Ausgabe 
22.7.1932 Frühausgabe
 
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SJl.-rfpOTt

Fußballspiel: Gießen Wien.

Ailö dem Arbeiter-Turn- und Sportlrund.

Die Freie Turnerschaft Gießen wird ihren An­hängern am morgigen Samstagabend ein beson­deres fußballsportliches Erlebnis Oermitteln. Hat sie sich doch, neben anderen Kreisv^reinen, die sich auf einer Spielreise durch Deutschland befind­liche stärkste Wiener Arbeiter-Fußballelf, die Mannschaft Gaswerk St. Dei't 8, zu einem Spiele verpflichtet. Die Gäste sind nun zum drit- temnale Meister der besten Klasse der Wiener Arbeiter-Fußballer und verfügen über ein hohes Maß von Technik und Spielkultur. Die Mann­schaft hat in ihren Reihen Spieler, die schon meh­rere Male bei Länderspielen mitgetoirtt haben. So standen auch bei den lebten Länderspielen Deutschland- Oesterreich in Kassel und Hanno­ver die Spieler Stern, Drinek und Fo- re i th in den Reihen der österreichischen Mann­schaft. Die Gäste, die am vergangenen Samstag in Frankfurt und am Sonntag in Wiesbaden spielten, trafen bereits gestern in Gießen ein. Das Spiel findet am Samstagabend 18 Ilhr auf dem VfB.-PIatz statt. Die Gießener Arbeiter-Sportler haben sich mit diesem Spiel eine Aufgabe gestellt, der sie voraussichtlich nur sehr schwer gerecht wer­den können. Wohl hat die Mannschaft durch Um­stellung an Stärke getoonnen, jedoch wird sie alles hergeben müssen, ivenn sie im Kampf gegen die Gäste ehrenvoll bestehen will.

Bor diesem Spiel (4.30 älhr) treten zwei Be­zirksmannschaften an. Rach Beendigung dieses Spieles wird die offizielle Begrüßung der Wiener durch Bertreter der Stadt und des Kreises Gie­ßen erfolgen. Dem Spiel sieht man mit großer Spannung entgegen.

Handball der Turnergilde im OHB.

Am Samstagabend treffen sich die beiden ersten Mannschaften des Olympischen Sport-Clubs (OSC.) 1 und der Turnergilde im DHV. zu einem Handball Übungsspiel auf dem Waldsportplatz. Beide Mann­schaften dürften als gleich stark zu betrachten fein. Die DHB.-Mannschaft tritt mit zwei Ersatzleuten an. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorherzu- sagen.

Deutschland - USA.

Die Auslosung zum Davispokalkampf.

Am Donnerstagmittag 12 älhr wurde auf dem Sekretariat des Französischen Tennisverbandes die Auslosung der Spiele für das Interzoncn- Finale im Davispokal zwischen Deutschland unö Amerika vorgenommen. Danach beginnt der Kampf am heutigen Freitag 14.15 Uhr im Ro­

land-Garros-Stadion mit dem Spiel von Frank Shields gegen Gottfried v. (Stamm. An­schließend spielen die beiden Spitzenspieler Ells- worth Bines und Daniel Prenn. Das Dop­pelspiel. dessen Aufstellung noch nicht feststeht, wird am Samstag um 15.15 Uhr begonnen. Die beiden letzten Singles des Sonntags bringen um 14.15 Uhr die Begegnung (Sramm gegen Bines und anschließend das Match Prenn gegen Sh.elds. 3n deutschen Kreisen toiro Der Hoffnung Aus­druck gegeben, daß am Freitag wenigstens ein Punkt gewonnen werden kann.

Ankunst in Los Angeles.

Unsere Olympiafahrer haben nun den Riesenweg quer durch Amerika zurückgelegt. In Kansas-City wurde nochmal ein kurzer Aufenthalt gemacht und zur Besichtigung der Stadt verwandt. In Neu- Meviko bekam man die tropische Gluthitze richtig zu spüren, gegen die der Kampf mit allen Mitteln ausgenommen wurde. Trotz der langen Fahrt ist das Befinden unserer Leute ausgezeichnet und von Müdigkeit merkt man keine Spur. Mit der deut­schen Mannschaft reisten auch die deutsch-amerikani­schen Radfahrer nach Los Angeles. Exz. Lewald war der Mannschaft mit dem Flugzeug vorausge- eilt, um Borsorgen für den Empfang zu treffen. In der Nacht zum Freitag (AiEZ.) haben die Deutschen das Fiel erreicht.

11. (Stoppe herTour he France".

Stapel noch immer Zweiter.

Rachdem am Mittwoch der letzte Ruhetag her* bracht worden war, werden nun die letzten elf Etappen ohne Unterbrechung durchgefahren. Am Donnerstag führte die 11. Etappe von Rizza über 233 Kilometer nach Cap. 5>ie Strecke wies wieder erhebliche Schwierigkeiten auf. so daß es zu neuen Ausfällen kam. Am schwersten wurden die Italiener betroffen, die durch Stürze di Paceo und Gestri verloren. Das Feld war zeitenweiso weit auseinandergerissen, da aber die Führenden ziemlich bummelten, konnten bis zum Schluß 27 Fahrer aufschließen und die Spitzengruppe bilden. Im Endspurt konnte dann Leducq, der Träger des gelben Trikots des Führenden, seinen ständigen Verfolger Dtöpel mit zwei Längen schla­gen. Dritter wurde Bonduel, Dierter Benoit Saure (1. Tourist), Fünfter Diarengo. Auf den 6. Platz wurden 22 Fahrer, darunter llmbcn- Hauer, Thierbach, Geyer, Bulla. Pesenti und Ronsse gesetzt. Die weiteren Deutschen Sieronski, Altenburger, Kuhbach und Risch büßten mehr oder weniger Zeit ein. Im Gesamtklassement führt nach wie vor Leducq vor Stöpel, Camusso und Pesenti, während in Länderwertung Italien vor Frankreich, Belgien und Deutschland liegt.

Die Arbeitsmarktlage in Oberheffen

Oie Beschästigungsverhäliniffe in hen einzelnen Berufsgruppen.

Das Arbeitsamt Gießen teilt in feinem Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes in Ober Hessen nach dem Stande von Ende Juni folgendes über die Beschäftigungsver­hältnisse in den einzelnen Derufs- gruppen mit:

Land- und Forstwirtschaft.

Die Zahl der verfügbaren Arbeitsuchenden be­trug 393 gegen 405, es ist also nur ein geringer Abgang zu berichten. Da die Landwirtschaft fast nur junge Kräfte als Dauerbeschäftigte ein- stellt, bleiben die älteren verheirateten land­wirtschaftlichen Arbeiter auch weiterhin ohne Be­schäftigung. Die Bermittlungstätigkcit kann in dieser Berufsgruppe als befriedigend angesehen werden: es konnten im Berichtsmonat 176 "Ver­mittlungen getätigt werden.

Bergbau.

Die Lage des Bergbaues gestaltete sich vor­übergehend etwas besser. Die Zahl der Arbeit­suchenden fiel von 504 Bergleuten im Vormonat auf 472. Rach den bisherigen Meldungen sind die Beschäftigungsverhältnisse aber wahrschein­lich nur kurzfristig.

Industrie der Steine und Erden.

Auch in dieser Berufsgruppe hat sich die Be- fchäftigungslage etwas gehoben. Einen merk­baren Einfluß hatten die Aufträge, der Reichs­bahn an die oberhessische Dasaltindustrie. Zwar wurden bisher noch keine zusätzlichen Arbeits­kräfte in größerem Maße eingesetzt, aber die Gesamtlage der Industrie ist stabiler geworden, die kurzfristigen Entlassungen, zu denen man durch Auftragsmangel gezwungen war. brauchten

nicht vorgenommen zu werden. Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug 1322 gegen 1424 im Vor­monat.

Metallindustrie.

In der Berufsgruppe Metallverarbeitung und Industrie der Maschinen, Instrumente und Appa­rate ist keine wesentliche Veränderung einge­treten. Die Eisenindustrie ist immer noch schlecht beschäftigt und droht weitere starke Entlassungen vorzunehmen. Das Handwerk leidet weiterhin stark unter der Depression der Wirtschaft. Als Arbeitsuchende waren gemeldet 2588 Personen gegen 2666 im Vormonat und 1821 im Vorjahre.

Holz- und Schnihstoffgewerbe.

Der Beschäftigungsgrad des Gewerbes hat sich weiter verschlechtert. Pinterbringungsmöglichkeiten waren kaum vorhanden. Die Zahl der Arbeit­suchenden stieg von 902 auf 953.

Rahrungs- und Gennhmillelgewerbe.

Im Rahrungs- und Genußmittelgewerbe ist die Lage der Tabakindustrie fast unverändert. Arbeitslos wurden im Derichtsmonat 52 Tabak­arbeiter bzw. -arbeiterinnen; 59 Personen fan­den wieder Beschäftigung. Arbeitsuchend waren in der Derufsgruppe 776 gegen 809 im Vor­monat und 352 im Vorjahr.

Bekleidungsgewerbe.

Das Bekleidungsgewerbe zeigt eine starke Fluk­tuation im Beschäftigungsgrad bei fast gleich- bleibender Arbeitslosigkeit: gegen 370 Arbeit­suchende im Vormonat und 239 im Vorjahre waren im Berichtsmonat 376 Arbeitsuchende ge­meldet.

Baugewerbe.

Die anhaltend schlechte Wirtschaftslage spiegelt sich besonders in der Arbeitslosigkeit des Baugerver- bes. Wenn auch die Bautätigkeit sporadisch zuge- nommen hat, so ist die Zahl der Beschäftigten nur ganz gering gestiegen, da nur einige Facharbeiter eingestellt wurden. Die Hauptarbeit z. B. in den ländlichen Bezirken verrichtet der Meister mit den Lehrlingen, die dadurch wieder aus ihrer Beschäfti­gungslosigkeit herauskommen. An Arbeitsuchenden wurden im Juni 2 398 gezählt gegen 2 431 im Vormonat und 1711 im Borjahre.

Betrachtet man die Zahl der Arbeitsuchenden zur Zeit des Höchststandes der Arbeitslosigkeit im Fe­bruar 1931 und die noch vorhandenen arbeitslosen Bauhandwerker einschließlich der nicht in dieser Be­rn fsaruppe geführten Bauhilfsarbeiter, so ergibt sich folgendes Bild: insgesamt 5 428 Arbeitslosen im Februar 1932 standen im Juni noch 4 049 gegen­über, die Arbeitslosigkeit war um 25 o. h. gegen den Höchststand gesunken. Im einzelnen verteilten sich die Arbeitsuchenden auf:

Abnahme

1.3.32 1.7.32 o.h.

Maurer 1832

Zimmerer 456

Maler. Anstreicher. Lackierer 978

Glaser und übrige Berufe 212

Bauhilfsarbeiter 1950

1178 36

301 34

780 20

139 35

1651 15

Die ungelernten Berufe waren also am wenigsten in den Beschäftigungsprozeß einzugliedern.

Gast- und Schankwirtschaft.

Die Entlastung des Arbeitsmarktes in dieser Be­rufsgruppe ist zum Stillstand gekommen. Zu- und Abgänge gleichen sich aus: arbeitsuchend waren 112 Personen gemeldet gegen 115 im Vormonat und 67 im Vorjahr.

Musik, Theater.

Die Zahl der Gelegenheitsgeschäfte für die Mu­siker hat im Berichtsmonat beträchtlich nachgelasseR. Feste Engagements wurden nur vereinzelt abge­schlossen.

Berkehrsgewerbe.

Im Verkehrsgewerbe war keine Abnahme der Ar­beitslosigkeit festzustellen. Die Unterbringungsmög« lichkeiten bei Reichsbahn und Post fielen auch im Berichtsmonat fort. Im Speditionsgewerbe und den einschlägigen Berufsarten war nur geringe Möglich­keit zur Vermittlung von Aushilfen vorhanden.

häusliche Dienste.

Arbeitsuchend waren 300 Personen gemeldet, gegen 307 im Vormonat und 161 im Vorjahre. Die Nach­frage war nicht mehr so rege wie in früheren Mo­naten, bedingt durch die wirtschaftliche Lage. Haus­angestellte mit vielseitigen Kenntnissen und junge Kräfte allerdings bei geringer Bezahlung konnten noch vermittelt werden.

Lohnarbeit wechselnder Art.

Nur ganz geringer Abgang an Arbeitsuchenden ist zu berichten. Die Vermittlung in Arbeitsplätze war trotzdem sehr rege; bei 1.3 Vermittlungen waren 41. Aushilfsstellen. Gemeldet waren zu Ende des Be­richtsmonats 2866 Arbeitsuchende, gegen 2923 im Vormonat und 1976 im Vorjahr.

Angestelltenberufe.

Der Arbeitsmarkt dieser Berufe zeigte keine Besse­rung; 1140 Angestellte waren arbeitslos, gegen 1168 im Vormonat und 8^1 im Vorjahre.

Der Zugang aus den technischen Berufen hält wei­ter an; Beschäftigungsmöglichkeiten sind in dieser Berufsgruppe kaum gegeben. Bei den kaufmänni­schen Angestellten ist ein geringer Abgang an Ar­beitsuchenden zu bemerken; die Bedingungen, unter denen die Arbeit angetreten wird, haben sich aber weiterhin verschlechtert.

Nie Arbeitslosigkeit steigt wieder an.

5492000 Arbeitslose im Reich, Zunahme um 46000.

Berlin, 21. Juli. (WTB.) Nach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 1. bis 15. Juli ist, wie in den Vorjahren, eine Stockung in der (kntlaftung des Arbeitsmarktes ein* getreten.

Am 15. d. 2H. waren bei den Arbeitsämtern rund 5 492 000 Arbeitslose gemeldet, d. h. rund

16 000 mehr als Ende Juni.

Die Aufnahmefähigkeit der Saisonaußenberufe ließ nach. Während in den Bezirken Ostpreußen, Pom- mern, Niedersachsen und Westfalen, in geringem Umfang auch in Schlesien, die Zahl der Arbeitslosen noch abgenommen hat, ist in Brandenburg, in der Nordmark, im Rheinland, in Sachsen und Bayern ein gewisser Rückschlag eingetreten. Auch in Süd­westdeutschland stieg die Zahl der Arbeitslosen etwas. In den Bezirken Mitteldeutschland und Hessen war ein Stillstand zu verzeichnen.

Im Gegensatz zur Entwicklung am Arbeitsmarkt sind

die llnterslühtenzahlen der Arbeitslosenversiche­rung und der Srisenfürsorge nicht unerheblich zurückgegangen, eine Entwicklung, die über­wiegend auf Aussteuerungen infolge der langen Dauer der Arbeitslosigkeit zurückzuführen ist.

In der Arbeitslosenversicherung wurden am 15. Juli rund 875 000 Hauptunterstützungsempfänger gezählt nach einem Rückgang um rund 66 000. In der Krisenfürsorge wurden am gleichen Stichtag rund 1 490 000 Arbeitslose betreut, d. h. rund 54 000 we­niger als Ende Juni. In diesen beiden Unter­stützungseinrichtungen zusammen wurden mithin rund 2 365 000 Arbeitslose unterstützt, denen im gleichen Zeitpunkt schätzungsweise 2,2 Millionen Wohlfahrtserwerbslose (Ende Juni.2 163 000) gegen« überstehen dürften.

Gtillstanh in Hessen nnh Hessen-Nassau.

WSN. Frankfurt a. M., 21.3uli. lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau be­richtet das Landesarbeitsamt Hessen iq Frank­furt a. M.: In der ersten Hälfte des Monats Juli ist

die sommerliche Entlastung des Arbeitsmarktes fast völlig zum Stillstand gekommen, denn die Gesamtzahl der verfügbaren Arbeitsuchenden ist nur noch um 102 auf 320 256 gesunken.

Auf die Saifon-Außenberufe entfielen am 15. Juli 111771 Arbeitsuchende = 34,9 v. h. (am 30. Juni 112 202 = 35 v. h.) und auf die übrigen Berufe^ 208 485 = 65,1 v. h. (208 156 - 65 v. h.). Die Ar- beitsuchenden haben somit in den Saison-Außen­berufen im letzten Berichtsabschnitt noch 431 ab-, in den übrigen Berufen aber um 329 zugenommen. Von der erstgenannten Gruppe sind nur die Land- und Forstwirtschaft, sowie die Lohnarbeit wechseln­der Art noch leicht aufnahmefähig gewesen, während

die Arbeitslosigkeit in der Industrie der Steine und Erden und dem Baugewerbe schon anzusteigen be­ginnt. Von den Berufen der zweiten Gruppe er­wiesen sich das Nahrungsmittelgewerbe (Tabak- und Konservenindustrie), das Gaftwirtsgewerbs und vom Bekleidungsgewerbe die Schuhindustrie verhältnismäßig noch am stärksten aufnahmefähig. Besonders verschlechtert hat sich die Lage im Be­kleidungsgewerbe für Schneider aller Art (Zugang 361 - 4,8 v. h.) und in den Angestelltenberufen, die insgesamt eine Zunahme um rund 600 zu verzeich­nen haben. Von den 320 256 Arbeitsuchenden er­hielten 52 374 = 13,2 v. h. Arbeitslosen- und 80 392 = 25,1 v. h. Krisenunterstützung. Am 30. Juni wur­den 2776 Unterstützte aus der Alu, Kru und Wohl­fahrtspflege mit Notstandsarbeiten beschäftigt, das find 0,9 v. h. von der Arbeitsuchendenzahl am 15. Juli.

Ganz erheblich hat die Zahl der im freiwilligen Arbeitsdienst Beschäftigten zugenommen.

Am 30. Juni wurden 11 266 Arbeitsdienstwillige beschäftigt, davon waren 6436 = 57,1 v. h. bis 21 Jahre alte Jugendliche. Auf die Gesamtzahl der Arbeitslosen am gleichen Stichtag entfielen 3,6 o. h. Arbeitsdienstwillige. In einem Bezirk sind 25,4, in Zwei anderen 13,6 bezw. 9,1 und in drei Bezirken fast 6 v. h. der Arbeitslosen im Freiwilligen Ar­beitsdienst befdjäftigt.

Wirtschaft.

Frankfurter Abenhbörse still.

Frankfurt a. M., 21. Juli. Bei anhaltender Geschäfts stille war die Abendbörse auf dem erholten Niveau des Mittagsverkehrs behauptet, teil­weise traten noch kleine Besserungen um Bruch­teile eines Prozentes ein, so für JG.-Farben mit plus 0,40 v. Sy gegen den Berliner Schluß. Umsätze fanden aber kaum statt, da keine Orders nach irgendwelcher Richtung vorlagen. Die Tendenz er­hielt aber eine gewisse Stütze durch die eher etwas freundlicheren Auslandsbörsen. Die Spekulation be­kundete indessen aus den bekannten Gründen weiter­hin starke Z u r ü ck h a l t u na. Im Verlaufe blie­ben die Kurse bei weiterer Geschäftsschrumpfung etwa gehalten.

Am Rentenmarkt traten keine wesent­liche Veränderungen ein. Deutsche Anleihen blieben gut behauptet, ebenso späte Reichsschuld­buchforderungen. Am Pfandbriefmarkt bestand für einzelne Serien zu etwa 0,50 v. H. höheren Kursen etwas Kaufinteresse. Neubesitzanleihe 5,10, Altbesitz­anleihe 42,13, Schutzgebietsanleihe 2,70, Deutsche Bank & Diskonto-Gesellschaft 75, Reichsbank 122,75, Gelsenkirchen 32, Stahlverein 13 bis 13,25, AEG. 23,50, Scheideanstalt 133, JG.-Farben 88,25 bis 88,13, Siemens & Halske 120, Südd. Zucker 106, Hapag 11,25, Nordd. Lloyd 12,75.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

ifrrannu

u. X>(.

Berlin

Gchluß- furd

Schlußk. Abcnd- dörse

Schluß- furd

Schlußk. Mitiag- bfrfc

'Datum

20.7.

21.7.

20.7.

21.7.

6% Scutldic iNcidioanictlje v. 192",

63,5

63,75

7% $cutfdir fltrldhanlcibc v. 1929

65

65

65

64

6Va% Boung-SInteihc von 1930 . S-cutfdic AnI.-AdlSI.-EchuId mit

63,5

63

63,5

63,5

öluslos.-Rechten.......

41

42.13

40.9

42

Tc«fll- ebne Vlutilvs.'Rechte . 6% Hell. BolkSstaat Von 1920

4,7

5,1

4,75

5,1

(rückzahw. 102%)......

Oberbelsen Provinz-Anleihe mit

49

50

Sludlos.-Redtlen......

Deutsche Komm. Garn utclabL

39

39,5

Anleihe Serie 1 ....

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

57

38,7

38

39

16 unkündbar bi» 1935 ... ?% Franks. Hup.-Bank violdpfc.

68

67.25

unkündbar blf 1036 Serie 16 . 4%% Franks. Hvp.-Bonk Ligu.

67,25

66,5

Psaiidbriete.........

78,4

78,5

</,% Rheinische Hyp.-Bank-Llau

CHoIbplc..........

6% Pr. LanderpsandbNesanstall,

80

80,75

>

Pfandbriefe R. 19......

7% Pr. LandeSpsandbriefanstalt,

68

67,5

68

68,25

Pfandbriefe R. 10

*% Ocstcrrctchische (tzoldrente . .

10

10

1,80% OeNrrreichische Silbcrcenie

_

1,05

4% Ungarische Wolbrcntc ...

5,75

__

5,7

5,75

<% Ungarische Slaatsrcntc v. 1910

6,5

6,5

6,4

<li% dc»gl. von 1913 ....

5% abgest. Woldmerikaner von 90

5,4

4,5

4,5

_

4% Türkische Zollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahu-Anicibe

3,3

3,3

3,4

3,25

Serie I..........

4% br«nl. Serie II.......

6% $Humän. vereinh. Rente v. 1003

3,3

3,3,

3,3

3,3

3,4

3,4

3,35

3.3

^^umün.verrinb.Rentev.ioig 4% Rumänische vereinh. Rente . eii% l. Anatolier......

7,4

3,75

16,5

7,25

3,65

16,5

6.9

3,7

16,4

7,1

3,65

17

zranksml a. 2)t.

Berlin

Schluß- furrf

Schluß!. Abend- dörse

Schluß- turd

Schlußk. Mittag, börse

Datum

20.7.

21.7.

20.7.

21.7.

Hamburg-Amerila Palm . . . t>

Hamburg-Sudam. Dampsfchisf. 0

Hansa Dampfschiff . . . 0

11,25

11

11,25

26.5

Norddeutscher Llopd . . . .

. 6

12,5

12,75

12.4

12,75

N.G. für Verkehrswesen SM.

25,75

27,4

Berliner HandelSgrleUIchast .

8

89

89

89.25

89,4

Commerz, und Privat-Bank. Darmstädter und 'Nationalban

7

16

53,5

53,5

1 8

18,5

18,5

18,5

18,5

Deutsche Bank und

DiLconto-Gcsellschast. . .

6

75

75

75

75

Dresdner Bank......

6

18,5

18,5

18.5

18,5

Reichdbank........

12

121

122,75

120.5

123

A.E.B...........

. 7

22,75

23,5

22,75

24

Bergmann........

. (i

-

20,75

Elektr. Lieferungögcscllschaft .

10

55

57

Licht und Kraft......

10

67,25

70

67

69.75

Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische

ey,

36

36,5

36

36,5

Unternehmungen ....

Rheinische Elektrizität . . .

9

53,75

56

53,75

55,65

62

63

6j

Schlickert & üo.......

11

61

58.75

60,75

Siemens & Halske.....

14

118

120

118,5

Lahmcyer 8 Co.......

12

75

75

76

Buderus.........

. 4

24,75

25

24,5

24

Deutsche Erdöl......

. 6

65,65

67

Gelsenkirchener......

. 8

33

32

30,5

31,75

Harpcner.........

Laesch Eisen........

. 0

48

50.5

48

50,13

. 6

22,4

23

Ilse Bergbau.......

10

Ilse Bergbau Genüsse . . .

87,5

89,75

Kldcknerwerke ......

. 8

_

20

21

MmmeSmann-Röhren . . .

. 6

_

35,25

36.9

ManSsclder Bergbau ....

. 0

_

11

Oberschles. Kokswerko . . .

. 8

28

28.5

Phönix Bergbau......

V,

14

15

14,13

167

15..5

Rheinische Braunkohlen. . .

10

167

169

168,75

. ö

46

44,25

45,75

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß« für#

Schlußk. Abend­börse

Schluß, hird

Schlußk. Mittag« börse

Datum

20.7.

21.7

20.7.

21.7.

Riebeck Montan......

7,2

Bereinigte Stahlwerke . . .

. 4

12,25

13,25

12

13,25

Olavi Minen......:

6/,

9,75

10

Kaliwerke Aschersleben . . .

10

89

Kaliwerke Westeregeln . . .

10

97

Kaliwerke Salzdetfurth . . .

16

154

156

I. ®. Farben-Inbustrie . . . Verein, chem. Industrie Frank

12

85,9

88,13

85,65

87,75

fort a. M.........

Scheideanstalt.......

10

130

133

Goldschmidt. ......

. 0

15,75

15.75

16

15,75

RütgcrSwerke . ......

. 6

29,5

29,75

29,75

29,65

MetällgcieMchast. .....

. 6

24,5

24,5

24

Philipp Holzmann .....

. 8

30,25

30,5

30

30,5

Zementwerk Heidelberg. . .

. 7

36

35

Lcmentwerk Karlstadt. . . .

. 7

Wavb & Frcvtag.....

. v

4

3,13

3,25

3,5

Schultheis Payenhofer . . .

15

50,75

52,13

Vlku (Allgemeine Kunstseide)

0

30

32,25

33.25

32,5

Bemberg.........

0

26

26

Zellstoss Waldlws.....

12

27

26

Zellstoff Aschaffenburg . . .

6

Dessauer Gaü . .....

. 9

79,5

80.75

Daimler Motoren . . . .

. 0

10,25

10,5

10,5

10,5

Deutsche Linoleum ....

. 6

30,25

30,5

30

30

Orenstein & Koppel ....

. 0

21

22,5

Leonhard Tietz ......

. 8

45

Svcneka .........

16

__

Cbade . ......

173

171,5

Frankfurter Maschinen . . .

. 0

_

_

_

Gritzner.........

. 0

17

17

_

_

Mainkraftwerke Höchst a. M..

. 6

48,5 1

__

Süddeutscher Zucker ....

10

105,25

1061

105

105,75

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 211.

20. Juli

21. Zull

Amtliche ®elD

Notierung Srlcl

Amtliche Geld

Notierung 1 Bries

Hclsingsor»

Wien. . . .

6,364

51 95

6.376

52.05

6,364

51,95

6.376

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest .

Sofia . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

169,73

170,07

169,68

170,02

Oölo. . . .

74.53

74,67

74,63

74,77

Kopenhagen.

80,82

80.98

80,82

80,98

Stockholm .

76,92

77,08

76,92

77,08

London. . .

14.98

15,02

15.00,

15,04

Buenos Qirci«

0.923

0,927

0.923

0,927

Neunork . .

4.209

4,217

4.209

4,217

Brüssel. . .

58.29

58,41

58.29

58.41

Italien. . .

21,49

21,53

21,46

21.50

Pari- . . .

16.485

16,525

16.485

16.525

Schwei- . .

81,89

82.05

81,89

82.05

Spanien . .

33,67

33,73

33,57

33.63

Danzig. . .

81,89

82,13

81,97

82.13

Japan . . .

1.159

1,161

1,159

1.161

Rio de Jan..

0,325

0,327

0,325

0,327

Jugoslawien. Lissabon . .

6,693

13,64

6,707

13,66

6,693

13,64

6,707

13,66

Banknoten.

Berlin, 21.3u1l

Selb

Bries

Amerikanische Noten . . . .

4.20

4.22

Belgische Noten......

58,13

58.37

Dänische Noten ......

80,64

80,96

Englische Noten ......

'4.96

15,02

Französische Noten . . . .

Holländische Noten . . . . .

6,445

69,31

16,505

169,99

Italienische Noten.....

21 ,43

21,51

Norwegische Noten. . . . .

74,45

74,76

Deutsch-Oesterrcich, i 100 Schilling

Rumänische Noten.....

- - -

2,49

2.51

Schwedische Noten. . . . .

76,75

77,05

Schweizer Noten. . . . . .

. - «

81,71

82.03

Spanische Noten. . . . . e

A A .

33,43

33,57

Ungarische Noten .....