: Gießen — Wien.
Ailö dem Arbeiter-Turn- und Sportlrund.
Die Freie Turnerschaft Gießen wird ihren Anhängern am morgigen Samstagabend ein besonderes fußballsportliches Erlebnis Oermitteln. Hat sie sich doch, neben anderen Kreisv^reinen, die sich auf einer Spielreise durch Deutschland befindliche stärkste Wiener Arbeiter-Fußballelf, die Mannschaft Gaswerk St. Dei't 8, zu einem Spiele verpflichtet. Die Gäste sind nun zum drit- temnale Meister der besten Klasse der Wiener Arbeiter-Fußballer und verfügen über ein hohes Maß von Technik und Spielkultur. Die Mannschaft hat in ihren Reihen Spieler, die schon mehrere Male bei Länderspielen mitgetoirtt haben. So standen auch bei den lebten Länderspielen Deutschland- Oesterreich in Kassel und Hannover die Spieler Stern, Drinek und Fo- re i th in den Reihen der österreichischen Mannschaft. Die Gäste, die am vergangenen Samstag in Frankfurt und am Sonntag in Wiesbaden spielten, trafen bereits gestern in Gießen ein. Das Spiel findet am Samstagabend 18 Ilhr auf dem VfB.-PIatz statt. Die Gießener Arbeiter-Sportler haben sich mit diesem Spiel eine Aufgabe gestellt, der sie voraussichtlich nur sehr schwer gerecht werden können. Wohl hat die Mannschaft durch Umstellung an Stärke getoonnen, jedoch wird sie alles hergeben müssen, ivenn sie im Kampf gegen die Gäste ehrenvoll bestehen will.
Bor diesem Spiel (4.30 älhr) treten zwei Bezirksmannschaften an. Rach Beendigung dieses Spieles wird die offizielle Begrüßung der Wiener durch Bertreter der Stadt und des Kreises Gießen erfolgen. Dem Spiel sieht man mit großer Spannung entgegen.
Handball der Turnergilde im OHB.
Am Samstagabend treffen sich die beiden ersten Mannschaften des Olympischen Sport-Clubs (OSC.) 1 und der Turnergilde im DHV. zu einem Handball Übungsspiel auf dem Waldsportplatz. Beide Mannschaften dürften als gleich stark zu betrachten fein. Die DHB.-Mannschaft tritt mit zwei Ersatzleuten an. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorherzu- sagen.
Deutschland - USA.
Die Auslosung zum Davispokalkampf.
Am Donnerstagmittag 12 älhr wurde auf dem Sekretariat des Französischen Tennisverbandes die Auslosung der Spiele für das Interzoncn- Finale im Davispokal zwischen Deutschland unö Amerika vorgenommen. Danach beginnt der Kampf am heutigen Freitag 14.15 Uhr im Ro
land-Garros-Stadion mit dem Spiel von Frank Shields gegen Gottfried v. (Stamm. Anschließend spielen die beiden Spitzenspieler Ells- worth Bines und Daniel Prenn. Das Doppelspiel. dessen Aufstellung noch nicht feststeht, wird am Samstag um 15.15 Uhr begonnen. Die beiden letzten Singles des Sonntags bringen um 14.15 Uhr die Begegnung (Sramm gegen Bines und anschließend das Match Prenn gegen Sh.elds. 3n deutschen Kreisen toiro Der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß am Freitag wenigstens ein Punkt gewonnen werden kann.
Ankunst in Los Angeles.
Unsere Olympiafahrer haben nun den Riesenweg quer durch Amerika zurückgelegt. In Kansas-City wurde nochmal ein kurzer Aufenthalt gemacht und zur Besichtigung der Stadt verwandt. In Neu- Meviko bekam man die tropische Gluthitze richtig zu spüren, gegen die der Kampf mit allen Mitteln ausgenommen wurde. Trotz der langen Fahrt ist das Befinden unserer Leute ausgezeichnet und von Müdigkeit merkt man keine Spur. Mit der deutschen Mannschaft reisten auch die deutsch-amerikanischen Radfahrer nach Los Angeles. Exz. Lewald war der Mannschaft mit dem Flugzeug vorausge- eilt, um Borsorgen für den Empfang zu treffen. In der Nacht zum Freitag (AiEZ.) haben die Deutschen das Fiel erreicht.
11. (Stoppe her „Tour he France".
Stapel noch immer Zweiter.
Rachdem am Mittwoch der letzte Ruhetag her* bracht worden war, werden nun die letzten elf Etappen ohne Unterbrechung durchgefahren. Am Donnerstag führte die 11. Etappe von Rizza über 233 Kilometer nach Cap. 5>ie Strecke wies wieder erhebliche Schwierigkeiten auf. so daß es zu neuen Ausfällen kam. Am schwersten wurden die Italiener betroffen, die durch Stürze di Paceo und Gestri verloren. Das Feld war zeitenweiso weit auseinandergerissen, da aber die Führenden ziemlich bummelten, konnten bis zum Schluß 27 Fahrer aufschließen und die Spitzengruppe bilden. Im Endspurt konnte dann Leducq, der Träger des gelben Trikots des Führenden, seinen ständigen Verfolger Dtöpel mit zwei Längen schlagen. Dritter wurde Bonduel, Dierter Benoit Saure (1. Tourist), Fünfter Diarengo. Auf den 6. Platz wurden 22 Fahrer, darunter llmbcn- Hauer, Thierbach, Geyer, Bulla. Pesenti und Ronsse gesetzt. Die weiteren Deutschen Sieronski, Altenburger, Kuhbach und Risch büßten mehr oder weniger Zeit ein. Im Gesamtklassement führt nach wie vor Leducq vor Stöpel, Camusso und Pesenti, während in Länderwertung Italien vor Frankreich, Belgien und Deutschland liegt.
Die Arbeitsmarktlage in Oberheffen
Oie Beschästigungsverhäliniffe in hen einzelnen Berufsgruppen.
Das Arbeitsamt Gießen teilt in feinem Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes in Ober Hessen nach dem Stande von Ende Juni folgendes über die Beschäftigungsverhältnisse in den einzelnen Derufs- gruppen mit:
Land- und Forstwirtschaft.
Die Zahl der verfügbaren Arbeitsuchenden betrug 393 gegen 405, es ist also nur ein geringer Abgang zu berichten. Da die Landwirtschaft fast nur junge Kräfte als Dauerbeschäftigte ein- stellt, bleiben die älteren verheirateten landwirtschaftlichen Arbeiter auch weiterhin ohne Beschäftigung. Die Bermittlungstätigkcit kann in dieser Berufsgruppe als befriedigend angesehen werden: es konnten im Berichtsmonat 176 "Vermittlungen getätigt werden.
Bergbau.
Die Lage des Bergbaues gestaltete sich vorübergehend etwas besser. Die Zahl der Arbeitsuchenden fiel von 504 Bergleuten im Vormonat auf 472. Rach den bisherigen Meldungen sind die Beschäftigungsverhältnisse aber wahrscheinlich nur kurzfristig.
Industrie der Steine und Erden.
Auch in dieser Berufsgruppe hat sich die Be- fchäftigungslage etwas gehoben. Einen merkbaren Einfluß hatten die Aufträge, der Reichsbahn an die oberhessische Dasaltindustrie. Zwar wurden bisher noch keine zusätzlichen Arbeitskräfte in größerem Maße eingesetzt, aber die Gesamtlage der Industrie ist stabiler geworden, die kurzfristigen Entlassungen, zu denen man durch Auftragsmangel gezwungen war. brauchten
nicht vorgenommen zu werden. Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug 1322 gegen 1424 im Vormonat.
Metallindustrie.
In der Berufsgruppe Metallverarbeitung und Industrie der Maschinen, Instrumente und Apparate ist keine wesentliche Veränderung eingetreten. Die Eisenindustrie ist immer noch schlecht beschäftigt und droht weitere starke Entlassungen vorzunehmen. Das Handwerk leidet weiterhin stark unter der Depression der Wirtschaft. Als Arbeitsuchende waren gemeldet 2588 Personen gegen 2666 im Vormonat und 1821 im Vorjahre.
Holz- und Schnihstoffgewerbe.
Der Beschäftigungsgrad des Gewerbes hat sich weiter verschlechtert. Pinterbringungsmöglichkeiten waren kaum vorhanden. Die Zahl der Arbeitsuchenden stieg von 902 auf 953.
Rahrungs- und Gennhmillelgewerbe.
Im Rahrungs- und Genußmittelgewerbe ist die Lage der Tabakindustrie fast unverändert. Arbeitslos wurden im Derichtsmonat 52 Tabakarbeiter bzw. -arbeiterinnen; 59 Personen fanden wieder Beschäftigung. Arbeitsuchend waren in der Derufsgruppe 776 gegen 809 im Vormonat und 352 im Vorjahr.
Bekleidungsgewerbe.
Das Bekleidungsgewerbe zeigt eine starke Fluktuation im Beschäftigungsgrad bei fast gleich- bleibender Arbeitslosigkeit: gegen 370 Arbeitsuchende im Vormonat und 239 im Vorjahre waren im Berichtsmonat 376 Arbeitsuchende gemeldet.
Baugewerbe.
Die anhaltend schlechte Wirtschaftslage spiegelt sich besonders in der Arbeitslosigkeit des Baugerver- bes. Wenn auch die Bautätigkeit sporadisch zuge- nommen hat, so ist die Zahl der Beschäftigten nur ganz gering gestiegen, da nur einige Facharbeiter eingestellt wurden. Die Hauptarbeit z. B. in den ländlichen Bezirken verrichtet der Meister mit den Lehrlingen, die dadurch wieder aus ihrer Beschäftigungslosigkeit herauskommen. An Arbeitsuchenden wurden im Juni 2 398 gezählt gegen 2 431 im Vormonat und 1711 im Borjahre.
Betrachtet man die Zahl der Arbeitsuchenden zur Zeit des Höchststandes der Arbeitslosigkeit im Februar 1931 und die noch vorhandenen arbeitslosen Bauhandwerker einschließlich der nicht in dieser Bern fsaruppe geführten Bauhilfsarbeiter, so ergibt sich folgendes Bild: insgesamt 5 428 Arbeitslosen im Februar 1932 standen im Juni noch 4 049 gegenüber, die Arbeitslosigkeit war um 25 o. h. gegen den Höchststand gesunken. Im einzelnen verteilten sich die Arbeitsuchenden auf:
Abnahme
1.3.32 1.7.32 o.h.
Maurer 1832
Zimmerer 456
Maler. Anstreicher. Lackierer 978
Glaser und übrige Berufe 212
Bauhilfsarbeiter 1950
1178 36
301 34
780 20
139 35
1651 15
Die ungelernten Berufe waren also am wenigsten in den Beschäftigungsprozeß einzugliedern.
Gast- und Schankwirtschaft.
Die Entlastung des Arbeitsmarktes in dieser Berufsgruppe ist zum Stillstand gekommen. Zu- und Abgänge gleichen sich aus: arbeitsuchend waren 112 Personen gemeldet gegen 115 im Vormonat und 67 im Vorjahr.
Musik, Theater.
Die Zahl der Gelegenheitsgeschäfte für die Musiker hat im Berichtsmonat beträchtlich nachgelasseR. Feste Engagements wurden nur vereinzelt abgeschlossen.
Berkehrsgewerbe.
Im Verkehrsgewerbe war keine Abnahme der Arbeitslosigkeit festzustellen. Die Unterbringungsmög« lichkeiten bei Reichsbahn und Post fielen auch im Berichtsmonat fort. Im Speditionsgewerbe und den einschlägigen Berufsarten war nur geringe Möglichkeit zur Vermittlung von Aushilfen vorhanden.
häusliche Dienste.
Arbeitsuchend waren 300 Personen gemeldet, gegen 307 im Vormonat und 161 im Vorjahre. Die Nachfrage war nicht mehr so rege wie in früheren Monaten, bedingt durch die wirtschaftliche Lage. Hausangestellte mit vielseitigen Kenntnissen und junge Kräfte — allerdings bei geringer Bezahlung — konnten noch vermittelt werden.
Lohnarbeit wechselnder Art.
Nur ganz geringer Abgang an Arbeitsuchenden ist zu berichten. Die Vermittlung in Arbeitsplätze war trotzdem sehr rege; bei 1.3 Vermittlungen waren 41. Aushilfsstellen. Gemeldet waren zu Ende des Berichtsmonats 2866 Arbeitsuchende, gegen 2923 im Vormonat und 1976 im Vorjahr.
Angestelltenberufe.
Der Arbeitsmarkt dieser Berufe zeigte keine Besserung; 1140 Angestellte waren arbeitslos, gegen 1168 im Vormonat und 8^1 im Vorjahre.
Der Zugang aus den technischen Berufen hält weiter an; Beschäftigungsmöglichkeiten sind in dieser Berufsgruppe kaum gegeben. Bei den kaufmännischen Angestellten ist ein geringer Abgang an Arbeitsuchenden zu bemerken; die Bedingungen, unter denen die Arbeit angetreten wird, haben sich aber weiterhin verschlechtert.
Nie Arbeitslosigkeit steigt wieder an.
5492000 Arbeitslose im Reich, Zunahme um 46000.
Berlin, 21. Juli. (WTB.) Nach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 1. bis 15. Juli ist, wie in den Vorjahren, eine Stockung in der (kntlaftung des Arbeitsmarktes ein* getreten.
Am 15. d. 2H. waren bei den Arbeitsämtern rund 5 492 000 Arbeitslose gemeldet, d. h. rund
16 000 mehr als Ende Juni.
Die Aufnahmefähigkeit der Saisonaußenberufe ließ nach. Während in den Bezirken Ostpreußen, Pom- mern, Niedersachsen und Westfalen, in geringem Umfang auch in Schlesien, die Zahl der Arbeitslosen noch abgenommen hat, ist in Brandenburg, in der Nordmark, im Rheinland, in Sachsen und Bayern ein gewisser Rückschlag eingetreten. Auch in Südwestdeutschland stieg die Zahl der Arbeitslosen etwas. In den Bezirken Mitteldeutschland und Hessen war ein Stillstand zu verzeichnen.
Im Gegensatz zur Entwicklung am Arbeitsmarkt sind
die llnterslühtenzahlen der Arbeitslosenversicherung und der Srisenfürsorge nicht unerheblich zurückgegangen, eine Entwicklung, die überwiegend auf Aussteuerungen infolge der langen Dauer der Arbeitslosigkeit zurückzuführen ist.
In der Arbeitslosenversicherung wurden am 15. Juli rund 875 000 Hauptunterstützungsempfänger gezählt nach einem Rückgang um rund 66 000. In der Krisenfürsorge wurden am gleichen Stichtag rund 1 490 000 Arbeitslose betreut, d. h. rund 54 000 weniger als Ende Juni. In diesen beiden Unterstützungseinrichtungen zusammen wurden mithin rund 2 365 000 Arbeitslose unterstützt, denen im gleichen Zeitpunkt schätzungsweise 2,2 Millionen Wohlfahrtserwerbslose (Ende Juni.2 163 000) gegen« überstehen dürften.
Gtillstanh in Hessen nnh Hessen-Nassau.
WSN. Frankfurt a. M., 21.3uli. lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau berichtet das Landesarbeitsamt Hessen iq Frankfurt a. M.: In der ersten Hälfte des Monats Juli ist
die sommerliche Entlastung des Arbeitsmarktes fast völlig zum Stillstand gekommen, denn die Gesamtzahl der verfügbaren Arbeitsuchenden ist nur noch um 102 auf 320 256 gesunken.
Auf die Saifon-Außenberufe entfielen am 15. Juli 111771 Arbeitsuchende = 34,9 v. h. (am 30. Juni 112 202 = 35 v. h.) und auf die übrigen Berufe^ 208 485 = 65,1 v. h. (208 156 - 65 v. h.). Die Ar- beitsuchenden haben somit in den Saison-Außenberufen im letzten Berichtsabschnitt noch 431 ab-, in den übrigen Berufen aber um 329 zugenommen. Von der erstgenannten Gruppe sind nur die Land- und Forstwirtschaft, sowie die Lohnarbeit wechselnder Art noch leicht aufnahmefähig gewesen, während
die Arbeitslosigkeit in der Industrie der Steine und Erden und dem Baugewerbe schon anzusteigen beginnt. Von den Berufen der zweiten Gruppe erwiesen sich das Nahrungsmittelgewerbe (Tabak- und Konservenindustrie), das Gaftwirtsgewerbs und vom Bekleidungsgewerbe die Schuhindustrie verhältnismäßig noch am stärksten aufnahmefähig. Besonders verschlechtert hat sich die Lage im Bekleidungsgewerbe für Schneider aller Art (Zugang 361 - 4,8 v. h.) und in den Angestelltenberufen, die insgesamt eine Zunahme um rund 600 zu verzeichnen haben. Von den 320 256 Arbeitsuchenden erhielten 52 374 = 13,2 v. h. Arbeitslosen- und 80 392 = 25,1 v. h. Krisenunterstützung. Am 30. Juni wurden 2776 Unterstützte aus der Alu, Kru und Wohlfahrtspflege mit Notstandsarbeiten beschäftigt, das find 0,9 v. h. von der Arbeitsuchendenzahl am 15. Juli.
Ganz erheblich hat die Zahl der im freiwilligen Arbeitsdienst Beschäftigten zugenommen.
Am 30. Juni wurden 11 266 Arbeitsdienstwillige beschäftigt, davon waren 6436 = 57,1 v. h. bis 21 Jahre alte Jugendliche. Auf die Gesamtzahl der Arbeitslosen am gleichen Stichtag entfielen 3,6 o. h. Arbeitsdienstwillige. In einem Bezirk sind 25,4, in Zwei anderen 13,6 bezw. 9,1 und in drei Bezirken fast 6 v. h. der Arbeitslosen im Freiwilligen Arbeitsdienst befdjäftigt.
Wirtschaft.
Frankfurter Abenhbörse still.
Frankfurt a. M., 21. Juli. Bei anhaltender Geschäfts stille war die Abendbörse auf dem erholten Niveau des Mittagsverkehrs behauptet, teilweise traten noch kleine Besserungen um Bruchteile eines Prozentes ein, so für JG.-Farben mit plus 0,40 v. Sy gegen den Berliner Schluß. Umsätze fanden aber kaum statt, da keine Orders nach irgendwelcher Richtung vorlagen. Die Tendenz erhielt aber eine gewisse Stütze durch die eher etwas freundlicheren Auslandsbörsen. Die Spekulation bekundete indessen aus den bekannten Gründen weiterhin starke Z u r ü ck h a l t u na. Im Verlaufe blieben die Kurse bei weiterer Geschäftsschrumpfung etwa gehalten.
Am Rentenmarkt traten keine wesentliche Veränderungen ein. Deutsche Anleihen blieben gut behauptet, ebenso späte Reichsschuldbuchforderungen. Am Pfandbriefmarkt bestand für einzelne Serien zu etwa 0,50 v. H. höheren Kursen etwas Kaufinteresse. Neubesitzanleihe 5,10, Altbesitzanleihe 42,13, Schutzgebietsanleihe 2,70, Deutsche Bank & Diskonto-Gesellschaft 75, Reichsbank 122,75, Gelsenkirchen 32, Stahlverein 13 bis 13,25, AEG. 23,50, Scheideanstalt 133, JG.-Farben 88,25 bis 88,13, Siemens & Halske 120, Südd. Zucker 106, Hapag 11,25, Nordd. Lloyd 12,75.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
ifrrannu
■ u. X>(.
Berlin
Gchluß- furd
Schlußk. Abcnd- dörse
Schluß- furd
Schlußk. Mitiag- bfrfc
'Datum
20.7.
21.7.
20.7.
21.7.
6% Scutldic iNcidioanictlje v. 192",
—
63,5
63,75
7% $cutfdir fltrldh’anlcibc v. 1929
65
65
65
64
6Va% Boung-SInteihc von 1930 . S-cutfdic AnI.-AdlSI.-EchuId mit
63,5
63
63,5
63,5
öluslos.-Rechten.......
41
42.13
40.9
42
Tc«fll- ebne Vlutilvs.'Rechte . 6% Hell. BolkSstaat Von 1920
4,7
5,1
4,75
5,1
(rückzahw. 102%)......
Oberbelsen Provinz-Anleihe mit
—
49
—
50
Sludlos.-Redtlen......
Deutsche Komm. Garn utclabL
39
39,5
—
—
Anleihe Serie 1 ....
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse
57
38,7
38
39
16 unkündbar bi» 1935 ... ?% Franks. Hup.-Bank violdpfc.
68
67.25
—
—
unkündbar blf 1036 Serie 16 . 4%% Franks. Hvp.-Bonk Ligu.
67,25
66,5
—
—
Psaiidbriete.........
78,4
78,5
<•/,% Rheinische Hyp.-Bank-Llau
CHoIbplc..........
6% Pr. LanderpsandbNesanstall,
80
80,75
—>
—
Pfandbriefe R. 19......
7% Pr. LandeSpsandbriefanstalt,
68
67,5
68
68,25
Pfandbriefe R. 10
—
—
—
—
*% Ocstcrrctchische (tzoldrente . .
10
10
1,80% OeNrrreichische Silbcrcenie
_
1,05
4% Ungarische Wolbrcntc ...
5,75
__
5,7
5,75
<% Ungarische Slaatsrcntc v. 1910
6,5
6,5
6,4
<li% dc»gl. von 1913 ....
5% abgest. Woldmerikaner von 90
5,4
4,5
4,5
_
4% Türkische Zollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahu-Anicibe
3,3
3,3
3,4
3,25
Serie I..........
4% br«nl. Serie II.......
6% $Humän. vereinh. Rente v. 1003
3,3
3,3,
3,3
3,3
3,4
3,4
3,35
3.3
^^umün.verrinb.Rentev.ioig 4% Rumänische vereinh. Rente . eii% l. Anatolier......
7,4
3,75
16,5
7,25
3,65
16,5
6.9
3,7
16,4
7,1
3,65
17
zranksml a. 2)t.
Berlin
Schluß- furrf
Schluß!. Abend- dörse
Schluß- turd
Schlußk. Mittag, börse
Datum
20.7.
21.7.
20.7.
21.7.
Hamburg-Amerila Palm . . . t>
Hamburg-Sudam. Dampsfchisf. 0
Hansa Dampfschiff . . . 0
—
11,25
11
11,25
26.5
Norddeutscher Llopd . . . .
. 6
12,5
12,75
12.4
12,75
N.G. für Verkehrswesen SM.
25,75
27,4
Berliner HandelSgrleUIchast .
8
89
89
89.25
89,4
Commerz, und Privat-Bank. Darmstädter und 'Nationalban
7
16
53,5
53,5
1 8
18,5
18,5
18,5
18,5
Deutsche Bank und
DiLconto-Gcsellschast. . .
6
75
75
75
75
Dresdner Bank......
6
18,5
18,5
18.5
18,5
Reichdbank........
12
121
122,75
120.5
123
A.E.B...........
. 7
22,75
23,5
22,75
24
Bergmann........
. (i
-
20,75
Elektr. Lieferungögcscllschaft .
10
—
55
57
Licht und Kraft......
10
67,25
70
67
69.75
Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische
ey,
36
36,5
36
36,5
Unternehmungen ....
Rheinische Elektrizität . . .
9
53,75
56
53,75
55,65
62
63
6j
Schlickert & üo.......
11
61
58.75
60,75
Siemens & Halske.....
14
118
120
118,5
Lahmcyer 8 Co.......
12
75
75
76
Buderus.........
. 4
24,75
25
24,5
24
Deutsche Erdöl......
. 6
65,65
67
Gelsenkirchener......
. 8
33
32
30,5
31,75
Harpcner.........
Laesch Eisen........
. 0
48
50.5
48
50,13
. 6
22,4
23
Ilse Bergbau.......
10
—
—
Ilse Bergbau Genüsse . . .
—
—
87,5
89,75
Kldcknerwerke ......
. 8
_
20
21
MmmeSmann-Röhren . . .
. 6
_
35,25
36.9
ManSsclder Bergbau ....
. 0
_
11
Oberschles. Kokswerko . . .
. 8
•—
—
28
28.5
Phönix Bergbau......
V,
14
15
14,13
167
15..5
Rheinische Braunkohlen. . .
10
167
169
168,75
. ö
46
44,25
45,75
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß« für#
Schlußk. Abendbörse
Schluß, hird
Schlußk. Mittag« börse
Datum
20.7.
21.7
20.7.
21.7.
Riebeck Montan......
7,2
—
—
—
—
Bereinigte Stahlwerke . . .
. 4
12,25
13,25
12
13,25
Olavi Minen......:
6 •/,
9,75
10
Kaliwerke Aschersleben . . .
10
—
—
89
Kaliwerke Westeregeln . . .
10
—
—
—
97
Kaliwerke Salzdetfurth . . .
16
154
—
—
156
I. ®. Farben-Inbustrie . . . Verein, chem. Industrie Frank
12
85,9
88,13
85,65
87,75
fort a. M.........
——
—
—
Scheideanstalt.......
10
130
133
——
—
Goldschmidt. ......
. 0
15,75
15.75
16
15,75
RütgcrSwerke . ......
. 6
29,5
29,75
29,75
29,65
MetällgcieMchast. .....
. 6
24,5
24,5
24
Philipp Holzmann .....
. 8
30,25
30,5
30
30,5
Zementwerk Heidelberg. . .
. 7
36
35
Lcmentwerk Karlstadt. . . .
. 7
—
—
Wavb & Frcvtag.....
. v
4
3,13
3,25
3,5
Schultheis Payenhofer . . .
15
50,75
52,13
Vlku (Allgemeine Kunstseide)
0
30
32,25
33.25
32,5
Bemberg.........
0
—
—
26
26
Zellstoss Waldlws.....
12
—
—
27
26
Zellstoff Aschaffenburg . . .
6
—
—
——
—
Dessauer Gaü . .....
. 9
—
—
79,5
80.75
Daimler Motoren . . . .
. 0
10,25
10,5
10,5
10,5
Deutsche Linoleum ....
. 6
30,25
30,5
30
30
Orenstein & Koppel ....
. 0
21
22,5
Leonhard Tietz ......
. 8
—
—
——
45
Svcneka .........
16
—
—
__
Cbade . ......
—
—
173
171,5
Frankfurter Maschinen . . .
. 0
_
_
_
Gritzner.........
. 0
17
17
_
_
Mainkraftwerke Höchst a. M..
. 6
48,5 1
—
__
Süddeutscher Zucker ....
10
105,25
1061
105
105,75
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211.
20. Juli
21. Zull
Amtliche ®elD
Notierung Srlcl
Amtliche Geld
Notierung 1 Bries
Hclsingsor»
Wien. . . .
6,364
51 95
6.376
52.05
6,364
51,95
6.376
52,05
Prag . . .
12,465
12,485
12,465
12,485
Budapest .
—
——
Sofia . .
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland . .
169,73
170,07
169,68
170,02
Oölo. . . .
74.53
74,67
74,63
74,77
Kopenhagen.
80,82
80.98
80,82
80,98
Stockholm .
76,92
77,08
76,92
77,08
London. . .
14.98
15,02
15.00,
15,04
Buenos Qirci«
0.923
0,927
0.923
0,927
Neunork . .
4.209
4,217
4.209
4,217
Brüssel. . .
58.29
58,41
58.29
58.41
Italien. . .
21,49
21,53
21,46
21.50
Pari- . . .
16.485
16,525
16.485
16.525
Schwei- . .
81,89
82.05
81,89
82.05
Spanien . .
33,67
33,73
33,57
33.63
Danzig. . .
81,89
82,13
81,97
82.13
Japan . . .
1.159
1,161
1,159
1.161
Rio de Jan..
0,325
0,327
0,325
0,327
Jugoslawien. Lissabon . .
6,693
13,64
6,707
13,66
6,693
13,64
6,707
13,66
Banknoten.
Berlin, 21.3u1l
Selb
Bries
Amerikanische Noten . . . .
4.20
4.22
Belgische Noten......
58,13
58.37
Dänische Noten ......
80,64
80,96
Englische Noten ......
'4.96
15,02
Französische Noten . . . .
Holländische Noten . . . . .
6,445
69,31
16,505
169,99
Italienische Noten.....
21 ,43
21,51
Norwegische Noten. . . . .
74,45
74,76
Deutsch-Oesterrcich, i 100 Schilling
Rumänische Noten.....
- - -
2,49
2.51
Schwedische Noten. . . . .
76,75
77,05
Schweizer Noten. . . . . .
. - «
81,71
82.03
Spanische Noten. . . . . e
A A .
33,43
33,57
Ungarische Noten .....


