und
vor allem: Sie ist rein macedonisch, also grösser imd besser
us Heuthen ti hat sich bereits chen 5V-Psennig. ung von fal^ta
darf nur 1 gr. wiegen, während die 31 Pfg.-Zigarette 1,25 gr. wiegen darf. CIiUB 31 hat gesetzlich zulässiges Höchstgewicht und
it gegen alle Befahren nter diesem Gesichts»
galski in der Wochenschrift „Die Umschau". Er vergleicht die nach dem Kriege überall aufflammenbe " " ■" der Turner-
Ausmaß, vom Standpunkt des Erwachsenen aus. schwer mit dem Kind ein Verbindung zu bringen ist. Unb doch ist diese geniale Begabung untrer- kennbar und äußert sich mit einer Kraft, die ihre Wirkung auf die Zuhörer nicht verfehlt. Gleichermaßen wird man sofort fühlen, daß hier nichts Angelernte« sein kann, sondern eine natürliche, wenn auch ausgebildete Fähigkeit vorliegt, denn der Knabe ist musikalisch bis in die Fußspitzen. Der 12jährige Willy Bremen, so heißt der Knabe, bot, als wir Gelegerrheit hatten, ihn zu hören, die Ouvertüre zu „Martha" auf dem Accordeon, so groß angelegt und technisch so vorzüglich wieder- gegeben. daß der tiefe Eindruck und stärkster ‘Beifall nicht ausbleiben konnte. Vicht weniger ein- drucksvoll gestaltete sich die Interpretation der 2. Rhapsodie von Liszt auf dem Klavier, deren Stimniungsgehalt der Knabe bis zum Letzten aus- zuschöpfen vermochte. Ungarische Weisen, auf dem L'ylophon wiedergegeben, legten von einer Virtuosität Zeugnis ab, die auch einem erwachsenen Tylophoi.virtuosen stärksten Beifall eingebracht hätte. Den Knaben musizieren zu hören, bedeutet einen hohen Gewinn und ein schönes Erlebnis.
*• .Hasenklein kann nichts dafür!" Vein, Hasenklein kann wirklich nichts dafür, daß er, der biedere Schneidermeister, Präsident wurde. Das kam so: er sah in einem Saal, in dem zufällig eine politische Versammlung stattsand, hatte sich gerade ein Glas Bier bestellt und fischte nun eine Fliege aus dem Glas. Ein markiger Ausspruch, den der Versammlungsleiter au schnappte, b.'gleitete diese Ak. on, weil eben b. s r Anspruch so treffenb den Vortrag des Redners ergänzte. So wurde Hasenklein Mitglied der Partei, Ab
10.
fo(en hol durch iad) hem frcsl- iederMgcri ue öd) im Bereich rechselhasler He- iraitige Eitler- iieraiiigcn Tho- iteigt jedoch von erlöge einer $t- ilfung wird^slch nmirfcnbtr Son« ig ein.
log: Wechselnd iternh, nur noch oorerft keine ®f*
: Teils oushei« leist trocken.
-khaslck.
ichajlssrauindee sden Mi Man. salschen 20. kN. Ein Monn I mit einem 20. mnte sosorl, daß hickte unauffällig • nach. Jer $(r. Monn sich mit beide, bis er er aufmerksam m festzunehmen, die beiden a I,
Slus der prvvinzialbauptfiadt
Gießen, den 22. Juni 1932.
Das Wochenende.
Die Wochenendbereegung, die wie so manche» anderes erst oerhältnismäßtg spat zu uns gekommen ist, hat nach dem Kriege einen außerordentlichen Aufschwung genommen. Man darf in diesem Ausbruch einer ganzen Nation in die freie Natur wohl einen der größten Glücksfalle sehen, der einem sonst von äußerer und innerer Not bedrängten Volke be
lieben gewesen ist. Die unverwüstliche Gesundheit deutschen Wesens zeigt sich in dieser NeakUon, die ein notwendiges Gcgengewlch und Entbehrungen sucht. Ui
punkt behandelt den deutschen „Wea ins Freie", der sich in der Freude am Wochenende kundgibt, der Berliner Stadtmedlzinalrat Professor Dr. d o n D r i-
w DOnn Wik. W
Geologie und Naturschutz.
Ein Vortrag in der L^berhesfischen Gesellschaft für Tlatur» und Heilkunde.
8ufn*"‘ allen Rettin beeis yaieiieä den
Arbeiter in einem
einet Vordn. ‘ e ln dem @[au, ; ^^beiden . e Vchrvtladung S.’jnÄub« 'te. Der Junge und starb ,fuo> Lempcke mien und erlitt wurde in be» Mus gebracht.
Rundsunkproqramm.
Donnerstag, 23. Juni.
7.05: Münster a. St.: Brunnenkonzert ber Kurkapelle Bad Münster am Stein. 12.00: Mittagskonzert. 13.00: Mittagskonzert. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17.00. Konzert. 18.25: Zeitfragen. 18.50: „Staatsverfassung der Völker: Italien", Vortrag von Professorin Lea Meriggi. 19.15: Reues aus aller Welt. 19 30: Unterhaltungskonzert des Rundfunk-Orchesters. 20.00: Das Gespenst von Cantervllle. Von O. Wilde. Für den Funk bearbeitet von E. Burri und Elisabeth Hauptmann. 21.20: Don Königsberg: Son- nenwendfeier an der Grenze. 21.55: Mawra, Dufso-Oper in 1 Akt nach A Puschkin, Musik von Igor Strawinsky. 22.30: Funkstille.
Freitag, 24. Juni.
7.05 Llhr: Münster a. St.: Drunnenkvnzert bet Kurkapelle Bad Münster am Stein. 12.00 AuS verschollenen Opern 13.00. Konzert. Kompositionen von Jul. Fucik. 17.00: Rachmittaaskonzert. 18.25: .Die Bedeutung GutenbergS für die Duch- bruckerkunst". Vortrag von Professor E. H. Kleu- kens, Mainz. 18.50: .Hygiene deS Schwimmsports". 19.15: .Zu Tiotimas Gedächtnis" von Lina H. Eornill-Dechent. 19.30: Freiburg: Das Kalibergwerk in Buggiirgen Hörbilder. 20.00: AuS Reu- York. Kurt G. Sell: .Worüber man in Amerika spricht". 20.15: Süddeutsche Diäsermusik. Gespielt vom Bläser-Orchester der Stuttgarter Philharmoniker. 21.15: Die Dorffängerinnen. Komische Oper von Dal. Fioravanti. 22.20. Von Berlin: Zeitbericht. Die Prohibition in USA. Bearbeitet von Actualis. 23220 bis 24.00: Mannheim: Jazz auf zwei Flügeln.
Samstag, 25. Juni.
7.05 Uhr: Frühkonzert. 10.10 biS 10.45: Schulfunk: Szenen auS .Minna von Darnhelm" von Lessing, Leitung: W. Marlo. 12.00: Konzert auf Schallplatten. 13.00: MittagSkonzert des Rund- funk-Ovchcsters. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17.00: RachmittagSkonzert des Rundfunkorchesters. 18.25. Ankündigung eineS Vortrags- wettbewerbs der Hörer. 18.35: .WirischaftSver- fassung und Wirtschaftslage der Völker: Rord- amerika", Dortraa von Prof. Dr. Feiler, Königsberg. 19.05: Ltädtebild Wiesbaden. 20.00: KurhauS Bad Homburg. Südwestfunk-Dariet^ im Kurtheater Bad Homburg. 22.45 biS 24.00: Don Berlin: Nachtmusik.
Sonnwendfeier der Marburger Studentenschaft.
WSR. Marburg, 21. Juni. Unter rteflaer Anteilnahme der Marburger Bürgerschaft beging gestern abend die Marburger Studentenschaft chre diesjährige Sonnwendfeier. AIS der Zua der Studenten, der auf dem Kämpfrasen Ausstellung genommen hatte, auf bet Höhe deS LahnbergeS anlangte. war die große Wiese vor der Dismarcksäule bereits von Tausenden umlagert. Rach Begrüßung-Worten de- Vorsitzenden der Allgemeinen Marburger Studentenschaft, der u. a. den Vorsitzenden der Deutschen Studentenschaft, G r ö g e r-Berlin, willkommen heißen konnte, erinnerte der Rektor der Philipps-Rni- versität, Professor Dr. Thiel, an die Bedeutung des SonnwendseuerS, in dessen Flamme unser DolkSkörpet geläutert werden möge. Die Festansprache hielt Professor Krieck (Frankfurt am Main). Mit dem Vortrag eineS Feucrspruches und mit dem allgemeinen Gesang deS Deutschlandliedes fand die Feier ihr Ende. Der Rückmarsch deS etwa 4000 Teilnehmer zählenden Fackelzuges bot daS altgewohnte schöne Bild. Von der Zinne der BiSmarcksäule leuchtete das Sonnwendfeuer weit in die Lande.
über glühende- beweisen.
ein fünfjährige- Pessimisten zu, den Kasten ttc- cs so nett,, MB misten erwärmt, .ntroortet er und iran eine ™rtc|*
t ihm ein furL> wie ist doch im Frankenland, Siffig Lasten vemn, Dinkel enteilen, n sich bann eine 1 und fannnun gewinnsüchtigen t sie noch 8 bas kleine Mab
Uei^mir da- Äbttsse-
In ber jüngsten Sitzung der Oberhessischen .eiell schuft für Natur, und Heilkunde sprach Oberbergrat Dr h. c. Köbrich (Darmstadt) über das Thema: „G eoloait und Natur- ichutz". Das hessische Naturschutzgesetz vom 14. Oktober 1931, so führte der Nedncr aus, hat sich zum Ziele gesetzt: den Schutz seltener oder schonungsbe- dürstiger lier. und Pslanzenarten, den Schutz von Naturdenkmälern und deren Umgebung und den Schutz des Londschastsbildes. Damit wird ein Ausbau dessen erreicht, was schon im hessischen Denkmalschutzgesetz vom 16. Juli 1902 erstrebt worden war. Das Bedürfnis nach Naturschutz wird ja aller» orts empfunden, und schon in vielen durch (Eigen» art der Landschaft oder der Pslanzen. und Tierwelt ausgezeichneten Gegenden wird ihm durch Schaffung von „Naturschutzgebieten" Rechnung getragen.
Die Notwendigkeit des Naturschutzes bat der Mensch selbst herausbeschworen: die Natur muß wirk, "ch gegen den Menschen geschützt werden. Das ist einmal die Folge der Naturfremdheit und des Naturhungeps der heutigen naturentbehrenden Menschen: sie drängen in Massen zur unberührten Natur hin und richten dabei teils aus Un- verstand, teils aus mangelnder Selbstzucht, teils aus einem naiven Aneignungstriebe allerlei geringen Schaden an, der sich bann summiert.
Zahlreiche Bestreben mit ibealen Zielen arbeiten dem entgegen: Die Heimat- unb Uöanberoereine, die Jugendbewegung und nicht zum wenigsten die Land- Heime der Schulen: denn auch die Schulen selbst haben roohl erkannt, daß es nicht damit getan ist, die städtische Jugend, die stark naturfremd geworden ist, im Lehr» und Lesestoff auf die Schönheit der ländlichen Natur hinzuweisen, sondern daß der junge Mensch von heute auch lernen muß, w i e er der Natur gegenübertreten soll, die ihm ja nicht allein gehört.
Indessen ist der Schaden, den unverständige Na» turgenießer anrichten, immer noch gering im Der» gleich zu dem, den Eigennutz und das Streben nach geldlicher Ausbeutung verschulden. Wer Weidenkätzchen ober junge Tannenspitzen räubert, ober faustdicke Schlüsselblumensträuhe ober Immortellenkränze zu Markte trägt, ober seltenen Tieren um bcs Gelbes willen nachstellt, der miß. braucht unb schändet die Natur ebenso wie einer, ber die Bergflanken auf reißt unb mit Schienengleis unb Rollwagen unb wüsten Schutthalben bas schön» ste Tal, bie lieblichste Landschaft verunziert. Hier bas wirtschaftlich Nützliche mit Rücksicht geschehen zu lassen, bas Notwendige ohne bas Häßliche zu erreichen, bas ist ber Sinn bes Naturschutzgesetzes.
Nicht immer gelingt bas. Nicht selten fehlen die Geldmittel, um gefährliche Pläne abzufinden; zu» weilen mangelt es an Einsicht ober an Einoer» stänbnis über die Schutzwürdigkeit, dann wieder kommt der Schutz zu spät, ober er wirb gar unter dem Zwang besonderer Umftänbe roieber aufgehoben. In anberen Fällen ist ber Schutz gar nicht einmal bekannt unb es wirb aus Unkenntnis au» widergehandelt Denn es besteht zwar eine Liste der geschützten Pflanzen, Tiere und Naturdenkmäler, doch ist nur die der Planzen und Tiere veröffentlicht, nicht aber die der Naturdenkmäler.
Der Dortragende ging deshalb an Hand einer Reihe von Lichtbildern besonders auf bie Natur» b e n f m ä 1 e r ein. Es liegt in dem Gesteinscharak» ter unb ber unvollkommeneren Erschlossenheit des Vogelsbergs begründet, daß Bilder aus diesem Gebiet nicht so zahlreich vorhanden sind, wie aus dem viel mehr aegliebertcn unb konstrastreicheren Oden» wald. Um so mehr verdient die Anregung des Bor» tragenden auf Schaffung einer Bilder» fammlung ber Naturbenkmäler Erfolg. Der DHC. hat biefe Anregung dankenswerterweise sogleich ausgenommen.
Die Zahl der Naturdenkmäler ist auch in Ober» heften nicht gering. Hierher gehören vor allem bie Gipfel Taufstein, Hohervdskopf, Geiselstein unb Bil»
geordneter, koeil die Partei einen Mann aus dem Volke brauchte, unb später wurde er sogar .Präsident", weil die Frau Baronin, die Frau des Autofabrikanten, für ihren Sohn nicht bloß einen simplen Schneidermeister zum Schwiegervater Haden wollte. Unb ber Freunb deS jungen Barons von Dchendell, ber Pressechef unb Postei- fekretär Greif, hat den ganzen Laben geschmis- sen. Die Tatsache aber, daß ber Schneidermeister Titus Hasenklein überhäuft und auf solche Weise Präsident werben konnte, ist ber Grunbgebanke für eine Persiflage auf den Parlamentarismus. Der Film soll also gewissermaßen eine politische Satire sein. Er ist es nur bedingt Wohl kassiert man als Zuschauer schmunzelnd einige drastische Bemerkungen, u. a. auch jenes geradezu klassisch gewordene Zitat des Königs August von Sachsen, in Wirklichkeit aber überzeichnet der Film vieles und rückt es so in das nur-humorvolle, bah selbst der eingefleischteste Parlamentarier sicherlich nicht böse sein könnte. Ganz abgeleben bavon, bah ber Film auf eine Liebesgeschichte unb auf happy end hinausläuft. Das Ganze ist geschickt inszeniert, so daß man sich eine Stunde lang au-ge^ichnet unterhält. Jakob Siebte, ber biebre Schneidermeister Hasenklein, ist die stärkste Figur in diesem Film: et weist in jedem Falle glaubhaft nach, dah er sich auf seinem Schneidertifch Wohler fühlt, als am Diplomatenschreibtisch. Johannes Riemann als Manager des Schneidermeisters gefällt mit seinem Spihbubengesicht in jedem Bilde besser. Lien De y e r s, die Sekretärin unb Tochter TituS Hasenkleins, findet sich in ihrer Rolle sehr gut zurecht. Paul Otto ist ein sehr sympathischer Geheimrat, und fein Sohn, HanS Drausewet-
flrantheit, die Bleichsucht, ist so gut wie verscbwunb» den. Die Rachitis ist im Schwinden begriffen, in ihren schweren Formen In vielen Landstrichen eine Seltenheit geworden. Die Tuberkulose-Sterblichkeit ist in Berlin z. B. von 18,4 auf je 10000 Lebende im Jahre 1913 auf 9,4 im Jahre 1930 gesunken. Die allgemeine Sterblichkeit in Deutschland sank von 15 auf je 10 000 Einwohner im Jahre 1913 auf 11,1 im Jahre 1930. Die venerischen Krankheiten haben teilweise abgenommen, teilweile keine Zunahme erfahren. Die allgemeine Körperbeschassenheit zeigt bei Mädchen wie Knaben nach genauen Untersuchungen von 1924 bis 1931 eine deutliche Besserung, die |i in Zunahme der Länge und des Gewichts ausdrückt. Endlich darf man wohl behaupten, daß Verhältnis» mäßig wenigstens die nervöse und geistige Wider» standskrast zugenommen hat. Es ist wenig wahrscheinlich, daß andernfalls ein durch Wirtschaftsnot, Erwerbslosigkeit und Hofsnungslosigkeit so gequältes Volk wie das deutsche mit solcher Geduld und Fassung wie bisher Zeiten überstanden hätte, wie die heutigen."
Diese Volksbewegung hat dazu geführt, daß die „CebcnsreiAe“, bie von Lust und Licht, von Abhär- tung und Ucbung des Körpers auf den ganzen Organismus ausstrahlen, viel kräftiger als früher bei der Masse des Volkes zur Wirkung gelangen. Das Wochenende spendet nicht nur körperliche, sondern auch geistige Erfrischung und Gesundung. Bei der ErsoNchung der sog. Geisteshygiene hat man fest» gestellt, daß gerade die Wiederherstellung einer gereiften Verbundenheit mit der Natur eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Bekämpfung seelischer Verödung und geistiger Abirrungen ist. Man soll sich daher im Wochende auch wirklich ausruhen. Lange Fahrten, dte zudem kostspielig sind, werden auch für den Städter im deutschen Vaterlande nicht nötig fein. Man braucht wahrlich auf die, die im Kraftwagen dahinsausen, nicht neidisch zu sein, denn das Wandern in Wald unb Feld ist viel gesünder, und man lernt nur bann eine Gegend wirklich kennen, wenn man sie durchwandert, und begreift nur dann ihre besonderen Schönheiten Wassersahrten bedeuten eine ausgezeichnete Durcharbeitung des Körpers. Be» sonders erquickend und heilsam ist es, wenn man mit Kind und Kegel den ganzen Tag im Freien verbringt, und Hunderttausende tun das, indem sie aus der Stadt in das bewegliche Zelt flüchten.
Was die eigentliche Hygiene des Wochenendes betrifft, so warnt Professor von Drigaftti vor lieber- treibungen. Jede Ucbermübung ist zu vermeiden. Daß Erwachsene eine Ehre darein setzen, beim Baden stundenlang im Wasser zu bleiben, ist ebenso falsch, wie man Kindern das lange Herumplanschen gestattet. Läufer wie Radfahrer müssen ein wirklich gesundes Herz haben, wenn ihnen starke Bewegung nichts schaden soll. Besonders bei Heranwachsenden sollte man daraus achten, dah sie ihr Herz nicht überanstrengen.
Sodann ist schließlich an die fröhlichen „Wochenendler" die Bitte zu richten, auch auf ihre Mitmenschen etwas Rücksicht zu nehmen und sie nicht durch unnötigen Lärm zu stören, ebenso auch die Schönheit und den Frieden der Natur zu achten, indem man sich jeder Beschädigung und Verunreinigung enthält. Und endlich: Bewahrt das Feuer und das Licht! Ein Lagerfeuer, das ungenügend gelöscht ist, achtlos fortgeworfene Zigarren unb Zigaretten vernichten jebes Jahr große Strecken des deutschen Walbes, ber einer der großen Schätze unserer Heimat ist. Auch das muß ein ethischer Gewinn ber Wochenendbewegung sein, daß sie nicht nur den Menschen, sondern auch den „Mitmenschen" erzieht.
Voruot»,;cn.
— Tageskalendev für Mittwoch: Oterhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand- platz, 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Volk-Halle, 21 Uhr, RationalsozialistischesReichS-Symphonie- Orchester, Einmaliges Gastspiel. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, .Hasenklein kann nichts bafürl“
•• E i n jugendlicher Klaviervir- iuose. Seit gestern gastiert im .Bürgerhof" (Blockstraße) ein jugendlicher Klaviervirtuose, ein Knabe im Alter von 12 Jahren, der schmal unb übermäßig zart auf bem Pobium steht unb vor dem Klavier sitzt, um schon mit den ersten Tönen, bie er seinen Instrumenten iKlavier, Accvrbeon unb Tylophonj entlockt, seine Zuhörer hoch aus- horchen zu lassen. Es dauert nicht lange unb bie Zuhörer geraten schnell in den Bann der virtuosen Musikalität des Kindes. Man wird sich schnell darüber klar, dah man es hier nicht mit einem Talentchen ober mit einem Talent zu tun bat, sondern mit einer genialen Begabung, die in ihrem
stein: bas Hochmoor ber Breungeshainer Haide: schone Felsgruppen bei Heisters, Schadges, Rudings- bain,_ Kestrich, Kölzenhain, Eichelsdorf, Wohnseld; der Stein bei Engelrod, der durch einen elektrischen Leitungsmast verunziert ist: die Felsenruhe bei Herbstem, der Goldkopf bei Rainrod , Alsfeld), der Warthügel bei Bieben, der Steiner bei Düdelsheim, der Kmdstein bei Unter-ÜBibbersbeim. ber Hausteins- graben* bei Nieber-Ofleiden, vier Felsen bei Ilbeshausen, jedoch nicht das Feisenmeer daselbst, das ein trauriges Beispiel für das Versagen brr Schutz- beftimmungen ist, ebenso nicht der Bilstein bei Lauterbach.
Wegen mythischen oder geschichtlichen InteresleS find ferner geschützt das Wildhaus bei Eschenrod, der Wildestein bei Bübingen, bie wilden Häuser unb die Bert ha hü ttc im Bübinger Markwalb. da- .welle Fraa Gesteul" bei Daucmheim, ber Goldstein bei Ober-Wegfurth, der Dürgclkops bei Wet- terseld, der Vlbrastein bei Romrod unb der Landgrafenborn im Oberto alb.
Roch nicht «schützt, aber schutzwürdig erscheinen mehrere natürliche Höhlen, z. B. bei Schotten unb Eichelsdorf (.Drachenloch"), sowie bie Salzpflanzenstätten bei Münxenberg—Oberhörgern.
Wo einmal eine schutzwürdig« Stätte verwüstet ist, hält eS schwer, den Schaben wieder gut zu machen. Meist überläßt der Mensch dieses Geschäft, bas nichts cinbnngt, der Ratur felber, die bann mit ber Zeit ihre Wunden allein zubeckt.
Im Anschluß an bie Ausführungen bes Redners entwickelte sich eine lebhafte Diskusfion.
Oie Wollhandkrabbe.
Sodann berichtete Prof. Hennebcrg über die seit einigen Jahren in den deutschen Flüssen cin- gewandcrte Wollhandkrabbe.
Dor einiger Zeit ging durch eine Reihe von Zeitungen di« Rachricht, baß die Krabbe nun auch im Lahngebiet ausgetreten sei. Räheve Rachsor- schungen, bi« der Vortragende angeftcllt hat, haben jedoch ergeben, baß biese Angabe auf einem MißverstänbniS beruht. Roch ist bic Woll- hanbkrabbe Weber in der Lahn, noch in ihren Re tenf lüften nachgewiefen worben. Die Möglichkeit. baß fie in unserer Gegend früher oder später auftreten wird, ist freilich vorhanden.
Die Wollhandkrabbe ist aus China «ingcwan- dert, und zwar ist sie, wie man annimmt, in den Wassertanks von Schiften nach Deutschland gelangt. 1912 wurde das erste Exemplar in der Aller gefunden. Es blieb jahrelang das einzige. Dann trat bi« Wollhandkrabbe 1918 in der 11 nte reite auf unb verbreitete sich in ber Elte immer mehr stromaufwärts, so baß sie jetzt bereits bis nach Dresden gelangt ist. Seit 1925/26 findet sie sich in der Unterweser, seit 1931 in der Ems und in den Kanälen, di« diese mH dem Rhein verbinden. ,
Da die Tiere beständig an Zahl zu nehmen, erhob sich die Frage, ob sie als nützlich oder schädlich anzuschen feien. Die Fischer sind Wohl allgemein ter Meinung, daß ber Schaben, ben diese Einwanderer uns bringen, größer als ein eventueller Ruhen fei, intern fie den Ruhfischen die Rahrung wegfressen, intern sie die Köder von den Angeln stehlen unb den Fischfang in den Fangapparaten beeinträchtigen. Anderseits liefern die Tiere gesotten ein billiges, schmackhasteS Gericht, das sich von gefallenen Krebsen kaum unterscheiden läßt. Freilich bieten sie spärlicher Fleisch, da bei ihnen, wie bei allen Krabben, der Schwanz stark rückgebiltel ist.
Betreffs ihrer Lebensweise hat man feftgestelll. daß größere Krabben im Herbst die Flüsse abwärts wandern und sich im Meere sortpstanzen. Im Frühjahr wandern bann die jungen kleinen Krabben massenhaft stromaufwärts, um im Süß- Wasser biS zur Fortpflanzungsfähigkeit heran- zuwachsen.
Sportbewegung mit ber Begrünbuna ber Tur schäft durch Jahn In ber Zeit ber Freiheitskriege zahlt bie segensreichen Folgen auf-, die diese körperliche Ertüchtigung für unsere vielfach bedrohte Volksgesundheit gehabt hat: „Eine vor dem Kriege für Mädchen und Frauen sehr lästige und schwächende
ter. um dessen willen das ganze Theater überhaupt erst gemacht wird, ist ein ebenso sympathischer Rennsahrer. Die übrigen Rollen sind gut besetzt. Photographie und Tontotctergabe lind gut Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus Bahnhofstraße.
•• An Bord des HapagdarnpferG .Da dal" ist ter Leitgedanke ter Wohltätigkeitsveranstaltung des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsch»« über See. Ne am kommenden Samstag, 25.3uni. unter ter Mitwirkung des .KapitänS" Hub um 20 Uhr in den Räumen ter Liebigshöhe .in See stechen' soll. 'Für Ne Unterhaltung ter Passagiere ist ein sehr vielseitigeO Programm von künstlerischen Darbietungen, Bordspielen, Tombola, Preistanzen usw. vorgesehen.
ee Dr Oetker-VackvortrSge. Die Elektro- gemeinschast Gießen veranstaltet am morgigen Donnerstag und am Freitag, jeweils um 20 Uhr, im CafS Leib Dr.-Oetker-Backvorträge, die das befon» berc Interesse der Haussrauen finden dürsten Während der Dorträge wird das Backen vorn einsachen Napfkuchen bi* zur fertig garnierten Tarte praktisch gezeigt. Näheres über die beachtenswerten Veranstaltungen ist aus ber heutigen Anzeige ersichtlich.
” Fe st genommen wurde auf Grund eine» Ausschreibens der Gießener Staatsanwaltschaft der Kraftwagen-Fuhrunternehmer K. I. aus Unter- Seibertenrod, der im vorigen Jahre vom Gießener Gericht wegen Urkundenfälschung zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden war und sich zum Strafantritt nicht gemeldet hatte. Die Festnahme erfolgte in Frankfurt a. M
Verantwortlich für das Feuilleton, i. 23. Dr. Fr W Lange.
epredntunben Der :HcDnftton.
1L30 bis 12J0 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschloffen
fr.
? »on r* ।
Un 1,77» an.
fei
1«"
Sanaiban
'Ä611. I
aufx u
V,?
«len. 6;"'
& 4s
b
-nfen. 'n > '
SÄ !
enen I
Z7n’ darunter I
affe.
RETTE


